CH348222A - Verfahren zur Herstellung von Polychlor-Kupferphthalocyaninen in Pigmentform - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polychlor-Kupferphthalocyaninen in Pigmentform

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CH348222A
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H Williamson Addison
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Du Pont
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Polychlor-Kupferphthalocyaninen    in     Pigmentform            Kupferphthalocyanin    kann bis nahe an den theo  retisch möglichen Chlorgehalt von 16 Chloratomen  im Molekül, entsprechend 50,5      /a    Chlor, chloriert  werden. Indessen wird der theoretische Chlorgehalt  in der Praxis selten erreicht. Der Chlorgehalt der  handelsüblichen     Polychlor-Kupferphthalocyanine    liegt  im Durchschnitt zwischen etwa 13,5 bis<B>15,5</B> Chlor  atomen je     Mol.     



  Zur Herstellung von     Polychlor-Kupferphthalo-          cyaninen    hat man     Kupferphthalocyanin    in anorgani  schen Schmelzen wie einer     niedrigschmelzenden,    zum  Beispiel     eutektischen        Aluminiumchlorid-Kochsalz-          schmelze,    chloriert     (USA-Patentschrift        Nr.2247752).     Das so gewonnene rohe     Pigment    soll als     eutektische     Schmelzmasse bezeichnet werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren geht in erster  Linie von derartigen     eutektischen        Schmelzchlorie-          rungsprodukten    aus. Jedoch kann es auch bei nicht  kochsalzhaltigen     Phthalocyaninen    angewandt werden,  die während oder nach der     Chlorierung    mit Metall  halogeniden, wie den Chloriden oder Bromiden von  Aluminium oder des Eisens, behandelt sind.  



  Das nach dem erwähnten     eutektischen    Schmelz  verfahren nach dem Behandeln mit Wasser,     Abfiltrie-          ren,    Waschen und Trocknen gewonnene handels  übliche rohe     Polychlor-Kupferphthalocyanin    liegt in  feinen Teilchen vor, die aber nur eine mangelhafte  Farbkraft aufweisen. Für die Herstellung von Farben,       Lithographenfirnissen    und Druckfarben muss der  Farbstoff in feinster Pigmentform verwendet werden.  Die Teilchen müssen in Farbenbindemitteln leicht       dispergierbar,    frei von Körnchen sein und sich leicht  zu Farben hoher Farbkraft anreiben lassen.  



  Es ist bekannt,     Kupferphthalocyanine    und metall  freie     Phthalocyanine    nach dem sog. Säurepastenver-    fahren in die Pigmentform überzuführen. Zu diesem  Zweck hat man den Farbstoff in konzentrierter Schwe  felsäure gelöst und die Lösung in Wasser gegossen,  wobei der Farbstoff in feiner, kristalliner Form aus  fiel und     abfiltriert    wurde.     Polychlor-Kupferphthalo-          cyanine    sind jedoch in konzentrierter Schwefelsäure  nur wenig löslich, so dass beträchtliche Säuremengen  erforderlich wären. Man hat daher vorgeschlagen,  der Schwefelsäure     Chlorsulfonsäure    zuzusetzen. Je  doch ist diese Arbeitsweise unwirtschaftlich.  



  Man hat rohes     Chlorkupferphthalocyanin    auch in       Trichlorbenzollösung    hergestellt und das Reaktions  gemisch aufgearbeitet, indem man es mit     Trichlor-          benzol    verdünnt, dann abgesaugt, den Rückstand  nacheinander mit     Trichlorbenzol,    Methanol und  Wasser gewaschen, dann mit verdünnter Salzsäure  und anschliessend mit verdünnter Natronlauge aus  gekocht, wiederum mit Wasser gewaschen und ge  trocknet hat. Der so erhaltene Farbstoff wurde dann  in konzentrierter Schwefelsäure bei 60  gelöst und in  heissem Wasser ausgefällt.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die  oben genannte rohe Schmelzmasse oder auf andere  Weise hergestelltes rohes     Polychlorphthalocyanin    in  Pigmentform überzuführen. Das bedeutet, dass der  Farbstoff in Form einer     wässrigen    Paste oder eines  feinen, trockenen Pulvers in feinster Teilchengrösse  anfällt, so dass er zwecks Herstellung von Farben,  Firnissen oder Druckfarben unmittelbar und ohne  weitere Bearbeitung in flüssige, organische Träger  oder Bindemittel eingearbeitet werden kann. Diese  Überführung der rohen Ausgangsstoffe in die feine  Pigmentform wird erfindungsgemäss in wirtschaft  licher Weise ohne Behandlung mit konzentrierter  Schwefelsäure,     Chlorsulfonsäure    oder anderen star  ken Säuren erzielt.

        Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfahren  zur Herstellung von     Polychlor-Kupferphthalocyani-          nen    in Pigmentform aus einer wasserfreien Mischung,  welche     Polychlor-Kupferphthalocyanin    in einer nicht  als Pigment brauchbaren Form und Aluminiumchlo  rid,     Aluminiumbromid    oder     Ferrichlorid    enthält, wo  bei das     Molverhältnis    des genannten     Metallhalogenids     zum     Polychlor-Kupferphthalocyanin    nicht weniger als  2:

   1     beträgt,    wobei dieses neue Verfahren dadurch  gekennzeichnet ist, dass man die wasserfreie Mischung  mit Wasser und mit einem     inerten,    mit Wasser nicht  mischbaren, organischen Verdünnungsmittel, welches  Wasser von der Oberfläche eines festen     Phthalo-          cyaninpartikels    zu verdrängen vermag, in Berührung  bringt, wobei das Gewichtsverhältnis der organischen       Flüssigkeit    zum     Phthalocyanin    nicht weniger als  0,3 :

   1 beträgt, wodurch eine     wässrige    Lösung des       Metallhalogenids    gebildet wird, welche abgetrennt  wird, wobei eine     wässrige        Pigmentpaste    zurückbleibt.  



  Die Menge der organischen Flüssigkeit beträgt  vorzugsweise wenigstens 30 Gewichtsprozent und  höchstens 110 Gewichtsprozent des vorhandenen       Polychlorpigments.     



  Das wasserfreie, rohe,     farbstoffhaltige    Gemisch  kann vorab wie folgt gewonnen werden:  a) durch Chlorieren von     Kupferphthalocyanin    in  einer     Natriumchlorid-Aluminiumchloridschmelze    oder  b) durch Chlorieren von     Kupferphthalocyanin    in  einer anderen     Schmelze    oder einem anderen Medium  in Gegenwart von wenigstens 2     Mol        AIC13    je     Mol     Pigment oder  c)

   durch Vermischen von in Abwesenheit von       Metallhalogeniden    der Formel     MX3    gewonnenen       Polychlor-Kupferphthalocyanin    mit wenigstens 2     Mol     eines solchen     Metallhalogenids    unter wasserfreien  Bedingungen.  



  Die organische Flüssigkeit wird nach einer be  sonderen Ausführungsform der Erfindung aus der  erhaltenen     wässrigen    Pigmentpaste entfernt, vorzugs  weise durch     Wasserdampfdestillation,    zweckmässig in  Gegenwart von Alkali und vorteilhaft in Anwesen  heit eines Oxydationsmittels, wie     Natriumchromat     oder     -nitrit,    und gegebenenfalls in Gegenwart von  Fetten, Seifen,     langkettigen    Fettsäuren oder deren  Estern oder Fettalkoholen oder deren Estern.  



  Die Behandlung mit der organischen Flüssigkeit  und Wasser kann gleichzeitig oder     in    beliebiger Folge  durchgeführt werden.  



  Im folgenden wird eine Ausführungsform des er  findungsgemässen Verfahren, die unter Verwendung  der obenerwähnten     eutektischen    Schmelzmasse durch  geführt wird, beschrieben. Die     eutektische    Schmelz  masse wird durch Lösen in Wasser von den anorga  nischen Verbindungen befreit und die Pigmentteil  chen ganz oder teilweise mit der mit Wasser nicht  mischbaren, organischen Flüssigkeit umhüllt. Diese  beiden Massnahmen können gleichzeitig oder in belie  biger Folge angewandt werden. Danach kann das  Pigment     abfiltriert,    mit Wasser gewaschen und in  Form einer Paste gewonnen werden, die noch Was-         ser    und organisches Lösungsmittel enthält.

   Der Fil  terrückstand kann aber auch zwecks Abtreibung der  mit Wasser nicht mischbaren, organischen Flüssigkeit  mit Wasserdampf destilliert, gewaschen und der Farb  stoff als     wässrige    Paste gewonnen werden. Schliesslich  kann das Pigment auch mit Wasserdampf destilliert,       abfiltriert,    gewaschen und getrocknet werden, so dass  ein Trockenerzeugnis entsteht.  



  Für die vorliegende Erfindung sind solche mit  Wasser nicht mischbare, organische Flüssigkeiten ge  eignet, die das Wasser von der Oberfläche der Pig  mentteilchen verdrängen, also Flüssigkeiten, die die       Phthalocyaninteilchen    infolge ihrer     organophilen    Ei  genschaft aus der     wässrigen    Masse     herauszusondern     vermögen, wie     Toluol,        Xylol,        p-Chlortoluol,        o-Di-          chlorbenzol,        Trichlorbenzol,    Nitrobenzol,     o-Nitro-          toluol,    Lack- oder Lösungsbenzin,

       Trichloräthylen,          Tetrachloräthylen,        Hexadecan,    Terpentinöl,     Benzo-          nitril,        Dimethylanilin,        Chinolin    und     n-Amylacetat.     Soll die mit Wasser nicht mischbare, organische Flüs  sigkeit der Schmelzmasse vor dem Wässern zugefügt  werden, so verwendet man zweckmässig Flüssigkeiten,  deren Siedepunkt über der Temperatur der Schmelze  liegt. Auch ist es zweckmässig, mit Wasserdampf  flüchtige, mit Wasser nicht mischbare, organische  Flüssigkeiten zu verwenden, damit sie durch Wasser  dampfdestillation entfernt werden können.  



  Die Wassermenge soll zur Lösung der anorgani  schen Bestandteile der Schmelze ausreichen, beträgt  jedoch gewöhnlich ein Mehrfaches. Die mit Wasser  nicht mischbare, organische Flüssigkeit soll dabei in  solcher Menge angewandt werden, dass die Pigment  teilchen abgetrennt werden, ohne dass eine kontinuier  liche organische Phase gebildet wird. Hierauf wird  weiter unten noch eingegangen werden.  



