CH344979A - Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung - Google Patents
Elektrische Zünd- und SicherheitsvorrichtungInfo
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Description
Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung Die Erfindung betrifft eine elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung für Brenner mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen mit einem Wärmefühler, welcher unter Einwirkung der Verbrennungswärme ein Abschlussorgan der Brennstoffleitung betätigt.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art bewirkt der Wärmefühler das Öffnen der Brennstoffleitung, sobald er durch die Einwirkung der Zündflamme auf eine bestimmte Temperatur aufgeheizt worden ist. Wenn die Zündflamme aus irgendeinem Grunde er lischt, so muss sich der Wärmefühler, um die Brenn stoffleitung zu schliessen, erst bis auf diejenige Tempe ratur abkühlen, bei der er vorher die Leitung ge öffnet hat. Diese Abkühlung erfolgt bei mechanisch wirkenden Fühlern ziemlich langsam, und während der Abkühlungszeit strömt der Brennstoff weiter aus, ohne zu verbrennen. Dadurch können Schäden ver ursacht werden.
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, eine elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung zu schaffen, die bei Erlöschen der auf den Fühler ein wirkenden Verbrennungswärme schon bei ganz ge ringer Abkühlung des Wärmefühlers die Brennstoff leitung schliesst und gegebenenfalls die Zündeinrich- tung sofort in Betrieb setzt, damit der Brenner bei Wiedereinsetzen der Brennstoffzufuhr sofort wieder zündet.
Die Erfindung besteht darin, dass ein Kontakt träger gegen eine Hemmungskraft verschiebbar in einem durch die Bewegung des Wärmefühlers be wegten Glied zwischen einem Gegenkontakt und einem Anschlag angeordnet ist.
Es folgt nun die Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung den Schalt plan einer Zünd- und Sicherheitsvorrichtung, bei der der Wärmefühler lediglich die Brennstoffzuleitung zu dem Brenner steuert.
Fig. 2 zeigt eine Zünd- und Sicherheitsvorrichtung, bei der auch die Steuerung der elektrischen Zünd- einrichtung selbsttätig erfolgt.
Fig. 3a bis 3c zeigen die drei möglichen Betriebs stellungen des Kontaktträgers der Vorrichtung.
Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch eine kon struktive Ausführungsform der eigentlichen Zünd- patrone.
Fig. 5 zeigt im Schnitt nach der Linie<I>A -B</I> in Fig. 4 eine im brennerseitigen Teil der Patrone etwas ab gewandelte Ausführungsform.
Fig. 6 zeigt den Schaltplan einer etwas abgewandel ten Ausführungsform.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besitzt als Hauptteile den Brenner 1, die Zündpatrone 2, das Magnetventil 3 und den Schaltkasten 4. Im Bereich des Brennstoffaustrittes des Brenners 1 befindet sich eine elektrische Zündwendel 5. Der Wärmefühler steht, wie sich später aus der Beschreibung der Fig. 4 und 5 ergeben wird, unter dem Einfluss der Flamme des Brenners 1 und gegebenenfalls der Zündwendel 5. Der Wärmefühler selbst ist in Fig. 1 nicht dargestellt; er bewirkt bei seiner Erwärmung die Bewegung des Hebels 6 mit seinem Kontakt 7 auf den Gegenkontakt 8 zu. Die übrigen Bauteile der gesamten Vorrichtung werden im folgenden im Zusammenhang mit ihrer Wirkung beschrieben.
Die Klemmen 9 und 10 des Schaltkastens 4 sind an ein Wechselstromnetz üblicher Spannung, also etwa von 220 V, angeschlossen. Die Klemme 10 steht unmittelbar mit der Klemme 11 in Verbindung. Von der Klemme 9 aus führt eine Leitung über eine Siche rung 12 und einen Hauptschalter 13 einerseits über einen handbetätigten Druckschalter 14 zu der Klemme 15 und über eine Signallampe 16a zu der Klemme 10, anderseits über eine Signallampe 16 und einen dazu parallel geschalteten Kondensator 17 zu der Anschluss klemme 18 des Schaltkastens 4.
