CH350294A - Verfahren zur Herstellung von quaternären Tropeinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von quaternären Tropeinen

Info

Publication number
CH350294A
CH350294A CH350294DA CH350294A CH 350294 A CH350294 A CH 350294A CH 350294D A CH350294D A CH 350294DA CH 350294 A CH350294 A CH 350294A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
quaternary
tropeins
tropine
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karoly Dipl-Chem Ing Dr Nador
Laszlo Dr Gyermek
Original Assignee
Licencia Talalmanyokat
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licencia Talalmanyokat filed Critical Licencia Talalmanyokat
Publication of CH350294A publication Critical patent/CH350294A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     quaternären        Tropeinen       Im Laufe unserer früheren Untersuchungen  haben wir bewiesen; dass     quaternäre        Tropeine    eine       ganglionlähmende    Wirkung     besitzen.    Unter     Tropeinen       werden die Ester des     Tropins        (trans-Tropin)    und  des     Pseudo-Tropins        (cis-Tropin)    verstanden.

   Die  Formel der fraglichen     quaternären        Tropeine    ist  
EMI0001.0015     
    worin X Halogen, R einen     Acylrest    oder Wasserstoff,       RI    Wasserstoff oder eine     Alkyl-,        Aryl-    oder     Aralkyl-          Gruppe    und     R2    eine gegebenenfalls im Kern substi  tuierte     Aryl-    oder     Aralkyl-Gruppe    bedeuten.

      Von diesen     Verbindungen    haben wir jene herge  stellt, wo     R1,        R2    und R folgende     Substituenten    be  deuten:  
EMI0001.0029     
  
    R1 <SEP> R2 <SEP> R
<tb>  (1) <SEP> H <SEP> -CH2
<tb>  -CO- <SEP> i <SEP> H-Z--\
<tb>  CH20H
<tb>  (2) <SEP> _CH, <SEP> - <SEP> -CO-COHO- < :D
<tb>  (3) <SEP> - < D <SEP> - <SEP> <B>-CO-,</B> <SEP> CHOH-<B>C:></B>
<tb>  (4) <SEP> H <SEP> -O-Br <SEP> -COCHs
<tb>  (5) <SEP> H <SEP> -@ <SEP> -CO-CHOH<B><I>- < ,7</I> <SEP> ,D</B>       
EMI0002.0001     
  
    R1 <SEP> R, <SEP> R
<tb>  (6) <SEP> H <SEP> - < #D-Br <SEP> -CO-CHOH-<B>/-\</B>
<tb>  (7) <SEP> H <SEP> -<B> < #:

  ></B>-Cl <SEP> -CO--"@-NOz
<tb>  (8) <SEP> H <SEP> -O-Br <SEP> H
<tb>  (9) <SEP> H <SEP> -@-@ <SEP> -CO-CHOH-O
<tb>  (10) <SEP> H <SEP> - < Z>-Br <SEP> <B>-CO- < #l></B>       Alle diese     quaternären        Tropin-Derivate    be  sitzen eine     ganglionlähmende    Wirkung, welche die  vegetativen Ganglien selektiv lähmen.  



  In letzter Zeit trachtet man Verbindungen her  zustellen, welche nicht nur die vegetativen Ganglien  lähmen,     sondern    auch     parasympathicolytische    Wir  kung besitzen und diese beiden Wirkungen in opti  maler Weise     vereinen.        Verbindungen    dieser Art sind  aber nicht bekannt, da ein Teil solcher bekannten  Verbindungen in ihrer Wirkung überwiegend     gan-          glionlähmend    ist, wie z.

   B. das     Tetraäthylammonium-          bromid,        1,6-Hexamethylen-bis-trimethyl-ammonium-          bromid,    oder die oben unter 1-10 aufgezählten       Tropinderivate.    Für einen andern Teil bekannter Ver  bindungen ist die     parasympathicolytische    Wirkung  charakteristisch. Solche Verbindungen sind z. B.       Atropin    und     ss        Diäthyl-aminoäthyl-xanthen-9-carbon-          säureester-brommethylat.     



  Im Laufe unserer Untersuchungen hat sich über  raschenderweise ergeben, dass das     (4-Phenyl-benzyl)-          dl-tropeil-tropinium-halogenid,    von den oben unter  1-10 aufgezählten     Tropin-Derivaten    abweichend,  nicht nur     eine        ganglionlähmende,    sondern auch eine,  in günstigem Masse     parasympathicolytische    Wirkung    besitzt, wodurch dasselbe in bezug auf eine An  wendungsmöglichkeit in der Therapie sich von den       obenangeführten    Verbindungen wesentlich unter  scheidet. Wegen ihren besonderen Eigenschaften bil  det diese Verbindung das erste Glied einer bisher  unbekannten Serie von Arzneimitteln.

   Wir schlagen  vor, diese besondere Wirkung mit dem Ausdruck       ganglyocholylytisch    zu bezeichnen.  



  Diese Verbindung entspricht gemäss der obigen  Formel einer Verbindung, in welcher       R,.    =H  
EMI0002.0030     
    bedeutet.  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass man     Tropeil-tropin    mit einem       4-Phenyl-benzyl-halogenid,        vorteilhaft    in einem       inerten    Lösungsmittel unter Erwärmen, umsetzt.

