Schaltvorrichtung für Wechselgetriebe Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung für Wechselgetriebe von Kraftfahrzeugen mit einem eine Schwenkung um eine Drehachse und eine Längsver schiebung in Richtun 'o, dieser Drehachse ausführenden Schaltglied. Sie besteht darin, dass die Verschiebung des Schaltgliedes in axialer Richtung nur durch die Kraft des Fahrzeugführers bewirkt werden kann, während seine Schwenkbewegung um die Drehachse mittels einer Hilfskraft erfolgt.
Zweckmässig ist das Schaltglied in Schwenkrichtung, mit Spiel mit einem drehfest auf einem Zapfen befestigten Mitnehmer- organ verbunden, welches in eine Mitnehmernut eines axial in der Kolbenstange eines Druckmittelhilfskol- bens gelagerten Steuerschiebers eingreift. Vorteilhaft weist der Steuerschieber einen durch eine Eindrehung gebildeten abgesetzten Teil auf, auf welchem unter Federdruck stehende Ringventfle, die mit am Steuer schieber und an der Kolbenstange des Druckmittel- hilfskolbens angeordneten Sitzen zusammenwirken, längsverschiebbar vorgesehen sind.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> eine Schaltvorrichtung, teilweise im Schnitt, mit Betätigung des Schaltgliedes direkt durch einen Schalthebel.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 11-II der Fig. <B>1,</B> und Fig. <B>3</B> zeigt eine Teilansicht von Fig. 2 in Rich tung der Pfeile III-III.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. <B>1.</B>
Fig. <B>5</B> ist eine Teilansicht einer Schaltvorrichtung entsprechend Fig. <B>1</B> aber für Fernschaltung.
Fig. <B>6</B> ist eine Ansicht der Schaltvorrichtung nach Fig. <B>5</B> in Richtung des in dieser Figur eingetragenen Pfeiles gesehen. Die Stange<B>1</B> ist in den Augen 2 des Getriebe- gehäusedeckels <B>3</B> schwenkbar und axial verschiebbar gelagert. Der Handschalthebel 4 weist gegen sein unteres Ende hin die nach innen von beiden Seiten konisch verlaufende Bohrung<B>80</B> auf und ist mittels der Auflageringkante <B>81</B> auf der Stange<B>1</B> gelagert.
Die in den Augen<B>82</B> (Fig. 4) des Gehäusedeckels<B>3</B> angeordneten Bolzen 84 greifen in die Schlitze<B>85</B> des Hebelauges<B>86.</B> Sie lassen eine Schwenkbewegung des Schalthebels 4 um die Achse der Stange<B>1</B> sowie in Längsrichtung der letztem zu, verhindern aber eine Drehbewegung des Handschalthebels 4 um seine eigene Achse. Das kugelförmige, untere Ende<B>6</B> des Hebels 4 greift beweglich in die Bohrung<B>7</B> des mit der Stange<B>1</B> fest verbundenen Hebels<B>8.</B> Die Stange<B>1</B> kann durch den Handschalthebel 4 sowohl axial ver schoben wie in Umfangsrichtung verdreht werden.
Die beiden Hebel<B>10</B> sind mittels der Bolzen 12 fest mit der Stange<B>1</B> verbunden. Sie tragen an ihrem untern Endteil den Bolzen 14. In den seitlichen Boh rungen<B>15</B> der Hebel<B>10</B> befinden sich die unter dem Einfluss der Federn<B>16</B> stehenden Kugeln<B>17.</B> Auf dem Bolzen 14 ist der U-förmig ausgebildete, mit Finger 20 versehene Mitnehmer 21 angeordnet.
Zwischen den beiden fest mit der Stange<B>1</B> ver bundenen Hebeln<B>10</B> ist das Schaltglied<B>23</B> lose vor gesehen. Dieses weist das Langloch 24 sowie die Nocken<B>25</B> und<B>26</B> und gegen die Mitte hin (Fig. <B>1)</B> die Ausfräsungen 22 für die Kugeln<B>17</B> auf. Mit<B>27,</B> <B>28</B> und<B>29</B> sind die Gabelwellen für die Gänge be zeichnet. Die Schaltgabeln<B>30</B> weisen die Ausfräsun- gen <B>31</B> auf.
