CH349950A - Haltbares Aufhellungs- und Bleichmittel für Fasergut - Google Patents

Haltbares Aufhellungs- und Bleichmittel für Fasergut

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CH349950A
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  Haltbares     Aufhellungs-    und Bleichmittel     für    Fasergut    Die Erfindung betrifft eine haltbare Mischung  von optischen Aufhellern.  



  Man hat bereits     Aminocumarine,    die in     4-Stellung     eine     Alkyl-    oder eine     Aralkylgruppe    aufweisen, zum  optischen Aufhellen und Bleichen von Fasergut  vorgeschlagen; doch ergeben diese Verbindungen in  der Regel keine einwandfreien weissen Töne, so dass  ihre Verwendbarkeit für den genannten Zweck be  schränkt ist.  



       Aminocumarine,    die in der     4-Stellung    einen     Aryl-          rest    tragen, sind als optische Aufheller wenig geeignet,  da sie eine zu stark gelbgrüne Fluoreszenz zeigen.  



  Es zeigte sich nun, dass Mischungen von     Amino-          cumarinen,    die in     4-Stellung    durch einen     aliphatischen     oder     araliphatischen    Rest substituiert sind, mit     Amino-          cumarinen,    die in     4-Stellung    durch einen aroma  tischen Rest substituiert sind, eine wesentlich bessere  optische Aufhellung auf Faserstoffen und Textilien  ergeben als     4-Alkyl-    bzw.     4-Aralkyl-aminocumarine     für sich allein. Die mit solchen Mischungen erreich  bare optische Aufhellung zeichnet sich insbesondere  durch ein sehr schönes neutrales Weiss aus.

   Durch  Abwandlung des Mischungsverhältnisses der beiden  Bestandteile hat man es jedoch in der Hand, alle ge  wünschten Tönungen vom     reinsten        Weiss    bis zur  schwachen Blau- oder Grünfluoreszenz zu erzielen.  Ein weiterer besonderer Vorteil der Mischungen ist,  dass sich das     Aufziehvermögen    der Einzelkomponen  ten kaum unterscheidet; das     Aufhellungsvermögen     einer Behandlungsflotte, die die angegebene Mischung  enthält, bleibt daher während der Behandlung hin  sichtlich des Farbtones konstant oder fast konstant.  



  Das erfindungsgemässe haltbare Mittel, das     in     konzentrierter trockener oder flüssiger Form vorliegt,  ist dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine  Verbindung der Formel  
EMI0001.0026     
    und     mindestens    eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0028     
    enthält, worin A einen     aliphatischen    oder aromatisch  aliphatischen Rest, B einen aromatischen Rest,     R1     bis R4 und     R'1    bis     R'4    Wasserstoff oder gleicher oder  verschiedene     aliphatische    oder     aromatisch-aliphatische     Reste bedeuten.

   Die     Aminogruppe        steht    vorzugsweise  in     7-Stellung.     



  Beispielsweise ist A ein gerader oder verzweigter       aliphatischer    Rest, z. B. der     Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-,          Isopropylrest;    man bevorzugt im allgemeinen Reste  mit 1 bis 8     Kohlenstoffatomen.    Die     aliphatischen     Reste können durch aromatische     Reste,    z. B. den       Phenylrest,    substituiert sein.  



  B ist     beispielsweise        ein    aromatischer Rest, z. B.  ein     unsubstituierter    oder substituierter     Phenylrest.        R1     bis     R4    und     R'1    bis     R'4    können für Wasserstoff oder  die für A angegebenen     Substituenten    stehen. Die  Reste R können gleich und verschieden sein. Für die  Herstellung der     erfindungsgemässen    Mischungen wer  den vorwiegend     7-Amino-cumarine    benutzt, weil diese  besonders leicht zugänglich     sind.    Ist der Rest     R4    bzw.

         R'4    nicht Wasserstoff, so bevorzugt man in     6-Stellung         durch R4 bzw.     R'4    substituierte     7-Amino-cumarine,     da diese leichter zugänglich sind als z. B. in 5- oder       8-Stellung    substituierte.  



  Die     Aminocumarine    können auch in Form ihrer  wasserlöslichen Salze, die z. B. mit anorganischen  Säuren, wie Salz- oder Schwefelsäure, oder mit orga-         nischen        Sulfonsäuren,    wie Benzol- oder     Naphthalin-          mono-    oder     -disulfonsäuren,    hergestellt worden sind,  im erfindungsgemässen Gemisch enthalten sein.  



