CH346632A - Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe

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CH346632A
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Sandoz Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher     Monoazofarbstofe       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung neuer wasserunlöslicher       Monoazofarbstoffe,    welche auf synthetische     Poly-          amidfasern    (z. B. Nylon oder  Perlon , Markenpro  dukt) auf     Celluloseesterfasern    (z. B.     Acetatkunstseide,          Triacetatkunstseide),        Polyvinylfasern,        Terephthal-          säureesterfasern    (z.

   B.      Terylene ,         Dacron ,    Mar  kenprodukte) und     Polyacrylnitrilfasern    in orangen,  roten, braunen und violetten Tönen aufziehen und  deren Färbungen sich durch vorzügliche Echtheits  eigenschaften auszeichnen. Zum Teil sind die neuen  Farbstoffe auch zum Färben von Lacken, Ölen,  Kunstharzen und von künstlichen Fasern in der Masse  geeignet. Einige Farbstoffe färben auch Wolle und  Naturseide an.  



  Die neuen wasserunlöslichen     Monoazofarbstoffe     entsprechen der Formel  
EMI0001.0015     
    worin A einen in     2-Stellung    negativ substituierten     1,4-          Phenylenrest,    einen     1,4-Nllaphthylenrest,    einen     2,5-          Thiophenrest,    einen     2,5-Thiazolrest,    einen     2,6-Benzo-          thiazolrest    oder einen     2,5-Thiadiazolrest,    x Wasser  stoff, Halogen, den     Methyl-,    Äthyl-,     Methoxy-    oder       Äthoxyrest,    y Wasserstoff,

   Halogen, den     Methyl-,     Äthyl-,     Trifluormethyl-,        Methoxy-,        Äthoxy-    oder  einen     Alkanoylaminorest    mit höchstens 18 Kohlen  stoffatomen und z gleiche oder voneinander verschie  dene Reste bedeuten.  



  Als negative     Substituenten    kommen insbesondere  die Halogenatome, die     Hydroxyl-,    die     Methoxy-,    die       Nitril-,    die     Trifluormethyl-,    die     Acetyl-,    die Methyl-         sulfonyl-,    die     Vinylsulfonyl-,    die     Athylsulfonyl-,    die       Hydroxyäthylsulfonyl-,    die     Sulfonsäureamid-,    die     Sul-          fonsäuremethylamid-,    die     Sulfonsäureäthylamid-,    die       Sulfonsäurehydroxyäthylamid-,

      die     Sulfonsäurefluo-          rid-    und die     Rhodangruppe    in Betracht.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man 1     Mol    der     Diazoverbindung     aus einem Amin der Formel       NCS-A-NH2        (1I)     mit 1     Mol    eines tertiären Amins der Formel  
EMI0001.0057     
    vereinigt.    Die Kupplung der     Diazoverbindung    mit der     Azo-          komponente    erfolgt zweckmässig in saurem, gegebe  nenfalls     gepuffertem    Medium.  



  Die in Form ihrer     Diazoverbindungen    verwende  ten Amine sind zum Teil neu. Sie können nach übli  chen Methoden durch     Rhodanierung    von Aminen der  Formel       H-A-NH"     erhalten werden.  



  Einzelne der neuen Farbstoffe eignen sich gut zum  Färben von     Acetylcellulosen    in der Masse.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind unter Tei  len Gewichtsteile und unter Prozenten Gewichtspro  zente zu verstehen. Die Temperaturen sind in Cel  siusgraden angegeben, und die     Schmelzpunkte    sind       unkorrigiert.     



  <I>Beispiel l</I>  3,8 Teile trockenes     Natriumnitrit    werden bei 60  bis 65  in 45 Teile reine Schwefelsäure eingetragen.      Nach einer Stunde kühlt man die Lösung auf 5  und  tropft ihr eine Mischung aus 8 Teilen     Propionsäure     und 42 Teilen Essigsäure zu. Dann trägt man bei 0   11,4 Teile     1-Amino-2-methylsulfonyl-4-rhodan-ben-          zol    in die Lösung ein und fügt ihr nochmals eine  Mischung aus 8 Teilen     Propionsäure    und 42 Teilen  Eisessig hinzu.

