Automatische Waschmaschine, insbesondere für Haushaltungen Die Erfindung bezieht sich auf eine automatische Waschmaschine, insbesondere für Haushaltungen, die mit durch einen Programmregler gesteuerter Kalt wasserzufuhr und Heizeinrichtung zur Zubereitung des Warmwassers sowie einem die Wasserzufuhr be grenzenden Wasserstandsschalter und einem die Heiz- einrichtung abschaltenden Temperaturschalter ver sehen ist. Solche Haushalts-Waschautomaten werden üblicherweise in unterschiedlichen Grössen hergestellt, wie beispielsweise mit einem Fassungsvermögen der Waschtrommel für 3, 5, 7 oder auch 10 kg Wäsche.
Es versteht sich, dass in einer Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von beispielsweise 7 kg eine Wäschemenge von 3 oder 8 kg gewaschen wer den kann. Hierbei tritt allerdings der Nachteil auf, dass bei einer Wäschemenge von 3 kg erhebliche Verluste an Wärme, Waschmittel und Wasser auf treten, während bei einer Wäschemenge von 8 kg der Fassungsgrad der Maschine ungenügend ist. Bei der Auslegung des Waschautomaten ist die zu haltende günstigste Temperatur und der Wasserstand nicht nur von der Füllung sondern auch davon abhängig, wel che Arten von Wäsche behandelt werden sollen, z. B. Bett-, Tisch-, Leib-, Bunt- oder Feinwäsche. Bekannt lich bestehen hier, insbesondere in bezug auf die Einhaltung einer nicht zu überschreitenden Tempera tur, bindende Vorschriften.
Es sind nun bei gewerblichen automatischen Waschmaschinen mit Warm- und Kaltwasserzufluss, bereits Einrichtungen vorgeschlagen worden, die es gestatten, mittels eines Einstellmechanismus für Was ser und Temperatur, die Temperatur unabhängig vom Wasserstand oder umgekehrt zu regeln. Indessen können die bekanntgewordenen Einrichtungen bei der Anwendung auf Haushaltwaschmaschinen nicht befriedigen, da sie zu verwickelt aufgebaut und nur von besonders geschultem Personal zu bedienen sind.
Zweck der Erfindung ist es, eine automatische Waschmaschine für Haushaltungen zu schaffen, wel che die obigen Nachteile nicht aufweist und bei der die Art und Menge der jeweils einzubringenden Wäsche in einfachster Weise zu berücksichtigen sind, die Maschine also auch durch Ungeübte entsprechend voreingestellt werden kann.
Das wird bei einer Haus haltswaschmaschine der eingangs erwähnten Art er findungsgemäss dadurch erreicht, dass der Wasser stands- und der Temperaturschalter als Mehrfachstu- fenschalter ausgebildet sind, deren einzelne Schalt stufen dazu bestimmt sind, bei Erreichen der zu einer bestimmten Wäschemenge bzw. -art gehörigen Wasch flüssigkeitsmenge bzw. -temperatur anzusprechen, und dass in Abhängigkeit von der in den Automaten jeweils einzubringenden Wäschemenge bzw.
-art zu betätigende, entsprechend bezeichnete Schalter wahl weise an dem Programmregler anschliessbar sind.
Der Waschautomat wird zweckmässigerweise für mindestens drei verschiedene Wasserstände und eben falls mindestens drei verschiedene Temperaturen ein gerichtet. Die der Waschflüssigkeit zur Erreichung einer bestimmten Temperatur zuzuführende Wärme menge ist bekanntlich der Flüssigkeitsmenge etwa proportional, während letztere wiederum in praktisch linearem Zusammenhang mit der zu behandelnden Wäschemenge steht. Es genügt also, wenn die Wäschemenge am Automaten eingestellt wird, wo bei ein Stufenschalter den vom Programmregler ein- geschalteten Zustrom des Kaltwassers zum entspre chenden Zeitpunkt unterbricht. Sobald der ge wünschte Füllungsgrad erreicht ist, wird die Heizung eingeschaltet.
Die am Automaten ebenfalls einzustel lende Wäscheart berücksichtigt die einzuhaltende Vorschrift bezüglich der nicht zu überschreitenden Temperatur. Durch den Programmregler werden Heizwiderstände eingeschaltet, wobei im Stromkreis ein Mehrfach-Stufentemperaturschalter vorgesehen ist, dessen einzelne Stufen durch den Einstellmecha nismus für die Wäscheart vorgewählt werden.
