CH345068A - Anordnung zur unsymmetrischen Steuerung von Stromrichtern - Google Patents

Anordnung zur unsymmetrischen Steuerung von Stromrichtern

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CH345068A
CH345068A CH345068DA CH345068A CH 345068 A CH345068 A CH 345068A CH 345068D A CH345068D A CH 345068DA CH 345068 A CH345068 A CH 345068A
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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Description


      Anordnung    zur unsymmetrischen Steuerung von Stromrichtern    Es sind unsymmetrische Steuerungsanordnungen  für Stromrichter bekannt, bei denen innerhalb je  dreier einem     Dreiphasensystem    angehöriger Anoden  zunächst nur eine Verschiebung des Zündzeitpunktes  bei jeder zweiten im Sinne des     Dreiphasensystems    auf  einanderfolgenden Anoden vorgenommen wird, wäh  rend der Zündzeitpunkt der jeweils in den dazwischen  liegenden Zeiten arbeitenden Anoden unverändert  bleibt.

   Diese unter der Bezeichnung     Phasenfolge-          Steuerung    bekannte Anordnung hat zur Folge, dass  zwischen der vollen Aussteuerung und der Aussteue  rung auf die Gleichspannung Null ein Punkt liegt, bei  dem der Stromrichter theoretisch mit dem Leistungs  faktor 1 arbeitet.  



  Bedingung für eine derartige Steuerung ist, dass zum  Übergang von der vollen Aussteuerung im Wechsel  richterbereich auf volle Aussteuerung im Gleich  richterbereich die Steuerimpulse um 240      e1.    vermin  dert, um den sogenannten Respektabstand verschieb  bar sind.  



  Unter  Respektabstand  ist dabei derjenige Win  kel zu verstehen, um den beim     Wechselrichterbetrieb     die Zündung einer in der Stromführung ablösenden  Anode vor dem Zeitpunkt erfolgen muss, indem ihre  Spannung gleich der Spannung der abzulösenden  Anode wird, damit ein  Kippen  des Wechselrichters  sicher vermieden wird.  



  Arbeiten zwei derartige dreiphasige Anodensysteme  z. B. bei Speisung durch einen gemeinsamen Transfor  mator parallel, so werden die Steuerimpulse beider Sy  steme derartig gegeneinander verschoben, dass die ver  zögert und die     unverzöger   <B>[</B>zündenden Anoden sich der  art abwechseln, dass sie im Mittel gleichmässig belastet  sind, und dass der Transformator primärseitig symme  trische Ströme aus dem speisenden Netz aufnimmt.  Das gleiche gilt, wenn der Stromrichter n dreiphasige  Systeme aufweist, wobei n eine gerade Zahl ist.    Die bekannten Anordnungen zur Durchführung  einer derartigen     Phasenfolgesteuerung    sind recht  kompliziert und erfordern einen grossen Aufwand an  Apparaten.  



  Die Erfindung betrifft eine besonders einfache und  vorteilhafte Anordnung durch Durchführung solcher  Steuerungen für     3-n-phasige    Stromrichter. Sie besteht  in der Weiterentwicklung einer bereits vorgeschlagenen  Steuerung, bei der als Steuerimpulse die Spannungs  sprünge an einem     Ohmschen    Widerstand dienen, die  dann     entstehen,wenn    eine mit dem Widerstand und einer  Wechselspannung von vorzugsweise rechteckiger Kur  venform in Reihe liegenden Sättigungsdrossel ihren  magnetischen Sättigungszustand erreicht hat, wobei  der Zeitpunkt, in dem dieser Zustand in jeder Phase  eintritt,

   durch eine abhängig von einer Steuergrösse  veränderbare Reduzierung des     remanenten    Magnet  flusses der Drossel in der jeweils vorhergehenden  Halbperiode bestimmt wird.    Unter  Sättigungsdrossel  ist hierbei eine Drossel  spule mit einem Kern aus hochpermeablem Werkstoff  und einem scharfen Knick in der     Magnetisierungs-          kennlinie    zu verstehen.

