CH347791A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Grundwasserfassungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von GrundwasserfassungenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Grundwasserfassungen Das Einpressen oder Hineinbohren von stabför- migen Körpern, z. B. von Rohren, von einem Schacht aus oder von einem tiefer als die Erdoberfläche ge legenen Punkt aus, ist bekannt. Ebenfalls ist nach einem schon angemeldeten und in der Praxis erprob ten Verfahren des Erfinders das Einbringen stabför- miger Körper von einem vertikalen Schacht aus schräg nach oben und von oben schräg nach unten bekannt und schon durchgeführt worden.
Vornehmlich handelt es sich bei dem Vorher gesagten um die Herstellung von horizontalen oder schräg von unten nach oben führenden langen Rohr strecken.
Zu den bekannten Verfahren gehören stets Stan gen, Rohre oder Rohrteile, welche in ihrer Länge begrenzt sind und Stück für Stück nacheinander ver bunden werden müssen und von unten bzw. von oben in das Erdreich hineingezogen werden.
Die vorliegende Erfindung behandelt ein Verfah ren zur Herstellung von Grundwasserfassungen, wobei von der Sohle eines Schachtes aus mindestens eine für die Aufnahme von Filterrohren dienende, schräg ansteigend bis zur Erdoberfläche sich erstreckende Bohrung in das Erdreich eingearbeitet wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Mündungsstellen der herzustellenden Bohrung auf der Erdoberfläche und im Schacht ein flexibles Zugorgan auf der Erdober fläche und längs der äusseren Schachtwand verlegt und durch Bewegung nach Art des Seilsägens bis zur Strecklage in das Erdreich eingesägt wird, welches Zugorgan hernach als Mittel zum Einziehen von Hohlkörpern verwendet wird.
Draht oder Seil werden also beispielsweise nach und nach an der äusseren Wand des Schachtes mit nach unten bzw. zur Erdoberfläche hochgeführt, um eine Verbindung im um den Schacht befindlichen Erdreich von der unteren Schachtöffnung bis zur Erdoberfläche herzustellen.
An diesem Draht oder Seil wird nun beispiels weise eine entsprechend vorbereitete armierte längere Drahtstrecke oder eine Gliederkette oder ein glieder artiges Rohr, durch welches eine Kette hindurchge führt ist, als sägendes Werkzeug angeschlossen.
Nun kann durch eine motorangetriebene Winde und z. B. mittels eines Gegengewichtes eine hin und her gehende oder mittels einer endlosen Kette oder eines endlosen Seiles in Verbindung mit einer Zug- und Spannvorrichtung eine gleichgerichtete Bewegung in sägender Form, also zur Erzielung eines Einschnit tes, ermöglicht werden. Das sägende Werkzeug hier bei ist also z. B. ein mit besonderen Schneidzähnen versehener langer Draht oder ein mit Hartmetall oder Kunstdiamanten besetztes langes Seil oder eine Flach gliederkette, deren Einzelglieder Sägen mit Hart metallspitzen darstellen.
Dieses Einsägen kann mit Hilfe von Druckwasser, beispielsweise bei dem gliederartigen perforierten Rohr, welches im Inneren mit einer Kette versehen ist, wesentlich erleichtert werden.
Auf diese Art entsteht z. B. zwischen der im un teren Schacht befindlichen verschliessbaren Öffnung und einem beliebigen Punkt an der Erdoberfläche eine vorher genau bestimmte Gerade, in welche von unten nach oben ein stabförmiger Körper hineingezogen werden kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung zur Ausführung des obenerwähnten Ver fahrens, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Zug organ mit siebartig gelochten Rohrstücken ummantelt ist.
Die beiliegende Zeichnung stellt eine beispiels weise Ausführungsform einer zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten Vorrich- tun- dar, an Hand welcher im folgenden auch das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise erläutert wird.
Fig. 1 bis 3 zeigen im Schnitt diese Ausführungs form der Vorrichtung mit zwei Varianten.
Fig. 4 bis 9 zeigen Einzelheiten der Vorrichtung. Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform wirkt durch hin und her gehendes Sägen.