  Zunächst wird die     eutektische        Schmelzmasse    in  Wasser gebracht, das die mit Wasser nicht mischbare,  organische Flüssigkeit, wie     o-Dichlorbenzol,    in einer  Menge von 0,4 bis 1,1 Gewichtsteilen, auf 1 Ge  wichtsteil     Polychlor-Kupferphthalocyanin    berechnet,  enthält. Auch kann die organische Flüssigkeit nach  träglich zugesetzt werden. Das Gemisch wird bei  mässigen Temperaturen von 25 bis 40 , nicht über  80 , gerührt und der ungelöste Farbstoff auf mecha  nischem Wege, z. B. durch Filtrieren, abgetrennt und  gewaschen.  



  Dann wird das gewaschene Pigment in einer ver  hältnismässig grossen Menge der wasserunlöslichen,  neutralen, organischen Flüssigkeit, die vorzugsweise  leicht durch     Wasserdampfdestillation    entfernt wer  den kann, erhitzt. Für die     überführung    des Pigments  in eine organische flüssige Phase sind wesentlich  grössere Mengen der organischen Flüssigkeit erfor  derlich als für die erste Stufe, nämlich etwa 5,5 bis  9 Teile, auf 1 Gewichtsteil des     Pigments    bezogen.  Dadurch wird ein dünnflüssiger Brei erzielt. Aus wirt  schaftlichen Gründen sind übergrosse Mengen zu ver  meiden. Die Suspension wird dann unter gutem Rüh  ren auf 102 bis 170  so lange erhitzt, bis alle Feuch  tigkeit verdampft ist.

   Bei Verwendung unter 100       siedender organischer     Flüssigkeiten    muss das Erhit  zen unterhalb der Siedetemperatur     durchgeführt    wer  den.  



  Der     überschuss    der in der zweiten Stufe zugefüg  ten organischen Flüssigkeit wird nun entweder durch       Abfiltrieren    des Pigments und nachfolgendes Waschen  mittels eines flüchtigen, mit Wasser mischbaren, orga  nischen Lösungsmittels, wie Alkohol, oder durch       Wasserdampfdestillation    entfernt. Das so erhaltene       Erzeugnis    liegt in Form einer     wässrigen    Paste vor,  die handelsfähig ist und ohne weiteres zur Herstel  lung von Farben,     Anstrichmitteln    oder Lithographen  tinten verwendet werden kann. Sie kann aber auch  zu einem feinpulvrigen, leicht     anreibbaren    Pigment  getrocknet werden.  



  Die Erfindung ist indessen nicht auf ein solches  dreistufiges Verfahren beschränkt. Die zweite und  dritte Verfahrensstufe können auch fortgelassen wer  den.  



  Die so gewonnene     wässrige    Paste ist dann sogleich  verwendungsfähig. Sie kann aber auch getrocknet  werden. Das Filtrieren und Auswaschen kann auch  nach der     Wasserdampfdestillation    durchgeführt wer  den. Dabei kann das überschüssige Wasser dekantiert,  Alkali zum Neutralisieren der Paste zugegeben und  die     Wasserdampfdestillation    durchgeführt werden, an  die gegebenenfalls eine Filtration und Waschung an  geschlossen werden kann.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht auf die  Verwendung von rohem     Polychlor-Kupferphthalo-          cyanin    aus der durch     Chlorierung    mittels Aluminium  chlorid-Kochsalz-Schmelze erhaltenen Schmelzmasse  beschränkt, sondern kann auch bei     Polychlorkupfer-          phthalocyaninen    angewandt werden, die in Gegen  wart von Aluminiumchlorid, beispielsweise von zwei  oder mehr Molen     AIC13    je     Mol    Pigment, in Abwesen  heit von Kochsalz erzeugt worden sind.  



  Ebenso kann das neuartige Verfahren bei nicht  mit Aluminiumchlorid erzeugten     Polychlorkupfer-          phthalocyaninen    angewandt werden, wenn man sie in  wasserfreiem Zustand entweder nacheinander oder  gleichzeitig mit organischen Flüssigkeiten und mit  Aluminiumchlorid behandelt. So kann beispielsweise  ein rohes, nach dem in der     USA-Patentschrift    Num  mer<B>2586598</B> beschriebenen Verfahren gewonnenes       Polychlor-Kupferphthalocyanin    mit einer Lösung oder  Suspension von Aluminiumchlorid in einem organi  schen Lösungsmittel behandelt werden, wobei vor  zugsweise eine der oben genannten, mit Wasser nicht  mischbare, organische Flüssigkeit verwendet wird.

   In  diesem Falle ist das Reaktionsprodukt nur noch in  Wasser zu giessen, zu filtrieren und zu waschen, wor  auf eine verkaufsfähige Paste erhalten wird, die ge  gebenenfalls mit Wasserdampf destilliert und/oder  getrocknet werden kann. Die Mengen der mit Wasser  nicht mischbaren, organischen Flüssigkeit können in  nerhalb weiter Grenzen schwanken.  



