CH347483A - Verfahren zum Trocknen von Teigwaren - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von TeigwarenInfo
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Description
Verfahren zum Trocknen von Teigwaren Das Trocknen von Teigwaren, wie Spaghetti, Maccaroni usw., geschieht heute mit klimatisierter Luft.
Beim Lagern in klimatisierten Räumen bean sprucht der Trocknungsvorgang viel Zeit: 30, 40 und mehr Stunden. Die Qualität ist gut, der Ausschuss gering. Die langen Trocknungszeiten und die grossen Räume stellen jedoch erhebliche Nachteile dar.
Seit einiger Zeit trocknet man auch im Durch laufverfahren nach genau vorgeschriebenem Klima- Zeit-Programm. Das Verfahren ist beschränkt auf dünne Teigwaren. Die Trocknungszeiten sind kürzer geworden, betragen aber immer noch 10, 20 und mehr Stunden. Die Qualität ist gut, der Ausschuss jedoch sehr hoch, da schon geringe Abweichungen vom Programm zu Bruchware führen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Trock- nungszeiten erheblich zu senken, Ausschuss zu ver meiden, die Betriebskosten zu senken, die Qualität zu steigern und von den Abmessungen der Teigwaren, wie Spaghettidurchmesser, unabhängig zu werden. Dieses Ziel wird erreicht, indem man erfindungs gemäss klimatisierte Luft mit Hochfrequenzenergie kombiniert, wobei es aus qualitativen und wirtschaft lichen Gründen nicht gleichgültig ist, wieviel Hoch frequenz und wann - über den Trocknungsvorgang betrachtet - diese zugesetzt wird.
Die kürzeren Trocknungszeiten - bis ein Zehntel der bisherigen - ergeben kürzere Trocknungs- anlagen. Kürzere Trocknungsanlagen weisen geringe ren Energieverbrauch auf, indem die erforderliche Warmluft für weniger grosse Trockenräume erzeugt werden muss als bei den bisherigen Verfahren. Die Anschaffungskosten sind deshalb geringer, voraus gesetzt, dass die zusätzlichen Aufwendungen für die Hochfrequenzeinrichtung, wie Generator, Elektroden usw., die Einsparungen nicht wieder kompensieren oder gar übersteigen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Teigwaren. Die Erfindung besteht darin, dass das Trocknen der Teigwaren in klimatisier ter Luft erfolgt und dabei die Teigwaren einem Hoch frequenzfeld- mit einer Feldstärke zwischen 12 bis 20 Volt/cm ausgesetzt werden.
Die Teigwaren verlassen die Presse mit etwa 31 % Feuchtigkeit. Aufgabe des Trocknungsverfah- rens nach der Erfindung ist es, diese Feuchtigkeit auf etwa 12 % zu reduzieren. Während des Trocknungs- verfahrens muss somit eine Feuchtigkeitsentnahme von etwa 18 bis 20 % erfolgen.
Nach bisherigen Trocknungsverfahren mit klima tisierter Luft allein, ergeben sich Trocknungszeiten von etwa 10 Stunden. Das ist bei Anwendung von klimatisierter Luft allein schon ein sehr gutes Resultat. Die dabei zur Klimatisierung benötigte, in der Warm luft der betreffenden Anlage zugeführte Energiemenge, einschliesslich aller Verluste in der Anlage, sei El. Die von der Anlage aufgenommene elektrische Lei stung sei L1.
Es sei nun angenommen, dass nach bisherigen Trocknungsverfahren die Trocknungszeit, zum Bei spiel durch Leistungssteigerung, auf 2 Stunden reduziert werden soll. Die benötigte Gesamt energie E2 bleibt dabei ungefähr gleich gross, also E2 cv El. Die benötigte elektrische Lei stung erhöht sich auf etwa
EMI0001.0047
Wenn man nun, in Anlehnung an bisherige Hoch frequenzerwärmungsverfahren, die Leistung einerseits auf Klimatisieren der Luft und anderseits auf Er wärmen des Gutes mit Hochfrequenz aufteilt, so ist es naheliegend,
den Hochfrequenz-Leistungsanteil LHr möglichst gross zu machen. Dies deshalb, um eine rasche und gleichmässige Erwärmung über das ganze Teigwarenvolumen zu erreichen und so eine kurze Trocknungszeit zu erhalten. In üblicher Weise würde der Fachmann die Leistung L, zu etwa 3/4 auf die Hochfrequenzheizung und zu 1/4 auf die Klimatisie rung der Luft verteilen.
