Gewichtsdosierungseinrichtung für körniges Gut
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gewichtsdosierungseinrichtung für körniges Gut, insbesondere für Betonkies, und ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch einen Vorratssilo mit kegeligem Ausflussteil für das Gut, einen unter dem Silo schwingbar aufgehängten, mit einem Vibrator verbundenen Rüttelbehälter, der eine elektromotorisch gesteuerte Ausflussöffnung aufweist und eine unter der Aus flussöffnung des Rüttelbehälters angeordnete, um eine horizontale Achse drehbare, mit einer Mantelöffnung versehene Trommel, deren Welle auf einem Waagebalken abgestützt ist, wobei mit dem Waagebalken ein Stromkreisschalter in der Weise gekuppelt ist,
dass durch Kippen des Waagebalkens beim Überschreiten einer eingestellten Gewichtsgrenze der Trommel der Speisestromkreis für die elektromotorische Steuerung der Rüttelkastenausflussöffnung und für den Vibratormotor unterbricht.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 die Einrichtung in halbschematischer Weise im Aufriss, während
Fig. 2 einen teilweisen senkrechten Schnitt,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III von Fig. 1 und
Fig. 4 das elektrische Schaltschema zeigen.
Die dargestellte Einrichtung umfasst einen Silo 1 für Betonkies, unter dessen kegeliger Ausflussöffnung mit Hilfe von Ketten 201 ein mit einem Vibrator 4 verbundener Rüttelkasten 202 aufgehängt ist. Der Rüttelkasten enthält eine auf Stützen 203 montierte Auffangplatte 204 und eine mittels Drehklappen 205 über ein Gelenkgestänge 206 von einem Elektromagnet 2 aus betätigbare Ausflussöffnung, durch welche Kies in regelmässigem Strom ausrieselt, wenn der Elektromagnet 2 und der dazu parallel geschaltete Motor des Vibrators 4 unter Strom stehen. Sobald dieser Stromkreis unterbrochen wird, schliesst sich selbsttätig die Ausflussöffnung des Rüttelkastens.
Das Kies fällt dabei in die nach oben gerichtete Mantelöffnung 5 einer Trommel 6, deren horizontale Tragwelle 7 über die in den Gelenken 70, 71 beweglichen Führungsstützen 72, 73, 74 am feststehenden Rahmen 8 derart abgestützt ist, dass sie gegen Horizontalverschiebungen gesichert ist. Das Gewicht der ganzen Trommel 6 wird über die Schneiden 9 auf einen rahmenförmigen Waagebalken 10 übertragen, der seinerseits durch die Schneiden 11 kippbar auf dem festen Rahmen 8 abgestützt ist. Sobald das Gewicht des Trommelinhaltes eine durch Verstellen des Tariergewichtes 100 einstellbare Gewichtsgrenze überschreitet, kippt der Waagebalken 10 um seine Schneiden 11 in Pfeilrichtung, bis der Arm 101 am obern Anschlag 81 des Rahmens 8 anstösst, während er sonst auf dem Fühlstift 82 des am festen Rahmen 8 befestigten Schalters 83 aufliegt.
Dieser Schalter wird dabei betätigt, was in später beschriebener Weise die Stillsetzung des Vibrators 4 und des Magneten 2 bewirkt.
Auf der Trommelwelle 7 sitzt ein Zahnrad 13, mit welchem ein Zahnrad 14 kämmt, das auf der Abtriebswelle des Drehmotors 15 sitzt, wobei dieser Motor 15 am Lagergehäuse 60 der Trommelwelle 7 befestigt ist.
An der einen Stirnwand der Trommel 6 ist eine Auflaufkurve 16 angeordnet, mit welcher der Betätigungsstift 17 eines Ausschalters 18 zusammenarbeitet.
Anhand des Schaltschemas gemäss Fig. 4 wird nun die Wirkungsweise der gezeichneten Einrichtung erläutert.
Wenn eine Einschalttaste H kurzzeitig gedrückt wird, schliesst sich folgender Speisestromkreis für ein Steuerrelais R:
Klemme + der Steuerstromquelle 1 Handtaste H / erste Wicklung des Relais R 1 Klemme - der
Steuerstromquelle.
Dadurch schliesst der Relaiskontakt rt, wodurch folgender Haltestromkreis für das Relais R geschlossen wird:
Klemme + der Steuerstromquelle / Schalter 18 1
Relaiskontakt r, / zweite Wicklung des Relais R /
Klemme - der Steuerstromquelle.
Das Relais R bleibt also so lange erregt, als der Schalter 18 geschlossen bleibt. Ebenso lange bleibt auch der Steuerstromkontakt r2 des Relais R geschlossen.
Der Schalter 83, auf dessen Fühlstift 82 der Waagebalken 101 aufliegt, solange das Gewicht der Trommel 6 die eingestellte Gewichtsgrenze nicht erreicht, ist hier als Kegel gezeichnet, der durch eine Feder 830 nach oben gedrückt wird. Sein Mantel arbeitet mit einem drehbaren Umschalter 831 zusammen, derart, dass dessen Kontakt vom einen Gegenkontakt auf den andern umgeschaltet wird, wenn sich der Waagebalken 101 vom Fühlstift 82 abhebt.
Solange der Relaiskontakt r2 geschlossen ist, bleibt der Umschalter 831 an die Klemme S des Starkstromnetzes angeschlossen. In der ersten Phase werden also der Motor des Vibrators 4 und der Elektromagnet 2, die an die andere Starkstromklemme T angeschlossen sind, unter Strom gesetzt, so dass Kies in die Trommel 6 gefördert wird.
Wenn dann nach Überschreitung der eingestellten Gewichtsgrenze der Umschalter 831 umgelegt wird, werden der Vibrator 4 und der Magnet 2 abgeschaltet, und dafür wird der Trommeldrehmotor 15 unter Strom gesetzt, so dass die Trommel 6 sich dreht und dabei entleert wird,
Kurz vor Erreichung der Ausgangsdrehstellung wird über den Stift 17 der Schalter 18 betätigt, so dass der Haltestromkreis für das Relais R geöffnet und die Kontakte rj, r2 sowie der Umschalter 831 in Ausgangsstellung verbracht werden.