CH349633A - Absperrvorrichtung an einer Leitung einer Tiefkühlanlage - Google Patents
Absperrvorrichtung an einer Leitung einer TiefkühlanlageInfo
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Description
Absperrvorrichtung an einer Leitung einer Tiefkühlanlage , Die Erfindung bezieht sich auf eine mittels eines Steuermediums pneumatisch betätigte Absperrvor richtung an einer unter tiefer Betriebstemperatur stehenden Leitung einer Tiefkühlanlage mit einem Sperrglied und einem mit diesem wirkungsverbunde nen, unter dem Einfluss des Steuermediums stehenden, in einem Gehäuse untergebrachten, beweglichen Be tätigungsorgan für die Ausführung der Schliess- und öffnungsbewegung des Sperrglieds.
Die Erfindung besteht darin, dass das Betätigungsorgan unter Zwi schenlage von mindestens einer Lenkerfeder reibungs frei in dem Gehäuse gehalten ist.
Die Erfindung wird anschliessend in mehreren Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung er läutert.
Fig. 1 zeigt die eine Hälfte einer ersten Aus führungsform einer erfindungsgemäss ausgebildeten, pneumatisch betätigten Absperrvorrichtung im Schnitt, Fig. 2 die andere Hälfte einer abgewandelten Aus führungsform der Absperrvorrichtung ebenfalls im Schnitt.
Fig. 3 veranschaulicht eine Einzelheit der Fig. 1 und 2 im Schnitt.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf eine Lenkerfeder. Fig.5 ist ein Schnitt durch ein weiteres Aus führungsbeispiel der Absperrvorrichtung, und Fig. 6 ist ein Steuerschema.
Nach den Fig. 1 und 2 ist an eine Betriebsgas, z. B. Wasserstoff, von beispielsweise - 200 bis -2200C und 2 ata führende Leitung 1 einer Tief kühlanlage ein zylindrisches Gehäuse 2 unmittelbar angebaut, das mit einem Deckel 3 verschlossen ist. In dem Gehäuse 2 ist eine Ventilspindel 4 unterge bracht, die einen Ventilteller 5 trägt, der zusammen mit zwei Ventilsitzen 6, 7 das Ventil bildet.
Bei dem gezeichneten Beispiel ist das Ventil ein Dreiweg organ; befindet sich der Ventilteller 5 in der ge- zeichneten unteren Stellung, so ist die Leitung 1 ge öffnet, wird er in die obere Stellung bewegt, so dass er auf dem Sitz 7 sitzt, so ist die Verbindung zwischen dem in Fig. 2 rechts dargestellten Abschnitt der Lei tung 1 und einer aus ihr weggeführten Abzweiglei tung 8 hergestellt.
Die Spindel 4 trägt einen nach Art eines Druck kolbens wirksamen, bei dem gezeigten Beispiel glockenförmigen Teil 9, an dem bei 11 ein me tallischer Balgen 12 mit dem einen Ende angreift, welcher mit dem anderen Ende unter Zwischenlage eines Ringes 13 mit dem Gehäuse 2 verbunden ist. Bei dem Beispiel nach Fig. 1 ist am Gehäuse 2 fer ner ein hülsenförmiger Teil 14 angebracht, an dem eine Schraubendruckfeder 15 abgestützt ist. Die Feder 15 ist mit dem anderen Ende an einem tellerförmigen, auf der Spindel 4 gehaltenen Element 16 abgestützt und ist bestrebt, die Spindel 4 und den Ventilteller 5 in die obere Stellung zu bewegen, in der der Ventil teller 5 an dem Sitz 7 anliegt.
An einem hülsenför migen, in den glockenförmigen Teil 9 hineinragenden Ansatz 17 des Gehäuses 2 greift ein weiterer Bal gen 18 an, der anderseits bei 19 mit der Spindel 4 verbunden ist. Die Teile 4, 9, 16 bilden das mit dem Ventilteller 5 wirkungsverbundene, in dem Gehäuse 2 untergebrachte, bewegliche Betätigungsorgan, das, wie weiter hinten näher ausgeführt wird, unter dem Einfluss eines Steuermediums steht und durch das die Schliess- und die Öffnungsbewegung des Ventil tellers 5 bewirkt werden.
