CH348675A - Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen, schrittweisen Herstellung von Gitterträgern - Google Patents

Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen, schrittweisen Herstellung von Gitterträgern

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CH348675A
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Herbert Dipl Ing Ainedter
Ainedter Othmar
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Herbert Dipl Ing Ainedter
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    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
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Description


  Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen,     schrittweisen    Herstellung von Gitterträgern    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  kontinuierlichen, schrittweisen Herstellung von Git  terträgern aus     Gurtstab-    und     Gitterstabmaterial    so  wie auf eine Anlage zur Durchführung dieses Ver  fahrens.  



  Es sind zwar verschiedene Anlagen bekanntge  worden, um Bügel für Gitterträger oder     zickzack-          förmige    Bauteile auf     wirtschaftliche    Weise industriell  herzustellen. Die Verbindung so hergestellter Bügel  mit den     Gurtstäben    erfolgte aber bisher mittels  Schweissbrenner oder dergleichen in Handarbeit.  



  Eine maschinelle Herstellung ist lediglich für  Tragbänder für     aneinanderstossende    Bauplatten vor  geschlagen worden. Diese Tragbänder bestehen aus  zwei wellenförmigen, gebogenen, dünnen Drähten mit  einem diese     stegartig    verbindenden Metallband. Ab  gesehen davon, dass ein solches Produkt, bei welchem  die Drahtwellen keinerlei statische Aufgabe zu erfül  len haben, mit einem Gitterträger nicht verglichen  werden kann, erfolgt der Vorschub der Drähte gleich  zeitig mit dem durch     Formgebungsrollen    bewirkten  Biegevorgang. Diese Vorgangsweise genügt für den  angegebenen Zweck der herzustellenden Produkte,  nicht aber für Gitterträger wegen der bei diesen für  die Bildung der Knotenpunkte erforderlichen Ge  nauigkeit.

   Die     Erfindung    bezweckt nun, eine mecha  nisierte Herstellung von Gitterträgern mit der für  diese     erforderlichen    Gewährleistung der genauen  Abmessungen der zwischen den Knotenpunkten ver  wendeten Partien der mit entsprechenden Quer  schnittsstärken bemessenen Gurt- und Gitterstäbe.  



  Dies wird dadurch erreicht, dass erfindungs  gemäss das zur Bildung jeweils eines Gitterfeldes,  entsprechend den unterschiedlichen Längen der Ele  mente im Gitterfeld, von Vorratsmengen zu entneh  mende     Gurtstab-    und     Gitterstabmaterial    in einem    die gleichzeitige Weiterbewegung des bereits fertig  gestellten Teiles des Gitterträgers     mitumfassenden          Vorschubtakt    mit unterschiedlichen Längen vorge  schoben wird und dass in zwischen den Vorschub  takten erfolgenden Arbeitstakten das vorgeschobene       Gitterstabmaterial    in eine     Gitterstabform    gebracht  und diese Gitterstäbe dann mit den     Gurtstäben    zum  Gitterfeld verbunden werden,

   wobei die     .einzelnen     Arbeitsvorgänge an verschiedenen Arbeitsstellen aus  geführt werden. .  



  Das Verfahren kann in der Weise ausgeübt wer  den, dass vor der Formung des     Gitterstabmaterials     in die     Gitterstabform    vom     Gitterstabmaterial    der dop  pelten Entfernung diagonal benachbarter Knoten  punkte des herzustellenden Trägers entsprechende  geradlinige Abschnitte hergestellt, in Bügelform ge  bracht und mit den     Gurtstäben    verbunden werden.  Hiebei kann vor ihrem Verbinden     mit    dem in die  Endform gebrachten     Gitterstabmaterial    eine Kalt  vergütung von     Gurtstäben    erfolgen.  



