CH344654A - Verfahren zur Herstellung scharf begrenzter erhabener Zeichen auf einer Unterlage - Google Patents
Verfahren zur Herstellung scharf begrenzter erhabener Zeichen auf einer UnterlageInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung scharf begrenzter erhabener Zeichen auf einer Unterlage Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung scharf begrenzter erhabener Zeichen, z. B. von Figuren, Schriften, Teilstrichen usw., auf einer Unter lage, wie z. B. aus Glas, Metall, Kunststoff usw.
Es ist bekannt, scharf begrenzte Teilstriche, Fi guren, allgemein scharf begrenzte Zeichen aller Art, dadurch herzustellen, dass unmittelbar auf der Unter lage mindestens eine dünne, der Dicke nach höchstens einer Wellenlänge des Lichtes entsprechende, wieder entfernbare Hilfsschicht erzeugt und die Unterlage durch die Hilfsschicht hindurch in einem Flächenaus mass freigelegt wird, das gerade und genau der Projek tion der Zeichenbegrenzungsränder auf der Unterlage entspricht, und schliesslich eine zeichenbildende Haft schicht auf die Hilfsschicht aufgebracht und alsdann letztere entfernt wird. Diesem Verfahren sind ver schiedene Mängel eigentümlich.
Verwendet man eine Hilfsschicht, deren Dicke höchstens eine Wellenlänge sichtbaren Lichtes beträgt und legt dann die Unter lage mit mechanischen Mitteln, z. B. einem Teilstichel, frei, so ist es kaum zu vermeiden, dass der Stichel beim Teilen bzw. Freilegen der Unterlage ins Schwingen kommt und dadurch auf der Unterlage, z. B. dem Trägerglas, eine Ratterspur erzeugt und so die Unter lage beschädigt, wodurch dann leicht Fehler wie Löcher, Aussprünge an den Zeichenrändern, Strich unterbrechungen bei Teilstrichen usw. am Fertigpro dukt verursacht werden.
Ausserdem sind solche Schichten äusserst empfindlich, so dass ein Entfernen der beim Teilen so dünner Schichten unvermeidlich entstehenden kleinen und spröden Splitter aus den freigelegten Bereichen ohne Beschädigung der Zei chen nicht oder nur sehr schwer möglich ist.
Es ist auch bekannt, auf die zu teilende Unter lage eine dickere Schicht einer organischen Hilfs schicht aufzubringen, die Zeichen in diese Hilfs schicht zu teilen und schliesslich die von der Hilfs- schicht freigelegten Bereiche einzulassen. Aber auch dieses Verfahren besitzt erhebliche Mängel, vor allem den, dass das Ergebnis der mechanischen Teilarbeit erst am Fertigprodukt zu beurteilen ist und dass die beim Auflösen der Hilfsschicht beim letzten Ver fahrensschritt auftretenden Verunreinigungen der Unterlage durch die Reste der Hilfsschicht nur sehr schwer zu beseitigen sind.
Der Druck des Teilstichels muss so hoch gewählt werden, dass die Hilfsschicht an den entsprechenden Stellen restlos beseitigt wird, so dass es unvermeidlich ist, dass die nicht weiter geschützte Oberfläche der Unterlage durch den Teil stichel mehr oder weniger zahlreiche Beschädigungen erleidet. Alle diese Nachteile können durch das er findungsgemässe Verfahren vermieden werden.
Dabei wird in einem ersten Schritt auf der Unter lage zuerst eine wieder leicht entfernbare anorganische Hilfsschicht erzeugt, darüber sodann eine organische Hilfsschicht von mehreren ,u Dicke aufgetragen, wor auf der Form der auf die Unterlage aufzubringenden erhabenen Zeichen entsprechende Vertiefungen mit scharfen Rändern durch mechanische Mittel unter Freilegung der Unterlage in den beiden Schichten er zeugt werden und dann eine zeichenbildende Schicht über die bedeckten und unbedeckten Teile der Unter lage gelegt wird und schliesslich die Reste der organi schen und anorganischen Hilfsschicht nacheinander durch selektiv wirkende Lösungsmittel beseitigt und gleichzeitig die über diesen Resten liegenden Teile der zeichenbildenden Schicht entfernt werden.
