CH347372A - Verfahren zur Beeinflussung eines Regulierorgans, insbesondere eines Durchflussventils und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung eines Regulierorgans, insbesondere eines Durchflussventils und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH347372A
CH347372A CH347372DA CH347372A CH 347372 A CH347372 A CH 347372A CH 347372D A CH347372D A CH 347372DA CH 347372 A CH347372 A CH 347372A
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Description


  Verfahren zur     Beeinflussung    eines     Regulierorgans,    insbesondere eines     Durchflussventils     und Einrichtung zur     Durchführung    des Verfahrens    Das vorliegende Patent bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Beeinflussung eines Regulierorgans, ins  besondere eines     Durchflussventils,    wobei zu seiner  Betätigung die Temperatur eines Steuermediums un  ter dem Einfluss einer Heizvorrichtung verändert wird.  Es bezieht sich ferner auf eine Einrichtung zur Durch  führung des Verfahrens.  



  Derartige Verfahren und Einrichtungen sind bei       Durchflussventilen    an sich bekannt. Bei einem sol  chen bekanntgewordenen Dampfventil wird unter  dem Einfluss einer elektrischen Heizvorrichtung einer  sich im Innern des Ventils befindlichen Kammer eine  Flüssigkeit zugeführt, die unter dem Einfluss und in  Abhängigkeit der Temperatur des zu steuernden Me  diums verdampft und dadurch eine Regulierung der  Durchgangsöffnung des Ventils bewirkt.  



  Derartige Einrichtungen haben jedoch den Nach  teil, dass sie nur für die     Regulierung    von     dampfförmi-          gen    Medien dienen können und nur bei den für Dampf  üblichen Temperaturen funktionieren, wobei sie rela  tiv träge und ungenau arbeiten und nur verhältnis  mässig geringe     Verstellkräfte    zu     liefern    imstande sind.  Ausserdem sind sie in ihrer Wirkung stark von den  Temperaturschwankungen des zu steuernden Me  diums abhängig, was durchaus unerwünscht ist.  



  Diese Nachteile werden durch die vorliegende  Erfindung behoben. Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass ein Heizorgan in Abhängigkeit  mindestens einer physikalischen Grösse gesteuert wird  und dabei das in einem Druckgefäss enthaltene  Steuermedium beeinflusst, wobei die Volumenände  rung des Steuermediums infolge der Temperaturände  rung im Druckgefäss eine Druckänderung zur Folge  hat, welche auf das Regulierorgan übertragen wird,  dessen Regulierstellung in Abhängigkeit des auftre  tenden Druckes verändert wird.

      Die Einrichtung selbst ist gekennzeichnet durch  ein mit einer elektrischen Heizvorrichtung versehenes  Druckgefäss für das Steuermedium, das mit dem zu  betätigenden Regulierorgan in Wirkverbindung steht,  wobei im Heizstromkreis eine elektrische Kontaktein  richtung vorhanden ist, die     mindestens    mit einem       Messorgan    in Wirkungsverbindung steht und durch  dieses     betätigbar    ist.  



  Dies erlaubt, Reguliereinrichtungen zu bauen, die  beispielsweise in dem für zentrale Heiz- und Kühl  anlagen für Wohnräume üblichen Temperaturbereich  des die     Wärmeaustauscher    durchfliessenden     Wärme-          bzw.    Kälteträgers, also von etwa 5 bis 100  C, ohne  Nachregulierung mit gleichbleibender     Ansprechge-          nauigkeit    verwendbar sind.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsformen des  Erfindungsgegenstandes, die sowohl für Raumheizun  gen als auch für Raumkühlungen Verwendung finden  können, als Beispiele veranschaulicht.  



       Fig.    1 ist eine schematische Darstellung einer er  sten Ausführungsform einer Reguliereinrichtung.  



       Fig.    2 zeigt eine von     Fig.    1 etwas abweichende,  zweite Ausführungsform.  



  In     Fig.    1 ist eine Reguliereinrichtung dargestellt,  welche der Beeinflussung einer Raumheizung dient,  wobei sich das Ventil 1 im Kreislaufsystem des der  Heizung dienenden Heisswassers befindet. Das Ventil  1 ist mit einer Zuleitung 2 und einer Ableitung 3 ver  sehen, zwischen welchen sich eine steuerbare Durch  flussöffnung 4 befindet. Diese     Durchflussöffnung    4 des  Ventils wird von einem zu einem Ventilteller verbrei  terten Ansatzring des beweglichen Stössels 5 abge  schlossen. Für den     Durchfluss    der zu regulierenden  Flüssigkeit kann das Ventil geöffnet werden, indem  der Stössel mehr oder weniger gehoben wird, wodurch      die Durchgangsöffnung 4 zwischen der Zuleitung 2  und Ableitung 3 freigegeben wird.  



