CH349506A - Pistole für rückstossarme Munition - Google Patents
Pistole für rückstossarme MunitionInfo
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Description
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Pistole für rückstossarme Munition Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pistole zum Verschiessen von rückstossarmer Munition.
Als Munition für solche Pistolen kommt sogenannte blinde Munition in Frage. Dabei kann es sich um Pistolen handeln, die nur der Knallerzeugung dienen, um Pistolen, mit denen ein Zündvorgang eingeleitet wird, oder um Pistolen zum Verschiessen von Gaspatronen.
Da solche Munition beim Abschuss keinen oder nur einen ganz unbedeutenden Rückstoss erzeugt, ist eine automatisch nachladende Waffe für solche Munition anders zu konstruieren als eine übliche Repetierpistole oder eine ähnliche Waffe, die durch den Rückstoss nachgeladen wird.
Gegenstand der Erfindung ist eine Pistole zum Verschiessen von rückstossarmer Munition, mit einem von einer Schliessfeder belasteten, in seinem Gehäuse unverdrehbaren, axial verschiebbaren Verschlusszylin- der, der an seinem vorderen Ende einen Schlagbolzen sowie eine Hülsenausziehkralle besitzt, und mit einem federbelasteten Hülsenauswerfer.
Die Pistole ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugvorrichtung mit einem Organ verbunden ist, mittels dessen beim Betätigen der Abzugvorrichtung der Verschlusszylinder entgegen der Kraft der Schliessfeder vom Patronenlager zwecks Ermöglichung des Entfernens eines durch den Auszieher aus dem Patronenlager gezogenen Munitionsstückes oder einer leeren Hülse und des Einschiebens eines neuen Munitionsstückes weggezogen wird, wobei dieses Organ so ausgebildet und geführt ist, dass es am Ende der Rückzugbewegung des Verschlusszylinders diesen loslässt,
so dass er durch die Schliessfeder gegen das Patronenlager geschleudert wird.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden eine in der Zeichnung dargestellte Flam- menwerferzündpistole beschrieben. In der Zeichnung ist: die Fig. 1 ein Längsschnitt durch diese Pistole, die Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie 11-II der Fig. 1, wobei jedoch Patrone, Schieber und Feder in Ansicht gezeichnet sind; die Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 und die Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, in welcher jedoch der Verschlusszylinder eine andere Lage einnimmt.
Die mit 1 bezeichnete Zündpistole besitzt ein Gehäuse 2, an das mit Hilfe einer überwurfmutter 3 ein Teilstück 4 aufgeschraubt ist. Das Teilstück 4 enthält die sich nach vorn konisch verengende Laufbohrung 4a sowie das Patronenlager 4b. Im Gehäuse 2 befinden sich der axial verschiebbare Verschluss- zylinder 8 und die Federführungshülse 9, welch letztere durch einen Stift 5 mit dem Gehäuse 2 verbunden ist, so dass sie gegen eine Drehung und Verschiebung gesichert ist.
Zwischen dem Bund 9a der Führungshülse 9 und der auf dem Verschlusszylinder 8 aufliegenden Führungsbüchse 10 ist die Schliessfeder 11 eingespannt. Auf einem Innenrand 9b der Führungshülse 9 stützt sich das eine Ende der Auswerferfeder 12 ab, deren anderes Ende sich auf dem am einen Ende der Auswerferstange 14 angeordneten Kolben 13 abstützt. Am andern Ende der Auswerferstange 14 ist die Mutter 15 aufgeschraubt, so dass die Stange entgegen der Kraft der Feder 12 nach rechts verschoben werden kann. Der Kolben 13 weist eine Ringnut 13a auf, mit welcher ein Fortsatz 16a des Hülsenauswerfers 16 in Eingriff steht.