Ein beim Absenken eines Schachtes 1 in eine öff- nung 2 des Schachtes 1 eingeführter Draht 3 wird entsprechend der abzusenkenden Schachttiefe vorher bezüglich seiner Länge bemessen und nach und nach mit abgesenkt.
Nach dem Einbringen einer Schachtsohle 4 in den Schacht 1 und dem Abpumpen desselben wird an dem unteren Ende des Drahtes 3 im Inneren des Schachtes ein armierter Draht oder ein mit besonderen Hart metall- oder Diamantenspitzen besetztes Seil 5 be festigt und durch die Schachtöffnung mittels des Drah tes 3 ausserhalb des Schachtes an die Erdoberfläche gezogen.
Nun wird dieses zum Reissen und Schneiden vor bereitete biegsame Sägeelement 5 im Inneren des Schachtes über Leitrollen 6 und 7 geführt und mit einem Gegengewicht 8 verbunden, während es an- dernends an der Erdoberfläche mit einem auf einer Motorwinde 9 befindlichen Drahtseil verbunden wird.
Durch Motorwinde und Gegengewicht wird nun das sägende Werkzeug 5 nach und nach ins Erdreich hineingesägt, bis die Gerade 10 erreicht ist.
Daraufhin lässt sich mit einem nachher eingezoge nen Drahtseil jeder starkwandige, stabförmige Kör per (massiv oder hohl) vom Inneren des Schachtes aus stückweise mit derselben Winde nach und nach einziehen, wodurch die gerade Strecke 10 mit diesem stabförmigen Körper ausgefüllt wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Variante wirkt durch ein umlaufendes, d. h. in einer Richtung in das Erdreich sich einschneidendes Element 5 und besitzt auf der Erdoberfläche eine in radialer Richtung von der Schachtmitte nach aussen wirkende Spannvorrich tung 11.
Die in Fig. 3 gezeigte Variante ist eine doppel seitig wirkende Vorrichtung, welche mit nach aussen gerichteten Spannvorrichtungen 11 versehen ist.
Das Sägeelement 5 kann, wie in Fig. 4 (a, b) ge zeigt, aus einem mit Diamanten oder Hartmetall be setzten Sägeband bestehen. In Fig. 5<I>(a, b,</I> c) und Fig. 6<I>(a, b, c)</I> sind Sägeketten dargestellt.
In Fig. 7 (b, c) ist ein mit Hartmetallscheiben und Distanzhalbkugeln armiertes Seil für feinere Sande und Kiese gezeigt. Die Fig. 8<I>(a, b)</I> zeigt ein mit Hartmetall oder Diamanten und Distanzröhrchen armiertes Sägeseil.
Als Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist eine mit perforierten Rohrstücken und Distanzringen besetzte Gliederkette, die im Inne ren mit Druckwasser bespült werden kann, in Fig. 9 <I>(a, b)</I> dargestellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Grundwasser fassungen, wobei von der Sohle eines Schachtes aus mindestens eine für die Aufnahme von Filterrohren dienende, schräg ansteigend bis zur Erdoberfläche sich erstreckende Bohrung in das Erdreich eingear beitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Mündungsstellen der herzustellenden Bohrung auf der Erdoberfläche und im Schacht ein flexibles Zug organ auf der Erdoberfläche und längs der äusseren Schachtwand verlegt und durch Bewegung nach Art des Seilsägens bis zur Strecklage in das Erdreich ein gesägt wird, welches Zugorgan hernach als Mittel zum Einziehen von Hohlkörpern verwendet wird.II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugorgan mit siebartig gelochten Rohrstücken ummantelt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Absenken des Schachtes zwischen den Schachtringen und dem Erdreich ein Draht niedergebracht wird und mittels dieses Drahtes das Zugorgan durch eine Wanddurchführung eines Schachtringes bis zur Erdoberfläche hochgezogen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als flexibles Zugorgan eine Kette verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als flexibles Zugorgan ein Seil ver wendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das flexible Zugorgan als Mittel zum Einziehen eines hohlen Bohrgestänges verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das flexible Zugorgan als Mittel zum Einziehen von Filterrohren verwendet wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung des Zugorgans an eine Spülwasserzuführung angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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