  Mit dem Ventil ist ein Druckgefäss 6 über eine  Rohrleitung 7 verbunden, die beide mit einem Me  dium gefüllt sind. Als     zweckmässig    hat sich eine Flüs  sigkeit mit einem hohen Ausdehnungskoeffizienten  erwiesen. Das Medium könnte jedoch auch minde  stens bei einem Teil des in Frage kommenden Tem  peraturbereiches gasförmig sein. Als Steuermedium  käme beispielsweise Wasser, Öl,     fluor-ehlorsubsti-          tuierter    Kohlenwasserstoff     (Freon)    usw.     in    Frage. Die  Rohrleitung 7 kann allenfalls als     Kapillare    ausgebil  det sein.

   Sie mündet in einen mit gleichartigem Me  dium gefüllten     Ventildruckraum    12, der im unteren  Teil des Ventils 1 gelegen ist und in welchem sich ein  Faltenbalg 8 befindet. Dieser ist mit einem Führungs  bolzen 9 verbunden, der seinerseits als Aufnahme für  das     Stösselende    ausgebildet ist. Der Faltenbalg 8 hat  die Eigenschaft, dass er in radialer Richtung auf ihn  einwirkenden, äusseren Kräften einen vergleichsweise  wesentlich höheren Widerstand     entgegengesetzt    als in  axialer Richtung. In axialer Richtung genügen schon  geringe Kräfte, um eine Längenänderung dieses     Fal-          tenbalges    herbeizuführen.  



  Das Druckgefäss 6 ist zur elektrischen     Beheizung     mit einer Heizwicklung 17 aus Widerstandsmaterial  umwunden, die elektrisch mit einer Stromquelle 13 in  Verbindung steht. In diesem Stromkreis liegt ein  Schalter 14, welcher seinerseits von einem Spiess  theimostaten 15 betätigt wird. Dieser Thermostat  wird in einem der zu beheizenden Räume installiert  und kann in beträchtlicher Entfernung vom     Ventil-          und    Druckgefäss angeordnet sein, da als Verbindung  zwei elektrische Leiter genügen.  



  Sobald das Druckgefäss 6 einer Erwärmung aus  gesetzt wird, beginnt sich das Medium in     seinem     Inneren auszudehnen, wobei diese Ausdehnung eine  Druckerhöhung bewirkt, welche sich über die Rohr  leitung 7 auf den     Ventildruckraum    12     fortpflanzt,     wodurch schliesslich der Faltenbalg 8 in     axialer    Rich  tung zusammengedrückt wird. Dadurch wird der Bol  zen 9 mit dem Stössel 5 entgegen einer festen Feder 10  und einer verstellbaren Feder 11 gehoben und somit  die     Durchflussöffnung    in Abhängigkeit des auftreten  den Druckes mehr oder weniger freigegeben.

   Durch  Verstellung der Feder 11 lässt sich der für den Stössel  hub aufzuwendende Druck innerhalb gewisser Gren  zen einstellen, wodurch sich die freigegebene Durch  flussöffnung und damit die Menge des hindurchflie  ssenden     Heizmediums    pro Zeiteinheit bei     einem    be  stimmten Druck im Gefäss 6 einstellen     lässt.     



  Die Einrichtung liesse sich auch so ausführen, dass  von irgendeinem Glied zuerst ein toter Weg zurück  gelegt werden muss, bevor der Stössel die     Durchfluss-          öffnung    freigibt. Dem gleichen Zweck, nämlich eine  Verzögerung des Öffnungsvorganges herbeizuführen,  könnte - bei Verwendung von Flüssigkeit als Steuer  medium - auch     eine    nur teilweise Füllung des  Systems mit Flüssigkeit bewirken.

   Es würde sich dann  ein     kompressibles    Luft-     resp.    Gaspolster bilden, wel-         ches    durch die sich unter der Wirkung der elektri  schen Heizvorrichtung ausdehnende Flüssigkeit zuerst  komprimiert werden müsste, bevor der für die Stössel  betätigung erforderliche Druck zur Verfügung stehen  würde.  



