Schwingflügelfenster Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schwing- flügclfenster mit bis zu<B>1800</B> um eine mittlere waag rechte Achse schwenkbar im Anschlagrahmen ge- lagertern Flügel, wobei der Anschlagrahmen und der Flügel sowohl auf der Aussen- als auch auf der Innen seite sich in der Schliesslage gegenseitig dichtend über greifen.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der unterste Teil des Flügelrahmens auf der dem Anschlagrahmen zugekehrten Seite mit einem abnehrnbaren bügelförmigen Einsatzstück ver sehen ist, dessen Schenkel in der Längsrichtung in Flügelrahmen-Seitenleisten. gelagert sind, und welches gegenüber diesen Flügelrahmenleisten einen Hohl raum abgrenzt und auf der dem Anschlagrahmen zugekehrten Seite eine längsdurchlaufende Dichtungs leiste aufweist, die mit einer am Anschlagrahmen sitzenden Dichtungsleiste unter Bildung einer dritten Dichtungsstelle zusammenarbeitet,
wobei mindestens eine dieser beiden Dichtungsleisten aus elastisch nach giebigem und biegsamern Material besteht und bei in der Schliesslage befindlichern Flügel kraftschlüssig an der anderen Dichtungsleiste anliegt. Hierdurch wird vorerst der Flügelrahmen verstärkt, insbesondere da das Einsatzstück in seinem ganzen Bereich das Flügelrahmen-Leigtenprofil zu einem geschlossenen Hohlprofi,1 ergänzt bzw. falls ein solches bereits vor handen war, ein zusätzliches Hohlprofil bildet.
Ferner lassen sich in dem durch das Einsatzstück -ebildeten Hohlraum am Flügelrahmen zu befestigende Teile, insbesondere für den Fensterverschluss unterbringen, so dass diese verschalt sind, unter g gleichzeitigern Schutz gegen Einflüsse von aussen und ästhetischer Gestaltung des Rahmens. Die Montage und der Ein bau des Verschlusses kann bei geeigneter Ausbildung erleichtert und verbessert werden. Ausserdem kann zur Bildung der dritten Dichtungsstelle das Einsatz stück in den Flügelrahmen eingeschoben werden.
Es steht im Bedarfsfalle nichts entgegen sowohl den untersten als auch den obersten Teil des Flügel rahmens mit<B>je</B> einem Einsatzstück zu versehen, wobei gegebenenfalls dessen Schenkel sich bis zur mittleren Schwenkachse des Flügels erstrecken können, so dass praktisch der ganze Flügel mit dem Einsatzstück versehen ist und infolgedessen sich auch die dritte Dichtungsstelle über den ganzen Flügelumfang er streckt. Dies ist z.
B. vorteilhaft für einen sparsamen Wärmehaushalt bei Fenstern für Räume, die mittels durch Klimaanlagen konditionierter Luft beheizt bzw. gekühlt werden, wogegen in anderen Fällen, wie ge funden wurde, der obere Teil des Flügels vorteilhaft ohne das Einsatzstück verwendet wird, da eine ge wisse Entlüftung an dieser Stelle des Fensters erwünscht ist und für die Rauminsassen nicht stört, im Gegensatz zum unteren, insbesondere untersten Teil des Pensters, wo ein Luftzug, insbesondere ein Ein dringen kalter Luft bei geheiztem Raum meist unan genehm empfunden wird.
Durch eine solche Fenster ausbildung wird mindestens an den hierfür in Betr-acht kommenden Stellen eine befriedigende Fugendichtung <I>C</I><B>CD</B> zwischen Flügel- -und Anschlagrahmen erreich.t.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstande-s.
Fig. <B>1</B> zeigt eine perspektivische, aber rein schematische Gesamtansicht bei teilweise geöffnetem Fenster.
Fig. 2 zeigt in der gleichen Darstellung das her ausgezogene Einsatzstück.
Fig. <B>3</B> zeigt in grösserern Massstab einen Quer schnitt nach der Linie 111-III in Fig. <B>1</B> bei geschlos senem Fenster.
Fig. 4 zeigt ebenfalls in grösserem Massstab einen Querschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. <B>1.</B>
Wie aus Fig. <B>1</B> hervorgeht, ist ein Fensterflügel<B>1</B> um eine waagrechte mittlere Achse 2 in einem An- schlagrahmen <B>3</B> bis zu<B>1800</B> schwenkbar gelagert. Der unterste Teil des Flügels<B>1</B> ist auf der dem Anschlag rahmen<B>3</B> zugekehrten Seite mit einem abnehnibaren, in Fig. 2 dargestellten bügelförmigen Einsatzstück 4 versehen, dessen Schenkel<B>5</B> in der Längsrichtung in den Flügelrahnien-Seitenleisten <B>6</B> gelagert sind und sich bis fast zur Schwenkachse 2 erstrecken können.
