CH349740A - Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garns und das so erhaltene Garn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garns und das so erhaltene Garn

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CH349740A
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Crayton Sutherland Ansel
Hilton Penland Hilliard
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Algemene Kunstzijde Unie Nv
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/16Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam

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Description


  Verfahren zur Herstellung     eines    voluminösen Garns und das so erhaltene Garn    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung von voluminösen Garnen, wobei durch       Nassspinnen    endlose     Filamente    erzeugt werden, die  zu einem Garn gezwirnt und in einen auf einer gerad  linigen Bahn durch einen umschlossenen Raum sich  fortbewegenden Gasstrom unter einem Winkel mit die  sem Strom gebracht werden, und wobei die Bewe  gungsrichtung des Garns beim Verlassen des um  schlossenen Raums geändert und das Garn mit einer  Geschwindigkeit abgeführt wird, die kleiner ist als  die Geschwindigkeit, mit der das Garn zugeführt  wird.  



  Es ist bekannt, gezwirnte Garne in der vorstehend  erwähnten Weise mit einem Gasstrom zu behandeln.  Dabei werden Garne erhalten, bei denen aus einem  freien, kompakten, zentralen Teil     schlingenförmige          Filamente    hervorragen. Diese Schlingen sind dabei  mehr oder weniger ringförmig, während der Beginn  und das Ende der Schlingen einander kreuzen kön  nen. Ausserdem können Garne mit mehr oder weniger  verstrickten Schlingen entstehen.  



  Der Zentralteil der so behandelten Garne ist nur  wenig voluminöser als das Garn, von dem ausgegan  gen wurde.  



  Nun wurde ein Verfahren gefunden, das zu  einem Garn führt, aus dessen zentralem Teil     Faden-          filamente    wellenförmig hervorragen und wobei die  Schlingen mit der hier oben beschriebenen Ringform  in der Minderzahl sind und sogar fehlen, während  der zentrale Garnteil beträchtlich voluminöser ist als  derjenige des Garns, das gemäss dem bekannten Ver  fahren erhalten wird.  



  Die so erhaltenen Garne sind mit Rücksicht auf  ihre grosse     Voluminosität    und ihr grosses deckendes  Vermögen besonders geeignet, bei der Herstellung  von gestickten Teppichen     ( tufted        carpets )    ge  braucht zu werden.    Die Erfindung besteht darin, dass bei dem ein  gangs erwähnten Verfahren das gezwirnte Viskose  rayongarn mit einem     Gesamttiter    von 500-6000 den  und mit einem     Filamenttiter    von 5-25 den, das sich  noch im vor der ersten Trocknung herrschenden Gel  zustand befindet, der Einwirkung des Gasstromes  unterworfen und erst danach getrocknet wird.  



  Unter     Gelzustand    muss in diesem Zusammenhang  der Zustand verstanden werden, in dem frischge  sponnene Fäden sich nach ihrer völligen Koagulation  und     Fixation,    aber vor der ersten Trocknung befin  den. Vorzugsweise werden die Garne dem Gasstrom  unterworfen, nachdem sie mit den üblichen Flüssig  keiten, d. h. mit Wasch-,     Entschwefelungs-,    Bleich  flüssigkeiten und gegebenenfalls     Avivagemitteln    be  handelt sind.  



  Es wurde zwar bereits ein Verfahren vorgeschla  gen, bei dem ein Fadenbündel vor der ersten Trock  nung der Einwirkung eines Gasstromes unterworfen  wird, aber dieses Verfahren führt nicht zu einem       ähnlichen    voluminösen Produkt, wie es gemäss der  Erfindung erhalten wird. Dieses Resultat muss der  Tatsache zugeschrieben werden, dass beim bekannten  Verfahren zwar ein völlig koagulierter, aber kein  fixierter Faden der     Blasebehandlung    unterzogen wird,  während ausserdem die     Gasstromeinwirkung    auf den  Faden bei diesem bekannten Verfahren anders und  weniger kräftig als beim erfindungsgemässen Verfah  ren ist.

   Bei dem bekannten Verfahren kommen ja  das Gas und das Fadenbündel in einer mehr oder  weniger parallelen Richtung miteinander in Berüh  rung, während beim erfindungsgemässen     Verfahren     der Gasstrom das Garn unter einem vorzugsweise  spitzen Winkel trifft.  



