CH344504A - Verfahren zur Herstellung von zum Beschichten von Unterlagen geeigneten Leuchtstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von zum Beschichten von Unterlagen geeigneten Leuchtstoffen

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CH344504A
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Carlson Martyny William
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Gen Electric
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent

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Description


  Verfahren zur Herstellung von zum Beschichten von Unterlagen geeigneten Leuchtstoffen    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Leuchtstoffen, die sich besonders  für die Herstellung von Schichten in elektrischen  Entladungslampen eignen.  



  Bei bekannten Verfahren wird ein pulverisierter  anorganischer Leuchtstoff, nachfolgend Phosphor ge  nannt, in einem Bindemittel suspendiert, das aus  einer Lösung von     Nitrocellulose    oder     Cellulose-          material    mit ähnlichen Eigenschaften besteht. Die  Lösung wird in das Innere des zu überziehenden  Rohres eingeführt, der Überschuss zum Abtropfen  gebracht und der Überzug entweder durch Einführen  eines Warmluftstromes in das Rohr oder durch  natürliche Konvektion getrocknet. Schliesslich wird  das Rohr in einer oxydierenden Atmosphäre auf eine  zur Entfernung des Bindemittels ausreichende Tempe  ratur erwärmt.

   Bezüglich der Feuergefährlichkeit,  Reinheit und Giftigkeit des Bindemittels und der       Verdampfungsgeschwindigkeit    des Lösungsmittels  müssen bei der Herstellung solcher Schichten sehr  viele Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, die  ebenso wie die relativ hohen Kosten der Bestandteile  dieser Art von Bindemittel nachteilig sind.  



  Weitere Nachteile von     Leuchtstoffsuspensionen    in  diesen Bindemitteln sind dadurch bedingt, dass es  beispielsweise nicht zweckmässig ist, den präparierten  Phosphor vor der Suspendierung in     Nitrocellulose     zu behandeln, weil er nach einer solchen Behandlung  vollständig getrocknet werden muss, bevor er sus  pendiert werden kann. Die     Phosphor-Pulver    können  nicht bis zum gewünschten     Feinheitsgrad    gemahlen  werden, ohne dass wesentliche Verluste der     Leucht-          intensität    auftreten.

   Die Verwendung von grobem  Phosphor-Pulver in der     Überzugs-Suspension    resul  tiert aber im Abbröckeln oder Ausbrechen des     Phos-          phor-Überzuges    in der fertigen Lampe. Die     Cellulose-          Suspensionen    sind schliesslich beträchtlich teurer als    die wasserlöslichen Bindemittel und neigen dazu, die  Geräte, in welchen sie verarbeitet werden, zu ver  kleben, was Aufwand und Kosten vermehrt.  



  Zur Überwindung dieser Nachteile wurden     wäss-          rige    Lösungen von wasserlöslichen     Cellulosederivaten     vorgeschlagen, mit deren Anwendung jedoch andere  Probleme verbunden sind. Viele der wasserlöslichen       Cellulosederivate    haben die Tendenz, einen körnigen,  blasigen oder löchrigen     Leuchtstoffüberzug    zu er  geben.

   Die bisher verwendeten Bindemittel verur  sachten auch eine Wirkungsgradverschlechterung der  fertigen Lampe bis zu acht Lumen pro Watt, und die       Lumen-Konstanz    ist schlechter als bei Lampen, die  mit einer     Bindemittellösung    aus     Nitrocellulose    und  darin suspendierten Leuchtstoffen überzogen sind.  Auch geben viele wasserlösliche     Cellulosederivate     keine Lösungen der gewünschten Viskosität ohne  Erhöhung des Gehaltes an festen Stoffen.

   Eine zu  grosse Erhöhung des Gehaltes an festen Stoffen in der       Bindemittellösung    führt zu beträchtlichen Schwierig  keiten bei der Erwärmung des Überzuges zur Ent  fernung des     Bindemittels,    das sich dann auch bei  längerem Erhitzen nicht vollständig entfernen lässt.  Die im Überzug verbleibenden     Bindemittelreste    ver  ursachen eine Verfärbung im     Leuchtstoffüberzug,     z. B. in Form von braunen Ringen.  