  Wird die das Lösungsmittel enthaltende Schmelz  masse in Wasser gegeben und anschliessend filtriert,  so soll das Wasser oder die     wässrige    Salzlösung durch    die mit Wasser nicht mischbare, organische Flüssig  keit vollkommen von der Oberfläche der Pigmentteil  chen     entfernt    werden, ohne dass eine Suspension des  Pigments in der mit Wasser nicht mischbaren, organi  schen Flüssigkeit als     flüssige    organische Phase gebil  det wird. In diesem Falle sind auf einen     Teil    Pigment  höchstens 1,1 Teile mit Wasser nicht mischbare,  organische Flüssigkeit anzuwenden. Die untere  Grenze hängt von der Art der mit Wasser nicht  mischbaren, organischen Flüssigkeit ab.

   Bei den mei  sten mit Wasser nicht mischbaren, organischen Flüs  sigkeiten, wie     Xylol,    liegt sie bei 0,30 Teilen. Es ist  jedoch zur Erzielung einheitlicher guter Ergebnisse  empfehlenswert, wenigstens etwa 0,40 Teile mit Was  ser nicht mischbare, organische Flüssigkeit auf einen  Teil Pigment anzuwenden.  



       Findet    vor der Entfernung der mit Wasser nicht  mischbaren, organischen     Flüssigkeit    keine Filtration  statt, beispielsweise wenn an die Behandlung mit der  mit Wasser nicht mischbaren, organischen Flüssig  keit sofort die Neutralisation mit Alkali und die       Wasserdampfdestillation    angeschlossen wird, so ist  dem Zusatz der mit Wasser nicht mischbaren, organi  schen Flüssigkeit keine obere Grenze gesetzt, die  allein durch wirtschaftliche Gesichtspunkte     bestimmt     wird.  



  Die nach den geschilderten erfindungsgemässen  Arbeitsweisen gewonnenen Erzeugnisse weisen gegen  über den nach den bekannten Verfahren erzeugten       Polychlor-Kupferphthalocyaninen    eine neuartige,  physikalische Beschaffenheit in der Kristallstruktur  auf.  



  Auch sind die erfindungsgemäss erhältlichen Er  zeugnisse in ihren grünen Farbtönen deutlich     gelb-          stichiger,    sie sind in der Farbmasse in konzentrierter       Lithographierpaste    dunkler und weisen häufig eine  grössere Brillanz auf als die nach dem Säurepasten  verfahren gewonnenen     Polychlorverbindungen.     



  Wie aus den     Elektronenmikrophotogrammen    her  vorgeht, bestehen die erfindungsgemäss erhältlichen  Erzeugnisse aus     gleichförmigen,        quaderförmigen    Kri  stallen, deren Länge, die in der Grössenordnung von  0,05 bis 0,2     Mikron    liegt, das Zwei- bis Dreifache  der Breite und das Fünf- bis Zehnfache der Dicke  ausmacht.  



  Bei der obenerwähnten     Wasserdampfdestillation     können bestimmte Zusätze gemacht werden. Es wurde  nämlich gefunden, dass farbstärkere Erzeugnisse er  halten werden, wenn man die Masse alkalisch, also  das     pA    über 7 hält. Durch Zusatz geringer Mengen       eines    Oxydationsmittels, wie     Natriumehromat    oder       Natriumnitrit,        in        Mengen        von        z.        B.        unter    2     %,        auf     das Pigmentgewicht gerechnet, wird die Leuchtkraft  der Farbe verbessert.

   Setzt man geringe Mengen, etwa  2     %.,        von        z.        B.        natürlichen        Triglyceriden,        langkettigen     Fettsäuren, Seifen oder     Estern    oder Wachs- und Fett  alkoholen oder deren Estern, wie     Acetyl-,        Propyl-          ester    und dergleichen, hinzu, so werden sehr leicht       verreibbare    Pulver erhalten.      In den folgenden Beispielen sind alle Mengen  Gewichtsmengen.  



  <I>Beispiel l</I>  <I>Verfahrensstufe 1</I>  350 Teile einer Schmelze, die nach der Vorschrift  der     USA-Patentschrift        Nr.2247752    durch Chlorie  ren von 53 Teilen     Kupferphthalocyanin    in einer Alu  miniumchlorid-Kochsalzschmelze bis zur Aufnahme  von 49 Teilen Chlor gewonnen sind, werden in 1600  Teile kalten Wassers gebracht. Die Temperatur, die  dabei auf 78  steigt, wird durch Zufügen von 450 Tei  len Eis auf etwa 35 bis 40  erniedrigt.

   Dann werden  in das Gemisch 65 Teile     o-Dichlorbenzol    eingegossen  und das Ganze 10 bis 15 Minuten     gerührt.    Das     o-Di-          chlorbenzol    wird von den Pigmentteilchen vollstän  dig aufgenommen, so dass sich keine ölige Phase ab  scheidet. Der Brei wird dann     filtriert    und der Filter  rückstand mit Wasser gewaschen, bis er säurefrei und  frei von wasserlöslichen anorganischen Chloriden ist.

         Verfahrensstufe   <I>2</I>  Der Filterkuchen wird dann in 650 Teile     o-Di-          chlorbenzol    eingetragen und zu einem glatten Brei       verrührt,    der auf 100 bis 102  erhitzt und auf dieser  Temperatur gehalten wird, bis das Wasser verdampft  ist, wobei auch ein Teil des     o-Dichlorbenzols    ent  weicht. Darauf wird die Temperatur des entwässerten  Breies auf 130 bis 135      gesteigert    und auf dieser  Höhe 1,5 Stunden gehalten.  