  Zur Durchführung dieses Verfahrens ist eine  ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildende Anlage  dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einem An  triebsmittel in Antriebsverbindung stehende Vor  schubeinrichtung für das     Gurtstabmaterial    und das       Gitterstabmaterial    so ausgebildet ist, dass diese beiden  Materialien in einem Arbeitstakt verschieden lang  vorgeschoben werden, ferner dadurch, dass eine an  die     Vorschubeinrichtung    angeschlossene Biegevor  richtung für das     Gitterstabmaterial    sowie     mindestens     eine Verbindungsvorrichtung zum Befestigen der in  die Endform gebrachten Gitterstäbe mit den Gurt  stäben vorgesehen sind.

   Dabei ist eine zentrale Schalt  vorrichtung zur aufeinander     abgestimmten    Betätigung  der zusammenwirkenden Vorrichtung vorgesehen.  Nach einem Ausführungsbeispiel der     Erfindung    ist      die Anlage so ausgebildet, dass die     Vorschubeinrich-          tung    zur Erzielung des für die     Gurtstabmaterialien     und für die     Gitterstabmaterialien    erforderlichen unter  schiedlichen Vorschubes getrennte, mit     Klemm-          mitteln    ausgestattete Transportschieber aufweist,

   wo  bei der Transportschieber des     Gitterstabmaterials    mit  dem den Vorschub bewirkenden     Antriebsmittel    direkt,  der Transportschieber des     Gurtstabmaterials    jedoch  mit dem Antriebsmittel nur     indirekt    über eine einen  Leerweg zulassende Kupplung verbunden ist.  



  Als     Biegevorrichtung    für das     Gitterstabmaterial     dient vorteilhaft ein mit einer Matrize zusammenwir  kender     Formbiegestempel.     



  Vor der Biegevorrichtung für das     Gitterstabmate-          rial    kann eine     Ablängvorrichtung    für dieses vorge  sehen sein, wenn das     Gitterstabmaterial    in Form ein  zelner Bügel zur Verarbeitung gelangen soll. Die  Verbindungsvorrichtung für die Gitterstäbe mit den       Gurtstäben        enthält        vorteilhaft    mindestens eine  Schweissvorrichtung.  



  Die Anlage kann zur Vornahme von Schweiss  verbindungen an     allen    Knotenpunkten der     Gurtstäbe     und Gitterstäbe so     ausgebildet    sein, dass Gitterträger  üblicher     Ausbildung    maschinell hergestellt werden  können. Es ist jedoch auch möglich, die Anlage auf  die     industrielle    Herstellung von Gitterträgern beson  derer Bauart abzustimmen. Wenn z.

   B. die Gitter  stäbe nur an einem     Gurtstab    angeschweisst werden  sollen, während für die anderen     Gurtstabverbindun-          gen    mit den Gitterstäben ein     Klemmschluss    vorge  sehen     ist,    so ist zusätzlich zur     Schweissvorrichtung     eine Vorrichtung zum U-förmigen Umbiegen der ent  sprechenden Partien der Gitterstäbe um die entspre  chenden     Gurtstäbe    bis zur teilweisen Umschlingung  angeordnet. Gleichzeitig oder durch eine weitere  Vorrichtung kann die     Festklemmung    der Gitterstäbe  an die     Gurtstäbe    in den entsprechenden Knoten  punktbereichen erfolgen.  



  Als gemeinsames     Antriebsmittel    für     alle    Vor  richtungen der Anlage dient vorteilhaft ein     einziger     mit einer Steuerwelle der Schalteinrichtung zusam  menwirkender Motor. Die Anwendung eines Schub  kurbeltriebes, welcher mindestens die     Vorschubvor-          richtung    und die Biegevorrichtung betätigt, ist zweck  mässig. Jedoch     kann        hiefür    auch .ein hydraulisches  System oder ein anderes Antriebsmittel vorgesehen  sein.  