  Ein weiterer Nachteil der wasserlöslichen Binde  mittel besteht in der Schwierigkeit der Aufbewahrung  der     Bindemittellösung    oder Suspension wegen der  Gefahr bakterieller Einwirkung.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Ver  fahren zur Herstellung von zum Beschichten von  Unterlagen besonders geeigneten Leuchtstoffen und  die Verwendung der nach diesem Verfahren her  gestellten Leuchtstoffe zur Herstellung von     Leucht-          stoff-Schichten    auf Unterlagen, insbesondere elek  trischen Entladungslampen.

        Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man einen anorganischen     Leucht-          stoff    mit Wasser,     Ammoniumhydroxyd    und einem  Mischpolymeren aus     Methylvinyläther    und     Malein-          säureanhydrid    mischt und anschliessend die     flüssigen     Bestandteile entfernt.  



  Die erfindungsgemässe Verwendung des so er  haltenen Leuchtstoffes für die Herstellung von     Leucht-          stoffschichten    auf Unterlagen ist dadurch gekenn  zeichnet, dass der Leuchtstoff in einer Bindemittel  lösung suspendiert und die Suspension auf eine Unter  lage aufgebracht wird.  



  Der Mischvorgang des erfindungsgemässen Ver  fahrens kann zur Verkleinerung der Korngrösse des  Leuchtstoffes mit einem Mahlvorgang verbunden  werden.  



  Diese Behandlung bietet unter anderem eine Ver  besserung in der Wirksamkeit des Phosphors ver  glichen mit der bis anhin verwendeten Mahlweise,  sogar dann, wenn der Phosphor nach der Entfernung  des Mischpolymeren aus     Methylvinyläther    und Ma  leinsäureanhydrid (im folgenden als     PVM/MA    be  zeichnet) und Trocknen des Phosphor-Pulvers in  einer üblichen, nicht     wässrigen    Lösung, wie z. B.       Nitrocellulose-Lack,    suspendiert wird.  



       Zweckmässigerweise    wird die gemahlene Mischung  so lange stehengelassen, bis sich die Phosphor-Teile  aus der Suspension abgesetzt haben. Die überstehende  Flüssigkeit wird dann ausgegossen und das     Phosphor-          Pulver    nachher wieder mit Wasser, Ammoniak und       PVM/MA    vermengt und umgerührt, beispielsweise  durch     Vermahlung    der Mischung, und zwar genügend  lang, um die     Leuchtstoffteile    zwecks     Anbringung    an  der Hülle einer Entladungslampe wieder in Suspension  zu bringen.

   Als     Kopolymer    kann ein Produkt der  Fa.     Aniline    und Film Corporation verwendet werden,  welches Produkt in mehreren Arten erhältlich ist,  welche spezifische     Viskositäten    im Bereich von 0,2  bis 6,0 aufweisen. Gegenwärtig ist es in spezifischen       Viskositäten    von 2,5-3,5 für die höhere     Viskositäts-          klasse    und 1,21-1,25 für die tiefere     Viskositätsklasse     auf dem Markt. Spezifische     Viskositäten    von bis zu  5,02 und hinunter bis auf 0,29 wurden unter Labora  toriumsbedingungen schon hergestellt, sind aber noch  nicht im Verkauf.

   Die spezifische Viskosität wird  definiert als die Viskosität einer Lösung einer be  stimmten Konzentration in Gramm pro hundert  Milliliter minus die Viskosität des Lösungsmittels ge  teilt durch die Viskosität desselben. Im vorliegenden  Falle wird die spezifische Viskosität auf der Basis von  1 Gramm pro hundert Milliliter     PVM/MA    in     2-          Butanon    bei 25 C berechnet. In jedem Fall einer       Bindemittellösung    ist ein niedriger Gehalt an festen  Stoffen wünschenswert, so dass diese festen Stoffe  nach dem Trocknen des Überzuges leicht entfernt  werden können.

   Demzufolge werden die Misch  polymerisate von höherer spezifischer Viskosität be  vorzugt, da sie eine     Bindemittellösung    von geeigneter  Viskosität für Lampenüberzüge ergeben, und zwar  wegen des niedrigen Gehaltes desselben an festen    Stoffen. Beispielsweise würde von einem     PVM/MA     mit der spezifischen Viskosität von 1,25 eine doppelt  so grosse Menge in Gewichtsteilen in der Lösung  benötigt, um die gleiche Viskosität zu erhalten wie  mit demjenigen der spezifischen Viskosität von 2,5.

