CH349376A - Steigereinsatz für Metallguss - Google Patents

Steigereinsatz für Metallguss

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CH349376A
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Chemotechnik Anstalt Fuer Chem
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/10Hot tops therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description


      Steigereinsatz    für     Metallguss       Die Erfindung betrifft     Steigereinsätze    für     Metall-          guss,    die sich insbesondere für den     Formguss    eignen  und einen dem jeweiligen Verwendungszweck     ange-          passten    Aufbau mit genügender Formbeständigkeit  solcher Einsatzkörper vereinen.  



  Es ist bekannt, beim Giessen von Metallen, ins  besondere von Eisen und Stahl, zur Einsparung des  flüssigen Materials und zur Vermeidung von     Lunkern     den Steiger mit einem wärmeabgebenden oder isolie  renden Material zu umhüllen. Dadurch bleibt der  Steiger länger warm, saugt gleichmässig nach und das       Gussstück    erstarrt dicht und unter dem Druck des  noch flüssigen Steigers.

   Ausser dieser Umhüllung ist  auch noch eine andere Methode bekannt, bei welcher  der Steiger nur auf der Oberfläche mit wärmeab  gebendem oder isolierendem Material     abgedecktwird.     Dieses Verfahren, bei dem nur die Oberfläche des  Steigers behandelt wird, ist aber bei weitem nicht so  wirksam wie die seitliche Umhüllung des Steigers mit  wärmeabgebendem oder isolierendem Material, wo  bei der Steiger gegebenenfalls noch an der Oberfläche  zusätzlich abgedeckt werden kann.

   Das Arbeiten mit  einer Umhüllung erweist sich aber als sehr umständ  lich und teuer, da jede Hülle separat hergestellt, ge  stampft und getrocknet und in die Sandform einge  setzt werden     muss.    Des weiteren ergeben sich noch  die folgenden Nachteile:  <B>1.</B> Wenn die Umhüllung aus     exotherm    reagieren  dem Material erzeugt wird,     muss    die Wandstärke so  hoch gehalten werden,     dass    die Hülle genügend  Festigkeit hat.

   Daher braucht man viel grössere     Men-          -        ge        n        an        wärmeabgebenden        Mitteln        als        thermisch        nötig     wäre.  2. Dieselbe Situation besteht beim     Wärmeisola-          tionsmaterial.    Bekanntlich ist<B>jedes</B> isolierende Mate  rial porös.

   Infolgedessen ist die Festigkeit im allge  meinen sehr gering und daher     muss    die Hülle aus dem    isolierenden Material genügend     starkWandig    ausge  führt werden, um eine entsprechende Bruchsicherheit  der Einsatzkörper zu erzielen. Weiters     muss    das Iso  lationsmaterial ebenso wie das     exotheirrn    reagierende,  Material gestampft werden, Dadurch wird die Gas  durchlässigkeit sehr vermindert, wodurch das Abzie  hen der Reaktionsgase des     exotherrn    reagierenden  Mittels beeinträchtigt und die     Wärmeisolationsfähig-          keit    des wärmedämmenden Mittels herabgesetzt wird.

    Übrigens sind die Giessereien in der Regel gar nicht  auf die Erzeugung solcher Hüllen eingerichtet, die  wegen der niedrigen Entzündungstemperatur des       .exothcrm    reagierenden Materials     unbedingteine    be  sonders sorgfältige     Temperaturübezwachung    des  Trockenvorganges erfordert.  



  Es ist auch bekannt, die     Steigerumhüllungen    als  vorgefertigte Körper zu erzeugen und sodann an die  Gebrauchsstelle zu liefern,<B>jedoch</B> ist dieser Vorgang  sehr kompliziert, da<B>jede</B> Hülle separat verpackt wer  den     muss    und viel Platz einnimmt. Es ist dabei     gleich-          C,ültig,    ob die Hüllen aus wärmeabgebendem oder     iso          lierendern    Material bestehen, da sie in jeder Hinsicht,  z. B. gegen mechanische Beschädigung,     empfM,    ich  sind, und zwar nicht nur an den Wandungen, sondern  insbesondere auch an dien Kanten.  



