CH346937A - Selbsttätiger Spannungsregler für Wechsel- und Drehstrommaschinen aller Art - Google Patents

Selbsttätiger Spannungsregler für Wechsel- und Drehstrommaschinen aller Art

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CH346937A
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/14Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output by variation of field
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Description


  Selbsttätiger Spannungsregler für Wechsel- und     Drehstrommaschinen    aller     Art       Die Spannungsregler der Wechsel- und Dreh  stromgeneratoren, die auf grosse Netze arbeiten,  haben erstens dafür zu sorgen, dass ihre Maschinen  sich an der Spannungsregelung und der Deckung des       Blindleistungsbedarfs    im Netz angemessen beteiligen.  Zweitens müssen sie bei starken Spannungssenkun  gen durch rasche Steigerung der Erregung die Stabi  lität des Parallelbetriebes aufrechterhalten und drit  tens bei plötzlicher Entlastung oder Abtrennung ihrer  Generatoren vom Netz einen unzulässig hohen Span  nungsanstieg verhindern.  



  Die heutigen Spannungsregler entsprechen diesen  Anforderungen insofern noch nicht, als man mit  ihnen die     Blindleistungserzeugung    und     -verteilung     und die Spannungshaltung nicht in wünschenswerter  Weise durchführen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass  die Maschinen überlastet werden. Deshalb besteht  auch beim Bedienungspersonal mitunter die Neigung,  die Spannungsregler abzuschalten und lieber mit der  grossen natürlichen Statik der Maschinen, das heisst  praktisch konstanter Blindleistung, zu fahren. Diese  Mängel der     Spannungsregler    werden sich mit zuneh  mender Leistungsfähigkeit und Ausdehnung des       Netzverbundbetriebes    und der wachsenden Energie  versorgungsdichte immer stärker bemerkbar machen.

    Denn dann wird die Leistungsfähigkeit der einzelnen  Maschineneinheiten - abgesehen von den ganz  grossen neuen Maschinensätzen - im Verhältnis  sowohl zur Gesamtleistung des ganzen Netzverbandes  als auch zu der eines örtlichen Netzbezirkes bestimm  ten Umfanges immer kleiner. Zweitens verringern  sich die elektrischen Entfernungen (nach wirksamen  Impedanzen bzw.     Reaktanzen    gerechnet) zwischen  den einzelnen Kraft-. und     Umspannwerken,    und zwar  nicht nur, weil diese näher beieinander liegen, son  dern auch, weil die Leistungsfähigkeit aller Übertra  gungsanlagen grösser wird, weil Hoch- und Höchst-    Spannungsnetze überlagert werden und weil man die  Netze auch mehr     vermascht.     



  Denkt man sich einmal die Netzimpedanzen bis  zu dem theoretischen Grenzwert Null verringert, so  wäre im ganzen Netz, abgesehen von der Spannungs  übersetzung durch die Umspanner, die Spannung  gleich gross, ganz unabhängig von den Wirk- und       Blindleistungsflüssen    in den Leitungen. Man hätte  also dann ganz ähnliche Verhältnisse wie bei der  Drehzahl- bzw.     Frequenzregelung,    nur mit dem Un  terschied, dass man die Spannung     beim    Verbraucher  durch     Regelumspanner    auf dem Sollwert halten kann,  auch wenn die Spannung in den übergeordneten  Hoch- und     Höchstspannungsnetzen    schwankt.

   Wie  bei der Drehzahl- und     Wirkleistungsregelung    hätte  man dann auch bei der     Spannungs-    und     Blindlei-          stungsregelung    die beiden Möglichkeiten, entweder  eine einzige Maschine im Netz - entsprechend der       Frequenzmaschine    bzw. der Führermaschine, die die       Netzkennlinie    einhält - mit der Spannungskonstant  haltung zu betrauen und alle andern Maschinen  statisch arbeiten zu lassen oder aber sämtlichen Ma  schinen im ganzen Netz statische Kennlinien zu geben  bzw. die natürlichen, durch die     Umspannerreaktanzen     hervorgebrachten Kennlinien bestehen zu lassen oder  lediglich ihre Neigung zu verkleinern.

   Das erstere Ver  fahren wäre unzweckmässig, da die eine spannungs  haltende Maschine alle     Blindlastschwankungen    an sich  ziehen würde. In Betracht käme nur das Arbeiten mit  lauter geneigten Kennlinien, womit man bei richtiger       Kennlinieneinstellung    eine gleichmässige oder sonst  gewünschte Verteilung der gesamten Blindleistung  auf alle jeweils in Betrieb befindlichen Maschinen  erreichen könnte, ohne dass die dabei entstehenden  Spannungsschwankungen stören würden, da man sie  den Mittel- und Niederspannungsnetzen durch Rege  lungsspanner fernhalten kann.

        Die     gleichmässige    Verteilung der gesamten im  Netz anfallenden Blindleistung auf alle jeweils auf  das Netz arbeitenden Maschinen hätte den grossen       Vorteil,    dass man im ganzen mit der kleinstmöglichen  Gesamtleistungsfähigkeit aller     Blindleistungserzeuger     auskäme, da die     Gesamtblindbelastungskurve    wegen  des gegenseitigen Ausgleichs zwischen den Einzel  lasten wesentlich geringere Schwankungen aufweist  als die Belastungskurven von Teilnetzen oder gar  von örtlichen Netzen. Dieser Vorteil auf der Maschi  nenseite müsste aber durch eine ständige Blind  leistungsfluktuation im ganzen Netz erkauft werden.

    Denn von jeder irgendwo anfallenden Blindbelastung  würden bei den heutigen und noch mehr bei den  künftigen grossen Netzen die     örtlichen    Maschinen  nur mehr sehr wenig übernehmen; das meiste würde  aus allen Teilen des ganzen Netzes, also durchschnitt  lich aus grossen Entfernungen, zufliessen.  



  In Wirklichkeit schlägt man einen Mittelweg ein,  und zwar zunächst in der Weise, dass man sich durch  den Maschineneinsatz und durch entsprechende Ein  stellung der Blindbelastung der Maschinen von Hand  dem örtlichen     Blindleistungsbedarf,    der dank der  ständigen     Aufschreibungen    im voraus     näherungs-          weise    bekannt ist, in grossen Zügen anpasst.

   Bei der       Aufteilung    des Restes, für die die     Spannungsregler    zu  sorgen haben, bieten die in Wirklichkeit stets vor  handenen, soeben nur vorübergehend für eine erste  überschlägige Betrachtung als verschwindend klein  angenommenen Leitungsimpedanzen eine sehr will  kommene Möglichkeit zur Einhaltung einer mittleren  Linie zwischen örtlicher Deckung und Bezug von  aussen her. Hierfür gibt es bei der Drehzahlregelung  kein Gegenstück, sondern nur bei der eine Stufe  höher stehenden Drehungsregelung     (Richtvektorrege-          lung),    die deshalb in mancher Hinsicht als Vorbild  dienen kann, wenn man die Spannungsregelung zur  Netzregelung weiterentwickeln will.

   Je grösser die Lei  tungsimpedanzen sind, desto stärker werden bei einer  bestimmten     Kennlinieneinstellung        Blindlaständerun-          gen    örtlich gedeckt; im Grenzfall unendlich grosser  Impedanzen, das heisst, wenn das Netz in Teilnetze  aufgetrennt ist, muss jeder Teil seine Blindbelastung  ganz allein     übernehmen.    Auch wenn man umgekehrt  bei gegebenen Leistungsimpedanzen die     Kennlinien     flacher einstellt,     überwiegt    immer mehr die örtliche  Deckung,

   bis schliesslich bei waagrechten     Kennlinien     die Laständerungen ganz an Ort und Stelle festge  halten und zwischen den Kraftwerken oder Netzteilen  nur noch konstante einstellbare Blindleistungen   bei     gleichen        Spannungssollwerten    die Blindleistungen  Null - ausgetauscht werden.

   Einem bestimmten  Mittelweg oder, anders ausgedrückt, einem bestimm  ten     Aufteilungsverhältnis    zwischen örtlicher Deckung  und Bezug von aussen her entspricht also unter gege  benen Verhältnissen eine ganz bestimmte     Kenn-          linienneigung.    Da nun im Laufe der künftigen Ent  wicklung, wie eingangs gesagt, die Leitungsimpe  danzen     kleiner    und die Netze grösser werden, muss  man in Zukunft allmählich zu immer flacheren Kenn-         linien    übergehen, wenn man ein bestimmtes Auftei  lungsverhältnis beibehalten will.  