  Zur Bildung     räumlicher    Fachwerke ist auch die  paarweise Anordnung der     Vorschubvorrichtung    für  paarweise vorgesehene     Obergurtstäbe    sowie der       Formbiegevorrichtung    für paarweise vorgesehene Git  terstäbe und der diesen nachgeordneten Vorrichtun  gen zur Verbindung dieser Stäbe untereinander vor  gesehen, während für die Verbindung der Gitterstäbe  mit dem gemeinsamen Untergurt nur     eine    Verbin  dungsvorrichtung erforderlich ist.  



  Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der  Zeichnung beispielsweise erläutert.  



       Fig.    1 und 2 zeigen schematisch in abgebroche  ner Darstellung ein Ausführungsbeispiel der erfin-         dungsgemässen    Anlage in in der Längsrichtung     an-          einanderschliessenden    Ansichten. Die     Fig.3    und 4  zeigen in grösserem Massstab     Details    nach den  Linien     I-I    bzw.     II-II    von     Fig.    1.     Fig.    5 und 6  beziehen sich auf Phasen bei der Bildung des Trä  gers aus den Gurt- und     Gitterstabmaterialien.    In       Fig.7    ist ein weiterer Arbeitsgang veranschaulicht.  



  Die Gurt- und     Gitterstabmaterialien    können von  nicht dargestellten und in der Anzahl der zur An  wendung gelangenden Stäbe vorgesehenen Haspeln  abgenommen werden. Als Gurt- und     Gitterstabmate-          rialien    dienen in der Regel Drähte. Nach ihrer Ab  nahme von den Haspeln durchlaufen diese .eine  Richtmaschine 1     (Fig.    1) sowie gegebenenfalls eine       Entzündungsvorrichtung.    Insbesondere für     Gurtstäbe     kann auch noch     eine        Kaltvergütungsvorrichtung    vor  gesehen sein. Solche Vorrichtungen sind bekannt.  



  Von der Richtmaschine 1 ab läuft das     stabförmige     Material vorzugsweise nur mehr in geradliniger Rich  tung weiter und gelangt in den Bereich der Vorschub  einrichtung. Die     Vorschubeinrichtung    weist zwei ge  trennte Transportschieber 9, 10 auf. Der Transport  schieber 9 dient für den Vorschub des Gitterstab  materials, der Transportschieber 10 bewerkstelligt  den Vorschub des     Gurtstabmaterials.     



  Die Bewegungsvorgänge der für das Ausführungs  beispiel     gewählten        Vorschubeinrichtung    sind fol  gende: Ein Motor 2     (Fig.    2) steht mit einem Schwung  rad 3 mittels eines Riemenantriebes elastisch in Ver  bindung. Das Schwungrad dient in bekannter Weise  zum     Ausgleich    der Belastungsspitzen. Hinter dem  Schwungrad befindet sich eine Kupplung, so dass vom  Schwungrad 3 ab der übrige Mechanismus vom  Antriebsmittel vollkommen getrennt werden kann.

    Hinter der Kupplung befindet sich zur Erreichung  der für den Arbeitsvorgang erforderlichen Drehzahl  ein     Untersetzungsvorgelege.    Die Endwelle des Vor  geleges ist einerseits über     einen    auf die halbe Dreh  zahl untersetzten Kettenantrieb 4 mit der Antriebs  welle 5 der     Vorschubkurbel    starr verbunden, ander  seits mittels einer Stiftkupplung an die Antriebskur  bel der Trägereinrichtung lösbar angeschlossen.  



  Zur Bewegungsübertragung befindet sich zwi  schen Antriebswelle,     Vorschubeinrichtung    und Kur  belwelle 7 ein entsprechender Kegeltrieb 6     (Fig.    1).  Der     Schubkurbelantrieb    ist beim Ausführungsbeispiel  verstellbar ausgebildet, um mehrere     Vorschublängen     der Gitterstäbe zu     ermöglichen.    Die Kurbelstange 8  des Kurbelantriebes ist mit dem ersten Transport  schieber 9 gelenkig verbunden. Der Vorschub erfolgt  nun in der Weise, dass bei Beginn der Bewegung des  ersten Transportschiebers 9 des     Gitterstabmaterials          erfasst    und     schlupffrei        vortransportiert    wird.