  <I>Verfahrensstufe 3</I>  Dann wird der Brei auf unter 90  abgekühlt,  8 Teile     Natriumhydroxyd    in Form einer konzentrier  ten     wässrigen    Lösung zugesetzt und nun so lange  Wasserdampf durchgeleitet, bis die entweichenden  Wasserdämpfe     keine    merklichen Mengen     o-Dichlor-          benzol    mehr enthalten. Der Brei wird dann filtriert  und der Filterkuchen bis zur     Alkalifreiheit    gewaschen.  



  Eine zu einem     Lithographenfirnis    angeriebene  Probe dieses     Filterkuchens    zeigte einen mehr     gelb-          stichigen,    kräftigeren und dunkleren Farbton als eine  aus nach dem     Säurepastenverfahren    mit     Schwefel-          Chlorsulfonsäure    behandeltem     Polychlor-Kupfer-          phthalocyanin    hergestellte Vergleichsprobe.  



  Eine andere Probe des Filterkuchens wird ge  trocknet,     gepulvert    und auf der Farbenwalze zu einem       Lithographenfirnis    verarbeitet. Verglichen mit einem  entsprechenden     Säurepastenp        sament    zeigt die erfin  dungsgemäss hergestellte Probe eine stärkere     Gelb-          stichigkeit,    eine grössere Brillanz und etwa die gleiche  Farbkraft, aber     einen    dunkleren Farbton.  



  Wird der Masse vor dem     Alkalizusatz    und vor der       Wasserdampfdestillation    eine Lösung von 0,6 Teilen       Rindertalg    in 32 Teilen     o-Dichlorbenzol    zugefügt, so  wird etwa das gleiche Ergebnis erzielt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Die Arbeitsweise nach Beispiel 1 wird unter  Ersatz der 65 und 650 Teile     o-Dichlorbenzol    durch    folgende mit Wasser nicht mischbare, organische  Flüssigkeiten wiederholt:  <I>a)</I>     Monochlorbenzol,   <I>55</I> und 550 Teile,  b)     Trichlorbenzol,    72 und 720 Teile,  c)     p-Chlortoluol,    65 und 640 Teile,  d)     o-Nitrotoluol,    65 und 650 Teile.  



  In jedem Fall wird ein den nach den Säurepasten  verfahren behandelten Pigmenten überlegenes Er  zeugnis erhalten.  



  <I>Beispiel 3</I>  <I>Modifizierte</I>     Auslaugung     <I>Verfahrensstufe 1</I>       Eine    100 Teile     Polychlor-Kupferphthalocyanin     enthaltende, nach Beispiel 1 gewonnene     Chlorierungs-          schmelze    wird unter ständigem Rühren in ein Ge  misch von 2500 Teilen Wasser, 65 Teilen     o-Dichlor-          benzol    und 5 Teilen     Octylphenyl-polyglykoläther-          Dispergierungsmittel    gebracht, wobei die Tempera  tur auf 80  steigt.

   Das     o-Dichlorbenzol    wird von den  Pigmentteilchen vollkommen     adsorbiert.    Der Brei  wird filtriert und der Filterrückstand bis zur Entfer  nung der Säure und der wasserlöslichen Verunreini  gungen gewaschen.  



  Die Verfahrensstufe 2 wird genau wie nach Bei  spiel 1     durchgeführt.     



  <I>Verfahrensstufe 3</I>  Der Brei wird anschliessend auf unter 90  gekühlt,  2     Teile        Polytitanyl-stearat        (USA-Patentschrift    Num  mer 262l194), 2 Teile     Natriumchromat    und 15,8  Teile     Natriumcarbonat    zugesetzt und das     o-Dichlor-          benzol    im     Wasserdampfstrom    abgetrieben. Der Brei  wird     filtriert    und gewaschen, bis er frei von Alkali ist.  



  Das Erzeugnis zeigt eine ähnliche     vorteilhafte     Beschaffenheit wie die nach den vorhergehenden Bei  spielen erhaltenen Erzeugnisse.  



  <I>Beispiel 4</I>  <I>Verwendung von Rohpigment aus gewässertem</I>       Presskuchen     100 Teile eines aus einer     Polychlor-Kupfer-          phthalocyanin    - Aluminiumchlorid -     Natriumchlorid-          Kupferchlorid-Schmelze    durch Auslaugen mit Was  ser, Filtrieren und Waschen mit Wasser gewonnenen,

         38        %        Pigment        enthaltenden        rohen        Polychlor-Kupfer-          phthalocyanins    werden in 660 Teile Wasser gegeben  und unter Erwärmen auf 50  zu einem glatten Brei       verrührt.    Diesem Brei werden unter Rühren und im  Verlaufe einer halben Stunde 61 Teile     o-Dichlorben-          zol    zugefügt. Darauf lässt man die Masse absitzen.  Die klare     wässrige    Schicht wird     dekantiert    und durch  die gleiche Raummenge frischen kalten Wassers er  setzt.

