CH350032A - Distanzrelaisanordnung für die Abschaltung von Doppelerdschlüssen in Hochspannungsanlagen - Google Patents

Distanzrelaisanordnung für die Abschaltung von Doppelerdschlüssen in Hochspannungsanlagen

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CH350032A
CH350032A CH350032DA CH350032A CH 350032 A CH350032 A CH 350032A CH 350032D A CH350032D A CH 350032DA CH 350032 A CH350032 A CH 350032A
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CH
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relay
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earth fault
impedance
distance
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English (en)
Inventor
Gutmann Heinz
Original Assignee
Licentia Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/0038Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
    • H02H1/0046Commutating the detecting means in dependance of the fault, e.g. for reducing their number

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


      Distanzrelaisanordnung    für die Abschaltung von     Doppelerdschlüssen    in Hochspannungsanlagen    Distanzrelais für Hochspannungsnetze sind übli  cherweise so ausgeführt, dass bei     Doppelerdschlüssen     immer nur eine Leitung aus dem Netz herausgetrennt  wird, während die zweite Leitung mit dem anderen       Erdschlusspunkt    in Betrieb bleibt (sogenannte Phasen  bevorzugung). Man will auf diese Weise erreichen,  dass der Netzbetrieb nur in     geringstmöglichem    Um  fange beeinträchtigt wird. Falls der verbleibende     Erd-          schluss    nicht durch     Petersen-Spulen    gelöscht werden  kann, wie dies z.

   B. bei sattem     Erdschluss    der Fall  ist, schaltet man die zweite Leitung zu einem betrieb  lich günstigen Zeitpunkt von Hand ab, nachdem vor  her gegebenenfalls andere Leitungen zur Entlastung  eingeschaltet worden sind. Hierzu ist es jedoch zu  nächst erst notwendig festzustellen, welche der in  Betrieb gebliebenen Leitungen mit     Erdschluss    behaftet  ist. Dies ist nicht immer einfach und zwingt häufig  zur probeweisen Abschaltung einzelner Strecken, bis  die tatsächlich fehlerhafte Leitung gefunden ist.

   In  den letzten Jahren ist noch eine weitere Schwierig  keit hinzugekommen, weil die Netze inzwischen we  sentlich umfangreicher geworden und vielfach auch  Netze verschiedener     Elektrizitätsversorgungsunter-          nehmen    galvanisch miteinander gekuppelt sind. Da  durch ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich grösser  geworden, dass sich aus dem verbliebenen     Einfach-          Erdschluss    ein neuer     Doppelerdschluss    entwickelt, der  eine weitere Relaisauslösung zur Folge hat. Solche  Folgefehler können sogar mehrfach nacheinander auf  treten, so dass schliesslich ein regulärer Netzzusam  menbruch entstehen kann.  



  Man ist deshalb neuerdings bestrebt, von der  bisherigen Phasenbevorzugung im     Doppelerdschluss-          fall    abzugehen und möglichst beide mit     Erdschluss     behafteten Leitungsstrecken abzuschalten. Die heute  in den weitaus meisten Fällen eingebauten Distanz  relais arbeiten in der sogenannten     Einrelais-Schaltung,       einer     einsystemigen    Sparschaltung, die nur ein ein  ziges Impedanz- und Richtungssystem enthält. Manch  mal sind hierbei ausserdem auch noch Impedanz- und  Richtungsglied zu einem einzigen Relais vereinigt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine besonders  zweckmässige     Distanzrelaisanordnung    für die Ab  schaltung von     Doppelerdschlüssen    in Hochspannungs  anlagen. Sie besteht darin, dass ausser dem     Impedanz-          und    Richtungsglied für die bevorzugte Abschaltung  einer fehlerhaften Leitung ein zweites Impedanz- und       Richtungsglied    vorgesehen ist, das im     Doppelerd-          schlussfall    beispielsweise über eine Auswahlschaltung,  die     Abschaltung    der nicht bevorzugten zweiten fehler  haften Leitung bewirkt und den Fehler durch Signale  anzeigt.

   Dabei wird also die Phasenbevorzugung der  bisherigen Distanzrelais auch dann beibehalten, wenn  allseitige     Doppelerdschluss-Abschaltung    gewünscht  wird. Damit ist zunächst einmal die Abschaltung der  einen     erdschlussbehafteten    Leitung gesichert. Das  zweite Impedanz- und Richtungsglied wird im     Dop-          pelerdschlussfall    abgefragt und orientiert sich dann auf  den jeweils nicht bevorzugten     fehlerstromführenden     Leiter. Hierzu ist im allgemeinen eine Auswahlschal  tung erforderlich, die von derjenigen des  Grund  schutzes  ganz oder auch nur teilweise getrennt sein  kann.  