Er reicht die Waschflüssigkeit die für die spezielle Wä sche eingestellte Temperatur, so wird der Stromkreis der Heizwiderstände durch den voreingestellten Tem peraturschalter unterbrochen, wodurch die weitere Wärmezufuhr unterbunden wird.
Durch die Vereinigung obiger Massnahmen wird es also möglich, den für eine bestimmte Wäschemenge und -art erforderlichen Waschprozess unter Anwen dung geringstmöglicher Energie- und Wassermengen durchzuführen, wobei gleichzeitig der Vorteil der ein fachsten Handhabung in bezug auf die Einstellung des Waschautomaten gegeben ist.
Zur Regelung des vorgewählten Wässerstandes kann ein Membranschalter vorgesehen sein, dessen Membran in Abhängigkeit vom jeweiligen Wasser stand unmittelbar oder mittelbar über ein entspre chend komprimiertes Luftpolster mehr oder weniger stark beaufschlagt wird und dabei entsprechend seiner Voreinstellung ein das Kaltwasser-Zulaufventil steuerndes Schaltorgan betätigt.
Der Temperatur Mehrstufenschalter besteht vorteilhaft aus einem Wärmefühler, dessen Stufenkontakte in jeweils ge trennt zum Heizschütz führenden und durch die Drucktasten wahlweise zu schliessenden Stromzulei tungen liegen. Schliesslich kann noch eine Einrich tung vorgesehen sein, mittels welcher auch die zum Waschen einer bestimmten Wäschemenge erforder liche Waschmittelmenge in einfachster Weise berück sichtigt bzw. aufgegeben werden kann.
Zu diesem Zweck kann im Waschmittel-Aufgabetrichter eine in Wäschemengeneinheiten unterteilte Ableseskala für die entsprechend zu bemessende Waschmittelmenge vorgesehen sein.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine nach der Erfindung ausgebildete automatische Haushaltwasch maschine beispielsweise und schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein zur Erläuterung der Wirkungsweise die nendes Schaltschema der Maschine, Fig. 2 als Ausführungsvariante ein Membran schaltwerk, Fig. 3 einen Einfülltrichter für Waschmittel und Fig. 4 eine Anordnung des Membranschaltwerkes in Verbindung mit der Waschmaschine.
Von den z. B. 220 Volt Wechselstrom führenden Netzleitungen 1 und 2, führen zwei Ableitungen 3, 4 und 5, 6 ins Innere des Waschautomaten. Die Heiz- widerstände 7, von denen der Übersichtlichkeit wegen nur einer dargestellt ist, sind über die Relais 8 und 8' und die Leitungen 3, 4 mit dem Netz verbunden. In Parallelschaltung zu den Leitungen 5, 6 liegt in den Leitungen 5', 6' ein elektromagnetisches Ventil 9, das zur Betätigung der automatischen Waschmittel zufuhr dient. Mit 10 ist ein Trichter zur Aufgabe des Waschmittels bezeichnet. Ein Relais 11 schliesst bei Betätigung den Stromkreis 5', 6', wodurch das Ventil 9 geöffnet wird.
Dabei wird das in dem Trichter 10 angehäufte Wasch- oder Spülmittel durch den über den Trichterboden geführten Wasserstrahl in die Innentrommel der Maschine geschwemmt.
An den Leitungen 5, 6 liegen zwei durch je ein Relais 12 bzw. 13 zu betätigende Schalter, deren Ableitungen 14 bzw. 15 an den Wicklungen eines Magnetventils 16 für den Kaltwasserzufluss liegen, derart, dass bei durch das Relais 12 geschlossenem Schalter das Ventil 16 geschlossen und bei durch das Relais 13 geschlossenem Schalter das Ventil geöffnet wird. Wenn der erstgenannte Schalter schliesst, wird die Leitung 15 unterbrochen, was zur besseren über sieht in der Zeichnung nicht besonders dargestellt ist.
Im gezeichneten Ausführungsbeispiel werden alle Schaltvorgänge durch Schwachstrom gesteuert. Ein an der Eingangsleitung 1, 2 liegender Transformator 17 liefert die Niederspannung, die über die Leitung 18 einerseits an die durch den Motor 19 angetrie benen Programmscheiben 20, 21, 22 und 33 sowie anderseits an die Druckknopfschalter 23, 24 und 25 z. B. einer Tastenbank herangeführt wird. Die Programmscheibe 20 schaltet in gewissen, vorher be stimmten Zeitabständen den Betriebsstrom zur Be tätigung des Relais 11 ein und aus. Von der Pro grammscheibe 21 führt eine Zuleitung 29 mit drei Abzweigungen zu den Druckschaltern 26, 27 und 28, deren Ableitungen 26', 27' und 28' an Schaltkon takten 31 eines dreistufigen, als Temperaturfühler ausgebildeten Temperaturschalters 30 liegen.