   Der  erste Transportschieber 9 ist mit einem zweiten  Transportschieber 10 auf gemeinsamen Führungs  stangen 11     gelagert.    Durch das Vorschieben des  ersten     Transportschiebers    9 kommt dieser am  zweiten Transportschieber 10 zur Anlage und schiebt  diesen bis zur vorderen     Totpunktlage    vor sich her,  wobei die am Schieber 9 fixierte Schleppstange 31      durch die für sie im Schieber 10 vorgesehene     Aus-          nehmung    hindurch geleitet. Nach Anlage der beiden  Schieber 9 und 10 aneinander nimmt der zweite  Transportschieber 10 ebenfalls     schlupffrei    das Gurt  stabmaterial um die erforderliche Wegstrecke mit.

    Es ist also ein zweiphasiger Vorschub erzielt, der  die verschiedenen Längen der     Vorschube    der Gitter  und     Gurtstäbe    ergibt. Der Vorschub der Gitterstäbe  erfolgt entsprechend der erforderlichen Mehrlänge  derselben, bezogen auf einen bestimmten Träger  abschnitt zunächst allein, woran dann der gemein  same Vorschub der Gitter- und     Gurtstäbe    anschliesst.  Auf diese Weise wird die gesamte     Vorschubbewe-          gung    aller Stäbe von einem Antriebselement bewerk  stelligt, ohne dass je ein separates Steuerelement für  den Vorschub der verschiedenen     Stabgattungen    be  nötigt würde.

   Ein solches wird durch die Wirkung  der zwischen den Transportschiebern 9 und 10 wirk  samen Kuppel- bzw. Schleppstangen 31 entbehrlich.  Das Verschieben des Materials erfolgt demnach in  einem Takt, wobei während dieses     Vorschubtaktes     ebenfalls der fertiggestellte Teil des Trägers weiter  bewegt wird.  



  Bei der Rückwärtsbewegung der Kurbelstange 8  in die hintere     Totpunktlage    werden nach vorherigem  Öffnen der Transportschlösser und Schliessen von       Festhalteschlössern    die Transportschieber 9, 10 wie  der in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt. Dabei  wird die in     Fig.    1 dargestellte, rückwärtige Endlage  des Transportschiebers 10 durch die mit einem Teil  33 des Maschinengestells bei der Rückwärtsbewegung  des Transportschiebers 10 in Anschlag kommende  Schleppstange 32 bestimmt. Der Transportschieber 9  setzt hierauf die Rückbewegung in seine Ausgangs  lage allein fort. Um     die    Wegdifferenz zwischen beiden  Transportschiebern auszugleichen, ist also ein ent  sprechender Leerhub vorgesehen.

   Auf der Antriebs  welle 5 der     Vorschubkurbel    ist ein Steuerexzenter 12       aufgekeilt,    der während des Rückwärtsganges der       Vorschubkurbel    zu     Beginn    der Bewegung den Kur  belantrieb für den     Formbiegestempel    13 mit der       Vorgelegewelle    durch eine geeignete Kupplung starr  verbindet und am Ende der Bewegung wieder     hievon     trennt.

   Auf der Kurbelwelle 14 des     Formbiegestem-          pels    13 sind entsprechend geformte Nocken 15 vor  gesehen, die ihrerseits während des Arbeitsvorganges  des     Formbiegestempels    13 beim Ausführungsbeispiel  eine zur     Schweissung    vorgesehene Punktschweiss  maschine 16, ferner eine zur     Ablängung    des Gitter  stabmaterials vorgesehene Schere 17 und - im Falle  des     Vorsehens    einer Klemmverbindung - eine zum  Klemmen der Gitterstäbe an einzelne     Gurtstäbe    die  nende Klemmzange 18 betätigen. Das heisst also, dass  diese Arbeitsvorgänge zwischen den genannten Vor  schubtakten erfolgen.

