Dilatationsverbindung an Blechprofilen von Flachdächern, insbesondere Metall-, Kiesklebe- und Asphaltdächern Die bis heute bekannten Dilatationsverbindun- gen an Blechprofilen von Flachdächern stellen noch keine befriedigende Lösung des Dichtungsproblemes bei Flachdächern dar. Diese Tatsache findet seine Bestätigung durch die immer wieder notwendig wer denden, kostspieligen Reparaturen zur Behebung der durch Undichtigkeit verursachten Schäden.
Ein weiterer Nachteil der bestehenden Dilatationsverbin- dungen an Kiesklebe- und Asphaltdächern besteht darin, dass dieselben nach oben vorstehen und die Benützungsfläche beim Begehen durch Personen be hindern. Es besteht dabei die Gefahr, dass man über die vorstehenden Dilatationsverbindungen stolpert, diese dadurch beschädigt und undicht macht.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden, was erfindungsgemäss da durch erreicht wird, dass die Dilatationsverbindung des Blechprofiles eine gegen die Beton- bzw. Mauer seite zu ausladende Falte aufweist, die auf wenigstens einem quer zur Dilatationsrichtung ausladenden Blechschenkel verlängert ist, auf welchem die Be wegungskanten der Dilatationsfalte zu einem Bewe- gungs-Nullpunkt auslaufen.
Die erfindungsgemässe Dilatationsverbindung kann dank ihrer versenkten Anordnung beim Be gehen der Dachfläche oder Terrasse durch Personen nicht mehr beschädigt, undicht oder unbrauchbar gemacht werden. Die Dilatationsverbindung muss nicht mehr auf der Wasserscheide einer Bedachung oder Rinne angebracht werden, sondern sie kann auch bei unbeschränkter Gefällslänge in Abständen von 6 bis 10 Metern an beliebigen Stellen der Blechprofile, wie Rinnen, Rand-, Gesims- und Ort blechen sowie Maueranschlussblechen usw., ange bracht werden.
Ganz besonders ist hervorzuheben, dass durch die erfindungsgemässe Dilatationsverbin- dung die Linienführung in der Architektur erleich tert wird, indem an Dachgesimsen und Dachrändern keine Erhöhungen oder Vorsprünge und daher keine Unterbrechungen in der Linienführung entstehen. Der Dilatationsverbindungsteil ist in Anpassung an die verschiedenen Blechprofile aus einem Stück tief ziehbar und einzeln oder mit einem Blechprofilteil fertig vorfabrizierbar.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausfüh rungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Stirnansicht einer Maueranschluss- Kastenrinne mit einer entsprechenden Ausführungs form einer Dilatationsverbindung, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1, Fig. 3 eine Stirnansicht .eines Maueranschluss- bleches mit einer entsprechenden Ausführungsform einer Dilatationsverbindung, Fig. 4 eine Draufsicht zu Fig. 3,
Fig. 5 eine Stirnansicht einer Kastenrinne für Dachgesimse und Dachränder mit einer entsprechen den Ausführungsform einer Dilatationsverbindung, Fig. 6 eine Draufsicht zu Fig. 5, Fig.7 das Beispiel nach Fig.5 in montiertem Zustande, Fig. 8 eine Stirnansicht eines Rand- oder Ge- simsblechprofiles mit einer entsprechenden Aus führungsform einer Dilatationsverbindung,
Fig. 9 eine Draufsicht zu Fig. 8, Fig. 10 eine Teilansicht der Unterseite hierzu, in grösserem Massstab, Fig. 11 eine Draufsicht der Ausführungsform nach Fig. 1 in montiertem Zustande, Fig. 12 einen Querschnitt nach Linie XII-XII in Fig. 11, Fig. 13 einen Teilquerschnitt nach Linie XIII-XIII in Fig. 12 in grösserem Massstab,
Fig. 14 einen Teilquerschnitt nach Linie XIV- XIV in Fig. 11 in grösserem Massstab und Fig. 15 einen Teilquerschnitt nach Linie XV-XV in Fig. 11 in grösserem Massstab und Fig. 16 einen Teilquerschnitt nach Linie XVI-XVI in Fig. 11 in grösserem Massstab.