    Das heisst es würde von dem     PVM/MA    mit der spezi  fischen Viskosität von 1,25 ein Gewichtsprozent be  nötigt, um die gleiche Viskosität in der Lösung zu  erzielen wie mit 0,5 Gewichtsprozent des     PVM/MA     der spezifischen Viskosität von 2,5. Die Lösung mit  der niedrigeren spezifischen Viskosität enthält deshalb  die doppelte Menge an festen Stoffen, welche nach  träglich entfernt werden müssen, als die Lösung mit  der höheren spezifischen Viskosität. Die Lösungen  mit der tieferen spezifischen Viskosität wurden jedoch  im Zusammenhang mit der Erfindung erfolgreich ver  wendet, ohne dass sich durch die Entfernung der zu  sätzlichen festen Stoffe aus dem Überzug Schwierig  keiten ergaben.  



  Nachfolgend ist eine beispielsweise, bevorzugte  Ausführungsform des Verfahrens beschrieben. Vorerst  wird eine Charge für eine     100-Liter-Kugelmühle    wie  folgt vorbereitet: 30 kg Phosphor, 10 Liter     ent-          ionisiertes    Wasser, 30 Gramm     PVM/MA        (spez.     Viskosität 2,5-3,5), 300     cm3    Ammoniak (28%     NH3).     Diese Materialien können     vorgemischt    werden oder  einzeln in die Mühle eingeführt werden. Die Mi  schung wird dann gemahlen, wobei die Mahlzeit mit  der verwendeten Phosphorart und Qualität, der  Grösse der Mühle und der gewünschten Korngrösse  weitgehend variiert.

   Beispielsweise ergab bei einer Art  von     Calciumhalogenphosphat-Phosphor    eine Mahl  zeit von 5 Stunden die gewünschten Resultate. Wenn  die Mahloperation beendet ist, wird die Flüssigkeit  zusammen mit 15 Litern     entionisiertem    Wasser in  einen Behälter gegossen und mindestens 48 Stunden  stehengelassen, um das Absetzen der Stoffe zu er  möglichen. Nachdem sich diese vollständig abgesetzt  haben, befindet sich der Phosphor als lehmartige  Masse am Boden des Behälters.

   Die Flüssigkeit,  welche sich über den abgesetzten Stoffen befindet,  wird dann ausgegossen, und es werden dem Phosphor  die folgenden Materialien beigegeben: 10 Liter     ent-          ionisiertes    Wasser, 150 Gramm     PVM/MA,    30     cm3     Ammoniak (28%     NH3).    Diese Mischung wird in die       100-Liter-Kugelmühle    gebracht und ungefähr während  einer halben Stunde gemischt, worauf die Suspen  sion vollständig ist. Der     pH-Wert    der ursprünglichen  Mahlmischung sollte bei nicht weniger als 8, aber  vorzugsweise bei 9-10 gehalten werden, und zwar  während des ganzen Mahlvorganges.

   Die wieder an  gegossene     Überzugssuspension    sollte einen PH-Wert  von nicht weniger als 8, aber vorzugsweise 10-10,5  haben, und dieser Wert sollte auch während des  Überziehens der Lampenhülle beibehalten werden.  



  Die Mengen der angegebenen Materialien können  ziemlich stark verändert werden, und es werden trotz  dem die gewünschten Resultate erzielt. Beispiels  weise wurde gefunden, dass die ursprüngliche Charge  aus 2000-3000 Gewichtsteilen Phosphor, 1000 bis      4000 Gewichtsteilen Wasser, 3-20 Gewichtsteilen       PVM/MA    und 3-100 Gewichtsteilen Ammoniak  (konzentriert, d. h. 28%     NH3)    bestehen kann. Die  bevorzugten Mengen für die ursprüngliche Charge  sind: 3000 Gewichtsteile Phosphor, 1200 Gewichts  teile Wasser, 6 Gewichtsteile     PVM/MA    und 30 Ge  wichtsteile Ammoniak (konzentriert).

   Beim Wieder  angiessen des Phosphor-Materials zur Präparierung  der     Überzugs-Suspension    können 1000-5000 Ge  wichtsteile Wasser, 9-40 Gewichtsteile     PVM/MA     und 9-100 Gewichtsteile Ammoniak verwendet wer  den. Die bevorzugte     Überzugs-Suspension    setzt sich  zusammen aus: 3000 Gewichtsteilen Wasser, 15 Ge  wichtsteilen     PVM/MA    und 3 Gewichtsteilen Am  moniak (konzentriert).  



