CH345570A - Riemchenstreckwerk in einer Textilmaschine - Google Patents
Riemchenstreckwerk in einer TextilmaschineInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
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Description
Riemchenstreckwerk in einer Textilmaschine Bei Einriemchen- und insbesondere bei Doppel- riemchenstreckwerken ist die einwandfreie Riem- chenführung von ausschlaggebender Bedeutung.
In folge der notwendigen Umlenkung der sich mit dem Spinngut bewegenden Riemchen an stationären Um lenkschienen und der damit verbundenen verhältnis mässig grossen Reibung wird die Riemchenführung sehr oft durch Stauungen, ruckweisen Lauf usw. ge stört, wodurch der Verzug des zu verarbeitenden Fasermaterials im Streckwerk negativ beeinflusst oder überhaupt unterbrochen wird.
Bekanntlich bewegen sich je nach Messmethode die Reibungskoeffizienten /c der heute im Handel erhältlichen Riemchen aus syn thetischem Gummi zwischen Gummi/Stahl c#-D 0,4 und 5, wobei die tieferen Reibungswerte durch Wa schung in Javellwasser erreicht werden. Bei Verwen dung einer verchromten Umlenkschiene ist ebenfalls mit dieser Grössenordnung zu rechnen. Es ist schon längst bekannt, dass durch geeignetes Herabsetzen der Reibung die erwähnten sehr unliebsamen Stauungen vermieden und die Laufeigenschaften des Riemchens bedeutend verbessert werden können.
Es wurde des halb zur Verwirklichung dieses Vorhabens versucht, die gleitende Reibung durch Anbringen von Rollen an den Umlenkstellen in rollende Reibung zu verwan deln, die bekanntlich um ein Vielfaches kleiner ist. Diesen Bestrebungen blieb infolge der Kompliziert heit als auch der Störungsanfälligkeit, wie zum Bei spiel Wickeln der Fasern usw., der Erfolg versagt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Riemchenstreckwerk in einer Textilmaschine mit Riemchen, die um eine Walze und eine dieser zu geordnete Umlenkschiene geführt werden, und be steht darin, dass die mit der Umlenkschiene in Be rührung kommende Fläche jedes der genannten Riem- chen einen Belag aus Polytetrafluoräthylen aufweist, der gepaart mit den meisten Maschinenbaustoffen ausserordentlich günstige Reibungszahlen aufweist.
So haben Versuche gezeigt, dass schon eine Umlenk- schiene, mit einem Polytetrafluoräthylen-Belag ver sehen, die Reibungszahl auf etwa einen Drittel der mit handelsüblichen Gummiriemchen und Chromstahl- Umlenkschiene erreichten reduziert.
Die Paarung Polytetrafluoräthylen/Stahl, die durch die Belegung der Riemcheninnenfläche bei einer Chromstähl-Um- lenkschiene vorliegt, weist die ausserordentlich gün stige Reibungszahl von ,u=-0,035-0,2 auf, also etwa 10mal weniger als die heute üblichen Reibungs koeffizienten der Paarung Gummi/Stahl.
Als zusätzliche Verbesserung empfiehlt es sich, die seitlichen Ränder der Riemchen, die den Seiten führungen entlanglaufen, mit einem Überzug von Polytetrafluoräthylen zu versehen.
Eine weitere Verbesserung der Verhältnisse kann abgesehen von innen- bzw. randbelegten Riemchen ferner dadurch erreicht werden, dass die mit den Riemchen in Berührung kommenden und Reibung erzeugenden Führungsteile ebenfalls mit einem Poly- tetrafluoräthylen-Belag überzogen werden, so dass im Betrieb eine Paarung Polytetrafluoräthylen/Polytetra- fluoräthylen erreicht wird,
welche nochmals um etwa 50 % bessere Reibungswerte verglichen mit der Paarung Stahl/Polytetrafluoräthylen ergibt.
Die Erfindung sei anhand der Zeichnung nach stehend beispielsweise näher erläutert. Es zeigt: Fig.l einen auf den Druckwalzenzwilling auf gesetzten Oberriemchenkäfig im Querschnitt, Fig.2 einen Längsschnitt entlang der Linie 1-I von Fig. 1 unter Weglassung des Oberriemchens, Fig. 3 und 4 ein Oberriemchen im Querschnitt.
Der Oberriemchenkäfig 1, der auf einen Druck- walzenzwilling 2 aufgesetzt ist, dient dazu, das auf je einer Druckwalze 3 umlaufende Oberriemchen 4, auf dem nur fragmentarisch eingezeichneten Unterriem- chen 5 zu führen. Zu diesem Zweck weist der Käfig 1 neben einer Umlenkschiene 6 Seitenf"uhrungslappen 7 und 8 auf, die ein Ablaufen des Riemchens nach der einen oder andern Seite hin verhindern.
Die Umlenk- schiene 6 sowie die Seitenführungslappen 7 und 8 sind die einzigen stillstehenden Führungsteile, die mit dem laufenden Oberriemchen 4 in Kontakt stehen, und .diese Stellen sind mit einem Belag Polytetra fluoräthylen überzogen.
Der Belag selbst kann auf verschiedenste Weise aufgebracht werden. So sind in Ausführungsform ge mäss Fig. 1 und 2 kleine Polytetrafluoräthylen-Plätt- chen 9 und 10 an die Innenseiten der Führungslappen durch Nieten 11 und 12 befestigt. Auf der Umlenk- schiene 6 sitzt ein U-förmiges Polytetrafluoräthylen- Profil 13, das ebenfalls mit Nieten 14 und 15 arretiert ist.
Zur Verbesserung der Reibungsverhältnisse weist das Oberriemchen 4, das aus an sich bekannten Materialien gefertigt ist, an der Berührungsfläche mit der Umlenkschiene ebenfalls einen Polytetrafluor- äthylen-Belag 16 auf, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Fig. 4 zeigt eine Variante des Riemchens, in der auch noch die seitlichen Partien 17 und 18 der Riemchen einen Polytetrafluoräthylen-Belag aufweisen.
Der Polytetrafluoräthylen-Belag kann ohne wei teres auch durch ein passendes Bindemittel mit der metallischen Unterlage chemisch oder physikalisch verbunden werden oder in sich laminiert oder armiert sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Riemchenstreckwerk in einer Textilmaschine, mit Riemehen, die um eine Walze und eine dieser zu geordnete Umlenkschiene geführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der genannten Riemchen auf der mit der Umlenkschiene in Berührung kom menden Fläche einen Belag aus Polytetrafluoräthylen aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Riemchenstreckwerk nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umlenkschiene an den mit dem Riemchen in Berührung kommenden Stellen mit einem Belag aus Polytetrafluoräthylen versehen ist. 2. Riemchenstreckwerk nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Polytetrafluor- äthylen-Belag auch die seitlichen Riemchenränder bedeckt.3. Riemchenstreckwerk nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass seitliche Riemchenfüh- rungsmittel im Bereich der Riemchenberührungsstel- len mit Polytetrafluoräthylen überzogen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB345570X | 1955-09-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH345570A true CH345570A (de) | 1960-03-31 |
Family
ID=10367107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH345570D CH345570A (de) | 1955-09-02 | 1956-07-23 | Riemchenstreckwerk in einer Textilmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH345570A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1350871A3 (de) * | 2002-03-28 | 2005-04-13 | Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG | Streckwerk für eine Spinnereimaschine mit Führungsmittel für faserführende Reimchen |
-
1956
- 1956-07-23 CH CH345570D patent/CH345570A/de unknown
Cited By (1)
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