Am Getriebegehäusedeckel <B>3</B> befindet sich der Zylinder<B>32</B> (Fig. 2). Dieser wird durch die Zwischen wand<B>33</B> in die beiden Räume 34 und<B>35</B> unterteilt. Im Zylinder<B>32</B> ist der Stufenkolben<B>36-38</B> ver- schiebbar angeordnet. Er besteht zur Hauptsache aus dem eig gentlichen Kolben 36 und der Kolbenstange <B>37, 38</B> und ist durch die Dichtungen<B>39</B> gegen das Zylindergehäuse<B>32</B> abgedichtet.
Der Kolben<B>36</B> un terteilt den Zylinderraum 34 in die beiden Räume 41 und 42. Die Kolbenstang ge 37, 38 weist in ihrem Innern die im Durchmesser unterschiedlichen Hohl räume 43 und 44 auf. Der linke Endteil des Hohl raumes 43 ist durch den mit der Kolbenstange<B>37, 38</B> fest verbundenen Einsatz 46 auf die Bohrung 47 ver engt.
Der Einsatz 46 ist ausserhalb des Flansches 48 als plattenförmiger Mitnehmer 45 ausgebildet und weist an seinem linken Endteil die Ausnehmungen 49 und<B>50</B> für den Nocken<B>25</B> des Schaltgliedes<B>23</B> bzw. den Finger 20 des Mitnehmers 21 auf. Der Steuerschieber<B>51</B> ist in der Bohrung<B>52</B> des Ein satzes 46 dichtend geführt. Er weist an seinem linken Endteil die Ausnehmung 54 auf.
Im weitem sind an ihm der Länggskanal <B>55</B> mit den Entlüftungskanälen 56 und 57 vorg gesehen sowie die innem Ventilsitze 58 und<B>59.</B>
Auf einem durch eine Eindrehung gebildeten ab gesetzten Teil<B>62</B> des Steuerschiebers<B>51</B> sind die Ven tile<B>63</B> und 64 in Längsrichtung verschiebbar an geordnet. Die Feder<B>66</B> ist bestrebt, die Ventile<B>63,</B> 64 mit ihren Dichtungen gegen die äussern Ventilsitze <B>70</B> und<B>71</B> zu pressen. Die Räume 47 und 44 werden durch die Ventile<B>63</B> und 64 vom mittleren Raum 43 getrennt und stehen über die Bohrung oder den Kanal <B>72</B> bzw. <B>73</B> mit dem Raum 41 bzw. 42 der Zylinder bohrung 34 in Verbindung.
Der Raum<B>75</B> links vom Steuerschieber<B>51</B> ist durch die öffnung <B>76</B> mit der Atmosphäre verbun den. Das Druckmittel tritt durch die Bohrung<B>77,</B> die Anfräsung <B>78</B> und die Bohrung<B>79</B> in den Raum 43.
Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. <B>1</B> bis 4 ist wie folgt: Durch Verschwenkung des Getriebeschalthebels 4 in Längsrichtung der Stange<B>1</B> wird diese axial in den Lagern 2 verschoben und der gewünschte Gang vor- ,gewählt. Es sei angenommen, die Stange<B>1</B> werde z.
B. nach rechts verschoben, so dass der Nocken<B>26</B> des Schaltgliedes<B>23</B> (Fig. <B>1)</B> von der mittleren in die rechte Stellunor g <B>,</B> geb racht wird. Nachdem nun der ge- wünschte Gang vorgewählt ist, wird die Stange<B>1</B> mittels des Hebels 4 verschwenkt,
beispielsweise im Gegenuhrzeigerdrehsinn bezogen auf Fig. 2. Die Hebel <B>10</B> werden dabei ebenfalls im Gegenuhrzei,-erdreh- sinn verschwenkt und der Mitnehmer 21 wird über den Bolzen 14 nach rechts verschoben. Der Finger 20 des Mitnehmers 21, welcher in die Ausnehmung 54 eingreift, verschiebt zunächst den Steuerschieber<B>51</B> nach rechts, bis der innere Ventilsitz<B>58</B> zum Auf sitzen auf das Ventil<B>63</B> kommt.
Das Schaltglied<B>23</B> bleibt dabei in seiner Mittelstellungg, während der Bolzen 14 das rechte Spiel<I>s</I> nicht ganz durchfährt und demgemäss von seiner Mittelstellung nach rechts fast bis zum Anschlag an die Wandung des Lan- loches 24 des Schaltgliedes<B>23</B> verschoben wird. Bei weiterer Verschwenkung der Stange<B>1</B> verschiebt der Mitnehmer 21 den Steuerschieber<B>51</B> ebenfalls weiter nach rechts und hebt das Ventil<B>63</B> vom äussern Sitz<B>70</B> ab.