Zur Inbetriebsetzung des Brenners 1 wird zuerst der Hauptschalter 13 ge schlossen und sodann durch Drücken des Druck knopfschalters 14. die Klemme 15 unter Spannung gegen die Klemme 11 gesetzt. Die mit den Anschluss klemmen 11 und 15 des Schaltkastens 4 verbundenen Klemmen des Magnetventils 3 sind mit 11a und 15a bezeichnet. Beim Schliessen des Schalters 14 erhält die Primärwicklung 19 eines in dem Magnetventil 3 untergebrachten Transformators 20 Spannung. Hier durch wird von den Klemmen 21a und 22a des Ma gnetventils 3 und den entsprechenden Klemmen 21b und 22b der Zündpatrone 2 die Zündwendel 5 gespeist und kommt zum Glühen. Die hierbei erfolgende Er wärmung des Wärmefühlers bewirkt, dass der Kon takt 7 mit dem Kontakt 8 in Verbindung kommt.
Hierdurch werden die Klemmen 18b und 23b der Zündpatrone und damit auch die entsprechende Klemme 23a der Erregerwicklung 28 des Magnet ventils 3 mit der Klemme lla verbunden. Dadurch erhält die Erregerwicklung 28 des Magnetventils 3 über den Kondensator 17, die Signallampe 16 und Klemme 18 des Schaltkastens 4 sowie über Klemme 18b, 23b der Zündpatrone 2 und Klemme 23a des Magnetventils 3, Spannung. Hierbei wird das Ventil geöffnet und der Brenner 1 erhält Brennstoff, der sich an der glühenden Zündwendel 5 entzündet.
Nachdem der Brenner 1 die Erwärmung des Fühlers übernommen hat, kann der Druckknopfschalter 14 losgelassen werden, wodurch die Stromzufuhr zu der Zünd- wendel 5 unterbrochen wird. Wenn aus irgendeinem Grunde die Flamme des Brenners 1 erlischt und sich der auf den Hebel 6 einwirkende Wärmefühler etwas abkühlt, werden die Kontakte 7 und 8 voneinander getrennt, und die Erregerwicklung 28 des Ventils 29 wird stromlos. Das Ventil schliesst sich und kann sich erst wieder öffnen, wenn durch Betätigung des Druck knopfschalters 14 die Zündwendel 5 zum Glühen ge bracht worden ist.
Die Signallampen 16 und 16a ermöglichen dem Bedienenden eine Kontrolle der Vorrichtung. Beim Niederdrücken des Druckknopfschalters 14 leuchtet, wenn auch der Hauptschalter 13 geschlossen ist, die Signallampe 16a auf und zeigt an, dass die Zünd- wendel 5 an Spannung liegt. Wenn nun der Wärme fühler durch die Zündwendel 5 auf eine gewisse Temperatur gebracht ist, schliesst er die Kontakte 7 und 8 in der Zündpatrone 2. Dabei leuchtet die Signal lampe 16 auf und zeigt an, dass nun das Brennstoff ventil 29 geöffnet ist. Der Druckknopfschalter kann losgelassen werden. Hierbei erlischt die Signallampe 16a. Ein Erlöschen der Signallampe 16 zeigt eine Stö rung der Anlage, beispielsweise das Erlöschen des Brenners 1 an.
