Strecke für Textilfasern Die Erfindung bezieht sich auf eine Strecke für Textilfasern, in der z. B. Faserverbände vor dem Spin nen gestreckt werden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Verbesserung der pneumatischen Vorrichtungen, mit denen der Spinnflug und Bast von den Streckwalzen entfernt und dieses Abfallmaterial danach gesammelt wird.
Es ist bekannt, solches Abfallmaterial durch pneu matische Vorrichtungen zu entfernen, und die Erfin dung bezweckt eine Verbesserung der Rahmengestelle und der pneumatischen Vorrichtungen, durch die sich der Kraftaufwand verringert und sich eine gleich mässigere und zufriedenstellendere Betriebsweise er gibt, ohne Vergrösserung der Maschinenlänge und des für die Maschine notwendigen Platzes.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Strecke weist zwei Endstützen auf, in denen zwei getrennte Antriebe für zwei Streckkopfgruppen vorgesehen sind, wobei die gemeinsame pneumatische Abscheide anlage im mittleren freien Maschinenteil liegt, in Ab stand von den genannten Antrieben.
Die Abfallsammelrohre dieses Beispieles sind ge genüber den bisherigen Ausführungen gleicher Lei stung nur halb so lang, und die Luftansaugung ist sehr gleichmässig.
Dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert, von denen Fig. 1 eine Vorderansicht der Strecke und Fig. 2 in vergrössertem Massstab einen Teilschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1 zeigt.
Gemäss Fig. 1 hat die Maschine zwei Streck rahmen. Der rechts gezeichnete Streckrahmen hat vier Streckköpfe 10, die von dem Motor M über den in der Endstütze 14 gelagerten Antrieb 12 angetrieben werden. Vier weitere Streckköpfe 10a liegen im linken Teil der Maschine und werden von einem Motor M1 über einen in der Endstütze 16 des Maschinenrah mens gelegenen Antrieb 15 angetrieben. Es sind somit zwei Streckkopfgruppen 10, 10a vorhanden, die in einer Reihe liegen.
Die Endstützen 14, 16 sind durch den Teil 20 des Rahmengestells miteinander verbunden, und dieser Teil 20 wird in der Mitte von einem Teil 22 abge stützt. Zwischen der Endstütze 14 und dem Teil 22 und zwischen der Endstütze 16 und dem Teil 22 sind Querabstützungen 23, 24 vorgesehen. Vor den Quer abstützungen 23, 24 liegen Tische 25, 26, die die Vorgarnspulen aufnehmen, und diese Tische sind mechanisch in horizontaler Ebene verschiebbar.
Die Streckköpfe 10, 10a sind gleicher Ausführung wie in Fig. 2 gezeigt.
Ein Streckkopf besteht aus rückwärtigen Walzen 30, 31, die in einstellbaren Böcken 32 gelagert sind, aus Zwischenwalzen 40, 41, 42, die in einstellbaren Böcken 44 gelagert sind, und aus vorderen Walzen 50, 51, 52, 53, die in festen Böcken 55 gelagert sind. Die unteren Walzen 30, 40, 42, 50, 52 werden von den Motoren M und Ml über die Antriebe 12 und 15 mit vorbestimmten Umdrehungszahlen angetrieben (Fig. 1).
Die oberen Walzen 31, 41, 51, 53 werden durch Reibungsberührung mit den unteren Walzen in Dre hung versetzt. Die rückwärtigen und die Zwischen lagerböcke 32 und 44 können durch Vor- und Rück verschiebung auf den gewünschten Abstand einge stellt werden. Bei 58 schwenkbar gelagerte Arme 57 können nach unten bewegt werden und üben so auf die oberen Streckwalzen einen nachgiebigen Druck aus.
Die Anordnung der Streckwalzen, ihres Antriebes und die verstellbaren Lagerböcke sind an sich be- kannt. Der Spinnflug, der Bast oder anderes Abfall material wird von den Streckwalzen entfernt.
Zu diesem Zweck sind für die oberen Walzen 53, 51 und 42 für jeden Streckkopf Abstreifvorrichtungen 60, 61 und 62 vorgesehen, die in senkrechter Rich tung einstellbar sind. Sie haben eine gemeinsame Sam- melkammer 70, die um einen festen Gelenkpunkt 71 geschwenkt werden kann und sich über die oberen Walzen erstreckt. Für die rückwärtigen Walzen 30, 31 ist keine Abstreifvorrichtung vorgesehen, da sich an diesen Walzen gewöhnlich kein Spinnflug oder dergleichen ansammelt.
In den an jeder Sammelkammer 70 gebildeten Vorsprüngen 75, 76, 77 liegen Absaugekanäle 72, 73, 74. Die Vorsprünge 75, 76 liegen gegenüber der Sam- melkammer 70 fest, während der Vorsprung 77 ver schiebbar und demgemäss nach vorn oder rückwärts gegenüber dem Lagerbock 44 einstellbar ist.
Der Endteil der Sammelkammer 70 erstreckt sich durch eine Öffnung 81 in eine obere Sammelleitung 82, die sich rückwärts entlang einer Gruppe von Streckköpfen 10 oder 10a erstreckt. Die obere Sam- melleitung 82 ist durch ein nach unten führendes Rohr 84 mit einer unteren Sammelleitung 85 verbunden, die ihrerseits über eine Öffnung 86 mit dem oberen Teil einer Sammelkammer 87 verbunden ist, die von der hohlen mittleren Abstützung 22 gebildet wird.
Auf einer Seite der mittleren Abstützung 22 ist ein Sieb 90 (Fig. 1) vorgesehen, und die Luft wird durch einen von dem Motor M2 angetriebenen Ven tilator 92 aus der Kammer 87 abgesaugt. Die abge saugte Luft wird dann durch ein Rohr 93 und durch eine Öffnung der Querabstützung 23 über eine Leit- vorrichtung abgeführt.
Der Spinnflug, Bast oder anderes Abfallmaterial wird durch das Sieb 90 abgetrennt und sammelt sich in der Kammer 87, aus der es durch eine Tür 96 ent fernt werden kann.
Für die unteren Walzen sind Abstreifvorrichtun- gen 100, 101 vorgesehen, die über Absaugkanäle 102, 103 mit einer unteren Sammelkammer 104 verbunden sind, deren offenes Ende über ein Ableitrohr 106 in das untere Sammelrohr 85 führt.
Die Sammelkammer 104 wird durch eine Stütze 110, die von Hand bei 112 festgelegt wird, in ihrer Betriebslage gehalten. Der hintenliegende Absauge kanal 103 wird durch einen sich nach oben er streckenden Vorsprung 114 gebildet, der nach vorn und rückwärts gleitend einstellbar ist. Es entfernt also ein einziges Absaugeorgan, das heisst der Ventilator 92 der gemeinsamen Absaub anlage, den gesamten Spinnflug, Bast oder anderes Abfallmaterial von beiden Streckkopfgruppen 10 bzw. 10a, und zwar über verhältnismässig kurze obere und untere Sammelleitungen für jede Walzengruppe.
Der Kraftaufwand für das Entfernen des Abfallmaterials ist also gering, und das Entfernen erfolgt schnell.
Die aus dem Ventilator 92, Motor M2 und Lei tung 93 bestehende Absauganlage liegt zwischen dem Endrahmen 14 und der Abstützung 22 in einem von anderen Teilen freien Raum, der insbesondere von dem Walzenantrieb nicht gestört ist. Die Grund fläche und die Aussenabmessungen der Maschine bleiben von der Absauganlage unverändert.