Der klimatisierten Luft fiele nur noch die Aufgabe zu, die Geschmeidigkeit der Oberflächenzone der Teigwaren zu erhalten, respek tive eine Verschalung ihrer Oberfläche zu vermeiden sowie den Feuchtigkeitstransport zu bewirken. Das bedingt grosse und teure Hochfrequenzgeneratoren, die das Verfahren unwirtschaftlich machen.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Über raschende Erkenntnis zu Grunde, dass es nicht nötig ist, die Trocknung mit relativ grosser Hochfrequenz energie durchzuführen, das heisst mit den bisher üblichen Feldstärken im Behandlungsraum von 100<B>...</B> 1000 Volt/cm. Es genügt, die der klimatisier ten Luft ausgesetzten Teigwaren gleichzeitig einem nur schwachen Hochfrequenzfelde, mit einer Feld stärke in der Grössenordnung von 12 bis 20 Volt/cm auszusetzen. Dies erlaubt eine wesentliche Senkung der erforderlichen Hochfrequenzenergie bei gleich zeitiger, ebenfalls wesentlicher Reduktion der Behand lungszeit.
Durch die Anwendung von nur kleinen Feldstärken wird die klimatisierte Luft gewisser massen aktiviert. Die Hochfrequenz wirkt gewisser massen als Katalysator.
Durch diese überraschende Wirkung, dass durch ein schwaches Hochfrequenzfeld klimatisierte Luft für die Trocknung von Teigwaren wirksamer wird, werden grosse wirtschaftliche und qualitative Fort schritte erzielt.
Die Durchführung des Verfahrens nach der Erfin dung kann in verschiedener Weise vorgenommen wer den. Dies soll anhand der Betriebsdiagramme 1-4 der Zeichnung beispielsweise erläutert werden.
Das Diagramm in Fig.1 zeigt prinzipiell den Einsatz der Hochfrequenz in Kombination mit kli matisierter Luft. Deren Temperatur liegt unterhalb 90 C. Deren Feuchtigkeit, nachstehend als Klima bezeichnet, wird durch die Temperaturdifferenz <I>d T</I> zwischen Trockentemperatur Ttr und Feuchttempe- ratur Tr (Taupunkt) dargestellt. Das Klima variiert zwischen 3 und 5 C.
Die Einwirkung der Hoch frequenz, dargestellt durch die Feldstärke FHr, ist über die Trocknungszeit - welche im gezeichneten Beispiel 2 Stunden beträgt - entweder konstant bei 12 Volt/cm oder treppenförmig ansteigend auf 16 Volt/cm oder 20 Volt/cm. Diese Werte, welche als ungefähre Werte anzusehen sind, sollen nicht überschritten werden. Diese sind etwa zehnmal nied riger als bei den üblichen Hochfrequenzerwärmungen. Das Wirken der Hochfrequenz darf deshalb als katalytisch bezeichnet werden.
Die benötigte Energie wird überwiegend durch die klimatisierte Luft auf gebracht, wobei gleichzeitig die Behandlungszeit wesentlich heruntergesetzt werden kann. Bei allen bisherigen Trocknungsvorgängen unterhalb 100 C handelt es sich um ein mühsames Verdunsten. Durch Anwesenheit eines nur schwachen Hochfrequenz feldes diffundiert die Feuchtigkeit vielfach schneller in die Oberflächenzone, wo sie dann durch die klimatisierte Luft leicht aufgenommen und wegtrans portiert wird. Dabei bewirken bereits Spuren von Hochfrequenz diese Aktivierung.
Nachfolgend wird von einzelnen Zonen gesprochen. Werden die Teig waren im Durchlaufverfahren getrocknet, so handelt es sich bei den Zonen um mehrere, hintereinander durchlaufene Kammern. Wird die Trocknung in ein und demselben Raum durchgeführt, so ist unter Zone der wechselnde Zustand der Temperatur, der Feuch tigkeit und der Feldstärke in diesem Raum zu ver stehen, in dem die Teigwaren während bestimmten Zeitintervallen ausgesetzt sind. In den Fig. 1 bis 4 sind die Zonen nicht als solche speziell bezeichnet. Mit jeder Änderung der Hochfrequenzfeldstärke be ginnt dort eine neue Zone.
