CH345664A - Anordnung zur Erzeugung elektrischer Generatorbremsung bei Zügen mit Elektromotorantrieb - Google Patents

Anordnung zur Erzeugung elektrischer Generatorbremsung bei Zügen mit Elektromotorantrieb

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CH345664A
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Olof Akerman Lars
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Olof Akerman Lars
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    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
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Description


  Anordnung zur Erzeugung elektrischer     Generatorbremsung    bei Zügen mit Elektromotorantrieb    Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung  zum elektrodynamischen Bremsen eines elektrisch  angetriebenen Zuges, welcher mit einphasigem hoch  gespanntem Wechselstrom arbeitet und bei dem die  Motoren entsprechend dem im schweizerischen Pa  tent     Nr.280056.    beschriebenen Prinzip über nicht  regulierbare Transformatoren mit einer über die  ganze Länge des Zuges hinweggehenden Speisungs  leitung verbunden sind;

   dieser Speisungsleitung     wird     gesteuerter Strom von einem einstellbaren Primär  transformator zugeführt, der in dem Zuge unterge  bracht ist und seinerseits     mit    einer Quelle eines Ein  phasen-Wechselstromes von konstanter Spannung  verbunden ist.  



  Für die bisherige technische Entwicklung ist es  eine allgemein angenommene Ansicht, dass der elek  trische Betrieb für einen starken Vorortverkehr mit  mehreren Wagen, die von dem vordersten, den  Wagenführer aufnehmenden Wagen des Zuges fern  gesteuert werden, beispielsweise für den Untergrund  bahnverkehr in grösseren Städten, für das elektrische       übertragungssystem    hochgespannter Gleichstrom,  welcher gewöhnlich mit 600-900 Volt arbeitet,  vorbehalten ist. Das     Einphasensystem,    welches ge  wöhnlich mit ungefähr 15 000 Volt Leitungsspan  nung arbeitet, ist entsprechend der allgemein ange  nommenen Ansicht besonders für einen Betrieb über  lange Strecken mit langen     Speisungsleitungsabstän-          den    geeignet.  



  Die Entwicklung des Betriebsmaterials, beispiels  weise bei Untergrundbahnen, hat gezeigt, dass eine  sehr grosse Anzahl und vorzugsweise alle Achsen des  Zuges angetrieben werden müssen, um es möglich  zu machen, den immer zunehmenden Anforderungen  an eine schnelle Beschleunigung und eine hohe Durch  schnittsgeschwindigkeit Rechnung zu tragen.

   Die  hohe Geschwindigkeit     bringt    aber das Problem, die    mechanische Abnutzung an den Bremsen zu verrin  gern, welche bisher sehr grosse Instandhaltungskosten  erforderte und einen beträchtlichen Nachteil bedingte,  unter anderem wegen der Tatsache, dass merkbare  Mengen von Bremsstaub, die bei einem solchen star  ken Ortsverkehr auftreten, ein allmähliches Durch  dringen der Wagen, Stationen und Leitungen ver  ursachen, und wenn ferner eine Mischung mit Textil  staub     erfolgt,    so bildet sich ein explosives Verbren  nungsgemisch.  



  Bei einem solchen modernen Ortsverkehr hat sich  bisher als ein dringendes     Erfordernis    herausgestellt,  die mechanischen Bremsen durch elektrische zu er  setzen, wobei die Antriebsmotoren vorzugsweise als  Gleichstromgeneratoren auf Entladungswiderstände  arbeiten sollten. Die Wärme, die bei solchen Wider  ständen entsteht, kann im Winter für die Erwärmung  der Wagen benutzt werden. Bei einem solchen elek  trischen Bremssystem brauchen die mechanischen  Bremsen nur als Not- und Hilfsbremsen benutzt zu  werden.  



  Bei einem starken Vorortverkehr mit hoher  Durchschnittsgeschwindigkeit und kurzen Abständen  zwischen den einzelnen Stationen bei einphasig ange  triebenen Verkehrslinien ist es erwünscht, dieselbe  Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit wie bei mit  Gleichstrom betriebenen Linien zu erzielen.  



