CH348785A - Verfahren zum Herstellen von sterilen Packungen aus einem mindestens zum Teil aus organischen Substanzen bestehenden Verpackungsmaterial - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von sterilen Packungen aus einem mindestens zum Teil aus organischen Substanzen bestehenden Verpackungsmaterial

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CH348785A
CH348785A CH348785DA CH348785A CH 348785 A CH348785 A CH 348785A CH 348785D A CH348785D A CH 348785DA CH 348785 A CH348785 A CH 348785A
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Loeliger Willi
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Alpura Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor

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  • Containers And Plastic Fillers For Packaging (AREA)

Description


  Verfahren zum Herstellen von sterilen Packungen aus einem     mindestens    zum Teil  aus organischen Substanzen bestehenden Verpackungsmaterial    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Her  stellen von sterilen Packungen aus einem mindestens  zum Teil aus organischen Substanzen bestehenden  Verpackungsmaterial. Es sind Verfahren bekannt,  die es erlauben, flüssige oder feste Stoffe wie Nah  rungsmittel, Getränke, pharmazeutische Produkte  oder Hilfsstoffe entweder völlig keimfrei herzustellen  oder einer keimfrei machenden Behandlung zu unter  ziehen. Es ist auch schon bekannt, Milch und andere  Flüssigkeiten unter sterilen Bedingungen in Blech  dosen einzufüllen und diese hermetisch zu verschlie  ssen.

   Ferner ist bereits versucht worden, Milch unter  sterilen Bedingungen in die üblichen     Glasflaschen     einzufüllen und diese mit geeigneten Deckeln zu ver  schliessen. Die verhältnismässig hohen Kosten für  Blechdosen und das bei Flaschen besonders ungün  stige Gewichtsverhältnis zwischen Ware und Ver  packung sowie der kostspielige     Flaschenrücknahme-          und    Reinigungsdienst wirken sich jedoch derart ver  teuernd aus, dass diese Verpackungsarten für Ver  brauchsgüter wie Milch in den wenigsten Fällen  wirtschaftlich sind. Hinzu kommt bei Glasflaschen,  dass die üblicherweise zur Flaschenherstellung ver  wendeten Gläser einer mehrmaligen Erhitzung auf  die zur Sterilisation erforderlichen Temperaturen von  etwa 250  C oder darüber nicht gewachsen sind.  



  Es sind anderseits Packungen bekannt, die aus  einem mindestens zum Teil aus organischen Substan  zen bestehenden Verpackungsmaterial     hergestellt    wer  den, z. B. aus Kunststoff, wie Polyäthylen oder aus  mindestens einseitig mit Kunststoff beschichtetem  Papier. Zum sterilen Verpacken eines sterilen Gutes  in aus solchem Material geformten Packungen ist  es notwendig, mindestens die später die Innenseite  der Packung bildende Materialseite zu sterilisieren,  wobei in der Regel nur     eine    Wärmebehandlung ein    vollständiges Vernichten der Keime gewährleistet.  Hierzu sind Sterilisationstemperaturen von etwa  200  C oder darüber nötig. Das Sterilisieren gestaltet  sich nur, insofern schwierig, als solches mindestens  zum Teil aus organischen Substanzen bestehendes  Material sehr hitzeempfindlich ist.

   Bei ganz oder teil  weise aus Kunststoff bestehendem Material erweicht  der Kunststoff bereits bei Temperaturen unterhalb der  erforderlichen Sterilisationstemperatur. Anderseits be  ginnt bei gewissen Papieren bereits bei Temperaturen  oberhalb 200  C eine     Verkohlung,    während schon bei  tieferen Temperaturen die Papiere brüchig werden  oder sich verfärben. Bei mit Kunststoff beschichteten  Papieren, welche in ihrer ganzen Dicke erhitzt wer  den, darf der erhitzte Kunststoff nicht mit     Führungs-          oder    Transportmitteln in Berührung kommen, was  ein kompliziertes     Führungs-    und Transportsystem  voraussetzt.

   Ferner ist die     Erhitzungstemperatur    auf  einem für die Sterilisation gerade ausreichenden, mög  lichst tiefen Niveau zu halten, um mit Sicherheit  eine schädliche Veränderung des zu     behandelnden     Materials auszuschliessen. Dies     bedingt    eine längere       Erhitzungsdauer,    was bei Behandlung einer laufen  den Bahn des Verpackungsmaterials eine Erhitzung  über ein verhältnismässig langes Wegstück der Bahn  voraussetzt.  