  In     Einphasen-Netzen,    wie z. B. den mit     162e    Hz  betriebenen     110-kV-Leitungen    der Bahnstromver  sorgung, sind nur zwei Leiter vorhanden, deren einer  bereits in der bisher üblichen Art mit Distanzrelais  ausgerüstet ist. In diesem Falle erübrigt sich natür  lich eine besondere Auswahlschaltung, weil hier die  zusätzlichen     Messglieder    fest auf den zweiten Leiter  orientiert werden können.  



  Gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung  wird nun ein von der Zusatzeinrichtung erteilter Aus  lösebefehl nicht sofort an den Leistungsschalter wei-           tergegeben,        sondern    zunächst für eine gewisse Zeit  gespeichert,     also    beispielsweise auf ein Zeitrelais ge  geben. Dies hat einen doppelten Zweck. Man muss  nämlich erstens damit rechnen, dass der     Ausiösebefehl     des Grundschutzes     evtl.    erst mit Staffelzeit erfolgt,  was z. B. bei einseitiger Lage des Erdfehlers auf dem  bevorzugten Leiter der Fall ist.

   Wenn dann ein etwa  in Schnellzeit abgegebener     Auslösebefehl    des Zusatz  schutzes in der zweiten fehlerhaften Leitungsstrecke  zuvor ausgeführt wird, kann hierdurch bereits die       Doppelerdschlussschleife    von innen heraus aufgetrennt  sein. Es     fliesst    dann von diesem Moment ab kein       Kurzschlussstrom    mehr, so dass den Grundrelais die  Basis für den weiteren Ablauf entzogen ist und nun  mehr gerade der bisher bevorzugte Fehler nicht abge  schaltet würde.

   Man wird deshalb die Ausführung des       Auslösekommandos    für die bisher nicht bevorzugte  Fehlerstelle, wie oben angegeben, zumindest so lange       verzögern,    dass erst einmal eine Abschaltung der be  vorzugten Fehlerstelle auch bei einseitiger Fehler  lage möglich ist.  



  Man kann die Auslösung des Zusatzschutzes aber  auch noch etwas länger verzögern und zunächst ein  mal noch kurze Zeit abwarten, ob der verbleibende  einpolige     Erdschluss    auf dem nicht bevorzugten Leiter  durch die     Erdschlussspule    gelöst wird. Ist dies der  Fall, so wird man auf die Durchführung des infolge  der erfolgreichen Löschung überflüssig gewordenen  Ausschaltbefehles verzichten und damit den Eingriff  in den Netzbetrieb auf den     geringstmöglichen    Um  fang reduzieren. Erlischt der     Erdschluss    jedoch nicht,  so wird man nach Ablauf der am Zeitrelais einge  stellten Verzögerung die Auslösung     vornehmen    und  damit das Entstehen weiterer Folgefehler verhindern.  



  Man muss nun aber weiterhin bedenken, dass  durch die Abschaltung des bevorzugten     Erdschluss-          punktes    dem Zusatzschutz für den anderen Erdpunkt  der     Kurzschlussstrom    und damit die Basis für dessen  weiteren Ablauf entzogen wird. Da dies in der Mehr  zahl der Fälle     bekanntlich    mit     Schnellzeit    geschieht,  soll die Messung des Zusatzschutzes gemäss einem  weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung eben  falls innerhalb der     Schnellzeit    abgeschlossen sein  und durch Selbsthaltung festgehalten werden. Das  erstere ist für Fehler im mittleren Teil der Lei  tungsstrecke von selbst der Fall.

   Liegt der nicht be  vorzugte Erdpunkt aber einseitig auf der Leitung, so  müsste bei den üblichen     Distanzschutz-Einrichtungen     erst der Ablauf der ersten     Staffelzeit    abgewartet wer  den, worauf dann der     Messbereich    des     Distanzgliedes     erweitert wird. Dies ist aber aus den angeführten  Gründen nicht zweckmässig. Deshalb soll bei der  Zusatzeinrichtung die Reichweite der ersten Stufe  auf 100% oder noch etwas darüber eingestellt werden,  um auch bei einseitiger Lage des Fehlers eine     Impe-          danzmessung    in     Schnellzeit    zu ermöglichen.