Der Temperaturfühler 30 ist im Innern der nicht gezeig ten Aussentrommel des Waschautomaten eingebaut und schliesst je nach dem Grad der Erwärmung, z. B. 40, 70 oder 90 Grad, einen der Kontakte 31, deren gemeinsame Ableitung 32 an der Spule des Relais 8 liegt.
Von der Programmscheibe 22 führt eine Zulei tung 35 über einen Ruhekontakt 36 und die Leitung 37 zum Schaltrelais 12, während eine weitere Lei tung 34 von der Scheibe 22 zum Schaltrelais 13 führt. Der Ruhekontakt 36 wird von einem in Abhängig keit vom Wasserstand der Maschine verstellbaren Kolben 38 geschlossen, der dann in Tätigkeit tritt, wenn die durch das steigende Wasser in einem mit der Aussentrommel verbundenen, kommunizierenden Rohr 38' komprimierte Luft den Kolben 38, der auch durch eine Membran im Sinne der später erläuterten Fig. 2 ersetzt sein kann, anhebt.
Der Kolben 38 steht unter einer einstellbaren, den Ruhekontakt 36 offen zu halten suchenden Vorlast, die im vorliegenden Fall durch eine elektromagnetische Einrichtung 39 be wirkt wird, deren Spulen in Stufen durch die Schalter 23, 24 und 25 geschaltet werden. Dadurch wird die Gegenlast des Kolbens zu dem während der Wasser füllung im Rohr 38' entstehenden Luftdruck gesteuert und in Verbindung mit dem Kontakt 36 der Wasser stand in der Aussentrommel geregelt.
Im einzelnen sei die Wirkungsweise der neuen Haushaltwaschmaschine anhand des folgenden Bei spiels beschrieben. Angenommen es sollen 3 kg Fein wäsche im Waschautomaten behandelt werden. Hierzu betätigt die Bedienungsperson den mit der Aufschrift 3 kg versehenen, auf einer Tastenbank angeord neten Druckknopf 23, ferner den mit der Aufschrift Feinwäsche versehenen Druckknopf 26. Der Waschautomat ist dann für die obige Aufgabe vor eingestellt. Beim Einschalten des Automaten durch einen nicht gezeichneten Schalter oder dergleichen wird der Programmreglermotor 19 eingeschaltet, von dem lediglich die vier Scheiben 20, 21, 22, 33 dar gestellt sind. Es sei angenommen, dass die Programm scheibe 22 den Stromdurchgang von der Leitung 18 zur Leitung 34 bzw. 35 hergestellt habe.
Die Leitung 35 ist einstweilen durch den Ruhekontakt 36 unter brochen. Hingegen kann der Strom über die Leitung 34 und das Relais 13 abfliessen, wodurch der Strom kreis 15 geschlossen und das Wassereinlaufventil 16 geöffnet wird. Das Wasser strömt nunmehr in die Aussentrommel ein. Nachdem es darin eine bestimmte Höhe erreicht hat, beginnt der Druck in dem mit der Trommel kommunizierend verbundenen Rohr 38' zu steigen. Der Kolben 38 ist durch das Schliessen des Druckknopfschalters 23 in der ersten Stufe belastet. Durch den weiteren Anstieg des Luftdruckes wird schliesslich die Gegenkraft zum Kolben oder derglei chen überwunden, z. B. bei einer 3 kg Wäsche ent sprechenden Wasserfüllung in der Aussentrommel von 18 Litern. Dadurch wird der Kontakt 36 und durch das Relais 12 der Stromkreis geschlossen.
Wie schon erwähnt, erfolgt das über eine nicht gezeigte Schal tung. Das Wassereinlaufventil 16 ist nunmehr ge schlossen, die weitere Wasserzufuhr also unterbun den.
Während des Wassereinlaufes oder vorher, ist der Behälter 10 mit Waschmittel gefüllt worden. Vermit telt die Programmscheibe 20 den Stromdurchgang zum Relais 11, so wird über die Leitungen 5', 6', der Stromkreis des Ventils 9 geschlossen, wodurch sich letzteres öffnet. Der über den Trichterboden fliessende Wasserstrahl schwemmt das Waschmittel aus dem Behälter 10 in die Maschinentrommel. Nach kurzem Stromdurchgang schliesst das laufende Programm im beschriebenen, aber umgekehrten Sinne das Ventil 9 wieder.