Die in Fig. 2 und 3 dargestellte Vorrichtung unter scheidet sich von der vorstehend geschilderten Vor richtung im wesentlichen dadurch, dass der an dem Hebel 6 der Zündpatrone 2 angebrachte Kontakt 7 nicht nur mit einem Gegenkontakt 8, der das Ventil 29 der Brennstoffleitung 30 steuert, sondern noch mit einem zweiten Gegenkontakt 31 zusammenarbeitet, der die Speisung der Zündwendel 5 der Zündpatrone 2 selbsttätig steuert. Der Schaltkasten 4 besitzt daher keinen Druckknopfschalter für die Steuerung der Zündwendel. Er weist im übrigen die gleichen Teile auf wie der Schaltkasten in Fig. 1. Die Vorrichtung arbeitet folgendermassen: Bei kaltem Wärmefühler nehmen der Hebel 6 und sein Kontakt 7 die in Fig. 3a gezeigte Stellung ein.
Bei Schliessung des Schalters 13 fliesst von den Klem men 32 und 33 des Schaltkastens 4 ein Strom über die Primärwicklung 34 des in dem Magnetventil 3 unter gebrachten Transformators 35. Die Teil-Sekundär- wicklung 36 entnimmt dem Transformator 35 den Strom für die Zündwendel 5, der dieser über die Klemmen 37a und 38a und die entsprechenden Klem men 37b, 38b und die beiden Kontakte 7 und 31 zu geführt wird.
Nach einer gewissen Erwärmung kommt der Kontakt 7 des Hebels 6, wie Fig. 3b zeigt, zusätz lich noch mit dem Kontakt 8 in der Zündpatrone 2 in Berührung, so dass auch der Gleichrichter 27 und damit die Erregerwicklung 28 des Ventils 29 über die Teil- Sekundärwicklung 39 und die Anschlussklemme 40, <I>41a, 40b</I> und 41b Spannung erhält. Das Ventil 29 öffnet, und der Brenner 1 entzündet sich an der glühenden Zündwendel 5. Bei weiterer Erwärmung des Wärmefühlers durch die Flamme des Brenners 1 werden, wie Fig. 3e zeigt, die Kontakte 7 und 31 ge trennt, und die Stromzufuhr zu der Zündwendel 5 wird unterbrochen.
Bei Erlöschen des Brenners 1 geht der Kontakt 7 nach einer geringen Abkühlung des Wärmefühlers in die Stellung nach Fig. 3a zurück. Das Ventil 29 wird geschlossen, und die Zündwendel 5 wird zum Glühen gebracht. Anschliessend kann sich, falls die Leitung 30 mit Brennstoff beschickt wird, der Brenner 1 wieder an der Zündwendel 5 entzünden und der geschilderte Vorgang wiederholt sich.
In dem Schaltkasten 4 ist anstelle des Kondensa- tors 17 der Fig. 1 ein Widerstand 42 parallel zu der Signallampe 16 geschaltet. Bei der Stellung der Zünd- patrone nach Fig. 3a brennt die Lampe hell, da durch sie und den Widerstand 42 der Zündstrom für die Zündwendel 5 fliesst. Bei der Stellung nach Fig. <B>3e</B> fliesst durch den Schaltkasten 4 nur noch der schwache Strom für die Erregerwicklung 28 des Ventils<B>29;
</B> die Lampe 16 brennt daher bei Dauerbetrieb der Vor richtung nur noch schwach und zeigt die Öffnung des Ventils 29 und das Abschalten der Zündwendel 5 an.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei konstruktive Aus führungsformen der Zündpatrone 2 dargestellt. Die gegen Verschmutzung und Korrosion empfindlichen Teile der Patrone sind in einem Gehäuse untergebracht, das aus dem Deckel 43 und den Teilen 44 und 45 be steht. An dem Deckel 43 ist mittels der Schrauben 46 eine Scheibe 47 aus isolierendem Werkstoff befestigt. An den Deckel 43 ist eine Metallhülse 48 angelötet. In dieser Metallhülse ist ein zylindrischer Keramik stab 49 verschiebbar gelagert. Dieser Keramikstab stützt sich mit seiner Stirnseite 50 gegen einen An schlag 51 der Hülse 48 ab, der im dargestellten Bei spiel durch eine Einrollung geschaffen ist. Um den Keramikstab 49 ist ein Heizdraht 52 gewickelt, der mit der Zündwendel 5 in Reihe geschaltet ist.