  Zur Vermeidung dieser Nachteile wird gemäss der  Erfindung vorgeschlagen, einen     Steigereinsatz   <B>für</B>       Metallguss,    bei dem wärmeabgebendes Material von  einer formhaltenden Wandung aus bei Giesstempera  tur verbrennbarem Material wenigstens teilweise um  geben ist, derart aufzubauen,     dass    der Einsatzkörper  nur an seiner Innenseite     und/oder    Oberseite mit einer  Zone aus     exotherm    reagierendem Material     verschen     ist und     dass,    von dieser Zone abgesondert, mindestens  eine andere Zone aus isolierendem     bzw.    feuerfestem  Material ebenfalls innerhalb der Wandung aus bei  Giesstemperatur verbrennbarem,

   formhaltendem Ma-           terial    vorhanden ist. Der erfindungsgemässe Einsatz  körper, der somit der Hauptsache nach aus einem  oder mehreren, die thermischen Verhältnisse des  Steigers regulierenden Materialien zusammengesetzt  ist, kann zweckmässig die Form einer den Steiger des       Gussstückes    umgebenden Umhüllung oder von zu  einer solchen Umhüllung     zusammensetzbaren    Form  stücken, Platten     usw.    besitzen.  



  Durch die Verwendung eines formhaltenden, aber  bei Giesstemperatur verbrennbaren Materials für die  Wandungen wird u. a. genügende Festigkeit für die  Verpackung und den Transport gewährleistet, ohne       hiedurch    die angestrebte hohe Wirksamkeit des       wärineabo,ebenden        und/oder    wärmehaltenden Mate  rials merklich zu verringern.  



  Bei der einfachsten Ausführungsform ist das       exotherm    reagierende und isolierende Material zwi  schen zwei Wandungen aus dem formsteifen, ver  brennbaren Material eingesetzt. Bei der kombinierten  Ausführungsweise kann zwischen dem     exotherm     reagierenden und dem isolierenden Material     zusätz_          lich    ebenfalls eine Trennwand aus dem sehr leicht  verbrennbaren,     forinhaltenden    Material eingesetzt  werden. Wegen der Temperaturbeständigkeit ist es  sehr oft zweckmässig, die innere Hülle aus einem  feuerfesten Material herzustellen und die äussere aus  isolierendem Material. Es ist sehr wichtig,     dass    der  Steiger lange warm bleibt.

   Zu     d.iesem    Zweck kann  innen eine Hülle aus feuerfestem Material, darauf als  Mittelschicht eine Hülle aus     exotherm    reagierendem  Material und als Aussenschicht eine Hülle aus isolie  rendem Material vorgesehen werden. In diesem Falle  befindet sich aussen und innen, an den Stirnflächen  der     Steigereinsätze    und gegebenenfalls auch zwischen  den verschiedenen Materialien das sehr leicht ver  brennbare formhaltende Material. Es ist im Rahmen  der Erfindung auch möglich, die innere Wandung       oder/und    diese Trennwände aus dem verbrennbaren  Material wegzulassen. Anderseits kann auch zur Er  leichterung des Versandes der ganze Boden und  ebenso die ganze Decke des Einsatzkörpers aus dem  verbrennbaren Material bestehen.

   Die Decke und der       Boden        können        in        der        Mitte        auch        zum        Teil        auf,-        ge-          schnitten,    durchbrochen oder durchlocht oder auch  ganz weggelassen werden.  



  <B>C</B>  Weitere Einzelheiten des Einsatzes und deren  Vorteile 'gehen aus der nachfolgenden Beschreibung  mehrerer beispielsweiser Ausführungsformen hervor.  In der angeschlossenen Zeichnung zeigen     Fig.   <B>1</B> einen       Steigereinsatz    von zylindrischer Form mit einer In  nenschicht aus     exotherm    reagierendem Material und  einer Aussenschicht aus isolierendem Material,     Fig.    2  gleichfalls einen zylindrischen     Steigereinsatz    mit  durchlochtem Boden,     Fig.   <B>3</B> und 4     Steigereinsätze    mit  gegen die obere Stirnfläche zu verstärkter Schicht aus  wärmeabgebendem Material,

       Fig.   <B>5</B> und<B>6</B>     Ent-          gasungskanäle    im     Steigereinsatz    und     Fig.   <B>7</B> eine wei  tere Ausführungsform eines Einsatzkörpers gemäss  der Erfindung.    In     Fig.   <B>1</B> sind zwischen zwei leicht verbrennbaren  zylindrischen Hüllen<B>1</B> und<B>3</B> die wärmeregulierenden  Materialien eingefüllt. Diese Hüllen bestehen aus Pa  pier oder Pappe, Holz, Aluminium, Zink oder der  gleichen leicht verbrennbaren Materialien, die als  formhaltende Zylinder ausgeführt sind. Die Stirn  flächen des     Einsatzkörpcrs    sind durch Kreisringe,  gleichfalls aus Pappe oder dergleichen, abgedeckt.