  Statt aber die Laständerungen alle gleichermassen  in einem bestimmten Verhältnis auf     örtliche    Deckung  und Fernbezug aufzuteilen, wird man besser das  folgende Verfahren anwenden. Man wird, ohne die  betrieblich eingesetzte Maschinenleistung zu vergrö  ssern, bei vielen Maschinen die Kennlinien - auf die       Umspannerklemmen    bezogen - waagrecht oder  sogar ansteigend einstellen. Dann werden von diesen  Maschinen die anfallenden Laständerungen bis zur  Grenze ihrer Belastbarkeit örtlich gedeckt und nur  die Spitzen, die ihre Leistungsfähigkeit übersteigen,  von aussen her beigesteuert, und zwar zunächst von  den Maschinen in der näheren Umgebung und erst,  wenn auch diese ausgelastet sind, von den weiter  entfernten Maschinen.

   Auf diese Weise erreicht man  nicht nur die bestmögliche Ausnutzung der einge  setzten     Blindleistungserzeuger,    sondern zugleich auch  sehr gute     Konstanthaltung    der Spannung, ferner die  günstigsten Arbeitsbedingungen für die     Regelumspan-          ner    in den Mittel- und Niederspannungsnetzen, die  kleinstmögliche Beunruhigung des Netzes durch       Blindleistungsflüsse    und schliesslich übersichtliche Be  triebsverhältnisse sowie Entlastung des Personals.  



  Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass die  Regler die Maschinen überlasten, da der Regel  bereich für den Erregerstrom mit Rücksicht auf  aussergewöhnliche Betriebszustände und     -vorfälle     stets ziemlich viel grösser gewählt werden muss, als  für den Nennbetrieb erforderlich. Denn wenn die  Maschinen infolge ihrer waagrechten oder flachen  Kennlinien die ganze Blindbelastung in einem mehr  oder weniger grossen Umkreis an sich ziehen, so  können sie sich dabei, sofern keine geeigneten  Gegenmassnahmen getroffen werden, leicht über  nehmen. Ausserdem hängt die Blindbelastung der ein  zelnen Maschine bei flacher Kennlinie auch stärker  von den Spannungsverhältnissen in der Umgebung  und von Schaltmassnahmen ab, wie etwa vom     Zu-          und    Abschalten von Leitungen.  



  Waagrechte Kennlinien an den Klemmen der  Umspanner von mehreren auf die gleiche Sammel  schiene arbeitenden Maschinensätzen haben den Nach  teil, dass man die Blindleistung nicht in gewohnter  Weise mit Hilfe der     Umspannerreaktanzen    auf die  verschiedenen Einheiten verteilen kann. Unter den  verschiedenen Möglichkeiten, diese Schwierigkeit zu  umgehen, wird voraussichtlich künftig die beste die  sein, ansteigende Kennlinien zu verwenden, da man  damit zugleich den Spannungsabfall in den Leitungen  und Umspannern zu den Verbrauchern hin ganz  oder teilweise ausgleichen kann.  



  Was bisher über die Spannungsregelung von  synchronen Wechsel- oder Drehstromgeneratoren ge  sagt wurde, gilt sinngemäss auch für Synchronmoto  ren, regelbare     Asynchronmaschinen    sowie andere  Wechsel- und     Drehstrommaschinen    einschliesslich  Phasenschieber     (Kompensatoren)    aller Art,     Wechsel-          und        Umrichter    und nicht zuletzt für     Regelumspanner,         die das zweite Hauptanwendungsgebiet der Span  nungsregler darstellen.

   Solange ein     Regelumspanner     allein einen Netzteil versorgt, kann der Spannungs  regler durch Zu- und Abschalten von Windungen  die     Spannung    auf der geregelten Seite bestimmen,  während den     Blindleistungsfluss    durch den Umspan  ner der     Blindleistungsbedarf    der Abnehmer vor  schreibt.

   Arbeitet der     Regelumspanner    aber mit  andern Umspannern, Generatoren oder sonstigen       Blindleistungserzeugern    zusammen, handelt es sich  vor allem um die Kupplung selbständiger Netze, so  wird die Spannungslage und die     Blindlastverteilung     durch das Zusammenwirken aller parallelen Einhei  ten nach Massgabe ihrer Kennlinien und der Impe  danzen bzw.     Reaktanzen    der Netzleitungen bestimmt.  Es gilt daher für die     Regelumspanner    das oben für  Generatoren Gesagte sinngemäss ebenfalls.

   Die Ge  fahr der Überlastung ist bei den Umspannern sogar  noch grösser, einmal weil es bei ihnen keine natür  liche Grenze für die Belastung gibt und dann auch  weil bei ihnen     Konstanthalten    der Spannung durch  den Regler an sich schon eine waagrechte Kennlinie  bedeutet und nicht wie bei den Generatoren dank  der     Umspannerreaktanz    eine fallende. Anderseits ver  tragen die Umspanner allerdings auch eine beträcht  liche Überlastung, was mit Vorteil ausgenützt wer  den kann.  



  Bei der Spannungsregelung von regelbaren Dros  seln und     Kondensatorbatterien    besteht zwar die Ge  fahr der Überlastung nicht, doch kann es wegen  der Spannungshaltung im Netz und zur Vermeidung  der Überlastung von Leitungen usw. zweckmässig  sein, die Spannungsregler so auszubilden, dass man  mit ihnen die     BIindleistungsaufnahme    oder     -abgabe     begrenzen kann.  



  In allen diesen verschiedenen Anwendungsfällen,  die Spannungsregler den Anforderungen des künfti  gen Netzbetriebes anzupassen, ist das Ziel der vor  liegenden Erfindung. Sie ist dadurch gekennzeichnet,  dass der einzuhaltende Spannungsverlauf selbsttätig  einstellbar ist, und zwar bei Überschreitung einer  bestimmten einstellbaren Belastung mit induktivem  Leistungsfaktor (das heisst mit Abgabe von     Magneti-          sierungsleistung)    mit Abbiegung oder     sprungartigem     Verlauf der Charakteristik nach unten hin     und!oder     bei Überschreitung einer bestimmten einstellbaren  Belastung mit     kapazitivem    Leistungsfaktor (das heisst  mit Aufnahme von     Magnetisierungsleistung)

      mit Ab  biegung oder sprungartigem Verlauf der Charakte  ristik nach oben hin.  



       :Ulan    kann dabei die Einrichtung so treffen, dass  die Grösse der Belastung in Abhängigkeit von wei  teren Betriebsgrössen eingestellt wird, so dass bei  Erreichen eines bestimmten     Wertes    dieser Betriebs  grössen die Grösse der eingestellten Belastung ver  ändert wird. Auch kann eine Ferneinstellung der Be  lastung erfolgen.  



  Die Kennlinien der     Fig.    1 und 2 zeigen an zwei  Beispielen, wie die Erfindung grundsätzlich wirken  soll. Auf den     Abszissenachsen    ist die Belastung ab-    getragen, worunter man sich zunächst, was aber  noch einer späteren genaueren Festlegung bedarf, die  Scheinleistung     Ns,    die Blindleistung     N,"    den Gesamt  strom J oder den Blindstrom     JU    vorstellen kann.  Dabei soll unter Blindleistung hier und im folgen  den stets     Magnetisierungsleistung    verstanden werden.

    Positive Blindleistung soll Abgabe von     Magnetisie-          rungsleistung,    also Übererregung, bedeuten, negative  umgekehrt Aufnahme von     Magnetisierungsleistung,     also Untererregung. Entsprechendes gilt für den  Blindstrom. Auf den     Ordinatenachsen    ist die  Klemmenspannung U der Maschinen, Umspanner  usw., bei letzteren die geregelte Spannung, abgetra  gen. Bei Maschinen kann U auch die Spannung auf  der     Oberspannungsseite    des     Maschinenumspanners     sein.

   Die in     Fig.    1 dargestellte Kennlinie ist beispiels  weise waagrecht angenommen entsprechend     astati-          scher        Reglereinstellung.    Sie könnte aber ebensogut  auch fallen oder steigen, also eine gewisse positive  oder negative Statik haben. Rechts (induktive Be  lastung) bei hoher, links     (kapazitive    Belastung) bei  mittlerer Belastung biegt sie sprungartig in die punk  tierten, waagrechten Linien ab. Der Regler arbeitet  von bestimmten Belastungsgrenzen ab bei erniedrig  tem bzw. erhöhtem     Spannungssollwert,    was sich als       sprungartige    Abbiegung (Knickeng) in der Kennlinie  darstellt.

   Die vertikal punktierten Linien in     Fig.    1  stellen den Fall der Regelung dar, wenn der Sollwert  des Reglers nicht geändert wird.  



       Fig.2    zeigt als weiteres Beispiel eine mit der  Belastung ansteigende Kennlinie. Auf beiden Seiten  ist diese steigende Kennlinie mehr oder weniger stark  abgeknickt. Die Knickstellen können eckig oder, wie  in     Fig.    2 rechts unten angedeutet, abgerundet sein.  Von den Knickstellen an nimmt die Belastung zwar  noch weiter zu, aber nur bei rasch sinkender bzw.  ansteigender Spannung. Dieses Verhalten ist in vielen  Fällen, besonders bei Umspannern mit ihrer verhält  nismässig hohen vorübergehenden     überlastbarkeit     sehr zweckmässig, da es die äusserste Ausnutzung  aller parallel arbeitenden Einheiten erlaubt.