   Die  Umsetzung     erfolgt    nach folgender Gleichung:  
EMI0002.0037     
    <I>Beispiel 1</I>  28,9 g     dl-Tropeil-tropin    werden in 300 ml lau  warmem Aceton gelöst, und zur Lösung werden 25 g       4-Phenyl-benzyl-bromid,    gelöst in 75 ml Aceton,    hinzugefügt. Die Lösung wird 1 Stunde lang auf  Zimmertemperatur, danach während 6 Stunden auf  40-60  C gehalten. Das ausgeschiedene     quaternäre          Salz    wird     abfiltriert,    mit Aceton gewaschen und bei      milder Wärme getrocknet. Ausbeute 35-39 g.

   Nach       Umkristallisieren    in Äthylalkohol erhält man ein  schneeweisses, mikrokristallines Pulver, welches bei  einer Erwärmungsgeschwindigkeit von 100 /7,5 Mi  nuten bei 220-222  C unter Zersetzung     schmilzt.     



  <I>Beispiel 2</I>  2,9 g     dl-Tropeil-tropin    werden in 35 ml Aceton  gelöst und zu der Lösung 2,05 g     4-Phenyl-benzyl-          chlorid    in 25 ml Aceton     hinzugefügt.    Das Reak-         tionsgemisch    wird in     einem        Autoklaven    2 Stunden  lang auf     80-90     C erwärmt. Danach wird das  ausgeschiedene     quaternäre        Salz        abfiltriert    und mit  wenig Aceton gewaschen und getrocknet.  



  Ausbeute: 1,95 g. Aus Methylalkohol umkristal  lisiert     schmilzt    es bei 193-195  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von quaternären Tro- peinen der Formel EMI0003.0019 worin X Halogen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Tropeil-tropin mit einem 4-Phenyl-benzyl- halogenid umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung in Lösungs mitteln vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-Phenyl benzylbromid ver wendet.
CH350294D 1955-06-06 1956-05-29 Verfahren zur Herstellung von quaternären Tropeinen CH350294A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU350294X 1955-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH350294A true CH350294A (de) 1960-11-30

Family

ID=10978894

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH350294D CH350294A (de) 1955-06-06 1956-05-29 Verfahren zur Herstellung von quaternären Tropeinen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH350294A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2729859C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 6a,10a-cis- oder -trans-1-Hydroxy-3-alkyl-6,6-dimethyl-6,6a,7,8,10,10a-hexahydro-9H-dibenzo[b,d]pyran-9-onen
DE1545760A1 (de) Verfahren zur Herstellung von desacylierten vielkernigen Indolverbindungen sowie deren Estern
DE2630392A1 (de) Dimere anhydrovincaalkaloide und verfahren zu ihrer herstellung
DE1963645C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillinen
DE2151492B2 (de) Verfahren zur herstellung von p-menthadien-(1,8)-ol-(4)
DE2453649B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Coformycin und Zwischenprodukte zu seiner Herstellung
DE2238923A1 (de) Acylierte n(6)-aralkyl-adenosinderivate und verfahren zur herstellung derselben
CH497413A (de) Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten des Proscillaridins A
DE1695500C3 (de) Verfahren zum Herstellen von 1-Methyl-S-nitrobnidazolverbindungen
CH362417A (de) Verfahren zur Herstellung von quaternären Tropeinen
AT330370B (de) Verfahren zur herstellung neuer n(6)-disubstituierter adenosin-derivate
DE1033211B (de) Verfahren zur Herstellung von Reserpsaeuremonoestern mit freier Hydroxylgruppe und Reserpsaeurediestern sowie deren Salzen und quaternaeren Ammoniumverbindungen
DE3500029A1 (de) Anthracyclinester
DE1770855B2 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Trialkylsilyl-6-aminopenicillansäuretrialkylsilylestern. Ausscheidung aus: 1420981
DE1795740C2 (de) 7-Chlor-7-deoxy-lincomycinderivate und pharmazeutischen Zusammensetzungen aus diesen Verbindungen und üblichen Trägerstoffen
AT204702B (de) Verfahren zur Herstellung von Lysergsäureamiden bzw. -hydraziden
DE1643014C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Cardenoliden
AT270882B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, leicht resorbierbaren Proscillaridinketalen
DE825414C (de) Verfahren zur Herstellung von 4,4&#39;-Dioxy- y , d-diphenylhexan
AT239453B (de) Verfahren zur Herstellung 18-oxygenierter Steroide
DE2350680C3 (de) Verfahren zur Herstellung von am Ring substituierten Derivaten der (-) -Podocarpensäure
DE1568924C (de) Ketale des Proscillaridins und Verfahren zu deren Herstellung
DE975296C (de) Verfahren zur Herstellung von D, L-threo-1-p-Nitrophenyl-2-dichloracetamino-1, 3-propandiol und seiner optischen Antipoden
DE1618819C (de) Inokosteron und Verfahren zu seiner Gewinnung
DE1900898C3 (de)