CH347591A - Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituierten Bz-1:Bz-1'-dibenzanthronyl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituierten Bz-1:Bz-1'-dibenzanthronyl

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CH347591A
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dibenzanthronyl
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nitrobenzene
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Alexander Martin Tellis
Irwin Randall David
Taras John
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Gen Aniline & Film Corp
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00—Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/02—Benzathrones
    • C09B3/12—Dibenzanthronyls

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituiertem     Bz-1:        Bz-1'-dibenzanthronyl       Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren  zur Herstellung von gegebenenfalls substituiertem       Bz-1    : Bz-     1'-dibenzanthronyl.     



  Es sind bereits mehrere Verfahren zur Herstellung  von     Bz-1:    Bz-     1'-dibenzanthronyl    beschrieben worden,  nach denen im wesentlichen     Benzanthron    in konzen  trierter Schwefelsäure mit einem Oxydationsmittel,  wie     Mangandioxyd,    Chromsäure oder Chromsäure  anhydrid,     Manganisulfat    und dergleichen umgesetzt  wird. Alle diese Verfahren, bei denen Schwefelsäure  und ein Oxydationsmittel benutzt wird, sind jedoch  infolge der wechselnden geringen Ausbeuten, der Bil  dung von     Oxoverbindungen    des     Benzanthrons    und       Dibenzanthronyls    sowie der hohen Kosten usw. nicht  völlig befriedigend.  



  Es sind auch schon verschiedene Vorschläge ge  macht worden, diese Nachteile zu beheben. So wird  in einer amerikanischen Patentschrift ein Verfahren  zur Umwandlung von     Benzanthron    mit Schwefel  säure und einem Oxydationsmittel beschrieben, nach  welchem die Kondensation unter milden Bedingun  gen, wie beispielsweise bei geringerer Konzentration  der Schwefelsäure     undjoder    verkürzter     Reaktions-          zeit        derart        durchgeführt        wird,

          dass        30-40%        des          Benzanthrons    unverändert in der Reaktionsmasse  zurückbleiben. Dieses Verfahren erfordert jedoch die  Rückgewinnung von     Benzanthron,    wenn verhältnis  mässig hohe Ausbeuten der     Bz-1:    Bz-     1'-dibenzanthro-          nyle    erhalten werden sollen.  



  Ein weiteres abgeändertes     Verfahren    ist in einer  weiteren amerikanischen Patentschrift beschrieben,  nach welchem anstelle der üblicherweise benutzten  Schwefelsäure     Methylschwefelsäure    oder     Äthyl-          schwefelsäure    benutzt wird.

   Auch nach diesem     Ver-          fahren        werden        keine        Ausbeuten        über        70%        erhalten,     und es ist ausserdem teuer, da es die vorausgehende    Herstellung der     Alkylschwefelsäure    durch Umsatz  von     Chlorsulfonsäure    mit dem entsprechenden Alko  hol und das anschliessende Entfernen des überschüssi  gen Alkohols, der sonst die Reaktion stören würde,  erfordert.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt daher, ein  verbessertes Verfahren zur Herstellung von gege  benenfalls durch Halogen oder einen niedermoleku  laren     Alkylrest    substituierten Bz -1 : Bz     -1'-dibenz-          anthronyl    zu schaffen, nach welchem höhere Aus  beuten des     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyls    erhalten  werden, und zwar praktisch frei von     Oxyverbindun-          gen    und nichtumgesetztem     Benzanthron    in der Reak  tionsmasse.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  von gegebenenfalls durch Halogen oder einen nieder  molekularen     Alkylrest    substituierten     Bz-1:        Bz-1'-di-          benzanthronyl    durch Kondensation von 2     Mol    gege  benenfalls durch Halogen oder einen niedermoleku  laren     Alkylrest    substituiertem     Benzanthron    mittels  eines Oxydationsmittels ist dadurch gekennzeichnet,  dass die Kondensation in einem Gemisch,

   das 90- bis       100%-ige        Schwefelsäure        oder        bis        650/aiges        Olenin     und gegebenenfalls durch einen niederen     Alkylrest     substituiertes Nitrobenzol enthält, durchgeführt wird.  Es wurde gefunden, dass man nach dem vorliegenden  Verfahren wesentlich höhere Ausbeuten an     Bz-1    :     Bz-          1'-dibenzanthronyl    höherer Reinheit erhalten kann,  als es bisher ohne Aufarbeitung des Reaktionsge  misches zwecks Entfernung des nichtumgesetzten       Benzanthrons    und des überoxydierten Materials mög  lich gewesen ist.