Das Diagramm in Fig. 2 zeigt eine Variante in dem Sinne, dass das Klima-Hochfrequenz-Programm entsprechend Fig. 1 verzögert einsetzt. In der 1. Zone erfolgt ohne Hochfrequenz eine Vortrocknung bei geringer Feuchtigkeit der Luft. Das Diagramm Fig. 3 zeigt in der 1. Zone die Vortrocknung bei grossem<I>d T,</I> also bei geringer rela tiver Luftfeuchtigkeit. In der 2. Zone ist Klima und Hochfrequenz kombiniert.
Dabei ist Tfr = 80 C, Tf = 75 C, also<I>d T =</I> 5 C und FHF - 12 V/cm. In der 3. Zone erfolgt die Wiederholung der Vortrock- nung, bei gleicher Feuchtigkeit<I>d T =</I> 5 C. In der 4. und 5. Zone wird die Hochfrequenz in Stufen von 16 und 20 V/cm wirksam.
Nach dem Diagramm in Fig. 4 wird in<B>-</B>der 5. und 6. Zone<I>d T</I> auf 5 C vergrössert. In der 6. Zone wirkt Hochfrequenz ein. Der Hauptunterschied gegen über den Diagrammen Fig. 1 bis 3 besteht im inter- mittierenden Einsatz der Hochfrequenz.
Die Pausen ohne Hochfrequenz in den Diagram men entsprechend Fig.3 und 4 bezwecken einen Feuchtigkeitsausgleich resp. eine zeitliche Feuchtig keitsverteilung, die die Anwendung von Hochfrequenz noch wirtschaftlicher macht. In der 3. Zone vom Dia gramm Fig. 4 wird der Teigwarenoberfläche Feuch tigkeit stärker entzogen als in der 2. Zone, da<I>d T</I> grösser ist. Das grössere Feuchtegefälle besteht weiter in der 5. Zone, wo die Wirkung der Klima- und Hoch frequenzeinwirkung noch gesteigert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Trocknen von Teigwaren, da durch gekennzeichnet, d'ass das Trocknen der Teig waren in klimatisierter Luft erfolgt und dabei die Teigwaren einem Hochfrequenzfeld mit einer Feld stärke zwischen 12-20 V/cm ausgesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Klima<I>d T =</I> 3-5 C und die Hochfrequenzfeldstärke 12 V/cm beträgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei konstantem Klima<I>d T = 3</I> bis 5 C, die Hochfrequenzfeldstärke über die ganze Trocknungsperiode treppenförmig ansteigt, derart, dass sie in einer 1. Zone, während einer Zeit von 60 Minuten seit Trocknungsbeginn, 12 V/cm beträgt, darauf auf 16 V/em und nachher auf 20 V/cm an steigt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die l . Zone eine Vortrocknungszone mit A T = 10 bis 15 C ist. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vortrocknungszone mit<I>d T =</I> 10-15 C abge löst wird durch eine Klima-Hochfrequenz-Zone mit einer Hochfrequenzfeldstärke von 12 V/cm, worauf eine weitere Zone ohne Hochfrequenz mit<I>d T = 8</I> bis 10 C folgt, mit nachfolgender Zone Klima-Hoch- frequenz, wobei die Hochfrequenzfeldstärke konstant auf 12 V/cm gehalten wird oder treppenförmig an steigt bis 20 V/cm. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochfrequenz intermittierend einsetzt, wobei ihre Feldstärke konstant auf 12 V/cm gehalten wird oder treppenförmig ansteigt auf 20 V/cm.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH347483T | 1956-04-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH347483A true CH347483A (de) | 1960-06-30 |
Family
ID=4508018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH347483D CH347483A (de) | 1956-04-04 | 1956-04-04 | Verfahren zum Trocknen von Teigwaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH347483A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993002561A1 (de) * | 1991-07-31 | 1993-02-18 | Bühler AG Maschinenfabrik | Verfahren und vorrichtung zum pressen und trocknen von langen teigwaren sowie verwendung der vorrichtung |
| WO1993003620A1 (de) * | 1991-08-21 | 1993-03-04 | Bühler AG Maschinenfabrik | Verfahren und vorrichtung zum pressen und trocknen von teigwaren |
| EP0580214A3 (en) * | 1992-07-21 | 1994-05-25 | Braibanti M G Spa | Process for drying alimentary pasta |
-
1956
- 1956-04-04 CH CH347483D patent/CH347483A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5425959A (en) * | 1991-07-31 | 1995-06-20 | Buehler Ag | Process of and apparatus for pressing and drying long pasta |
| WO1993003620A1 (de) * | 1991-08-21 | 1993-03-04 | Bühler AG Maschinenfabrik | Verfahren und vorrichtung zum pressen und trocknen von teigwaren |
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