  Die Erfindung ermöglicht, die geschilderten Nach  teile und Schwierigkeiten weitgehend auszuschalten.  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass     vorgängig    dem Formen der     Pak-          kung    die später die Innenseite der Packung     bildende     Materialseite durch Wärmeeinwirkung auf Sterili  sationstemperatur erhitzt und gleichzeitig die später  die Aussenseite der Packung bildende Materialseite  im Bereich der Sterilisationsstelle durch Kontakt mit  einem Wärme aufnehmenden Mittel gekühlt wird.

        Mit Hilfe des geschilderten Verfahrens ist es  möglich, ohne Schädigung oder     nachteilige-Verände-          rung    des behandelten Materials die Erhitzung der  später die Innenseite der Packung bildenden Mate  rialseite bei erheblich höheren Temperaturen und  wesentlich kürzerer     Erhitzungsdauer    durchzuführen.  Zum Herstellen steriler Packungen genügt es, wenn  nur die Oberfläche der später die Innenseite der  Packung bildenden Materialseite auf Sterilisations  temperatur erhitzt wird.

   Durch die während dieses       Erhitzens        erfolgende    gleichzeitige Kühlung<B>der</B> später  die Aussenseite der Packung bildenden Materialseite  gelingt es,     im    Material selbst einen solchen Tempe  raturgradienten herbeizuführen, dass über den gröss  ten Teil der Materialdicke sich eine Temperatur ein  stellt, die wesentlich unter der     Oberflächentemperatur     der erhitzten Materialseite liegt. Bei mit Kunststoff  beschichtetem Papier kann beispielsweise die Kunst  stoffseite auf 250  C erhitzt werden, ohne dass das  Papier irgendwelchen Schaden erleidet.

   Bei der Be  handlung von ganz aus Kunststoff bestehendem Mate  rial ist es möglich, die später die Innenseite der  Packung bildende Materialseite auf 250  C oder  darüber zu erhitzen, während durch ausreichende  Kühlung der später die Aussenseite bildenden Mate  rialseite ein Erweichen des Kunststoffes auf der letzt  genannten Seite verhindert wird; es ist dann möglich,  die gekühlte Seite über feste Führungsflächen zu füh  ren, ohne dass das Material während der Wärmeein  wirkung auf der Führungsfläche kleben bleibt.  



  Vorteilhaft kann die zu sterilisierende Material  seite durch Wärmestrahlung oder mit Hilfe eines     gas-          oder    dampfförmigen Wärmeträgers erhitzt werden.  Die zu kühlende Materialseite kann zweckmässig  durch Aufblasen eines - gas- oder dampfförmigen  Kühlmittels oder durch Aufspritzen einer Kühlflüs  sigkeit gekühlt werden. Bei Verwendung von     bahn-          förmigem    Material kann vorteilhaft die zu kühlende  Bahnseite über eine gekühlte Fläche     aufliegend    ge  führt werden.  



  Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur  Durchführung des geschilderten erfindungsgemässen  Verfahrens; die erfindungsgemässe Verrichtung ist  gekennzeichnet durch     Transportmittel    für das     Pak-          kungsmaterial,    welche das Material einer     Packungs-          formmaschine    zuführen und ferner durch eine     Heiz-          einrichtung    zum Erhitzen der später die Innenseite  der Packung bildenden Materialseite und durch eine  Kühleinrichtung zum Kühlen der später die Aussen  seite der Packung bildenden Materialseite.  



  Die Heizeinrichtung kann zweckmässig als elek  trisch beheizter Strahler ausgebildet sein oder eine       Blasvorrichtung    aufweisen, mit deren Hilfe ein Strom  eines gas- oder dampfförmigen Wärmeträgers auf die  zu erhitzende Materialseite gerichtet werden kann.  Bei Verwendung von bahnförmigem Material emp  fiehlt es sich, eine gekühlte, vorzugsweise metallische  Führungsfläche für die zu kühlende Bahnseite vorzu  sehen, auf welcher die Bahn längs des     Erhitzungs-          teilstücks    ihres Weges über     ihre        ganze    Breite auf-    liegt.

   Die Führungsfläche kann hierbei zweckmässig  durch die Mantelfläche eines drehbar gelagerten und       im    Inneren von einem Kühlmittel durchströmten  Trommelkörpers gebildet sein, der bei laufender Bahn  durch letztere in Drehung versetzt wird. Schliesslich  kann bahnförmiges Packungsmaterial auch zweck  mässig über mindestens ein quer zur     Längsrichtung     der Bahn gewölbtes Formstück derart geführt sein,  dass ausserhalb des Formstückes die zu erhitzende  Bahnseite eine konvexe und die zu kühlende Bahn  seite eine konkave Fläche bildet, wobei eine Kühl  vorrichtung vorgesehen ist, mit deren Hilfe ein Strom  eines Kühlfluidums auf die konkave Bahnseite ge  richtet werden kann.  



