CH348469A - Kristalldiode - Google Patents

Kristalldiode

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CH348469A
CH348469A CH348469DA CH348469A CH 348469 A CH348469 A CH 348469A CH 348469D A CH348469D A CH 348469DA CH 348469 A CH348469 A CH 348469A
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CH
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contact
semiconducting
contacts
crystal diode
disk
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Inventor
Adrianus Manintveld Jan
Gerardus Kock Hendrikus
Original Assignee
Philips Nv
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    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass

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  • Electrodes Of Semiconductors (AREA)

Description


  Kristalldiode    Die Erfindung bezieht sich auf eine Kristalldiode,  die aus einer dünnen Scheibe halbleitenden     Materials     besteht, die auf einer Seite mit einem     ohmischen     Kontakt und auf der anderen Seite mit einem     Gleich-          richtkontakt    versehen ist, von welchen Kontakten  mindestens einer ein Legierungskontakt ist. Der  andere Kontakt kann zum Beispiel durch Legierung  oder durch Diffusion erhalten sein.  



  Unter einem Legierungskontakt wird ein Kon  takt verstanden, der durch ein bekanntes Verfahren  hergestellt ist, das darin besteht, dass auf einem halb  leitenden Körper eine Menge Kontaktmaterial ange  bracht wird, das wirksame     Veiunreinigungen,        Dona-          toren    und/oder Akzeptoren enthält, worauf das Ganze  dermassen erhitzt wird, dass sich auf dem halbleiten  den Körper eine     Schmelze    des Kontaktmaterials bil  det, in der sich eine kleine     lMenge    halbleitenden Ma  terials löst, das nach Abkühlung wieder kristallisiert  mit einem Gehalt an Verunreinigungen, so dass es  eine Schicht mit einem     Leitfähigkeitstyp        bildet,

      der von  dem des halbleitenden Körpers verschieden ist, auf wel  cher Schicht sich darauf das übrige, erstarrte Kon  taktmaterial ablagert.  



  Bei Kristalldioden ist es im allgemeinen üblich  und mit Rücksicht auf die Materialeigenschaften  wünschenswert, unter anderem mit Rücksicht auf die  kleine     Diffusionslänge    der     Minderheitsladungsträger     in dem halbleitenden Material, den     ohmischen    und  den gleichrichtenden Kontakt einander gegenüber  beiderseits der Scheibe halbleitenden Materials an  zubringen, so dass die Kontakte sich in einem Mini  malabstand voneinander befinden. Bei dünnen, halb  leitenden Scheiben liegt die Zentrierung der Kontakte  ausserdem noch auf der Hand wegen der Tatsache,  dass der elektrische Streuungswiderstand bei zentrier  ten Kontakten minimal ist.  



  Es hat sich jedoch ergeben, dass diese Bauart eine    schlechte     Sperrkennlinie    zur Folge haben kann, wenn  die halbleitende Scheibe dünn ist, zum Beispiel 100     ,et     beträgt.  



  Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde,  dass der hohe Sperrstrom dadurch     auftritt,    dass während  der Abkühlung Spannungen in dem halbleitenden  Körper entstehen, die bei dünnen Scheiben Risse  hervorrufen, die sich durch die halbleitende Scheibe  von dem     Legierungskontakt    zur anderen Seite mit dem  anderen Kontakt ausdehnen und die mit einer feuchten  Atmosphäre gefüllt sind, welche     Ionenleitung    auf  diesem Wege ermöglicht.

   Zu dieser Erkenntnis trägt  die Tatsache bei, dass beim Anbringen einer solchen       Kristalldiode    im Hochvakuum der     Sperrstrom    er  heblich sinkt und den normalen Wert     annimmt.    Diese       Schwierigkeit    tritt insbesondere auf, wenn das Kon  taktmaterial und das halbleitende Material beide  spröde sind und einen grossen Unterschied im     Aus-          dehnungskoeffizienten    aufweisen.  



  Die     Erfindung    bezweckt, eine einfache     Bauart     der Kristalldiode zu schaffen, bei der die     vorerwähnte     Schwierigkeit     vermieden    wird. Sie ist besonders  wichtig für die Anwendung von     Kristalldioden,    bei  denen besonders die     Sperrkennlinie    hohe Anforderun  gen zu erfüllen hat.  



  Bei einer Kristalldiode nach der Erfindung sind  die Kontakte beiderseits der Scheibe einander gegen  über so angeordnet, dass die geometrische Projektion  des     ohmischen    Kontaktes senkrecht zu der gegen  überliegenden Seite ausserhalb der Begrenzung des  gleichrichtenden     Kontaktes    liegt.

