CH348370A - Verfahren zur Herstellung einer Kläranlage für Abwasser und nach diesem Verfahren hergestellte Kläranlage - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Kläranlage für Abwasser und nach diesem Verfahren hergestellte Kläranlage

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CH348370A
CH348370A CH348370DA CH348370A CH 348370 A CH348370 A CH 348370A CH 348370D A CH348370D A CH 348370DA CH 348370 A CH348370 A CH 348370A
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  Verfahren zur Herstellung einer     Kläranlage        für    Abwasser  und nach diesem Verfahren hergestellte     Kläranlage       Kläranlagen für Abwasser wurden bisher an Ort  und Stelle als Baukonstruktion hergestellt, wobei zur  Herstellung der Betonwandungen solcher Anlagen  eine Verschalung erforderlich ist; dadurch wird der  Bau kompliziert, erfordert viel Zeit und wird entspre  chend teuer.  



  Beim erfindungsgemässen Verfahren zur Herstel  lung einer Kläranlage werden diese Nachteile dadurch  umgangen, dass wenigstens die Seitenwandungen der  Anlage aus vorfabrizierten Bauelementen hergestellt  werden. Bei der nach diesem Verfahren hergestellten,  ebenfalls Erfindungsgegenstand bildenden Kläranlage,  bestehen die Seitenwände aus im Boden verankerten  Betonpfosten und an diesen befestigten Betonplatten.  Mittels solcher Elemente kann die Kläranlage an Ort  und Stelle entsprechend der erforderlichen Grösse  rasch aufgestellt werden, ohne dass die Verwendung  einer Verschalung notwendig ist. Vorteilhaft wird  auch die Abdeckung der Anlage aus vorfabrizierten  Betonbalken und -Brettern hergestellt.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel  der nach dem erfindungsgemässen Verfahren herge  stellten erfindungsgemässen Kläranlage dargestellt; an  Hand dieser Zeichnung wird im folgenden dieses  Herstellungsverfahren beispielsweise näher erläutert.  



       Fig.    1 zeigt einen Grundriss einer Kläranlage,  wobei die obere Abdeckung entfernt ist.  



       Fig.2    ist ein vertikaler Schnitt längs der Linie       11-1I    der     Fig.    1.  



       Fig.    3 ist ein vertikaler Schnitt längs der Linie       111-11I    der     Fig.    1.  



       Fig.    4 ist ein vertikaler Schnitt längs der Linie       IV-IV    der     Fig.    1.  



       Fig.    5 ist ein vertikaler Schnitt in grösserem Mass  stab längs der Linie     V-V    der     Fig.    1.         Fig.    6 ist ein Querschnitt durch einen Pfosten der  Wandkonstruktion, und       Fig.    7 ist eine schaubildliche Ansicht der Verbin  dung der     Abdeckplatten    mit einem Pfosten.  



  Die beispielsweise dargestellte Kläranlage besitzt  drei     hintereinandergeschaltete    Klärkammern 1, 2  und 3. Das zu klärende Abwasser tritt bei 4 in die  Anlage ein und durchläuft die drei Kammern in der  eingezeichneten Pfeilrichtung, um als geklärte Flüssig  keit die Anlage bei 5 zu verlassen. Die Kammer 1  ist durch eine Zwischenwand 6 in zwei Hälften unter  teilt. Gegenüber dem Einlauf 4 des Abwassers ist  eine Tauchwand 7 angeordnet, um die Strömung des  ankommenden Abwassers aufzufangen. In der Zwi  schenband 8 ist ein Verbindungsschlitz 9 zur Verbin  dung der Kammern 1 und 2, und in der Zwischen  wand 10 ein Verbindungsschlitz 11 zur Verbindung  der Kammern 2 und 3 vorgesehen. Zwischen der  Decke und dem oberen Rand der Zwischenwände 6,  8 und 10 sind Luftschlitze 13 vorgesehen.

   In der  Kammer 3 ist eine sich über die ganze Breite der  Kammer erstreckende     überfallkante    14 vorgesehen,  über welche das geklärte Wasser in eine Auslaufrinne  15 gelangt, an die die     Abflussleitung    5 angeschlossen  ist. Der überfall ist zweckmässig als     Zackenüberfall     ausgebildet.  



  Die beschriebene     Kläranlage    ist aus vorfabrizier  ten Bauelementen hergestellt. Die Seitenwände der  Anlage sind beim dargestellten Beispiel aus Beton  pfosten 16 und zwischen den Pfosten eingeschobenen  Betonplatten 17 gebildet.  



  Beim Erstellen einer Anlage werden zuerst die  Betonpfosten 16 an den vorbestimmten Stellen in den  Boden einbetoniert. Wie aus     Fig.5    ersichtlich ist,  wird zur genauen Markierung des Ortes, wo ein  Pfosten aufgestellt werden soll, am Boden eines      Loches ein Pflock 18 eingetrieben, aus welchem oben  ein starker Nagel 19 hervorsteht. Die vorfabrizierten,  armierten Pfosten 16 besitzen im     Zentrum    der untern       Stirnfläche    ein Loch, mit welchem sie über den Nagel  des Pflockes 18 gesteckt werden; danach werden die  Pfosten an ihrem unteren Ende einbetoniert, wie dar  gestellt.

   Die Armierung der Pfosten besteht zweck  mässig aus vier Längseisen 20, die etwa 15 cm aus  der oberen     Stirnfläche    der Pfosten hervorragen, und  die, wie weiter unten     beschrieben,    zur Befestigung der  Deckenbalken dienen. Nach Aufstellung sämtlicher,  für eine Anlage erforderlicher Pfosten 16 wird der  Betonboden 21 gegossen.  