Die dargestellte Dilatationsverbindung weist ge mäss der ersten Ausführungsform nach den Fig. 1, 2 und 11 bis 16 einen aus einem Stück Blech tief ge zogenen Dilatationsverbindungsteil 1, 1' auf, wel cher dem mit ihm in Verbindung zu bringenden Blechprofil 2 angepasst ist. Im dargestellten Fall ist das Blechprofil 2 ein Kastenrinnen-Maueranschluss- blech für ein Kiesklebe- oder Asphaltflachdach, welches gegen die Kastenrinne zu Gefälle aufweist.
Der Dilatationsverbindungsteil 1 weist eine quer zur Längsrichtung der anzuschliessenden Profile 2 ver laufende, das heisst quer zur Dilatationsrichtung ver laufende, gegen die Flachdachdecke bzw. an diese anschliessende Mauer zu ausladende Dilatationsfalte 3 auf.
Der Dilatationsverbindungsteil 1 weist einen quer zu den anzuschliessenden Profilen bzw. quer zur Dilatationsrichtung nach einer Seite hin ausladenden Schenkel 1' auf, über welchen die Dilatationsfalte konisch auslaufend verlängert ist, so dass die Bewe gungskanten K der Dilatationsfalte 3 zu einem Be- wegungs-Nullpunkt P auslaufen. Die Fuge F der Di- latationsfalte 3 ist im Bereiche der Blechprofile 2, wie Fig. 11 und 13 zeigen, durch einen über die Ver bindungsnaht 4a hinaus verlängerten Teil 2' über deckt.
Der Teil 2' liegt der gegenüberliegenden Be wegungskante K lose an und reicht nicht bis zur Verbindungsnaht 4b, so dass für die Dilatation ein Bewegungsspielraum von mindestens 4 mm ver bleibt. Auf dem Verlängerungsschenkel 1' ist, wie Fig. 16 zeigt, die Fuge F der Dilatationsfalte 3 durch einen Deckstreifen 5 aus Blech überdeckt, welcher in seiner Lage durch auf dem Schenkel 1' befestigte Haltelaschen 6 gesichert ist. Der Schenkel 1' ist für die Aufnahme des Deckstreifens 5 zweckmässig mit einem vertieften Bett 7 versehen.
Der Hohlraum der Dilatationsfalte 3 ist mit einer wasserabweisenden, sich nicht erhärtenden Klebemasse 8 ausgefüllt, wel che sich mit der Innenwand der Dilatationsfalte ver bindet. Bei der Vorfabrikation des Dilatationsverbin- dungsteiles 1, 1' kann bereits das eine der anstossen den Blechprofile 2, nach Fig. 1 und 2 das Profil 2b, durch die Niet- und Lötnaht 4b mit dem Dilatations- teil 1 verbunden werden.
Der Teil 2b weist nor malerweise eine Länge von etwa 6 Metern auf und ist zusammen mit dem Dilatationsteil 1, 1' leicht transportierbar. Die Verbindung des Dilatationsteiles 1, 1' mit dem Blechprofilteil 2a erfolgt bei der Mon tage am Bauobjekt. Daselbst werden die Längsrän der 9 der Profile<I>2a, 2b</I> in eine den Wassereinlauf in die Kastenrinne 2 sichernde Falzverbindung mit einem in einer Mörtelfuge 11 der die Mauerseite bildenden Wand W verankerten Blechstreifen 10 gebracht.
Ferner werden die Längsränder 12 in Haltelaschen 13 oder Winkelblechstreifen, welche auf der Betondecke des Flachdaches mittels Schrau ben 14 befestigt sind, gelegt. Für die Festlegung der Ränder des Blechschenkels 1' dient ein auf der Be tondecke mittels Schrauben 15 befestigter Winkel blechstreifen 16, dessen äussere Ränder über die Ränder des Blechschenkels 1' eingeschlagen werden, wie dies in Fig. 16 rechts veranschaulicht ist.
