CH346575A - Deckbelag für Rollfelder, Strassen, Böden, Wände und dergleichen - Google Patents

Deckbelag für Rollfelder, Strassen, Böden, Wände und dergleichen

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CH346575A
CH346575A CH346575DA CH346575A CH 346575 A CH346575 A CH 346575A CH 346575D A CH346575D A CH 346575DA CH 346575 A CH346575 A CH 346575A
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Description


  Deckbelag für Rollfelder, Strassen, Böden, Wände und dergleichen    Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Deck  belag für Rollfelder, Strassen, Böden, Wände und  dergleichen, mit einem gitterartigen Einsatz, dessen  freie Räume zwischen den Gitterwänden mit Bau  stoffen ausgefüllt sind.  



  Bei der vorliegenden Erfindung wurde davon aus  gegangen, dass es bis heute keine Flugpiste gibt, die  auf die Dauer den     gesteigerten    Anforderungen, ins  besondere durch Düsenflugzeuge, in bezug auf Be  triebssicherheit genügt. Durch die heissen Abgase der  Düsenaggregate werden die heutigen Beläge enorm  strapaziert, und es entstehen Risse, die bei der wei  teren Beanspruchung, insbesondere durch in sie ein  tretende Abgase eine Zerstörung der Piste zur Folge  haben können.  



  Während bisher nur mit Einsätzen versehene     Dek-          ken    bekannt waren, die direkt zum Aufbringen auf die       Bettung    bestimmt sind, bezweckt die vorliegende  Erfindung die Schaffung eines Deckbelages, der auf  einen Untergrund aus Beton oder Asphalt aufgebracht  wird, das heisst z. B. auf bereits bestehende Flugpisten,  Strassen, Brücken oder dergleichen. Die Vorausset  zung hierfür ist die Schaffung eines Belages, der sich  den Dehnungskoeffizienten der verschiedenen Unter  bauten, mit denen der Belag schubsicher verhaftet  wird,     zwangslos    anpasst, ein Problem, das sich bei den  bisher bekannten Decken in dieser Weise gar nicht  stellt.

   Ohne diese Eigenschaft müssten sich aufein  ander verhaftete Materialien mit unterschiedlichem  thermischem Verhalten infolge     Scherspannungen    von  einander lösen.  



  Hierzu ist der erfindungsgemässe Deckbelag da  durch gekennzeichnet, dass der Einsatz aus mehreren  miteinander verbundenen, flexiblen Einsatzelementen  hergestellt ist, deren oben geschlossene Gitterwände  sich mindestens doppelwandig in der ganzen Dicke  des Belages erstrecken und zwischen den die freien    Räume zwischen den Gitterwänden ganz ausfüllenden,  starren     Baustoffzellen    nach oben und gegen die Bau  stoffzellen hin geschlossene Zwischenräume bilden,  die dem ganzen Belag eine Flexibilität verleihen,  die seine Anpassung an Unebenheiten des Untergrun  des gestatten. Weil ein solcher Deckbelag flexibel ist,  kann er nicht nur auf Beton-, sondern auch auf  Asphaltbeläge aufgebracht werden, die infolge Ver  änderungen im Grundwasserspiegel und aus andern  Gründen steten Wellenbildungen unterworfen sind.

    Somit gibt ein solcher Belag die     Möglichkeit,     wei  chere  mit harten Belägen von     minimster    Bauhöhe  (8 mm) zu überdecken, die alle Eigenschaften eines  vollwertigen     Panzerbetonüberzuges    aufweisen und  hohen mechanischen Beanspruchungen ihrer Ober  fläche gewachsen sind.  



  Bei einer punktförmigen Belastung, wie sie bei  spielsweise beim Aufsetzen eines landenden Flug  zeuges auftritt, verteilt sich die Last beim erfindungs  gemässen Belag auf den ganzen Belag. Bei den bisher  bekannten Decken ist dies nicht der Fall, und einzelne  der in die Decke eingelassenen Einsatzelemente oder  -streifen werden verbogen. Es bilden sich Fugen,  durch welche die Abgase eines nächsten landenden  oder startenden Flugzeuges eindringen können, wo  durch die ganze Decke von ihrer Unterlage getrennt  und zerstört werden kann. Der erfindungsgemässe  Deckbelag kann jederzeit auf bereits bestehende Be  läge aufgebracht werden, ohne bei Strassen oder     Flub          pisten    den Verkehr über längere Zeit zu sperren.  



