CH345384A - Als Prozent- oder Sperrelais dienende Einrichtung - Google Patents

Als Prozent- oder Sperrelais dienende Einrichtung

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CH345384A
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CH
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Inventor
Hermann Dipl Ing Neugebauer
Original Assignee
Siemens Ag
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/26Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents
    • H02H3/28Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


  Als Prozent- oder Sperrelais dienende Einrichtung    Das Patent bezieht sich auf eine als Prozent- oder  Sperrelais dienende Einrichtung, sowie auf die Ver  wendung desselben für den Stromdifferentialschutz  elektrischer Anlagen. Zur Erläuterung der Erfindung  ist in     Fig.    1 zunächst das bekannte Grundschema der  Stromdifferentialschaltung dargestellt. Am Anfang  und Ende einer zu schützenden Strecke 1, beispiels  weise einer Sammelschiene, einer Transformator  wicklung oder dergleichen, misst je ein Stromwandler 2  bzw. 3 den Primärstrom I bzw. 12.

   Die sekundären  Wicklungen der Stromwandler sind zusammen mit  einem Hilfswandler 5     hintereinandergeschaltet.    Die  Mitte des Hilfswandlers 5 ist mit der Verbindungs  leitung zwischen beiden     Stromwandlersekundärwick-          lungen    im Punkt C durch eine     Vergleichseinrichtung    4  verbunden. Es sind also zwei sekundäre Stromkreise  vorhanden.

   Der Strom     il        (Vektorgrössen    seien durch  Überstreichen gekennzeichnet) fliesst über die linke  Hälfte des Hilfswandlers 5 und über die Vergleichs  einrichtung 4 zum Stromwandler 2 zurück, während  der Strom 1.2 in entgegengesetzter Richtung zu     il    über  die Vergleichseinrichtung 4 und in gleicher Richtung  wie     il    über die andere Hälfte des Hilfswandlers 5 fliesst.  Man erhält also in der Vergleichseinrichtung 4 die  geometrische Differenz     il    1.2. Im Hilfswandler 5 addie  ren sich die beiden     AW-Zahlen   
EMI0001.0012  
   und wobei  
EMI0001.0013  
    n die gesamte     Windungszahl    von 5 ist.

   Man erhält somit  auf der nicht dargestellten Sekundärseite dieses     Hilfs-          wandlers    5 einen Strom, der der geometrischen Summe       1.1-+-i2    proportional ist, entsprechend dem Fluss  
EMI0001.0018  
    Solange die Schutzstrecke 1 ungestört ist, wird     il     mindestens annähernd gleich 1.2 sein und somit die über  die Vergleichseinrichtung fliessende geometrische Diffe-         renz    il     z'2    annähernd gleich Null sein. Tritt dagegen in  der Schutzstrecke 1 eine Störung auf, so ist das Gleich  gewicht gestört.

   Durch die Vergleichseinrichtung 4  wird dann ein Fehlerstrom     1.a   <I>=</I>     11=i2    fliessen, der zur  Anzeige des Fehlers verwendet werden kann. Eine  derartige Einrichtung wird daher bereits seit langem für   den Differentialschutz verwendet, beispielsweise in  Gestalt des seit mehreren Jahren bekannten Waage  balkenrelais. An dessen Waagebalken greifen zwei  Elektromagnete an, von denen der eine von der geo  metrischen Summe der Ströme im sperrenden Sinn und  der andere von der geometrischen Differenz im aus  lösenden Sinne beeinflusst wird. Je nach der Richtung  einer zusätzlichen, an dem Waagebalken angeordneten  Rückzugsfeder kann ein derartiges Relais als soge  nanntes Prozent- oder als Sperrelais verwendet werden.

