Randstellereinrichtung an schreibenden Büromaschinen Bei Schreiblochern muss beim Einschalten des Lochers zugleich der rechte Randsteller der Schreib maschine auf die für den Fernschreibbetrieb erfor derliche Zeilenlänge von normalerweise 69 bzw. ano- malerweise 72 Teilungen eingestellt werden. Dabei kommt es vor, dass die Bedienungsperson der Schreib maschine beim übergang von dem normalen Schreib betrieb (Korrespondenzschreiben) auf den Schreib locherbetrieb die Einstellung des rechten Randstellers auf den Locherbetrieb, d. h. normalerweise von der langen auf die kürzere Schreibzeile, vergisst.
Die Folge ist, dass der Schreiblocher das Symbol für Zeilen umschaltung und Wagenrücklauf erst nach der 69. Teilung, also zu spät, locht, während der durch den Lochstreifen gesteuerte Fernschreiber auf der 69. Tei lung stehenbleibt und dann sämtliche nachfolgenden Fernschreibertypen auf die gleiche Teilung so lange schlagen, bis der Impuls für Zeilenschaltung und Wa genrücklauf kommt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Randsteller einrichtung an schreibenden Büromaschinen, deren Papierwagen eine mit Randstellern versehene Schiene trägt. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass mindestens drei Randsteller vorgesehen sind, von denen ein innerer Randsteller mit einem der äusseren Randsteller zwangläufig verbunden und die Wirkung des inneren Randstellers durch ein Bedienungsorgan aufhebbar ist. Diese Bauart gewährleistet in vielen Fällen eine sichere und bequeme Einstellung der Ma schine auf eine ganz bestimmte, gegenüber der maxi malen Zeilenlänge verkürzte Zeilenlänge, z. B. beim Beschriften von Schriftstücken unterschiedlicher Breite.
Einzelheiten gehen aus der nachfolgenden Be schreibung und den Zeichnungen hervor. Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungs beispiel der Einrichtung gemäss der Erfindung. Es zeigen: Fig.1 eine Randstellereinrichtungfüreinen Schreib locher in Seitenansicht bei ausgeschaltetem Locher, Fig. 2 die gleiche Einrichtung, jedoch bei einge schaltetem Locher, Fig. 3 die Randstellerschiene nach Fig. 1 mit Randstellern in Vorderansicht sowie eine Schwenk schiene im Schnitt und in Ausgangsstellung, und schliesslich, Fig. 4 die Teile der Fig. 3,
jedoch die Schwenk schiene und ein von ihr beeinflussbarer Randsteller in Arbeitsstellung.
Der im nicht näher dargestellten Tastenfeld an geordnete Bedienungshebel 1 (Fig. 1) ist im wesent lichen mit drei verschiedenen Teilmechanismen in Wirkverbindung, nämlich erstens über: Schaltstange 2, zweiarmige Kupplungsstange 3, einarmige Kupp lungsstange 4 und Kupplung 5 mit einem Locher 6; zweitens über: Schaltstange 2, Winkelhebel 7, Schiebe- bzw. Hubstange 8, Schwenkplatte 9 mit einem Rand steller 10 einer Schreibmaschine, deren übrige we sentliche Einzelteile anschliessend noch näher be schrieben werden, und drittens über eine Sperrnase 11 der Schaltstange mit einem bei 12 schwenkbar ge lagerten Randauslösehebel 13 der Schreibmaschine.
Das Schaltgestänge besitzt ferner erstens einen am Maschinengestell 14 der Schreibmaschine gelager ten Schwenkbolzen 15 für den Bedienungshebel, einen Gelenkbolzen 16 zwischen dem Bedienungshebel und der Schaltstange, einen Gelenkbolzen 17 zwischen dieser und der zweiarmigen Kupplungsstange 3, einen am Maschinengestell gelagerten Schwenkbolzen 18 für die zweiarmige Kupplungsstange, einen Gelenk bolzen 19 zwischen dieser und der einarmigen Kupp- lungsstange 4 für die Locherkupplung und zweitens einen Gelenkbolzen 20 zwischen der Schaltstange 2 und dem Winkelhebel 7,
einen am Maschinengestell gelagerten Schwenkbolzen 21 für den gleichen Hebel, einen Gelenkbolzen 22 zwischen diesem Hebel und der Hubstange, die ihrerseits durch Langlöcher 23 und am Maschinengestell gelagerte Bolzen 24 geführt ist, eine die Schwenkplatte 9 tragende Achse 25, die an den Seitenwänden des Papierwagens gelagert ist, von dem in der Fig. 1 u. a. die rechte Seitenwand 26, die Randstellerschiene 27, der Randsteller 10 und später noch näher beschriebene Randstellerteile sowie die Schreibwalze 28 zu sehen sind.
Die Schwenkplatte 9 steht und dem Einfluss einer Zugfeder 29, die an der Stelle 30 am Papierwagen befestigt ist und das untere Ende der Platte auf den Kopf 31 der Hub stange 8 drückt, und zwar unabhängig von der jewei ligen Stellung des Papierwagens.
Der Randsteller 10 (Fig. 1 bis 4) liegt zwischen zwei weiteren Randstellern 32 und 33, die normaler weise bei jeder Schreibmaschine vorhanden und ebenso wie die Randstellerschiene 27 in der üblichen Weise ausgebildet und auf der Schiene fixierbar sind.
