CH347434A - Mehrzweck-Arbeitsgerät - Google Patents
Mehrzweck-ArbeitsgerätInfo
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Description
Mehrzweck-Arbeitsgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Mehrzweck- Arbeitsgerät, das wahlweise zur Verwendung als Schneeräumer, Schaufel, Transportkarren hergerichtet werden kann, unter Verwendung eines Schaufel blattes mit zueinander stumpfwinklig angeordneten Bodenflächenteilen und einem mit dem Schaufelblatt starr verbundenen Bügelgriff.
Es gibt eine Vielzahl von Schneeschaufeln und Schneeschiebern, die derart ausgebildet sind, dass sie nur für den bestimmten Zweck allein voll taugen, während sie in anderer Verwendung recht mühsam zu handhaben sind. So ist das Wegschaufeln von Schnee mit den bekannten Schneeschiebern oft um ständlich, weil der Schnee auf dem Schieber nicht hält und leicht herunterfällt.
Umgekehrt können die bekannten Schneeschaufeln wieder nur mühsam als Schieber Verwendung finden, weil ein steileres An setzen des Schaufelblattes dien Stiel meinen ungün stigen Arbeitswinkel bringt.
Von Nachteil ist es auch, dass ein ausgesprochen für den Winter bestimmtes Gerät die übrige Jahres zeit nur lästig im Wege ist und ausserhalb der Schnee zeit keine Verwendung findet und wegen -der geringen Ausnützbarkeit daher nicht gerne angeschafft wird, um so mehr als sich .die dafür aufzuwendenden Kosten für die kurze Gebrauchsdauer nicht lohnen.
Bisher ist kein Schneeräumgerät vorgeschlagen, worden, das mit wenigen Handgriffen in ein Räderfahrzeug ver- wandelbar ist, das vor allem in den schneefreien Monaten zur Verwendung kommen kann.
Die vorliegende Erfindung hat ein Mehrzweck- Arbeitsgerät im Auge, das bei einfacher Handhabung sowohl im Winter als auch im Sommer ein nützliches Hilfsmittel und jederzeit zur Hand sein kann. Es sind zwar schon Vorschläge gemacht worden, eine Schneeschaufel mit Rädern zu versehen, die wahl weise am Schaufelboden angebracht und von diesem entfernt werden können, doch ist eine derartige Anordnung vorwiegend als Rollschneeschaufel ge dacht und dient nur dazu, die beladene Schaufel nicht über den blossen Erdboden oder über eine schnee freie Strecke schieben zu müssen, was wegen der damit verbundenen Reibung nur mühsam ausführbar wäre.
Die Erfindung ermöglicht demgegenüber ein Gerät zu schaffen, das weiteren Ansprüchen gerecht wird, wie z. B. zur Verwendung als Karren als Kehrschaufel oder ähnlichem.
Gemäss der Erfindung ist unterhalb d'er-Boden- fläche des Schaufelblattes eine Achse mit Rädern anbringbar, damit das Gerät als Rollschaufel oder Hilfskarren verwendbar ist. Hierdurch kann ein für die verschiedensten Aufgaben, wie sie in Haus und Garten täglich gestellt werden, heranziehbares und mit Erfolg brauchbares Mehrzweckgerät geschaffen sein. Mit diesem Gerät als Schneeräum;gerät eingerichtet kann mühelos das drei- bis vierfache einer gewöhn lichen Schneeschaufel oder eines bekannten Schnee schiebers zu leisten sein.
In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungs beispiele der Erfindung wiedergegeben, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Mehrzweck- Arbeitsgerätes in der Verwendung als Schneeräumer oder Schaufel, Fig. 2 ein Schaubild der gleichen Anordnung und Fig. 3 eine Seitenansicht des Gerätes in der Ver wendung als Hilfskarren oder Rollschaufel.
In den Fig. 4 und 5 ist ein weiteres Mehrzweck- Arbeitsgerät für die gleichen Verwendungszwecke wiedergegeben, .das eine besonders vorteilhafte Aus bildung unter Verwendung von L-profiligen Stahl schienen aufweist.
Nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist ein Schaufelkörper des Gerätes aus Stahlblech hergestellt, es könnte aber auch anderes Material, etwa Dur- aluminium oder einer der bekannten Kunststoffe, zur Verwendung kommen. Der Schaufelkörper besteht aus einem zweiflächigen Boden 1, 2, an dessen Seiten rändern und hinterem Rand entsprechende Wände hochgebördelt sind, so dass eine vorn offene Zarge gebildet ist, somit ein nach vorn und oben offener Schaufelkörper entsteht.