  Sobald die vom Thermostat festgestellte Raum  temperatur einen vorbestimmten Wert übersteigt, be  wirkt dies durch Öffnen des Kontaktes 16 eine Unter  brechung des Heizstromkreises. Die Schaltung könnte  auch so ausgeführt sein, dass bei einer Temperatur  erhöhung ein Schalter geschlossen wird, der die elek  trische Heizung 17 in Funktion setzt und schliesslich  das     Durchflussventil    öffnet. Diese letztere Schaltein  richtung wäre namentlich dann zweckmässig, wenn der  Raum statt geheizt gekühlt werden soll und das Ventil  der     Durchflussregulierung    einer     Kühlflüssigkeit    dient.  



  Das Volumenverhältnis von     Ventildruckraum    zu  Druckgefäss wird     vorteilhafterweise    kleiner als 1 ge  wählt. Dies vermindert die unerwünschte Tempera  turbeeinflussung des im Raum 12 enthaltenen Teiles  des Steuermediums durch das     Durchflussmedium    und  begünstigt eine ausgeglichene, stetige Arbeitsweise  der Reguliereinrichtung.  



  Anstelle eines Schalters 14 könnte auch ein Regler  vorgesehen sein, der den Heizstrom der     Heizwick-          lung    17     stufenweise    ein- oder ausschaltet.  



  Das Ventil könnte statt zur Regulierung einer  Flüssigkeit auch für gas- oder dampfförmige Stoffe  eingesetzt werden.  



  Bei der in     Fig.    1 gezeichneten Ausführungsform  wirken die Federn 10 und 11 im Sinne einer Schlie  ssung der     Ventildurchgangsöffnung    auf den Stössel 5  ein. Es ist auch eine Ausführung denkbar, bei der die  Federn auf den Stössel im Öffnungssinn wirken wür  den, wobei die Wärmedehnung der Steuerflüssigkeit  zur Regulierung der Durchgangsöffnung entgegen  dem Federdruck verwendet würde.  



  Eine weitere Variante besteht darin, dass anstelle  eines Thermostaten beispielsweise ein     Hygrostat    oder  andere geeignete Vorrichtungen zur Messung physi  kalischer Grössen verwendet werden. Dadurch lässt  sich die Regulierung der     Durchflussmenge    ausser von  der Temperatur auch von anderen Kriterien abhängig  machen, wie     zum    Beispiel von der Luftfeuchtigkeit,  vom Luftdruck an bestimmten Orten oder vom Druck  in bestimmten Gefässen.  



  Es können auch eine Mehrzahl von im Heizstrom  kreis liegenden Schaltern, beispielsweise Reglern, mit  den zugehörigen Betätigungsorganen in Serie oder  parallel geschaltet werden oder beide Schaltungsarten  miteinander kombiniert sein. Dies erlaubt, die Regler  beeinflussung nötigenfalls ohne Schwierigkeiten von  mehreren, sogar weit     auseinanderliegenden        Messstel-          len    aus, vornehmen zu können.  



  Es ist somit nicht nur möglich, beispielsweise in  jedem Raum einen die Temperatur kontrollierenden  Thermostaten anzubringen, welcher den     Durchfluss     des Heisswassers     zum    Heizkörper     resp.        Wärmeaustau-          scher    in Abhängigkeit der betreffenden Raumtem  peratur regelt, sondern es können auch mehrere      Räume zu Gruppen zusammengefasst werden, und  zwar in dem Sinne, dass mehrere Thermostaten, die  in verschiedenen Räumen montiert sind, auf ein ge  meinsames Regulierventil einwirken oder aber ein  Thermostat gleichzeitig mehrere Reguliereinrichtun  gen beeinflusst.

   Durch die     Serieschaltung    mehrerer  Thermostaten, die mit einem gemeinsamen Regulier  ventil zusammenwirken, kann beispielsweise erreicht  werden, dass die     Ventildurchflussöffnung    erst freigege  ben wird, wenn sämtliche Thermostaten ihre Kon  takte geschlossen haben, d. h. wenn in allen Räumen  eine Temperatur herrscht, die unterhalb der an den  Thermostaten eingestellten Grenze liegt, wobei diese  Grenzen bei den einzelnen Thermostaten ohne wei  teres verschieden hoch liegen können.  