  Hierauf werden die aus Betonplatten 17 bestehen  den Aussenwände und Zwischenwände der Anlage  erstellt. Zur Halterung der Platten an den Pfosten  besitzen die letzteren, je nach Bedarf, an einer,     zwei,     drei oder     allen    Längswänden je eine vertikale, im  Querschnitt keilförmige Nute 22, und die Wand  platten 17 sind an ihren gegenüberliegenden Seiten  rändern entsprechend keilförmig gestaltet und kön  nen von oben in die Nuten 22 zweier benachbarter  Pfosten 16 mit Spiel eingeschoben werden. Die Stoss  fugen werden mit einem geeigneten Dichtungsmittel  23 abgedichtet.  



  Die beiden Längsseiten der Platten 17 sind mit  einer Rippe 24 bzw. einer über die Rippe passenden  Nute 25 versehen, und die Stossfugen sind mit Mörtel  oder einem anderen Dichtungsmittel abgedichtet. Zur  Abdeckung der Anlage werden Betonbalken 26 ver  wendet, die an den Enden abgesetzt sind. Der abge  setzte Endteil 27 der Balken ist mit zwei Öffnungen  versehen, mittels welchen der Balken über zwei aus  den vertikalen Pfosten hervorragende Enden der       Armierungseisen    20 gesteckt wird, wie     Fig.    5 und 7  zeigen. Solche Balken 26 werden also mit ihren bei  den Enden auf zwei benachbarten oder einander  gegenüberliegenden Pfosten 16 abgestützt, wobei die  Enden der Armierungen 20 über den abgesetzten Teil  der Balken hervorragen.

   Rechtwinklig zu den     Balken     26 werden aufeinanderfolgende Pfosten 16 mittels  Balken 28 miteinander verbunden, deren Enden  ebenfalls     abgesetzt    sind und über die Enden 27 der  Balken 26 greifen. Die Enden der Balken 28 sind  ebenfalls mit Löchern versehen, die über zwei     Armie-          rungseisen    20 greifen, welche über zwei     Balkenenden     27 hervorstehen. Diese Balken 26 und 28 verstreben  die obern Enden der Pfosten 16, und die     Balken    26  bilden     zugleich    die Träger für     Abdeckbretter    29, die  mit ihren Enden in den Falz 30 der Balken 26 einge  legt sind.

   Da in     Fig.    7 ein Pfosten 16 einer Aussen  wand der Anlage dargestellt ist, auf den nur das  Ende     eines    einzigen Balkens 26 abgestützt ist, werden  in     Fig.7    nur die beiden linksseitigen     Armierungs-          eisen    20     zur    Verankerung des Balkenendes benützt.    Damit gleichwohl die beiden Enden von zwei Balken  28 abgestützt werden können, ist über die zwei rechts  seitigen     Armierungseisen    20 ein Füllstück 31 ge  schoben. Jedoch könnten auch die Balkenenden  länger gemacht und so geformt werden, dass beson  dere Füllstücke überflüssig werden.  



  Wie aus der Beschreibung hervorgeht, werden die  Seitenwände und die Abdeckung der Kläranlage voll  ständig aus     vorfabrizierten    Elementen an Ort und  Stelle aufgestellt. In dieser Weise können Anlagen  jeder     beiliebigen    Grösse rasch und ohne jeden Zeit  verlust und kostspielige Nebenarbeiten gebaut wer  den. Es braucht nur entsprechend dem Grundriss der  Anlage eine grössere oder kleinere Anzahl von Pfosten  16 einbetoniert zu werden. Es wäre natürlich möglich,  auch zur Herstellung des Bodens der Anlage vor  fabrizierte Platten zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer Kläranlage für Abwasser, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Seitenwände der Anlage aus vorfabrizierten Bau elementen hergestellt werden. 1I. Kläranlage hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass deren Seitenwände aus im Boden verankerten Betonpfosten und an diesen befestigten Betonplatten bestehen. UNTERANSPRÜCHE 1. Kläranlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonplatten mit ihren gegen überliegenden Seitenrändern in Längsnuten der Pfosten eingeschoben sind. 2.
    Kläranlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammenstossenden Längs ränder der in die Längsnuten der Pfosten eingescho benen Platten mittels Nut (25) und Rippe (24) inein- andergreifen. 3. Kläranlage nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonpfosten mit Längs- armierungen versehen sind, die aus der obern Stirn fläche der Pfosten hervorstehen und zur Verankerung von Abdeckbalken (26, 28) dienen. 4.
    Kläranlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonpfosten mit vier aus der obern Stirnfläche hervorstehenden Längseisen armiert sind, und dass die Abdeckbalken abgesetzte Enden aufweisen, die mit je zwei Löchern versehen sind, wobei auf jedem Pfosten die aneinanderstossen- den Enden zweier Abdeckbalken über je zwei her vorstehende Armierungseisen gesteckt und abgestützt sind. 5. Kläranlage nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Abdeckbalken Deck bretter abgestützt sind.
CH348370D 1956-11-19 1956-11-19 Verfahren zur Herstellung einer Kläranlage für Abwasser und nach diesem Verfahren hergestellte Kläranlage CH348370A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3002739A1 (de) * 1979-07-30 1981-02-05 Beton Es Vasbetonipari Muevek Durch wasserdurchlaessige konstruktionen begrenztes bauwerk, insbesondere becken, z.b. fluessigkeitsspeicherbecken, schwimmbecken o.ae.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3002739A1 (de) * 1979-07-30 1981-02-05 Beton Es Vasbetonipari Muevek Durch wasserdurchlaessige konstruktionen begrenztes bauwerk, insbesondere becken, z.b. fluessigkeitsspeicherbecken, schwimmbecken o.ae.

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