Die erwähnte anorganische Hilfsschicht kann vor zugsweise durch Aufdampfen im Vakuum oder aber auch auf chemischem Wege aufgebracht werden. Letz teres kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der die Schicht bildende Stoff aus einer Lösung ausge schieden wird, etwa Silber aus einer üblicherweise zum Versilbern verwendeten Silberlösung. Eine Korn- bination des Aufdampfens mit einem chemischen Verfahren kann beispielsweise darin bestehen, dass eine zuerst im Wege des Aufdampfverfahrens auf gebrachte Metallschicht nachträglich durch Erhitzen in einer Sauerstoffatmosphäre zu Oxyd umgewandelt wird.
Durch die organische Hilfsschicht, die als Gleit- schicht wirkt, wird der zur Freilegung der Unterlage beispielsweise verwendete Stichel geführt und gleich zeitig am Schwingen gehindert, so dass er in beiden Schichten Zeichen mit scharfen Begrenzungen er zeugt. Beim Teilen ist dabei nur darauf zu achten, dass der Druck des Stichels so gross ist, dass die organi sche Hilfsschicht an den zu teilenden Stellen restlos entfernt wird. Etwa stehenbleibende geringe Reste der anorganischen Hilfsschicht stören dagegen nicht, da diese durch ein geeignetes Lösungsmittel, z. B. Salpetersäure bei Kupfer, Eisenchlorid bei Bleisulfid usw., leicht entfernt werden können.
Die unter der organischen Hilfsschicht liegenden, nicht durch den Teilstichel freigelegten Bereiche der anorganischen Hilfsschicht werden dabei von den Lösungsmitteln nicht angegriffen, da die organische Hilfsschicht rela tiv dick und für die Lösungsmittel undurchlässig ist. Durch die Kombination der anorganischen Hilfs schicht mit einer organischen kann also der Druck des Teilstichels auf die Unterlage selbst gering ge halten und damit die Gefahr einer Beschädigung der selben durch den Teilstichel fast ganz vermieden wer den.
Auf diese Weise wird gleichzeitig der Teilstichel geschont und die Kantengüte der Zeichen weiter gün stig beeinflusst. Ausserdem lassen sich die beim Tei len dieser Hilfsschichtkombination entstehenden Späne, die etwa in den freigelegten Bereichen liegen bleiben, leicht entfernen, ohne dass man eine Be schädigung der Zeichenkanten befürchten muss, da die relativ dicke Hilfsschichtkombination mechanisch nicht sehr empfindlich ist.
Da weiter die anorganische Hilfsschicht meist wenig lichtdurchlässig ist, lässt sich mit ihrer Hilfe das Ergebnis der mechanischen Zeichenerzeugung sofort prüfen. Dieser Vorteil, der sich aus der Kombination der beiden Hilfsschichten ergibt, lässt sich mit organischen Hilfsschichten allein nicht erreichen, da diese die nötige Lichtundurch lässigkeit nicht besitzen. Zu diesem Zweck müssten sie nämlich mit einem Pigment versehen und in so dicker Schicht aufgetragen werden, dass beim mecha nischen Teilen keine scharfen Begrenzungen mehr zu erzielen sind.
Ist also nun die Unterlage im Flächenausmass der Zeichen mit scharfen Begrenzungsrändern freigelegt, so wird eine zeichenbildende Haftschicht, welche z. B. aus Chrom, Aluminium oder Rhodium bestehen kann, vorzugsweise durch Aufdampfen im Vakuum auf gebracht. Sodann werden die beiden Hilfsschichten durch selektiv wirkende Lösungsmittel entfernt, so dass nur mehr die unmittelbar auf der Unterlage auf liegenden Bereiche der zeichenbildenden Schicht ste henbleiben, welche dann die gewünschten scharf be grenzten Zeichen bilden. Die Entfernung der Hilfsschichten geschieht in zwei Schritten. Zunächst wird die organische Hilfs schicht mit einem passenden Lösungsmittel beseitigt. Wurde z.