  Es könnten ferner weitere Einrichtungen zusam  men mit dem elektrischen Heizstromkreis gesteuert  werden, wie zum Beispiel Kontrollampen, Ventila  toren zur Kühlung des Druckgefässes, oder Elektro  magnete, welche Lüftungsklappen oder weitere Ven  tile betätigen.  



  In     Fig.    2 ist eine Schalteinrichtung mit mehreren  Thermostaten dargestellt. Mit dieser Einrichtung ist  es zum Beispiel möglich, einen oder mehrere Räume  je nach Bedarf vollautomatisch zu heizen oder zu  kühlen, unter Verwendung von nur einem einzigen       Wärmeaustauscher    und einem einzigen zugehörigen       Durchflussregulierventil,    welches durch Regulierung  der Menge des durch das Ventil fliessenden     Heiz-          resp.    Kühlmediums die Raumtemperatur innerhalb  wählbaren Temperaturgrenzen konstant hält.

   Je nach  dem, ob durch das Ventil und den     Wärmeaustauscher     Heiz- oder Kühlmedium hindurchgeleitet wird, kann  dem betreffenden Raum Wärme zugeführt oder  Wärme entzogen werden, wobei sich dieser Vorgang  vollautomatisch steuern lässt.  



       Fig.    2 stellt eine Einrichtung zur automatischen  Heizung und Kühlung mit den zugehörigen Schaltern  dar. Der Aufbau des Ventils 21 in     Fig.    2 ist ähnlich  wie in     Fig.    1. Zwischen der Zuleitung 22 und der  Ableitung 23 ist wiederum eine vom Stössel 29 regu  lier- und abschliessbare Durchgangsöffnung 24 vor  handen. Das Ableitungsrohr steht mit einem     Wärme-          austauscher    35 in Verbindung. Der Faltenbalg 28 ist  einerseits mit der Wandung des     Ventildruckraumes    30  und anderseits über ein Lagerstück mit dem Stössel  29 verbunden.

   Das Druckgefäss 26 ist wiederum  durch eine Heizwicklung 31 heizbar und über die  Rohrleitung 27 mit dem     Ventildruckraum    verbunden.  Im Heizstromkreis sind - im Gegensatz zu     Fig.    1   zwei unter sich parallel geschaltete     Thermostaten    ein  gebaut. Der eine dieser Thermostaten 32 überwacht  eine wählbare, untere Temperaturgrenze TI, und der  andere Thermostat 33 überwacht analog hierzu eine  obere Temperaturgrenze     T2.    Der Thermostat 32 ist so  eingerichtet, dass er die elektrische     Beheizung    des  Druckgefässes 26 unterbricht, wenn die Raumtem  peratur die eingestellte untere Grenze überschreitet.

    Der Thermostat 33 hingegen schliesst den Heizstrom  kreis für das Druckgefäss 26, sobald die Raumtem-         peratur    einen zweiten,     höhergelegenen    Wert über  schreitet.  



       übersteigt    beispielsweise im Sommer die Raum  temperatur die obere, eingestellte Temperaturgrenze       T2,    dann spricht der Thermostat 33 an und schliesst  seinerseits den elektrischen     Heizstrom    zur     Beheizung     des Druckgefässes, so dass die     Durchflussöffnung    24  geöffnet wird. Es muss nun lediglich dafür gesorgt wer  den, dass durch das Ventil 21 und den     Wärmeaustau-          scher    statt ein Heizmedium ein     Kühlmedium    fliesst, wel  ches den Raum kühlt.

   Die     Uuschaltung    von Kühlme  dium auf Heizmedium könnte beispielsweise durch eine  von Hand betätigte Umschalteinrichtung erfolgen, die  je nach der Jahreszeit betätigt wird oder aber auto  matisch durch Thermostaten, welche diese Umschal  tung in Abhängigkeit der registrierten Aussentem  peratur oder des     Sonnenstrahleneinfalls    ausführen. Es  wäre anderseits auch möglich, dass im elektrischen  Heizstromkreis des Thermostaten 33 ein elektro  magnetisch betätigtes Umschaltventil eingebaut würde,  das den     Durchfluss    des Heiz- oder Kühlmediums  freigeben könnte.  



  Der Temperaturbereich zwischen     T1    und     T2,    in  welchem beim     übergang    von Heiz- auf Kühlmedium  oder umgekehrt keine     Beheizung    des Druckgefässes  stattfinden kann, lässt sich dabei im Prinzip beliebig  eng halten, sofern man die Thermostaten 32 und 33  genügend empfindlich wählt und für geringe Träg  heit des ganzen Systems sorgt.  



