CH346729A - Verfahren und Anordnung zur Messung des Einspritzwinkels von Dieselmotoren - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Messung des Einspritzwinkels von DieselmotorenInfo
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Description
Verfahren und Anordnung zur Messung des Einspritzwinkels von Dieselmotoren Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Messung des Einspritzwinkels bei Dieselmotoren, bei dem ein nach Frequenz und Phase vom Einspritz- vorgang abhängiger Strom zur stroboskopischen Be leuchtung eines mit einer Markierung versehenen Teils dient, welches mit einer der Kurbelwellendreh- zahl proportionalen Drehzahl umläuft. Die Erfindung betrifft ferner auch eine Anord nung zur Durchführung dieses Verfahrens. Bei modernen Dieselmotoren, insbesondere Fahr zeugdieselmotoren, wird der Beginn der Kraftstoff einspritzung in die Verbrennungsräume der Zylinder in Abhängigkeit von der Drehzahl des Motors ver stellt. Für die Einstellung und Kontrolle der Verstell organe bei der Herstellung sowie insbesondere bei der Instandhaltung der Motoren ist es wünschenswert, die Funktion der Verstellorgane bei verschiedenen Drehzahlen genau überprüfen zu können. Es ist denk bar, zu diesem Zweck an der Kurbelwelle bzw. einem mit Kurbelwellendrehzahl oder dazu proportionaler Drehzahl umlaufenden Teil des Motors eine Grad scheibe anzubringen und diese stroboskopisch jeweils zu Beginn des Einspritzvorganges mit einem Licht blitz zu beleuchten. Es ist auch möglich, an einem freien Kurbelwellenende einen Zeiger anzubringen und hinter diesem eine Gradscheibe am Motor gehäuse zu befestigen. Durch die stroboskopische Be leuchtung scheint die in Wirklichkeit umlaufende Gradscheibe oder der umlaufende Zeiger in einer Lage stillzustehen, in welcher jeweils die Beleuchtung durch die aufblitzende Stroboskoplampe erfolgt. Das Mass für die Lage, welche die Kurbelwelle im Zeit punkt des Einspritzbeginnes jeweils einnimmt, ist also ein Mass für den Einspritzwinkel. Bei in Kraftfahr zeuge eingebauten Motoren moderner Bauart ist ein solches Verfahren jedoch nicht anwendbar, da die beweglichen Teile solcher Motoren im allgemeinen gekapselt sind und die Anbringung von Gradscheiben oder Zeigern nicht gestatten. Deshalb müssten mo derne Motoren zur Überprüfung des Einspritzwinkels aus ihren Kraftfahrzeugen ausgebaut werden. Bei vie len modernen Motoren sind die Kurbelwellenenden überhaupt nicht frei zugänglich, die Markierung der Totpunktstellung eines Kolbens erfolgt durch eine an der Schwungscheibe angebrachte und nur durch ein Schauloch im Gehäuse zu beobachtende Marke. Um an der Kurbelwelle solcher Motoren eine Gradscheibe oder einen vor einer feststehenden Gradscheibe um laufenden Zeiger anbringen zu können, müssten sogar Teile des Motorgehäuses demontiert werden. Für eine Überprüfung im Rahmen von routinemässigen Wartungsarbeiten bedeutet dies jedoch einen grossen Aufwand an Arbeitszeit. Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen und eine bequeme und genaue Messung des Einspritzwinkels selbst in Fällen zu gestatten, in welchen die Kurbelwelle oder ein mit zur Kurbelwellendrehzahl proportionaler Drehzahl umlaufendes Motorteil nur durch ein Schauloch beob achtet werden kann. Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung wird die Phase des vom Beginn des Einspritzvorganges abhängigen Stromes so lange verschoben, bis die scheinbare Drehung der Markierung gegenüber einer raumfesten Marke wieder rückgängig gemacht ist, und die hierzu nötige Phasenverschiebung wird als Mass für den Einspritzwinkel bestimmt. Die Steuerung des von der Frequenz und Phase des Einspritzvorganges abhängigen Stromes geschieht vorteilhaft durch eine Einrichtung, die von einem umlaufenden bzw. hin und her gehenden Teil der Ein spritzpumpe betätigt wird. In einer bevorzugten Aus führung besteht diese Einrichtung aus einem Hebel, der von einem Pumpenkolben oder Stössel der Ein spritzpumpe mitgenommen wird und einen Kontakt betätigt. Dabei kann der Kontakt und die Vorrich tung, die ihn betätigt, auf einer Grundplatte unter gebracht sein, die in ihren Massen dem normalen Einspritzpumpendeckel entspricht und die zur Prü fung statt des