   Man kann  aber für die Zusatzeinrichtung auch zwei     Distanzmess-          glieder    vorsehen, deren eines beispielsweise auf 90%  und deren anderes auf 120% der Leitungslänge ein  gestellt wird. Beide     Messsysteme    wirken dann auf    getrennte Hilfsrelais mit Selbsthaltung. Das Zeitrelais  wird dann mit zwei Kontakten ausgerüstet und die  Schaltung so ausgeführt, dass das auf 120% einge  stellte     Messglied    mit einer etwas höheren Zeit aus  löst als das auf 90% eingestellte.  



  Im folgenden werden einige Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes erläutert.  



       Fig.    1 zeigt zunächst eine der gebräuchlichsten  Schaltungen für normale Distanzrelais mit Phasen  bevorzugung im     Doppelerdschlussfall,    wobei nur die  Teile eingezeichnet ist, die für das Verständnis der       vorliegenden    Erfindung erforderlich sind.  



  In     Fig.    la sind die Strom- und     Spannungswand-          leranschlüsse    dargestellt. Darin bedeutet 1 eine Sam  melschiene, von der u. a. eine Drehstromleitung 2  über einen Leistungsschalter 3 abgehen möge. Das Di  stanzrelais für diese Leitung ist spannungsseitig an den  Sekundärklemmen<I>u,</I> v, w und     mp    der     Spannungs-          wandler    4 angeschlossen. Der Strompfad wird von  den Stromwandlern 5 gespeist.

   Er führt über Anrege  glieder     JR,        J"    und     Jm    zu einem in Stern geschalteten  vierpoligen     Shunt,    an dessen Eingangsklemmen<I>r, s, t</I>  und m die der jeweiligen Fehlerart entsprechenden  stromproportionalen     Messgrössen    für das     Impedanz-          und    Richtungsglied des Distanzrelais von vorge  schalteten Auswahlkontakten abgegriffen werden.  



  Die Auswahlschaltung selbst ist in     Fig.    1 b dar  gestellt. Sie zeigt eine Anordnung von Umschaltkon  takten, die von den     Anregegliedern    betätigt werden,  was meist über nachgeschaltete Hilfsrelais geschieht.  Es sind zwei Kontaktgruppen eingezeichnet, deren  eine an die Sekundärklemmen<I>u,</I> v, w und     @mp    der  Spannungswandler führt, während die andere Gruppe  die Auswahl der     Strommessgrösse    besorgt und an die  Eingänge r, s,<I>t, m</I> des vierpoligen     Shunts    angeschlos  sen ist.

   Die Ausgänge der Strom- und     Spannungs-          Auswahlschaltung    führen zu den     Messkreisen    des  Impedanz- und     Energierichtungsgliedes,    die auf diese  Weise bei jeder zu erfassenden Fehlerart mit den hier  für notwendigen     Messgrössen    des     Drehstromsystems          beaufschlagt    werden. Wie ersichtlich, wird die Mes  sung im     Doppelerdschlussfall    RS - also beim An  sprechen der Anregung     JR    und     Jas    - auf den Leiter R  orientiert, der damit der  bevorzugte  Leiter ist.

    Das Distanzrelais bringt also bei     Doppelerdschluss     RS diejenige Leitung zur Abschaltung, die den     Erd-          schiusspunkt    des Leiters R enthält, während die Lei  tung mit dem     Erdschlusspunkt    in S nicht abgeschaltet  wird. In analoger Weise wird von der dargestellten  Auswahlschaltung in den     Doppelerdschlüssen   <I>ST</I> und       TR    der Leiter T bevorzugt, während jeweils die ver  bleibenden Erdschlüsse in S bzw. R nicht erfasst  werden.  



       Fig.    2 zeigt nun das Ausführungsbeispiel der Er  findung mit einem zusätzlichen Relais, das auch die  Abschaltung der vom Distanzrelais nach     Fig.    1 nicht       miterfassten    Leitungen ermöglicht.  



  In     Fig.        2a    ist zunächst die Auswahlschaltung dar  gestellt. Wie ersichtlich, ist der Ausgang des     Strom-          und    Spannungspfades des     Mess-    und Richtungsgliedes      an die Punkte<I>m</I> und     mp    (siehe     Fig.    la) angeschlos  sen, so dass grundsätzlich die     Messwerte    gegen Erde  erfasst werden. Weiterhin ist im Leiter S ein Anrege  glied     Js    vorgesehen, das über nachgeschaltete Kon  takte die Eingänge des     Messkreises    jeweils auf den  richtigen Phasenleiter orientiert.

   Spricht im     Doppel-          erdschluss    das     Anregerelais        Js    an, so kann es sich nur  um einen Fehler zwischen den Leitern R und S oder  <I>S</I> und<I>T</I> handeln. Da das Hauptrelais in diesen beiden  Fällen den Leiter S unberücksichtigt lässt, muss dieser  von dem Zusatzrelais erfasst werden.