  Wie schon erwähnt wurde, kann die Mahldauer  ziemlich stark variieren, je nach den gewählten Be  dingungen, wie z. B. der Geschwindigkeit und Grösse  der Mühle, der Phosphorart und Qualität. Als Bei  spiel für die Veränderung der Mahldauer für verschie  dene Phosphormaterialien sei angeführt, dass bei  konstanter Mahlgeschwindigkeit und gleicher Mühlen  grösse ein     Calciumhalogenphosphat-Phosphor    (weiss)  üblicherweise während 6 Stunden gemahlen werden  muss. Ein anderes weisses     Calciumhalogenphosphat          benötigt    ungefähr 5 Stunden, Zinksilikat     ungefähr     eine Stunde und     Calciumsilikat        ung,-fähr    6 Stunden.

    Das ersterwähnte weisse Halogenphosphat ist ein       Calcium-fluorchlorphosphat,    das mit Antimon und  ungefähr 1,2 Gewichtsprozent Mangan aktiviert ist,  währenddem das zweite Halogenphosphat die gleiche  Zusammensetzung aufweist, mit der Ausnahme, dass  der     Mangan-Aktivierungsstoff    auf ungefähr 0,8 Ge  wichtsprozent reduziert ist, wodurch die vorhandene  gelbe Farbe geschwächt wird.

   Als Beispiele für die  Veränderung der Mahldauer mit der Grösse und Ge  schwindigkeit der Mühle seien die folgenden ange  führt: in einer Kugelmühle mit ungefähr einem Liter  Inhalt und bei 120 Umdrehungen pro Minute wurde  die gewünschte Korngrösse in 1 %2 Stunden erreicht,  in einer Kugelmühle mit ungefähr 4 Litern Inhalt und  bei 50 Umdrehungen pro Minute wurden zur Er  reichung der gewünschten Korngrösse 6 Stunden be  nötigt. Bei einer Kugelmühle von 100 Litern Inhalt  und bei 40 Umdrehungen pro Minute wurden 5 Stun  den und bei einer     400-Liter-Kugelmühle    und 33 Um  drehungen pro Minute wurden 4 Stunden benötigt.

    Die gewünschte Korngrösse, auf welche oben Bezug  genommen wird, liegt in einem Bereich von ungefähr  1-5     Mikron,    wobei der stärkste Anfall bei ungefähr  2-3     Mikron    liegt.  



  Bei bisherigen Verfahren war es bekannt, dass ein  verlängertes Mahlen einen schädigenden     Einfluss    auf  die Leuchteigenschaften des Phosphor-Materials aus  übt. Demzufolge war es notwendig, einen Kompro  miss einzugehen zwischen relativ grobkörnigen     Phos-          phor-Pulvern    mit besseren Leuchteigenschaften, welche  jedoch ausbröckeln, und feinen Phosphor-Pulvern,  welche diesen Nachteil nicht aufweisen, jedoch eine  niedrigere Leuchtstärke besitzen. Das Mahlen des    Phosphors in der genannten     Ammoniak-Wasser-          PVM/MA-Mischung    erübrigt einen solchen Kompro  miss und ergibt beträchtlich verbesserte Resultate.

    Verlängertes Mahlen gemäss bekannten Verfahren zer  kleinert die Phosphor-Körner auf eine solche Grösse,  dass neue     Oberflächen    und eingeschlossene Verun  reinigungen frei werden, welche dann in der     Wasser-          Ammoniak-Mischung    aufgelöst werden.

   Wenn diese  Mischung durch die Verunreinigungen gesättigt ist,  tritt natürlich an den neuen     Oberflächen    keine Auf  lösung mehr ein, oder ein Teil der Verunreinigungen  wird ausgefällt und sofort an den Phosphorteilen       adsorbiert.    Die verunreinigte     Ammoniak-Wasser-          Lösung    müsste somit abgegossen werden und frisches  Wasser und Ammoniak zugeführt werden, um die  zusätzlichen Verunreinigungen aufzulösen.