   In  dem durch die beiden Zylinder gebildeten Ringraum  befinden sich eine äussere Schicht 2 aus isolierendem       Matexial    und eine innere Schicht<B>6</B> aus     exotherm     reagierendem Material. Das isolierende Material 2  ist zweckmässig mit einem Bindemittel vermischt, so       dass    die Masse binnen kurzer Zeit erhärtet. Als  wärmeabgebendes Mittel für die Innenschicht<B>6</B> kann  beispielsweise ein übliches     Lunkermittel    auf     Thermit-          basis    oder dergleichen dienen. Zwischen den beiden  Schichten 2 und<B>6</B> ist eine dünne Trennwand<B>5</B> aus  dem gleichen, leicht verbrennbaren Material wie die  Hüllen<B>1</B> und<B>3</B> eingesetzt.

   Die Trennwand kann auch       we-elassen    werden, insbesondere wenn die Festig  keit der beiden     thermoregulierenden    Materialien aus  reicht. In der dargestellten Ausführungsform sind der  Boden 12 und die Decke 14 durch Ausschnitte a  geöffnet, die in beliebiger Gestalt ausgeführt sein  können.  



  Gemäss     Fig.    2 sind die Wandungen aus dem leicht  verbrennbaren, formhaltenden Material an, ihren dem  wärmeabgebenden und wärmehaltenden Material zu  gewandten Seiten mit einer Verzahnung versehen,  wodurch die mechanische Verbindung mit den ein  geschlossenen Materialschichten wesentlich verstärkt  wird. An Stelle dieser die Verzahnung aufweisenden  Wandungen<B>11</B> und<B>13</B> kann auch eine andere, die  Haftung erhöhende Oberflächenausbildung benützt  werden. Beispielsweise sind     Riffelpappen,        Warzen-          oder    Waffelpappen, Wellpappe oder dergleichen für  den angegebenen Zweck geeignet.

   Der Einsatzkörper  ist in     Fi        '-.    2 an seinen Stirnflächen durch Wandungen  aus dem leicht verbrennbaren, formhaltenden Mate  rial abgeschlossen, wobei der Boden 12 und die  Decke     Durchlochungen   <B>15</B> aufweisen.  



  Der     Steigereinsatz    ist selbstverständlich nicht auf  runde Formen beschränkt, sondern kann auch einen  regelmässigen oder auch     unre        gelmässigen,    viereckigen,  dreieckigen oder polygonalen Querschnitt aufweisen.  Der Einsatzkörper kann auch aus einzelnen Platten  oder Segmenten zusammengesetzt sein. Zur Verstär  kung seiner mechanischen Festigkeit können meh  rere, die Schichten durchsetzende und zusammenhal  tende Holznieten oder auch Nägel, Schrauben,     Mam-          mern    oder dergleichen     fü-r    den Zusammenhalt der  Innen- und Aussenwandungen geeignete Halteorgane  aus leicht verbrennbarem Material Verwendung fin  den.  



  Da der Wärmeverlust oben, wo der Trichter  wegen der hohen Temperatur des Giessgutes am mei  sten abstrahlt, sehr gross ist, ist es besonders vorteil  haft, das     exotherm    reagierende Material nur oben       bzw.    oben in grösserer Menge einzusetzen.     Fig.   <B>3</B> zeigt      eine solche     Steigerumhüllung,    deren innere Schicht<B>8</B>  aus feuerfestem Material und deren äussere Schicht 2  aus wärmeisolierendem Material besteht und die,  von der oberen     Stimfläche    ausgehend, eine als     Schütt-          kegel   <B>10</B> abgebildete Zone aus     exotherm    reagieren  dem Material besitzt.