  In den     Fig.    1 und 2 ist das Druckgefäss 6     resp.    26  in einer gewissen Entfernung vom Ventil angeordnet,  um direkte Beeinflussungen der Steuerflüssigkeit  durch Wärmestrahlung und Wärmeleitung vom zu  steuernden Medium her weitgehend auszuschalten.  



  Es wäre jedoch eine weitere Ausführungsform  denkbar, bei der das Druckgefäss in den Ventildruck  raum verlegt und mit diesem eine räumliche Einheit  bilden würde, wobei die elektrische Heizung auf das  in diesem Raum enthaltene Steuermedium einwirkte.  Die Rohrleitung 7     resp.    27 käme dabei in Wegfall,  ohne dass sich die Funktionsweise dabei prinzipiell  ändern würde.  



  Aus der in den     Fig.    1 und 2 dargestellten Anord  nung ist ersichtlich, dass das durch das Ventil flie  ssende Medium auf die Temperatur der im Raum 12  bzw. 30 befindlichen Teile des Steuermediums ein  wirkt. Der Druck auf den Faltenbalg 8 bzw. 28 und  damit die     Öffnungs-    und Schliessbewegung des Ventil  tellers des Stössels 5 bzw. 29 wird daher nicht nur  durch die Temperatur des im Druckgefäss 6 bzw. 26  enthaltenen Teiles des Steuermediums bestimmt, son  dern dieser Regulierdruck wird durch den wechseln  den     Temperatureinfluss    des     Durchflussmediums    beein  flusst.  



  Bei Reguliereinrichtungen bekannter Art, insbe  sondere bei solchen, wo das Druckgefäss 6 bzw. 26  unmittelbar als im zu beheizenden Raum aufgestellter  Wärmefühler dient, ergeben sich durch die erwähnte  Beeinflussung erhebliche Abweichungen vom Soll  wert, sobald das durch das Ventil fliessende Medium           Temperaturschwankupgen    aufweist, oder wenn das in  diesen Fällen als Temperaturfühler wirkende Druck  gefäss der     Wärmestrahlung,    beispielsweise     eines        Ra-          diators,    ausgesetzt ist.

   Man versucht zwar, diese  schädlichen Auswirkungen so gut als     möglich    zu ver  hindern, etwa indem das Volumen des im Druck  gefäss 6 bzw. 26 enthaltenen Steuermediums um ein  Vielfaches grösser gewählt wird als das Volumen des  im Raum 12 bzw. 30 befindlichen Anteils oder indem  der Raum 12 bzw. 30 gegenüber dem     Durchfluss-          medium    so gut als möglich wärmeisoliert wird. Man  wird aber nicht darum herumkommen, die Regulier  einrichtung laufend, etwa durch Veränderung der  Spannung der Feder 11, den wechselnden Tempera  tureinflüssen des     Durchflussmediums    anzupassen, um  dadurch     annähernd    eine Korrektur der Regulierein  richtung zu bewirken.

   Diese Korrektur kann aber nur  in verhältnismässig engen     Grenzen    erfolgen, und sie  wird auch nie wirklich genau sein; insbesondere kann  sie nicht derart umfassend sein, dass bei abwechseln  dem     Durchfluss    von Heiss- und Kaltwasser durch das  gleiche Ventil eine ausreichende Reguliergenauigkeit  erreichbar ist.  



  Die für die Betätigung des Ventils nötige Tem  peratur des zu beheizenden Teiles des Steuermediums  wird vorteilhaft so gewählt, dass diese Temperatur  wesentlich über der Umgebungstemperatur des Druck  gefässes 6 bzw. 26 liegt, so dass sich letzteres bei  Unterbrechung der Heizung infolge eines erheblichen  Wärmegefälles gegenüber der Umgebung rasch ab  kühlt.  



  Es kann zweckmässig sein, die Temperatur des  Steuermediums, bei der die Betätigung des Stössels  erfolgt, so zu wählen, dass diese wesentlich über der       Temperatur    des durch das Ventil fliessenden Mediums  liegt. Dadurch fallen die Temperaturschwankungen  des durch das Ventil fliessenden Mediums im Rah  men des gesamten Temperaturgefälles zwischen  Steuermedium und     Durchflussmedium    weniger ins  Gewicht, so dass das ganze System trotz unterschied  lichen Temperaturen des     Durchflussmediums    eine  weitgehend konstante Reguliergenauigkeit aufweist.  