   In der       Ammoniak-Wasser-PVM/MA-Lösung    fällt das     PVM/     MA die Verunreinigungen aus der Lösung aus und  veranlasst diese, in eine feine kolloidale Suspension zu  gehen, wodurch dem Ammoniak und Wasser ermög  licht wird, eine grössere     Meng;,    von Verunreinigungen  aus den neugebildeten Oberflächen aufzulösen. Beim  Mahlen treten häufig Ansammlungen auf, welche aus  den vorgenannten Verunreinigungen, äusserst kleinen  Partikeln von den Kugeln der Mühle, Verunreini  gungen durch frühere Mahlgüter und sehr feinen  Teilen von     Phosphor-Kristallen    bestehen.

   Diese Mate  rialien treten zusammen mit den     Phosphor-Verun-          reinigungen    in die kolloidale Suspension ein, und beim  Ausgiessen der Flüssigkeit werden all diese An  sammlungen und Verunreinigungen entfernt.  



  Bei bekannten Verfahren ergaben sich öfters  starke Agglomerationen von aus Verunreinigungen  bestehenden Partikeln, wenn die Phosphor-Teile zu  fein zermahlen wurden, so dass es schwierig und öfters  sogar unmöglich war, den Mahlvorgang fortzusetzen.  Durch die Wirkung des Ammoniaks wird beim vor  liegenden Verfahren diese Agglomeration annähernd  vollständig vermieden. Durch das Ammoniak werden  die Agglomerationen zerstört, und die negativ ge  ladenen Partikel der Verunreinigungen werden sofort  durch Ammoniak     (NH3)    überzogen, so dass diese  Partikel neutralisiert werden. Das     Hydroxyl-Radikal     (OH) reinigt den Phosphor weiter durch Anziehung  von Kationen, welche dann in der Mahllösung sehr  lebhaft aufgelöst werden.

   Ausser, dass das     PVM/MA     die Zerstörung von Agglomerationen und die Aus  fällungen von Verunreinigungen aus der     Ammoniak-          Wasser-Lösung    bewirkt, wirkt das     Kopolymerisat     während des Mahlvorganges auch als Kissen, welches  die Bildung von zusätzlichen Agglomerationen ver  hindert. Man lässt die     Phosphor-Partikel    sich absetzen,  und dekantiert die sich über denselben befindende  Flüssigkeit, welche die in kolloidaler Suspension be  findlichen Verunreinigungen enthält, einschliesslich  der sehr kleinen Phosphor-Kristalle ab. Diese sehr  kleinen Teile von Phosphor-Kristallen werden für  Phosphor-Überzüge allgemein als schädlich betrachtet.  



  Nach dem Ausgiessen der kolloidalen Suspension  kann das Phosphor-Pulver getrocknet und in Nitro-           cellulose    oder einem andern bekannten Bindemittel  in Suspension gebracht werden. Da die     Phosphor-          Partikel    schon auf die gewünschte Grösse reduziert  und die Verunreinigungen vollständig entfernt worden  sind, weisen Lampen, welche     mit    diesem in     Nitro-          cellulose    suspendierten Phosphor überzogen sind, im  Vergleich mit solchen, welche mit einer     Nitrocellulose-          Suspension    von unbehandeltem Phosphor überzogen  sind,

   grosse Verbesserungen in der ursprünglichen       Leuchtstärke    auf.  



  Eine weitere Verbesserung wird jedoch dadurch  erzielt, dass der behandelte Phosphor in einer Lösung  von     PVM/MA    in wässerigem Ammoniak wieder  suspendiert wird. Es ist zweckmässig, den Phosphor  in den gleichen Materialien zu suspendieren, in denen  er gemahlen wurde, wodurch ein sich besser vertragen  des System gebildet wird. Zudem wirkt das Ammoniak  im vorgeschriebenen Sinne weiter, indem dieses die       Adsorption    von Verunreinigungen an den     Phosphor-          Oberflächen    verhindert. Im fertigen Lampenüberzug  sind somit keine Nitrate mehr vorhanden, welche die  Lebensdauer der Lampe verringern und die benötigte  Zündspannung derselben vergrössern würden.

   Der       Trocknungsvorgang        vorgängig    der Suspendierung in  der     Nitrocellulose    wird vermieden, und der     Leucht-          überzug    enthält nur vollständig reinen Phosphor.  



  Die     Phosphor-Partikel    können in der     Wasser-          Ammoniak-PVM/MA-Bindemittel-Lösung    durch be  kannte Mittel umgerührt werden. Es ist jedoch üblich,  den Mahlvorgang während einer halben Stunde  weiterzuführen, bis die Suspension vollständig ist.  