      Erfindungsgemäss sind die 3 -     n-Phasen    des Strom  richters nebst ihren Steuereinrichtungen zu n     drei-          phasigen    Gruppen zusammengefasst, in deren jeder als  gemeinsame, die Reduzierung des     remanenten    Magnet  flusses bewirkende Steuergrösse ein Widerstand wirk  sam ist, der mit einer Frequenz gleich     deml        1/2fachen     der Frequenz des speisenden Netzes periodisch ver  änderbar ist, wobei die Phasenlage der in den     n-          Gruppen    als Steuergrösse wirksamen Widerstands  änderungen je um einen elektrischen Winkel von der  Grösse
EMI0001.0024  
   gegeneinander verschoben sind, wobei  n eine gerade Zahl ist.

        Das Grundelement eines Ausführungsbeispiels  einer Steuerung nach der Erfindung ist in     Fig.    1 dar  gestellt. Es besteht aus einer     Wechselspannungsquelle     1, die eine vorzugsweise unsymmetrische Rechteck  spannung abgibt, welche einen Arbeitskreis<I>AK,</I> be  stehend aus der Sättigungsdrossel 2, einem elektri  schen Ventil 3 und einem Widerstand 4 speist, und  die gleiche Frequenz hat wie das speisende Wechsel  strom- bzw. Drehstromnetz: Von der gleichen Wechsel  spannungsquelle wird über einen Isoliertransformator  5 ein     zweiter,    im folgenden als Steuerkreis<I>SK</I> be  zeichneter Stromkreis gespeist, welcher aus einer  Sekundärwicklung der Sättigungsdrossel 2, dem Ventil  6 und dem Steuerorgan 7, z.

   B. in Form einer Hoch  vakuum-Elektronenröhre (Triode) besteht, deren inne  rer Widerstand durch eine variable     Gitterspannung        ust     gesteuert werden kann.  



  Die Übersetzungsverhältnisse der beiden Wick  lungen der Sättigungsdrossel 2 und des     Isoliertrans-          formators    5 können einander gleich sein. Es kann aber  auch das Übersetzungsverhältnis des Transformators  5 so gewählt sein, dass dadurch eine Erhöhung der im  Steuerkreis SK zur Verfügung stehenden Wechsel  spannung erreicht wird. Dies kann vorteilhaft sein,  um trotz eines verbleibenden Restwiderstandes des  Steuerorgans 7 den vorher erwähnten Steuerbereich  von etwa 240      e1.    voll beherrschen zu können.  



  Zur Erläuterung der Vorgänge im     Arbeits-    und  Steuerkreis, die zur Erzeugung und Verschiebung von  Spannungsimpulsen im Widerstand 4 führen, mögen  die     Fig.    2 und 3 dienen. In     Fig.    2 ist durch den Linien  zug u die speisende unsymmetrische, rechteckige  Wechselspannung der Spannungsquelle 1 dargestellt.  Der positive Teil dieser     Rechteckspannung    überdeckt  aus dem früher erwähnten Grunde einen Winkel von  mindestens etwa 240      e1.,    zweckmässig aber etwas mehr,  z. B. 270 , wie in der Figur dargestellt ist.  



  In     Fig.    3 ist der     Magnetfluss    0 im Kern der Sätti  gungsdrossel abhängig von der magnetisierenden       Durchflutung    dargestellt.  



  Im Zeitpunkt     t1        (Fig.    2) führt der Kern der Sätti  gungsdrossel einen     Magnetfluss,    der dem Punkt A in       Fig.    3 entspricht und von der vorhergegangenen       Stromführungsperiode    zurückgeblieben ist. In der  nunmehr folgenden negativen Halbwelle der Rechteck  spannung kann im Arbeitskreis wegen der Sperr  wirkung des Ventils 3 kein Strom     fliessen.    Dagegen       fliesst    jetzt im Steuerkreis ein Strom in der     Durchlass-          richtung    des Ventils 6.

   Von diesem Strom wird die  Sättigungsdrossel 2 teilweise entmagnetisiert, wobei  die gesamte Spannung     u.        (Fig.    2) der negativen Halb  welle zum Teil an der Sättigungsdrossel 2 und zum  Teil an dem Widerstand des Steuerorgans 7 liegt.  



  Die Verringerung des Magnetflusses im Kern der  Sättigungsdrossel ist bestimmt durch das Zeitintegral  der an der Drosselspule liegenden Spannung     un-imRi,     über das     Zeitinterval        t1    bis     t2,    wobei im der in der  sekundären Drosselwicklung     fliessende    Strom und       Ri    der innere Widerstand des Steuerorgans 7 ist. In       Fig.    2 ist dieses Zeitintegral durch die Fläche F dar-    gestellt.