   Nach drei Stunden     zerstört    man den       Nitritüberschuss    durch Zugabe von 1 Teil     Harnstoff,     worauf man der Lösung eine vorbereitete Lösung von  10 Teilen     1-N,N-Di-(hydroxyäthyl)-amino-3-methyl-          benzol    in 50 Teilen Wasser und 10 Teilen 30     o/aiger     Salzsäure hinzufügt. Die freie Säure wird dann mit  100 Teilen     Natriumacetat    abgestumpft. Durch Zusatz  von etwa 50 Teilen Wasser sorgt man dafür, dass der  karminrote Brei rührbar bleibt. Nach 20 Stunden  wird der ausgefallene     Farbstoff        abfiltriert,    mit Wasser  säurefrei gewaschen und getrocknet.

   In     ungereinig-          tem    Zustand schmilzt er bei<B>131,1</B> und löst sich in  Schwefelsäure mit roter Farbe.  



  Bei der Färbung von     Acetatkunstseide    kann wie  folgt vorgegangen werden:  Man bereitet ein Färbebad aus 1,6 Teilen des mit  Hilfe von     Türkischrotöl        dispergierten    Farbstoffes,  6 Teilen eines     Fettalkoholsulfonates    und 3000     Teilen     Wasser     zu.    Man geht bei Zimmertemperatur mit 100  Teilen     Acetatkunstseide    in das Bad ein, erwärmt die  ses innerhalb von einer Stunde auf 80  und hält es  während einer Stunde bei 80 . Nach dieser Zeit ist  der     Färbeprozess    beendigt. Man nimmt das Färbegut  aus dem Bad heraus, spült es. und trocknet es.

   Die       Acetatkunstseide    ist in scharlachroten Farbtönen von  guter Licht-, Wasch-, Schweiss-, Rauchgas- und     Subli-          mierechtheit    gefärbt. Die Färbungen sind ausserdem       ätzbar.    Färbt man Nylon in     ähnlicher    Weise bei 90  bis 100 , so erhält man rote Farbtöne von ebenfalls  guten     Echtheiten.     



  Das in diesem Beispiel verwendete     1-Amino-2-          methylsulfonyl-4-rhodan-benzol    ist neu. Es     schmilzt     - aus Äthanol     umkristallisiert    - bei     78     und kann  wie folgt hergestellt werden:  285 Teile     Ammoniumrhodanid    werden in 300  Teilen Wasser gelöst. Man     filtriert    geringe Verunrei  nigungen ab und fügt zum Filtrat 51,3 Teile     1-Amino-          2-methylsulfonyl-benzol    vom Schmelzpunkt 66 .

   Bei  60  tropft man zur entstandenen     goldorangen    Emul  sion eine Lösung von 168     Teilen        Kupfersulfat    in  525 Teilen Wasser. Die anfänglich dunkelbraune bis  schwarze Masse wird mit der Zeit hellbraun, da eine  helle Fällung entsteht. Der     pH-Wert    beträgt 2. Man  rührt die Suspension noch während einer Stunde bei  60  nach und filtriert sie ab. Der Rückstand wird  mit Wasser ausgekocht, worauf sich beim Erkalten  das     1-Amino-2-methylsulfonyl-4-rhodan-benzol    aus  dem wässerigen Filtrat abscheidet.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ersetzt man     im    Beispiel 1 die     Azokomponente     durch 10 Teile     N-Cyanäthyl-N-hydroxyäthyl-amino-          benzol,    so erhält man einen Farbstoff vom Schmelz  punkt 68 , welcher sich in Schwefelsäure ebenfalls    mit roter Farbe löst. Er zieht auf     Acetatkunstseide     und     Triacetatkunstseide    in orangen, licht-, wasch-,  schweiss-,     rauchgas-    und     sublimierechten    Farbtönen  auf, welche weiss     ätzbar    sind.  