  Ein Phosphor, welcher nach einer Ausführungs  form des vorliegenden Verfahrens mit der     Ammoniak-          Polymer-Mischung    gemahlen, getrocknet und in der  üblichen bekannten     Bindemittel-Lösung,    wie z. B.       Nitrocellulose,    suspendiert wurde, zeigt einen Gewinn  von mehr als 100 Lumen in einer     40-Watt-Lampe    nach  100 Stunden Brenndauer, und nach 500 Stunden be  trägt der Gewinn gegenüber den mit in     Nitrocellulose     suspendiertem Phosphor, der nicht vorbehandelt wurde,  überzogenen Lampen ungefähr 3%.

   Prüfungen mit  Lampen, welche mit Phosphor überzogen wurden,  der nach einer andern Ausführungsform des Ver  fahrens mit der     Ammoniak-Polymer-Mischung    ge  mahlen, von letzterer getrennt und wieder in einer  solchen Mischung suspendiert wurde, wiesen bei  100 Stunden einen Gewinn von mehr als 6% (150  Lumen) in deren Leuchtleistung auf. Nach 500 Stun  den Brenndauer ist die     Lumenleistung        9 /o    besser als  diejenige von Lampen, welche mit unbehandeltem, in       Nitrocellulose    suspendiertem Phosphor überzogen  wurden, und nach 3000 Stunden beträgt der Ge  winn 20%.  



  Die lange Mahldauer der Phosphor-Materialien  ergibt nicht nur die vorerwähnten Vorteile, sondern  erlaubt das Gewicht des Phosphors, welches not  wendig ist, um in einer Lampe maximale Helligkeit  zu erzeugen, um mindestens 25% und vielfach bis zu       40%    zu reduzieren, je nach dem verwendeten     Phos-          phor-Material.    Das Abbröckeln des Überzuges, wel-         ches    früher auftrat, wird praktisch vollständig ver  mieden.

   Dies wird dadurch erreicht, dass das     Binge-          mittel        (PVM/MA)    während des     Trocknungsvorgandes     an die     Oberfläche    des Überzuges wandert, und dem  zufolge können . die     Phosphor-Partikel    dichter zu  sammenhaften und     zusammensintern,    ebenso dadurch,  dass der Phosphor feiner ist und deshalb weniger Ge  wicht besitzt.

   Lampen, welche mit einer gemäss dem  vorliegenden Verfahren hergestellten Suspension über  zogen sind; wiesen gegenüber Lampen, die mit wasser  löslichen Materialien oder dem üblichen     cellulose-          haltigen    Bindemittel überzogen sind, ein stark ver  bessertes Aussehen auf. Der Überzug ist von unten  bis oben gleichmässig und weist weder ein dünneres  oberes Ende noch Flocken auf. Die Kosten der Her  stellung und     Auftragung    der wasserlöslichen     PVM/     MA-Suspension betragen ungefähr ein Prozent der  jenigen mit den üblichen     Nitrocellulose-Suspensionen.     



  Es ist zu beachten, dass das gewöhnliche Waschen  der Phosphor-Materialien mit Wasser, Ammoniak  und     PVM/MA    entweder vor oder nach dem Mahlen  nicht die gewünschten Resultate ergibt. Das Waschen  mit irgendeinem Lösungsmittel hilft nur bei der Ent  fernung der schon an den     Oberflächen    der     Phosphor-          Partikel    liegenden Verunreinigungen, und es ist des  halb zweckmässig, die Grösse der     Phosphor-Partikel    in  der Gegenwart der vorerwähnten Lösung zu redu  zieren, so dass die neuen     Phosphor-Oberflächen    durch  die Wirkung der     PVM/MA-Wasser-Ammoniak-Lö-          sung    gereinigt werden.

   Auch die Suspendierung eines  unbehandelten Phosphors in der     PVM/MA-Ammo-          niak-Wasser-Lösung    ergibt nicht die gewünschten  Resultate. Es wäre äusserst schwierig, die     Phosphor-          Partikel    auf die gewünschte Grösse zu reduzieren,  wenn der Mahlvorgang nicht in der genannten Lösung       durchg.-führt    würde, und zwar infolge der starken       Verflockung,    welche auftreten würde.

   Demzufolge  würden die     Phosphor-Oberflächen    nicht in demselben  Masse freigelegt, wie dies bei der oben beschriebenen  Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens der  Fall ist, welche erlaubt, die eingeschlossenen Ver  unreinigungen zu erreichen und zu entfernen.  