  Andere prinzipielle Unterschiede zwischen dem  bekannten und dem nun beschriebenen Verfahren  sind, dass bei dem bekannten Verfahren ein unge-           zwirntes    Fadenbündel mit einem niedrigen Gesamt  titer und niedrigen     Filamenttiter    behandelt wird und  dass beim erfindungsgemässen Verfahren ein gezwirn  tes Garn mit einem verhältnismässig hohen bis hohen       Gesamttiter    bzw.     Frlamenttiter    behandelt wird.  



  Schliesslich wird das Fadenbündel beim bekann  ten Verfahren nicht seitlich aus dem Gasstrom weg  geleitet.  



  Bei einem anderen bekannten Verfahren wird ein  Fadenbündel mit einem sehr hohen     Gesamttiter,     nämlich von 100000-300000 den und einem hohen       Filamenttiter    im     Gelzustand    wie dieser vor der ersten  Trocknung vorhanden ist, durch einen rohrförmigen  Raum geführt, dem ein Gas unter Druck zugeführt  wird.  



  Das Fadenbündel, das hierbei der Behandlung  mit dem Gas unter Druck unterzogen wird, ist jedoch       ungezwirnt,    während der Gasstrom und das Bündel  miteinander in Berührung kommen, wobei sie sich in  der Hauptsache parallel zueinander durch die Be  handlungskammer fortbewegen, deren Durchmesser  nur verhältnismässig wenig grösser ist als der Durch  messer des zu behandelnden Fadenbündels.  



  Infolge dieser letzten Tatsache     findet    bei diesem  bekannten Verfahren eine andere Einwirkung des  Gases auf das Fadenbündel statt, wodurch auch im  Zusammenhang mit dem     ungezwirnten    Zustand des  Fadenbündels ein anderes Produkt entsteht.  



  Garne, die zur Herstellung von gestickten Tep  pichen am geeignetsten sind, werden dadurch erhal  ten, dass ein Garn mit einem     Gesamttiter    von 2000  bis 4000 den und einem     Filamenttiter    von 10 bis  20 den der Behandlung unterworfen wird.  



  Schliesslich kann das erfindungsgemässe Verfah  ren am leichtesten in die übliche Herstellung von       Viskoserayon    gemäss dem     Topfspinnverfahren        einge-          passt    werden, da hierbei unmittelbar ein gezwirntes  Garn in Form von Spinnkuchen erhalten wird. Ein  Zwirn von 80     Ineinanderdrehungen    pro Meter Garn,  wie dieser dabei meistens entsteht, genügt im allge  meinen bei Garnen mit     einem        Gesamttiter    von etwa  2000-2500, um die erwünschte     Voluminösität    zu  erhalten.

   Nachdem diese Spinnkuchen gewaschen,       entschwefelt    und gebleicht sind, wird das Garn von  diesen Kuchen abgewickelt und anschliessend der       Blasebehandlung    unterzogen.  



  Die Zeichnungen zeigen:       Fig.    1 eine Vorrichtung zur Durchführung eines  Teils des erfindungsgemässen Verfahrens,       Fig.    2 einen Teil der Vorrichtung nach     Fig.    1 im  Schnitt und in vergrössertem Massstab,       Fig.3    zwei Garne, von denen das eine (A) auf  bekannte Weise und das andere (B) erfindungsgemäss  hergestellt wurde.  



  In     Fig.    1 ist mit 10 ein Spinnkuchen bezeichnet,  der frischgesponnen ist. Dies bedeutet, dass dieser  Kuchen aus einem gezwirnten Garn besteht, das sich  noch im     Gelzustand        befindet.     



  Dieses Garn 11 wird nach oben abgezogen und  um eine Rolle 12 geführt, die frei drehbar     ist.    Das    Garn wird mittels eines Rollenpaares 13 fortbewegt,  das von einem nicht dargestellten Getriebe angetrie  ben wird. Nach dem Verlassen des Rollenpaares 13  wird das Garn 11 in die Einkerbung 14 einer Blase  vorrichtung 15 gezogen, welcher Gas unter Druck  von einem nicht dargestellten Vorratsbehälter durch  einen Einlass 16 zugeführt wird. Diese Pressluft treibt  das Garn durch und aus dem     Auslass    17. Kurz nach  dem Verlassen des Auslasses 17, während das Garn  11 noch der Einwirkung des Gases unter Druck un  terworfen ist, wird die Richtung des Garns geändert.