   Nach dem erfindungsgemässen     Ver-          fahren        können        Ausbeuten        von        etwa        75-95        %        erhal-          ten    werden und die Reinigung durch saure Umkri  stallisation sowie die     Alkaliextraktion,    um     Oxykörper     zu entfernen, sind nicht mehr notwendig.

        Die bei dem erfindungsgemässen Verfahren gege  benenfalls benutzte Schwefelsäure soll eine Konzen  tration von wenigstens 90     Gew.o/o    besitzen, da bei  niedrigeren Konzentrationen durch das Wasser ein  Verdicken des Reaktionsgemisches bewirkt wird,  hierdurch Schwierigkeiten beim Rühren auftreten  und die Qualität des Produktes verschlechtert wird.  



  Die Schwefelsäure bzw. das     Olenin    in dem Reak  tionsmedium braucht nur in Mengen von etwa 2 bis  6     Gew.-Teilen    je Teil des zu oxydierenden Benz  anthrons benutzt zu werden, doch können gegebenen  falls auch grössere Mengen angewendet werden, in  welchem Falle das Verfahren dann natürlich im  allgemeinen weniger wirtschaftlich wird.  



  Im Reaktionsmedium wird Nitrobenzol selbst  bevorzugt. Es können jedoch auch Nitrobenzole be  nutzt werden, die durch einen niedermolekularen       Alkylrest,    wie     Methyl,    Äthyl,     Propyl    oder     Butyl    und  dergleichen, substituiert sind. Das Nitrobenzol kann  in Mengen von etwa 2-30     Gew.-Teilen    und vor  zugsweise 2-10     Gew.-Teilen    je Teil zu oxydierendes       Benzanthron    benutzt werden, doch können gegebe  nenfalls auch grössere Mengen Anwendung finden.

         Nitrobenzol    selbst wird bevorzugt, weil es billig ist,  leicht durch Dampfdestillation und dergleichen ent  fernt werden kann und bei seiner Verwendung das  gewünschte     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyl    in hoher  Ausbeute und in hoher     Qualität    erhalten wird. Das  Gewichtsverhältnis der Schwefelsäure zum Nitro  benzol kann, je nach dem besonderen Falle, und in  Abhängigkeit von der Reaktionstemperatur und der  Reaktionsdauer sowie der Konzentration der Säure  und dergleichen etwa 1 : 1-1 : 5 betragen.  



  Als Oxydationsmittel, die bei dem Verfahren zur  Umwandlung des     Benzanthrons    benutzt werden kön  nen, kommen alle die in Frage, die bisher schon mit  Schwefelsäure benutzt worden sind, wie Mangan  dioxyd,     Alkalichromate,        Chromsäureanhydrid,        Man-          ganisulfat    und dergleichen,     Mangandioxyd    wird be  vorzugt. Die Menge des zu verwendenden Oxyda  tionsmittels ist von der Konzentration des Lösungs  mittels, dem Verhältnis von Schwefelsäure und     Nitro-          benzol,    der angewendeten Temperatur und derglei  chen abhängig.

   Im allgemeinen wurde gefunden, dass  1-8     Mol        Mangandioxyd    oder eine äquivalente  Menge eines anderen Oxydationsmittels je     Mol    Benz  anthron die gewünschten Resultate ergeben.  