  Besonders geeignet sind die wasserlöslichen Um  setzungsprodukte von sekundäre     Aminogruppen    auf  weisenden     Cumarinen    mit     Formaldehyd-bisulfit:     
EMI0002.0013     
    Die Umsetzung kann z. B. in der Weise vorge  nommen werden, dass man z. B.     4-Methyl-7-äthyl-          amino-cumarin    mit einer konzentrierten     wässrigen    Na  triumformaldehyd-bisulfitlösung auf 95-100  C er  hitzt, bis das Ausgangsmaterial in Lösung gegan  gen ist.  



  Es ist vorteilhaft, wenn man     Mischungen    wählt,  in denen der Anteil des     7-Amino-cumarins    der For  mel 1 überwiegt. Einen rein weissen Farbton erhält  man z. B. durch Anwendung eines Gemisches, das  etwa zwischen 5 und     3511/o    eines     7-Amino-cumarins     der Formel 11 enthält.  



  Die erfindungsgemässen Mischungen können  anderweitige Zusätze enthalten, z. B. reduzierend oder  oxydierend wirkende Bleichmittel und/oder Wasch  mittel oder sonstige oberflächenaktive Stoffe.     Pyro-          phosphat    oder Polyphosphate können ebenfalls oder  ausser den vorgenannten Stoffen     mitverwendet    werden.  



  Die in den folgenden Beispielen genannten und  sonstigen für diese Erfindung verwendbaren     Amino-          cumarine    können z. B. nach dem von     Hv.    Pechmann  in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesell  schaft 32 (1899), S.3690 geschilderten Verfahren  hergestellt werden.

   Ein (gegebenenfalls     alkylsubsti-          tuiertes)        1-Hydroxy-3-amino-benzol    der Formel  
EMI0002.0030     
    wobei R Wasserstoff oder niedere     Alkylreste    bedeutet,  wird mit einem     Benzyl-    oder     Acetyl-essigsäureäthyl-          ester,    dessen eines Wasserstoffatom der reaktions  fähigen     Methylengruppe    durch eine niedere     Alkyl-          gruppe    ersetzt sein kann, in alkoholischer Lösung  unter Zusatz von Zinkchlorid wasserfrei kondensiert.  



  Es empfiehlt sich, die für die Herstellung der  erfindungsgemässen Mischung verwendeten     Amino-          cumarine    sehr fein und innig für sich oder mit einem       Dispergiermittel    zu vermahlen, damit sie sich bei der  Verwendung der Mischung leicht in der Behandlungs  flüssigkeit verteilen.    Die Mischungen können auch aus Lösungen in  organischen Lösungsmitteln angewendet werden.    <I>Beispiel 1</I>    Eine Mischung besteht aus 70 Teilen     4,6-Di-          methyl-7-äthylamino-cumarin    und 30 Teilen     4-Phe-          nyl-6-methyl-7-äthylamino-cumarin    in feinverteilter  Form.

   Textilgut (Flocke, Garn, Gewebe usw.) aus  natürlichen oder synthetischen Polyamiden, wie Wolle,  Seide, Nylon,     Polycaprolactam,    aus     Cellulose    oder       Celluloseregeneraten    (Baumwolle, Zellwolle, Kunst  seide, Leinen), aus     Celluloseesterfasern,        Terephthal-          säureglykolesterfasern    oder     Polyacrylnitrilfasem    kann  im Verhältnis 1 : 20 bis 1 : 100 in einem Bad behan  delt werden, das im Liter 0,02 g der genannten Mi  schung enthält.  



  Das behandelte Textilgut zeigt ein schönes neu  trales Weiss. Die Behandlung kann an Rohgut wie  auch in jeder Verarbeitungsstufe, und zwar sowohl  an trockenem Textilgut als auch ohne Zwischentrock  nung im Anschluss an eine Wasch-, Bleich- oder  Veredlungsstufe vorgenommen werden.    <I>Beispiel 2</I>    60 bis 65 Teile     Natriumdithionit        (Na.,S.,04),    30  bis 35 Teile     Tetranatriumpyrophosphat        (Na4P."07)     und 2 bis 5 Teile einer feinverteilten     :

  Mischung    aus  27 Teilen     4,6-Dimethyl-7-äthylamino-cumarin,    3 Tei  len     4-Phenyl-6-methyl-7-äthylamino-cumarin    und  70 Teilen des gereinigten     Natriumsalzes    von     Sulfit-          celluloseablauge    werden innig gemischt.  



