CH350582A - Vorrichtung zum Auftragen eines harten, flexiblen Hochglanzüberzuges auf Bogen von faserigem Material - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen eines harten, flexiblen Hochglanzüberzuges auf Bogen von faserigem MaterialInfo
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Description
Vorrichtung zum Auftragen eines harten, flexiblen Hochglanzüberzuges auf Bogen von faserigem Material Gegenstand des Patentes ist eine Vorrichtung zum Auftragen eines harten, flexiblen Hochglanz überzuges auf Bogen von faserigem Material, mit Mitteln, um auf beiden Seiten der Bogen einen flüs sigen Überzug aus einem in einem flüchtigen Lö sungsmittel gelösten Kunstharz aufzutragen, ferner mit Trocknungsmitteln einschliesslich Mitteln zur Erhitzung der überzogenen Bogen zwecks Verdamp fung des Lösungsmittels, ferner mit Mitteln zur Ab kühlung der überzogenen Bogen und mit einem endlosen Transportorgan zum Fortbewegen der Bogen durch die Trocknungs- und Abkühlungsmittel.
Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Heizmittel nach oben gerichtete Strahlungsheizmittel einschliessen, die zwischen dem Ober- und Unterlauf des Transportorgans angeordnet sind, dass das Trans portorgan Stifte aufweist, die nach oben gerichtete scharfe Spitzen haben, auf denen die Bogen auf liegen, dass diese Stifte durch abgeflachte Stangen getragen werden, die genügend weit auseinander lie gen, damit die Wärmestrahlung den Oberlauf des Transportorgans passieren kann, um die untere Seite der Bogen zu erhitzen.
Anhand der beiliegenden Zeichnung werden Aus führungsbeispiele der Erfindung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt einer Einrichtung, Fig. 2 im grösseren Massstab einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt durch Fig.2.
Die zu überziehenden Gegenstände, z. B. ge druckte Papierkarten 9, werden von einer Plattform einzeln zwischen Auftragswalzen <B>11,</B> 12 eingeführt. Die untere Rolle 11 dreht sich in einem Bad 13 eines Troges 14 mit Überlauf 14a. Das Bad 13 besteht z. B. aus Lack, bestehend aus Vinylchlorid- harz mit verschiedenen Mitteln. Vom Überlauf 14a fliesst die Überzugsflüssigkeit in einen Behälter 15, von welchem eine Pumpe 16 sie über eine Leitung 17 entweder in die Leitung 17A und den Trog 14 oder in die Leitung 17B und den Raum 18 zwischen der Rolle 12 und der .zusätzlichen Abstreifrolle 19 fördert.
Die beiden Auftragswalzen 11 und 12 haben elastische Überzüge oder etwas ähnliches, so dass die Überzugsflüssigkeit gut daran haften kann. Ein Ven til 20 ist in der Leitung 17A und ein Ventil 21 in der Leitung 17B eingebaut. Das erste ist offen, das zweite geschlossen. Eine über dem Trog 14 und hinter der Rolle 11 angeordnete Abstreichleiste 22 ist ausser Kontakt mit dieser Rolle gebracht. Die Bögen 9 werden in der horizontalen Ebene durch die gemeinsame Erzeugende 23 den Rollen zuge führt.
Der Trog wird kontinuierlich nachgefüllt. In der Zeitspanne zwischen zwei Bögen gelangt die Flüssigkeit von der unteren auf die obere Rolle, so dass beide benetzt sind. Der Überzug wird somit auf beide Seiten des Bogens aufgetragen.
Wenn dicke Bögen überzogen werden müssen, kann der Abstand der Rollen zu gross sein, so dass nicht genug Flüssigkeit von der unteren auf die obere Rolle zwischen zwei Bögen übergeht. In diesem Falle bleiben beide Ventile 20, 21 offen.
Nach den Rollen 11, 12 gelangen die Bögen auf ein endloses Transportorgan 24, das über vier Paar Transportrollen 25-28 verläuft, von dellen minde stens ein Paar motorisch angetrieben ist. Das Trans portorgan besteht aus zwei Ketten. Jedes Kettenglied 29 trägt eine abgeflachte Stange 30, die sich quer von einer Kette zur anderen erstreckt. Diese Stangen sind vorzugsweise etwa 6,2 mm dick und 18,7 mm breit. Ihre Kanten sind abgerundet, so dass sie einen ovalen Querschnitt aufweisen. Dadurch wird ein gleichmässiges Heizen und Trocknen der Bögen ge währleistet.