  Die erfindungsgemässe Anordnung ist dazu be  stimmt, die elektrische Bremsung auf Zügen mit Elek  tromotorantrieb zu bewirken, die aus mehreren  Wagen zusammengesetzt sind, bei welchen alle Zug  achsen oder doch der grössere Teil derselben ange  trieben sind, und wo der Zug mit einphasigem Wech  selstrom auf die Weise gespeist wird, dass bei Ener  gieentnahme aus der     Einphasenkraftquelle    die An  triebsmotoren über feste     Anzapfungen    an nicht regu  lierbaren Nebentransformatoren an eine durch den      Zug verlaufende Speisungsleitung angeschlossen sind,  welcher Speisungsleitung regulierte Spannung über  einen im Zug angeordneten und von dort aus regu  lierbaren Haupttransformator     zugeführt    wird,

   der  auf der Primärseite an die konstante Spannung der       Einphasenkraftquelle    angeschlossen ist. Diese Anord  nung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs  motoren zwecks elektrischer Bremsung mittels von  einem Führerplatz aus gesteuerter oder ferngesteuer  ter Schaltapparate elektrisch derart umschaltbar sind,  dass die Motorarmaturen von den Feldwicklungen und  den nicht regulierbaren Nebentransformatoren abge  schaltet und statt dessen mit regulierbaren Bremswider  ständen elektrisch verbunden sind, die die Aufgabe  haben, die Bremsenergie zu absorbieren, die während  der     Bremsungsperiode    von den Antriebsmotoren ab  gegeben wird, welch letztere hierbei als Generatoren  arbeiten,

   während die Feldwicklungen der Antriebs  motoren an die genannten nicht regulierbaren Neben  transformatoren angeschlossen sind, das Ganze zum  Zwecke, dieselben Geräte, die     zur    Regulierung der  Spannung der durchgehenden Speisungsleitung dienen,  sowohl zum Anlassen wie auch zum Bremsen ver  wenden zu können.  



  In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der       Erfindung    beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 einen Zugabschnitt, der aus drei Wagen  besteht.  



       Fig.    2 veranschaulicht schematisch einen Zug ent  sprechend dem schweizerischen Patent Nr. 280056.       Fig.3    veranschaulicht schematisch ein Ausfüh  rungsbeispiel gemäss der Erfindung, und       Fig.    4 veranschaulicht einen dazugehörigen Schalt  plan, aus dem hervorgeht, wie die Umschaltung von  einer Beschleunigung auf eine Bremsung vor sich  geht.  



  In     Fig.    2 besteht die Speisungsleitung, die durch  den Zug hindurch verläuft, aus den Abschnitten la,       Ib    und     1c,    welche gemäss der     Fig.    1 an einem jeden  Wagen angebracht     sind.    Diese Abschnitte sind mittels  elektrischer Kopplungen 2 miteinander verbunden,  die zwischen den Wagen angeordnet sind. Die Spei  sungsleitung wird mit einer regulierbaren Hochspan  nung von einem Transformator 3 beliefert, der in  einem der Wagen untergebracht ist, wobei dieser       Transformator    über den Stromabnehmer 4 und den  Hauptschalter 5 mit konstanter Spannung zur Erde  gespeist wird. Die Spannungsregelung erfolgt durch  den schematisch dargestellten Gleitkontakt 6.  



  Für die Fahrt des Zuges ist in einem jeden Wagen  eine elektrische Motorarmatur 7 (oder eine Motor  armaturengruppe) mit der zugehörigen Feldwicklung  8 (oder Feldwicklungen) vorgesehen; die Feldwick  lung und Armatur sind in Reihe geschaltet und mit  einem nichtregulierbaren     Transformator    9 verbun  den. Die Transformatoren 9 sind in den zugehörigen  Abschnitten     la-le    zwischen der Speisungsleitung  und der Erde verbunden. Da in diesem Stromkreis  die Spannung in einer jeden Motorarmatur 7/8 des  Zuges proportional der Spannung in der gemein-    Samen Speiseleitung ist, so kann die Zugkraft des  Zuges bei jeder Geschwindigkeit willkürlich durch  den Gleitkontakt 6     in    der einen oder andern Rich  tung eingestellt werden.