An den Zusammenstössen 9 sind die seitlichen Zargenwände 4, 4' und die rück wärtige Z:argenwand 6 miteinander verschweisst. Der Schaufelkörper wird günstigerweise aus einem ent sprechend ausgestanzten Blechstück hergestellt. Der vordere Bodenflächenrand 1 ist ungebördelt und ge härtet, um eine gegen die grössere Beanspruchung beim Gebrauch genügend Festigkeit aufzuweisende Vorderkante zu erhalten.
Der Bodenflächenteil 2, der etwa das hintere Drittel des Gesamtbodens bildet, steht in einer schwa chen Neigung zum vorderen Bodenteil 1, und zwar derart, dass das Ende des Bodenteiles 2 etwa 1 cm über der verlängerten Ebene des Bodenteiles 1 liegt. Diese stumpfwinklige Anordnung der .beiden Boden flächenteile zueinander verhindert nicht nur :bei der Verwendung des als Schneeräumer eingerichteten Gerätes das Ansaugen des Gerätes bei sehr nassem Schnee, sondern gewährleistet auch seine leichtere Handhabung bei den sonstigen Arbeiten, die mit dem Gerät ausgeführt werden können. So kann z.
B. vom vorderen Bodenteil 1 des als Schaufel verwendeten Gerätes aufgenommener Schnee bzw. sonstiges Material durch Niederdrücken des Boden teiles 2 auf diesen hineingleiten und ist damit gegen Herunterfallen vom Gerät besser gesichert.
Der obere Rand 10 der seitlichen Zargenwände steigt gegen die Zargen.rückwand 6 an, so dass im rückwärtigen Teil des Schaufelkörpers ein verhältnis mässig grosser Fassungsraum entsteht. Ausgehend vom Zusammenstoss der Bodenflächenteile 1 und 2 weisen die Zargenwände 4, 4' je eine Dreieckssicke 3 auf, deren Spitze im Boden 1, 2 liegt.
Die Sicke 3 gibt nicht nur :eine erwünschte Verstärkung der Zargen wände, sondern ermöglicht erst die erwähnte Neigung der beiden Bodenflächenteile 1 und 2 zueinander, wenn der Schaufelkörper aus einem einzigen Blech teil gefertigt ist. An den Zargenwänden 4 und 4' ist ein bekannter Bügelgriff 5 angeordnet, mit dem man das Gerät je nach Verwendungsart bequem vor sich herschieben kann.
Um die Bodenteile 1, 2 gegen Ver biegungen zu _sichern, können in diesen Längsfalze 11 eingesickt werden, die bei der Einrichtung und Ver wendung des Gerätes als Schneeschaufel oder -schieber gleichzeitig als Führungsrillen im Schnee dienen.
Für die Verwendung des Gerätes in der schnee freien Zeit kann unterhalb des Schaufelkörperbodens, vorzugsweise unter dem Zusammenstoss der beiden Bodenflächenteile 1, 2, eine Achse 7 in an den Seitenzargen des Schaufelkörpers anschraubbare, in deren Sicken 3 passende Laschen eingesetzt werden, womit sich aus Schaufelkörper, Bügelgriff und Rädern 8 ein sehr brauchbarer Hilfskarren bzw. eine Rollschaufel ergibt. Durch die besondere Bauart dieses Karrens ist es z.
B. möglich, am Boden liegende Gegenstände mit dem vorderen Rand des Bodenteiles 1 zu erfassen und durch Niederdrücken des Boden teiles 2 auf den Erdboden in den rückwärtigen Schaufelkörperteil zu befördern, so dass ein Bücken des Handhabers wegfällt. Ebenso können Unrat, Papierreste, Laub oder dergleichen in den Schaufel körper hineingekehrt und mittels des Gerätes weg gefahren werden. Auch zum kurzstreckigen Befördern von Lasten, wie Koffern oder ähnlichem, ist :der ge bildete Hilfskarren vorzüglich geeignet.
Nach dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Aus führungsbeispiel bestehen der Boden 1, 2 und die seitlichen Zargenwände des Schaufelkörpers nicht mehr aus einem einzigen Blechteil. Hier finden dem abgewinkelten Boden mit an diesem hochgebogener rückwärtiger Zargenwand angepasste L-profilige Stahl schienen 12 Verwendung, wobei der von den Schie nen seitlich eingefasste Boden 1, 2 und die Zargen seitenwände 4, 4' mit den Stahlschienen 12 durch Punktschweissung unlösbar verbunden sind.
Auch hier kann der U-förmige Bügelgriff 5 an den Zargen seitenwänden 4, 4' angebracht sein oder, wenn eine besonders grosse Festigkeit wünschenswert ist, mit den Stahlschienen 12 im hinteren geraden und aufwärts gebogenen Endteil verschweisst sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Griff 5 einerseits mit den Zargenseitenwänden 4, 4' und anderseits mit dem gebogenen Endteil der Stahlschienen 12 fest ver bunden.