Der Auswerfer 16 ist in einer Längsnut 8a des Verschlusszylinders 8 verschiebbar gelagert. Der Verschlusszylinder 8 weist ferner eine mit
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dieser Nut verbundene Bohrung 8b für den Kolben 13, eine Ausnehmung 8c für den eine Hülsenauszieh- kralle 18a besitzenden Hülsenauszieher 18, einen Schlagstift 8d sowie eine Längsnut 8e auf. In der Ausnehmung 8c ist der um seine Achse 17 ver- schwenkbare Auszieher 18 untergebracht, der durch. die Ausziehfeder 19 in der gezeichneten Lage gehalten wird.
In die Längsnut 8e ragt ein Absatz 20a der Rückholstange 20 und sichert so den Verschluss- zylinder 8 gegen jegliche Verdrehung, während eine Nase 20b in einer Vertiefung 8f des Verschlusszylin- ders 8 liegt. Die Rückholstange 20 ist durch einen Stift 21 am Abzughebel 22 angelenkt und wird durch einen federbelasteten Stift 23 gegen den Verschluss- zylinder 8 gedrückt. Der Abzughebel 22 wird beim Abschiessen entgegen der Kraft der Abzugfeder 24 um seine Drehachse 25 verschwenkt.
Im Gehäuse 2 ist ein Munitionsmagazin eingesetzt, dessen Wandung mit 26 und dessen Boden mit 27 bezeichnet sind. Es enthält einen durch die Magazinfeder 28 belasteten Schieber 29, der die oberste Patrone 30 (in der Figur der Zeichnung ist nur eine Patrone im Magazin dargestellt) gegen den Ver- schlusszylinder 8 schiebt.
Im Gehäuse 2 steckt ein mit 31 bezeichneter Stift, der dazu bestimmt ist, mit der Gleitfläche 20c der Rückholstange 20 in Eingriff zu kommen, wenn diese Stange zurückgezogen wird, wie es weiter unten beschrieben wird.
Das Gehäuse 2 besitzt eine Auswurföffnung 2a, durch welche die leere Patronenhülse ausgeworfen werden kann.
Die Fig. 1 stellt die Zündpistole nach dem Abschuss der Patrone 32 dar. Zum Verschiessen der Patrone 30 drückt man den Abzughebel 22 entgegen der Kraft der Feder 24 gegen den Pistolengriff 2b, der einen Teil des Gehäuses 2 bildet. Die mit dem Abzughebel 22 gelenkig verbundene Rückholstange 20 zieht den Verschlusszylinder 8 entgegen der Kraft der Schliessfeder 11 zurück, da ihre Nase 20b in der Vertiefung 8f des Verschlusszylinders 8 liegt.
Der im Verschlusszylinder 8 untergebrachte Auszieher 18 zieht dabei, wie besonders gut aus der Fig. 3 zu ersehen ist, die leere Patronenhülse 32 aus dem Patronenlager 4b zurück, so dass sie über den Teil 16b des Auswerfers 16 zu liegen kommt und an seiner Kante 16c anstösst. Beim weitern Zurückziehen stösst sie den Auswerfer 16 entgegen der Kraft der Auswerferfeder 12 zurück, bis sie ganz aus dem Bereich des Patronenlagers herausgekommen ist.
Sobald sie also nicht mehr durch das Patronenlager geführt ist, wird sie vom federbelasteten Auswerfer 16 durch die Auswurföffnung 2a hinausgeschleudert, wie es aus der Fig. 4 ersichtlich ist. Beim weitern Zurückziehen des Verschlusszylinders 8 kommt sein vorderes Ende hinter die Hinterkante der Patrone 30 zu liegen, so dass diese durch den Magazinschieber 29, der durch die Magazinfeder 28 belastet ist, im Magazin nach oben, in den Verschiebeweg des Verschlusszylinders geschoben wird.