   Mit Rücksicht auf  die endliche     Eindringtiefe    der Risse ist diese Bauart  besonders von Bedeutung bei Kristalldioden, deren  halbleitende Scheibe dünner ist als     150,u.    Man kann  zum Beispiel den     ohmischen    Kontakt in Form eines  Ringes um den     Gleichrichtkontakt    auf der dem     Gleich-          richtkontakt    gegenüberliegenden Seite anbringen.

        Bei einer sehr einfachen Ausführungsform der       Kristalldiode    kann sowohl der     ohmische    als auch der  gleichrichtende Kontakt durch     Auflegierung    zum  Beispiel einer Kugel, eines Drahtes oder einer Pille  aus Kontaktmaterial angebracht werden. Besonders  bei dieser Ausführungsform ist die vorstehend ange  gebene Verschiebung der Kontakte von grosser Be  deutung, da sonst von beiden Seiten her,     anfangend     bei den Legierungskontakten, die Spannungen und  Risse in die halbleitende Scheibe eindringen.

   Indem  die Kontakte von der     zentrierten    Lage über einen so  grossen Abstand verschoben werden, dass der Minimal  abstand     zwischen    Projektion und Begrenzung min  destens gleich der Stärke der halbleitenden Scheibe  ist, kann das Auftreten von Rissen meistens voll  kommen vermieden werden. Es liegt jedoch auf der  Hand, dass die     Kontakte    nicht weiter voneinander  entfernt werden sollen, als mit Rücksicht auf die       Sperrkennlinie    erforderlich ist, da die Verschiebung  eine Verringerung des Vorwärtsstromes mit sich  bringt.  



  Die Erfindung ist besonders wichtig für Kristall  dioden, deren halbleitende Scheibe aus Silicium be  steht, da Silicium ein sprödes Material mit einem  verhältnismässig niedrigen Ausdehnungskoeffizienten  ist, während die meisten, bisher für Silicium verwen  deten     Kontaktmaterialien    oder die Legierungen dieser  Materialien mit     Silicium,    zum Beispiel eine Legierung  aus 75 Gewichtsprozent Gold und 25 Gewichtspro  zent Antimon oder     Aluminium-Silicium-Legierungen,     auch spröde sind und einen     verhältnismässig    hohen       Ausdehnungskoeffizienten    haben.

   Messungen     an     Kristalldioden mit einer halbleitenden     Siliciumscheibe     des     p-Typs,    auf der sich ein     ohmischer    Legierungskon  takt aus Aluminium, ein gleichrichtender Legierungs  kontakt aus einer Legierung von 75 Gewichtsprozent  Gold und 25 Gewichtsprozent Antimon befindet,  haben erwiesen, dass das Auftreten von Rissen  meistens     ganz    verhütet werden kann, indem die Le  gierungskontakte von der     zentrierten    Lage her über  einen so grossen Abstand verschoben werden,

   dass  der Minimalabstand zwischen der Projektion des       ohmischen        Kontaktes    und der Begrenzung des gleich  richtenden Kontaktes mindestens gleich der Stärke  der Scheibe, vorzugsweise das Zweifache dieser Stärke  oder mehr ist, wodurch der Sperrstrom um etwa einen  Faktor 100 oder mehr     erniedrigt    wird,     während    der       Vorwärtsstrom    in Abhängigkeit von der Lebens  dauer der     Minderheitsladungsträger    in dem halblei  tenden Material nur um etwa einen Faktor 3 bis 10       abnimmt.    Der     Vorwärtsstrom    nimmt erst erheblich ab,

    wenn der mittlere Abstand der Kontakte einige Male  die Diffusionslänge der     Minderheitsladungsträger    ist.  



  Es wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung  sich nur auf     Kristalldioden    bezieht und nicht auf  Photozellen und Transistoren. Bei diesen halbleiten  den     Elektrosystemen        können    die Kontakte aus voll  kommen anderen     Gründen    verschoben angebracht  sein als die, welche bei Kristalldioden gelten.

   Bei  einem Transistor zum Beispiel wird man zum Erzie-         len    eines hohen     Stromverstärkungsfaktors    die gleich  richtenden Kontakte     einander    gegenüber anbringen,  so dass der     ohmische    Kontakt seitlich von diesen Kon  takten liegt, da die Stelle gegenüber jedem der beiden       Gleichrichtkontakte    besetzt ist; bei Photodioden wird  der     ohmische    Kontakt möglichst nahe dem Rande der  halbleitenden Scheibe angebracht, da die Strahlung  möglichst     unabgeschwächt    in die Umgebung der  Sperrschicht eindringen kann.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind einige Aus  führungsbeispiele einer Kristalldiode nach der Er  findung dargestellt, und     zwar    zeigen:       Fig.    1 bis 3 in einem     Längsschnitt    je eine Aus  führungsform einer Kristalldiode nach der     Erfindung     und       Fig.4    eine perspektivische Darstellung einer be  sonderen Ausführungsform.  