   Der Spannungsfläche F ist somit     zwangläufig     eine bestimmte     Flussänderung    zugeordnet, so dass der       Magnetfluss    der Sättigungsdrossel 2 in der Darstellung  der     Fig.    3 von<I>A</I> nach<I>B,</I> also um den Betrag A 0     (Fig.     3) sich ändert. Der Punkt B der     Fig.    3 wird im Zeit  punkt t2     (Fig.    2) erreicht. Der     Magnetisierungsstrom     in dem Zeitintegral     t1    bis     t2    ist durch das entsprechende  Stück des Linienzuges i in     Fig.    2 dargestellt.  



  Im Zeitpunkt     t2        (Fig.    2) beginnt die positive Halb  welle der Wechselspannung. Damit wird das Ventil 3       (Fig.    1) leitend und das Ventil 6 sperrt. Durch den  dabei in der Primärwicklung der Sättigungsdrossel  fliessenden Strom wird der     Magnetfluss    in dieser  wieder um den Betrag A 0 erhöht, wozu wiederum  eine Spannungsfläche von der Grösse F notwendig ist.  Während dieser Zeit fliesst in der Primärwicklung der  Sättigungsdrossel ein kleiner     Magnetisierungsstrom,     wie er durch den Kurvenzug i in dem entsprechenden  Abschnitt     t2    bis     t3    in     Fig.    2 dargestellt ist.

   Ist im Zeit  punkt     t3    die     Entmagnetisierung    beseitigt und dem  entsprechend der Punkt C     (Fig.    3) erreicht, so ver  schwindet fast augenblicklich der induktive Widerstand  der Sättigungsdrossel, und der Strom im Arbeitskreis  springt auf einen Wert, der praktisch nur durch den       Ohmschen    Widerstand 4     (Fig.    1) begrenzt ist. Dieser  Strom bleibt bis zum Ende der positiven Halbwelle,  d. h. bis zum Zeitpunkt     t4    bestehen, dann wiederholt  sich das Spiel in der     beschriebenen    Weise.  



  Kennzeichnend für diesen Vorgang ist, dass wäh  rend der negativen Halbwelle der Wechselspannung  durch die Grösse des Widerstandes     R;    des Steuer  organs 7 die Grösse der Spannungsfläche F und damit  der Punkt     t3,    in welchem der den Steuerimpuls er  zeugende plötzliche Anstieg des Stromes i erfolgt,  eindeutig vorgeschrieben wird, und zwar in jeder  negativen Halbwelle für die folgende positive Halb  welle. Man hat es daher in der Hand, durch Änderung  des Widerstandes     Ri    während der negativen Halb  welle die Fläche F beliebig zu verändern und damit  den Zündzeitpunkt     t3    für die nächste Halbperiode  festzulegen. Eine derartige periodische Veränderung  des Zündzeitpunktes kann z.

   B. dadurch erreicht wer  den, dass man die Steuerspannung     ust    in     Fig.    1 aus  einer Gleich- und Wechselspannung zusammensetzt,  wobei die Wechselspannung in ihrer Frequenz nicht  mit der Frequenz der unsymmetrischen Speisespan  nung übereinstimmt.  



  In     Fig.    4 ist die Anwendung dieses Prinzips bei  einer 12phasigen unsymmetrischen Stromrichter  steuerung gezeigt. Dabei ist angenommen, dass die       Stromrichteranordnung    durch die Änderung einer  Steuergrösse von der vollen Aussteuerung im Wechsel  richterbereich unter Berücksichtigung des Respekt  abstandes bis zur vollen Aussteuerung im Gleich  richterbereich gesteuert werden soll.  



  Die Grundschaltung nach     Fig.    1 ist hier 12mal  verwendet. Die Spannungsquelle 8 der Rechteck  spannung ist sechsphasig, und zwar sind die mit den  gleichen römischen Ziffern bezeichneten Anschlüsse      jeweils gleichphasig. 9-20 sind die Sättigungsdrosseln  mit je zwei Wicklungen. 21-32 sind die     Isoliertrans-          formatoren    und 33-44 die Ventile in den Arbeits  kreisen AK Mit 45-56 sind die Ventile in den Steuer  kreisen<I>SK</I> bezeichnet. Die     Ohmschen    Widerstände  in den Arbeitskreisen tragen die Nummern 57-68.  