Zur Verstärkung der Zargenseitenwände 4, 4' weisen .diese im Ausführungsbeispiel an der Ober kante 10 .eine Sicke auf, doch kann diese auch web bleiben. Die Laschen zum Anbringen der Achse 7 mit den Rädern 8 sind hier, da ihr Halt an den Sicken 3 beim Gerät nach Fig. 1 bis 3 wegfällt, in der Weise am Schaufelkörper befestigbar, dass sie je mit zwei Bohrungen versehen sind, die mit Bohrungen in den Zargenseitenwänden 4, 4' und den Stahlschienen 12 korrespondieren,
so d@ass sie durch eingesetzte Schrauben lösbar mit dem Schaufelkörper verbunden werden können. Eine weitere Bohrung in einem unter die Bodenfläche 1, 2 ragenden Teil der befestigten Laschen dient zum Einsetzen der Achse 7.
Eine besonders preisgünstige Ausführung des Gerätes besteht darin, dass nur der Bodenteil 1, 2 mit aufgebogener Rückwand und die Stahlschienen 12 als Schaufelblatt, und der Griff 5 Verwendung finden, also ,<B>die</B> Kosten für Material und Bildung der Zargen wände 4, 4' entfällt. Eine solche Ausführung, bei der in ähnlicher Weise wie bei den oben -genannten Ausführungsbeispielen eine Achse mit Rädern am Schaufelblatt eingesetzt werden kann, würde für viele Zwecke vollauf genügen.
Der Griff 5 könnte in diesem Falle an den L-profiligen Stahlschienen 12, wie im zweiten Ausführungsbeispiel angegeben, befe stigt werden, wobei nach Wunsch im rückwärtigen Teil des Schaufelblattes Seitenteile einsetzbar sein könnten, die einmal das Herausfallen von aufgeschau- feltem Gut verhindern, zum andern eine willkommene Verstärkung der Verbindung des Griffes 5 mit dem Kasten bilden würden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mehrzweck-Arbeitsgerät, das wahlweise zur Ver wendung als Schneeräumer, Schaufel, Transport karren hergerichtet werden kann, unter Verwendung eines Schaufelblattes mit zueinander stumpfwinklig angeordneten Bodenflächenteilen und einem mit dem Schaufelblatt starr verbundenen Bügelgriff, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Bodenfläche dts Schaufelblattes eine Achse mit Rädern anbringbar ist, damit das Gerät als Rollschaufel oder Hilfskarren verwendbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Mehrzweckgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfläche eines Schaufel körpers an beiden Seiten von nach hinten höher werdenden Zargenwänden und hinten von einer rück wärtigen Zargenwand umschlossen ist und der U- förmige Bügel als Schaufelstiel an ,den beiden parallel laufenden seitlichen Zargenwänden durch Ver schraubung oder Vernietung befestigt ist. 2.Mehrzweckgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schaufelblatt und die Zargenwände aus einem Mate rialstück bestehen, wobei die Zargenwände am Schaufelblatt hochgebördelt und an ihren Zusammen stössen verschweisst sind und die beiden Seitenzargen beim Zusammenstoss der beiden zueinander im stump fen Winkel stehenden Bodenflächenteile eine Sicke aufweisen. 3.Mehrzweckgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, d@ass die dem Bügelgriff zugekehrte rückwärtige Zargenwand an der Bodenfläche hoch gewölbt ist und die gesamte Bodenfläche an ihren Längsseiten von je einer -daran angepassten L-profi- ligen Stahlschiene mit ebenfalls hochgebogenem hin terem Teil eingefasst ist. 4.Mehrzweckgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die L-profiligen Stahlschienen seitliche, nach hinten bis zur Höhe der aufgewölbten Zargenwand höher wer dende Zargenwände eingesetzt und an den Stahl schienen befestigt sind. 5. Mehrzweckgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügelgriff mit den L-profiligen Stahlschienen fest verbunden ist. 6.Mehrzweckgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass je eine in ihrer Form den Sicken angepasste Lasche an den seitlichen Zargenwänden befestigbar ist, wobei ein bei ihrer Befestigung an den Seitenzargen unter die Bodenfläche reichender Fortsatz der Laschen Boh rungen zur Aufnahme der Achse aufweist. 7. Mehrzweckgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse in die L-profiligen Stahlschienen einsetzbar ist. B.Mehrzweckgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Zargenwände an ihrer Oberkante eine Sicke zur Verstärkung aufweisen. 9. Mehrzweckgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfläche und die Zargen des Schaufelkörpers aus Stahlblech hergestellt sind. 10. Mehrzweckgerät nach Patentanspruch da durch gekennzeichnet, dass mindestens einzelne Teile des Gerätes aus Kunststoff, z. B. Plastikmaterial, hergestellt sind.
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