   Ausser der Trennwand<B>5</B> sind  noch Trennwände<B>16, 17</B> aus dem leicht verbrenn  baren, formhaltenden Material vorgesehen, die die  kegelförmige Zone<B>10</B> umschliessen. Bei der darge  stellten Ausführungsform bilden die den     Steigerein-          satz        stirnseitig    begrenzenden Wandungen einen voll  ständig geschlossenen Boden 12     bzw.    eine solche  Decke 14.  



  Der Aufbau des Einsatzkörpers gemäss     Fig.    4       zelgt    eine Innenschicht<B>6</B> aus     exotherm    reagierendem  Material, die gegen     d-ie    obere     Stimfläche    zu bei<B>18</B>       kegelstumpfförmig    erweitert ist und eine Aussen  schicht 2 aus isolierendem Material von entsprechend       angepasster    Form.  



  In den     Fig.   <B>5</B> und<B>6</B> ist der     Steigereinsatz    mit  mehreren, in     de-r    Richtung der Längsachse des Zylin  ders verlaufenden     Entgasungskanälen    von verschie  dener Form versehen. Diese Kanäle durchziehen  zweckmässig nicht die ganze     Steigerumhüllung,    son  dern reichen von der oberen Stirnfläche nur bis zu  einer Tiefe h hinab, die beispielsweise zwei Drittel  bis neun Zehntel der Gesamthöhe H des Einsatz  körpers betragen kann.

   Die Luftkanäle können bei  spielsweise kreisförmigen oder rechteckigen Quer  schnitt<B>19</B>     bzw.    20 aufweisen oder als     flachrohrartige,     der Krümmung des Zylinders folgende Öffnungen 21  ausgeführt sein.  



  Bei     derAusführungsform    des     Steigereinsatzes    laut       Fig.   <B>7</B> ist lediglich die Aussenwandung<B>1</B> des Einsatz  körpers aus dem leicht verbrennbaren, formhalten  den Material, z. B. aus einem     Pappezylinder,    herge  stellt, während der Innenteil sowie der untere Stirn  teil des Einsatzkörpers aus einem isolierenden, form  haltenden Material bestehen und einen einheitlichen  Formteil 22 bilden.

   Der hierdurch gebildete Ring  raum ist zum Hauptteil mit wärmeisolierendem Ma  terial (Schicht 2), das in lockerem oder nach     Zu-          mischung    eines Bindemittels abgebundenem Zustand  vorliegen kann, und, an dem Innenteil 22 des Ein  satzkörpers anliegend mit einer Zone<B>10</B> aus locke  rem,     exotherm    reagierendem Material mit nach oben  zunehmender Schichtdicke ausgefüllt. Als obere Stirn  fläche ist eine abgebundene Schicht<B>23</B> aus     exotherm     reagierendem Material angeordnet. Der Formteil 22  kann beispielsweise aus einem mit einem Bindemittel  vermischten und in der gewünschten Form erhärte  ten, isolierenden Material bestehen. Vorzugsweise  kann zu diesem Zwecke auch ein feuerfestes Mate  rial Verwendung finden, das z.

   B. als keramischer  Körper in der gewünschten Gestalt angefertigt wird.  Der Formteil 22     muss    genügende Festigkeit besitzen,  um den Transport und den Einbau des erfindungs  gemässen     Steigerkörpers    ohne Abrieb und ohne<B>Ab-</B>  bröckeln der Kanten zu gewährleisten.     Gewünschten-          falls    können in dem Formteil auch Kanäle vorge-    sehen sein, die mit     exotherm    reagierendem Material  angefüllt sind.  



  Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung und  technisch noch einfachere Anwendbarkeit kann da  durch bewirkt werden,     dass    man für die Wandungen  des     Steigereinsatzes    dünnes     Schwermetallblech    ver  wendet. Dieses Material kommt bei der Anwendung  des     Steigereinsatzes    während des Giessens gleichfalls  zur Verbrennung, doch ist der Verbrennungsvorgang  merklich langsamer und     unverbrannt    bleibende An  teile werden ohne Schaden von der Stahlschmelze  oder dergleichen aufgenommen.

   Als bei Giesstempe  ratur wenigstens teilweise verbrennbares     Schwerme-          tallblech    kommt insbesondere dünnes Eisenblech in  Betracht, ferner Blech aus anderen Schwermetallen,  wie Kupfer, Nickel und dergleichen, sowie aus       Schwermetallegierung        ,en,        wie        z.        B.        Messing,        Eisen-          legierungen        usw.,    die zweckmässig dem jeweiligen  Giessgut entsprechend gewählt werden.  