    Dies wird dadurch herbeigeführt, dass das Garn  gegen ein     Prallblech    18 stösst und sodann von diesem  Blech weggeprallt wird. Das     Prallblech    zerstreut au  sserdem das Gas. Das Garn wird danach in die Form  eines Garnwickels 19 auf eine Spule 20 gewickelt,  die auf bekannte und deshalb nicht näher dargestellte  Weise mit einer konstanten Umfangsgeschwindigkeit  gedreht wird. Zwischen dem     Prallblech    18 und der  Spule 20 sind schliesslich ein Paar Abzugsrollen 21  angeordnet, die mit einer Umfangsgeschwindigkeit  angetrieben werden, die kleiner ist als die Umfangs  geschwindigkeit der Rollen 13. Dadurch wird dem  Garn 11 die Möglichkeit zum Schrumpfen gegeben.  Das     Garn    wird sodann auf der Spule auf bekannte  Weise getrocknet.  



  Indem man den Gasstrom nach dem Treffen des       Prallbleches    vom Garn trennt, wird die gegenseitige  Lage der     Filamente    im Garn gestört und werden  diese     Filamente    verwirrt, so dass eine grössere     Volu-          minösität    des Garns erhalten wird.  



  Vorzugsweise wird das Garn vom     Prallblech    un  ter einem Winkel von mindestens 90  mit der Rich  tung, gemäss welcher das Garn die     Blasevorrichtung     verlässt, weggeführt.  



  In     Fig.2    ist die Form der     Blasevorrichtung    15  mehr detailliert dargestellt, als es in     Fig.    1 der Fall  ist. Das Gas unter Druck tritt in die     Blasevorrich-          tung    15 durch die konische Düse 22 des Einlasses 16.  Dieser Einlass 16 verjüngt sich in der Richtung der  Einkerbung 14 zu einem Kanal 23, der in die Ein  kerbung 14 ausmündet.  



  Die durch die Mündung 24 des Kanals 23 aus  strömende Luft saugt das Garn 11 an und bläst es  in einen weiteren Kanal 25, der bis zum     Auslass    17  durchläuft.  



  In     Fig.    3 sind zwei Garne dargestellt, von denen  das erste Garn A dadurch erhalten ist, dass ein     Vis-          koserayongarn    von 2250 den und mit 150 endlosen       Filamenten    auf die im nachstehenden Vergleichs  beispiel beschriebene Weise trocken geblasen wird.  Von den äusseren     Filamenten    sind viele     geschlingt     und gekräuselt. Der zentrale Teil des Garns dagegen  ist kompakt.  



  Zur     Vergleichung    ist ein erfindungsgemäss her  gestelltes Garn dargestellt und mit dem Buchstaben B  bezeichnet. Dieses Garn wurde dadurch erhalten, dass  ein frisch gesponnenes und gezwirntes     Viskoserayon-          garn    von 2250 den und<B>150</B> endlosen     Filamenten     auf die im folgenden Beispiel angegebene Weise einer           Blasebehandlung    unterworfen wird. Wie aus der  Zeichnung ersichtlich ist, hat das erhaltene Produkt  eine ungewöhnlich hohe     Voluminosität.    Bei diesem  Garn sind sowohl die inneren wie die äusseren       Filamente    in ihrer Lage gestört, voneinander getrennt  und gegenseitig verwirrt.

   Die gegenseitige Verwirrung  der     Filamente    führt dazu, dass alle     Filamente    zu der       Voluminosität    und der Festigkeit des Garns beitra  gen. Jedes     Filament    ist deutlich gewellt. Diese Wel  lengen erhöhen die Reibung zwischen den     Nachbar-          filamenten,    wodurch das Garn imstande ist, Quer  kräften zu widerstehen, ohne dass die     Voluminosität     verlorengeht.  



  Dieser Effekt des erfindungsgemässen Verfahrens  beruht auf der Verwendung eines frischgesponnenen  Garns mit einem verhältnismässig hohen     Filamenttiter     und einem verhältnismässig hohen     Gesamttiter,    d. h.  eines Garns, das sich noch im primären     Gelzustand     befindet.  



  In diesem Zusammenhang wird bemerkt, dass die  oben besprochene     Voluminosität    nicht erhalten  würde, wenn ein Garn     verarbeitet    würde, das ver  hältnismässig trocken ist oder nach dem Trocknen  wieder benetzt ist.  



  Die Feuchtigkeitsmenge, die mindestens im zu  behandelnden Garn vorhanden sein muss, hängt von  der Garnsorte und der erwünschten     Voluminosität     ab. Sowohl frischgesponnene Garne, die völlig mit  Flüssigkeit gesättigt sind, wie Garne, aus denen die  Feuchtigkeit durch Auspressen oder auf ähnliche  Weise soviel wie möglich entfernt ist, können er  findungsgemäss geblasen werden. Notwendig ist nur,  dass die Garne nicht getrocknet sind und sich also  noch im     Gelzustand    befinden.  