B. zur Herstellung der organischen Hilfs schicht eine Lösung von Elemiharz, Kanadabalsam und Kunstharz in Amylacetat verwendet, so kann die Hilfsschicht auch unschwer mit Amylacetat wieder beseitigt werden. Hier wird auch ein weiterer wesent licher Vorteil der Kombination einer organischen und einer anorganischen Hilfsschicht ersichtlich. Während des Lösens der organischen Hilfsschicht wird näm lich die Unterlage durch die anorganische Hilfsschicht vor den erfahrungsgemäss sehr schwer zu beseitigen den Verunreinigungen durch die aufgelöste organische Hilfsschicht geschützt.
In dem zweiten Schritt zur Entfernung der Hilfs schichten wird die z. B. aus Bleisulfid, Silber oder Kupfer bestehende anorganische Hilfsschicht z. B. mit verdünnter Salpetersäure abgelöst. Als End ergebnis bleiben dann die unmittelbar auf der Unter lage aufliegenden Teile der zeichenbildenden Schicht stehen und stellen die gewünschten scharf begrenzten Zeichen dar.
Nachstehend wird anhand der Zeichnung mit den Schnittfiguren 1 bis 5 ein Ausführungsbeispiel des er findungsgemässen Verfahrens beschrieben.
In Fig. 1 ist auf die Unterlage 1 eine anorganische Hilfsschicht 2 aus Bleisulfid aufgebracht und darüber die organische Hilfsschicht 3 aufgetragen.
In Fig. 2 ist die Unterlage 1 durch die Schichten 2 und 3 hindurch entsprechend den darzustellenden Zeichen mit Hilfe mechanischer Mittel freigelegt, wie dies durch die nicht schraffierten Furchen 4, die zur Erzeugung von Teilungsstrichen dienen sollen, darge stellt wird.
In Fig. 3 ist über die Schichten 1 und 2 die zei chenbildende Schicht 5 z. B. durch Bedampfen im Vakuum aufgebracht, die dort, wo die Schichten 2 und 3 entfernt wurden, unmittelbar auf der Unterlage aufsitzt.
In Fig. 4 sind durch Lösen die stehengebliebenen Teile der organischen Hilfsschicht 3 und damit gleich zeitig die über diesen Teilen liegenden Bereiche der zeichenbildenden Schicht 5 beseitigt worden.
In Fig. 5 ist auch noch die anorganische Hilfsschicht 2 durch selektiv wirkende Lösungsmittel beseitigt wor den, so dass nur die unmittelbar auf der Unterlage 1 aufliegenden, die Zeichen bzw. die Teilstriche bilden den Teile 5 der gegen die Ätz- bzw. Lösungsmittel resistenten zeichenbildenden Schicht 5 mit scharfen Begrenzungen stehen bleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung scharf begrenzter er habener Zeichen auf einer Unterlage, dadurch ge kennzeichnet, dass auf der Unterlage zuerst eine wie der leicht entfernbare anorganische Hilfsschicht er zeugt wird, dass darüber sodann eine organische Hilfsschicht von mehreren ,u Dicke aufgetragen wird, worauf der Form der auf die Unterlage aufzubringen- den erhabenen Zeichen entsprechende Vertiefungen mit scharfen Rändern durch mechanische Mittel unter Freilegung der Unterlage in den beiden Schichten erzeugt werden,und dass dann eine zeichenbildende Schicht über die bedeckten und unbedeckten Teile der Unterlage gelegt wird und schliesslich die Reste der organischen und anorganischen Hilfsschicht nachein ander durch selektiv wirkende Lösungsmittel besei tigt und gleichzeitig die über diesen Resten liegenden Teile der zeichenbildenden Schicht entfernt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die anorganische Hilfsschicht durch Aufdampfen im Vakuum erzeugt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die anorganische Hilfsschicht che misch aufgebracht wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Aufbringen der anorganischen Hilfsschicht durch Aufdampfen im Vakuum kombi niert mit einem chemischen Verfahren erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganische Hilfsschicht aus Metall, z. B. Kupfer oder Silber, erzeugt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganische Hilfsschicht aus einer Metallverbin dung, z. B. Bleisulfid, erzeugt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zeichenbildende Schicht durch Aufdampfen im Vakuum erzeugt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine zeichenbildende Schicht aus Metall, z. B. aus Chrom, Aluminium oder Rhodium, erzeugt wird.
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|---|---|---|---|---|
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