  In dem in     Fig.    4 dargestellten Schaltungsbeispiel  sind erfindungsgemäss jeweils drei um 120      e1.    ver  setzte Phasen zu einer Gruppe zusammengefasst, die  jeweils von einem Steuerorgan, nämlich den Elek  tronenröhren (Trioden) 69-72,     beeinflusst    werden.  



  Die unsymmetrische Steuerung erfordert nach dem  eingangs Gesagten, dass ausgehend von einer prak  tisch vollen Aussteuerung im     Wechselrichterbereich     in irgendeiner betrachteten Phase zunächst nur jeder  (im zeitlichen Sinne) zweite Steuerimpuls in Richtung  auf volle     Gleichrichteraussteuerung    verschoben wird,  während die zeitlich dazwischenliegenden ersten Im  pulse praktisch in ihrer der vollen Wechselrichter  aussteuerung entsprechenden Lage stehenbleiben.

    Wenn die jeweils zeitlich zweiten Impulse der be  trachteten Phasen um etwa 240      e1.    nach vorn ver  schoben sind, so sollen sie an dieser Stelle stehen  bleiben, und es sollen nun die bis dahin zurück  gebliebenen Impulse folgen, für die dann nur noch  eine Verschiebung um etwa 180      e1.    notwendig ist.  



  Um dies zu erreichen, wird den Steuergittern der  Röhren 69-72 eine Wellenspannung     ust    zugeführt,  die aus einer symmetrisch rechteckigen Wechsel  spannung     u,    konstanter Amplitude und einer ver  änderbaren Gleichspannung     ug    besteht, wobei die  Amplitude der     Rechteckspannung    eine bestimmte  Grösse hat, von der weiter unten noch die Rede sein  wird.  



  Die erforderliche gestaffelte Verschiebung der  Steuerimpulse wird dabei durch die Verwendung einer       Rechteckspannung    als Teil der Steuerspannung     ust     erreicht, deren Frequenz das 1     %2fache    der Frequenz  des speisenden Netzes beträgt und zu deren Erzeugung  ein ruhender oder rotierender Umformer, z. B. be  stehend aus einem Synchronmotor 75 und einem  Synchrongenerator 76 in Verbindung mit den Trans  formatoren 73 und 74 dient.    Die Phasen der in den Röhren 69-72 erzeugten  Steuerspannungen sind bei n = 4 Gruppen um  
EMI0003.0018  
   verschoben. Die Phase der in der Röhre 70  erzeugten Steuerspannung ist um 90 , die der Röhre  71 um 180  und die der Röhre 69 um 270  gegenüber  der Steuerspannung der Röhre 72 verschoben.  



  Zur weiteren Erläuterung der zu der beabsichtigten  Steuerung dienenden Vorgänge möge die     Fig.    5 die  nen. Darin ist oben der zeitliche Verlauf der un  symmetrischen rechteckigen Wechselspannung der  Phasen I,     III    und V und darunter die aus der Gleich  spannung     ug    und der symmetrisch rechteckigen  Wechselspannung     uw    von 1 V 2facher Frequenz zu  sammengesetzte Steuerspannung     ust    dargestellt, welche  der Röhre 72 zugeführt wird.

   Darunter folgen in     Fig.    5    die     mit    den Spannungen der Phasen I,     III    und V über  einstimmenden Spannungen der Phasen I',     III'    und V'  und die dazugehörige Steuerspannung     ust    der Röhre  71, welche gegen die Steuerspannung     ust    um 180      e1.     verschoben ist.

   Die beiden untern Darstellungen der       Fig.    5 zeigen die Steuerspannung     ust    ' in der Gruppe       II,    IV,     VI,        ust    " in der Gruppe     II',    IV',     VI',        ust'    ist  gegenüber     ust    um 270 , also gegenüber     ust    um 90  ver  schoben.     ust   <I>"</I> ist gegenüber     ust    um 90  gegenüber     u5t     um 270  verschoben.