  In die Einsatzelemente können Heizdrähte ein  gelegt werden, durch welche der Belag unmittelbar  unter seiner     Oberfläche    elektrisch     beheizbar    ist. Da  diese Heizdrähte unmittelbar, jedoch ausreichend ge  schützt unter der Oberfläche des Belages liegen kön  nen, kann bezüglich des     Heizeffektes    ein sehr hoher  Bereitschaftsgrad erzielt werden, wodurch, verglichen      mit bisher bekanntgewordenen heizbaren Decken, die  eine     Aufheizzeit    von mehreren Stunden benötigen,  eine bedeutende Einsparung an Energie erzielt wird,  wenn z. B. Start- und Landepisten eis- und nebel  frei gehalten werden sollten.  



  Die beiliegende Zeichnung     zeigt    eine beispiels  weise Ausführungsform eines     erfindnugsgemässen    Be  lages.  



       Fig.    1 zeigt in perspektivischer Ansicht mit Schnitt  einen fertiggestellten Belag;       Fig.    2 zeigt ein darin verwendetes Gitterelement,  und       Fig.    3 ist ein Schnitt nach der Linie     III-III    der       Fig.2    durch das dort     gezeigte    und ein anliegendes  Gitterelement.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 den Untergrund, der mit  dem Deckbelag versehen werden soll. Dieser Unter  grund wird vorzugsweise vor dem Aufbringen des  nachstehend erläuterten Einsatzes in geeigneter Weise,  beispielsweise durch einen Anstrich, luft- und wasser  dicht gemacht. Hierauf wird auf diesen Untergrund 1  ein gitterartiger Einsatz aufgesetzt, der allgemein mit  2 bezeichnet ist und aus einer Mehrzahl von quadra  tischen Gitterelementen zusammengesetzt ist, von  denen eines in     Fig.2    perspektivisch dargestellt ist.

    In die freien Räume zwischen den     Gitterwänden    wird  ein für die Herstellung der gewünschten obersten  Decke geeigneter Baustoff, vorzugsweise Beton, einge  bracht, der diese Räume fugenlos ausfüllt und dadurch  in eine grosse Zahl von     Baustoffzellen    3 unterteilt wird.  Durch die geringen Ausmasse der einzelnen Beton  zellen 3 sind Risse, z. B. Schwundrisse, im Baustoff  praktisch ausgeschlossen. Die     einzelnen    Gitter  wände des Einsatzes sind doppelwandig und oben  geschlossen, so     dass    sie, wie aus den     Fig.    1 und 3 er  sichtlich, im Querschnitt die Form eines auf den  Kopf gestellten U besitzen.

   Da die     offene    Seite dieser  Wände jeweils auf der     luft-    und wasserdichten Unter  lage 1     aufliegt,    sind innerhalb der Gitterwände Zwi  schenräume 4 gebildet, die alle miteinander in Ver  bindung stehen. Um grossflächige Beläge in dieser  Weise herzustellen, werden mehrere der in     Fig.    2 dar  gestellten Einsatzelemente     aneinandergehängt,    wie  dies aus den     Fig.    1 und 3 .ersichtlich ist.

   Um die  Verbindungen der Zwischenräume 4 benachbarter  Elemente untereinander nicht zu unterbrechen, und  um     ferner    eine Verbindung dieser Zwischenräume 4  mit der Aussenluft an den     Zusammenschlussstellen     zweier Elemente zu verhindern, was die nachfolgend  erwähnte Heizung des Belages mittels Heissluft er  schweren oder sogar verunmöglichen würde, sind  die     einzelnen    Einsatzelemente an ihren     Rändern    so  ausgebildet, dass Lappen 5 des einen Elementes in die  benachbarten Zellen des anliegenden Elementes ein  greifen, so dass auch beim Übergang zwischen zwei  Elementen ein von der Aussenluft abgeschlossener  Zwischenraum 4 entsteht.

   Zudem sind die Gitter  wände an zwei Seiten jedes Elementes gegenüber  den entsprechenden Radkanten, wie bei 6     gezeigt,    ab  gesetzt, indem die Höhe der überlappten Teile um    Materialdicke geringer ist als die Höhe der andern  Teile, so dass nach Zusammenfügen von mehreren  Elementen die Oberkanten aller Elemente in einer  Ebene liegen, die gleichzeitig die Oberfläche des  Belages bildet     (Fig.    1).  



  Die Einsatzelemente können aus einem belie  bigen geeigneten flexiblen Material hergestellt sein.  Vorzugsweise wird ein Kunststoff, beispielsweise  Nylon oder ein anderes Polyamid, verwendet.  