  Vorteilhaft kann mit dünnen Blechen, z. B. Eisen  blechen von nur<B>0,1</B> oder 0,2 mm Stärke, gearbeitet  werden, da diese dem Einsatzmaterial bereits     ge-          nüg,ende        Formhaltigkeit    verleihen. Es können aber  auch Bleche von<B>1</B> mm Stärke, besonders für grössere  Einsatzkörper oder solche, bei denen eine längere  Wirkungsdauer angestrebt wird, mit Vorteil ange  wendet werden.  



  Durch den Gebrauch von Eisenblech oder der  gleichen anstelle von Pappe oder Papier wird der       erfind#ungsgemässe        Steigereinsatz    noch allgemeiner       ve-rwendbar.    Bei     Nassgussformen    verliert nämlich ein  mit Papier oder Pappe umhüllter     Steigereinsatz,    wie  leicht einzusehen ist, bald seine     Forinsteifigkeit,    und  der Einsatzkörper fällt dann mehr oder weniger rasch  in sich zusammen.

   Die mit Papier oder Pappe     ver-          sehenen        Steigereinsätze    sind daher nur für Trocken  formen mit Sicherheit verwendbar, wobei auch dar  auf geachtet werden soll,     dass    vor dem Gebrauche  nicht durch zu lange Lagerung in feuchter Atmo  sphäre (z. B. 24 Stunden) die Wandungen Wasser  dampf anziehen. Diese Rücksichtnahme fällt bei der  Verwendung von Eisenblech oder dergleichen fort,  ohne     dass    die Wirkung des Einsatzmaterials in     bezug     auf Wärmeabgabe     und/oder    Wärmeisolierung beein  trächtigt wird.

   Weiters kommt hinzu,     dass    die Wan  dungen aus Papier oder Pappe verhältnismässig  schnell wegbrennen und eine gewisse Gasentwicklung       v#eru-rsachen.    Ein sehr dünnes     Schwermetallblech    wird  aber viel langsamer verbrannt     bzw.    niedergeschmol  zen<B>-</B> noch dazu ohne jede Gasentwicklung<B>-</B> und  somit die Festigkeit des Einsatzes, wie häufig er  wünscht, über einen längeren Zeitraum gewährleistet.

    Die Festigkeit des gesamten     Einsatzkörpe-rs        lässt    sich  überdies durch geringe Veränderung der Blechstärke  in weiten Grenzen     reaeln,    so     dass    allen Anforderun  gen noch leichter entsprochen werden kann. Durch       Schwermetallblech    kann insbesondere ein ausgezeich  neter Kantenschutz herbeigeführt werden. Wandun  gen z.

   B. aus gewöhnlichem     Flussstahlblech    stellen  sich auch billiger als Pappumhüllungen von gleicher      Festigkeit.     Hiezu    kommt noch der Vorteil,     dass    die  einzelnen, die Umhüllung bildenden     Wandungsteile     bei Eisenblech oder dergleichen sehr einfach, z. B.  durch     Verpressen    oder Verklemmen, zusammenge  halten werden können.  



  Das     Wandungsmaterial    aus     Schwermetallblech     kann in den verschiedensten Arten, wie dies in den       Fig.   <B>1</B> bis<B>7</B> beispielsweise dargestellt ist, angewendet  werden. Hiebei kann das bei den vorstehenden Aus  führungsbeispielen beschriebene     Wandungsmaterial     zweckmässig zur Gänze aus dem Eisenblech oder der  gleichen bestehen und die dargestellten     Raumforin     haben.

   Im Rahmen der Erfindung kann aber in t  Vorteil auch so vorgegangen werden,     dass        lediglic     die Aussenwandungen in Eisenblech oder dergleichen  ausgeführt werden, während die im Inneren des Ein  satzkörpers angeordneten Trennwände aus Papier,  Pappe, Holz oder dergleichen Materialien bestehen  können, da sie gegen die Einwirkung der Feuchtig  keit durch den umschliessenden Blechmantel ge  schützt sind.  