       Fig.    1 zeigt eine     Legierungsdiode.    Die halblei  tende Scheibe 1 besteht aus     p-Typ    Silicium mit einem  spezifischen Widerstand von 20     Ohm-cm    und einer  Stärke von etwa 100,u.. Auf einer Seite ist ein gleich  richtender Legierungskontakt 2 durch     Aufschmelzen     von Kontaktmaterial angebracht, das aus einer Le  gierung von 25 Gewichtsprozent Antimon und 75       Gewichtsprozent    Gold besteht.  



  Die     Eindringtiefe    beträgt etwa 30     u.    An diesem  Kontakt ist ein Zuführungsdraht 3 aus Nickel fest  gelötet. Auf der anderen Seite der halbleitenden  Scheibe, verschoben gegenüber diesem Kontakt, ist der       ohmische    Legierungskontakt 4 durch Aufschmelzen  von Aluminiumdraht angebracht. Die Projektion  dieses Kontaktes, der eine     Eindringtiefe    von etwa 40     cc     hat, auf die gegenüberliegende Seite ist in dem Schnitt  durch die Linie AB bezeichnet.  



  Der Minimalabstand d der Begrenzung von der  Projektion beträgt etwa 300     lt.    An diesem Alumi  niumkontakt 4 ist mittels eines Klemmkontaktes 5  aus Nickel der Zuführungsdraht 6 aus Kupfer be  festigt.  



  Die     Ausführungsform    nach     Fig.2    entspricht im  grossen ganzen der nach     Fig.    1, mit der Ausnahme  jedoch, dass der     ohmische    Legierungskontakt durch  einen     Diffusionskontakt    4 ersetzt ist und dass die Kon  takte sich einander näher befinden.

   Dieser     Diffusions-          kontakt        kann    zum Beispiel dadurch erhalten werden,  dass örtlich eine     Galliumschicht    auf den halbleitenden  Körper 1 aufgedampft und das Ganze darauf     während     einer gewissen Zeit auf 1100  C     erhitzt    wird, so dass  das Gallium in die halbleitende Scheibe     diffundiert.     Die Kontaktstelle wird darauf     elektrolytisch    ver  kupfert, worauf durch Löten ein Zuführungsdraht 5  aus Kupfer     befestigt    wird.  



  In     Fig.    3 besteht der     ohmische    Kontakt aus einem       auflegierten    Ring 1 aus Kontaktmaterial, an dem ein  Zuführungsdraht 2 befestigt ist. Auf der anderen  Seite, innerhalb dieses Ringes, ist der gleichrichtende  Kontakt 3 angebracht, der auch mit einem Zufüh  rungsdraht 4 versehen ist.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.4    sind die  zwei Enden eines     U-förmig    gekrümmten Drahtes 1      aus Kontaktmaterial auf den halbleitenden Körper 2  aufgeschmolzen. Der Kontakt kann zum Beispiel als       ohmischer    Kontakt     verwendet    werden und ist an dem  Verbindungsstück der zwei Enden mit einem Zu  führungsdraht 3 verbunden. Auf der anderen Seite  ist zwischen den beiden Enden der gleichrichtende  Kontakt 4 vorgesehen.  



  Die Wirkung der Erfindung ist weiter noch aus  folgenden Daten ersichtlich: Bei der Kristalldiode nach       Fij.    1 betrug der Sperrstrom bei einer Sperrspannung  von 80 V weniger als 0,1     ,yA,        während    der Sperr  strom der Kristalldiode mit einander gegenüberlie  genden, zentrierten Kontakten, welche Diode im übri  gen der Kristalldiode nach     Fig.    1 ähnlich war, bei 20 V  bereits 10     ,cc    A betrug.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Kristalldiode, die aus einer dünnen Scheibe halb leitenden Materials besteht, die auf einer Seite mit einem ohmischen Kontakt und auf der anderen Seite mit einem gleichrichtenden Kontakt versehen ist, von welchen Kontakten mindestens einer durch Legierung erhalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kon takte derart einander gegenüber angeordnet sind, dass die geometrische Projektion des ohmischen Kon taktes senkrecht zur gegenüberliegenden Seite ausser halb der Begrenzung des gleichrichtenden Kontaktes liegt. UNTERANSPRÜCHE 1. Kristalldiode nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die halbleitende Scheibe dünner als 150 ,cc ist. 2.
    Kristalldiode nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Minimalabstand zwischen der Projektion des ohmischen Kontaktes und der Be grenzung des gleichrichtenden Kontaktes mindestens gleich der der Stärke der halbleitenden Scheibe ist. 3. Kristalldiode nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass beide Kontakte Legierungskon takte sind. 4. Kristalldiode nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die halbleitende Scheibe aus Sili cium besteht.
CH348469D 1956-05-26 1957-05-24 Kristalldiode CH348469A (de)

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