  Nachstehend werden anhand der Zeichnung ver  schiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung näher  erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 eine Heiz- und Kühleinrichtung für eine  laufende biegsame Bahn, mit gekühlter metallischer       Führungsfläche    für die Bahn und Erhitzung der zu  sterilisierenden Bahnseite mittels eines gas- oder  dampfförmigen Wärmeträgers,       Fig.    2 in der Ansicht und     Fig.    3 im Schnitt nach  der Linie     III-III    in     Fig.2    eine Heiz- und Kühl  einrichtung für eine laufende biegsame Bahn,

   mit  Erhitzung der zu sterilisierenden Bahnseite mit Hilfe  eines elektrisch beheizten Strahlers und Führung der  Bahn über die gekühlte Mantelfläche eines drehbar  gelagerten Trommelkörpers und       Fig.    4 im Schnitt und     Fig.    5 in der Ansicht eine  Heiz- und Kühlvorrichtung für eine laufende     bieg-          same    Bahn, mit Erhitzung der einen Bahnseite mittels  Wärmestrahlung und Kühlung der anderen Bahnseite  durch Aufspritzen einer Kühlflüssigkeit oder eines  Kühlgases.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte Vorrichtung besitzt eine  gewölbte metallische     Führungsfläche    1 für die strich  punktiert eingezeichnete Bahn 2.     Letztere    besteht aus  mit Kunststoff beschichtetem     Papeir.    Die Bahn 2 ist       derart    über die Führungsfläche 1 geführt, dass sie  mit ihrer Papierseite auf letzterer über ihre ganze  Breite aufliegt. Vor dem Auflaufen der durch nicht  gezeichnete Transportmittel bekannter Art bewegten  Bahn auf die Führungsfläche 1 umschlingt die Bahn  teilweise die Walze 3. Die     Führungsfläche    1 wird  durch eine in sich geschlossene Blechbahn 4 gebildet,  welche einen Hohlraum 5 einschliesst.

   Der Hohlraum  5 ist stirnseitig durch Bleche 6 und 7 abgeschlossen.  



  Im Bereich der Ablaufstelle der Bahn 2 von der  Führungsfläche 1 münden eine Reihe von     Verteil-          leitungen    8 in den Hohlraum 5. Die Leitungen 8 sind  an die Leitung 9 angeschlossen, welche mit einer  nicht gezeichneten Quelle für ein Kühlmittel, z. B.  Kühlwasser, in Verbindung steht. Im Bereich der  Auflaufstelle führen einzelne Leitungen 10 aus dem  Hohlraum nach aussen und münden in die     Sammel-          leitung    11, durch welche das in den Hohlraum zu  geführte Kühlmittel kontinuierlich abgeführt werden  kann.

        Im Abstand zur Bahn 2 sind eine Mehrzahl von  Blasrohren 12 angeordnet, die an eine     Zuführleitung     13 für einen gas- oder     dampfförmigen    Wärmeträger,  z. B. Wasserdampf, angeschlossen sind. Die Rohre 12  sind mit Bohrungen 14 versehen, durch welche der  Strom des Wärmeträgers gegen die mit Kunststoff       beschichtete    Seite der Bahn 2 gerichtet werden kann.  



  Der Betrieb der geschilderten Vorrichtung erfolgt  auf folgende Weise. Durch den Hohlraum 5 wird bei  eingeschalteter     Kühlmittelzufuhr    Kühlmittel geleitet,  welches die Führungsfläche 1 intensiv kühlt. Hierauf  wird die Bahn 2 über die Führungsfläche geführt und  durch die erwähnten Transportmittel in Richtung des  Pfeiles 14 bewegt. Hierauf wird die Zufuhr des  Wärmeträgers     eingeschaltet    und dieser auf die be  schichtete Seite der Bahn 2 geblasen. Die Temperatur  des Wärmeträgers beträgt beispielsweise 400  C, wäh  rend die Kühlflüssigkeit Raumtemperatur aufweist.