Bei dem Beispiel nach Fig. 2 ist die Anordnung und Wirkung der Feder 15 insofern anders als bei dem Beispiel nach Fig. 1 gestaltet, als statt des hül- senförmigen Teils 14 gemäss Fig. 1 hier ein Ring 14' vorgesehen ist, an dem sich die Feder 15 mit ihrem oberen Ende abstützt; das untere Ende der Feder 15 liegt an dem auf der Spindel 4 gehaltenen glocken förmigen Teil 9 an. Dem Teil 16 (Fig. 1) entspricht in Fig. 2 ein Ring 16'. Die Feder 15 ist hier be strebt, die Spindel 4 und den Ventilteller 5 in der gezeichneten, unteren Stellung zu halten.
Die Spindel 4 ist im Gehäuse 2 reibungsfrei un ter Zwischenlage einer Lenkerfeder 21 gehalten, die mit ihrem äusseren Umfang bei 22 an dem Gehäuse 2 befestigt ist und die in Fig. 3 und 4 im einzelnen dargestellt ist. Sie besteht aus einer metallischen Platte mit annähernd schneckenförmig angeordneten Schlitzen, und zwar besitzt sie bei dem dargestellten Beispiel insgesamt zwei jeweils von aussen nach innen durchgehende Schlitze 23, 24. Die Spindel 4 ist auf diese Weise reibungsfrei in axialer Richtung beweglich, und es ist eine Auslenkung quer dazu un möglich.
Hierdurch gestaltet sich die Abdichtung des Ven tils 5, 6, 7, die normalerweise bei den in Betracht kommenden, tiefen Temperaturen von beispielsweise etwa - 250 C Schwierigkeiten bereitet, besonders einfach; insbesondere fällt jede Art von Durchfüh rung des beweglichen Betätigungsorgans 4, 9, 16 durch Wandungen hindurch unter Verwendung von Stopfbüchsen oder dergleichen fort. Es braucht kein Lager für das Betätigungsorgan 4, 9, 16 geschmiert zu werden; die Halterung des Betätigungsorgans 4, 9, 16 bedarf keinerlei Wartung.
Es führen nur noch zwei anschliessend näher erläuterte Steuerleitungen 25, 26, die zur Bewegung des Betätigungsorgans 4, 9, 16 für den Ventilteller 5 gebraucht werden und die keine Bewegung relativ zu den übrigen Teilen aus führen und deshalb ohne weiteres dicht an das Ge häuse 2 angeschlossen werden können, von dem Ven til 5, 6, 7 weg.
An das Gehäuse 2 sind zwei Steuerleitungen 25, 26 angeschlossen, und zwar steht die Leitung 25 mit dem ausserhalb vom Balgen 12 und innerhalb des glockenförmigen Teils 9 sowie innerhalb des Balgens 18 befindlichen, als Ganzes mit 27 bezeichneten Raum in Verbindung, während die Leitung 26 mit dem oberhalb des Teils 16 bzw. 16' und innerhalb des Teils 14 sowie innerhalb des Balgens 12 und ausser halb des glockenförmigen Teils 9 befindlichen, die Feder 15 enthaltenden, als Ganzes mit 28 bezeich neten Raum in Verbindung steht.
Die Räume 27, 28 sind wechselweise mit einem nicht dargestellten Druck erzeuger verbindbar. Er enthält gleiches Gas (z. B. Wasserstoff) wie die Leitungen 1 und B. Bei dem Beispiel nach Fig. 1 sind die Teile so gezeichnet, dass der höhere Druck (z. B. etwa 7 ata) im Raum 28 herrscht, also einerseits die Leitung 26 mit dem Druckerzeuger und anderseits der Raum 27 mit einem Gasometer von etwa 200 mm WS über Atmosphären druck verbunden ist.