   Die Betätigung der Punkt  schweissmaschine 16 sowie der Klemmzange 18 kann  hydraulisch erfolgen;     vornehmlich    die Steuerung der  Bewegungsvorgänge wird von den Nocken 15 aus  über entsprechende Kolben und Zylinder     vorteilhaft     hydraulisch bewerkstelligt.

           Beim    Heruntergehen des     Formbiegestempels    13  wird das     Gitterstabmaterial    in die     Ausnehmung    26  der geschlossenen, aus den beiden Teilen 25, 27       (Fig.    4) bestehenden Matrize 19     (Fig.    2) gedrückt und  so in die richtige Form gebogen; gleichzeitig     wird    es  mittels zweier seitlich am     Formbiegestempel    13 an  gebrachter     Formgebungswerkzeuge    20     (Fig.    2) um die       Gurtstäbe    gerollt und so auf den     Gurtstäben    aufge  hängt     (Fig.    5, 6).

   Damit die fertig geformten Gitter  stäbe ohne Herausheben nach oben aus der Matrize  19     in        Vorschubrichtung    herausgebracht werden kön  nen, muss diese vor dem     Vorschubtakt    aus dem Bewe  gungsfeld entfernt werden.

   Beim Ausführungsbeispiel  nach     Fig.2    wird sie mittels eines am     Formbiege-          Stempel    13 angebrachten     keilförmigen    Organs wäh  rend des     Abwärtsganges    des     Stempels    in die for  mungsbereite Stellung gebracht und während des Auf  wärtsganges des Stempels wieder vom     keilförmigen     Organ freigegeben und mittels Federn geöffnet.  



  Der Biegevorgang der Gitterstäbe wird nun nach  stehend erläutert:  Auf einer     Führungsbahn    21 liegt ein     Gurtstab    22  auf. Im Falle der Ausbildung der Matrize 19 und  ihrer Lagerung nach     Fig.    4 ist im Bereich der Matrize  19 die Führungsbahn 21 unterbrochen. In einer be  nachbarten,     im    Körper 34 der Führungsbahn ausge  bildeten Rinne 23 ist ein Gitterstab 24 gelagert.  Diese     Rinne    23 ist im Bereich der Matrize 19 unter  brochen     (Fig.    4).

   In diesem Bereich wird der Gitter  stab 24, der eine Länge aufweist, die der doppelten  Entfernung diagonal benachbarter Knotenpunkte des  herzustellenden Trägers entspricht, durch den Form  biegestempel 13 in die     Ausnehmung    26 der Matrize  19 gedrückt, sobald deren Teile 25, 27     in    der Rich  tung der Pfeile 35, 36     aneinandergeschoben    sind.  Diese Teile 25, 27 sind in einer Führungsbahn 37  verschiebbar. Nachdem der Gitterstab 24 vom Form  biegestempel 13 in die     Ausnehmung    26 gedrückt und  seine Formgebung erfolgt ist, geht der Formbiege  stempel 13 wieder hoch und die Teile 25, 27 der  Matrize 19 werden wieder voneinander entfernt; sie  befinden sich dann wieder in der in     Fig.    4 gezeich  neten Stellung.

   Der     drauffolgende    Vorschub der Ma  terialien bringt nun den     Gurtstab    22, samt dem  gebogenen Gitterstab 24, eine Strecke vor. Sollen mit  jedem Biegevorgang zugleich zwei Gitterstäbe geformt  werden, so ist     eine        paarweise    Anordnung von Form  biegestempeln 13     an    einem Werkzeug vorzusehen,  welches aus zwei Paaren von     Formgebungswerkzeu-          gen    20     (Fig.    2) für das Umbiegen der entsprechen  den     Gitterstabpartien    um die     Gurtstäbe    aufweist.  