   Dieses wird  durch Ansprechen von     Js    auf den Leiter S geschaltet  und misst daher die Entfernung des     Erdschlusspunktes     in S vom     Relais-Einbauort.    Spricht dagegen im     Dop-          pelerdschluss        Js    nicht an, so handelt es sich um einen  Fehler zwischen den Leitern R und T, bei welchen  vom Hauptrelais der Leiter T bevorzugt wird. Das  Zusatzrelais nach     Fig.2    misst dementsprechend in  diesem Falle die Schleife R gegen Erde aus.  



       Fig.    2b zeigt im Prinzip eine Ausgestaltung des  zugehörigen Betätigungsstromkreises. Der Kontakt       i""    der in Abhängigkeit vom Summenstrom durch  das     Anregeglied        J,#I    betätigt wird, fragt im     Doppelerd-          schlussfall    die Kontakte<I>n</I> des Richtungsgliedes und<I>d</I>  des Distanzrelais ab. Liegt ein Fehler im Schutz  bereich vor, so schliesst sich<I>d,</I> und<I>n</I> bleibt geschlos  sen. Es wird also das Hilfsrelais H erregt, das sich  über seinen Kontakt h selbst hält, solange der     Doppel-          erd'schluss    besteht, solange also     i",    geschlossen bleibt.

    Der Kontakt     hs    bringt das Zeitrelais T zum Anlaufen,  um den     Auslösebefehl    des     Hilfsrelais    H zunächst  zu speichern, und zwar mindestens so lange, bis die  Hauptrelais die Leitung mit dem bevorzugten     Erd-          fehler    abgeschaltet haben. Es kann jedoch die Zeitver  zögerung noch etwas länger eingestellt werden, um  zunächst einmal abzuwarten, ob der verbleibende       Einfach-Erdschluss    durch die     Petersen-Spule    gelöscht  wird und sich damit eine weitere Leitungsabschaltung  erübrigt.  



  Da durch die Abschaltung des bevorzugten     Erd-          fehlers    der in der Erde fliessende     Kurzschlussstrom     unterbrochen wird, fällt in diesem Moment natürlich  das     Anregerelais        Jm    zurück und öffnet seinen Kon  takt     i",.    Damit würde aber     unerwünschterweise    auch  der gespeicherte     Auslösebefehl    wieder gelöscht.

   Um  dies zu verhindern, ist ein nicht dargestelltes Span  nungsrelais     UEm    vorgesehen, das von der     Sternpunkt-          Erdspannung    erregt wird und seinen dargestellten  Kontakt     ue,"    noch so lange geschlossen hält, wie der  zurückgebliebene     Einfach-Erdschluss    bestehen bleibt.  Damit wird über den Kontakt     h2    :ein weiterer Selbst  haltekreis für den gespeicherten     Auslösebefehl    wirk  sam, der erst beim Erlöschen des Erdschlusses unter  brochen wird, wodurch das Zusatzrelais wieder in die  Grundstellung zurückfällt.

   Erlischt der     Erdschluss     nicht von selbst, so wird schliesslich nach Ablauf des  Zeitrelais<I>T</I> die Abschaltung durch den Kontakt<I>t</I>  vorgenommen. Der Kontakt     h2    soll     verhindern,    dass  bereits bei Auftreten eines     Einfach-Erdschlusses    ein       Auslösebefehl    gespeichert wird.    Beim Schutz von     Einphasen-Leitungen    mit nur  zwei Leitern kann statt der     Sternpunkt-Erdspannung     auch die Spannung zwischen dem nicht bevorzugten  Phasenleiter und Erde überwacht werden.

   Die Selbst  haltung über h2 würde in diesem Fall so lange auf  rechterhalten werden, bis die     normale    Spannung die  ses Leiters gegen Erde wiederkehrt.  



       Fig.    3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, und  zwar mit zwei nicht dargestellten     Distanzmessgliedern          D1    und'     D2,    wobei     D1    auf eine selektive Reichweite  von etwa 90% und     D2    auf etwa 120% eingestellt wer  den kann. Die Auswahlschaltung hierzu kann wie  derum der     Fig.    2a entsprechen.