  Das Oxydationsverfahren kann bei Temperaturen  von -10  C oder tiefer bis zu 55  C oder höher so  lange durchgeführt werden, bis eine vollständige Um  wandlung erfolgt. Anstelle des     Benzanthrons    selbst  können auch andere     substituierte        Benzanthrone,    die  keine Halogen- oder     Alkylgruppen    in den 2- oder     Bz-1-          Stellungen    enthalten, wie     6-Methyl-,        6-Äthyl-,        6-Chlor-,          7-Äthyl-,        7-Chlorbenzanthrone    und dergleichen als       Ausgangsverbindung    benutzt werden,

   wodurch die  entsprechend substituierten     Bz-1:    Bz-     1'-dibenzanthro-          nyle    erhalten werden. Das     Bz-1:        Bz-1'-dibenzanthro-          nylprodukt    kann in ausgezeichneter Ausbeute und  Reinheit gewonnen werden, indem das Reaktions-         gemisch    nach beendeter Reaktion einfach in Wasser  eingegossen,     abfiltriert    und aus dem Filterkuchen die  kleinen Mengen Nitrobenzol entfernt werden, indem  dieser einer Dampfdestillation unterworfen wird.

   Das  rohe Produkt wird dann in bekannter Weise mit  verdünnter Schwefelsäure und     Natriumbisulfit    erhitzt,  um das     Mangandioxyd    zu entfernen, worauf das Pro  dukt     abfiltriert,    gewaschen und getrocknet wird.  



  Die nach dem oben beschriebenen erfindungs  gemässen Verfahren hergestellten     Bz-1:        Bz-1'-dibenz-          anthronyle    können für die Herstellung von verbesser  ten Zwischenprodukten und Farbstoffen benutzt wer  den, wie beispielsweise durch Schmelzen in     Ätzalkali     zu dem entsprechenden     Dibenzanthron    und derglei  chen. Die erhaltenen Produkte besitzen verbesserte  Eigenschaften, die der höheren Reinheit der be  nutzten     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyle    zuzuschreiben  sind.

   Die     Bz-1:        Bz-1'-dibenzanthronylprodukte    des  oben beschriebenen erfindungsgemässen Verfahrens  können auch durch Behandlung mit     Nitriersäure     (Salpetersäure und Schwefelsäure) mono- oder poly  nitriert werden.  



  Es wurde auch gefunden, dass das Reaktions  gemisch, das das     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyl    in dem  nach dem oben beschriebenen erfindungsgemässen  Verfahren erzeugten Schwefelsäure -     Nitrobenzol-          Medium    enthält, sich auch sehr gut für die unmittel  bare     Nitrierung    des     Dibenzanthronyls    ohne dessen  Isolation eignet. Zu diesem Zwecke braucht dem  genannten Reaktionsgemisch einfach Salpetersäure  oder eine gemischte     Nitriersäure    aus Schwefelsäure  und Salpetersäure in den erforderlichen Mengen zu  gesetzt zu werden.

   Dieses     Nitrierverfahren    ist, da  nach ihm die Isolationsstufe vermieden wird, die  sonst erforderlich sein würde, nicht nur wirtschaft  lich, sondern die aus dem nitrierten     Dibenzanthronyl     durch Reduktion und     Alkalischmelze    hergestellten       Dibenzanthronverbindungen    besitzen auch verbes  serte und unerwartete Eigenschaften, welche die nach  den bisher bekannten Verfahren hergestellten Pro  dukte, bei welchen die     Nitrierung    entweder in  Schwefelsäure oder organischen Lösungsmitteln, wie  Nitrobenzol, durchgeführt wird, nicht besitzen.

   Diese  verbesserten Eigenschaften zeigen sich in einer Ver  besserung der Echtheit gegenüber Chlor und derglei  chen, woraus hervorgeht, dass durch das andersartige       Nitriermedium    anscheinend eine Änderung in der  Orientierung der eintretenden Nitrogruppen erfolgt  und     isomere    Produkte erhalten werden, die von den  jenigen des Standes der Technik verschieden sind.  



  Die oben beschriebene     Nitrierung    kann durchge  führt werden, indem Salpetersäure oder gemischte       Nitriersäure    (Salpetersäure und Schwefelsäure) dem  nach dem oben beschriebenen Verfahren erhaltenen       Schwefelsäure-Nitrobenzol-Reaktionsgemisch    des     Bz-          1    :     Bz-1'-dibenzanthronyls    zugesetzt wird.  



  Das Gewichtsverhältnis von Salpetersäure zu  Schwefelsäure kann etwa 1 :9 bis 9: 1 betragen,  wobei die Menge der in jedem besonderen Falle  benutzten Salpetersäure von der Menge Schwefel-      säure, die bereits in dem Reaktionsgemisch vorhan  den ist und von dem gewünschten Ausmass der       Nitrierung    in dem nitrierten     Dibenzanthronylprodukt     abhängig ist.