Der mittlere Randsteller 10 besitzt u. a. einen Schieber 34 und einen bei 35 angelenkten Sperrhebel 36 mit einer unteren, an der Randstellerschiene anlie genden Nase 37, einer oberen Nase 38, die von einer bei 39 am Schieber befestigten Blattfeder (Druck feder) 40 beeinflusst wird, und eine steuerbare Nase 41, die über das Gestänge 2-5, 7-9, 15-25 mit dem Bedienungshebel 1 in Wirkverbindung steht. Der mittlere Randsteller ist ausserdem mit dem linken 32 über eine Stange 42 verbunden, deren eines Ende bei 43 am linken und deren anderes Ende bei 39 am mittleren Randsteller angeschraubt ist.
Der Wirkungs bereich 44 der beiden Randsteller wird bestimmt durch eine Anschlagnase 45 am linken und eine wei tere Anschlagnase 46 am mittleren Randsteller, die mit einem ruhenden, z. B. am Maschinengestell oder an einem in dem Gestell gelagerten Wagenunterteil (ruhender Wagenteil) der Schreibmaschine vorgese henen Gegenanschlag 47 zusammenarbeiten. Der Wir kungsbereich entspricht sämtlichen Teilungen der Schreibzeile einer Fernschreibmaschine, also norma lerweise 69 Teilungen. Trotzdem besitzt mindestens das eine, z. B. rechte, Ende der Stange 42 an der Befestigungsstelle ein Langloch oder einen Schlitz 48, um den Wirkungsbereich ändern, z. B. auf den ano malen Bereich von 72 Teilungen erhöhen, zu können.
Die Bedienung und Arbeitsweise der gezeichneten Einrichtung ist kurz wie folgt: Beim Schwenken des Bedienungshebels 1 aus sei ner Ausschaltstellung (Fig. 1) in seine Einschaltstel lung (Fig. 2) werden das Gestänge 2, 7, 8 sowie die Schwenkplatte 9 aus der in Fig. 1 dargestellten in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung bewegt. In dieser ist der Locher 6 eingeschaltet, der mittlere Randstel ler 10 in seiner Wirkstellung, d. h. seine Anschlag nase 46 stösst bei einer Wagenbewegung in bezug auf die Zeichnung nach links, gegen den Gegenanschlag 47. Die Randauslösetaste 13 ist in dieser Stellung mittels der Nase 11 der Schaltstange 2 gesperrt, d. h.
der Papierwagen 26, 28 kann sich nur im Bereich 44 hin und her bewegen und dabei nur jeweils 69 Tei lungen wandern, selbst wenn die Bedienungsperson versuchen sollte, die Randauslösetaste 13 zu drücken.
Nach Beendigung des Lochens wird der Bedie nungshebel 1 in seine Ausschaltstellung zurückge schwenkt und somit der in Fig. 1 dargestellte Zustand wieder hergestellt. Dabei schaltet die Schaltstange 2 den Locher 6 ab und gibt über die Nase 11 den Randauslösehebel 13 wieder frei. Die Hubstange 8 senkt sich während der Ausschaltbewegung, so dass die Feder 29 die Schwenkplatte 9 in die in den Fig. 1 und 3 dargestellte Lage zurückschwenkt. Dadurch wird die Kraft der Blattfeder 40 frei und die An schlagnase 46 hochgeschwenkt, so dass sie über dem Gegenanschlag 47 ungehindert wandern kann.
Die Schreibmaschine kann nun zum Schreiben normaler Korrespondenz verwendet werden und ihr Papier wagen in üblicher Weise im Bereich 49 der durch die beiden äusseren Randsteller 32 und 33 begrenz ten Zeilenlänge hin und her wandern.
Im Zusammenhang mit der beschriebenen Ein richtung ist folgendes hervorzuheben: Der linke bzw. Anfangsrandsteller ist mittels Stange und Schrauben mit einem weiteren, beim Locherbetrieb als Schlussrandsteller dienenden Rand steller in einstellbarem Abstand verbunden, und ausserdem ist für den weiteren, von der Tastatur aus zu betätigenden Randsteller ein Hebeltrieb vorgese hen, der mit einer Schaltstange für das Ein- und Aus schalten des Lochers gekuppelt ist. Diese Vorrich tung sperrt in von Randstellern her bekannter Weise nach dem 69. Zeichen weitere Anschläge und damit auch weitere Lochungen auf dem Lochstreifen so lange, bis der Wagenrücklauf und die Zeilenschaltung erfolgen.
Ausserdem wird beim Verstellen des An fangsrandstellers der mit diesem gekuppelte Randstel ler selbsttätig mitverstellt, wodurch gewährleistet ist, dass die Zeilenlänge von 69 Zeichen immer konstant bleibt.
Bei ausgeschaltetem Locher kann auf der Schreib maschine auch normale Korrespondenz geschrieben werden. Zu diesem Zweck kann der mit dem An fangsrandsteller gekuppelte Randsteller mittels des Schalthebels für das Ein- und Ausschalten des Lo chers in oder ausser Wirklage gebracht werden. Es kann somit nicht vergessen werden, jeweils den Schlussrandsteller für den Locherbetrieb in seine Ar beitslage zu bringen.
Für das Schreiben ohne eingeschaltetem Locher kann ein weiterer Randsteller als Schlussrandsteller, wie er bei normalen Schreibmaschinen verwendet wird, vorgesehen sein. Sein Einstellspielraum ist aber begrenzt durch die Stellung des mit dem Anfangs randsteller gekuppelten Randstellers und das Wagen ende.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die Ver wendung bei Schreiblochern, sondern kann vielmehr u. a. auch bei Schreibmaschinen ohne Locher sinn gemäss verwendet werden, wobei naturgemäss die Teile 3-6 und 17-19 des gezeichneten Ausfüh rungsbeispiels fortfallen.