CH350233A - Chemischer Zeitzünder - Google Patents

Chemischer Zeitzünder

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CH350233A
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acid
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Inventor
Oskar Dipl Ing Matter
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Schaufelberger Paul R
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/08Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by chemical action, e.g. of acids

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Chemischer    Zeitzünder   Bei Kriegshandlungen tritt hin und wieder die Notwendigkeit ein, dass die Zündung von Brennstoffen, Pulvern oder Sprengladungen verzögert ausgelöst werden muss, mitunter lange Zeit, nachdem die zu zündenden Objekte abgeworfen, verschossen oder ausgelegt worden sind. Bisher konnte dieser Effekt durch    .ein   aufgezogenes Uhrwerk erreicht werden, das nach einer gewissen Laufzeit einen mechanischen Impuls auslöste, der dann die Zündung veranlasste. Die bisherigen chemischen Zünder waren mangelhaft. 



  Es wurde gefunden, dass eine nötigenfalls um viele Stunden verzögerte Zündung einfacher und ohne Auslösung von mechanischer Energie möglich ist, wenn ein chemischer Zeitzünder gemäss der Erfindung verwendet wird. Der chemische Zeitzünder gemäss Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass er einen    chlorathaltigen   Zündsatz und ein mit diesem durch eine Leitung verbundenes Gefäss mit einer anorganischen Säure aufweist, wobei die Zündung des Zündsatzes durch verzögerten    Zufluss   von anorganischen Säuren, wie z. B. Schwefelsäure,    Oleum   oder Salpetersäure, zum Zündsatz durch die genannte Leitung erfolgt.

   Bei zweckmässiger Zusammensetzung des    chlorathaltigen   Zündsatzes genügen winzige Mengen der genannten Säuren zum sicheren Zünden des    Zündsatzes   unter Entwicklung von heissen Stichflammen, welche die eingeleitete Zündung zuverlässig weiterleiten. Das    genännte   Gefäss und die Säureleitung bestehen zweckmässig aus säurebeständigem Metall.

   Die Zuführung der Säure zum Zündsatz kann bequem durch beliebig viele    Querschnittsverengungen   der    Zuflussleitung,   ferner durch Zwischenschaltung von Strömungswiderständen, veranlasst durch säurebeständige Filtermassen, wie Asbestpappe, poröse Platten aus    Sintermetallen   und dergleichen, ver- zögert werden, ohne dass dabei die Zündflüssigkeit in ihrer Zusammensetzung und Wirkungsweise irgendwie verändert wird. Um den Zündeffekt einzuleiten, genügt ein einziger Säuretropfen, der auf den    Zünd-      satz   gelangt.

   Es ist auch möglich, durch    Veränderung   des    Zuflussquerschnittes   der Säureleitung mittels Ventil die Zündverzögerung weitgehend zu variieren, nötigenfalls den    Zufluss   ganz abzusperren. Im Bedarfsfalle können alle vorgenannten    Zuflusswider-      stände      hintereinandergeschaltet   gleichzeitig Anwendung finden. Ein geeigneter Zündsatz ist z. B. wie folgt zusammengesetzt:    Kaliumchlorat,   Bleidioxyd,    Äthylensulfid,   Schwefel in einem bestimmten Mischungsverhältnis.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Chemischer Zeitzünder, dadurch gekennzeichnet, dass er einen chlorathaltigen Zündsatz und ein mit demselben durch eine Leitung verbundenes Gefäss mit einer anorganischen Säure aufweist, wobei die Zündung des Zündsatzes durch verzögerten Zufluss der anorganischen Säure zum Zündsatz durch die genannte Leitung erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1. Zünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Leitung an mindestens einer Stelle eine Querschnittsverengung wecks Verzögerung des Säurezuflusses zum Zündsatz aufweist. 2. Zünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit der Säure durch Anordnung säuredurchlässiger Asbestpappe in der Säureleitung verlangsamt wird. 3.
    Zünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit der <Desc/Clms Page number 2> Säure durch Anordnung von porösen Platten aus Sintermetallen in der Säureleitung verlangsamt wird. 4. Zünder nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3. 5. Zünder nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass in der Säureleitung ein Ventil angeordnet ist, durch welches der Zufluss der Säure zum Zündsatz abgesperrt werden kann.
CH350233D 1956-07-05 1956-07-05 Chemischer Zeitzünder CH350233A (de)

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