    Der Wärmeträger bewirkt eine Erhitzung der später  die Innenseite der Packung bildenden Bahnseite auf  annähernd die Temperatur des Wärmeträgers, wäh  rend die später die Aussenseite der Packung bildende  Bahnseite durch Kontakt mit der gekühlten Führungs  fläche auf einer Temperatur von weniger als 80  C  gehalten wird. Auf diese Weise wird jede schädliche  Veränderung der zu behandelnden Bahn     vermieden.     Auf geeignete Weise ist dafür zu sorgen, dass die von  der geschilderten Vorrichtung ablaufende Bahn nicht  mit keimhaltiger Atmosphäre in Berührung kommt,  beispielsweise durch Führung der Bahn innerhalb  eines unter     überdruck    stehenden und mit steriler Luft  gefüllten Kanals.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    2 und 3  wird die Bahn 20 über die     Mantelfläche    des drehbar  gelagerten Trommelkörpers 21 geführt. Der Trom  melkörper besteht aus zwei Hälften 22 und 23, die  durch Schrauben 24 zusammengehalten werden. Der  Trommelkörper ist auf der Achse 25 mit Hilfe der  Kugellager 26 und 27 drehbar gelagert. Die Achse  25 besitzt zwei axiale Bohrungen 28 bzw. 29, die  sich gegen die Mitte der     Nabenpartie    erstrecken. In  radialer Richtung verlaufende Bohrungen 30 und 31  verbinden die genannten axialen Bohrungen mit  Ringräumen 32 bzw. 33, die durch eine. die Achse  mit engem Spiel umschliessende Scheibe 34 vonein  ander getrennt sind.

   Der Ringraum 32 steht über  Kanäle 35, 36, 37 und 38 mit einem durch     Aus-          nehmungen    in der Umfangspartie des Trommelkör  pers gebildeten Hohlraum 39 in Verbindung, und  zwar befinden sich diese Kanäle in je einer der Rip  pen 40 des Halbkörpers 23. In den Rippen 40a  des Halbkörpers 22 befinden sich Kanäle 42, 43,  44 und 45, die den Hohlraum 39 mit dem Ringraum  33 verbinden. Die Rippen 40 und 40a sind gegen  einander um einen Winkel von 45  versetzt. Die  Hohlräume 32 und 33 sind durch Dichtungen 46  gegen die Lagerpartien abgedichtet. Der Hohlraum 39  ist gegen aussen durch die Dichtung 47 abgedichtet.  



  Über einen Teil des Umfanges der Mantelfläche  des Trommelkörpers erstreckt sich ein Strahler 48,    in dessen Innerem die elektrische     Heizspirale    48a  angeordnet     ist.    Im Betrieb der     geschilderten    Einrich  tung wird durch die Bohrung 29 ein Kühlmittel, z. B.  Kühlwasser, zugeführt, das nach aussen durch die  Kanäle 35-38 in den' Hohlraum 39 strömt und aus  diesem wieder durch die Kanäle     43-45    abfliesst, um  durch die Bohrung 28 in der     Welle    25     abgeführt    zu  werden.

   Auf diese Weise wird die die Führungsfläche  für die Bahn 20 bildende Mantelfläche des Trommel  körpers und damit auch die über ihre ganze Breite  auf einem     Teil    der Führungsfläche aufliegende Bahn  20 intensiv gekühlt. Dies     verhindert    eine schädliche  Veränderung der Bahn 20 infolge der Erhitzung ihrer  zu sterilisierenden Bahnseite. Die Bahn 20 wird  wiederum durch nicht gezeichnete     Transportmittel    in  Richtung des     Pfeiles    41 bewegt, wobei der Trommel  körper 21 ohne Schlupf durch die Bahn in Drehung  versetzt wird.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    4 und 5  wird eine Bahn 50 über zwei Formkörper 51 und 52  mit halbkreisförmigem Profil derart geführt, dass  die später die Innenseite der zu formenden Packung  eine konkave und die später die Aussenseite der zu  formenden Packung eine konvexe Fläche     bildet.    Die  Bahn 50 wird durch nicht gezeichnete Transportmit  tel in Richtung des Pfeiles 53 bewegt. Zwischen den  beiden Formkörpern 51 und 52 ist ein elektrisch be  heizter Strahler 54 angeordnet, der zur Erhitzung der  einen Bahnseite auf     Sterilisationstemperatur    dient.  Zwischen den beiden Formkörpern 51 und 52 er  streckt sich ein Rohr 55 in Längsrichtung der Bahn  50.