   Dann wird Wasserdampf eingeleitet, um die  Masse zu rühren und zu erwärmen. Nach Erreichen  einer Temperatur von 65  wird der Dampf abgestellt,  das Pigment erneut absetzen gelassen und die     wäss-          rige    Schicht abgegossen. Es wird noch zweimal ge-      waschen und dekantiert und das Pigment darauf ein  mal mit einer Lösung von 3 Teilen     Natriumhydroxyd     in 500 Teilen Wasser gewaschen.  



  Anschliessend an diese erste Verfahrensstufe wer  den die Stufen 2 und 3 wie in Beispiel 1     mit    prak  tisch gleichen Ergebnissen durchgeführt. Ähnliche  Ergebnisse wurden erhalten, wenn das     o-Dichlor-          benzol    in der ersten Stufe durch 60     Teile    Nitrobenzol  oder 44 Teile     Xylol    und durch 600 bzw. 400 Teile  derselben Lösungsmittel in der zweiten Stufe ersetzt  wurde.  



  <I>Beispiel S</I>  <I>Vereinfachte Arbeitsweise</I>  227 Teile     o-Dichlorbenzol    werden im Verlaufe  von 15 Minuten unter Rühren in eine durch Einbrin  gen der     eutektischen    Schmelzmasse in Wasser erhal  tene     wässrige    Suspension von 325 Teilen nach Bei  spiel 1, Stufe 1, gewonnenen     Polychlor-Kupfer-          phthalocyanin    fliessen gelassen. Das     o-Dichlorbenzol     wird vollständig von den Pigmentteilchen     adsorbiert.     Dann wird der Brei filtriert und der Filterkuchen  durch Waschen mit Wasser von der Säure und den  wasserlöslichen Chloriden befreit.  



  Zu einem     Lithographenfirnis    verarbeitet, zeigt  das Pigment im üblichen     Lithographiertintenauftrag     dunkle, starke und leuchtende Färbungen.  



  Nach einer anderen Arbeitsweise wird der obige  Filterkuchen bei 100  getrocknet. Das erhaltene Pig  mentpulver ist vorzüglich für die Herstellung von     Al-          kydharzemaillelacken    geeignet.  



  Nach einer weiteren Ausführungsform wird der  obige Filterkuchen in 1000 Teile Wasser gebracht,  das 8 Teile     Natriumhydroxyd    enthält, und zwei Stun  den bei 100  gerührt. Darauf wird filtriert und der  Rückstand mit heissem Wasser     alkalifrei    gewaschen.  Der so erhaltene Filterkuchen kann ohne weiteres  oder nach dem Trocknen zu Pigmentpulver mit aus  gezeichnetem Erfolg zu Druck- oder     Anstrichfarben     verarbeitet werden.  



  Nach einer weiteren Abwandlung dieser Ausfüh  rungsform des Verfahrens wird aus dem obenerwähn  ten Brei nach der Behandlung mit Natronlauge die  mit Wasser nicht mischbare, organische Flüssigkeit  wie folgt entfernt: Man lässt das     Polychlor-Kupfer-          phthalocyanin    sich absetzen -und dekantiert die über  stehende Flüssigkeit soweit wie möglich ab, stellt den  Brei durch Zusatz von     prim.        o-Natriumphosphat    auf  ein     pH    von 8 ein,

   setzt 2 Teile     Spermacetiöl    und  6 Teile     Natriumnitrit    zu und entfernt das     o-Dichlor-          benzol    durch     Wasserdampfdestillation.    Darauf wird  der Brei filtriert und der Filterkuchen mit Wasser       alkalifrei    gewaschen. Ein Teil des Filterkuchens wird  getrocknet, gepulvert und zu einem     Lithographenfir-          nis    angerieben. Er ist     gelbstichiger,    leuchtender, von  gleicher Farbkraft, aber dunkler in der Farbmasse  wie ein entsprechendes     Säurepastenpigment.     



  Ähnliche Ergebnisse werden erhalten, wenn man  das obige Beispiel mit 145 Teilen     Xylol    anstelle der  227 Teile     o-Dichlorbenzol    wiederholt.    <I>Beispiel 6</I>  <I>Verwendung einer auf anderem Wege isolierten,</I>  <I>trockenen,</I>     eutektischen   <I>Schmelzmasse</I>  25 Teile des rohen     Polyclilor-Kupferphthalo-          cyanins,    das nach Beispiel 1, Stufe 1, durch Filtra  tion der in Wasser ausgelaugten Schmelzmasse, an  schliessendes Waschen und Trocknen gewonnen ist,  wird mit 25 Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid       in    650 Teilen     o-Dichlorbenzol    18 Stunden bei 28 bis  30  gerührt.

   Der Brei wird dann unter Rühren in  500 Teile Wasser gegossen und das     o-Dichlorbenzol     durch     Wasserdampfdestillation    entfernt.     Dann    wer  den 100 Teile     Natriumhydroxyd    in Form einer kon  zentrierten     wässrigen    Lösung zugesetzt und der     wäss-          rige    Pigmentbrei 20 Minuten auf 100  erhitzt. Schliess  lich wird der Brei filtriert und der Filterkuchen mit  Wasser gewaschen, bis er frei von Alkali und wasser  löslichen Chloriden ist.  



  Ein Teil dieses Kuchens getrocknet, gepulvert  und zu einem     Lithographenfirnis    angerieben, zeigte  einen gelblicheren Stich, eine grössere Leuchtkraft,  eine grössere Färbekraft und einen dunkleren Farbton  als eine Vergleichsprobe, die nach dem Säurepasten  verfahren erhalten wurde.  