   So soll, wenn ein     Mononitroprodukt     erwünscht ist, wenigstens 1     Mol    Salpetersäure (ein       10%iger        Überschuss        wird        gewöhnlich        bevorzugt)        je          Mol        Dibenzanthronyl    (oder etwa 2     Mol        Benzanthron)     benutzt werden. Ebenso sind 2, 3 oder mehr Mole  Salpetersäure erforderlich, falls die     di-,        tri-    und höher  nitrierten Produkte erzeugt werden sollen.

   In dem  Reaktionsgemisch können, bezogen auf das Gewicht       der        Schwefelsäure,        bis        zu        10%        Wasser        vorhanden     sein, ohne dass die     Nitrierwirkung    der gemischten       Säure        verringert        wird;

          95%ige        Salpetersäure        (Spez.          Gew.        1,51)        und        100%ige        Schwefelsäure        (Spez.        Gew.          1,83)        werden        bevorzugt.        Da        100%ige        Schwefelsäure     bereits in dem Gemisch vorhanden ist, braucht, falls       erwünscht,

          nur        90-100%        ige        Salpetersäure        zugesetzt     zu werden oder es kann bis herunter auf ein Gemisch       aus        etwa        10%        Salpetersäure        und        900/a        Schwefelsäure     gegangen werden. Eine Mischsäure, die Salpetersäure  und Schwefelsäure in einem Verhältnis von 1 :3  enthält, wird bevorzugt.

   Die Bedingungen der     Nitrie-          rungsreaktion    und die Mengenverhältnisse der Kom  ponenten richten sich also nach den gewünschten  Resultaten. Die Temperaturen, bei welchen die     Ni-          trierung    durchgeführt wird, können zwischen etwa  -10 und +25  C oder höher liegen, und die einzige  Beschränkung ist die, dass man die Temperaturen  nicht so hoch ansteigen lässt, dass eine übermässige  Oxydation eintritt.  



  Wenn die     Nitrierungsreaktion    beendet ist, kann  das nitrierte     Dibenzanthronyl    in ausgezeichneter Aus  beute abgeschieden werden, indem das Reaktions  gemisch in Wasser eingegossen, die     wässrige    Schicht  dekantiert oder abgesaugt, die     Nitrobenzolschicht     durch Dampf oder dergleichen entfernt und dann mit       Natriumbisulfit    behandelt wird, um das überschüssige       Mangandioxyd    oder andere Oxydationsmittel zu ent  fernen, worauf filtriert, gewaschen und getrocknet  wird.

   Das überschüssige     Mangandioxyd    kann auch  dadurch entfernt werden, dass die in Wasser einge  gossene Reaktionsmasse vor oder während dem Ent  fernen des Nitrobenzols mit     Natriumbisulfit    behandelt  wird.  



  Das isolierte, nitrierte     Dibenzanthronyl    kann dann  in bekannter Weise reduziert und in     Ätzalkali    ge  schmolzen werden, wie es in den vorstehend genann  ten Patentschriften beschrieben worden ist. Das  nitrierte     Dibenzanthronyl    kann aber auch der Reduk  tion und Kondensation ohne Isolation aus dem       Nitrierungsgemisch,    in welchem es erzeugt worden  ist, unterworfen werden, wie es in der amerikanischen  Patentschrift Nr.<B>2310087</B> beschrieben worden ist.  Die Kondensation und Reduktion kann auch gleich  zeitig in der     Ätzalkalischmelzstufe    durchgeführt wer  den.

   Die erhaltenen     Aminodibenzanthrone    ergeben  auf Baumwolle und Kunstseide graue bis schwarze  Töne von sehr guter Licht-, Chlor- und Wasch  echtheit.    In den folgenden Beispielen sind die Teile, wenn  nichts anderes angegeben ist, Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel 1</I>  100 Teile     Benzanthron    wurden in Anteilen bei  25-30  C einer mechanisch gerührten Lösung aus       550        Teilen        100        %        iger        Schwefelsäure        und        960        Teilen     Nitrobenzol zugesetzt. Nachdem das Gemisch zwei  Stunden gerührt worden war oder bis vollständige  Lösung eingetreten war, wurde das Reaktionsgemisch  auf -5  C abgekühlt.