Das Druckmittel tritt nun von dem unter Arbeitsdruck stehenden Raum 43 in den Raum 47 und gelangt über die Leitung<B>72</B> in den Raum 41, wo es die linke Seite des Kolbens<B>36</B> beaufschlagt. Da der Mitnehmer 45 über die Kolbenstange<B>38, 37</B> mit dem Kolben<B>36</B> verbunden ist, wirkt die Servokraft über den Nocken<B>25,</B> welcher sich in der Ausnehmung 49 befindet, auf das Schaltglied<B>23</B> und verschiebt die Schaltgabel<B>30</B> über den Nocken<B>26</B> in die gewünschte rechte Endstellung.
Wird nach Vorwählung des gewünschten Ganges die Stange<B>1</B> mit den Hebeln<B>10</B> z. B. im Uhrzeiger- drehsinn verschwenkt, so verschiebt der Mitnehmer 21 <B>g</B> mittels des Fingers 20 den Steuerschieber<B>51</B> nach links, bis der innere Ventilsitz<B>59</B> zum Aufsitzen auf das Ventil 64 kommt. Das Schaltglied<B>23</B> bleibt dabei in seiner Mittelstellung, während der Bolzen 14 das linke Spiel<I>s</I> nicht ganz durchfährt und demgemäss von seiner Mittelstellung nach links fast bis zum An schlag an die Wandung des Langloches 24 verscho ben wird.
Bei weiterer Verschwenkung der Stange<B>1</B> im Uhrzeigerdrehsinn verschiebt der Mitnehmer 21 den Steuerschieber<B>51</B> ebenfalls weiter nach links und hebt das Ventil 64 vom äussern Sitz<B>71</B> ab. Das Druck mittel kann nun vom Raum 43 in den Raum 44 treten und strömt von hier über die Leitung<B>73</B> in den Raum 42, wo es die rechte Seite des Kolbens<B>36</B> be- aufschlagt und den mit dem Kolben<B>36</B> fest ver bundenen Mitnehmer 45 nach links verschiebt.
Da durch wird das Schaltglied<B>23</B> im Uhrzeigerdrehsinn verschwenkt und der Nocken<B>26</B> verschiebt die Schalt gabel<B>30</B> in die gewünschte linke Endstellung.
Hört der Druck des Fahrers auf den Schalthebel 4 auf, so nimmt das Schaltglied<B>23</B> gegenüber den He beln<B>10</B> unter dem Einfluss der unter Federkraft stehenden Kugeln<B>17</B> stets seine Mittellage wieder ein. Dadurch wird der innere Ventilsitz<B>58</B> bzw. <B>59</B> vom Ventil<B>63</B> bzw. 64 abgehoben. Gleichzeitig wird das Ventil<B>61</B> bzw. 64 durch die Feder<B>66</B> auf seinen *äussern Sitz<B>70</B> bzw. <B>71</B> gedrückt und die Druckmittel- zufuhr unterbrochen.
Der Raum 41 bzw. 42 wird über die Leitung<B>72</B> bzw. <B>73,</B> Raum 47 bzw. 44 und Leitung<B>55</B> entläftet.
Die Einrichtung nach den Fig. <B>5</B> und<B>6</B> ist für Fernschaltung des Wechselgetriebes vorgesehen.
Am Getriebegehäuse<B>90</B> ist der Winkelhebel<B>91,</B> <B>92</B> angeordnet. Vom Hebelarm<B>91</B> führt die Stange<B>93</B> zum nicht dargestellten Getriebeschalthebel. Der Nocken 94 des Hebelarines <B>92</B> greift in die Ausfrä- sung <B>95</B> der Stange<B>96,</B> welche der Stange<B>1</B> des oben beschriebenen Beispiels entspricht. Der Hebel<B>98</B> ist fest mit der Stange<B>96</B> verbunden. Am Hebel<B>98</B> greift die Stange<B>99</B> an und führt ebenfalls zum bereits erwähnten, nicht dargestellten Getriebeschalthebel.
Vom Getriebeschalthebel aus kann entsprechend dem Beispiel nach Fig. <B>1</B> die Stange<B>96</B> sowohl axial verschoben wie in Umfangsrichtung verschwenkt werden.