CH350006A - Verwendung einer Stahllegierung für Eindampfer - Google Patents

Verwendung einer Stahllegierung für Eindampfer

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CH350006A
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Karl Dr Ing Bungardt
Joachim Rocha Hans
Schierhold Paul
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Deutsche Edelstahlwerke Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/44Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with molybdenum or tungsten

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Description


  Verwendung     einer        Stahllegierung        für    Eindampfer    Der Zellstoffindustrie erwächst eine besondere  Aufgabe durch das Erfordernis, die     Sulfitablauge    nicht  in Flüsse und Kanäle zu entlassen, sondern in irgend  einer Form unschädlich zu machen bzw. zu verwerten.  Dies geschieht, indem die     Sulfitablauge    durch Ein  dampfen eingedickt und nach einer gewissen Trock  nung unter den Kesseln der     Dampferzeugungsanlagen     verbrannt wird.  



  Bei dieser Art der Beseitigung der     Sulfitablaugen     sind neuerdings     unerwartete    Schwierigkeiten aufgetre  ten, nachdem es in einem gewissen Umfang erforder  lich geworden ist, nicht nur Fichten- und     Tannenholz,     sondern auch Buchenholz zu verarbeiten.

   Die     Bu-          chenholz-Sulfitablauge    greift     eigenartigerweise    in  einem nicht zu erwartenden Masse sowohl die Ein  dampfer selbst als auch die mit diesen Apparaturen  in Verbindung stehenden     Zubehörteile    wie Ventile,  Rohrleitungen und dergleichen so stark an, dass die  Anlagen in kürzester Zeit     zerstört    werden, obwohl zu  ihrer Herstellung die in der     Zellulose-Industrie    übli  chen     Chrom-Nickelstähle    mit etwa     171/o,    Chrom,  etwa     1219/o    Nickel und rund     21/o        Molybdän    verwen  det werden.

   Es ist dies vermutlich darauf zurück  zuführen, dass das     Buchenholz    im     Gegensatz    zu Fich  ten- und Tannenholz in sehr viel stärkerem Masse  komplexe organische Säuren bildet, die den Stahl zer  stören.  



  Eine Lösung dieses Problems von der legierungs  technischen Seite her war bisher nicht möglich, und  als einziges Mittel, der Zerstörung     zu        begegnen,    ist  lediglich die Neutralisation der Lauge erkannt wor  den. Diese wird beispielsweise mit Kalkmilch durch  geführt, was aber umständlich und teuer ist, zumal  dabei ein stark kalkhaltiger Schlamm anfällt.  



  Soll das Neutralisieren     vermieden    werden, so  bleibt nach den derzeitigen Feststellungen lediglich    die Verwendung von Apparaturen, deren mit der       Sulfitablauge    in Berührung geratenen Flächen mit ke  ramischem Werkstoff oder mit Glas sowie auch  Emaille überzogen sind. Abgesehen davon, dass eine  solche Massnahme ausserordentlich kostspielig, um  ständlich und zeitraubend ist, besteht vornehmlich  für die grossen Verdampfer praktisch gar nicht die  Möglichkeit, beispielsweise Glas- und Emailleschich  ten     aufzubrennen,    weil hinreichend grosse Öfen nicht  zur Verfügung stehen.  



       Überraschenderweise    hat sich nun gezeigt, dass die  gestellte Aufgabe, Apparaturen zur Verfügung zu  stellen, die auch bei der     Eindampfung    der     Buchenholz-          Sulfitablauge    standhalten, in einfacher und wenig kost  spieliger Weise gelöst werden kann, indem     als    Werk  stoff zu deren Herstellung ein     austenitischer        Chrom-          Nickel-Stahl        mit        höchstens        0,07        %        Kohlenstoff,

          20        bis          27%        Chrom,        12        bis        27%        Nickel        und        1,5        bis        3%          Molybdän        verwendet    wird.  