   Wenn die Spannung in der  Speiseleitung hierbei zunimmt, so steigt alsdann der  Motorstrom und demzufolge auch die Zugkraft.  Wenn die Spannung statt dessen verringert wird, ist  das Umgekehrte der Fall.  



  Wenn sich der Kontakt 6 in der Anfangsstellung  befindet, beispielsweise bei der     Abfahrt    des Zuges  aus einer Station, haben sowohl die Speiseleitung  und die Antriebsmotoren Erdpotential. Wenn der  Gleitkontakt 6 auf seine Endstellung zu bewegt wird,  so steigt die Spannung in der Speiseleitung und den  antreibenden Motoren von Null an, um in der     End-          stellung    ihren vorher bestimmten Maximalwert von  beispielsweise 3000 V in der Speisungsleitung und  300 V in den Motoren zu erreichen, wenn die Span  nung in der oberirdischen Leitung 15 000 V beträgt.  



  In     Fig.    3, bei der schematisch das Prinzip für das  Bremssystem dargestellt ist, sind die elektrischen  Stromkreise der Antriebsmotoren umgeschaltet wor  den, und die Feldwicklungen 8 der Motoren sind mit  den festen     Anzapfungen    der Transformatoren 9 ver  bunden, wodurch eine Spannung entsteht, die kleiner  als die beim     Start    benutzte Motorspannung ist, wäh  rend die Motorarmaturen 7 elektrisch mit Entlade  widerständen 10 verbunden sind, die dazu bestimmt  sind, die während des Bremsens erzeugte Energie zu  absorbieren. Diese Widerstände können beim Beispiel  der     Fig.    3 mittels der Relais 11 um eine Stufe ver  ringert werden.  



  In     Fig.    3 sind die Feldspannung und     demzufolge     der Feldstrom der Antriebsmotoren proportional der  Spannung in der gemeinsamen Speisungsleitung. Die       Armaturspannung    der Motoren, welche nunmehr als  Generatoren arbeiten, kann demzufolge bei jeder Ge  schwindigkeit des Zuges von dem Wagenführer in  derselben Weise willkürlich eingestellt werden, wie  für den Motorbetrieb gemäss der     Fig.    2, das heisst  durch Regelung der Spannung in der gemeinsamen  Speiseleitung.

   Während für den Fall des Antriebes  gemäss     Fig.    2 eine erhöhte Spannung in der Speisungs  leitung eine erhöhte Zugkraft in den Motoren bedeu  tet, so bedeutet eine erhöhte Spannung in der Speise  leitung in     Fig.    3 eine erhöhte Bremskraft an den als  Generatoren arbeitenden Motoren.  



  Wenn sich der Kontakt 6 im Falle des Bremsens  gemäss der     Fig.    3 in seiner Anfangsstellung befindet,  wird keine Bremsung erzielt, da sowohl die Speise  leitung als auch die Feldwicklungen Erdpotential  haben. Wenn der Gleitkontakt 6 auf seine Endstellung  zu verschoben wird, so nimmt die Spannung in der  Speisungsleitung und in den Feldwicklungen zu, um  in der Endstellung ihren Maximalwert zu erreichen,  beispielsweise 3000 V in der Speisungsleitung und  75 V in den Feldwicklungen der Motoren bei  15 000 V in der oberirdischen Leitung.  



  Im Prinzip wird nichts geändert     (Fig.    3), wenn  die an die Feldwicklungen 8 angelegte Einphasen-           spannung    in der an sich bekannten Weise gleich  gerichtet wird, wodurch im Falle des Bremsens die  Feldwicklungen pulsierenden Gleichstrom erhalten,  welcher alsdann statt des     Einphasenwechselstromes     hindurchfliesst. Dies ist schematisch in     Fig.    3 durch  die     Gleichrichterröhre    8' angedeutet. Bei einer sol  chen Anordnung werden die Motorarmaturen die  Bremsenergie in Form von Gleichstrom an den Wider  stand 10 abgeben, jedoch bleiben die Prinzipien für  die Steuerung und Umschaltung der Stromkreise in  anderer Beziehung unverändert.

