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Kurzzeitmesser Die Erfindung betrifft einen Kurzzeitmesser in der Grösse einer Taschenstoppuhr. Bei einer bekannten Ausführung eines Kurzzeitmessers mit Teilungen zum Ablesen von ganzen Minuten, ganzen und Zehntelsekunden konnte eine sehr übersichtliche Zifferblattgestaltung dadurch geschaffen werden, dass drei etwa gleich grosse Zifferblatt-Teilungen etwa zentralsymmetrisch zur Mitte des Taschen- Rundgehäuses angeordnet wurden. Die Ablesung der ganzen Sekunden konnte von der 60er Teilung noch mit ausreichender Bequemlichkeit für das Auge geschehen.
Für die Ablesung der Zehntelsekunden war eine Teilungs- und Zeigeranordnung an sich bekannter Art getroffen, derart nämlich, dass ein symmetrisch-dreiarmiger Zeiger über einer in drei gleiche Sektoren geteilten Ringteilung angeordnet und zwei Sektoren abgedeckt waren, so dass über dem freiliegenden Sektor stets nur ein Zeigerarm mit Spitze sichtbar werden konnte.
Der Kurzzeitmesser gemäss der vorliegenden Erfindung ist für Zeitnehmer bestimmt. Die Zeitnehmer rechnen nach Minuten und Dezimalbruchteilen von Minuten und dementsprechend soll der erfindungsgemässe Kurzzeitmesser eine Teilung für Hundertstelminuten aufweisen. Während nun bei der bekannten Ausführungsform die Teilung für die ganzen Sekunden noch gut ablesbar aussermittig angeordnet werden konnte, erwies sich eine 100er Teilung mit einem kleineren Durchmesser als dem Halbmesser der Gehäusefront des Taschenuhrgehäuses als schwer ablesbar unter den vorkommenden Gebrauchsbedingungen und daher wird der Kurzzeitmesser gemäss der Erfindung derart gestaltet,
dass eine Teilung für Hundertstelminuten mittengleich zur Gehäusefront und aussermittig eine Teilung für ganze Minuten angeordnet sind, sowie eine durch regelmässige Teilung einer Kreisteilung gebildete Sektorteilung für die Ablesung von Einzehntelwerten der mittengleichen Teilung, wobei der Sektorteilung ein mehrarmiger Zeiger zugeordnet ist, dessen von zwei Armen des Zeigers eingeschlössener Winkel gleich dem von den zwei Geraden des Sektors eingeschlossenen Winkel ist und die einzelnen Sektoren abgedeckt sind bis auf einen.
Dadurch, dass die Teilung für die Hundertstelminuten, die hundert Teilstriche umfasst, etwa den Durchmesser der Gehäusefront hat, wird der Teilstrichabstand genügend gross, um eine bequeme Ablesung auch unter ungünstigen Bedingungen zu gewährleisten.
Um im Bedarfsfalle auch ganze Sekunden ablesen zu können, kann gleichmittig zur Hundertstelminutenteilung mit etwas kleinerem Durchmesser eine Teilung zum Ablesen ganzer Sekunden vorgesehen weeden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung beschrieben. Es zeigen schematisch und in vergrösserter Darstellung: Fig. 1 die Anordnung des Räderwerkes von der Rückseite her gesehen, Fig.2 die Anordnung der Teilungen und der Zeiger in Vorderansicht.
Mit 10 ist das Mittelstück des im übrigen nicht dargestellten Uhrgehäuses bezeichnet. 11 ist das Federhaus, das mit dem Minutenradtrieb 12 in Eingriff steht. Mit dem Minutenradtrieb 12 ist fest verbunden das Minutenrad 13, das mit dem Grossbodenradtrieb 14 in Eingriff steht. Mit dem Trieb 14 fest verbunden ist das Grossbodenrad 15. Das Rad 15 steht mit dem Sekundenradtrieb 16 in Eingriff. Mit dem Trieb 16 fest verbunden ist das Sekundenrad 17.
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Mit dem Rad 17 steht das Kleinbodenradtrieb 18 in Eingriff. Mit dem Trieb 18 fest verbunden ist das Kleinbodenrad 19.
Das Rad 19 steht mit dem Ankerradtrieb 20 in Eingriff. Mit 21 ist das Ankerrad bezeichnet. Auf der Minutenradwelle 12a sitzt der Minutenzeiger 22, auf der Mittelsekundenradwelle 16a der Zeiger 23 und auf der Welle 20a der dreiarmige Zeiger 24.
Die Welle 16a macht in jedem Falle in einer Minute eine Umdrehung. Wenn der Minutenzeiger 22 über einer 30-Minuten-Teilung kreist, macht er in dreissig Minuten eine Umdrehung. Das übersetzungsverhältnis von Welle 12a: 16a ist 1 :30. Wird eine 60-Minuten-Teilung gewählt, ist die Übersetzung 1 : 60 und bei einer 15-Minuten-Teilung 1 : 15. Entsprechend der Minutenteilung muss das Übersetzungsverhältnis von Federhaus 11 : Minutenradtrieb 12 gewählt werden.
Wenn der dreiarmige Zeiger 24 eine Zehntel-Se- kunden-Teilung bestreicht, beträgt das übersetzungs- verhältnis von Welle 16a: Welle 20a = 1 : 20. Wird jedoch dem dreiarmigen Sekundenzeiger eine Tausendstelminutenteilung zugeordnet, so beträgt das Übersetzungsverhältnis von Welle 16a: Welle 20a = 1 :33,333 oder 3 : 100. Da diese Übersetzung in zwei Eingriffspaare aufgeteilt wird, könnten als Beispiel hierfür folgende Übersetzungen gewählt werden:
EMI2.20