Der Gesamtweg der durch Kälte- und Wärme einwirkung bewirkten Dilatation der Kastenrinne 2 beträgt auf eine Länge von etwa 6 Metern etwa 4 mm und kann leicht durch die beschriebene Dila- tationsverbindung aufgenommen werden, dank der ausreichenden Federwirkung der Dilatationsfalte. Beim Verlegen der Dachpappelagen 17 (Fig. 12) werden sie mit dem auf der Betondecke aufliegenden Schenkel 2c der Kastenrinne 2 und mit dem Schen kel 1' des Dilatationsverbindungsteiles 1, 1' ver klebt, wobei auch die Dachpappe 17 im Bereiche des Deckstreifens 5 mit einem Ausschnitt versehen werden kann.
Die Dilatationsfalte 3 weist nur eine Breite von höchstens 2 cm auf, so dass beim Ver legen der Dilatationsverbindungsteile auf der Beton decke nur schmale Rinnen 18 für die Aufnahme der Dilatationsfalte 3 aus der Betondecke herausge meisselt werden müssen. Dank der aus einem Stück bestehenden, geschlossenen Ausbildung des Dilata- tionsverbindungsteiles 1, 1' ist das mit ihm erstellte Flachdach absolut wasserdicht, auch bei Unter wassersetzung desselben.
Die beschriebene Dilatationsverbindung ist mit allen in der Bauspenglerei vorkommenden Blech profilen, wie Maueranschluss-, Einlauf-, Rand-, Ge sims- oder Ortblechen sowie Rinnen aller Art, kombi nierbar.
Die zweite Ausführungsform der Dilatationsver- bindung gemäss den Fig. 3 und 4 zeigt deren Ver bindung mit einem Maueranschlussblech 2 für ein Metallflachdach, Asphalt- oder Kiesklebedach.
Die dritte Ausführungsform gemäss Fig. 5 bis 7 zeigt eine Dilatationsverbindung, welche mit einem Kastenrinnen-Randblech 2 kombiniert ist. Da bei solchen Blechprofilen an der Aussenseite der Kasten rinne keine Unterbrechungen der Linienführung er wünscht sind, ist bei der Aussenwand der Kasten rinne 2 die Dilatationsfalte 3' nach innen gerichtet, so dass die Kastenrinne an der Aussenseite mit einem Deckband 19 verkleidet werden kann. Letzteres weist an seinem untern Rand eine Tropfnase 20 auf, während der obere Rand mit dem Aussenrand der Kastenrinne 2 in Falzverbindung gebracht ist.
Bei der vierten Ausführungsform (Fig.8-10) der Dilatationsverbindung handelt es sich um deren Kombinierung mit einem Randblech für ein Kies klebedach sowie auch Asphaltdach, wobei das Rand blech mit Kiesnase 21 sowie Tropfnase 22 versehen ist.
Bei dieser Ausführungsform ist der mit Klebe masse 8 gefüllte Hohlraum am äussern Ende der Di- latationsfalte 3 mit einem Abschlussdeckel 23 ver- sehen, welcher nur am einen Schenkel der Dilata- tionsfalte 3 befestigt ist, so dass die Dilatations- bewegung der Kanten K der Dilatationsfalte nicht behindert ist.
Der Deckel 23 vermag jedoch durch seine einseitig lose, aber dennoch dichte Anlage an der stirnseitigen Mündung der Dilatationsfalte 3 den Austritt der Klebemasse zu verhindern.
Dieser Abschlussdeckel erübrigt sich dann, wenn der Dilatationsverbindungsteil 1 mit zwei entgegen gesetzt zueinander auslaufenden Schenkeln 1' ver sehen werden kann, wie dies bei Flachdächern mit einer mittleren Ablauf- oder Kastenrinne benötigt wird, bei welchem die Rinne zwischen zwei leicht geneigten, gegen die Rinne zu Gefälle aufweisenden. Dachflächen liegt.