   Selbstverständlich  kann auch bei Fahrt eine derartige Gleichrichtung  des     Armaturstromes    der Motoren stattfinden, wobei  aber ein grösserer Gleichrichter vorgesehen werden  muss.  



       Fig.    4 veranschaulicht einen praktischen Schalt  plan für ein Ausführungsbeispiel der Zugausrüstung  gemäss der Erfindung; dieser Plan ist zwecks Erleich  terung der Darstellung nur schematisch angegeben.  



  Die durch den Zug hindurchgehende Speisungs  leitung ist auch hier in Abschnitte la,     1b    und     lc     unterteilt. Innerhalb des Leistungsbereiches des  Transformators 3 kann irgendeine Anzahl solcher  Abschnitte zusammen verbunden werden, ohne dass  sich das Prinzip ändert. Nur einer der Wagen des  Zuges, nämlich derjenige in     Fig.    4, welcher den Ab  schnitt la trägt, wird mit konstantem Hochspannungs  strom, beispielsweise von der oberirdischen Leitung  oder von irgendeiner andern geeigneten Quelle, wie  beispielsweise einem von dem Zug getragenen Gene  rator, gespeist.  



  Wie aus den     Fig.    2 und 3 hervorgeht, wird Strom  von konstanter Spannung von der oberirdischen Lei  tung über den Stromabnehmer 4 und den Haupt  schalter 5 abgezapft, und dieser Hochspannungsstrom  wird der einen Wicklung 3' des Transformators 3  zugeleitet, welcher einen     dreischenkligen    Eisenkern  hat, von denen zwei Schenkel umwickelt und der eine  Schenkel nicht umwickelt ist.

   Die regulierbare Span  nung, welche entsprechend den bekannten Methoden  von dem Transformator über die Kontaktvorrichtung  6, die abwechselnd betätigten Umschalter 6' und den  Widerstand 6" abgenommen wird, wird in dem ge  zeichneten Plan nicht direkt auf die durch den Zug  hindurchgehende Speisungsleitung, wie bei den     Fig.    2  und 3, übertragen, sondern einer andern     Transforma-          torwicklung    3" zugeführt, die um einen     andern    Schen  kel des     Kernes    als denjenigen gewickelt ist, der die  Wicklung 3' trägt.

   Die Wicklung 3" arbeitet mit einer  Sekundärwicklung 9 zusammen, die um denselben  Schenkel herum gewickelt ist, und diese letztgenannte  Wicklung überträgt statt dessen die regulierbare Span  nung auf die Speisungsleitung.  



  Während in den     Fig.2    und 3 die regulierbare  Spannung direkt in einen sogenannten Spartransfor  mator abgenommen wird, wird in     Fig.    4 der Strom  der Speisungsleitung durch Vermittlung eines     Zwi-          schenstufen-Transformators    3", 9 abgenommen. Dies  hat gewisse Vorzüge zur Folge, unter anderem ist  der Sekundärstrom besser gegen Funkenüberschlags-    Spannungen geschützt, die von der oberirdischen Lei  tung kommen.

   In diesem Plan hat auch die     Transfor-          matorwicklung    9 in dem den Stromabnehmer tragen  den Wagen einen doppelten Zweck; sie liefert erstens  die am Haupttransformator regulierte Spannung zu  der Speisungsleitung und dient zweitens als Spar  transformator in Verbindung mit dem Motorstrom  kreis des zugehörigen Wagens. Andere     Spartransfor-          mator-Wicklungen    9 in den andern Wagen des Zuges  haben lediglich den Zweck, die Spannung der Spei  sungsleitung zu den Motorstromkreisen der zugehö  rigen Wagen zu übertragen.  



  In     Fig.    4 ist angenommen, dass ein jeder Wagen,  welcher einen Abschnitt der Speisungsleitung trägt,  mit zwei einphasigen Antriebsmotoren ausgerüstet ist,  von denen jeder eine Armatur 7 und eine Feldwick  lung 8 hat. Ein jeder derartiger Motor kann alsdann  die beiden Achsen eines der beiden Radgestelle des  Wagens antreiben, so dass demzufolge alle Wagen  achsen angetrieben werden, was vorzuziehen ist. Bei  dem in     Fig.    4 dargestellten Beispiel ist weiterhin an  genommen, dass die beiden Armaturen in Reihe mit  einander verbunden     sind,    und dass dies auch für die  beiden Feldwicklungen der Fall ist.  