    Im Verlaufe der Jahre sind dann zahlreiche Abände  rungen dieses Relais bekanntgeworden, die den Zweck  verfolgen, die     Ansprechgenauigkeit    des Prozent- oder  Sperrelais zu erhöhen und Störungen weitgehend aus  zuschliessen; dadurch wurde aber anderseits der ei  forderliche Aufwand wesentlich vergrössert, beispiels  weise durch Anordnung von Transformatoren mit  nachgeschalteten Gleichrichtern,     Glättungseinrichtun-          gen    und dergleichen.  



  Durch die vorliegende Erfindung wird eine als  Prozent- oder Sperrelais dienende Einrichtung ins  besondere für den Stromdifferentialschutz elektrischer  Anlagen geschaffen, welche auf die ursprüngliche ein  fache Schaltung zurückgeht, jegliche zusätzlichen  Gleichrichter oder dergleichen vermeidet und dennoch  eine hohe Genauigkeit und Störsicherheit ergibt.

       Er-          findungsgemäss    sind zwei magnetfeldempfindliche Kör  per in zwei getrennten Magnetfeldern angeordnet, von  denen das eine proportional der geometrischen Summe,  das andere proportional der geometrischen Differenz  zweier miteinander zu vergleichender Ströme erregt ist,      und wobei die durch die magnetfeldabhängigen Zu  standsänderungen der beiden Halbleiterkörper beding  ten Spannungsänderungen im einander entgegengesetz  ten Sinne eine Vergleichseinrichtung     beeinflussen.     



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in     Fig.    2  dargestellt. Die Klemmen<I>A, B</I> und C sind an die gleich  namigen Klemmen in der     Fig.    1 angeschlossen zu  denken. Von einer Wicklung 21 wird ein Magnetfeld  erzeugt, welches proportional der geometrischen  Summe     (i,.        -1-f2)    der beiden Ströme     il    und 172 ist. Diese  Wicklung ist also zu vergleichen mit der in     Fig.    1 dar  gestellten Wicklung des Hilfstransformators 5. Von  einer     Mittelanzapfung    der Wicklung 21 geht der diago  nale Stromkreis ab, welcher den Fehlerstrom     17a        =ü172     führt.

   Von diesem Strom wird in einer Wicklung 22  ein Magnetfeld erzeugt, welches nun seinerseits propor  tional     (17,-Q    ist. In jedem dieser beiden Magnetfelder  ist ein     Hallspannungserzeuger    23 bzw. 24 angeordnet,  dessen Steuerstrom in diesem Fall proportional den  zugehörigen Magnetfeldern ist. Es wird dies beim Aus  führungsbeispiel dadurch erreicht, dass der Steuerstrom  je einer zusätzlichen, von dem betreffenden Magnetfeld  beeinflussten Wicklung 25 bzw. 26 entnommen wird.

    Man erhält, auf Grund des ihm eigenen Multiplika  tionseffektes, an dem     Hallspannungserzeuger    23 eine  Hauspannung, die proportional 1     i,        +        i212    ist, und an  dem     Hallspannungserzeuger    24 eine     Hallspannung     proportional     111-1212.    Diese beiden     Hallspannungen     sind über eine     Vergleichseinrichtung    27 gegeneinander  geschaltet.

   Da der Strom     il    sich aus dem Strom 172 und  dem Fehlerstrom     17a    geometrisch zusammensetzt, ist  bei einem aussenliegenden Fehler stets     (171-1-i2)    >     17e     oder auch     11-1-i2    >     11-i2.     



  Somit ist auch das Quadrat     1i1-1-1212    > i     i,-i212.     Bei einem innenliegenden Fehler ist dagegen die  Summe     (il+i2)    kleiner oder höchstens gleich (bei ein  seitiger Speisung) dem Fehlerstrom     17a.    Somit ist auch  das Quadrat         111        +   <B>1212</B> I il-i212-    Durch die Vergleichseinrichtung 27     fliesst    somit ein  Differenzstrom, dessen     Richtung    davon abhängt, ob  das Quadrat der Summe grösser ist als das Quadrat der  Differenz und umgekehrt.  