  Zur Verwendung können 2 bis 3 Teile dieser  Mischung in 1000 Teilen Wasser gelöst werden. Zu  diesem Bad gibt man 20 bis 30 Teile des zu bleichen  den Textilguts; hierbei können alle in Beispiel 1 ge  nannten Faser- und Gewebearten verwendet werden.  <I>Beispiel 3</I>  25 bis 35 Teile eines beliebigen Waschmittels,  z.

   B. eines     Fettalkoholsulfonats,    65 bis 75 Teile an  organische Salze, wie Natriumsulfat     und'oder    neutrale       Natriumphosphate,    sowie 0,3 bis 0,7 Teile einer fein  verteilten Mischung aus 85 Teilen 4,6-Dimethyl-7-           äthylamino-cumarin,    15 Teilen     4-Phenyl-6-methyl-7-          äthylamino-cumarin    und 250     Teilen    des gereinigten       Natriumsalzes    von     Sulfitcelluloseablauge    werden     innig     gemischt.

   Wäscht man mit diesem     Feinwaschmittel     textile Gebilde aus natürlichen oder synthetischen  Polyamiden, wie Wolle, Seide,     Polycaprolactam,     Nylon, oder aus     Acetylcellulose,    so erhält man ein  reineres und leuchtenderes Weiss als nach einer    Wäsche mit einem sonst gleich zusammengesetzten  Waschmittel, das lediglich     4,6-Dimethyl-7-äthyl-          amino-cumarin    enthält.  



  Weitere Mischungen im Sinne dieser Erfindung  können durch Zusammengeben einer oder mehrerer  Verbindungen aus Spalte I der folgenden Tabelle mit  einer oder mehreren Verbindungen aus Spalte     II    er  halten werden.  
EMI0003.0014     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Spalte <SEP> I <SEP> Spalte <SEP> II
<tb>  <B>C <SEP> H3</B>
<tb>  F.: <SEP> 220 
<tb>  H2N <SEP> <B>/'#O/</B># <SEP> O <SEP> F.: <SEP> 170 
<tb>  CH3 <SEP> H5C2NH <SEP> O
<tb>  I
<tb>  i <SEP> F.: <SEP> 15l  <SEP> \
<tb>  .i
<tb>  H5C,NH <SEP> O <SEP> HIC
<tb>  F.: <SEP> 194 
<tb>  I <SEP> H3
<tb>  F.: <SEP> 14311 <SEP> H5C2NH <SEP> <B>0</B>
<tb>  CH3\
<tb>  N
<tb>  <B>l#JO</B> <SEP> O
<tb>  CH3<B>/</B>
<tb>  <B>C <SEP> H3</B>
<tb>  <B>H3C</B>
<tb>  F.: <SEP> 164 
<tb>  H5C2NH <SEP> O <SEP> O
<tb>  CH3
<tb>  C2H5
<tb>  F.:

   <SEP> 15l 
<tb>  H5C2NH <SEP> O <SEP> O
<tb>  CH3
<tb>  H3C <SEP> I <SEP> C2H5
<tb>  F.: <SEP> 128 
<tb>  H5C2NH <SEP> <B>0</B>       
EMI0004.0001     
  
    <I>Tabelle</I> <SEP> (Fortsetzung)
<tb>  Spalte <SEP> I <SEP> Spalte <SEP> II
<tb>  CH3
<tb>  CzHs
<tb>  F.: <SEP> 106 
<tb>  CHa<B>\,</B> <SEP> NO
<tb>  CH3<B>/</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Haltbare Mischung für das optische Aufhellen von Fasergut, enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel EMI0004.0002 und mindestens eine Verbindung der Formel EMI0004.0003 worin A einen aliphatischen oder aromatisch-alipha- tischen Rest, B einen aromatischen Rest, R1 bis R4 und R'1 bis R'4 Wasserstoff oder gleiche oder ver schiedene aliphatische oder aromatisch-aliphatische Reste bedeuten. UNTERANSPRÜCHE 1. Mischung gemäss Patentanspruch, in denen die Verbindungen als wasserlösliche Salze vorliegen. 2.
    Mischung gemäss Patentanspruch, in denen mindestens eine der Verbindungen am Stickstoff als aliphatischen Rest eine Methylgruppe trägt, die durch die Sulfogruppe substituiert ist. 3. Mischung gemäss Patentanspruch, vorliegend in einer konzentrierten wässrigen Lösung oder Dispersion. 4. Mischung gemäss Patentanspruch, vorliegend in einer konzentrierten organischen Lösung.
CH349950D 1957-06-22 1958-06-12 Haltbares Aufhellungs- und Bleichmittel für Fasergut CH349950A (de)

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