  Eine andere Bedingung, der entsprochen werden  muss, um das voluminöse Garn gemäss der Erfindung  zu erhalten, ist die Gegenwart von Zwirn. Die     Fila-          mente    von     ungezwirnten    Fadenbündeln werden beim  Blasen wohl     auseinandergetrieben,    aber eine Ver  wirrung und Kräuselung der     Filamente,    die zur Ge  winnung der vergrösserten     Voluminosität    notwendig  sind, treten nicht auf.

   Demzufolge steht ein Garn,  das aus einem frischgesponnenen,     ungezwirnten    Fa  denbündel hergestellt ist, was     seine        Voluminosität    an  belangt, beträchtlich hinter einem Produkt zurück,  das aus einem gezwirnten Garn erhalten ist.  



  Zu der Zwirngrösse kann bemerkt werden, dass  bei Garnen mit einem     Titer    von     2000-4000    den die  besten Resultate in bezug auf die     Voluminosität    erhal  ten werden, wenn das Garn 80-200     Ineinanderdre-          hungen    pro Meter aufweist. Garne mit einem niedri  geren     Titer    dagegen müssen im allgemeinen stärker  gezwirnt sein, während Garne mit einem höheren       Titer    in einem niedriger gezwirnten Zustand der       Blasebearbeitung    unterworfen werden können.  



  Ein wichtiger Vorteil des erfindungsgemässen Ver  fahrens besteht darin, dass dieses leicht in die übliche  Herstellung von     Viskoserayon        eingepasst    werden  kann. So werden bei der üblichen Herstellung von       Viskoserayon    gemäss der     Topfspinnmethode    die    frischgesponnenen Fäden in einem Spinntopf gesam  melt, der so schnell dreht, dass die aufgewickelten  Garne etwa 80     Ineinanderdrehungen    pro Meter auf  weisen.  



  Bei der üblichen Herstellungsweise wird das so  erhaltene Garn gewaschen,     entschwefelt,    gebleicht  und getrocknet. Gemäss der Erfindung dagegen wird  das Garn vor dem Trocknen der     Blasebehandlung     unterworfen. Diese Behandlung kann ausgeführt wer  den, ohne dass zuerst ein weiteres Zwirnen erfolgt.  



  Eine beträchtliche Änderung der bisher gebrauch  ten Installation ist dadurch überflüssig.  



  Das erfindungsgemäss erhaltene Garn unterschei  det sich insbesondere durch eine grössere     Volumino-          sität.    Elastisch ist das Garn jedoch nicht, während  sein     Titer    durch das Blasen nur wenig, höchstens       etwa    5     %,        vergrössert        ist.        Der        zentrale        Teil        des     Garns trägt zu der vergrösserten     Voluminosität    in  beträchtlich grösserem Masse bei, als dies bei     Garnen     der Fall ist,

   die in trockenem Zustand einer derarti  gen     Blasebehandlung    unterworfen werden.    <I>Beispiel</I>  Durch Verspinnen einer     Viskoselösung    in einem  schnelldrehenden Spinntopf wurde ein     Viskoserayon-          garn    mit einem     Titer    von 2250 den, bestehend aus  150 endlosen     Filamenten    und mit einem Zwirn von  80     Ineinanderdrehungen    Z pro Meter erhalten. Die  ses Garn wurde vom frischgesponnenen Spinnkuchen  abgezogen, der gewaschen, gebleicht und teilweise  entwässert war. Der Feuchtigkeitsgehalt des Garns,  das sich noch im     Gelzustand    befand, betrug 55 Ge  wichtsprozent.

   Das Garn, das mit Hilfe der in     Fig.    1  dargestellten Vorrichtung behandelt wurde, wurde in  der     Blasevorrichtung    15 der Einwirkung eines Luft  stromes ausgesetzt, der unter einem Druck von  5,25-     Atm.    dem Einlass 16 zugeführt wurde. Nach  dem Verlassen der     Blasevorrichtung    15 wurde das  Garn über einen Winkel von etwa 120  in der Rich  tung geändert, wonach das Garn auf einer Spule auf  gewickelt wurde, die mit einer konstanten Umfangs  geschwindigkeit angetrieben wurde. Das Garn wurde  schliesslich auf der Spule in einem Tunneltrocken  ofen getrocknet.  