  Eine     Änderung    in der Bewegungsrichtung des  Zuges kann durch Umsteuerung der Richtung des  Stromflusses in den Motorwicklungen 8     mittels    eines  Umkehrschalters 16 bewirkt werden, welcher gemäss  der Darstellung der     Fig.4    dadurch ferngesteuert  werden kann, dass man Strom     einer    der beiden Spulen  23 oder 24 abwechselnd zuführt.  



  Der Fahrstrom wird hergestellt, wenn die Relais  15 und 13 geschlossen und die Relais 12 und 14 in  einem jeden Wagen geöffnet sind, und der Brems  strom wird hergestellt, wenn die Relais 12, 14 und  15 geschlossen, jedoch das Relais 13 geöffnet ist. Wie  beim in     Fig.    3 dargestellten Beispiel ist angenommen,  dass ein Teil des Bremswiderstandes 10 durch Schlie  ssen des Kontaktes 11 kurzgeschlossen werden kann.  Es entsteht kein     grundsätzlicher    Unterschied, wenn  mehrere solcher     Kurzschliessungsstellen    angeordnet  sind.

   Wie bei der Darstellung der     Fig.    3 kann ein  Gleichrichter 8' in den     Feldwicklungsstromkreis    ein  geschaltet sein, um den einphasigen     Magnetisierungs-          strom    in pulsierenden. Gleichstrom umzuwandeln.  



  Es ist gewöhnlich erwünscht, den Zug von einem  Führersitz in einem andern Wagen als den, der den  Stromabnehmer trägt, anzutreiben, und     Fig.4    ver  anschaulicht beispielsweise eine Ausrüstung für die  Fernsteuerung der verschiedenen Schalter, Relais usw.  eines Zuges, welche auf dem den     Abschnitt    1 b der  Speiseleitung tragenden Wagen untergebracht ist;  diese Ausrüstung weist eine Steuerung A und einen  Regler B auf, welcher zur Umsteuerung der Bewe  gungsrichtung des Zuges dient. Eine solche Aus  rüstung kann natürlich auf einem jeden Wagen des  Zuges angebracht sein.  



  Von den oben erwähnten Relais 12, 13, 14 und  15, die nur betätigt zu werden brauchen, um Fahr  strom oder Bremsstrom herzustellen, ist ein jedes mit      einer Arbeitsspule versehen, welche, wenn der Arbeits  strom     hindurchgeschickt    wird, zur Folge hat, dass die  zugehörigen Relais geschlossen werden. Die erwähn  ten Arbeitsspulen sind in     Fig.    4 mit denselben Be  zugszeichen wie das zugehörige Relais, aber mit einem  Strich (') entsprechend den folgenden Beispielen ver  sehen: Spule 15' betätigt das Relais 15, die Spule 13'  betätigt das Relais 13 usw.  



  Die Betätigung des     Gleitkontaktes    6 und der zuge  hörigen Vorrichtungen 6' und 6" kann in an sich  bekannter Weise beispielsweise     mittels    eines Antriebs  motors 19 geschehen, welcher zwei Feldwicklungen  17 und 18 hat. Wenn der Betriebsstrom der Feld  wicklung 17 zugeführt wird, so bewegt der Motor 19  den Kontakt 6 von rechts nach links, das heisst für       eine        Verringerung    der     Spannung    in der Speisungs  leitung     la-lc.    Wenn der Betriebsstrom der Feld  wicklung 18 zugeführt wird, so wird die umgekehrte  Bewegungsrichtung erzielt und demzufolge die Span  nung in der Speisungsleitung erhöht.

   In den beiden       Endstellungen    wird der Gleitkontakt 6 mechanisch  angehalten.  