  Im Eisen können die üblichen Verunreinigungen,  wie Mn, P, S sowie     Si    enthalten sein. Falls Mn     in          Mengen        von        nur        bis        zu        1,5%        als        Verunreinigung     vorhanden ist, so kann man noch so viel zusetzen,     d'ass          der        Mn-Gehalt        bis        zu    2     %:        beträgt.     



  Die Stähle können, insbesondere wenn sie einen       0,06%        übersteigenden        Kohlenstoffgehalt        aufweisen,     mit einem Gehalt an     Karbidbildnern,    wie Titan,     Tantal     und     Niob,    einzeln oder zu mehreren, in einer Menge  versehen werden, die den     Kohlenstoffgehalt    stabil  abbindet.

   Wird Titan in diesem Sinne verwendet, so  kann es zweckmässig sein, es in einer Menge vorzu  sehen, die höher ist als erforderlich, um den gesamten       Kohlenstoffgehalt        abzubinden,        aber        2,5        %        nicht        über-          schreiten    soll.  



  Als besonders geeignet hat sich eine Legierung       erwiesen        mit        höchstens        0,06%        Kohlenstoff,        etwa              25%Chrom,        etwa        25%        Nickel,        etwa        2%,        Molybdän,          über        0,

  3        %        Titan        und        Rest        Eisen        mit        Verunreinigun-          gen.     



  Ein solcher Stahl hält den Beanspruchungen, die  in     Buchen-Sulfitablaugeverdampfern    auftreten, stand.  Er ist ferner geeignet für die Herstellung der Zubehör  teile solcher Verdampfer wie Armaturen, Rohrleitun  gen, Einspritzdüsen und dergleichen, in denen sich die  Ablauge mit     verhältnismässig    grosser Geschwindigkeit       bewegt    und in welchen ausser mit einem Korrosions  angriff auch noch mit einer erodierenden Wirkung zu  rechnen ist.  



  Die zu verwendenden     Stähle    können, sofern sie       titanfrei    sind, auch in der Weise abgewandelt werden,       dass        sie        einen        Nickelgehalt        von        12        bis        20%        aufweisen,     zusätzlich jedoch mit einem Stickstoffgehalt von 0,1       bis        0,3        %        versehen        sind.       UNTERANSPRÜCHE  1.

   Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge  kennzeichnet, dass die Stahllegierung einen Kohlen  stoffgehalt zwischen 0,06     und        0,0711/9    und einen den  Kohlenstoffgehalt stabil abbindenden Gehalt an einem       Karbidbildner        aufweist.     



  2. Verwendung nach Unteranspruch 1, dadurch       gekennzeichnet,        d'ass    die Legierung als     Karbidbildner          Niob,        Tantal    oder Titan enthält.  



  3. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch     ge-          kennzeichnet,        dass        die        Legierung        höchstens        2,5        %        Ti-          tan    enthält, aber mehr als zum stabilen Abbinden  des Kohlenstoffes erforderlich ist.  



  4. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch     ge-          kennzeichnet,        dass        die        Legierung        höchstens        0,06%     Kohlenstoff, etwa     2511/9    Nickel, etwa     2511/o    Chrom,       etwa        2%        Molybdän        sowie        mindestens        0,3%        Titan          enthält.     



  5. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch ge  kennzeichnet, dass die Legierung frei von Titan ist.  



  6. Verwendung nach Unteranspruch 5, dadurch  gekennzeichnet, dass die Legierung einen     Stickstoff-          gehalt        von        0,1        bis        0,3%        und        einen        Nickelgehalt        von          12        bis        20%        aufweist.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung einer austenitischen Chrom-Nickel- Stahllegierung mit höchstens 0,07 %, Kohlenstoff, 20 bis 27% Chrom, 12 bis 27% Nickel und 1,
    5 bis 3% Molybdän als Werkstoff zur Herstellung von Ein- dampfern für Buchenholz-Sulfitablauge.
CH350006D 1955-07-14 1956-06-18 Verwendung einer Stahllegierung für Eindampfer CH350006A (de)

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DE350006X 1955-07-14

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