Gemäss Fig g. <B>3</B> weist der Anschlagrahmen <B>3</B> je zwei durch eine Längsfuge<B>7</B> voneinander getrennte Metallprofilstäbe <B>8, 9</B> auf, die mittels in der Stab- längsrichtung in Abständen hintereinanderliegenden Befestigungsstücken<B>10</B> aus wärmeisolierendem Mate rial, insbesondere Kunststoff,
starr miteinander ver- bunden sind. Die Befestig ,u ng _,sstücke 10 sind beider- ends in Län-Snuten der Profils#täbe <B>8, 9</B> passend ein gesetzt und z. B. durch Kleben mit den Profilstäben verbunden.
Der Schwingflügel<B>1</B> weist zwei Flügelrahmenteile <B>11</B> und 12 auf, die mit<B>je</B> einer Glasscheibe<B>13</B> bzw. 14 versehen sind und miteinander unter Zwischen- schaltuna einer Zwischenlage<B>15</B> aus wärmeisolieren dem Material, z. B. Gummi, abnehmbar verbunden sind.
Die Zwischenlagen<B>15</B> sind elastisch nachgiebig und auf der dem Flügelrahmen 12, im folgenden Ein- satzflügelrahmen genannt, zugekehrten Seite mit Längsrillen versehen, welche im Sinne der Bildung einer Labyrintlidichtung einen guten Luftabschluss ge a währleisten. Sie sind durch übl-iche Befestigungs- mittel kraftschlüssig an einen Schenkel<B>16</B> eines Abschirmelementes des
Einsatzflügelrahmens 12 ge- presst, der anderseits zugleich als Widerlager für die Kittmasse<B>17</B> dient, mittels welcher die Scheibe 14 in den Rahmen 12 eingebettet ist. Als Widerlager für die Kittmasse<B>18</B> der Scheibe<B>13</B> d.ient ein Metallprofil <B>19,</B> welches am Steg 20 des Flügelrahmenteils <B>11,</B> im folgenden Hauptflügelrahmen genannt, befe stigt ist.
Anschlagrahmen und Flügelrahmen greifen so wohl auf der Aussen- als auch auf der Innenseite in der Schliesslage<B>-</B> enseitig dichtend übereinander. eeg Gemäss Fig. <B>3</B> greift der Ansählagahmen <B>3</B> einerseits mittels eines Flansches 21, unter Zwischenschaltung einer Dichtungsleis-te 22 aus elastisch nachgiebigem Material, z. B.
Gummi, über einen Flansch<B>23</B> des Hauptflügelrahmens <B>11</B> und wird anderseits unter Zwischenschalten einer elastisch nachgiebigen Zwi schenlage 24 aus Gummi oder dergleichen vom Einsatzflügelrahmen 12 überggriffen.
Der Steg 20 des Hauptflügelrahmens <B>11</B> ist zwi schen den beiden Scheiben<B>13,</B> 14 nach oben durch ein winkelförmiges Abschirmungseleinent <B>25,</B> das als Metallprofil ausgebildet ist, gegen Wärmeaustausch<B>ge-</B> schützt. Das Abschirmungselement <B>25</B> liegt unter Zwi schenschaltung einer Zwischenlage<B>26</B> aus wärme isolierendem Material am vorspringenden Schenkel des Winkels<B>19</B> dichtend an, wogegen der Schenkel <B>16,</B> wie bereits erwähnt, durch -die wärmeisolierende Zwischen,lage <B>15</B> vom Stegt 20 getrennt ist.
Die zwi- sehen dem Abschirmungselement <B>25</B> und dem Steg 20 befindliche Luftschicht stagniert und bildet daher ein günstiges Wärmeisolierkissen. Die Zwischenlage <B>15</B> kann<B>5</B> bis 20 mm dick sein und ist zur Vergrösse rung, der Elastizität hohl ausgebildet. Dasselbe gilt für die Dichtungsleiste 24.
Die abdichtende Zwischenlage<B>26</B> kann entfallen, wenn der Winkel<B>19</B> aus wärmeisolierendem Material besteht und das Abschirmungselement <B>25</B> bis zum vor springenden Steg des Winkels<B>19</B> reicht. Die Zwi schenlage<B>15</B> braucht längs -des Stzges 20 nicht durch gehend zu sein, sondern kann aus in Abständen hin- tereinanderlieaenden Einzelstücken bestehen.
Der Luftraum zwischen diesen Einzelstücken bildet eine bessere Wärmeisolierung als irgendein Konstruk- tionsmateriaL Unter Umständen kann das Abschirmungselement <B>25</B> nebst Zwischenlage<B>26</B> entfallen, wenn der Winkel <B>19</B> aus wärmeisolierendem Stoff besteht und zugleich in Fortsetzun- desselben auf der Oberseite des Ste-es 20 ein Belag<B>27</B> aus wärmeisolierendem Material vorgesehen ist, der sich bis zur Zwischenlage<B>15</B> erstreckt.
Der Belag<B>27</B> bildet dann zusammen mit dem Winkel<B>19</B> auch ein Abschirmungseleinent. Da her ist nicht erforderlich, dass, wie dargestellt ist, ausserdem zusätzlich noch das Abschirmungselement <B>25</B> vorhanden ist.