       Fig.    5 zeigt     in    Seitenansicht einen gebogenen  Gitterstab 24, der bereits auf     einem        Gurtstab    22  aufgehängt ist.     Fig.    6 zeigt in Vorderansicht zwei in  einem einzigen Arbeitsgang geformte und auf Gurt  stäben 22 aufgehängte Gitterstäbe 24, wobei in der       Mitte    beider Gitterstäbe 24, im untersten Bereich  derselben, ein weiterer     Gurtstab    22' geführt ist, mit  dem diese Gitterstäbe gemäss     Fig.    7 z. B. durch       Punktschweissung    verbunden werden können.

        Die in     Fig.    7 schematisch veranschaulichte Punkt  schweissmaschine 30     weist    Elektroden 29 auf, mittels  welchen die beiden Gitterstäbe 24 durch in der Rich  tung der Pfeile 28 ausgeübte Gegenkräfte an den       Gurtstab    22' gedrückt werden.     Sind    die Elektroden  mit den Gitterstäben 24 und diese wieder mit dem       Gurtstab    22' in Anlage, so erfolgt das Verschweissen  dieser Trägermaterialien. Nun ist nur noch das     Ver-          binden    der umgebogenen Partien der Gitterstäbe 24  mit den anderen     Gurtstäben    22 erforderlich.

   Es kann  ebenfalls durch Verschweissen oder auf sonstige ge  eignete Weise vorgenommen werden. Beim Ausfüh  rungsbeispiel erfolgt dieses Verbinden durch     Klemm-          schluss.    Zur Herstellung des Klemmschlusses sind     in     einer Phase     (Fig.6)    des Herstellungsverfahrens die  umgebogenen Partien der     Gittertäbe    24 auf den ne  beneinander laufenden     Gurtstäben    22 aufgehängt.  Zur Herstellung des Klemmschlusses selbst dient die  bereits erwähnte Klemmzange 18.  



  Der     Gitterträger    ist nunmehr fertiggestellt und  kann die Anlage verlassen. Um vom Gitterträger be  liebige Längenabschnitte abtrennen zu können, ist  es zweckmässig, die Anlage mit einer     Abtrennvor-          richtung    auszustatten.  



  Von besonderer Bedeutung für eine einwandfreie  Funktion der gesamten     Anlage    ist die Ausbildung  der Transportschlösser, die derart gestaltet sein müs  sen, dass das     Stabmaterial    beim Vorschub absolut       schlupffrei    festgehalten wird, da andernfalls ein mass  gerechtes und verzugsfreies Endprodukt in Frage ge  stellt wäre.

       Vorzugsweise    werden für die Transport  schlösser unter Federspannung stehende     Klemmbak-          ken    verwendet, wobei die Anordnung     dieser    Klemm  backen so     gewählt    werden kann, dass die     Klemmung     bei einem in einer bestimmten     Richtung    ,erfolgenden  Zug durch Selbsthemmung verstärkt wird.  



  Wie bereits erwähnt wurde, können die erfor  derlichen Bewegungen auch hydraulisch bewirkt und  gesteuert werden.  