  Das     Kopolymer    aus     Äthyl-Vinyl-Äther    und Ma  leinsäureanhydrid, welches gemäss dem Verfahren ver  wendet wird, ist als wasserfreies Pulver erhältlich, das  in heissem Wasser auf einfache Weise aufgelöst werden  kann und eine klare, farblose Flüssigkeit ergibt. Das  Verhältnis des festen     Bindemittel-Materials    zum  Phosphor kann das gleiche sein wie für die üblichen       Nitrocellulose-Bindemittel,    d. h. ungefähr 0,5 Ge  wichtsprozent. Die     Überzugssuspension    wird vor  zugsweise über einem     pH-Wert    von 10 gehalten.  Dies kann durch die     Zusetzung    von Ammoniak er  reicht werden.

   Das     PVM/MA    ist sehr stabil. Seine  Viskosität verringert sich beim Aufbewahren nicht,  und die aufbewahrten     Bindemittellösungen    oder       Phosphor-Suspensionen    des     PVM/MA    werden durch  Mikroorganismen nicht angegriffen.  



  Die überzogenen Lampen können mit heisser Luft,  welche in axialer     Richtung    abwärts durch die Lampe      geführt wird, getrocknet werden, bis aller Wasser  dampf entfernt ist. Die     Trocknungsoperation    lässt sich  sehr schnell durchführen, und es ergeben sich keine  Probleme bezüglich des Aussehens der fertigen Lam  pen.  



  Das     PVM/MA    besitzt eine einzigartige Charakte  ristik, indem dessen Viskosität mit dem     pH-Wert    ver  ändert werden kann. Eine einfache Kurve mit zu  nehmendem     pH-Wert    ergibt sich wie folgt: unterhalb  einem     pH-Wert    von ungefähr 7 fällt die Viskosität  sehr rasch auf ein Minimum ab, und oberhalb einem  PH-Wert von 9 sinkt die Viskosität ebenfalls sehr  rasch auf einen Minimalwert, welcher bei einem     px-          Wert    von etwa 11 erreicht wird. Die Kurve ist somit  in ihrem obern Teil relativ     flach    und zeigt eine Maxi  mal-Viskosität zwischen 7 und 9 bzw. bei einem       p,1-Wert    von ungefähr B.

   Es ist möglich, diese Cha  rakteristik vorteilhaft auszunützen, indem der     pH-Wert     der     Überzugs-Suspension    bei einem relativ hohen  Wert von     ungefär    10 oder 10,5 gehalten wird. Sobald  im     Trocknungsvorgang    die Warmluft durch die  Lampe streicht,     verflüchtigt    sich das Ammoniak und  der PH-Wert sinkt, so dass die Viskosität entsprechend  erhöht wird. Dies erlaubt, einen gleichmässigen Über  zug respektive eine gleichmässige Dicke desselben  über die ganze     Oberfläche    der Lampe zu erzielen.

    Wenn also die Lampe getrocknet wird, so wird der  PH-Wert von der hohen Seite her verringert, und die  Viskosität nimmt steil zu, wodurch ein Ablaufen oder  Verdünnen des Überzuges am obern Ende der Lampe  verhindert wird. Wenn während des     Trocknungs-          vorganges    eine hohe Umgebungstemperatur um die  Lampe aufrechterhalten wird, so wird der grösste Teil  des Bindemittels von der Glasseite des Überzuges  weggedrängt und verlagert sich an die Innenseite des  Überzuges.

   Die wahlweise     Adsorption    von Ammoniak  in der Umgebung der     Phosphor-Partikel    in Bevorzu  gung derselben gegenüber dem     Bindemittel-Material     verhindert die Bildung von     Bindemittel-Hüllen    um die       Phosphor-Partikel.    Dadurch wird dem Bindemittel  ermöglicht, an die     Oberfläche    des     Phosphor-Über-          zuges    zu wandern, und     demzufolge    lässt sich das  Bindemittel durch Verbrennung auch viel leichter ent  fernen.