   Bei -5 bis 0  C wurden dann  innerhalb einer Stunde 65 Teile     Mangandioxyd          (87,5        %ig)        in        kleinen        Anteilen        zugesetzt.        Das        Reak-          tionsgemisch    wurde bei dieser Temperatur 2-3 Stun  den und bei 0-5  C 20 Stunden durchgeführt und  dann in 8000 Teile Wasser eingegossen.

   Das ausge  fällte rohe     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyl,    das kleine  Mengen überschüssiges     Mangandioxyd    enthielt,, wurde       abfiltriert    und der Filterkuchen einer Dampfdestilla  tion unterworfen, um kleine Mengen Nitrobenzol zu  entfernen. Das erhaltene rohe Produkt wurde dann  mit 600 Teilen Wasser, das 100 Teile     Natrium-          bisulfit    gelöst enthielt, durchgerührt, wobei 184 Teile  konzentrierte Schwefelsäure langsam zugesetzt wur  den. Das Gemisch wurde dann durch Einblasen von  Dampf zwei Stunden zum Sieden erhitzt.

   Das feste  Produkt wurde     abfiltriert,    gewaschen und getrocknet,       wodurch        75        Teile        (75        %)        Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyl     erhalten wurden. Dieses Produkt war von guter Be  schaffenheit (frei von unverändertem     Benzanthron     und     Oxykörpern)    wie aus seinem Absorptionsspek  trum und der Umwandlung in     Dibenzanthron    durch       Ätzalkalischmelze    hervorging.

      <I>Beispiel 2</I>  Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt,  doch wurde eine grössere Menge (100 Teile)     Mangan-          dioxyct    benutzt. Die Ausbeute betrug 87     Teile     (87 0/0) eines Materials von ausgezeichneter Be  schaffenheit. Dessen Absorptionskurve für ultra  violettes Licht erwies sich in guter Übereinstimmung  mit dem gereinigten, nach den früheren Verfahren  hergestelltem-     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronyl.     



  <I>Beispiel 3</I>  Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt,  mit dem Unterschied, dass anstelle der dort     benutzten     65 Teile 75 Teile     Mangandioxyd    benutzt wurden. Die  Ausbeute betrug 78 Teile (780/0) eines Produktes, das  in der     Beschaffenheit    dem nach Beispiel 1 erhaltenen  gleichwertig war.  



  <I>Beispiel 4</I>  Zu einer mechanisch gerührten Lösung aus 734  Teilen     1000/uigerSchwefelsäure        und.772Teilen    Nitro  benzol wurden in Anteilen 200 Teile     Benzanthron    zu  gesetzt. Nachdem das Reaktionsgemisch 2 Stunden ge  rührt worden war, wurde es auf 5"C abgekühlt, und es  wurden dann bei 5-10  C 100 Teile     Mangandioxyd     in kleinen Anteilen zugesetzt.

   Nach beendetem Zusatz  (2-3 Stunden) wurde das Reaktionsgemisch 4 Stun-      den bei 5-10  C und zwei Tage bei Zimmertempe  ratur     durchgerührt.    Das Produkt wurde, wie oben       beschrieben,        isoliert;        es        wurden        154        Teile        (78        %-)          Bz-1:        Bz-1'-dibenzanthronyl    von guter Beschaffen  heit erhalten, das frei von nichtumgesetztem Benz  anthron und     Oxykörpern    war.

      <I>Beispiel 5</I>  Das Verfahren des Beispiels 1 wurde bis zum  Eingiessen des Reaktionsgemisches     in    Wasser wieder  holt. Nachdem das Reaktionsgemisch in 8000 Teile  Wasser eingegossen worden war, wurde die     wässrige     Masse durch Dampf auf 95-110  C erhitzt und das  überschüssige     Mangandioxyd    durch Zusatz von Na_       triumbisulfit    entfernt. Die     Nitrobenzolschicht    wurde  abgetrennt und dann mit Dampf destilliert, um     Nitro-          benzol    zu entfernen.

