CH346663A - Düse zum Ziehen von Tafelglas - Google Patents
Düse zum Ziehen von TafelglasInfo
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- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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Description
Düse zum Ziehen von Tafelglas Bei bekannten Düsen zum Ziehen von Tafelglas, deren Durchflussquerschnitt entweder gleichbleibend breit oder - gegebenenfalls unter Bildung einer vorspringenden Düsenlippe am Düsenaustrittsquer- schnitt - an den unterhalb der Düsenlippe liegenden Düsenmanteltlächen erweitert ausgeführt ist und die vorzugsweise aus keramischem Werkstoff bestehen und insbesondere für das Fourcault-Verfahren Ver wendung finden, treten schon bei einer Betriebs dauer zwischen 100 und 200 Stunden Fehler auf, die als Blitzen oder Blitzfäden bezeichnet werden und darin bestehen,
dass der Glasoberfläche aller feinste Fäden von wenigen Zentimetern Länge auf gelagert sind. Diese Fehler sind auf den Umstand zurückzuführen, dass die Glasmasse während des Betriebes ständig an der Düsenwange vorbeistreicht und die Düsenwandungen angreift. Bei Verwendung von Düsen aus Schamotte nimmt die Glasmasse Tonlösungen auf, wodurch die Bildung der Fäden verursacht wird. Ebenso erfolgt bei Metalldüsen ein Angriff der Düsenwandungen durch die vorbeistrei- chenden Glasmasseschichten.
Eingehende Versuche haben ergeben, dass bei Düsen, deren Durchflussquerschnitt unter Bildung einer vorspringenden Düsenlippe am Düsenaustritts querschnitt an den unterhalb der Düsenlippe liegen den Düsenmantelflächen erweitert .ist, das sogenannte Blitzen wesentlich verzögert und damit die Lebens dauer der Düse entsprechend verlängert werden kann, wenn sich erfindungsgemäss die Düsenlippe unter Bildung eines scharfen Absatzes an den er weiterten Düsenquerschnitt anschliesst.
Auf diese Weise wird an den Düsenwandungen eine stagnierende Glasmasse geschaffen, so dass die durch die Düse ständig hindurchströmende Glas masse lediglich am Düsenaustrittsquerschnitt mit den vorspringenden Düsenlippen in Berührung kommt. Ein weiterer Vorteil der neuen Düsenform liegt darin, dass die Düsenlippe, das heisst die Stelle, auf welcher die Zwiebel aufsitzt, wärmer gehalten werden kann, da die warme stagnierende Glasmasse unter halb der Düsenlippe ein Abkühlen derselben ver hindert.
In der Zeichnung sind gemäss der Erfindung ausgebildete Düsen beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 die neue Düse im Querschnitt nach Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 die Düse im Längsschnitt nach Linie 11-II der Fig. 1, Fig.3 eine abgeänderte Düse im Längsschnitt, bei der die Stärke der Düsenlippen von der Mitte der Düsenlängsseiten nach den Düsenenden zu all mählich zunimmt, Fig.4 eine abgeänderte Düse im Längsschnitt,
bei der die Stärke der Düsenlippen von der Mitte der Düsenlängsseiten nach den Düsenenden zu all mählich abnimmt, Fig.5 eine Düse im Querschnitt gemäss Fig. 1 in abgeänderter Ausführungsform.
Bei der Düse nach Fig. 1 und Fig. 2, die beispiels weise aus Schamotte hergestellt ist, ist der Durchfluss- querschnitt unter Bildung einer vorspringenden Düsenlippe 1 am Düsenaustrittsquerschnitt unter halb der Düsenlippe 1 zwecks Bildung zurückspringen der Düsenmantelflächen 2 erweitert ausgeführt. Die Düsenlippe 1 schliesst sich unter Bildung eines schar fen Absatzes 3 an die zurückgesetzten Mantelflächen 2 der Düse an.
Am Eintrittsende der Glasmasse in die Düse ist der Düsenquerschnitt wiederum unter Bildung eines scharfen Absatzes 4 auf den normalen Querschnitt verengt ausgeführt. Zwischen den Absätzen 3 und 4 entsteht eine stanierende Glasmasseschicht, die ein- CD mal eine unmittelbare Berührung der durch den Düsenquerschnitt ständig durchfliessenden Glasmasse an den Düsenmantelflächen 2 verhindert und die ausserdem eine Warmhaltung der Düsenlippe 1 ge währleistet.
Die Stärke der Düsenlippe 1 soll in senkrechter Richtung möglichst klein gehalten sein. Für das Fourcault-Verfahren hat sich eine Stärke der Lippe 1 in senkrechter Richtung von etwa 15 mm als beson ders zweckmässig erwiesen. Für die Länge der Lippe 1 ist darauf zu achten, dass eine bestimmte Länge nicht überschritten wird, weil sich sonst infolge der stag nierenden Glasmasseschichten unterhalb der Lippe Entglasungen bilden könnten. Versuche haben erge ben, dass eine Lippenlänge von etwa 7 nun vorteil haft ist.
Anstatt die Stärke der Lippe zur Aufrechterhal tung gleichmässiger Temperaturverhältnisse, wie aus Fig.2 ersichtlich, rundherum gleichmässig auszu führen, kann es zur Beeinflussung der Temperatur des Bortenglases auch zweckmässig sein, die Stärke der Düsenlippe von der Mitte der Düsenlängsseiten nach den Düsenenden zu - entsprechend Fig. 3 allmählich zunehmend oder - entsprechend Fig. 4 - allmählich abnehmend zu gestalten. Die Düsen lippe wird nämlich um so heisser, je geringer ihre Stärke und um so kälter, je grösser ihre Stärke ist.
Bei der abgeänderten Ausfü hrungsform nach Fig. 5 setzt sich die Düsenlippe 1 unter Bildung eines scharfen Absatzes 3 ebenfalls an die zurückgesetzte Düsenmantelfläche 2 an, so dass sich unterhalb der Düsenlippe 1 eine stagnierende Glasmasseschicht bilden kann. Im Gegensatz zur Düse nach Fig. 1 ist aber der Düsenquerschnitt am Eintrittsende der Glas masse in die Düse nicht verengt ausgeführt. Die Erweiterung des Düsenquerschnittes unterhalb der Düsenlippe 1 erstreckt sich vielmehr bis zum Eintritts ende der Glasmasse.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Düse zum Ziehen von Tafelglas, deren Durch flussquerschnitt unter Bildung einer vorspringenden Düsenlippe am Düsenaustrittsquerschnitt an den unterhalb der Düsenlippe liegenden Düsenmantel flächen erweitert ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Düsenlippe unter Bildung eines scharfen Absatzes an den erweiterten Düsenquerschnitt an schliesst. UNTERANSPRÜCHE 1. Düse nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Düsenquerschnitt am Eintrittsende der Glasmasse in die Düse unter Bildung eines scharfen Absatzes verengt ist. 2. Düse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterung des Düsenquerschnitts an den Düsenmantelflächen gleich mässig verläuft. 3.Düse nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Düsenlippe von der Mitte der Düsenlängsseiten nach den Düsenenden zu allmählich zunimmt. 4. Düse nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 und 2, .dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Düsenlippe von der Mitte der Düsenlängsseiten nach den Düsenenden zu allmählich abnimmt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE346663X | 1956-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH346663A true CH346663A (de) | 1960-05-31 |
Family
ID=6255402
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH346663D CH346663A (de) | 1956-02-21 | 1956-12-22 | Düse zum Ziehen von Tafelglas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH346663A (de) |
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1956
- 1956-12-22 CH CH346663D patent/CH346663A/de unknown
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