CH345167A - Kreisteilungssystem für Präzisions-Winkelmessgeräte und Verfahren zur Herstellung dieses Systems - Google Patents

Kreisteilungssystem für Präzisions-Winkelmessgeräte und Verfahren zur Herstellung dieses Systems

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CH345167A
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Friedrich Dr Werner
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Askania Werke Ag
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      Kreisteilungssystem    für     Präzisions-Winkelmessgeräte    und  Verfahren zur Herstellung dieses Systems    Es ist bei Geräten, insbesondere bei     Präzisions-          Winkelmessgeräten,    die eine Kreisteilung besitzen, be  kannt, auf dem gleichen Teilungsträger statt einer  einzigen Kreisteilung noch eine zweite Kreisteilung  anzubringen, um diese zur Kompensation der     Fehler     der ersten Teilung zu benutzen. Zu diesem Zweck ist  die konzentrisch zur ersten Kreisteilung angeordnete  zweite Teilung um einen bestimmten Winkel versetzt  angebracht.

   Dieser Winkel, um den die beiden Kreis  teilungen in der Teilungsebene um das Teilungszen  trum gegeneinander verdreht sind, richtet sich nach  der Fehlerkurve der ersten Teilung. Wenn solche       Kreisteilungssysteme    auch bereits recht gute Erfolge  bringen, so haften ihnen und ihrem Herstellungsver  fahren doch noch einige Mängel an. Ein Nachteil  besteht darin, dass für die Ermittlung des eingestell  ten Winkels am Gerät zwei     Ablesungen    vorgenommen  werden müssen.

   Da bei den bekannten Einrichtungen  die beiden Kreisteilungen auf dem gleichen Träger  entweder verschiedene Durchmesser (Teilstriche der  Teilung liegen getrennt übereinander auf dem Trä  ger) besitzen oder bei gleichem Durchmesser so in  einandergeschachtelt sind, dass die den beiden Tei  lungen (mit je halber     Teilstrichanzahl)    angehörenden  Teilstriche abwechselnd aufeinander folgen, muss der       Ableseindex    der     Winkelablesevorrichtung    (z. B. op  tisches Mikrometer) nacheinander auf jeden der bei  den getrennt übereinander- bzw.     nebeneinanderliegen-          den,    zusammengehörigen Teilstriche der beiden Tei  lungen eingestellt werden und aus diesen beiden Ab  lesungen rechnerisch das Mittel gebildet werden.

   Ein  weiterer Nachteil besteht darin, dass für die Herstel  lung solcher     Teilkreissysteme    besondere Einrichtun  gen an der Teilmaschine erforderlich sind. Ausserdem  ist die Gefahr eines erheblichen Ausschusses gegeben,  wenn die zweite Kreisteilung nicht gleichzeitig mit-         tels    eines zweiten, einstellbaren     Reisserwerkes    auf den  Träger aufgebracht wird, sondern erst dann, wenn  die erste Teilung vollständig vorliegt. Treten bei vor  handener guter erster Teilung beim nachträglichen       Aufbringen    der zweiten Kreisteilung Mängel auf, so  ist auch die erste gute Teilung nicht mehr zu ver  wenden.  



  Die Erfindung bezweckt, ein     Kreisteilungssystem     zu schaffen, das diese Mängel nicht     aufweist    und  sogar - wie Untersuchungen ergeben haben - in  vielen Fällen hinsichtlich der Möglichkeit der Fehler  kompensation dem bekannten System erheblich über  legen ist.  



  Das     Kreisteilungssystem    nach der     Erfindung,    be  stehend aus zwei konzentrisch angeordneten Kreis  teilungen gleichen Durchmessers, bei dem die zweite  Kreisteilung zur ersten so ausgerichtet ist, dass die  Fehler der beiden Teilungen sich weitgehend auf  heben, ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste  Kreisteilung mit der zweiten Kreisteilung derart kom  biniert ist, dass die zweite gegenüber der gemein  samen Anfangslage beider um den Winkel a in ihrer  Ebene verdreht und um die Achse, welche der neuen  Lage des Skalenanfangs der zweiten Kreisteilung ent  spricht, um 180  gekippt worden ist, wobei der Dreh  winkel a auf Grund der Fehlerkurve der Einzel  teilung im Sinne minimalen Fehlers des kombinierten       Kreisteilungssystems    gewählt worden ist.  



  Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Ver  fahren zur Herstellung dieses     Kreisteilungssystems.     Anhand der beiliegenden Zeichnung sind nach  folgend drei Ausführungsbeispiele von Geräten nach  der Erfindung beschrieben:  Der in     Fig.    1 im Schaubild dargestellte Glasring 1  ist an seiner Oberfläche 2 mit einer vollständigen  Kreisteilung 3, hergestellt auf einer üblichen Kreis-           teilungsmaschine    (ohne Sondereinrichtung) in her  gebrachter, bekannter Weise versehen.  