  Infolge der Anordnung der doppelwandigen Git  terwände mit dem dazwischenliegenden Luftkissen  erhält der ganze beschriebene Belag eine Flexibilität,  die dessen Anpassung an Unebenheiten des Unter  grundes gestattet. Gleichzeitig wird es dadurch mög  lich, für die Füllung 3 einen Baustoff zu verwenden,  der härter ist als der Untergrund, wodurch ein harter,  verschleissfester Belag erhalten wird, in welchem sich  bei Veränderungen des Untergrundes keine Risse zu  bilden vermögen, weil die dabei entstehenden Zu  und Druckspannungen durch die zahlreichen,     kleinst-          dimensionierten        Baustoffzellen    3, mehr aber noch  durch den Einsatz 2 aufgenommen werden.  



  Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Anord  nung des Einsatzes 2 derart, dass alle Zwischenräume  4 miteinander kommunizieren. Dies gestattet in ein  fachster Weise eine     Aufheizung    des Belages, indem  ein Heizmedium, z. B. Heissluft oder Dampf, durch  die nach allen Seiten gas- und wasserdicht abge  schlossenen Zwischenräume 4 geleitet wird. Vorzugs  weise wird man beispielsweise Heissluft allen in der  gleichen Richtung laufenden Zwischenräumen 4 am  einen Ende des Belages zuführen, zu welchem Zweck  die in dieser Richtung laufenden Durchgänge etwas  weiter sein können als die quer dazu laufenden.  Selbstverständlich könnten in die Gitterelemente auch  Heizdrähte eingelegt werden, wie dies z. B. bei 7  in     Fig.3    gezeigt ist, und der Belag elektrisch be  heizt werden.

   Dadurch wird die Heizzone in unmit  telbare Nähe der     Oberfläche    gebracht, und gleich  zeitig kann auf die eingangs erwähnte Abdichtung  des Untergrundes verzichtet werden. Die Vorteile,  die sich aus der     Heizbarkeit    beispielsweise der  Oberfläche von Startpisten für Flugzeuge, Strassen  usw. ergeben, müssen hier wohl nicht besonders er  wähnt werden.  



  Die Anwendungsmöglichkeiten des beschriebenen  Belages sind vielfältig. Neben den bereits erwähnten       Rollfeldern    und Startpisten für Flugzeuge kommen  Autobahnen, Strassen, Trottoirs, Vorplätze, Garage  böden und sogar Wohnböden in Frage.  



  Statt geheizt, könnte der Belag natürlich auch  gekühlt werden und in Kühlräumen angewendet wer  den.  



  Statt doppelwandig könnten ferner die Gitter  wände auch durch eine grössere Anzahl Wände ge  bildet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Deckbelag für Rollfelder, Strassen, Böden, Wände und dergleichen, mit einem gitterartigen Einsatz, des sen freie Räume zwischen den Gitterwänden mit Bau- Stoffen ausgefüllt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz aus mehreren miteinander verbundenen, flexiblen Einsatzelementen hergestellt ist, deren oben geschlossene Gitterwände sich mindestens doppel wandig in der ganzen Dicke des Belages erstrecken und zwischen den die freien Räume zwischen den Gitterwänden ganz ausfüllenden, starren Baustoff zellen nach oben und gegen die Baustoffzellen hin geschlossene Zwischenräume bilden, die dem ganzen Belag eine Flexibilität verleihen, die seine Anpassung an Unebenheiten des Untergrundes gestatten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Deckbelag nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Einsatzelemente Heizdrähte eingelegt sind, durch welche der Belag unmittelbar unter seiner Oberfläche elektrisch beheizbar ist. 2. Deckbelag nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einsatzelemente unter sich gleich ausgebildet und aus Kunststoff, z. B. aus Poly amid, hergestellt sind und je durch übergreifende Lappenreihen so miteinander verbunden sind, dass die Zwischenräume zwischen den Wänden der Elemente miteinander in Verbindung stehen und gegenüber der Aussenluft abgedichtete Kanäle bilden. 3.
    Deckbelag nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass jedes Einsatzelement an zwei Rän dern solche Lappenreihen besitzt, deren jede eine keine Lappen aufweisende Randkante des benach barten Elementes übergreift, wobei die Höhe der über lappten Teile jedes Elementes um Materialdicke ge ringer ist als die Höhe der übrigen Teile, so dass die Oberkanten aller zusammengefügten Elemente in einer Ebene liegen, die zugleich die Oberfläche des Belages bildet. 4. Deckbelag nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Zwischenräume der Gitterwände und über diese den Einsatz und den ganzen Belag mittels durchgeführten Dampfes zu heizen oder mittels eines durchgeführten Kühlmediums zu kühlen. 5.
    Deckbelag nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gitterwände kreuzweise ver laufen und der Zwischenraum zwischen den Gitter wänden in einer Richtung grösser ist als in der Quer richtung.
CH346575D 1956-02-21 1956-02-21 Deckbelag für Rollfelder, Strassen, Böden, Wände und dergleichen CH346575A (de)

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