   Wenn  etwa ein Umspanner bei zunehmender Belastung  seine Nennleistung erreicht hat, so entzieht er sich  nicht bei der senkrecht abbrechenden Kennlinie von       Fig.    1 jeder stärkeren Inanspruchnahme,     sondern    er       beteiligt    sich weiterhin an der Aufbringung der  wachsenden Last, aber nur bei ziemlich stark ver  ringerter bzw.

   erhöhter Spannung, also gewisser  massen nur unter der Bedingung, dass auch die par  allel arbeitenden andern Einheiten ihren Teil mit  beitragen und die Verbraucher gegebenenfalls ihren  Bezug ebenfalls ein wenig einschränken, so dass     n-it     vereinten Kräften die Belastungsspitze überwunden  oder zum mindesten genügend Zeit für     Aushilfsmass-          nahmen        gewonnen    sind. Für die gestrichelten und  punktierten Linien gilt das bereits Gesagte hier eben  falls.  



  Die Stabilität des Parallelbetriebes von     Wechsel-          oder        Drehstrommaschinen    kann unter Umständen  dadurch beeinträchtigt werden, dass bei starken Span-           nungsabsenkungen,    beispielsweise infolge von Kurz  schlüssen, die Spannungsregler durch die Last- oder       Stellbegrenzung    daran gehindert werden, die Erre  gung bis zum höchstmöglichen Wert zu steigern.

    Dabei kann es sich empfehlen, die obere     Begrenzung          (Blindleistungsabgabe)    durch ein     Unterspannungs-          relais    oder ein ähnliches Gerät aufheben zu lassen,  gegebenenfalls nur so lange, bis die Gefahr des     Ausser-          trittfallens    beseitigt ist und die Spannung wieder nor  male     Werte    angenommen hat. Ob solche Massnahmen  notwendig sind, hängt auch von der Ausführungsart  der Last- oder     Stellbegrenzungen    ab.

   Manche wirken,  was die späteren Beispiele noch deutlicher zeigen  werden, wie ein     Anschlag    und lassen überhaupt nicht  zu, dass der Regler das Stellglied über die Grenze  hinaus verstellt, bei andern kann der     Regler    zunächst       unbehindert    arbeiten und erst nachträglich wird für  die Einhaltung der Grenzen gesorgt.  



  Nach dem bisher Gesagten weist die Last- oder       Stellbegrenzung    für die Spannungsregler von Wech  sel- oder     Drehstrommaschinen    zwar manche Ähnlich  keiten mit der Öffnungsbegrenzung der Drehzahl  regler üblicher Bauart auf, doch bestehen anderseits  auch wesentliche Unterschiede.

   Während der Dreh  zahlregler unmittelbar die Grösse, nämlich die Wirk  leistung,     beeiriflusst,    die durch die Öffnungsbegren  zung daran     gehindert    werden soll, über einen be  stimmten Wert hinaus zu steigen, wirkt der Span  nungsregler nur mittelbar über die Erregung auf     die     Blindleistung oder den Blindstrom ein und die Erre  gung wird ausserdem nicht nur durch diese, sondern  auch durch die Wirkleistung und die Spannung be  stimmt, woraus sich weitere Unterschiede ergeben,  auf die später noch kurz eingegangen werden wird.  



  Die Ausführungsmöglichkeiten für die Last- oder       Stehbegrenzung    sind bei der grossen Zahl gebräuch  licher     Reglerbauformen    sehr mannigfaltig, zumal es  auch einen wesentlichen Unterschied bedeutet, ob  man die Erfindung bei neu zu bauenden oder bereits  vorhandenen Reglern anwendet, was beides in Be  tracht kommt. Dabei soll mit den am allgemeinsten,  das heisst für Maschinen aller Art, Umspanner, Dros  seln,     Kondensatorbatterien,    Gleich-, Wechsel- oder  Umrichter, verwendbaren begonnen werden.

   Von  den drei     Möglichkeiten,        nämlich    im Stellwerk des  Reglers selbst, vor dem     Reglermesswerk    oder hinter  seinem Stellglied, einzugreifen, sei zunächst die erst  genannte behandelt.  



  Als Beispiel für die erste Hauptgruppe der ge  bräuchlichen     Spannungsregler,    die mittelbar wirken  den, ist in     Fig.    3 ein Regler mit hydraulischem Stell  motor dargestellt, der lediglich der Übersichtlichkeit  halber mit einem Stellglied für geradlinige statt der  meist gebräuchlichen kreisförmigen Bewegung ge  zeichnet ist.

   Ausser den bekannten Hauptbestand  teilen derartiger Regler, nämlich dem     Spannungs-          messwerk    1, dessen Skala gleich für die Abweichung  der Spannung     U    von ihrem Sollwert geeicht dargestellt  ist, dem     Sollwerteinsteller    2, statt dessen gewöhnlich  ein Einstellwiderstand vor dem     Spannungsmesswerk       verwendet wird, dem Steuerventil 3, dem Stellmotor  4, dem Erregerwiderstand 5, an dessen Stelle gege  benenfalls auch ein anderes Steuerorgan treten kann,  dem     Rückführkatarakt    6 und der     Rückführfeder    7,

    hat der Regler eine doppelseitige     Lastbegrenzungs-          vorrichtung.    Im     Spannungsmesswerk    1 wird die  jeweilige     Istspannung    gemessen und mit der Soll  wertspannung verglichen. Die     Sollwertspannungwird     im Beispiel nach     Fig.    3 durch Verlagerung des Ge  lenkes beim     Sollwerteinsteller    in der Höhe vorgenom  men. Stimmen Ist- und Sollwert der Spannung über  ein, so muss sich der Zeiger des     Messwerkes    beim  Skalenstrich Null befinden.

   Bei Abweichungen des       Istwertes    der Spannung von ihrem Sollwert schlägt  der Zeiger nach oben oder unten aus und betätigt  das Steuerventil 3. über das Steuerventil fliesst nun  ein Druckmittel dem Stellmotor 4 zu und     beauf-          schlagt    dessen Kolben von oben oder von unten, so  dass dieser seine Lage verändert und damit den Ab  griff am Erregerwiderstand 5. Die jeweilige Stellung  des Kolbens im Stellmotor 4 wird über den Rück  führkatarakt 6 auf das Übertragungsgestänge rück  übertragen. Die     Rückführfeder    belastet das Gestänge  so, dass dieses frei von übrigen Kräften das Gestänge  so beeinflusst, dass es seine Ausgangsstellung ein  nimmt.

   Die     Begrenzungshebel    9 und 10 werden vom       Messwerk    8 über ein Gestänge verstellt und drücken  bei Erreichen bestimmter positiver und negativer  Grenzwerte der Belastung von oben bzw. von unten  her gegen einen Anschlag 13 an der     Steuerventil-          stange    und sorgen so dafür, dass diese Belastungs  grenzen nicht überschritten werden oder, wenn dies  ausnahmsweise - insbesondere nach zwei unmittel  bar aufeinanderfolgenden Belastungsänderungen  gleichen Vorzeichens - einmal vorgekommen ist,  die Belastung wieder auf diese Werte zurückgeht.  Innerhalb des durch die beiden Grenzen gezogenen  Bereiches kann der     Regier,    wie man sieht, ungehin  dert arbeiten.

   Vor dem     Messwerk    8 kann nötigenfalls,  das heisst, wenn der     Messwerksverzug    selbst hierfür  nicht ausreicht, noch ein verzögerndes Glied 14 ange  bracht werden, damit der Regler bei Belastungs  änderungen in der Nähe der Grenzbelastungen zu  nächst vorübergehend auch über die Grenzen hinaus  gehen kann. Ausserdem ist auch noch ein in der  Abbildung nur schematisch angedeuteter Schalter 15  vorgesehen, der durch ein     Unterspannungsrelais    oder  eine ähnliche Einrichtung geöffnet wird, wenn und  gegebenenfalls solange die Spannung unter einen  bestimmten einstellbaren Wert sinkt, womit die Be  grenzungsvorrichtung ausser Tätigkeit gesetzt wird.  



  Auf den Bau des     Messwerks    8 braucht hier nicht  näher eingegangen zu werden, da er dem Fachmann  keine besonderen Schwierigkeiten bietet. Wenn bei  Wechsel- oder Drehstrom die Lastbegrenzung nach  der Scheinleistung     N,    oder dem Strom<I>J</I> erfolgen  soll, was sehr zweckmässig ist, weil man     damit    die  Maschinen usw. auch bei schwankender Wirkbe  lastung stets voll für die     Blindleistungserzeugung    aus  nützen kann, muss man jeweils unterscheiden, ob bei      gegebener Scheinleistung oder gegebenem Strom die  Blindleistung positiv oder negativ ist, ob also die  Maschine usw. über- oder untererregt ist.