Wird der Druck in der Leitung 26 und im Raum 28 weggenommen, so führt die Fe der 15 den Ventilteller 5 in die obere Stellung, in der er am Sitz 7 anliegt. Gegebenenfalls kann dabei über die Leitung 25 der Raum 27 unter höheren Druck gesetzt werden, der das Bestreben der Feder 15, die beweglichen Teile in die in den Fig. 1 und 2 obere Stellung zu führen, unterstützt. Bei dem Beispiel nach Fig.2 wird die gezeich nete Stellung des Ventiltellers 5 durch die Wirkung der Feder 15 und gegebenenfalls durch über die Leitung 26 gegebenen, im Raum 28 herrschenden Überdruck herbeigeführt, während im Raum 27 nied rigerer Druck herrscht.
Gegebenenfalls kann im Raum 27 ein solcher Druck aufrechterhalten werden, dass sich der Ventilteller 5 weder in der gezeichneten noch in der oberen Stellung, sondern in einer Zwi schenstellung befindet, in der beide Abschnitte der Leitung 1 mit der Leitung 8 verbunden sind. Das Ven til arbeitet dann als Regelventil.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform der Absperrvorrichtung ist die Leitung 8 nicht vorhan den, das Ventil dient dann als Absperr- und gege benenfalls als Regelventil für die Leitung 1. Bei Ge brauch des Ventils als Regelventil ist beispielsweise wie vorgängig bei dem Betrieb des Beispiels nach Fig. 2 geschildert zu verfahren, wobei also auch im Raum 27 ein gewisser Druck aufrechtzuerhalten ist, damit der Ventilteller 5 nur um einen gewissen, ge wünschten Betrag vom Sitz 7 abgehoben wird.
Je nachdem dann die beiderseitigen Drücke in den Steuerräumen 27, 28 unter Berücksichtigung der Wir kung der Feder 15 auf die Teile 4, 5 einwirken, ist der Durchlassquerschnitt des Regelventils kleiner oder grösser, oder das Ventil ist geschlossen oder schliess lich in derjenigen Stellung, in der es den grössten Durchlassquerschnitt bietet.
Das den Räumen 27, 28 (Fig. 1, 2) zugeleitete Steuergas hat wie das Betriebsgas in den Leitungen 1, 8 eine Temperatur von zum Beispiel etwa -200 bis - 220 C und je nach den gewünschten Ver hältnissen einen Druck von 1 bis 7 ata. Diese Daten beziehen sich auf den Fall, bei dem die Leitungen 1 und 8 sowie der an die Leitungen 25, 26 anschliess- bare Druckerzeuger und der Gasometer Wasserstoff als Betriebs- bzw. Steuergas enthalten.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Absperr vorrichtung (Fig. 5) ist die Spindel 4 länger und das Gehäuse 2 höher ausgebildet. Die Spindel 4 durch setzt dann zwischen dem dem Ventilteller 5 zuge kehrten Steuerraum 27 und dem Ventilteller 5 selbst einen Wärmeisolationsraum 30, in dem Vakuum von beispielsweise 10-i bis 1 mm H_g (Vorvakuum) auf rechterhalten ist. Bei diesem Beispiel ist die Spindel 4 in mindestens zwei in einem Abstand voneinander angeordneten Lenkerfedern 21 der geschilderten Art im Gehäuse 2 gehalten. Das durch die Leitungen 1 und 8 geführte Betriebsgas kann hier eine Tempe ratur von z.
B. - 250 C haben. Hierdurch wird es auch möglich, das gasförmige Steuermedium auf etwas höherer Temperatur als das Betriebsgas in den Lei tungen 1 und 8 zu halten, so dass das Steuergas, so fern als Steuergas gleiches Gas wie als Betriebsgas benutzt ist und das Steuergas bei der Temperatur des Betriebsgases wegen des etwa erforderlichen, höheren Steuerdruckes kondensieren könnte, gasförmig bleibt. Auch kann gegebenenfalls als Steuergas ein Gas verwendet werden, das bei der Temperatur des Betriebsgases und dem Steuerdruck an sich konden sieren würde, wegen des Wärmeisolationsraums 30 jedoch tatsächlich nicht kondensiert.