Die Stangen 29 sind im Abstand von etwa 7,7 cm voneinander angeordnet und tragen eine Anzahl spitzer Stifte 31 von etwa 6,2 mm, auf wel chen die Bögen während des Transportes liegen. Die Stifte 31 haben scharfe Spitzen. Der flüssige Über zug fliesst um die Stifte herum und überzieht das Papier selbst unter den Stiften, so dass die Berüh rungspunkte am fertigen Produkt nicht sichtbar wer den, mindestens nicht von blossem Auge.
Über den Stangen 30 sind Schnüre bzw. Bänder 30A aus nachgiebigem Material, z. B. Gummi, von einem Durchmesser von etwa 3,1 mm angeordnet, die ein seitliches Gleiten der Bögen verhindern. Diese Bänder sind in Abständen von 15,3 cm angeordnet. Diese Bänder verhindern, dass die Bögen vom Trans portorgan 24 zwischen die Stangen 30 fallen.
Die Bögen fallen auf das Transportorgan 24 unter eine Haube 32, die mit einem Ansaugventilator 33 versehen ist. Die flüchtigen Lösungsmittel, die von den feuchten Bögen kommen, werden somit gesam melt und entweder abgeführt oder wiedergewonnen.
Die Bögen gelangen anschliessend in eine Trock- nungskammer 34, die so nahe wie möglich, z. B. 1,80 m von den Rollen 12, 11 angeordnet ist. Dieser Abstand muss daher klein gehalten werden, weil der feuchte Überzug bestrebt ist, in den Bogen selbst einzudringen, wodurch das Trocknen schwierig würde.
Die Kammer 34 ist etwa 5,4 m lang und weist eine obere und eine untere Reihe 35 bzw. 36 von Infrarotheizröhren auf, die jede mit einem Reflektor 37 versehen ist, so dass eine gleichmässige Wärme verteilung gesichert wird. Das Transportorgan 24 führt die Bögen zwischen den Heizröhrenreihen, die sich in einem Abstand von etwa 15,2 cm von diesen befinden. Dank ihren Abständen und ihrer Form verhindern die Stangen 30 eine gleichmässige Hei zung nicht.
Luft kann vom rechten (Fig. 1) Ende der Kammer 34 in diese eintreten und wird mit all fälligen Dämpfen über eine Leitung 38 von .einem Ventilator 39 angesaugt, wobei sie entweder abge führt oder einer Rekuperationsanlage für die Solvent dämpfe zugeführt wird. Nach der Kammer 34 ge langen die Bögen in eine weitere Trockenkammer 40, die etwa 1,80 m lang ist. Ein Gebläse 41 fördert Frischluft in diese Kammer 40, welche Frischluft durch die Leitung 42 abgeführt wird. Nach dieser Kammer 40 gelangen die Bögen in eine Kühlkammer 43, die etwa 3,6 m lang ist. Eine Kühlvorrichtung 44 mit Gebläse fördert tiefgekühlte Luft über eine Lei tung 45 in diese Kammer. Diese Luft ist über Lei tungen 46, 47 in die Vorrichtung 44 zurückgeführt.
Nach dieser Tiefkühlkammer 43 können die Bögen auf der Strecke 48 kontrolliert werden.
Um zu verhindern, dass grössere Gasmengen zwi schen den Kammern zirkulieren können, sind Klap pen 49, 50 über bzw. unter dem Transportorgan 24 angeordnet.
Die dargestellte Einrichtung kann zur Behand lung von Bögen bis 60,1 cm Breite dienen. Sie ist mit einer Geschwindigkeitssteuerung versehen, so dass pro Minute von 18,3 bis 45,7 m Länge Bogenmate rial behandelt werden können, was einer Flächen- behandlung (nur eine Seite) von 18,6 bis 46,45 m2 entspricht.
Wenn der verwendete Lack aus Vinylchloridharz und Weichmacher in einem Lösungsmittelgemisch aus Amylacetat und Xylene besteht, so gelangen die Bögen in die Kammer 34 unter Zimmertempera tur und verlassen sie bei 65,6 bis 76,7 C. Man ist bestrebt, die Bögen so hoch wie möglich zu heizen, ohne jedoch Blasen im Überzug zu ver ursachen. In der Kammer 34 herrscht eine Tempe ratur von etwa 121 C und die durch diese Kammer beförderte Luftmenge ist etwa 18,4 m3 pro Minute.
Unter dem Einfluss von 56 m3 Luft pro Minute fällt die Temperatur der Bögen in der Kammer 40 um 13 bis 1711 C.
In der Kammer 43 werden etwa 22,4 m3 Luft pro Minute befördert, wobei die Temperatur dieser Luft etwa -1 C ist, so dass die Bögen am Ende eine Temperatur von etwa 21 C haben.