normalen Deckels an der Einspritz pumpe angebracht werden kann. Die beschriebene Anordnung gibt vom Zeitpunkt der Einspritzung ab hängige Impulse, welche vermittels einer Einrich tung zur Erzeugung einer kontinuierlich einstellbaren Phasenverschiebung verzögert werden. Dann werden diese Impulse zur stroboskopischen Beleuchtung eines mit Kurbelwellendrehzahl umlaufenden und mit einer Markierung versehenen Teils verwendet. Es wird die jenige Phasenverschiebung der von der Einspritzung abhängigen Stromimpulse gemessen, die nötig ist, um die scheinbare Verschiebung der stroboskopisch be leuchteten Markierung gegenüber einer raumfesten Markierung wieder rückgängig zu machen. Diese Phasenverschiebung ist dann proportional dem zu messenden Winkel der Voreinspritzung. Durch An ordnung eines elektronischen Zwischengliedes, z. B. eines Thyratrons, ist es möglich, den durch die Kon taktvorrichtung gegebenen Impuls zu verschärfen und dadurch eine Hochspannung zu erhalten, wie sie in den Zündkabeln von Ottomotoren auftritt. Auf diese Weise kann ein stroboskopisches Zündwinkelgerät für Ottomotoren, das normalerweise an ein Zünd kabel angeschlossen wird, ohne Änderung zur Mes sung des Einspritzwinkels für Dieselmotoren verwen det werden. Die beiliegende Zeichnung zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Gebers zur Durchführung des beschriebenen Messverfahrens. An einer Einspritz pumpe 1 ist anstelle des Deckels eine Grundplatte 2 angebracht, welche mit einer verstellbaren Kontakt einrichtung versehen ist, mit einem mit der Masse verbundenen Kontakt 4 und einem mit einer Strom zuführung 8 verbundenen Kontakt 3. Die Kontakt einrichtung wird durch einen Hebel 5 betätigt, wel cher mit einem Ende auf dem Stössel 6 einer Ein spritzpumpe aufliegt. Dieser Stössel wird durch eine Nocke 7 der Nockenwelle angehoben und dadurch der Kontakt in Abhängigkeit vom Einspritzzeitpunkt be tätigt. Um ein eventuelles Prellen der Kontakte 3 und 4 bei hoher Drehzahl unschädlich zu machen, kann noch eine elektronische Verriegelungsvorrich- tung vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Messung des Einspritzwinkels von Dieselmotoren, bei welchem ein nach Frequenz und Phase vom Einspritzvorgang abhängiger Strom zur stroboskopischen Beleuchtung eines mit einer Markierung versehenen Teils dient, welcher mit einer der Kurbelwellendrehzahl proportionalen Drehzahl umläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Phase des vom Beginn des Einspritzvorganges abhängigen Stro mes so lange verschoben wird, bis die scheinbare Drehung der Markierung gegenüber einer raumfesten Marke wieder rückgängig gemacht ist, und dass die hierzu nötige Phasenverschiebung als Mass für den Einspritzwinkel bestimmt wird. Il.Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des der stroboskopischen Beleuchtung dienenden Stromes ein von einem bewegten Teil der Einspritzpumpe gesteuerter Kontakt und eine Vor richtung zur Phasenverschiebung vorgesehen ist, und auf einem mit dem Motor synchron umlaufenden Teil eine Strichmarke angebracht ist, auf welche die stroboskopische Beleuchtung gerichtet ist, wobei durch Änderung der Phase des Beleuchtungsstromes diese Marke gegenüber einer raumfesten Marke in eine genau festgelegte Stellung gebracht werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektronisches Zwischenglied zur Impulsverschärfung vorgesehen ist. 2. Anordnung nach Patentanspruch <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Erzeugung des zur stroboskopischen Beleuchtung dienenden Stromes aus einem über einen Hebel von einem Kol ben der Einspritzpumpe betätigten Kontakt besteht. 3.Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktvorrichtung zur Er zeugung des vom Einspritzwinkel abhängigen Stro mes auf einer Grundplatte angeordnet ist, die gleich ausgebildet ist wie der Deckel der Einspritzpumpe und die zur Durchführung der Messung an Stelle des Einspritzpumpendeckels an der Einspritzpumpe ange bracht ist. 4. Anordnung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Verriegelung zur Unschädlichmachung von Kontaktprellungen vor gesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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