  Der Betriebsstrom wird in     Fig.    4 durch eine oder  mehrere Batterien 20 zugeführt. Die Arbeitsimpulse  gehen durch die Drähte 25-33 hindurch, die sich  über die     ganze    Zuglänge erstrecken. Die beschriebene  Anordnung funktioniert in Verbindung mit dem An  treiben und Bremsen in der folgenden Weise:  Nachdem der Hauptschalter 5 eingeschaltet wor  den ist, wird der Bedienungshebel des Reglers B um  den Winkel     +,8    oder -     ss    bewegt, wodurch entweder  die Spule 23 oder die Spule 24 Betriebsstrom über  die Plus- und     Minus-Drähte    von der Batterie aus  erhalten, und der Umkehrschalter 16 hierdurch für  die gewünschte Antriebsrichtung     eingestellt    wird.

   Zu  derselben Zeit wird     eine    positive Spannung in der  Speisungsleitung des Reglers A hergestellt, dessen  Bedienungshebel zu Beginn der     Ingangsetzungs-          periode    innerhalb des Winkels a liegt. In dieser Stel  lung     fliesst    die positive Spannung von der Speisungs  leitung des Reglers A über den Draht 26 zu der Feld  wicklung 17 und zu dem Arbeitsmotor 19, der mit  der negativen Leitung der Batterie verbunden     ist,    und  dieser Arbeitsmotor 19 läuft für eine     Verminderung     der Spannung in der Speisungsleitung la bis 1c an.

    Wenn sich somit beim Start der Gleitkontakt 6 in der  falschen Stellung befinden     sollte,    wird er in     seine     Anfangslage zurückgebracht. Wenn der Bedienungs  hebel des Reglers A um den Winkel + a bewegt     wird,     das heisst in der Richtung für eine Beschleunigung,  so     fliesst    der Arbeitsstrom durch die     Drähte    28 und  29     hindurch    zu den Spulen 15' und 13', so dass die  entsprechenden Relais 15 und 13 geschlossen wer  den, wodurch der Anlaufstromkreis hergestellt     wird.     Wenn der Bedienungshebel weiter um den Winkel  + a2 bewegt wird, so wird der     Stromfluss    durch den  Motor 19 abgeschaltet,

   jedoch wird dieser     Stromfluss     wieder hergestellt, sobald der Hebel den Winkel + a3  erreicht. Zu dieser Zeit geht aber der Strom durch  den Draht 27 und die Feldwicklung 18 hindurch,    wodurch der Motor den Gleitkontakt 6 nach rechts  zu bewegen beginnt und die Spannung in der Spei  sungsleitung     la-lc    demzufolge in der Geschwindig  keitskopplung steigt.  



  Wenn der Wagenführer wünscht, die Aufwärts  transformierung der Spannung     in    der Speisungslei  tung aufzuhalten, führt er den Bedienungshebel um  den     Winkel    +     a2        zurück.        Wenn    er eine Abwärts  transformierung der Spannung wünscht, führt er den  Bedienungshebel in den Winkel +     a1    zurück, um die       Geschwindigkeitskopplung    in dem Sektor + a zu  unterbrechen.  



  Das System nach dem Beispiel der     Fig.    4 kann  durch ein Stromrelais 21 ergänzt werden, welches  vor der     Feldwicklung    18 eingeschaltet ist, um den  Betriebsstrom zu unterbrechen und eine weitere Er  höhung der Spannung in der Speisungsleitung zu ver  hindern, wenn der Strom in der Motorarmatur einen  gewissen einstellbaren Maximalwert überschreitet.  



  Wenn eine elektrische Bremsung erwünscht ist,  wird der Hebel des Reglers A in den Sektor a zurück  gebracht und alsdann um den Winkel -     a1    weiter  bewegt, wodurch die Relais 12, 14 und 15 durch  Vermittlung der zugehörigen Arbeitsspulen einge  schaltet werden, so dass der Bremsstromkreis herge  stellt wird. Befindet sich der Bedienungshebel inner  halb des Winkels -     a2,    so wird der Strom zu dem  Motor 19 abgeschaltet und dann wieder eingeschaltet,  wenn der Hebel den Winkel -     a3    erreicht.