   Wenn die  Maschine Wirkleistung abgibt, gehen Scheinleistung  und Strom bei über gang vom positiven zum nega  tiven Arbeitsbereich nicht durch Null; das     Mess-          werk    muss vielmehr umgeschaltet werden und dabei  ändert sich sein Ausschlag     sprungartig,    doch ist dies  ohne Belang, da es im mittleren Bereich sowieso       ausser    Wirksamkeit ist.

   Verwandelt man beispiels  weise zur     Scheinleistungsmessung    Spannung und  Strom in verhältnisgleiche Gleichströme, deren Pro  dukt mit einem     Gleichstromwattmeter    gemessen  wird, so muss man bei einem der Ströme die Fliess  richtung umkehren, wenn die Blindleistung ihr Vor  zeichen wechselt, was etwa durch ein wattmetrisches  Relais geschehen kann, bei dem, sofern es sich um  Drehstrom handelt, in bekannter Weise der Strom  der Phase verwendet wird, an die der     Spannungs-          wandler    nicht angeschlossen ist.  



  Das Beispiel von     Fig.    4 zeigt, wie man durch das       Messwerk    8 für die Belastung, bei dem jetzt die  positiven Ausschläge nach unten, die negativen nach  oben gehend angenommen sind sowie durch die Be  grenzungshebel 9 und 10 die Bewegung des Zeigers  des     Spannungsmesswerkes    1 auch unmittelbar begren  zen kann. Es braucht hierzu wohl nur bemerkt zu  werden, dass es von den Kräften bzw. Drehmomenten  der     Messwerke    und ihrer Federn abhängt, ob die  Begrenzung hart ausfällt, wie in     Fig.    1, oder mehr  oder weniger weich, wie in     Fig.    2 dargestellt.

   Wenn  die Feder des     Spannungsmesswerkes    1 im Verhältnis  zu der des     Belastungsmesswerkes    8 nur schwach  ist, entsteht eine fast senkrecht abgebrochene Kenn  linie nach     Fig.    1,     andernfalls        beeinflusst    die     Mess-          werksfeder    1 auch den Ausschlag des Zeigers des       Belastungsmesswerkes    8 und damit die Belastungs  grenzen, und zwar in dem Sinne, dass im positiven  Lastbereich bei Spannungen unterhalb des einge  stellten Sollwertes, im negativen Bereich bei Span  nungen über dem Sollwert höhere Belastungen zuge  lassen werden,

   was geknickte Kennlinien nach     Fig.    2  mit mehr oder weniger starker Neigung der     Kenn-          linienendabschnitte    ergibt. Entsprechendes gilt übri  gens auch für die Anordnung nach     Fig.    3.  



  Die     Fig.5    und 6 veranschaulichen zwei Mög  lichkeiten, die Lastbegrenzung bei Reglern der bisher  betrachteten Art durch Einwirkung auf die Rück  führfeder 7 zu erreichen. Im Falle der     Fig.5    hat  das     Messwerk    8 für die Belastung vorgespannte Fe  dern, die mit ihren freien Enden von oben und unten  her gegen einen festen Anschlag (in der Mitte des       Messwerkes    links) drücken und gegen die der Zeiger  anschlägt, sobald eine Kraft bzw. ein Drehmoment  ihn aus seiner Mittellage bringt.

   Erst wenn die Be  lastung in positivem oder negativem Sinne so gross  ist, dass der Zeiger die Gegenkraft der entsprechen  den Feder überwinden kann, macht er einen der  weiteren Belastungszunahme verhältnisgleichen Aus  schlag, verlagert dabei über den Hebel 16 den Fuss-         punkt    der     Rückführfeder    7 und biegt auf diese Weise  die Kennlinie sprungartig ab. Die Grenzbelastungen,  bei denen die Knickstellen liegen sollen, lassen sich  durch Änderung der     Vorspannung    der Federn leicht  ändern, ebenso die Neigungen der abgeknickten     End-          abschnitte    der Kennlinien, beispielsweise durch Ver  schiebung des Drehpunktes 17 des Hebels 16.

   Bei  der Anordnung nach     Fig.    6 ist das     Messwerk    für die  Belastung wieder ein     Messwerk    üblicher Art wie im  Falle von     Fig.    3 und 4, aber bei Wechsel- oder Dreh  strom nur in der Ausführung für die Blindleistung  oder den Blindstrom, nicht für die Scheinleistung  oder den Strom, da das     Messwerk    hier über den gan  zen Bereich stetig arbeiten muss und nicht springen  darf. Es verschiebt     nämlich    über den Kniehebel 18  eine Schablone 19, gegen die der     Fühlhebel    20 ange  drückt wird, der seinerseits den Fusspunkt der Rück  führfeder 7 verlagert.

   Eine Änderung der Kenn  linie wird in diesem Falle durch Einsetzen einer       andern    Schablone erreicht.  



  Bemerkenswert an den beiden eben besproche  nen Anordnungen nach     Fig.    5 und 6 ist, dass der  Regler bei einer Spannungsänderung zunächst ganz  unbehindert arbeiten, also die Belastung gegebenen  falls auch über die Grenzen hinaus steigern kann,  und erst gegen Ende des Regelvorganges die Be  grenzung zu spüren bekommt. Daher kann man hier  bei Wechsel- oder Drehstrom u.

   U. auf eine Auf  hebung der Grenzen bei grösseren Spannungsabwei  chungen verzichten, zumal wenn man die Begrenzung  nach der Scheinleistung oder Blindleistung vornimmt,  da dann bei abgesunkener Spannung ein entsprechend  höherer Strom zugelassen wird, bevor die Begrenzung  eingreift. übrigens könnte man das     Belastungsmess-          werk    8 der Anordnung von     Fig.    5 mit den beiden  vorgespannten Federn auch an Stelle der in     Fig.    3  gezeichneten Last- oder     Stellbegrenzung        unmittelbar     auf die vom     Messwerk    1 betätigte Stange einwirken  lassen, beispielsweise da, wo in     Fig.    3 die Einstell  vorrichtung 2 sitzt.

   Damit erhielte man wieder eine       unverzögerte    Wirkung. Der Unterschied in der Ar  beitsweise wird durch den Vergleich besonders deut  lich.  



  Als Beispiel für die zweite Hauptgruppe der ge  bräuchlichen Spannungsregler, die unmittelbar wir  kenden, veranschaulicht     Fig.    7 schematisch einen  Regler mit     astatischem        Spannungsmesswerk    21, das  bekanntlich keine     ausschlagabhängige,        sondern    eine  konstante, etwa durch ein Gewicht oder ein entspre  chend abgestimmtes Federsystem hervorgebrachte  Gegenkraft hat, dessen     Messwerkszeiger    daher keine  bestimmte Stellung einnimmt, was in der Abbildung  dadurch angedeutet ist, dass keine     Teilstriche    in die       Messwerksskala    eingezeichnet sind.

   Der Zeiger geht  bei Ansteigen der Spannung über ihren durch einen       Vorwiderstand    einstellbaren Sollwert ganz nach oben,  im andern Falle ganz nach unten und verstellt damit  den Erregerwiderstand 22 oder das sonstige Steuer  organ, wobei in bekannter Weise die Feder 23 und  der Ölkatarakt 24 für gedämpfte Einregelung des      neuen Endzustands nach einer aufgetretenen Span  nungsabweichung sorgen.

   Die     Vorrichtung    zur Last  oder     Stellbegrenzung    besteht bei diesem Beispiel aus  einem ebenfalls     astatischen        Messwerk    25 für die Be  lastung, bei dem die     Gegenkräfte    ähnlich wie im  Falle der     Fig.    5 gegen einen Anschlag in der Skalen  mitte drücken, solange nicht die auf den Zeiger im  einen oder andern Sinne ausgeübte Kraft ausreicht,  um sie zu überwinden. Die     Gegenkräfte    sind aber  hier, da das     Messwerk        astatisch    sein soll, konstant,  und zwar den jeweils gewünschten     Belastungsgrenzen     verhältnisgleich.

   Sie werden wieder durch Gewichte  oder abgestimmte Federsysteme hervorgebracht und  können auf beiden Seiten unabhängig voneinander  nach Wunsch eingestellt werden. Sobald die Be  lastungsgrenzen im einen oder andern Sinne über  schritten werden, wandert der Zeiger nach oben oder  unten, ohne dass ihm dabei eine bestimmte Stellung  vorgeschrieben wäre, und nimmt mittels der Stange  26 und dem Anschlag an ihrem untern Ende den  Schleif- oder     Wälzbügel    am Widerstand 22 nach  oben oder unten mit. So wird bei     überschreitung    der  Belastungsgrenzen aus dem     astatischen    Spannungs  regler gewissermassen ein     astatischer    Regler für die  Belastung.