   Die Ausbeute betrug<B>106</B> g  Bz -1 : Bz -<B>l-</B>     'dibenzanthronylprodukt.    Die Ultra  violett-Absorptionskurve ergab, dass dieses Produkt  nur wenig verunreinigt war und aus dem Vergleich  mit der Kurve einer reinen Probe wurde die     tatsäch-          liche        Ausbeute        zu        etwa        91%        berechnet.        Dieses        Pro-          dukt    ergab     Violanthron    in ausgezeichneter Ausbeute  und es konnte auch als Ausgangsprodukt für andere  wichtige Farbstoffe der     

  Violanthronreihe    benutzt wer  den.    <I>Beispiel 6</I>       Zu        einer        Lösung        aus        368        Teilen        100%-iger     Schwefelsäure und 480 Teilen     o-Nitrotoluol    wurden  langsam bei 20-25  C 100 Teile     Benzanthron    gege  ben. Nachdem das Gemisch bei Zimmertemperatur  2     Stunden    oder bis zur erfolgten Lösung gerührt wor  den war, wurden allmählich bei 0-5  C innerhalb  10 Stunden und bei Zimmertemperatur innerhalb  8 Stunden 60 Teile     Mangandioxyd    zugesetzt, worauf  es in 4000 Teile Wasser eingegossen wurde.

   Nachdem  es über Nacht gestanden hatte, wurde das feste Pro  dukt     abfiltriert    und mit Äthanol und Wasser ge  waschen. Der nasse Filterkuchen wurde 4 Stunden  mit einem Gemisch aus 3000 Teilen Wasser, 100     Tei-          len        Natriumbisulfit        und        184        Teilen        96        %        iger        Schwefel-          säure    zum Sieden erhitzt.

   Das feste Produkt wurde  dann     abfiltriert,    gewaschen und getrocknet, wodurch  ein     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronylprodukt    einer durch  schnittlichen Qualität erhalten wurde, wie es durch  dessen Absorptionsspektrum festgestellt wurde.

      <I>Beispiel 7</I>  200 Teile     Benzanthron    wurden in Anteilen bei  20-25  C innerhalb zweier Stunden zu einem Ge  misch aus 772 Teilen Nitrobenzol und 736     Teilen          konzentrierter        Schwefelsäure        (96        %-ig)        gegeben.        Nach-          dem    das Gemisch 2 Stunden     durchgerührt    worden  war, wurde es auf 5  C     abgekühlt,    worauf bei 5 bis  10  C langsam 130 Teile     Mangandioxyd    zugesetzt  wurden.

   Nachdem die Masse 6 Stunden bei 5-10  C  und weitere 15 Stunden bei Zimmertemperatur  durchgerührt worden war, wurde das Produkt wie  oben abgetrennt und es wurden 155 g     Bz-1    : Bz-1'-         dibenzanthronylprodukt    von guter Beschaffenheit  erhalten.  



  <I>Beispiel 8</I>  Ausser der Anwendung eines anderen Lösungs  mittels für die Reaktion, nämlich eines Gemisches  aus 772 Teilen Nitrobenzol, 550 Teilen     100o/oiger          Schwefelsäure        und        200        Teilen        20%igem        Oleum,        ent-          sprach    das Verfahren dem des Beispiels 7. Es wurden  170g     Bz-1    :     Bz-1'-dibenzanthronylprodukt    von guter  Beschaffenheit erhalten.

      <I>Beispiel 9</I>  Bei 25-30 C wurden 100     Teile        Benzanthron    in  Anteilen einer mechanisch gerührten Lösung aus 550       Teilen        100%iger        Schwefelsäure        und        960        Teilen     Nitrobenzol zugesetzt. Nachdem das Reaktions  gemisch 2 Stunden, oder bis vollständige Lösung ein  getreten war, gerührt worden war, wurde es auf 0  C  abgekühlt und bei 0-5  C wurde dann innerhalb  1-2 Stunden 100 Teile     Mangandioxyd    allmählich  zugesetzt.