Die Zündwendel 5 befindet sich vor der Stirnseite 50 des Keramikstabes 49. Zusammen mit der Isolierstoff Scheibe 47 ist durch die Schrauben 46 im Gehäuse, und zwar in einem Schlitz 53 der Scheibe 47, eine Metallplatte 54 befestigt. Diese trägt zwei Arme 55, die an ihrem äussern Ende mit einer Schneiden-Lage- rung 56 für einen hebelartigen Bügel 57 versehen sind. Dieser Bügel 57 wird durch den Keramikstab 49 unter Zwischenschaltung einer metallischen Druckplatte 58 und einer durch eine Einstellschraube 59 verschieb baren Kugel 60 geschwenkt. Er steht ausserdem unter der Wirkung einer Rückholfeder 61, deren Aufhänge arm 62 ebenfalls von der Metallplatte 54 ausgeht.
Der Bügel 57 besitzt an seinem andern freien Ende ein Auge 63, in dem ein Kontaktbolzen 64 verschiebbar gelagert ist. Der Kontaktbolzen besitzt einen ver dickten Kopf 65 als Endanschlag. Durch einen an dem Bügel 57 befestigten federnden Draht 66, der um das Auge 63 herumgeführt ist und in einem Ein schnitt 67 auf den Bolzen 64 drückt, wird auf den Bolzen 64 eine gewisse Reibung ausgeübt. Der Kon taktbolzen 64 arbeitet mit zwei Gegenkontakten 68 und 69 zusammen, deren jeder an einem federnden Blech 70 bzw. 71 befestigt ist. Das Blech 70 ist zusam men mit zwei Winkelblechen 72 und 73, das Blech 71 zusammen mit einem Winkelblech 74 durch je eine Schraube 75 an einer Scheibe 76 aus Isolierstoff be festigt. Zur Aufnahme des Endes der Schraube 77, welche die Gehäuseteile 44 und 45 miteinander ver bindet, ist in der Scheibe 76 eine Längsnut 78 vor gesehen.
Die Scheibe 76 ist mit der Scheibe 47 durch zwei Distanzbolzen 79 und 80 verbunden. In Vig. 4 ist nur der Distanzbolzen 79 sichtbar, in Fig. 5 da gegen sind beide Distanzbolzen zu sehen. In der Scheibe 76 befinden sich vier Metallgewindestücke 81, 82, 83 und 84. In die Gewindestücke 81 und 82 sind die beiden Befestigungsschrauben 75, in die Gewinde stücke 83 und 84 die Distanzbolzen 79 und 80 ein geschraubt. Alle vier Gewindestücke besitzen an ihrem andern Ende Befestigungsschrauben 85 für die vier Stromzuleitungen (Klemmen 37b,<I>38b, 40b</I> und 41b der Fig. 2), die durch den Hals 86 in das Gehäuse der Zündpatrone hineingeführt sind.
Mit den beiden Distanzbolzen 79 und 80 sind die beiden Strom zuleitungen des Heizdrahtes 52 und der Zündwendel 5 leitend verbunden. Mit dem Distanzbolzen 79 ist ausserdem über dem Aufhängearm 62 und die Rück holfeder 61 der Bügel 57 leitend verbunden.
Die beiden federnden Bleche 70 und 71, an denen die Gegenkontakte 68 und 69 befestigt sind, sind an ihren freien Enden rechtwinklig umgebogen und mit Schlitzen 87 bzw. 88 versehen, in welche die freien Enden der Winkelbleche 72 und 74 hineinragen. Die federnden Bleche 70 und 71 können sich daher nur in einem Bereich bewegen, der durch die Höhe der Schlitze 87 und 88 und die Dicke der Winkelbleche 72 und 73 festgelegt ist. Der obere Gegenkontakt 68 ist einstellbar durch eine Einstellschraube 89, die in das Winkelblech 73 eingeschraubt ist und das Winkel blech 72 unter elastischer Verformung verschwenken kann.