  Eine     Rückzugfeder    sorgt dafür, dass die Vergleichs  einrichtung den Schutz nur dann auslöst, wenn der  Differenzstrom eine Richtung hat, die sich ergibt, wenn  das Quadrat der Summe höchstens gleich dem Quadrat  der     Differenz    beider Ströme     il    und 172 ist. Als Ver  gleichseinrichtung kann hierbei ein polarisiertes Relais  dienen. Statt dessen kann aber auch ein Verstärker an  sich bekannter Art verwendet werden, der von der  Differenz der     Hallspannungen    beider     Hallspannungs-          erzeuger    23 und 24 gesteuert wird.  



  Für die vorliegende Erfindung eignet sich zur Er  zeugung der     Hallspannung    vorteilhaft ein Widerstands  körper, der aus einem Halbleiter mit einer Träger  beweglichkeit von mindestens 6000     cm2/Vs    besteht.    Im Gegensatz zu andern, an sich bekannten Hall  spannungserzeugern, wie beispielsweise Germanium  mit einer Trägerbeweglichkeit unter 6000     cm2/Vs,     haben die Halbleiterkörper mit höherer Trägerbeweg  lichkeit nicht nur den Vorteil erheblich grösserer Emp  findlichkeit (grössere Hauspannung bei gleicher Steuer  grösse), sondern sind darüber hinaus mit wesentlich  grösseren Ausgangsleistungen zu belasten.

   Zu den  Halbleitern mit derartig hohen     Trägerbeweglichkeiten     gehören Widerstandskörper aus halbleitenden Ver  bindungen, insbesondere aus der Form     AIIiBv,    d. h.  also Verbindungen eines Elementes A der     III.    Gruppe  mit einem Element B der V. Gruppe des periodischen  Systems. Für den vorliegenden Zweck haben sich als  besonders vorteilhaft die Verbindungen von     Indium-          Antimonid    und     Indium-Arsenid    erwiesen, bei denen       Trägerbeweglichkeiten    bis 60000     cm2/Vs    und mehr  erreicht werden.  



  Die Erfindung ist auch nicht auf das dargestellte  Ausführungsbeispiel beschränkt. So ist es beispiels  weise grundsätzlich möglich, statt des Halleffektes die  Widerstandsänderung unter dem Einfluss des Magnet  feldes zu verwenden. Weiterhin ist es nicht erforderlich,  dass der Steuerstrom der     Hallspannungserzeuger    23  und 24 proportional den zugehörigen Magnetfeldern  ist. Statt dessen kann auch ein konstanter Steuerstrom  verwendet werden bzw. ein veränderlicher Steuerstrom,  sofern nur die Änderung des Steuerstromes in beiden       Hallspannungserzeugern    gleichzeitig erfolgt, beispiels  weise in der Art, dass die     Steuerstromelektroden    der  beiden     Hallspannungserzeuger    in einem Steuerkreis in  Reihe geschaltet sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Als Prozent- oder Sperrelais dienende Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass zwei magnetfeldempfind liche Körper in zwei getrennten Magnetfeldern an geordnet sind, von denen das eine proportional der geometrischen Summe, das andere proportional der geometrischen Differenz zweier miteinander zu ver gleichender Ströme erregt ist, und dass die durch die magnetfeldabhängigen Zustandsänderungen der beiden Halbleiterkörper bedingten Spannungsänderungen im einander entgegengesetzten Sinne eine Vergleichsein richtung beeinflussen. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als magnetfeldempfindliche Kör per Halbleiterkörper aus A111Bv-Verbindungen vor gesehen sind. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Hallspannungserzeuger vorge sehen sind, deren Steuerströme proportional den zu gehörigen Magnetfeldern sind. PATENTANSPRUCH 1I Verwendung der Einrichtung nach Patentanspruch I zum Stromdifferentialschutz elektrischer Anlagen.
CH345384D 1955-06-10 1956-06-09 Als Prozent- oder Sperrelais dienende Einrichtung CH345384A (de)

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