Die Bögen bleiben: in der Kammer 24 von 7,2 bis 18 Sekunden, in der Kammer 40 von 2,4 bis 6 Sekunden, in der Kammer 43 von 4,8 bis 12 Sekunden, so dass die Gesamtzeit 14,4 bis 36 Sekunden dauert. Wenn erwünscht, kann die Kammer 40 ausgelas sen werden. Dies ist jedoch nicht günstig bzw. nicht wirtschaftlich, weil die Kühlung mit Frischluft bil liger als die Kühlung mit gekühlter Luft ist.
Obwohl alle flüchtigen Lösungsmittel in der Kam mer 40 entfernt werden, sind die Bögen beim Ver lassen dieser Kammer klebrig, und sie würden es während Stunden bleiben, wenn sie nicht, wie be schrieben, plötzlich künstlich gekühlt würden. Da durch aber verlieren sie jede Klebrigkeit. Der Grund hierfür ist, aller Wahrscheinlichkeit nach, die Bil dung einer dünnen, jedoch harten Schicht, die den Überzug, bis er erstarrt, schützt. Mit dem beschrie benen Verfahren könnte man Überzüge aus den ver schiedensten Substanzen herstellen, die eine gleich mässigere Härte und einen gleichmässigeren Glanz hätten, als es bisher möglich war.
Dank dem Ansaugen der Lösungsmittel unter der Haube 32 wird das Eindringen des Überzuges in den Bogen gebremst. Dadurch wird nicht nur der Ver brauch des Bades 13 reduziert, sondern auch noch die Behandlungszeit in den Kammern. Ferner wird die Härte und der Glanz verbessert. Die Bögen soll ten so hoch wie möglich geheizt - ohne Blasen zu verursachen - und so schnell wie möglich minde stens auf Zimmertemperatur gekühlt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Auftragen eines harten, flexi blen Hochglanzüberzuges auf Bogen von faserigem Material, mit Mitteln, um auf beiden Seiten der Bogen einen flüssigen Überzug aus einem in einem flüchtigen Lösungsmittel gelösten Kunstharz auf zutragen, ferner mit Trocknungsmitteln einschliess lich Mitteln zur Erhitzung der überzogenen Bogen zwecks Verdampfung des Lösungsmitteln, ferner mit Mitteln zur Abkühlung der überzogenen Bogen und mit einem endlosen Transportorgan zum Fortbewe gen der Bogen durch die Trocknungs- und Abküh lungsmittel, dadurch gekennzeichnet,dass die Heiz- mittel nach oben gerichtete Strahlungsheizmittel (36) einschliessen, die zwischen dem Ober- und Unterlauf des Transportorgans (24) angeordnet sind, dass das Transportorgan Stifte (31) aufweist, die nach oben gerichtete scharfe Spitzen haben, auf denen die Bogen aufliegen, dass diese Stifte durch abgeflachte Stangen (30) getragen werden, die genügend weit auseinanderliegen, damit die Wärmestrahlung den Oberlauf des Transportorgans passieren kann, um die untere Seite der Bogen zu erhitzen. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeflachten Stangen (30) einen runden Querschnitt aufweisen. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, in welcher die Abkühlungsmittel einen Kühltunnel (43) umfas sen, durch welchen das Transportorgan hindurch geht und in welchem Mittel zur Durchleitung eines Gasstromes vorgesehen sind, dadurch gekennzeich net, dass Mittel (44) für das Abkühlen des Gases vor gesehen sind, und dass Mittel (44, 46, 47) vorgesehen sind für die wiederholte Zirkulation des Gasstromes durch den Kühltunnel und die Kühlmittel. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportorgan nachgiebige Bänder (30A) aufweist, die sich längs des Transport bandes erstrecken, um zu verhindern, dass Bogen zwischen die Stangen fallen. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Einstellung der Ge schwindigkeit des Transportorgans vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US350582XA | 1955-09-26 | 1955-09-26 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0666506A1 (de) * | 1994-02-02 | 1995-08-09 | International Business Machines Corporation | System zum Nassanbringen eines trockenen Films auf einer Platte |
| WO2001038054A1 (de) * | 1999-11-24 | 2001-05-31 | Biermann, Ernst | Verfahren zum herstellen von zuschnitten aus verbundstoffen |
-
1956
- 1956-09-25 CH CH350582D patent/CH350582A/de unknown
Cited By (2)
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| EP0666506A1 (de) * | 1994-02-02 | 1995-08-09 | International Business Machines Corporation | System zum Nassanbringen eines trockenen Films auf einer Platte |
| WO2001038054A1 (de) * | 1999-11-24 | 2001-05-31 | Biermann, Ernst | Verfahren zum herstellen von zuschnitten aus verbundstoffen |
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