       Fig.    2 zeigt einen zweiten, auf der gleichen Kreis  teilungsmaschine in gleicher Weise hergestellten Glas  ring 4, welcher an seiner Oberfläche 5 eine der Tei  lung 3 analoge Teilung 6 aufweist. Der Glasring 4  ist, wie aus     Fig.    3 ersichtlich, so mit dem Glasring 1       kombiniert,    dass die beiden Flächen 2 und 5 mit den       Teilungen    3 und 6     aufeinanderliegen.    Beide Glasringe  sind fest miteinander verkittet. Die in der Ebene  der Teilung und gegenüber dem Teilungsanfang um  den Winkel a verdreht liegende Achse, um welche der  Glasring 4 auf den Glaskreis 1 gekippt ist, richtet sich  nach der Fehlerkurve des letzteren.     a    kann also nur  von Fall zu Fall angegeben werden.

   Jedenfalls ist     u     so auf Grund der Fehlerkurve der Kreisteilung ge  wählt, dass sich eine solche gegenseitige Ausrichtung  der Teilungen zueinander ergibt, bei der die Fehler  der beiden Teilungen sich weitgehend aufheben. Im  übrigen ist die Anordnung so getroffen, dass die Teil  striche (vgl.     Fig.    3) der beiden Teilungen 3 und 6       aufeinanderzuliegen    kommen. Es empfiehlt sich,       dabei        eine        50-        bis        80%ige        Überlappung        der        Striche     vorzusehen.  



  Die in der vorgeschlagenen Weise kombinierten  Teilkreise können auch nicht nacheinander auf der  gleichen     Teilkreismaschine    hergestellte, sondern völlig  gleichartige Kopien einer Originalteilung sein, bei  spielsweise nach dem Umkehrverfahren hergestellte,  photographische Kontaktkopien. Es kann aber auch  so sein, dass nur die zweite     Kreisteilung    eine Kopie  der ersten Teilung ist. Es wird also in beiden Fällen  die erste Teilung - durch eine zweite Ausfertigung  - mit sich selbst kombiniert.  



  Es ist nämlich eine     Erfahrungstatsache,    dass meh  rere nacheinander selbst auf der gleichen Teilkreis  maschine hergestellte Kreisteilungen nicht in absolut  gleicher Weise fehlerbehaftet sind. Nach diesem wei  teren Vorschlag würden dann z. B. die in den     Fig.    1  und 2 dargestellten Teilkreise nach dem genannten  photographischen Verfahren hergestellte, völlig gleich  artige Positiv-Kopien einer vorhandenen Original  teilung bedeuten, beispielsweise einer auf der Kreis  teilmaschine hergestellten, einfachen üblichen Tei  lung. Diese beiden, die photographisch hergestellten,  gleiche Teilung aufweisenden     Kreisteilungsträger    aus  z. B.

   Glas würden dann in analoger Weise, wie in       Fig.    3 dargestellt, kombiniert werden, wobei die glei  chen Überlegungen bezüglich der     Ausrichtung    der  Teilungen zueinander gelten, wie oben zum ersten  Ausführungsbeispiel beschrieben.  



  Unter Benutzung vorzugsweise photographischer  Kopierverfahren lassen sich aber auch die gemäss  dem Erfindungsvorschlag kombinierten, beiden Kreis-         teilungen    auf einem- einzigen, gemeinsamen Träger  anordnen. Dies geschieht beispielsweise in der Weise,  dass zunächst wieder auf der     Kreisteilungsmaschine     eine einfache Kreisteilung und von dieser auf einem  besonderen Träger nach einem Kopierverfahren eine  Kopie hergestellt wird. Beide Kreisteilungen (die des  ersten Kreises und die der angefertigten Kopie) wer  den-dann nacheinander durch photographisches Kon  taktverfahren auf einen gemeinsamen Träger über  tragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Kreisteilungssystem für Präzisions-Winkelmess- geräte, bestehend aus zwei konzentrisch angeordneten Kreisteilungen gleichen Durchmessers, bei dem die zweite Kreisteilung zur ersten so ausgerichtet ist, dass die Fehler der beiden Teilungen sich weitgehend auf heben, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kreis teilung (1) mit der zweiten Kreisteilung (4) derart kombiniert ist, dass die zweite gegenüber der gemein samen Anfangslage beider um den Winkel cc in ihrer Ebene verdreht und um die Achse, welche der neuen Lage des Skalenanfangs der zweiten Kreisteilung (4) entspricht, um 180 gekippt worden ist,
    wobei der Drehwinkel a auf Grund der Fehlerkurve der Einzel teilung im Sinne minimalen Fehlers des kombinierten Kreisteilungssystems gewählt worden ist. Il. Verfahren zur Herstellung des Kreisteilungs- systems nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die zweite Kreisteilung nach einem Kopierverfahren als Kopie der ersten bzw. beide Kreisteilungen als gleichartige Kopien einer Original teilung hergestellt werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Kreisteilungssystem nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass jede Kreisteilung auf einem eigenen, durchsichtigen Träger sitzt und beide Kreisteilungsträger mit ihren die Teilung aufweisen den Flächen dicht aufeinanderliegen. 2. Kreisteilungssystem nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kreis teilungsträger miteinander verkittete Glasscheiben sind. 3. Kreisteilungssystem nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kreisteilun gen so angeordnet sind, dass ihre Teilungsmarken aufeinanderzuliegen kommen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kreisteilungen auf einem einzigen, gemeinsamen Träger angeordnet werden.
CH345167D 1955-10-14 1956-09-25 Kreisteilungssystem für Präzisions-Winkelmessgeräte und Verfahren zur Herstellung dieses Systems CH345167A (de)

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