Der in Fig. 5 gezeigte Schnitt zeigt eine etwas andere Ausbildung des brennerseitigen Vorrichtungsendes. Es ist nämlich bei dieser Ausführung der Heizdraht 90 um die Metallhülse 48, die den Keramikstab 49 und einen Anschlag 51 für denselben enthält, herum gewickelt. Der Heizdraht 90 dient daher gleichzeitig als Zündwendel. Der Vorderteil der Vorrichtung ist in einem zusätzlichen Blechgehäuseteil 91 unterge bracht. Der Heizdraht 90 ist mittels der Schrauben 92 in Metallgewindestücken 93 und 94 befestigt.
Diese Metallgewindestücke sind ihrerseits mit den Distanz bolzen 79 und 80 verschraubt. Die Distanzbolzen 79 und 80 dienen also in beiden Fällen, d. h. sowohl bei innerhalb der Metallhülse 48 als auch ausserhalb der selben angeordnetem Heizdraht als Stromzuleitung für den Heizdraht und die Zündwendel. Diese Aus führung hat den Vorteil, dass die zur Heizung dienende Zündwendel leicht ausgewechselt werden kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Gegenkontakt 68 steht mit der in Fig. 2 mit 37b bezeichneten Klemme in Verbindung. Der Gegen kontakt 69 steht mit der Klemme 40b in Verbindung. Die beiden Distanzbolzen 79 und 80 sind mit den An schlussklemmen 38b bzw. 41b verbunden. Solange die Metallhülse 48 nicht erwärmt wird, nehmen die Vor richtungsteile die in Fig. 4 dargestellte Lage ein. Wird nun der Hauptschalter 13 (Fig. 2) geschlossen, so er hält der Heizdraht 52 und die Zündwendel 5 bzw. der Heizdraht 90 Strom und kommt zum Glühen. Dabei wird die Metallhülse 48 erhitzt und dehnt sich aus.
Der sich gegen den Anschlag 51 der Metallhülse 48 ab stützende Keramikstab 49 folgt dieser Bewegung, weil er durch die Rückholfeder 61 über den Bügel 57 nach links gedrückt wird. Hierbei bewegt sich das rechte freie Ende des Bügels 57 und damit der Kontakt bolzen 64 nach unten. Das federnde Blech 70 und der Gegenkontakt 68 folgen dieser Bewegung zunächst, so dass der Heizdraht und die Zündwendel weiter unter Spannung bleiben. Nach einem gewissen Ver schiebeweg berührt der Kontaktbolzen 64 auch noch den Gegenkontakt 69. Hierdurch wird das Ventil 29 der Brennstoffleitung 30 geöffnet, und der Brenner 1 wird entzündet.
Durch die Brennerflamme wird die Metall hülse 48 weiter erwärmt, und der Bügel 57 mit seinem rechten freien Ende weiter nach unten geschwenkt. Dabei legt sich die obere Kante des Schlitzes 87 auf das Winkelblech 72 auf und der Kontaktbolzen 64 kommt ausser Berührung mit dem Gegenkontakt 68. Der Heizdraht 52 und die Zündwendel 5 bzw. der Heizdraht 90 werden stromlos. Bei weiterer Erwär mung der Metallhülse 48 wird das federnde Blech 71 nach unten gedrückt, da seine Federkraft geringer ist als die Reibung, mit der der Kontaktbolzen 64 in dem Auge 63 gehalten wird.
Sobald sich aber die Ober- kante des Schlitzes 88 gegen das Winkelblech 74 legt, wird der Bolzen 64 bei weiterer Verschwenkung des Bügels 57 in das Auge 63 hineingeschoben. Es ändert sich also der Abstand des Kopfes 65 des Kontakt bolzens 64 von dem obern Gegenkontakt 68 nicht mehr. Bei Erlöschen der auf die Metallhülse 48 ein wirkenden Flamme bewegt sich das freie Ende des Bügels 57 nach oben.