   Das Reaktionsgemisch wurde bei 0-5  C  weitere 20 Stunden durchgerührt, worauf 125 Teile       Nitriersäure        (1/3    Gewicht     HNOs    und     z(3    Gewicht       H.S04)    tropfenweise bei 0-5  C zugesetzt wurden.  Das Reaktionsgemisch wurde 24 Stunden bei dieser  Temperatur durchgerührt.

   Die rohe     Dinitroverbin-          dung    wurde abgeschieden, indem das Reaktions  gemisch unter Rühren in 4000 Teile Eiswasser einge  gossen, der grösste Teil der wässerigen Schicht dekan  tiert, die     Nitrobenzolschicht    durch Dampfdestillation  und das überschüssige     Mangandioxyd    durch Erhitzen  mit 100 Teilen     Natriumbisulfit    und 200 Teilen kon  zentrierter Schwefelsäure entfernt, dann filtriert und  der Rückstand gewaschen und getrocknet wurde. Die  Ausbeute betrug 132 g     Dinitro-Bz-1    :     Bz-1'-dibenz-          anthronyl.     



  Analyse für die     Dinitroverbindung        (C3AENz00)     berechnet: N = 5,10; gefunden: N = 4,95.  Dieses erfindungsgemäss erhaltene Produkt kann  wie folgt verwendet werden:  50 Teile des Produktes wurden 6 Stunden in     einer     Kugelmühle mit 277 Teilen Methanol     vermahlen.     (Anstelle der Verwendung einer Kugelmühle kann  das Produkt auch in einer Hammermühle verarbeitet  oder mit Methanol     feuchtgehalten    werden, um die       gewünschten    Resultate zu erhalten.) Die so erhaltene  Paste wurde langsam bei 80-90  C einer Schmelze  aus 500 Teilen     Kaliumhydroxyd    und 47,5 Teilen  Methanol zugesetzt.

   Die erhaltene Schmelze wurde  bei dieser Temperatur 10--20 Minuten durchgerührt  und dann langsam (2 Stunden) auf 120  C erhitzt,  wodurch Methanol     abdestilliert    wurde. Nach dem  Erhitzen unter     Rückfluss    bei 120-125  C wurde die  Reaktionsmasse in Wasser eingetragen, durchlüftet  und aufgelockert,     abfiltriert    und in üblicher Weise  zu einer Paste verarbeitet, die 44 g     Diamino-dibenz-          anthron    enthielt. Dieses Produkt ergab auf Baum  wolle und Kunstseide (Rayon) ausgezeichnete Farb  töne von grau bis schwarz, die sehr chlor-,     wasch-          und    lichtbeständig waren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls durch Halogen oder einen niedermolekularen Alkyl- rest substituiertem Bz-1: Bz- 1'-dibenzanthronyl durch Kondensation von 2 Mol gegebenenfalls durch Halo gen oder einen niedermolekularen Alkylrest substi tuiertem Benzanthron mittels eines Oxydationsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Konden sation in einem Gemisch,
    das 90- bis 100 1/o ige Schwefelsäure oder bis 65 o/oiges Oleum und gege benenfalls durch einen niederen Alkylrest substi tuiertes Nitrobenzol enthält, durchgeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Oxydationsmittel Mangan dioxyd benutzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass 90- bis 100 1/o ige Schwefelsäure benutzt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das genannte Gemisch 2 bis 6 Teile Schwefelsäure und 2 bis 10 Teile Nitrobenzol je Teil der zu kondensierenden Benzanthronverbindung ent hält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu kondensierende Benz anthronverbindung in einem Gemisch, das 90- bis 100 11/o ige Schwefelsäure oder bis 65 1/o iges Oleum, gegebenenfalls durch einen niederen Alkylrest substi tuiertes Nitrobenzol und ein Oxydationsmittel enthält, kondensiert und das entsprechende Bz-1 :
    Bz-1'-di- benzanthronyl gebildet wird, dann der erhaltenen Reaktionsmasse eine Nitriersäure zugesetzt und das entsprechende nitrierte Bz-1 : Bz-1'-dibenzanthronyl hergestellt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nitriersäure benutzt wird, die gewichtsmässig aus 1/3 Salpetersäure und 2/s Schwefelsäure besteht.
CH347591D 1956-09-06 1956-09-06 Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituierten Bz-1:Bz-1'-dibenzanthronyl CH347591A (de)

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