  <I>Beispiel 3</I>  7,6 Teile trockenes     Natriumnitrit    werden bei 60  bis 65  in 90 Teile reine Schwefelsäure eingetragen.  Nach einer Stunde kühlt man die Lösung auf 5  und  tropft ihr eine Mischung aus 15 Teilen     Propion-          säure    und 85 Teilen Eisessig zu. Nun trägt man bei  0  20,7 Teile     2-Amino-6-rhodan-benzothiazol    vom  Schmelzpunkt 198  in die     Nitrosylschwefelsäure    ein  und fügt dem Gemisch nochmals eine Mischung aus  15 Teilen     Propionsäure    und 85 Teilen Eisessig hinzu.

    Nach drei Stunden     zerstört    man den     Nitritüber-          schuss    durch Zugabe von 2 Teilen Harnstoff und fügt  20 Teile     N-Cyanäthyl-N-hydroxyäthyl-aminobenzol     hinzu. Nach einer halben Stunde werden 170 Teile  wasserfreies     Natriumacetat    eingetragen, worauf die  noch gut rührbare Masse Kongopapier nicht mehr  bläut. Nach 20 Stunden wird die Reaktionsmasse  auf 2000 Teile Eiswasser ausgeladen. Hierauf     filtriert     man den Niederschlag ab, wäscht ihn essigsäurefrei  und trocknet ihn. Der neue Farbstoff schmilzt bei  164  und löst sich in     Schwefelsäure    mit oranger  Farbe.  



  Er färbt     Acetatkunstseide,        Triacetatkunstseide     und synthetische     Polyamidfasern    aus wässeriger Di  spersion in blaustichig roten Tönen mit sehr guten       Echtheiten.       <I>Beispiel 4</I>  Ersetzt man im Beispiel 3 die     Diazokomponente     durch 15,7 Teile     2-Amino-5-rhodan-thiazol,    so erhält  man einen Farbstoff vom     Schmelzpunkt    130 , wel  cher sich mit     reingelber    Farbe in Schwefelsäure löst.  



  Das in diesem Beispiel verwendete     2-Amino-5-          rhodan-thiazol    ist neu. Es schmilzt - aus destillier  tem Wasser     umkristallisiert    - bei 142  und kann wie  folgt hergestellt werden: 50 Teile     2-Amino-thiazol     werden zusammen mit 92 Teilen     Ammoniumrhodanid     in 830 Teile     90o/oiger    Essigsäure eingetragen. Es ent  steht eine leicht braune Lösung, welche auf 0  ab  gekühlt wird. In diese tropft man innerhalb von drei  Stunden     eine    Lösung von 80 Teilen Brom in 100  Teilen Eisessig hinzu.

   Die gelbe Suspension wird noch  drei Stunden lang bei     0         gerührt    und dann     filtriert.     Unter gutem Rühren lädt man das Filtrat auf 2000  Teile Eis aus und neutralisiert die entstandene Suspen  sion mit Natronlauge auf     pH    5-6. Dabei fällt das       2-Amino-5-rhodan-thiazol    aus, welches durch Filtra  tion isoliert wird.  



  Der neue Farbstoff färbt     Acetatkunstseide    aus  wässeriger Dispersion in rubinroten, synthetische       Polyamidfasern    in rotvioletten Tönen mit sehr guten       Echtheiten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol einer Diazoverbindung aus einem Amin der Formel NCS-A-NH2, worin A einen in 2-Stellung negativ substituierten 1,4- Phenylenrest, einen 1,4-Naphthylenrest, einen 2,5- Thiophenrest, einen 2,5-Thiazolrest, einen 2,
    6-Benzo- thiazolrest oder einen 2,5-Thiadiazolrest bedeutet, mit 1 Mol eines tertiären Amins der Formel EMI0003.0015 worin x Wasserstoff, Halogen, den Methyl-, Athyl-, Methoxy- oder Äthoxyrest, y Wasserstoff, Halogen, den Methyl-, Äthyl-, Trifluormethyl-, .Methoxy-, Äthoxy- oder einen Alkanoylaminrest mit höchstens 18 Kohlenstoffatomen, und z gleiche oder voneinan der verschiedene Reste bedeuten,
    vereinigt. II. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten wasserunlöslichen Monoazofarbstoffe zum Färben von Ölen, Lacken, plastischen Massen, Kunststoffen in der Masse oder von aus organischen Lösungsmitteln verspinnbaren Spinnmassen.
CH346632D 1956-07-24 1956-07-24 Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe CH346632A (de)

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