  Selbstverständlich können auch andere gemischte  Anordnungen Anwendung finden, bei welchen z. B.  nur die Aussenwände aus     Schwerrnetallblech    beste  hen und die Innen-     und/oder    Trennwände     bzw.    die  Stirnflächen aus Papier, Pappe oder dergleichen leicht  verbrennbarem Material oder auch aus Formteilen  aus feuerfestem Material     bzw.    aus abgebundenen  Schichten aus     exotherm    reagierendem Material be  stehen können; soweit erforderlich, können für den  Zusammenhalt der Innen- und Aussenwandungen des  Einsatzkörpers natürlich auch aus Eisen oder der  gleichen bestehende Halteorgane, wie Nägel, Nieten,  Schrauben,     ICammern    oder dergleichen, benützt wer  den.

   Ebenso können die Eisenbleche zur Herstellung  von     Steigereinsätzen    nicht nur zylindrischer, sondern  beliebiger Gestalt sowie zur Anfertigung von einzel  nen Formstücken, Platten     usw.    dienen, die dann zu  den jeweiligen     Steigereinsätzen    zusammengesetzt wer  den können.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Steigereinsatz für Metallguss, bei dem wärmege bendes Material von einer formhaltenden Wandung aus bei Giesstemperatur verbrennbarem Material wenigstens teilweise umgeben ist, dadurch gekenn zeichnet, dass der Einsatzkörper nur an seiner Innen seite und/oder Oberseite mit einer Zone aus exotherm reagierendem Material versehen ist und dass, von dieser Zone abgesondert, mindestens eine andere Zone aus isolierendem bzw. feuerfestem Material ebenfalls innerhalb der Wandung aus bei Giesstem peratur verbrennbarem, formhaltendem Material vor handen ist.
    <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen aus verbrenn baren formhaltenden Materialien aus Papier, Pappe, Holz, Aluminium oder Zink bestehen. 2. Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen aus Schwer- inetallblech, insbesondere aus Eisenblech mit einer Stärke von etwa<B>0,1-1</B> mm bestehen.
    <B>3.</B> Steigerelnsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzkörper nach aussen durch Wandungen aus Metallblech abgeschlossen ist, während im Inneren des Einsatzkörpurs die Schicht aus exotherin reagierendem Material von mindestens einer anderen Schicht durch Trennwände aus Papier, Pappe oder Holz getrennt sind. 4. Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Aussen- und In nenwände eines zylindrisch ausgebildeten Einsatzkör pers aus dem bei Giesstemperatur verbrennbaren, formhaltenden Material bestehen.
    <B>5.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Aussen- und In nenwände der einen Einsatzkörper zusammensetzen den Einzelteile aus dem bei Giesstemperatur ver brennbaren, formhaltenden Material bestehen. <B>6.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzkörper an seinen Stirnflächen durch Boden und Decke bildende Wan dungen aus dem bei Giesstemperatur verbrennbaren, formhaltenden Material wenigstens teilweise abge schlossen ist.
    <B>7.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein mindestens zweischichtiger Einsatzkörrper an seiner Innenseite eine gegen die obere Stirnfläche zu konisch erweiterte Zone aus exotherm reagierendem Material besitzt. <B>8.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein mindestens zweisch-ichtiger Einsatzkörper eine nur in der Nähe seiner oberen Stirnfläche vorgesehene Schicht aus exotherm reagie rendem Material in Form einer als Schüttkegel aus gebildeten Zone besitzt.
    <B>9.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der Einsatzkörper und parallel zu deren Längsachse verlaufende Ent- gasungskanäle vorgesehen sind, die, von der oberen Stirnfläche ausgehend, zu zwei Drittel bis neun Zehn tel der Gesamthöhe des Einsatzkörpers hinabreichen.
    <B>10.</B> Steigereinsatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwandung des Einsatz körpers aus dem bei Giesstemperatur verbrennbaren, forrnhaltenden Material und der Innenteil sowie der untere Stirnteil des Einsatzkörpers aus einem feuer festen, formhaltenden Material bestehen und dass der hiedurch gebildete Ringraum der Hauptsache nach mit wärmeisolierendem Material und, an dem Innen teil des Einsatzkörpers anliegend, mit lockerem exo- therm reagierendem Material, dessen Schichtdicke nach oben zunimmt, ausgefüllt ist,
    wobei die obere Stirnfläche aus einer abgebundenen Schicht aus exo- therin reagierendem Material besteht.
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