Beim weitern Zurückziehen der Rückholstange 20 kommt ihre Gleitfläche 20c mit dem Stift 31 in Eingriff, wodurch sie so weit nach unten gezogen wird, dass ihre Nase 20b aus dem Bereich der Ausnehmung 8f herausgezogen wird, jedoch im Bereich der Nut 8e bleibt. Dadurch wird der Verschlusszylinder in der Verschieberichtung freigegeben, bleibt jedoch gegen eine Drehung gesichert. Mit seinem untern Rand schiebt er die Patrone 30 aus dem Magazin in das Patronenlager 4b. Der Aus- zieher 18 greift in die Rille der Patronenhülse ein, und der fest mit dem Verschlusszylinder 8 verbundene Schlagstift 8d bringt die Patrone zur Zündung.
Da eine solche Zündpatrone praktisch keinen Rückstoss ausübt, mitrailliert die Waffe nicht.
Mit der vorstehend beschriebenen Pistole kann bei jedem Drücken am Abzughebel ein Schuss ausgelöst werden, ohne dass irgendwelche Nachladebewe- gung auszuführen wäre.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Pistole zum Verschiessen von rückstossarmer Munition, mit einem von einer Schliessfeder belasteten, in seinem Gehäuse unverdrehbaren, axial verschiebbaren Verschlusszylinder, der an seinem vorderen Ende einen Schlagbolzen sowie eine Hülsen- ausziehkralle besitzt, und mit einem federbelasteten Hülsenauswerfer, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugvorrichtung mit einem Organ (20) verbunden ist, mittels dessen beim Betätigen der Abzugvorrich- tung der Verschlusszylinder (8) entgegen der Kraft der Schliessfeder (11)vom Patronenlager zwecks Ermöglichung des Entfernens eines durch den Auszie- her (18) aus dem Patronenlager (46) gezogenen Munitionsstückes (32) oder einer leeren Hülse und des Einschiebens eines neuen Munitionsstückes weggezogen wird, wobei dieses Organ so ausgebildet und geführt ist, dass es am Ende der Rückzugbewegung des Verschlusszylinders (8) diesen loslässt, so dass er durch die Schliessfeder (11) gegen das Patronenlager geschleudert wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Pistole nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (20) am Abzughebel (22) angelenkt ist. 2.Pistole nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (20) eine Stange ist, die durch einen Federbolzen (23) gegen den Ver- schlusszylinder gedrückt wird, und die eine Nase (20b) aufweist, die während der Rückzugbewe- gung des Verschlusszylinders in eine Vertiefung (8f) des Zylinders eingreift, am Ende der Bewegung aber durch einen fest angeordneten Anschlagbolzen (31), der mit einer Gleitfläche (20c) der Stange (20) zusammenwirkt, aus der Vertiefung weggeführt wird. Sifrag Spezialapparatebau & Ingenieurbureau Frei AG
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE349506X | 1956-01-16 |
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Family Applications (1)
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| CH349506D CH349506A (de) | 1956-01-16 | 1957-01-05 | Pistole für rückstossarme Munition |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH349506A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2682465A1 (fr) * | 1991-10-10 | 1993-04-16 | Rheinmetall Gmbh | Systeme d'ejection et utilisation du systeme dans des armes a tubes de gros calibre. |
| DE102015008797A1 (de) * | 2015-07-10 | 2017-01-12 | Rheinmetall Waffe Munition Gmbh | Hülsenauswurfvorrichtung |
-
1957
- 1957-01-05 CH CH349506D patent/CH349506A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2682465A1 (fr) * | 1991-10-10 | 1993-04-16 | Rheinmetall Gmbh | Systeme d'ejection et utilisation du systeme dans des armes a tubes de gros calibre. |
| US5307724A (en) * | 1991-10-10 | 1994-05-03 | Rheinmetall Gmbh | Ejector system and use of the system in large caliber guns |
| DE102015008797A1 (de) * | 2015-07-10 | 2017-01-12 | Rheinmetall Waffe Munition Gmbh | Hülsenauswurfvorrichtung |
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