Vorteilhaft ist als Steuermedium für das Ventil 5, 6, 7 das Betriebsmedium der Tiefkühlanlage ver wendet. Etwaige undichte Stellen zwischen den Lei tungen 1 und 8 und den mit Steuermedium gefüllten Steuerräumen 27 und 28 sind dann ohne Bedeutung.
Vorteilhaft sind die Steuerleitungen 25, 26 über ein unter normaler Temperatur von beispielsweise + 20 C stehendes druckluftbetätigtes Umsteuerven- til 31 (Fig. 6) geführt, über welches sie wechselweise mittels einer Leitung 33 an den nicht dargestellten Gasometer bzw. mittels einer Leitung 34 an den nicht dargestellten Druckerzeuger anschliessbar sind. Da bei wird das Umsteuerventil 31 vorteilhaft mittels Druckluft von beispielsweise 1 atü über eine Leitung 36 und ein Dreiwegorgan 37 betätigt. Auf diese Weise wird das Betriebs- und das Steuergas völlig von der Umschalttafel der gesamten Tiefkühlanlage fernge halten.
Beschädigungen, die etwa durch Entzünden an elektrischen Funken während der Schaltvor- gänge entstehen könnten, werden vermieden.
Bei allen beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das unter dem Einfluss des Steuergases stehende, bewegliche Betätigungsorgan für die Ausführung der Schliess- und der Öffnungsbewegung des Ventil tellers 5, bei den gezeichneten Beispielen also die Teile 4, 9, 12, 16 bzw. 16' und 18, in dem unmittel bar an das Ventil 5, 6, 7 angebauten Gehäuse 2 un tergebracht, und diese Teile stehen zusammen mit dem Ventil im wesentlichen unter der tiefen Betriebs temperatur.
Die wesentlichen Teile der Absperrvorrichtung bleiben bei den verschiedenen Ausgestaltungen je weils gleich, so dass beispielsweise aus der Bauart nach Fig. 1 diejenige nach Fig. 2 ohne grossen Auf wand, lediglich durch Auswechseln der Teile 14 und 16 gegen die Teile 14' und 16' entsteht.
Weitere Ausführungsvarianten ergeben sich, wenn z. B. der Ventilteller 5 und die Teile 9, 16 aus einem Stück bestehen und auf eine Ventilspindel im eigentli- chen Sinn verzichtet wird und wenn dabei die Len kerfeder 21 an den Teilen 9, 16 angreift.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mittels eines Steuermediums pneumatisch betä tigte Absperrvorrichtung an einer unter tiefer Be triebstemperatur stehenden Leitung einer Tiefkühl- anlage mit einem Sperrglied und einem mit diesem wirkungsverbundenen, unter dem Einfluss des Steuer mediums stehenden, in einem Gehäuse untergebrach ten, beweglichen Betätigungsorgan für die Ausführung der Schliess- und Öffnungsbewegung des Sperrglieds, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan (4, 9, 16 bzw. 16') unter Zwischenlage von mindestens einer Lenkerfeder (21) reibungsfrei in dem Gehäuse (2) gehalten ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem Sperrglied (5) und dem Betätigungsorgan ein evakuierter Wärmeisola- tionsraum (30) angeordnet ist, den eine mit dem Sperrglied verbundene Ventilspindel (4) durchsetzt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Steuermedium das Betriebs medium der Tiefkühlanlage dient. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, mit einem nach Art eines Druckkolbens wirksamen Teil, der auf der Ventil spindel sitzt, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Teil (9) an seinem Umfang (bei 11) mit dem einen Ende eines Balgens (12) verbunden ist, dessen anderes Ende unter Zwischenlage eines Ringes (13) an dem Gehäuse (2) befestigt ist und durch welchen Balgen (12) der Gehäuseraum in zwei mit Steuerleitungen (25, 26) verbundene Steuerräume (27, 28) für das Steuer medium unterteilt ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Sperrglied (5) zugekehrte Steuerraum (27) mittels eines weiteren, an der Spindel (4) angreifenden Balgens (18) gegen das Sperrglied (5) hin abgedichtet ist.
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