   Das Rohrinnere ist an die     Zuführleitung    56 für  ein     Kühlfluidum    angeschlossen. Als Kühlfluidum wird  beispielsweise Kühlwasser oder Kühlluft verwendet,  welche durch Bohrungen 57 in der Wand des Rohres  55 in Form von einzelnen Strahlen auf die konkave  Bahnseite gerichtet wird. Durch die gewölbte Bahn  seite wird das Kühlfluidum derart nach unten abge  lenkt, dass es nicht mit der zu sterilisierenden Bahn  seite in Berührung kommt.  



  In vielen Fällen empfiehlt es sich, die zu kühlende  Bahnseite vorübergehend so lange zu     sterilisieren,    bis  die aus dem Material zu formende Packung gefüllt  und     hermetisch        verschlossen    ist. Dies kann so erfol  gen, dass dem Kühlmittel ein     Sterilisierungsmittel,     z. B.     Permanganat    oder Ozon, beigemischt wird oder  ein solches     Sterilisierungsmittel    vor, während oder  nach der Erhitzung des Materials     in    Berührung mit  der später die Aussenseite der Packung bildenden  Materialseite gebracht wird.  



  Die Erfindung ist nicht auf die geschilderten Aus  führungsbeispiele beschränkt. So kann auch Material  behandelt werden, das nur zum Teil aus organischen  Substanzen besteht, z. B. eine biegsame Bahn aus mit  Kunststoff beschichtetem Papier, das eine     Einlage        in     Form einer Aluminiumfolie aufweist. Ferner könnte  als Heizeinrichtung auch ein     mit        Hilfe    eines     gas-          oder        dampfförmigen    Wärmeträgers beheizter Strahler  verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Herstellen von sterilen Packun gen aus einem mindestens zum Teil aus organischen Substanzen bestehenden Verpackungsmaterial, da durch gekennzeichnet, dass vorgängig dem Formen der Packung die später die Innenseite der Packung bildende Materialseite durch Wärmeeinwirkung auf Sterilisationstemperatur erhitzt und gleichzeitig die später die Aussenseite der Packung bildende Material seite im Bereich der Sterilisationsstelle durch Kon takt mit einem Wärme aufnehmenden Mittel ge kühlt wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Transportmittel für das Verpackungsmaterial, welche das Material einer Packungsformmaschine zuführen und ferner durch eine Heizeinrichtung zum Erhitzen der später die Innenseite der Packung bildenden Materialseite und durch eine Kühleinrichtung zum Kühlen der später die Aussenseite der Packung bil denden Materialseite. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zu sterilisierende Material seite durch Wärmestrahlung erhitzt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu sterilisierende Materialseite mit Hilfe eines gas- oder dampfförmigen Wärmeträ gers erhitzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu kühlende Materialseite durch Aufblasen eines gas- oder dampfförmigen Kühlmittels gekühlt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu kühlende Materialseite durch Aufspritzen einer Kühlflüssigkeit gekühlt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, bei Verwen dung von bahnförmigem Material, dadurch gekenn zeichnet, dass die zu kühlende Bahnseite über eine gekühlte Fläche aufliegend geführt wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung als elek trisch beheizter Strahler ausgebildet ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung eine Blas vorrichtung aufweist, mit deren Hilfe ein Strom eines gas- oder dampfförmigen Wärmeträgers auf die zu erhitzende Materialseite gerichtet werden kann. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, zur Ver wendung von bahnförmigem Material, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kühleinrichtung eine gekühlte Führungsfläche für die zu kühlende Bahnseite auf weist, auf welcher die Bahn längs des Erhitzungs- teilstücks ihres Weges über ihre ganze Breite auf zuliegen bestimmt ist. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche durch die Mantelfläche eines drehbar gelagerten und im Inneren von einem Kühlmittel durchströmten Trommelkör pers gebildet wird, der bei laufender Bahn durch letztere in Drehung versetzt werden kann. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, zur Ver wendung von bahnförmigem Material, dadurch ge kennzeichnet, dass die Bahn über mindestens ein quer zur Längsrichtung der Bahn gewölbtes Formstück derart geführt werden kann, dass ausserhalb des Form stückes die zu erhitzende Bahnseite eine konvexe und die zu kühlende Bahnseite eine konkave Fläche bildet und dass eine Kühlvorrichtung vorgesehen ist, mit deren Hilfe ein Strom eines Kühlfluidums auf die konkave Bahnseite gerichtet werden kann.
CH348785D 1957-02-20 1957-02-20 Verfahren zum Herstellen von sterilen Packungen aus einem mindestens zum Teil aus organischen Substanzen bestehenden Verpackungsmaterial CH348785A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141412B (de) * 1960-12-16 1962-12-20 Alpura Ag Verfahren zum sterilen Verpacken von sterilem Verbrauchsgut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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