       Ähnliche    Ergebnisse werden erzielt, wenn das       o-Dichlorbenzol    durch 440 Teile Benzol ersetzt wird  oder wenn das     o-Dichlorbenzol    durch 600 Teile     Ni-          trobenzol    und das Aluminiumchlorid durch 48 Teile  wasserfreies     Aluminiumbromid    ersetzt wird.  



  Wenn das     o-Dichlorbenzol    durch Nitrobenzol er  setzt und die     Aluminiumchloridmenge    auf 12,5 Teile  vermindert wird, gelangt man zu ähnlichen Ergeb  nissen.  



  <I>Beispiel 7</I>  Das     Polychlor-Kupferphthalocyanin    wird nach  Beispiel 1 der     USA-Patentschrift    Nr. 2586598 durch  Chlorieren von     Kupferphthalocyanin    hergestellt, dann  mit Wasser kochsalzfrei gewaschen und getrocknet.  25 Teile des so erhaltenen trockenen Pigmentes wer  den mit 29 Teilen wasserfreiem     Ferrichlorid    in 650  Teilen     o-Dichlorbenzol    18 Stunden bei 28 bis 30   verrührt, der Brei dann unter Rühren in 500 Teile  Wasser gegossen und das     o-Dichlorbenzol    durch Was  serdampfdestillation entfernt.

   Der     wässrige    Farbstoff  brei wird filtriert, der     Filterkuchen    in einem     Gemisch     von 950 Teilen Wasser und 50 Teilen Chlorwasser  stoff zwei Stunden bei 70  verrührt, dann filtriert  und der Filterkuchen mit Wasser gewaschen, bis er  frei von Säure und wasserlöslichen Chloriden ist.  



  Ein Teil dieses Kuchens wird getrocknet,     gepul-          vert    und in der Farbmühle zu einem Lithographen  firnis angerieben. Er war dunkler in der Masse,  leuchtender im Farbton und beträchtlich kräftiger als  ein     Säurepastenpigment.     



  <I>Beispiel 8</I>  <I>Behandlung von nach dem</I>     Schwefeldichloridverfahreu     <I>gewonnenen Rohstoffen</I>  Nach der Vorschrift der     USA-Patentschrift    Num  mer<B>2377685</B> wird durch Erhitzen von Kupfer-           phthalocyanin    mit     Schwefeldichlorid    in Gegenwart  von 5     0/a        Antimonchlorid    als Katalysator unter Druck  ein rohes     Polychlor-Kupferphthalocyanin    hergestellt,  von dem 150 Teile in<B>1500</B> Teile     o-Dichlorbenzol     unter Zusatz von 150 Teilen wasserfreiem Alumi  niumchlorid eingetragen werden.

   Das Gemisch wird  dann bei Raumtemperatur etwa 6 Stunden gerührt  und darauf das     o-Dichlorbenzol    in Gegenwart von  2     %        Spermacetiöl,    auf das Pigmentgewicht bezogen,  im     Wasserdampfstrom        abdestilliert.    Der Brei wird  heiss filtriert, durch Waschen von den Chloriden be  freit, getrocknet und - gepulvert. Das so erhaltene       Polychlor-Kupferphthalocyanin    hat ausgezeichnete  Pigmenteigenschaften.  



  Bei einem anderen Versuch wurde das Alumi  niumchlorid der     Chlorierungsmasse        unmittelbar    nach  beendeter     Chlorierung    zugesetzt,     dann        gelüftet    und       abgekühlt.    Dann wurde das Schwefelchlorid entfernt  und das trockene Pigmentpulver     mit    Wasser und       o-Dichlorbenzol    wie oben behandelt.  



  <I>Beispiel 9</I>  <I>Behandlung von nach verbessertem</I>     Schwefeldichlorid-          verf        ahren   <I>gewonnenen Rohstoffen</I>  a) In ein mit einem wirksamen Rührwerk aus  gestatteten, Drücken von 40 bis 50 atü standhalten  den Druckbehälter aus     Monehnetall    werden 327 Teile       Kupferphthalocyanin,    33 Teile wasserfreies     Cupri-          chlorid,    327 Teile wasserfreies Aluminiumchlorid und  4900 Teile     Schwefeldichlorid    mit einem Chlorgehalt  von 68 bis 69      /o    gefüllt, der Behälter geschlossen, im  Ölbad langsam auf 180  erhitzt und auf 180 bis 185   vier Stunden gehalten.

   Dabei steigt der Druck     infolge     des Dampfdruckes des     Schwefeldichlorides    und des  bei der     Chlorierung    des     Phthalocyanins    frei werden  den Chlorwasserstoffes an. Sobald er 18,5 atü er  reicht hat, wird er während der gesamten     Erhitzungs-          dauer    auf dieser Höhe gehalten.  



  Nach dem vierstündigen Erhitzen wird der Druck  auf Atmosphärendruck abgelassen und die Abgase  durch eine     Wiedergewinnungsanlage    für das     Schwe-          feldichlorid    geführt, wobei unter Aufrechterhaltung  der Temperatur von 180 bis 185  ein Chlorstrom  durch den Behälterinhalt geleitet wird, der als Trä  gergas für das     Schwefeldichlorid    dient. Das anfal  lende trockene Erzeugnis wird nach Absatz b) wei  terbehandelt.  



