Anlage zum Abhebern des Bodenschlammes von Schwimmbädern Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Abhebern des Bodenschlammes von Schwimmbädern.
Es ist bekannt, zum Abhebern des Bodenschlam mes von Schwimmbädern unterhalb der Wasser oberfläche Absaugleitungen mit einer Vielzahl abdeckbarer Anschlüsse vorzusehen und einen dieser Anschlüsse mit einem Schlauch zu verbinden, der an seinem freien Ende eine Saugdüse trägt. An diese Absaugrohre ist ein nach unten gehendes Fallrohr angeschlossen, welches das Wasser in die Kanalisa tion leitet. Eine solche auf der Heberwirkung beru hende Sauganlage arbeitet einwandfrei, wenn am Ende des nach unten führenden Fallrohres, also in der Nähe des Abwasserkanals, ein Ventil vorgesehen ist, welches bei angeschlossener Saugdüse geöffnet wird.
Ein Ventil an der tiefsten Stelle eines Abwasser schachtes ist jedoch immer sehr umständlich zu bedienen. Lässt man das Ventil ganz weg, dann fliesst infolge der grossen lichten Weite der Absaugrohre das Wasser sehr bald restlos ab und es muss die Lei tung erst vollständig mit Wasser gefüllt werden, bevor die angestrebte Heberwirkung wieder eintritt.
Bedenkt man ferner, dass es sich bei einer solchen Absaug- anlage für Schwimmbecken um ein Rohrsystem mit vielen Krümmern handelt, dessen Länge oft 100 m übersteigt, so wird verständlich, dass durch einen der vielen Anschlüsse wohl leicht Luft in die Anlage ein dringen kann, aber schwer daraus zu entfernen ist, und dass darum die bisherigen Absauganlagen ver sagen, wenn das bisherige Abschlussventil am unter sten Ende der Absaugleitung weggelassen wird. Durch die Erfindung wird eine einwandfreie Arbeit der Absauganlage ohne Abschlussventil erzielt.
Die Erfindung besteht darin, dass das unterste Ende der Absaugleitung in Wasser taucht.
Die Zeichnung gibt den zum Verständnis der vor liegenden Erfindung wesentlichen Teil einer Anlage zum Abhebern des Bodenschlammes von Schwimm bädern im senkrechten Längsschnitt beispielsweise wieder.
Es ist 1 das Kopfende eines Schwimmbades, an welches sich der übliche senkrechte Schacht 2 mit dem Hauptabwasserkanal 3 anschliesst. Zur Absau- gung des Bodenschlammes ist im obern Teil des Beckens unterhalb der Wasseroberfläche eine Reihe von waagrecht geführten Leitungen 4, 5 mit Ver- schlusskappen 6, 7 vorgesehen, die mit einem senk rechten Rohr 8 verbunden sind. Unterhalb des Rohres 8 ist ein zylindrischer Mantel 9 vorhanden, welcher einen ausreichend grossen, oben offenen Be hälter 10 umgibt.
In diesen Behälter 10 taucht ein Rohrstück 11, welches die Verlängerung der Absaug- leitung 8 bildet. Der Mantel 9 ist oben mit einem Deckel 12 versehen, in welchen das Rohrstück 11 eingeschweisst ist. Ferner ist ein Boden 13 angebracht, welcher den Austrittsstutzen 14 zur Weiterleitung des abgesaugten Wassers in den Abwasserkanal 3 auf weist. Alle die beschriebenen Teile 9 bis 14 haben eine gemeinsame senkrechte Symmetrieachse 15.
Die waagrechte, strichpunktierte Linie 16 deutet die Lage einer Reihe von Löchern an, welche auch bei über flutung des Abflussstutzens 14 einen ungehinderten Abfluss des abgesaugten Wassers gewährleisten und dafür sorgen, dass das durch den Stutzen 14 abflie ssende Wasser keine Saugwirkung mehr auf die Lei tungen 4, 5, 8 ausübt.
Bei vollem Schwimmbecken tritt die Absaug- anlage in Tätigkeit, sobald eine der Verschlusskap- pen 6, 7 abgenommen ist.
Die Menge des Wassers, in welche das unterste Ende der Absaugleitung eintauchen muss, ist bei ruhender Wassersäule verschwindend klein. Infolge der plötzlichen Abschaltung der Saugdüse treten jedoch Wasserstösse auf, welche eine Hin- und Her- beweg ung der Wassersäule in der Absaugleitung her vorrufen und beim Zurückgehen der Wassersäule in die Leitung Luft mit ansaugen, wenn nicht genügend Wasser vor dem Ende der Absaugleitung vorhanden ist.
Aus diesem Grund wird .der mit Wasser gefüllte und oben offene Behälter 10 vorgesehen, in welchem das unterste Ende der Absaugleitung 8 tief eintaucht. Ferner wird der Behälter von einem weiten, zylindri schen Mantel 9 umgeben. Der Deckel 12 wirkt als Prallfläche, welche das allzu stürmisch aus dem Be hälter austretende Wasser zurückhält, und so ein Leerschleudern des Behälters und ein Eindringen von Luft auch beim Auftreten von Wasserschlägen verhindert.
Nach der Winterzeit, in welcher sowohl das Schwimmbecken als auch die Absaugleitung zur Ver meidung des Einfrierens entleert sind, wird das Becken in der üblichen Weise gefüllt und darauf zur Entlüftung der Absauganlage eine grössere Zahl von Verschlusskappen 6, 7 gleichzeitig geöffnet. Die vom Schwimmbecken in die Absaugleitung eindringende Wassermenge ist dann so gross, dass sie die Absaug- leitung vollständig ausfüllt und alle Luft restlos dar aus verdrängt.
Werden nunmehr die Kappen wieder aufgeschraubt, so ist die Absauganlage arbeitsbereit und zeigt beim Öffnen nur einer Verschlusskappe den gewünschten hohen Sog, der zur schnellen Entfer nung des Bodenschlammes erwünscht ist.