Nach einem geringen, durch die Höhe des Schlitzes 88 in dem federnden Blech 71 fest gelegten Schwenkweg wird die Berührung zwischen den Kontaktbolzen 64 und dem Gegenkontakt 69 aufgehoben, und das Ventil 29 in der Brennstoff- leitung 30 wird geschlossen. Anschliessend kommt der Kontaktbolzen 64 in Berührung mit dem obern Gegenkontakt 68, wodurch die Zündwendel Strom erhält. Die Zündwendel bleibt so lange unter Span nung, bis der Brenner 1 wieder entzündet wird.
An der Schraube 59 des Bügels 57 kann die Tempe ratur, bei welcher das Ventil 29 geöffnet wird, einge stellt werden. Die Zwischenschaltung der Kugel 60 wie auch die Lagerung des Bügels 57 auf einer Schneide 56 haben die Wirkung, dass der Bügel 57 sich nahezu reibungslos bewegt. Die Ausdehnung der Metallhülse 48 wird dadurch, dass sich die Schneidenlagerung 56 in unmittelbarer Nähe des Anlagepunktes des Bügels 57 an dem Wärmefühler befindet, stark vergrössert auf den Kontaktbolzen 64 übertragen. Die Differenz zwi schen der Temperatur, bei welcher das Ventil 29 ge öffnet wird und der Temperatur, bei der der Zünd- strom unterbrochen wird, kann an der Schraube 89 eingestellt werden.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Vorrichtung dient zur Zündung der Stich- oder Brennerflamme 1 eine Funkenstrecke 95, die durch einen Funkenhammer 96 gesteuert wird. Diejenigen Teile der Vorrichtung, die in Aufbau und Wirkungsweise mit einzelnen Teilen der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Vorrichtungen iden tisch sind, sind in Fig. 6 mit den gleichen Bezugsziffern versehen wie in den Fig. 1 bis 3.
Von der Netzanschluss klemme 9 des Schaltkastens 4 führt einerseits eine Leitung unmittelbar über die Signallampe 97 und die Klemmen 98 und 98b zu dem Kontakt 7 der Zünd- patrone, anderseits eine Leitung über den mit dem Hauptschalter 13 gekoppelten Druckknopfschalter 14, den Widerstand 42, die Anschlussklemmen 99, 99b zu dem Kontakt 8 der Zündpatrone 2 und zu der Anschlussklemme 99a der Erregerwicklung 28 des Magnetventils 3.
Von der andern Netzanschluss klemme 10 führt eine Leitung über den Hauptschalter 13 und die Anschlussklemme <B>100</B> zu der Anschluss klemme 100b der Zündpatrone 2 und 100a des Magnet ventils 3.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Beim gleichzeitigen Schliessen des Druckknopf schalters 14 und des Hauptschalters 13 erhält der Funkenhammer 96 einerseits über den Hauptschalter 13 und die Anschlussklemmen <B>100,</B> 100b, anderseits über die Signallampe 97, die Klemmen 98, 98b und die bei kaltem Wärmefühler geschlossenen Kontakte 7, 31 Spannungen. Gleichzeitig erhält die Erregerwick- lung 28 des Magnetventils 3 über die Klemmen 100b, 100a einerseits und über die Sicherung 12 und die Klemmen 99, 99b, 99a anderseits Spannung. Das Ventil 29 öffnet sich und der ausströmende Brenn stoff entzündet sich an der Funkenstrecke 95.