  Die Geschwindigkeit, mit der das Garn     aufge-          wickelt        wurde,        betrug        83        m/min,        was        18,5%        kleiner     als die     Garnzufuhrgeschwindigkeit    war.

   Der durch  schnittliche Durchmesser des Zentralteiles des ge  blasenen Garns betrug<B>1,05</B> mm, während das an  geblasene Garn einen Durchmesser von 0,85 mm       hatte.        Die        Volumenzunahme        betrug        also        23,5%.     



  Unter einem Mikroskop zeigte das geblasene  Garn das in     Fig.    3 bei B dargestellte Bild. Alle       Filamente,    sowohl die äusseren wie die zentraler ge  legenen, waren also beim Blasen voneinander ge  trennt und in ihrer Lage gestört.  



  Ausserdem waren alle     Filamente    im geblasenen  Garn deutlich     sinusförmig    gewellt und     spiralisiert.     Die Wellengen waren sowohl in den Innen- wie in  den     Aussenfilamenten    vorhanden.

        <I>Vergleichsbeispiel</I>  Zur     Vergleichung    wurde ein     Viskoserayongarn     mit einem     Titer    von 2250 den, bestehend aus 150  endlosen     Filamenten    und mit einem     Zwirn    von 80       Ineinanderdrehungen    Z pro Meter, von einem Spinn  kuchen gezogen, der auf die übliche Weise nachbe  handelt und getrocknet und auf die im vorstehenden  Beispiel beschriebene Weise der     Blasebehandlung    un  terworfen war.  



  Das so behandelte Garn zeigte unter dem Mikro  skop das Bild, das in     Fig.    3 unter A dargestellt ist.  Das Garn besass eine grosse Anzahl ineinander  gedrehte Fadenschlingen, die unregelmässig über die  Aussenweite des Garns verteilt waren.  



  Die grössere     Voluminosität    des Garns musste also  beinahe völlig der Störung zugeschrieben werden, die  durch das Blasen in die äusseren     Filamente    herbei  geführt wurde, da der Zentralteil des Garns im  wesentlichen unverändert blieb.  



  Der durchschnittliche Durchmesser des Zentral  teils des geblasenen Garns betrug 0,93 mm, was     eine          Zunahme        von        9,4%        in        bezug        auf        das        ungeblasene     Garn bedeutete.  



  Das erfindungsgemäss und das auf bekannte       Weise    hergestellte Garn     wurden        zu    gestickten Teppi  chen verarbeitet. Dabei zeigte es sich deutlich, dass  mittels des erfindungsgemässen Verfahrens erhaltene       Garne        einen    dichteren Teppich ergaben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von voluminösen Garnen, wobei durch Nassspinnen endlose Filamente erzeugt werden, die zu einem Garn gezwirnt und in einen auf einer geradlinigen Bahn durch einen um schlossenen Raum sich fortbewegenden Gasstrom un- ter einem Winkel mit diesem Strom gebracht werden, und wobei die Bewegungsrichtung des Garns beim Verlassen des umschlossenen Raumes geändert und das Garn mit einer Geschwindigkeit abgeführt wird, die geringer ist als die Geschwindigkeit, mit der das Garn in den Gasstrom geführt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass ein gezwirntes Viskoserayongarn,
    mit einem Gesamttiter von 500-6000 den und mit einem Filamenttiter von 5-25 den, das sich noch in dem vor der ersten Trocknung herrschenden Gel zustand befindet, der Einwirkung des Gasstromes un terworfen wird und erst danach getrocknet wird. 1I. Voluminöse Garne, erhalten nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Garn mit einem Gesamttiter von 2000-4000 den und mit einem Filamentiter von 10 bis 20 den hergestellt und der Einwirkung des Gasstromes unterworfen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein ge zwirntes Garn mit einem Gesamttiter von 2000 bis 4000 den, das 80-200 Ineinanderdrehungen pro Meter aufweist, hergestellt und der Einwirkung des Gasstromes unterworfen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die frischgesponnenen Viskoserayonfäden gemäss der Topfspinnmethode aufgewickelt werden und das erhaltene Garn in Spinnkuchenform gewaschen, ent- schwefelt und gebleicht und direkt von dem Spinn kuchen ab der Einwirkung des Gasstromes unterwor fen wird.
CH349740D 1957-04-01 1958-03-06 Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garns und das so erhaltene Garn CH349740A (de)

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