Während des Wassereinlaufes oder danach schal tet die Programmscheibe 33 über die Leitung 40 und das Relais 8' die Heizwiderstände 7 ein, wodurch sich das Wasser schnell erwärmt. Durch die Betätigung des Knopfes Feinwäsche , z. B. 26, ist die Leitung 26' stromführend, so dass der betreffende Tempera turkontakt 31 bei Erreichen einer Temperatur von z. B. 40 Grad in der ersten Stufe, die Leitung 32 schliesst, mithin das Relais 8 anspricht und der Stromkreis 3, 4 unterbrochen wird, so dass die Heiz- widerstände 7 abgeschaltet werden. Im weiteren Lauf des Programmes wird durch die Scheibe 33 die Lei tung 40 stromlos, wodurch das Relais 8' den Strom kreis 3, 4 unterbricht.
Die Programmscheibe 33 ist so eingestellt, dass die Heizzeit mit Sicherheit aus reicht, das Wasser oder die Lauge für die grösstmög liche Wäschemenge auf 90 Grad aufzuheizen.
An die Stelle des in Fig. 1 wiedergegebenen Was serstands-Stufenschalters (38, 39) kann auch der in Fig. 2 dargestellte treten. Er besteht im wesentlichen aus einer in einem Gehäuse 41 gespannt gehaltenen Membran 42 (anstelle des Kolbens 38), die mit einem Bolzen 43 verbunden ist, an dem der Hebel 44 eines Schalters angelenkt ist. Der Schalter besitzt zwei Kontaktfinger 45 und 46 sowie vier Kontakte 47 bis 50, wobei 47 den Zuleitungskontakt und 48, 49 und 50 die Ableitungskontakte darstellen. Letztere sind mit einem dreistufigen Schalter 51 verbunden, dessen einzelne Schaltstufen die betreffenden Wäsche mengen angeben, z. B. 3 kg, 5 kg und 7 kg.
Durch den steigenden Luftdruck beim Einfliessen des Was sers und im kommunizierenden Rohr 38' wird die Membran 42 und damit der Bolzen 43 angehoben, wobei der Kontaktfinger 46 mit steigendem Druck bzw. Hub jeweils einen der Kontakte 48 bis 50 mit dem Kontakt 47 schliesst und damit über das Ventil 16 die Wasserzuleitung zur Trommel entsprechend der Einstellung am Schalter 51 unterbricht.
Nach Fig. 3 ist der Waschmittel- und/oder Ent- härtereinfülltrichter 52 mit Markierungslinien 53, 54 und 55 versehen. Jede Markierungslinie trägt eine Beschriftung, z. B. 3 kg, 5 kg oder 7 kg. Der durch die Markierungslinie umgrenzte Trichterraum gibt mit grosser Annäherung das für die bestimmte Wäschemenge notwendige Raumgewicht an Wasch mittel, so dass ein Abwiegen oder Abschätzen der Waschmittelmenge nicht mehr erforderlich ist.
In Fig. 4 ist mit 60 das Gehäuse bezeichnet, in der eine Waschtrommel 61 in bekannter Art, z. B. in einem an einer Wand 62 befestigten Lagerstern 63, drehbar gelagert ist.
Von einem nicht gezeigten Einfüllstutzen, Über lauf oder dergleichen wird das Gehäuse mit Wasser gefüllt, wobei der Wasserspiegel 64 bis zur Wasch trommel und weiter steigt. Das Aussengehäuse besitzt eine Bohrung 65, in der ein Rohr 66 befestigt ist. Ein Membranschaltwerk 67, z. B. in der gemäss Fig. 2 ausgebildeten Art, schliesst das Rohr nach oben luft dicht ab. Sobald beim Einlaufen des Wassers der Wasserspiegel über die Linie 68 hinaus angestiegen ist, erhöht sich der Luftdruck in dem mit dem Ge häuse verbundenen, kommunizierenden Rohr 66.
Bei Erreichen eines bestimmten, von dem Wasserstand abhängigen Druckes werden Kontakte 48, 49, 50 be tätigt, die in der beschriebenen Weise den weiteren Wasserzufluss unterbinden.
Die gesamte Steuerung kann anstatt mit einer Niederspannung auch mit Kraftstrom betrieben wer den.