Bei Er wärmung des Wärmefühlers durch die Brenner flamme löst sich der Kontakt 7 von dem Gegenkontakt 31 und kommt mit dem Gegenkontakt 8 in Berührung. Hierdurch wird der Funkenhammer 96 stromlos, und die Erregerwicklung 28 des Ventils 29 erhält über die Signallampe 97, die Klemmen 98, 98b, die Kontakte 7, 8 und die Klemmen 99a Spannung, auch wenn nun der Schalter 14 geöffnet wird. Die Signallampe 97 brennt weiter. Falls sie dies nach dem Loslassen des Druckknopfschalters 14 nicht tut, so war der be schriebene Vorgang noch nicht beendet und muss wiederholt werden.
Die beschriebene Vorrichtung kann entweder zur Zündung einer Zündflamme dienen, die dann den ganzen Brenner in Brand setzt, sie kann aber auch unmittelbar zur Zündung des gesamten Brenners ohne Zuhilfenahme einer Zündflamme verwendet werden. Im ersteren Falle kann auf eine Vorheizung des Wärmefühlers verzichtet werden.
Statt der im gezeichneten Ausführungsbeispiel zur Anwendung kommenden Reibungskraft, gegen die der Kontaktträger verschiebbar zwischen den Gegen kontakten angeordnet ist, kann auch mit flüssiger Reibung, mit einem magnetischen Feld oder mit Reibung und einem Magneten gearbeitet werden, ohne dass das Prinzip der Erfindung verlassen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung für Brenner mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen mit einem Wärmefühler, welcher unter Einwirkung der Verbrennungswärme ein Abschlussorgan der Brennstoffleitung betätigt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktträger gegen eine Hemmungskraft verschiebbar in einem durch die Bewegung des Wärme fühlers bewegten Glied zwischen einem Gegenkontakt und einem Anschlag angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag ein zweiter Gegenkontakt ist. 2.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger aus einem Bolzen (64) mit ein oder zwei Kontaktstellen besteht, der in einer Bohrung eines an dem einen Ende des Hebels (57) angebrachten Auges (63) gelagert ist, und dass die Hemmungskraft durch ein Element erzeugt wird, das in einem die Bohrung anschneidenden Einschnitt (67) des Auges (63) auf den Bolzen (64) eine Reibungskraft ausübt. 3. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das auf den Bolzen (64) drückende Element aus einer an den Hebel (57) befestigten Feder (66) besteht. 4.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, daeurch gekennzeichnet, dass der Hebel die Form eines Bügels (57) hat und an seinem dem Kontakt bolzen (64) abgewandten Ende unter der Wirkung des Wärmefühlers steht. 5. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (57) als zweiarmiger Hebel ausgebildet und in Nähe seines dem Wärmefühler zugekehrten Endes auf Schneiden (56) oder Bolzen gelagert ist. 6. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagepunkt des Bügels (57) an dem Wärmefühler durch eine Schraube (59) einstellbar ist. 7.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wärmefühler und dem Bügel (57) eine Kugel (60) eingeschaltet ist. B. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Gegenkontakte (68, 69) zwischen je zwei Anschlägen (Schlitze 87 und 88) federnd angeordnet sind, und dass die Federkraft der Gegenkontakte geringer ist als die auf den Kontakt bolzen (64) wirkende Reibungskraft. 9. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschläge eines der Gegenkontakte (68) durch eine Schraube (89) einstellbar sind. 10.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmefühler ein Stab aus einem Werkstoff geringer Wärmeausdehnung dient, der in einem aus Werkstoff grosser Wärmeausdehnung bestehenden Mantel ge lagert ist und dessen Differenzbewegung gegenüber dem Mantel zur Bewegung des Bügels (57) benutzt wird. 11. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmefühler ein in einer Metallhülse (48) ver schiebbar gelagerter Keramikstab (49) dient, der sich mit seiner dem Bügel (57) abgewandten Stirnseite (50) an einem Anschlag (51) der Hülse (48) abstützt und mit seiner andern Stirnseite auf den Bügel (57) drückt. 12.