  Wenn die Anordnung nach     Fig.    1 etwa als Regu  liereinrichtung für die Wasserspeisung eines     Radia-          tors    für Raumheizung verwendet wird, wobei der       Warmwasservorlauf    max. 60  C beträgt, die Solltem  peratur in dem zu heizenden Raum auf 20  C ein  gestellt ist und das     Druckgefäss    sich im betreffenden  Raum, einigermassen von der Strahlungseinwirkung  durch den Radiator geschützt befindet, kann die  Temperatur des Steuermediums im Druckbehälter 6  beispielsweise mit 80  C gewählt werden. Diese An  gaben sind lediglich als Beispiel zu verstehen.

   Es  können, je nach den gestellten     Bedingungen,    auch  andere     Temperaturverhältnisse    zweckmässig sein.  



  Die elektrische Heizung des Druckgefässes 6     resp.     26 kann direkt an das normale Lichtnetz mit     Gleich-          oder    Wechselstrom angeschlossen werden. Es könnte  aber auch ein Transformator vorhanden sein, welcher  die Wechselspannung auf einen kleineren Wert her-    untertransferiert. Als Stromquelle 13 könnte aber auch  eine Batterie dienen, die allenfalls mit einer Auflade  vorrichtung in Verbindung steht.  



  Es liessen sich auch weitere Ausführungsformen  denken, bei denen die Ventildruckkammer im     Oberteil     des Ventils angebracht ist oder anstelle eines Stössels  Klappen oder ähnliche Regulierorgane betätigt wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Beeinflussung eines Regulier organs, insbesondere eines Durchflussventils, wobei zu seiner Betätigung die Temperatur eines Steuer mediums unter dem Einfluss einer Heizvorrichtung verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Heizorgan in Abhängigkeit mindestens einer physika lischen Grösse gesteuert wird und dabei das in einem Druckgefäss enthaltene Steuermedium beeinflusst, wo bei die Volumenänderung des Steuermediums infolge der Temperaturänderung im Druckgefäss eine Druck änderung zur Folge hat, welche auf das Regulier organ übertragen wird, dessen Regulierstellung in Ab hängigkeit des auftretenden Druckes verändert wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein mit einer elektrischen Heizvorrichtung versehenes Druck gefäss für das Steuermedium, das mit dem zu betäti- genden Regulierorgan in Wirkverbindung steht, wo bei im Heizstromkreis eine elektrische Kontaktvor richtung vorhanden ist, die mit mindestens einem Messorgan in Wirkungsverbindung steht und durch dieses betätigbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgefäss gegenüber dem zu steuernden Medium wärmeisoliert angeordnet ist.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch mindestens einen im elektrischen Heizstromkreis des Druckgefässes liegenden, von einem Thermostaten betätigbaren Schalter. 3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch einen im elek trischen Heizstromkreis des Druckgefässes liegenden Regler, welcher den Heizstromkreis in Abhängigkeit physikalischer Grössen regelt. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 2, mit einem in ein Heiz- und Kühlsystem eingebauten Wärmeaustauscher, gekennzeichnet durch zwei im Heizstromkreis liegende, parallel geschaltete Schalter mit je einem zur Betätigung jedes Schalters dienenden Thermostaten, von denen einer bei über schreiten einer eingestellten, unteren Temperatur grenze den Heizstromkreis unterbricht und der an dere Thermostat bei Überschreiten einer vorbestimm ten, oberen Temperaturgrenze den Heizstromkreis schliesst. S. Einrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl im Heizstromkreis liegender, in Serie geschalteter Schalteinrichtungen. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgefäss mit dem Ventildruckraum eine räum liche Einheit bildet, wobei die elektrische Heizung auf das in diesem Raum enthaltene Steuermedium einwirkt. 7. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuermedium ein fluor- chlorsubstituierter Kohlenwasserstoff ist.
CH347372D 1956-09-29 1956-09-29 Verfahren zur Beeinflussung eines Regulierorgans, insbesondere eines Durchflussventils und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens CH347372A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2625561A1 (de) * 1976-06-05 1977-12-08 Behr Thomson Dehnstoffregler Regelkreis zur durchflussregelung eines fluessigen oder gasfoermigen mediums
DE3311493A1 (de) * 1982-03-31 1983-10-13 Herz Armaturen GmbH, 1100 Wien Vorrichtung zur einzelraum- oder raumzonentemperaturregelung

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