   Bei der dargestellten Lage der  Steuerspannung     ust    bzw. bei der Grösse der in ihr  enthaltenen Gleichspannung     ug    ist im Zeitraum     t,--t,     das Gitter der Röhre 72 negativ. Die Röhre führt also  keinen Strom bzw. ihr innerer Widerstand ist unend  lich. In der Sättigungsdrossel 21 der Phase I findet  daher während dieser Zeit nur eine geringe Reduzie  rung ihres     Magnetflusses    statt, welche bedingt ist durch  die nicht genaue rechteckige Form der     Magnetisie-          rungskennlinie    bzw. durch die     Differenz    zwischen dem       Sättigungsfluss    und dem     remanenten    Fluss.

   Diese       Entmagnetisierung    ist durch die Fläche F, dargestellt.  



  In der folgenden positiven Halbwelle entsteht also  in dem durch die Grösse der Fläche     F,_    bestimmten  Zeitpunkt     t7    ein Steuerimpuls.  



  Während der folgenden negativen Halbwelle der  Phase I ist die Steuerspannung     ust    positiv. Die Röhre  71 hat daher einen endlichen innern Widerstand. Es  findet also eine diesem Widerstand entsprechende       Entmagnetisierung    der Sättigungsdrossel statt, welche  durch die Fläche     FZ    dargestellt ist und die in der  nächsten Halbwelle einen Steuerimpuls im Zeitpunkt       t,o    bedingt.  



  Wie ersichtlich, wechselt im weiteren Verlauf, d. h.  in den folgenden Perioden, die Lage der Steuerimpulse  entsprechend den Punkten     t,0    und     t7    ab.  



  Das gleiche gilt auch für die Phasen     III    und V,  deren Spannungen gegen diejenigen der Phasen I um  120 bzw. 240      e1.    verschoben sind.  



  Sinngemäss die gleichen Vorgänge spielen sich in  den Phasen I',     III'    und V' ab, wobei jedoch die Steuer  impulse entsprechend der Steuerspannung     ust    ver  schoben sind. Das gleiche     gilt    für die Gruppe     II,    IV,       VI    und     II',    IV',     VI',    wo die Steuerspannungen     ust'     und     ug   <I>"</I> entsprechend<I>n</I> - 4 um 90  gegeneinander  verschoben sind.  



  Mit der beschriebenen Anordnung kann nun eine  unsymmetrische     Stromrichtersteuerung    von der Voll  aussteuerung im     Gleichrichterbereich    bis zur Voll  aussteuerung im     Wechselrichterbereich    in folgender  Weise durchgeführt werden: Es sei zunächst angenom  men, dass die veränderbare Gleichspannung     ug,    die  den Gittern der Röhren 69-72 gemeinsam zugeführt  wird, auf einen solchen positiven Wert gebracht ist,  bei dem die Röhren dauernd, d. h. auch während der  negativen Halbwellen der Steuerspannung     uw    voll  leitend sind.

   Die Sättigungsdrosseln werden bei die  sem Zustand jeweils durch die Ströme im Steuerkreis  vollständig entmagnetisiert und die Steuerimpulse aller  Phasen entstehen in den hierdurch bedingten     spätest     möglichen Zeitpunkten. Dies möge der vollen Aus-           steuerung    des Stromrichters im     Wechselrichterbereich     unter Berücksichtigung des nötigen Respektabstandes  entsprechen.  



  Bei einer Verkleinerung der positiven Spannung     ug     bzw. beim Übergang derselben zu negativen Werten  verschiebt sich unter dem     Einfluss    der nun wirksam  werdenden negativen Halbwellen der Spannung     uw     bei allen Anoden jeder zweite Steuerimpuls im Sinne  einer     Vorverschiebung,        während    die dazwischen  liegenden Impulse zunächst ihre zeitliche Lage bei  behalten.

   Bei passender Bemessung der     Windungs-          zahlen    der Sättigungsdrosseln erreicht diese     Vor-          eilung    gerade den Betrag von 240      e1.    vermindert um  den Respektabstand, wenn die     Röhren    69-72 während  dieser negativen Halbwellen vollständig gesperrt sind.  



  Bei einer weiteren Vergrösserung der negativen  Spannung     ug    kann daher eine weitere     Vorverschiebung     der Zündimpulse nicht mehr eintreten. Wohl aber  werden bei passender Wahl der Amplitude der Span  nung     uw    nunmehr auch die positiven Halbwellen  dieser Spannung im Sinne einer     Vorverlegung    der bis       dahin    stehengebliebenen Zündimpulse wirksam. Durch  die Festlegung eines negativen Höchstwertes für die  Spannung     ug    kann diese     Vorverschiebung    der     Zünd-          impulse    auf einen beliebigen Winkel, vorzugsweise  180      e1.,    begrenzt werden.