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Keramikstab (49) mit einem Heizdraht (52) um wickelt ist, der mit einer Zündwendel (5) für den Brenner in Reihe geschaltet ist. 13. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündwendel (5) vor der dem Bügel (57) abge kehrten Stirnseite (50) des Keramikstabes (49) an geordnet ist. 14. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallhülse (48) mit einem Heizdraht (90) um wickelt ist, der gleichzeitig als Zündwendel für den Brenner dient. 15.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenkontakte (68, 69) an einem Isolations körper (76) befestigt sind, der die Anschlussklemmen (81, 82) für die Stromleitungen trägt. 16. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (56) der Bügellagerung an einem weite ren Isolationskörper (47) befestigt sind, an dem auch die Aufhängung (62) für die Rückholfeder (61) des Bügels (57) befestigt ist. 17.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach den Unteransprüchen 15 und 16, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Isolationskörper (76, 47) durch metallische Distanzbolzen (79, 80) verbunden sind, die als Stromzuführungen für die Zündwendel (5) dienen. 18. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Isolationskörper (76, 47) in einem rohrför- migen Gehäuse (43, 44, 45) gelagert sind. 19.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der kalte Wärmefühler (48, 49) den Bügel (57) gegen den Anschlag in eine Stellung drückt, in der er den Stromkreis für das Steuerorgan (29) der Brennstoff leitung (30) unterbricht, so dass das Steuerorgan (29) geschlossen bleibt, während der Bügel (57) bei Er wärmung den Stromkreis des Steuerorgans (29) schliesst (Fig. 1). 20.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der kalte Wärme fühler (48, 49) den Bügel (57) in eine Stellung drückt, in der er über den ersten Gegenkontakt (68) den Stromkreis für die Zündwendel schliesst, während er bei steigender Erwärmung zuerst zusätzlich hoch über den zweiten Gegenkontakt (69) das Steuerorgan (29) der Brennstoffleitung (30) öffnet und bei noch weiterer Erwärmung den Stromkreis der Zündwendel (5) unter bricht, während der Stromkreis für das Steuerorgan (29) geschlossen bleibt (Fig. 2 und 3). 21.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach den Unteransprüchen 19 und 20, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Stromzuführung zur Zünd- wendel (5) und zu dem Steuerorgan (29) der Brenn stoffleitung (30) parallel zu einem Widerstand (42) oder einem Kondensator (17) eine Kontrollampe (16 bzw. 16a) eingeschaltet ist. 22. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Unteranspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der Stromzuführung zu der Zünd- wendel (5) durch einen von Hand zu betätigenden Druckschalter (14) erfolgt. 23.Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Brennstoffaustrittes des Brenners (1) eine Funkenstrecke (95) vorgesehen ist, deren Erreger (96) beim Einschalten eines handbetätigten, mit dem Hauptschalter (13) gekoppelten Druckknopfschalters (14) bei kaltem Wärmefühler über den ersten Gegen kontakt (31) Spannung erhält, wobei gleichzeitig die Erregerwicklung (28) des Steuerorgans (29) der Brenn stoffleitung (30) Spannung erhält, während bei Er wärmung des Wärmefühlers durch die Verbrennungs wärme der erste Gegenkontakt (31) geöffnet und die Erregerwicklung (28) des Brennstoff-Steuerorgans (29) über den zweiten Gegenkontakt (8) unter Umgehung des Druckknopfschalters (14)unmittelbar mit der Spannungsquelle verbunden wird (Fig. 6). 24. Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung nach den Unteransprüchen 19 bis 23, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zündvorrichtung (5, 95) zunächst eine Zündflamme entzündet, deren Verbrennungs wärme der Wärmefühler ausgesetzt ist und die nach Öffnen des Steuerorgans der Hauptbrennstoffleitung die Zündung des Brenners bewirkt.
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| CH344979D CH344979A (de) | 1955-02-03 | 1956-01-07 | Elektrische Zünd- und Sicherheitsvorrichtung |
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1956
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