   Diese wird aber dann nicht konstant ge  halten, was ein senkrechtes Abbrechen der Kenn  linien gemäss     Fig.    1 bedeuten würde,     sondern    es er  geben sich, was meist für den Betrieb auch zweck  mässiger ist, mehr oder weniger stark abgeknickte  Kennlinien nach     Fig.2,    da gegen den Zeiger des       Belastungsmesswerkes    25, wenn er eingreift, auch  noch die der     Spannung    verhältnisgleiche Kraft des       Spannungsmesswerkes    21 drückt.

   Durch Wahl der  Kräfteverhältnisse bei den beiden     Messwerken    hat  man es in der Hand, die Steilheit der     Kennlinienend-          abschnitte    nach     Belieben    zu wählen. Wie die früher  beschriebenen, so kann man auch diese Ausführungs  form nötigenfalls durch ein verzögerndes Glied und  durch einen Schalter ergänzen, der das     Belastungs-          messwerk    25 bei Absinken der Spannung unter einen  bestimmten Wert ausser Wirksamkeit setzt.  



  Weitere Beispiele für den     Einbau    der Last- oder       Stellbegrenzung    in den Regler selbst erübrigen sich,  da es dem     Reglerfachmann    keine Schwierigkeiten  macht, die angegebenen Richtlinien auch auf andere  gebräuchliche     Reglerbauarten,    wie etwa die     Vibra-          tions-    oder die     Kohledruckregler,    anzuwenden.  



  Dagegen sollen nun einige Beispiele für     Last-          oder        Stellbegrenzungen    folgen, die vor dem Regler  in die Zuleitungen vom Spannungswandler zum Span  nungsmesser einzubauen     sind.    Solche Vorsatzgeräte  haben den Vorteil, dass sie nachträglich angebracht  und ganz allgemein für alle     Reglerarten    verwendet  werden können, so dass man die heutigen Regler  typen     beibehalten    kann.  



       Fig.    8 zeigt ein erstes Gerät dieser Art mit dem       Belastungsmesswerk    8, dessen Zeiger wie beim     Mess-          werk    8 von     Fig.    6 gegen vorgespannte Federn arbei  tet, dem     ölkatarakt,    der dämpfend und verzögernd    wirkt, sowie dem über ein Hebelgestänge mit ver  schiebbarem Drehpunkt 28 vom     Messwerkzeiger    aus  mehr oder weniger weit kurzgeschlossenen     Vorwider-          stand    29 vor dem     Spannungsmesswerk    1 des Reglers.

    Sobald die Belastung ihre obere Grenze erreicht, die  sich durch die     Vorspannung    der obern nicht darge  stellten Feder im     Belastungsmesswerk    8 einstellen  lässt, macht dessen Zeiger einen der     überschreitung     verhältnisgleichen Ausschlag nach oben und ver  schiebt damit die Bürste auf dem     Vorwiderstand    29  um ein entsprechendes Stück nach unten, wodurch  sich der     Vorwiderstand    verkleinert und ein etwas  niedriger Sollwert vorgeschrieben wird.

   Da der Strom  im     Messkreis    durch den Regler selbst konstant gehal  ten wird, entstehen Kennlinien nach     Fig.    2, bei denen  die     Steilheit    der Endabschnitte durch Verschieben  des Hebeldrehpunktes 28 leicht in weiten Grenzen  geändert werden kann, falls dies notwendig erscheint.  Ebenso kann die ganze     Begrenzungseinrichtung    nöti  genfalls bei starkem Spannungsrückgang auch wieder  selbsttätig abgeschaltet werden.  



  Sobald der Zeiger des     Messwerks    8 oder die  Bürste auf dem     Vorwiderstand    29 am obern oder  untern Ende des     Mess-    bzw.     Stellbereichs    angelangt  sind, hält der Regler weiterhin den damit erreichten  Spannungswert konstant oder er arbeitet wieder nach  seiner statischen, jedoch um eine Stufe nach unten  bzw. oben verlegten Kennlinie weiter, wie in     Fig.    1  und 2 durch die waagrechten bzw. leicht ansteigen  den punktierten Linien angedeutet ist. Die Höhe der  Stufe hängt von der Auslegung des     Belastungsmess-          werkes    und des     Vorwiderstandes    ab.

   Eine Maschine,       ein    Umspanner usw., die mit einem solchen     Regler     ausgerüstet allein auf ein Netz arbeiten, werden also  auch über die Stufe oder Knickstelle hinaus belastet,  wenn der Verbrauch weiter steigt, doch wird der  Bezug durch die Spannungserniedrigung bzw.     -erhö-          hung    etwas herabgesetzt. Im Normalfall des Parallel  arbeitens mit andern Einheiten dagegen wird der  steigende Bedarf dank der Spannungsänderung gröss  tenteils von den andern Einheiten beigesteuert und  die Stufe wirkt wie     beabsichtigt    als Grenze.  



  Sprungartige Abbiegungen in der Kennlinie (Stu  fen) lassen sich auch dadurch herstellen, dass man  als     Belastungsmesswerk    ein Kontaktinstrument ver  wendet, das bei Erreichung bestimmter Belastungs  werte     Vorwiderstände    vor dem     Messwerk    zu- oder  abschaltet. Dieses Verfahren führt zu Sprüngen des  Spannungsverlaufes, bei denen nur der obere oder  der untere Spannungswert, aber kein Zwischen  zustand     möglich    ist. Deshalb kann dabei leicht der  Fall eintreten, dass der Regler in der Nähe der  Stufen hin und her springt und nicht mehr zur Ruhe  kommt.  



  Wie früher bereits bemerkt wurde, müssen bei  Wechsel- oder Drehstrom die     Belastungsmesswerke     beim Vorzeichenwechsel der Blindleistung umge  schaltet werden, sofern man die Begrenzung der Be  lastung nach der Scheinleistung oder dem Strom vor-      nimmt. Es liegt nahe, diese Umschaltung zugleich  dazu zu benutzen, um gewissermassen die eine Hälfte  des     Belastungsmesswerkes    zu sparen und die andere  doppelt auszunützen.

   Die einfachste Lösung dieser  Art stellt wohl die in     Fig.    9 dargestellte dar, bei der  eine vom Belastungsstrom J durchflossene, also etwa  in den     Stromwandlerkreis    eingeschaltete Spule 30,  gedämpft oder verzögert beispielsweise wieder durch  einen Ölkatarakt 31, gegen eine vorgespannte Feder  32 drückt, deren durch die Stellschraube 33 einstell  bare Kraft sie bei dem gewünschten Grenzstrom  überschreitet. Dabei wird wie beim vorigen Beispiel  ein     Vorwiderstand    34 im     Messkreis    des Spannungs  reglers verstellt, jedoch diesmal stets in der gleichen  Richtung von einem Ende des Widerstandes her,  nicht wie im Falle der     Fig.    8 von seiner Mitte aus.

    Die andere Hälfte des     Vorwiderstands    - abgesehen  von dem ausserdem immer auch noch vorhandenen  Einstellwiderstand - braucht nicht verstellbar aus  P<B>0</B>     führt        zu        werden,        sondern        kann        ein        fester        Wider   <B>-</B>  stand 35 sein.

   Durch einen Schalter 36 können die  beiden Teilwiderstände so zu- und umgeschaltet  werden, dass bei Überschreitung der eingestellten  Stromgrenze der wirksame Gesamtwiderstand beider  Teile zusammen wie bei der Anordnung von     Fig.    8  bei weiterer Belastungszunahme entweder vergrössert  wird (Schalter in der untern, in     Fig.    9 gezeichneten  Stellung) oder aber verkleinert (obere Schalterstel  lung). Die Zwischenkontakte, die beim Umschalten  nacheinander kurzzeitig mit den beiden Hauptkon  takten verbunden werden, haben lediglich dafür zu  sorgen, dass der Strom beim Schalten nicht unter  brochen wird.

   Umgeschaltet muss werden, wenn die  Blindleistung oder der Blindstrom ihr Zeichen  wechseln, wobei es nicht auf grosse Genauigkeit an  kommt, da dann der Strom unterhalb der vorge  sehenen Grenzen liegt' und die ganze Einrichtung  daher ausser Wirksamkeit ist. Die Umschaltung er  folgt selbsttätig in Abhängigkeit vom Blindstrom oder  von der Blindleistung oder aber durch den Span  nungsregler selbst, sei es mechanisch, wenn sein Stell  glied die Mittelstellung durchläuft, sei es elektrisch,  beispielsweise in Abhängigkeit vom Erregerstrom  oder von der Erregerspannung, wenn diese mittlere  Werte unter- oder überschreiten.