   Es ist ersichtlich, dass die feineren     Phosphor-          Partikel    nicht mit grösseren Schwierigkeiten vom  Bindemittel getrennt werden müssen, wie dies bis  anhin der Fall war, da das organische Bindemittel  dem Sauerstoff der Luft voll ausgesetzt ist, und nicht  durch einen sehr dichten Phosphor-Überzug geschützt  ist. Ein anderer Vorteil des Verfahrens liegt darin,  dass es möglich ist, einen Teil oder sogar alles Binde  mittel von dem getrockneten Lampen-Überzug zu  entfernen, indem durch die Lampe ein Wasserstrom  geführt wird, so dass für ein verlängertes Austrocknen  bzw. Ausbrennen des Bindemittels keine Notwendig  keit mehr besteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von zum Beschichten von Unterlagen geeignetem Leuchtstoff, dadurch ge- kennzeichnet, dass man einen anorganischen Leucht- stoff mit Wasser, Ammoniumhydroxyd und einem Mischpolymerisat aus Methylvinyläther und Malein- säureanhydrid mischt und anschliessend die flüssigen Bestandteile entfernt.
    1I. Verwendung des nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Leuchtstoffes zur Her stellung von Leuchtstoffschichten auf Unterlagen, da durch gekennzeichnet, dass der Leuchtstoff in einer Bindemittellösung suspendiert und die Suspension auf eine Unterlage aufgebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Mischung mit einem pH-Wert von mindestens 8 hergestellt und diese so lange ge mahlen wird, bis die Leuchtstoff Partikel die ge wünschte Feinheit besitzen, wobei der pH-Wert wäh rend des ganzen Mahlvorganges auf der erwähnten Höhe gehalten wird, worauf die Leuchtstoffpartikel zum Setzen gebracht werden und die überschüssige Flüssigkeit entfernt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die her gestellte Mischung aus 2000 bis 4000 Gewichtsteilen Leuchtstoff, 1000 bis 4000 Gewichtsteilen Wasser, 3 bis 100 Gewichtsteilen Ammoniak und 3 bis 20 Gewichtsteilen eines Mischpolymerisates aus Methyl- vinyläther besteht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die her gestellte Mischung aus 3000 Gewichtsteilen Leucht- stoff, 1200 Gewichtsteilen Wasser, 30 Gewichtsteilen Ammoniak und 6 Gewichtsteilen eines Mischpoly- merisates aus Methylvinyläther und Maleinsäure- anhydrid besteht und der pH-Wert der Mischung während des ganzen Mahlvorganges zwischen 9 und 10%Z gehalten wird. 4.
    Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtstoff in einer solchen Menge einer Wasser, Ammoniak und ein Misch polymerisat aus Methylvinyläther und Maleinsäure- anhydrid enthaltenden Bindemittellösung suspendiert wird, dass eine leichtflüssige Suspension erhalten wird, worauf die Suspension auf eine zu überziehende Glasoberfläche aufgebracht und der so gebildete Überzug getrocknet und erwärmt wird, um das Binde mittel mindestens zum Teil von der Glasoberfläche zu entfernen. 5.
    Verwendung nach Patentanspruch II und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus 1000 bis 5000 Gewichtsteilen Wasser, 9 bis 100 Ge wichtsteilen konzentriertem Ammoniak und 9 bis 40 Gewichtsteilen eines Mischpolymerisats aus Vinyl- methyläther und Maleinsäureanhydrid hergestellte Bindemittellösung verwendet wird und dass in der genannten Lösung 2000 bis 300_0 Gewichtsteile Leucht- stoff suspendiert werden. 6.
    Verwendung nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus 3000 Gewichtsteilen Wasser, 20 Gewichts teilen konzentriertem Ammoniak und 15 Gewichts teilen eines Mischpolymerisats aus Vinylrnethyläther und Maleinsäureanhydrid hergestellte Bindemittel lösung verwendet wird und dass in der genannten Lösung 3000 Gewichtsteile Leuchtstoff suspendiert werden.
    7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass 3000 Gewichtsteile des Leucht- stoffes mit einer aus 3000 Gewichtsteilen Wasser, 20 Gewichtsteilen konzentriertem Ammoniak und 15 Gewichtsteilen eines Mischpolymers aus Vinylmethyl- äther und Maleinsäureanhydrid hergestellten Lösung übergossen werden und die Lösung umgerührt wird, um die Leuchtstoff-Partikel in Suspension zu bringen, wobei der pH-Wert der Suspension zwischen 10 und 10%2 gehalten wird,
    wonach die genannte Suspension auf eine zu überziehende Glasoberfläche aufgebracht wird.
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