  Die Anlage     ermöglicht    die vollautomatische Her  stellung von ebenen oder     räumlichen    Gitterträgern  unter Anwendung endlosen     Gurtstab-    und entweder  endlosen oder in     Bügellängsabschnitte    unterteilten       Gitterstabmaterials.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur kontinuierlichen, schrittweisen Herstellung von Gitterträgern aus Gurtstab- und Gitterstabmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Bildung jeweils eines Gitterfeldes, entsprechend den unterschiedlichen Längen der Elemente im Git terfeld,
    von Vorratsmengen zu entnehmende Gurtstab- und Gitterstabmaterial in einem die gleichzeitige Weiterbewegung des bereits fertiggestellten Teiles des Gitterträgers mitumfassenden Vorschubtakt mit unterschiedlichen Längen vorgeschoben wird und dass in zwischen den Vorschubtakten erfolgenden Arbeits takten das vorgeschobene Gitterstabmaterial in eine Gitterstabform gebracht und diese
    Gitterstäbe dann mit den Gurtstäben zum Gitterfeld verbunden wer- den, wobei die einzelnen Arbeitsvorgänge an ver schiedenen Arbeitsstellen ausgeführt werden.
    Il. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine mit einem Antriebsmittel in Antriebsverbindung stehende Vorschubeinrichtung für das Gurtstabmaterial und das Gitterstabmaterial, die so ausgebildet ist, dass die beiden Materialien in einem Arbeitstakt verschie den lang vorgeschoben werden, ferner durch eine an die Vorschubeinrichtung angeschlossene Biegevor richtung für das Gitterstabmaterial sowie durch min destens eine Verbindungsvorrichtung zum Befestigen der in die Endform gebrachten Gitterstäbe mit den Gurtstäben,
    wobei eine zentrale Schaltvorrichtung zur aufeinander abgestimmten Betätigung der zusam menwirkenden Vorrichtungen vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass vor der Formung des Gitterstab materials in die Gitterstabform vom Gitterstabmate- rial der doppelten Entfernung diagonal benachbarter Knotenpunkte des herzustellenden Trägers entspre chende geradlinige Abschnitte hergestellt, in Bügel form gebracht und mit den Gurtstäben verbunden werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine vor ihrem Verbinden mit dem in die Endform gebrachten Gitterstabmaterial erfol gende Kaltvergütung von Gurtstäben. 3. Anlage nach Patentanspruch 1I, gekennzeich net durch eine vor der Biegevorrichtung für das Git- terstabmaterial vorgesehene Ablängvorrichtung (17) für dieses. 4. Anlage nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass als Antriebsmittel ein einziger mit einer Steuerwelle (14) der Schaltvorrichtung zusam menwirkender Motor (2) dient. 5.
    Anlage nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Biegevorrichtung für das Gitterstabmaterial einen mit einer Matrize (19) zu sammenwirkenden Formbiegestempel (13) aufweist. 6. Anlage nach Patentanspruch II und Unter anspruch 5, gekennzeichnet durch an den Aussen seiten des Formbiegestempels angeordnete, die ge formten Gitterstäbe (24) in Knotenpunktbereichen um die Gurtstäbe (22) biegenden Formgebungswerk- zeugen (20). 7.
    Anlage nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung mit Klemmittel aufweisenden Transportschiebern (9, 10) ausgebildet ist, wobei der Transportschieber (9) des Gitterstabmaterials mit dem den Vorschub bewirken den Antriebsmittel direkt, der Transportschieber (10) des Gurtmaterials jedoch mit dem Antriebsmittel nur indirekt über eine einen Leerweg dieses Transport schiebers zulassende Kupplung verbunden ist. B.
    Anlage nach Patentanspruch II und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ver bindung der in die Endform gebrachten und in Kno- tenpunktsbereichen um die Gurtstäbe (22) geboge nen Gitterstäbe (24) eine Klemmvorrichtung (18) vor gesehen ist. 9. Anlage nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung zum Befestigen der Gitterstäbe (24) mit den Gurtstäben (22) mindestens eine Schweissvorrichtung (16) ent hält.
    10. Anlage nach Patentanspruch II, gekennzeich net durch Schubkurbelantriebe mindestens für die Betätigung der Vorschubeinrichtung (9, 10) und der Biegevorrichtung (13, 19). 11.
    Anlage nach Patentanspruch 1I zur Herstel lung von Gitterträgern in Form von räumlichen Fach werkträgern, gekennzeichnet durch die paarweise An ordnung der Vorschubeinrichtung für paarweise vor gesehene Obergurtstäbs, sowie der Formbiegevor- richtung für paarweise vorgesehene Gitterstäbe und der diesen nachgeordneten Vorrichtung zur Verbin dung dieser Stäbe untereinander, sowie einer zur Verbindung der Gitterstäbe und dem gemeinsamen Untergurt vorgesehenen Verbindungsvorrichtung.
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