   Im übrigen wird es  viele Fälle geben, in denen man die Begrenzung im  praktischen Betrieb nur auf einer Seite, bei Maschi  nen beispielsweise für     Blindleistungsabgabe        (L7ber-          erregung),    benötigt, so dass die Umschalteinrichtung  entbehrlich ist.  



  Eine etwas andere, in     Fig.    10 dargestellte Aus  führung der gleichen Einrichtung besteht aus einem  Strommesser 37 irgendwelcher Art für Drehbewe  gung, dessen mittels der Stellschraube 38 vorge  spannte Feder den     Messwerkszeiger    bzw. einen Arm  an der     Messwerkswelle    so lange gegen einen Anschlag  bei der Nullstellung drückt, bis die Stromstärke den  eingestellten Grenzwert erreicht.

   Mit der     Messwerks-          welle    ist in bekannter Weise ein Wälzsektor 39 ver  bunden, der bei Überschreitung der Stromgrenze über    die Kontaktbahn 40 abrollt und damit den Vor  widerstand 41 um einen der     jeweiligen    Stromüber  schreitung verhältnisgleichen Betrag verringert, so  dass der Spannungsregler einen entsprechend niedri  geren Spannungswert und damit eine abgeknickte  Kennlinie     einregelt.    Auf der     Messwerkswelle    sitzt  ausserdem eine Metallscheibe 42 mit übergreifendem  Dauermagnet 43 als     Dämpfungs-    oder     Verzögerungs-          einrichtung.    Soll die Strombegrenzung nicht nur ein  seitig,

   sondern auf beiden Seiten vorgenommen wer  den, so benötigt man wie beim     vorigen    Beispiel noch  einen festen Widerstand 35 und einen Umschalter 36.  



  Die Anordnung von     Fig.    l la hat im Falle einsei  tiger Begrenzung überhaupt keine bewegten Teile.  Die Begrenzung erfolgt hier wieder durch     Änderung     des wirksamen Widerstandes im     Messkreis    des  Reglers, die der Belastungsstrom J     hervorbringt.     Dieser durchfliesst, vom Stromwandler     kommend,     durch die     Graetz-Schaltung    44 gleichgerichtet und  durch den Kondensator 45 geglättet, die Spule 46  und magnetisiert dadurch die Drossel 47 vor, deren  Eisenkern eine scharf abgeknickte     Magnetisierungs-          kurve    aufweist. Ein Teil des Belastungsstromes fliesst  über den veränderbaren Parallelwiderstand 48.

   Mit  seiner Hilfe kann der Strom in der Wicklung 46 so  eingestellt werden, dass gerade dann das Knie der       Magnetisierungskurve    erreicht wird, wenn der Be  lastungsstrom die jeweils gewünschte, vom Regler  einzuhaltende Grenze überschreitet. Durch diese Vor  magnetisierung wird die     Induktivität    einer zweiten  Wicklung 49 auf der Drossel 47 geändert, die par  allel mit einem Kondensator 50 und einem Wider  stand 51 in den     Messkreis    des Reglers vor dessen  Spannungsmesser 1 geschaltet ist.

   Die Verhältnisse  sind dabei so gewählt, dass im untern Bereich der       Magnetisierungskurve    der Drossel 47, das heisst also,  solange der Belastungsstrom unterhalb des eingestell  ten Grenzwertes liegt, der Ladestrom des     Kondensa-          tors    50 den Strom in der Wicklung 49     überwiegt     und die Parallelschaltung 49-50-51 somit     kapa-          zitiv    wirkt, dagegen induktiv, wenn der Belastungs  strom die Grenze überschritten hat. Der Widerstand  51 sorgt dabei dafür, dass die Spannung an der  Parallelschaltung 49-50-51 beim Durchgang durch  den Resonanzbereich nicht zu hoch wird.  



  Da der     Messkreis    im ganzen vorwiegend induk  tiven Widerstand hat und im Endzustand immer den  gleichen, vom Regler konstant gehaltenen Strom  führt, wirkt die Parallelschaltung 49-50-51 wie  ein     Vorwiderstand,    der rasch zunimmt, wenn der  Belastungsstrom über den eingestellten     Grenzwert     hinausgeht, so dass der Regler dann eine höhere  Spannung     einregelt    entsprechend dem linken Teil der  Kennlinie von     Fig.2,    abgesehen davon, dass die  Knickstelle nicht so scharf ist wie dort gezeichnet.  Das Zeigerdiagramm von     Fig.    12 zeigt die Span  nungsverhältnisse im     Messkreis    bei verschiedenen  Werten des Belastungsstroms noch deutlicher.

   Dabei  ist<I>i</I> der Strom im     Messkreis    und     U",    die Spannung  am     Messwerk,    die beide vom Regler konstant gehal-           ten    werden,<B>Up</B> die Spannung an der Parallelschal  tung und U die Spannung an den Klemmen des     Mess-          kreises,        sofern    man den ausserdem stets noch vor  handenen Einstellwiderstand ausser Betracht lässt.

   Mit  den     Indices    1, 2 und 3 bei U und     U,    sind drei ver  schiedene Zustände gekennzeichnet, nämlich der bei  ungesättigter Drossel (Belastungsstrom unterhalb des  Grenzwertes), der der Resonanz zwischen Drossel  und Kondensator und der bei gesättigter Drossel (Be  lastungsstrom oberhalb des     Grenzwertes).     



  Lässt man den Kondensator 50 und den Wider  stand 51 weg, so dass von der Parallelschaltung nur  noch die Drossel 49 übrigbleibt, so wird umgekehrt,  wenn der Belastungsstrom den eingestellten Grenz  t, der     Vorwiderstand    verkleinert und       wertübersteig     die Spannung am     Messkreis    vergrössert, was ein Ab  biegen der Kennlinie nach unten wie auf der rechten  Seite von     Fig.    2 ergibt.  



       Will    man vom einen zum andern Schaltzustand  ohne     Spannungssprung    übergehen, so muss man, wie  in     Fig.    11b angedeutet, noch eine Drossel 52 und  gegebenenfalls einen Widerstand 53 in den     Messkreis     einfügen und mit den Schaltern 54 und 55 wie bereits       beschrieben    umschalten. Im übrigen wird man die  beim Bau magnetischer Verstärker     (Transduktoren)     gewonnenen Erfahrungen mit Vorteil auch hier an  wenden, beispielsweise um eine Rückwirkung des       Messkreiswechselstroms    auf den Gleichstromkreis     zu     vermeiden.

   Schliesslich kann man auch wieder die  ganze Last- oder     Stehbegrenzung    bei starken Span  nungsrückgängen selbsttätig ausser Wirksamkeit setzen  lassen, doch wird dies im allgemeinen nicht nötig  sein, da auch bei sehr starkem Anwachsen des Be  lastungsstroms infolge der Sättigung der Drossel 49  (und gegebenenfalls auch schon des Stromwandlers)  die Spannung nur wenig weiter sinkt und der Regler  bei starken Spannungseinbrüchen anfangs ebenso  rasch und kräftig eingreift,

   ob ihm nun der     Span-          nungssollwert        oder        ein        um        10        oder        15%        Barunter-          liegender        Wert        vorgeschrieben    wird.  



  Als letztes Beispiel für Vorsatzgeräte sei an Hand  von     Fig.    13 eine doppelseitig in Abhängigkeit vom  Blindstrom wirkende Last- oder     Stellbegrenzung     ohne bewegte Teile beschrieben. Bei ihr erzeugt der  Belastungsstrom J, von dem wie früher ein Teil durch  den regelbaren Widerstand 56 abgezweigt werden  kann, in zwei     Umspannern    57 und 58, deren     Primär-          wicklungen    er in entgegengesetztem Sinne     durchfliesst,     zwei Sekundärspannungen Ei und     E2,    die hinterein  ander in den     Messkreis    eingeführt sind.

   Bei den bei  den Umspannern wird das Knie der     Magnetisierungs-          kurve    bei verschiedenen     Werten    des Belastungsstroms  erreicht, so dass beispielsweise, wie in     Fig.    14 darge  stellt (ausgezogene Linie), die Spannung Ei bei zu  nehmendem Strom noch weiter linear ansteigt, wäh  rend bei der Spannung     E.,    die mit entgegengesetztem  Vorzeichen erscheint, das Knie schon überschritten  ist.

   Die Summenspannung Ei +     E2    hat dann bei  spielsweise den im Diagramm von     Fig.    14 unten ge-    zeichneten Verlauf, wobei die Verhältnisse so gewählt  sein sollen, dass die Summenspannung bei dem ge  wünschten Grenzwert des Belastungsstroms nach  unten abbiegt. Der weitere Verlauf der Summen  kurve hängt dann davon ab, wie man das Knie der       Spannungskurve        El    legt.