  Wird das     Aluminiumchlorid    durch 327 Teile was  serfreies     Ferrichlorid    ersetzt, so werden praktisch die  gleichen Ergebnisse erzielt.  



  b) 182 Teile des nach dem vorhergehenden Ab  schnitt erhaltenen rohen Pigmentes, das 122 Teile       wasserunlösliche        Feststoffe    enthält, werden in 2000  Teilen Wasser verrührt und das Ganze 15 Minuten  bis zur Erzielung eines glatten Breies kräftig     gerührt.     Dann werden unter ständigem kräftigem Rühren 79  Teile     o-Dichlorbenzol    tropfenweise zugefügt, wodurch  körnige Pigmentteilchen entstehen, die     abfiltriert    und  so lange mit Wasser gewaschen werden, bis die was  serlöslichen Chloride entfernt sind.

   Der körnige Fil-         terkuchen    wird dann in eine Destillieranlage in 2000  Teile Wasser, das 50 Teile sek.     Natriumphosphat          (NazHP04.12    H     z0)        enthält,    gebracht, 2,4 Teile       Spermacetiöl    zugefügt und das     o-Dichlorbenzol    im       Wasserdampfstrom        abdestilliert.    Der alkalische, breiige  Rückstand wird heiss filtriert,     alkalifrei    gewaschen,  bei 60  getrocknet,

       gepulvert    und ergibt ein sehr     farb-          kräftiges        Polychlor-Kupferphthalocyanin,    das ohne  weitere Behandlung als grüne     Pigmentfarbe    verwendet  werden kann. Das Pigment ist deutlich     gelbstichiger     als ein nach dem     Säurepastenverfahren    oder Mahlver  fahren     (USA-Patentschriften        Nrn.    2556727, 2556728  oder 2556730) gewonnenes Pigment.  



  <I>Beispiel 10</I>       Laugenbehandlung   <I>vor dem Granulieren</I>  182 Teile des Rohpigmentes nach Beispiel 9 a)  mit etwa 122 Teilen wasserunlöslichen Feststoffen  werden unter gutem Rühren in etwa 2000 Teilen  Wasser zu einem schlanken Brei verarbeitet, dann  zum Sieden erhitzt, eine Stunde bei Siedetemperatur  gerührt, anschliessend filtriert und gewaschen, bis der  Rückstand frei von löslichen Salzen ist. Darauf wird  der Filterkuchen in eine Lösung von 10 Teilen Na  triumhydroxyd in 2000 Teilen Wasser gebracht, 122  Teile     o-Dichlorbenzol    und 4 Teile     Stearinsäure    zu  gegeben und das Gemisch dann der Wasserdampf  destillation unterworfen, bis alles     o-Dichlorbenzol     abgetrieben ist.

   Schliesslich wird der breiige Rück  stand filtriert,     alkalifrei    gewaschen und getrocknet.  Es wird ein kräftiges, leuchtendes,     gelbstichiges    Pig  ment erhalten, das sich ohne weiteres in allen üblichen  Farbenbindemitteln     dispergieren    lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Polychlor-Kupfer- phthalocyaninen in Pigmentform aus einer wasserfreien Mischung, welche Polychlor-Kupferphthalocyanin in einer nicht als Pigment brauchbaren Form und Alu miniumchlorid, Aluminiumbromid oder Ferrichlorid enthält, wobei das Molverhältnis des genannten Me- tallhalogenids zum Polychlor-Kupferphthalocyanin nicht weniger als 2 :
    1 beträgt, dadurch gekennzeich net, dass man die wasserfreie Mischung mit Wasser und mit einem inerten, mit Wasser nicht mischbaren, organischen Verdünnungsmittel, welches Wasser von der Oberfläche eines festen Phthalocyaninpartikels zu verdrängen vermag, in Berührung bringt, wobei das Gewichtsverhältnis der organischen Flüssigkeit zum Phthalocyanin nicht weniger als<B>0,3:</B> 1 beträgt, wo durch eine wässrige Lösung des Metallhalogenids ge bildet wird, welche abgetrennt wird, wobei eine wässrige Pigmentpaste zurückbleibt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als wasserfreie Mischung die 'rohe Reaktionsmasse verwendet, welche man durch Chlorieren von Kupferphthalocyanin in einer Schmelze von Natriumchlorid und Aluminiumchlorid erhält. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wasser freie Reaktionsmasse direkt mit einer Mischung von Wasser und der organischen Flüssigkeit in Berührung gebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die rohe Reaktionsmasse in Wasser giesst, die nicht ge lösten Bestandteile abfiltriert und in eine Mischung von Wasser und der organischen Flüssigkeit einführt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die organische Flüssigkeit durch Wasserdampfdestillation aus der erhaltenen wässrigen Pigmentpaste entfernt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Pigmentpaste nach erfolgter Wasserdampfdestillation getrocknet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die erhaltene wässrige Pigment paste zuerst mit einer solchen Menge einer organi schen Flüssigkeit verdünnt wird, welche zur Erzeu gung einer kontinuierlichen Phase genügt, worauf man die Masse zwecks Abtreibung ihres Wassergehaltes erhitzt.
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