   Die Schaltung des  Betätigungsstromkreises in     Fig.    3 entspricht im Prin  zip derjenigen nach     Fig.   <I>2b.</I> Die beiden     Messglieder,     von denen nur die Kontakte     d1    und     d2    dargestellt  sind, arbeiten aber auf getrennte Hilfsrelais     H1    und       H2.    Zu dem Hilfsrelais     H1    gehören die Kontakte       hi,        hi    und<B>h31</B> Analog besitzt das     Hilfsrelais        H2    die  Kontakte hl,<I>h2</I> und     h2.     



  Da     d2    immer auch dann schliesst, wenn     d1    an  spricht, genügt es, das zweite Zeitrelais T von einem  Kontakt des     Hilfsrelais        H2    zu starten. Die erste Zeit  stufe (Kontakt     t1)    wird nur dann wirksam, wenn ein  Fehler in der ersten Zone (max. etwa 90%) liegt und  damit     H1    zum Ansprechen kommt. Bei weiter entfern  ten Fehlern, auf die nur     D2    anspricht, wird nur die  zweite Zeitstufe (Kontakt     t2)    wirksam.  



  Die Ausgestaltung der vorliegenden Relaisanord  nung ist selbstverständlich in     mannigfacher    anderer  Weise möglich. So können z. B. auch die Zusatz  glieder gleich von vornherein ganz oder wenigstens  teilweise konstruktiv mit dem     Grund-Distanzschutz     vereinigt werden. Weiterhin kann     man    natürlich bei  Verwendung eines einzigen     Distanz-Messgliedes    dieses  auch auf die streng selektive Entfernung von etwa       90"/o    statt 100 /" oder darüber einstellen. In diesem  Falle ist die zweite     erdschlussbehaftete    Leitung zu  mindest an einem Ende selektiv gekennzeichnet.

   Im  Bedarfsfall kann auch eine     Übertragung    an das an  dere Ende über einen     Hilfskanal,    z. B. HF-Kanal,  erfolgen. Dieses Signal kann nach Belieben zur Ab  schaltung der Leitung oder auch nur zur Kennzeich  nung des Erdschlusses ausgenutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Distanzrelaisanordnung für die Abschaltung von Doppelerdschlüssen in Hochspannungsanlagen, da durch gekennzeichnet, dass ausser dem Impedanz- und Richtungsglied für die bevorzugte Abschaltung einer fehlerhaften Leitung ein zweites Impedanz- und Rich tungsglied vorgesehen ist, das im Doppelerdschlussfall die Abschaltung der nicht bevorzugten zweiten fehler haften Leitung bewirkt und den Fehler durch Signale anzeigt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Auslösebefehl des zusätzlichen Impedanz- und Richtungsgliedes vor seiner Weiter gabe an den Leistungsschalter mit Hilfe eines Zeit- relais gespeichert wird, damit die bevorzugte Lei tung auch bei ungünstiger Fehlerlage mit Sicherheit als erste abgeschaltet wird. 2. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass die Weitergabe des Auslöse befehls zusätzlich verzögert wird, damit in der Zwi schenzeit eine selbsttätige Löschung des noch be stehenden Erdschlusses eintreten kann. 3.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die zusätzliche Schutzeinrichtung zwei Distanzmessglieder aufweist, von denen das eine auf eine selektive Entfernung von 85 bis 95% und das andere auf eine Entfernung von 100 bis 120% der zu überwachenden Leitungslänge eingestellt ist. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das nicht selektiv eingestellte Distanzglied mit einer grösseren Auslöseverzögerung arbeitet als das selektiv eingestellte Distanzglied, so dass eine weiterhin erhöhte Auslösezeit nur in den Fehlerfällen auftritt, bei denen das selektiv einge stellte Distanzglied nicht mehr anspricht. 5.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für das zusätzliche Impedanz- und Richtungsglied eine Anregung in der Phase vorgesehen ist, in der das Hauptimpedanzrelais keine Anregung enthält, wobei in Abhängigkeit von dieser Anregung die Pha senauswahl für das zusätzliche Impedanz- und Rich tungsglied getroffen wird. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein gespeicherter Auslösebefehl auch nach Aufhören des Erdkurzschlussstromes durch den Kontakt (ue,") eines von der Spannung Sternpunkt-Erde erregten Relais weiterhin so lange aufrechterhalten wird, bis der ver bliebene Erdschluss abgeschaltet ist. 7.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Impedanz- und Richtungsglied auf eine streng selek tive Entfernung von 85 bis 95 ,ö eingestellt ist, damit die zweite erdschlussbehaftete Leitung zumindest an einem Ende selektiv gekennzeichnet ist.
CH350032D 1955-11-02 1956-10-19 Distanzrelaisanordnung für die Abschaltung von Doppelerdschlüssen in Hochspannungsanlagen CH350032A (de)

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