   Wenn es weit oberhalb von  dem der Spannungskurve     E,    liegt, fällt die Summen  kurve weiter steil ab, liegt es in der Nähe, so biegt  die Summenkurve in die Waagrechte ein, wie die  gestrichelten Linienstücke mit der Bezeichnung     El'     bzw.<I>Ei</I> +     E2    in     Fig.    14 andeuten.  



  Wie sich die Summenspannung     El    +     E,    die dem  Belastungsstrom<I>J</I> um 90  nacheilt, zur Spannung<I>U",</I>  am     Spannungsmesswerk    geometrisch addiert und da  durch - von dem stets im     Messkreis    noch vorhan  denen Einstellwiderstand abgesehen - die vom  Regler eingehaltene Spannung     U",    am     Messkreis        be-          einflusst;    ist aus den drei Zeigerdiagrammen von       Fig.    15 zu ersehen, die für Phasengleichheit zwischen  <I>J</I> und U, für voreilendes J und für nacheilendes<I>J</I>  gelten.

   Da bei vielen Spannungsreglern üblicher  Bauart die Statik bekanntlich in ähnlicher Weise  erzeugt wird, braucht hier nicht im einzelnen nach  gewiesen zu werden, dass im wesentlichen nur die  senkrecht zu U stehende Komponente von J die  Spannung<I>U</I> vergrössert bzw.     verkleinert.    Wenn<I>J</I>  und U also bei reiner Wirklast in Phase sind, was  bei gewöhnlichem Wechselstrom stets und bei Dreh  strom dann der Fall ist, wenn U die Sternspannung  ist, wird U praktisch nur durch den Blindstrom     J"     beeinflusst.

   Das gleiche lässt sich, wenn U bei Dreh  strom die verkettete Spannung ist, durch zweckent  sprechende Schaltungen erreichen, beispielsweise  durch Schaffung eines künstlichen Sternpunkts oder  durch Erregung der Umspanner 57 und 58 mit zwei  verschiedenen Phasenströmen oder durch Einschal  tung eines     Shunts    in den     Stromwandlerkreis    und  Speisung der Umspanner mit der davon abgenom  menen Spannung über einen zwecks Herstellung der  richtigen Phasenlage vorgeschalteten Widerstand. So  erhält man die Kennlinie von     Fig.    16, die ganz den  in     Fig.    2 rechts unten als wünschenswert dargestellten  Verlauf hat und an den Enden, wie punktiert ange  deutet, entweder nach unten bzw. oben weitergeht  oder aber in die Waagrechte einbiegt.

   Im letzteren  Falle entsteht im ganzen eine abgerundete Stufe oder  Welle, was den Vorteil hat, dass man die Last- oder       Stellbegrenzung    bei starken Spannungsrückgängen  nicht abzuschalten braucht. Dass man auch fallende  oder horizontale Kennlinien erzielen kann, indem  man die     Ei-Kurve    in     Fig.    14     steiler    oder ebenso steil  vom Nullpunkt aus ansteigen lässt wie die     E"-Kurve,     und dass überhaupt durch zweckentsprechende Aus  legung der Umspanner 57 und 58, insbesondere  durch Wahl von Blechen mit passenden magnetischen  Eigenschaften, durch Veränderung der     Windungs-          zahlen    der Wicklungen usw.

   die Kennlinien weit  gehend nach den Anforderungen des Einzelfalles ge  staltet werden können,     bedarf    keiner weiteren Erläu  terung. Bemerkt sei lediglich noch, dass es u. U.      besser, wenn auch etwas umständlicher ist, die Nei  gung (Statik) der Kennlinien in bekannter Weise ge  trennt von der Last- oder     Stellbegrenzung    hervor  zubringen, weil man dann freier ist und insbesondere  die     Kennlinienneigung    nicht durch andere Einstellung  der Belastungsgrenzen mittels des Widerstands 56 ge  ändert wird, was man gegebenenfalls durch Ände  rung der     Windungszahl    der Wicklungen wieder aus  gleichen muss.  



  Zum Schluss sollen noch die Möglichkeiten kurz  besprochen werden, die Last- oder     Stellbegrenzung     am Stellglied des Reglers oder dahinter anzubringen.  Im allgemeinen kommt dieser Weg praktisch kaum  in Betracht, da auf dieser Seite des     Reglers    meist die  Kräfte grösser sind und die Einrichtungen demgemäss  einen höheren Aufwand erfordern als die bisher be  schriebenen. In dem Sonderfalle aber, dass es sich  um die Spannungsregelung von Wechsel- oder Dreh  strommaschinen, vor allem also Synchrongeneratoren,  handelt, kann man u. U. zu verhältnismässig einfachen  Lösungen kommen.  



  Die in     Fig.    17 und 18 dargestellten Zeiger  diagramme für die Spannungen in der     Ständerwick-          lung    eines Synchrongenerators, ersteres für Blind  leistungsabgabe (Übererregung), letzteres für Blind  leistungsaufnahme (Untererregung), lassen erkennen,  wie sich der Strom J und seine Blindkomponente     Jb     bei gleichbleibender Wirkbelastung und Erregung  ändern, wenn die Klemmenspannung U der Maschine  bei     Blindleistungsabgabe        (Fig.    17) um einen gewissen  Betrag sinkt bzw. bei     Blindleistungsaufnahme        (Fig.18)     um ebenso viel steigt und damit den neuen Wert U'  annimmt.

   Der Wirkstrom     J,_    ändert sich dabei, da die  Wirklast gleichbleiben soll, im umgekehrten Verhält  nis wie die Klemmenspannung. Die neuen Werte des  Stromes und seiner Komponenten sind in den  Diagrammen ebenfalls mit einem Strich bezeichnet,  die     Synchronreaktanz    mit k.

   Man kann aus solchen  Diagrammen entnehmen, wie sich die Maschine ver  hält, wenn ihr erstens von ihrer     Antriebsmaschine     konstante Leistung zugeführt wird, wie dies bei der  Mehrzahl der Maschinensätze in den heutigen grossen  Netzen infolge der ausserordentlich guten Frequenz  konstanz der Fall ist, und wenn zweitens am Erreger  widerstand Anschläge angebracht oder andere gleich  wertige Vorrichtungen getroffen werden, die dafür  sorgen, dass der Spannungsregler die Erregerspannung  auch bei Änderungen der Netzspannung nicht über  einen bestimmten einstellbaren Wert hinaus erhöhen  bzw. erniedrigen kann, wobei ersteres für Abgabe,  letzteres für Aufnahme von Blindleistung gilt.

   Die  Kennlinien der     Fig.    19 zeigen das Ergebnis für einige  Belastungsfälle, und zwar das obere, mit a bezeich  nete Bild für den Strom<I>J,</I> das untere Bild<I>(b)</I> für  die Scheinleistung     N,    Dabei wurden die ungünstig  sten in der Praxis vorkommenden Werte der     Syn-          chronreaktanz    zu Grunde gelegt und die üblichen  Phasenverschiebungen vorausgesetzt. Man sieht  daraus, dass man mit einem Anschlag am Erreger  widerstand oder einer ähnlich wirkenden Vorrichtung    den Strom oder die Scheinleistung ebenfalls in wün  schenswerter Weise begrenzen kann.

   Besonders gün  stig liegen die Verhältnisse gerade in dem praktischen  wichtigsten Fall der Vollbelastung: die Scheinleistung,  die die Erwärmung der Maschine im wesentlichen  bestimmt, bleibt nach Erreichung des Anschlags  auch bei sinkender bzw. steigender Spannung so gut  wie konstant. Der Regler kann also dann die Ma  schine nicht mehr überlasten.  



  Wie ein solcher     Anschlag    im einfachsten     Falle     ausgeführt werden kann, zeigt schematisch die       Fig.    20 an einem Beispiel für einseitige Begrenzung  der Erregerspannung nach oben hin, also im Bereich  der Übererregung. Der Weg des Stellgliedes 59, das  den Erregerwiderstand 60 verstellt, wird durch den  Anschlag 61 begrenzt, der zur Milderung des Stosses  auch gefedert, etwa wie ein Puffer, ausgeführt wer  den kann.

   Dieser Anschlag lässt sich mittels des  Handrades 62, an dessen Stelle wie stets auch eine       Fernsteuereinrichtung    treten kann, in eine gewünschte  Stellung bringen und durch einen Hubmagneten 63  unwirksam machen, der bei Absinken der Spannung  unter einen bestimmten Wert eingeschaltet und gege  benenfalls bei Wiederansteigen der Spannung ausge  schaltet wird. Sieht man am andern Ende des Erre  gerwiderstandes auch einen solchen Anschlag vor, so  ist bei diesem ein Hubmagnet nicht erforderlich.  