    



  Bei dieser Art der Steuerung wird     während    der  positiven Halbwellen der Spannung     uw    den Gittern  der Elektronenröhren zeitweilig eine verhältnismässig  hohe positive Spannung zugeführt. Durch genügend       hochohmige    Bemessung der     Gittervorwiderstände    für  diese Röhren kann aber trotzdem in bekannter Weise  der Anodenstrom auf solche Werte begrenzt werden,  die den Röhren nicht schaden.  



  Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Aus  führungsbeispiel beschränkt, sondern kann in mannig  facher Weise abgewandelt werden.  



  Zum Beispiel können als Steuerorgane statt der  bisher erwähnten Trioden auch andere Elektronen  röhren, z. B.     Schirmgitterröhren,    oder auch andere  Vorrichtungen verwendet werden, die eine periodische  Veränderung ihres Widerstandes, oder schliesslich auch  eine ähnlich wirkende Einfügung einer periodisch  veränderbaren Spannung in die Steuerstromkreise be  wirken. Zum Beispiel sind auch Transistoren hierfür  verwendbar. Auch die Verwendung mechanischer  Steuereinrichtungen, welche entsprechende Wider  stände oder Spannungsquellen periodisch schalten, ist  denkbar.  



  Weiter ist es nicht notwendig, Sättigungsdrosseln  mit zwei getrennten Wicklungen zu verwenden. Die  Entkopplung der Arbeitskreise von den Steuerkreisen    kann auch mit Hilfe einer einzigen Wicklung auf den  Sättigungsdrosseln allein durch elektrische Ventile in  jedem dieser Kreise erzielt werden. Jedoch müssen  dann für die einzelnen dreiphasigen Gruppen getrennte  Spannungsquellen für die unsymmetrisch rechteckigen  Wechselspannungen vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur unsymmetrischen Steuerung von 3 - n-phasigen Stromrichtern mit einer Steuereinrich tung, bei der als Steuerimpulse die Spannungssprünge an einem Ohmschen Widerstand (4) dienen, die dann entstehen, wenn eine mit dem Widerstand und einer Wechselspannung in Reihe liegende Sättigungsdrossel (2) ihren magnetischen Sättigungszustand erreicht hat, wobei der Zeitpunkt, in dem dieser Zustand in jeder Phase erreicht wird, durch eine abhängig von einer Steuergrösse veränderbare Reduzierung des remanen- ten Kraftflusses der Drossel in der jeweils vorher gegangenen Halbperiode bestimmt wird, dadurch ge kennzeichnet,
    dass die 3 - n-Phasen nebst ihren Steuer einrichtungen zu n dreiphasigen Gruppen zusammen gefasst sind, in deren jeder als gemeinsame, die Redu zierung des remanenten Magnetflusses bewirkenden Steuergrösse ein Widerstand (7 bzw. 69-72) wirksam ist, der mit einer Frequenz gleich dem 11/2fachen der Frequenz des speisenden Netzes periodisch veränder bar ist und dass die Phasenlage der in den n Gruppen als Steuergrösse wirksamen periodischen Widerstands änderungen je um einen elektrischen Winkel von der Grösse EMI0004.0038 gegeneinander verschoben sind, wobei n eine gerade Zahl ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge- gekennzeichnet, dass zur Speisung der Steuereinrich tung eine 3 - n-phasige unsymmetrische Rechteck spannung (ust) dient, bei welcher der positive Teil sich mindestens über etwa 240 e1. erstreckt. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als periodisch veränderbare Wider stände steuerbare Elektronenröhren oder Transistoren dienen. 3.
    Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Elektronenröhren oder Tran sistoren durch Wellenspannungen mit angenähert rechteckförmigem Wechselspannungsanteil konstanter Amplitude gesteuert werden, und dass für die Verände rung der Stromrichteraussteuerung Mittel vorhanden sind, um eine gemeinsame Änderung der Gleich spannungsanteile der Wellenspannungen vorzunehmen.
CH345068D 1954-11-17 1955-11-07 Anordnung zur unsymmetrischen Steuerung von Stromrichtern CH345068A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4921633A (en) * 1983-04-04 1990-05-01 Nippon Oil And Fats Co., Ltd. Method of heterogeneous reaction

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