   Zu dieser  Zeit fliesst alsdann der Betriebsstrom durch die Feld  wicklung 18, um den Gleitkontakt 6 weiterzubewegen,  wodurch die Spannung in der Speisungsleitung<I>1 a-1 c</I>  für die Bremskopplung steigt, es sei denn, dass sie  ebenso wie bei der Geschwindigkeitskopplung durch  das Begrenzungsrelais 21 aufgehalten wird. Dieses  Relais kann, wenn dies erwünscht ist, so eingestellt  werden, dass es bei einem andern Stromwert unter  brochen wird, wenn auf Bremsung anstatt auf Be  schleunigung eingestellt ist. Diese Möglichkeit ist in       Fig.4    nicht dargestellt. Wenn der Bedienungshebel  weiter um den Winkel - a4 bewegt wird, wird das  Relais 11 mittels der zugehörigen Spule 11' geschlos  sen und alsdann wird ein Teil des Widerstandes 10  in einem jeden Wagen des Zuges kurzgeschlossen.

    Die     Steuerung    für das Bremsen ist somit im Prinzip  dieselbe wie für die Geschwindigkeitserhöhung, wenn  auch der Bedienungshebel in die negativen Sektoren  des Reglers A bewegt wird.  



  In     Fig.    4 sind alle Transformatoren 3 und 9 da  durch geerdet, dass sie einen elektrischen Kontakt mit  den Schienen erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Erzeugung elektrischer Bremsung auf Zügen mit Elektromotorantrieb, die aus mehreren Wagen zusammengesetzt sind, bei welchen alle Zu- achsen oder doch der grössere Teil derselben angetrie ben sind und wo der Zug mit einphasigem Wechsel strom auf die Weise gespeist wird, dass bei Energie entnahme aus der Einphasenkraftquelle die Antriebs- motoren über feste Anzapfungen an nicht regulier baren Nebentransformatoren an eine durch den Zug verlaufende Speisungsleitung angeschlossen sind, wel cher Speisungsleitung regulierte Spannung über einen im Zuge angeordneten und von dort aus regulier baren Haupttransformator zugeführt wird,
    der auf der Primärseite an die konstante Spannung der Ein phasenkraftquelle angeschlossen ist, dadurch gekenn zeichnet, dass die Antriebsmotoren zwecks elektrischer Bremsung mittels von einem Führerplatz aus ge steuerter oder ferngesteuerter Schaltapparate elek trisch derart umschaltbar sind, dass die Motorarma turen von den Feldwicklungen, und den nicht regu lierbaren Nebentransformatoren abgeschaltet und statt dessen mit regulierbaren Bremswiderständen elektrisch verbunden sind, die die Aufgabe haben, die Bremsenergie zu absorbieren, die während der Brem- sungsperiode von den Antriebsmotoren abgegeben wird, welch letztere hierbei als Generatoren arbeiten,
    während die Feldwicklungen der Antriebsmotoren an die genannten nicht regulierbaren Nebentransforma toren angeschlossen sind, das Ganze zum Zwecke, dieselben Geräte, die zur Regulierung der Spannung der durchgehenden Speisungsleitung dienen, sowohl zum Anlassen wie auch zum Bremsen verwenden zu können. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzapfungen an den nicht- regulierbaren Nebentransformatoren, an welche die Feldwicklungen der Antriebsmotoren bei elektrischer Bremsung angeschlossen sind, so gewählt sind, dass der höchstzulässige Magnetisierungsstrom in den Feldwicklungen der Antriebsmotoren und damit die höchstmögliche Spannung an den Bremswiderständen dann erreicht wird, wenn die regulierbare Spannung an der durchgehenden Speisungsleitung ihren höch sten Wert hat. 2.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die regulierbare Spannung, die bei elektrischer Bremsung dem Feld der Antriebs motoren zugeführt wird, zwecks Erhaltens von Gleich strombremsung gleichgerichtet wird. 3. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltimpuls, der von einem Führerplatz an das Reguliergerät ausgesandt wird, um Erhöhung der Spannung in der durchgehenden Speisungsleitung zu bewirken, von einem stromemp findlichen Relais blockiert wird, wenn der Armatur strom der Antriebsmotoren beim Fahren oder beim Bremsen einen gewissen, einstellbaren Wert über steigen sollte. 4. Anordnung nach den Unteransprüchen 1 und 3. 5. Anordnung nach den Unteransprüchen 2 und 3.
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