  Für mittelbar wirkende Regler, für die Anschläge  dieser einfachen Art nicht zweckmässig sind, da der  Regler mit seiner grossen Stehkraft dagegen drücken  würde, führt man die Begrenzung besser in der von  den     Drehzahlreglern    her bekannten Art und Weise  aus, wie dies     Fig.    21a an dem von     Fig.    3 übernom  menen Beispiel eines Reglers mit hydraulischem  Hilfsmotor wieder für einseitige Begrenzung bei       Blindleistungsabgabe    zeigt. Die mit den gleichen       Ziffern    bezeichneten     Reglerbauteile    stimmen mit  denen von     Fig.3    überein.

   An Stelle der dortigen  Lastbegrenzung ist hier eine vom Stellglied (Rück  führstange) betätigte, auf das     Steuerventil    3 zurück  wirkende     Stellbegrenzung    getreten, die aus zwei mit  einander gelenkig verbundenen Hebeln 64 und 65,  einem Anschlag 66 an der     Steuerventilstange,    einer  Vorrichtung 67 zum Einstellen der gewünschten  Grenzlast und einem Hubmagneten 68 zur Freigabe  des Steuerventils und damit Aufhebung der Begren  zung besteht.

   Da bei einer solchen     Stellbegrenzung     der Regler auch nicht vorübergehend über die vor  gesehene Grenzstellung hinausfahren kann - ausge  nommen bei starkem Spannungsrückgang - wird im  allgemeinen eine Anordnung, wie in     Fig.    21b für den  gleichen Regler gezeichnet, vorzuziehen sein, bei der  von der     Rückführstange    über ein Hebelgestänge 69  ein Anschlag 70 den Fusspunkt der     Rückführfeder     7 gegen die Kraft der Feder 71 vom Anschlag 72  wegzieht, sobald die mit dem Handrad 73 einstellbare  Grenzstellung des Stellglieds überschritten wird. Be  sondere Massnahmen für den Fall starken Spannungs  rückgangs sind dabei im allgemeinen wohl entbehr  lich.

        Eignen sich die zuletzt beschriebenen Möglich  keiten vor allem für neu zu bauende     Regler,    so kön  nen die folgenden ohne grosse Umstände auch nach  träglich an vorhandenen Reglern angebracht werden.  Bei dem Beispiel von     Fig.22    werden durch einen  Nocken- oder Walzenschalter 74 die Verbindungs  leitungen zwischen dem letzten Teil des Erreger  widerstands 75 und den zugehörigen Segmenten der  Kontaktbahn 76 nacheinander, mit der     letzten    be  ginnend, unterbrochen und ein Segment nach dem  andern mit dem jeweils benachbarten verbunden. Der  Regler kann dann, wenn er die Bürste in der Abbil  dung nach rechts zum Ende der Kontaktbahn hin  verschiebt, den Erregerwiderstand, sobald er bei dem  letzten umgeschalteten Segment angekommen ist,  nicht weiter verkleinern.

   Die Erregerspannung ist  also damit wie durch einen Anschlag nach oben hin  begrenzt. Mittels des Hubmagneten 77 und der von  ihm gemeinsam betätigten     Schalter    kann die     Stell-          begrenzung    ausser Wirksamkeit gesetzt werden.  



  Die folgenden     Fig.    23 bis 25 zeigen schematisch  verschiedene Lösungen von Teilanordnungen des  selbsttätigen Spannungsreglers nach der Erfindung.  



  Der Anordnung von     Fig.    23 liegt der Gedanke zu  Grunde, dass der Erregerwiderstand 79 zwar weiter  verkleinert wird, wenn die auf ihm     schleifende    Bürste  80 sich nach rechts bewegt, dass sie aber bei Über  schreitung des gewünschten Grenzwerts an eine  Stange 81 anschlägt, deren Länge mittels     einer    über  gestülpten Hülse verändert werden kann. Es wird  dann gegen die Kraft der Feder 82 ein zusätzlicher,  mit dem Erregerwiderstand 79 in Reihe geschalteter  Widerstand 83 nach und nach eingeschaltet, so dass  sich der Gesamtwiderstand im Erregerkreis nicht  mehr ändert.

   Durch Kurzschliessen des Widerstands  83 mit     Hilfe    eines Hubmagneten kann auch in die  sem Falle die Begrenzung leicht unwirksam gemacht  werden, was in     Fig.    23 nicht eigens dargestellt ist.  



  Bei dem Beispiel von     Fig.24    wird die Begren  zung dadurch erreicht, dass je nach dem gewünschten  Wert der     Grenzlast    ein Teil des Erregerwiderstands  84 durch einen     metallischen    Schieber 85 kurzge  schlossen und gleichzeitig ein entsprechender Teil des  im Erregerkreis     liegenden    Zusatzwiderstandes 86  eingeschaltet wird.  



  Grundsätzlich kann man die beschriebenen Lö  sungen auch für     Stellbegrenzungen    am andern Ende  des Erregerwiderstands, also im Bereich der Unter  erregung, verwenden. Im allgemeinen wird aber für  diese Seite die in     Fig.25    angedeutete Möglichkeit  vorzuziehen sein, bei der auf dem Erregerwiderstand  87 bzw. der dazugehörigen Kontaktbahn ausser der  Hauptbürste 88 noch eine mit dieser verbundene  Nebenbürste 89 vorgesehen ist, die von Hand oder  durch     Fernsteuerung    verschoben wird und auch an  der Hauptbürste 88 vorbei auf ihre     andere    Seite  gebracht werden kann. Die Nebenbürste 89     bildet     die Stehbegrenzung, da der jeweils links von ihr  liegende Teil des Erregerwiderstands 87 ausgeschal  tet ist.

      Schliesslich kann man den Erregerstrom bzw. die  Erregerspannung und damit, wie nachgewiesen  wurde, auch die Belastung der     Haupt-(Wechsel-    oder       Drehstrom)-Maschine    dadurch begrenzen, dass man  den selbsttätigen Spannungsregler, soweit er sich für  Gleichstrommaschinen bzw. Gleichrichter eignet, bei  der Erregermaschine (gegebenenfalls     Verstärker-          maschine)    oder dem etwa zur Erregung benutzten  Gleichrichter anwendet.  



  Dieser Überblick über die grosse Zahl von Mög  lichkeiten zur Verwirklichung des Erfindungsgedan  kens zeigt wohl deutlich genug den Weg, um in  jedem einzelnen Falle die geeignetste Lösung zu  finden, auch wenn sie vorstehend nicht näher be  schrieben ist. Welche Ausführungsform man jeweils  auch wählt, immer kann der Kostenaufwand für die  Last- oder     Stellbegrenzung    gering sein verglichen  mit den durch sie erreichbaren wirtschaftlichen Vor  teilen. Denn mit ihrer     Hilfe    kann man, wie aus den  eingangs gemachten Bemerkungen hervorgeht, die  Spannungsregelung     zur    Netzregelung machen und  damit die Spannungshaltung und die     Blindleistungs-          verteilung    vervollkommnen.

   Dies bedeutet nicht nur  eine - auch finanziell betrachtet, recht     beachtliche     - Verringerung der Leitungsverluste und Verbilli  gung der     Regelumspanner,    weil ihr Regelbereich klei  ner gehalten werden kann, sondern ermöglicht es  unter Umständen auch, die Generatoren künftig für  höhere Leistungsfaktoren auszulegen, wodurch sich  bei dem heutigen hohen Neubaubedarf an Kraft  werken ansehnliche Beträge einsparen liessen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Selbsttätiger Spannungsregler für Wechsel- und Drehstrommaschinen einschliesslich Phasenschieber, Umspanner, Drosselspulen, Kondensatorbatterien, Wechsel- und Umrichter zur Einregelung belastungs abhängiger Spannungswerte, dadurch gekennzeichnet, dass der einzuhaltende Spannungsverlauf selbsttätig einstellbar ist, und zwar bei Überschreitung einer be stimmten einstellbaren Belastung mit induktivem Lei stungsfaktor (d. h. mit Abgabe von Magnetisierungs- leistung) mit Abbiegung oder sprungartigem Verlauf der Charakteristik nach unten hin und oder bei Über schreitung einer bestimmten einstellbaren Belastung mit kapazitivem Leistungsfaktor (d. h.
    mit Aufnahme von Magnetisierungsleistung) mit Abbiegung oder sprungartigem Verlauf der Charakteristik nach oben hin. UNTERANSPRÜCHE 1. Selbsttätiger Spannungsregler nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der Belastung ein den Belastungsstrom erfassendes Messwerk vorgesehen ist. 2. Selbsttätiger Spannungsregler nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fernver stellung für die Belastung vorgesehen ist. 3.
    Selbsttätiger Spannungsregler nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mitte des gesamten Stehbereiches des Spannungsreglers eine Zone vorgesehen ist, innerhalb welcher der ein zuhaltende Spannungswert unverändert bleibt. 4. Selbsttätiger Spannungsregler nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungs- verlauf der Charakteristik durch selbsttätige Sollwert feststellung nach den Abbiegungen in Stufen über geht.
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