Gemäss Fig. <B>3</B> weist das Einsatzstück 4 einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei der eine Flansch <B>28</B> völlig am Flansch<B>23</B> anliegt und mit dem freien Ende bis an den<U>Steg</U> 20 reicht, wobei der Endteil in einer durch einen leistenförmigen Vorsprung<B>29</B> des Steges 20 begrenzten Nut sitzt. Analog sitzt der andere Flansch<B>30</B> des Einsatzstückes 4 mit dem freien Endteil in einer durch eine Leiste<B>31</B> begrenzten Nut und liegt im übrigen an einem, die Zwischenlage <B>15</B> tragenden Flansch<B>32</B> des Hauptflügelrahmens <B>11</B> an.
Wie aus Fi.-. 4 hervorgeht, weisen die Flanschen der Schenkel<B>5</B> des Einsatzstückes an den freien Enden auf der einander abgekehrten Seite je einen nach aussen vorspringenden Wulst<B>33</B> auf, der in<B>je</B> einer entsprechenden Nut der Flansche<B>23, 32</B> des Hauptflügelrahmens <B>11</B> länggsverschiebbar gelagert sind. Auf diese Weise ist es möglich, das Einsatz stück 4 aus dem Flügel nach unten herauszuziehen und wieder einzuschieben. In der eingeschobenen Endlage ist das.
Einsatzstück durch nicht dargestellte Mittel, wie Schrauben oder dergleichen gesichert, Der durch das Einsatzstück 4 -egenüber dem Hauptflügel- rahmen <B>11</B> gebildete Hohlraum 34 kann in nicht dargestellter Weise zur Unterbringung der Fenster- verschlussteile und derg gleichen dienen.
Das Einsatzstück 4 weist auf der dem Anschlag rahmen zugekehrten Seite eine längsdurchlaufende Dichtungsleiste<B>35</B> auf, die in einer durch zwei Fort- sätze <B>36</B> am Einsatzstück gebildeten schwalben- schwanzförmigen Nut sitzt, und mit einer am An schlagrahmen<B>3</B> sitzenden Dichtungsleiste<B>37,</B> unter Bildung einer dritten Dichtungsstelle zusammenwirkt. Die Leiste<B>37</B> besteht aus elastisch nachgiebigem wärmeisolierendem Material, z. B. Gummi, und liegt in der in Fig. <B>3</B> dargestellten Schliesslage des Flügels kraftschlüssia an der Dichtunosleiste <B>35</B> an.
Letztere weist auf der der Leiste<B>37</B> zuaekehrten Seite eine Längsrille auf, in welcher der zun-enförmi-e Endteil der Leiste<B>37</B> beim Schliessen des Flügels kraftschlüs sig einschnappt. Beide Leisten sind so ausgebildet, dass sie sowohl nach der einen als auch nach der andern Seite ineinander einschnappen können, so dass also eine Anpassung sowohl an einen von der einen Seite als auch an einen von der anderen Seite her schliessenden Flügel vorhanden ist.
Zudem ist die Dichtungsleiste<B>37</B> unmittelbar in <B>g</B> die Fuge zwischen den Metallprofilstäben <B>8, 9</B> ein- (Y gesetzt, welche in dem zur Verankerung der Leiste <B>37</B> dienenden Bereich gleich ausgebildet ist, wie die zum Halten der Dichtungsleiste<B>35</B> vorgesehene Nut im Einsatzstück 4, zwischen den Vorsprüngen<B>36.</B> Infolaedessen ist es möglich, die Dichtungsleisten<B>35</B> und<B>37</B> gegenseitig auszuwechseln, was eine grosse Freizügigkeit für die Anpassung an unterschiedliche Bauarten ergibt; z.
B. lässt sich auf den ausserhalb des Bereiches des Einsatzstück!es 4 liegenden Stellen des Anschla-rahmens <B>3</B> die Fuge zwischen den Metall- t' CP profilstäben <B>8, 9,</B> wi-. in Fig. <B>3</B> oben dargestellt ist, durch Einsetzen der Dichtun-sleiste <B>35</B> schliessen, an welche lediglich die Anforderung gestellt ist, dass sie aus wärmeisolierendem Material besteht.
Sie ist klein#.-r und billiger als die Leiste<B>37,</B> an welche noch <B>die</B> Forderun- der elastischen Nachgiebigkeit gestellt ist. Durch Schliessen der genannten Fuge im ganzen Umfange des Anschlagrahmens<B>3</B> lässt sich zusammen mit den Befestiggungsstücken <B>10</B> eine gute Wärme- isolierun zwischen den Metallprofilstäben <B>8</B> und<B>9</B> erreichen, welche besser ist, als wenn anstelle der in Abständen voneinanderliegenden Stücken<B>10</B> aus Kunststoff oder dergleichen eine in Längsrichtung durch-ehend,e Platte Verwendung, fände,
ganz abge sehen von dem dadurch bedingten Mehrgewicht und grösseren Kostenaufwand. Es hat sich gezeigt, dass die Zwischenräume zwischen den Befestigungsstücken <B>10</B> zu der guten Wärmeisolierung mehr beitragen als das wärmeisolierende Material der ZwIschenstücke <B>10,</B> bezogen auf gleiche Dichtungsstrecken.