CH350598A - Eine fliessfähige Substanz enthaltende Verpackung und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Eine fliessfähige Substanz enthaltende Verpackung und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Eine fliessfähige Substanz enthaltende Verpackung und Verfahren zu deren Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine eine fliessfähige Substanz, z. B. eine Flüssigkeit oder einen leicht schmelzbaren oder pastenartigen Stoff, enthaltende Verpackung, bestehend aus einem Sack aus einer flüssigkeitsdichten Folie und einem den Sack allseitig umgebenden und mit einem Deckel verschlossenen steifen Stützkörper, wobei das obere Ende des Sackes durch die VerbindUng zwischen Deckel und Stützkörper an diesem befestigt ist; sowie auf ein Verfahren zum Herstellen dieser Verpackung. Bei den bekannten Verpackungen dieser Art wird das Füllgut in den im Stützkörper befindlichen Sack eingefüllt, bevor der Deckel aufgesetzt wird. Dieses Vorgehen kann aber nicht in wirtschaftlicher Weise stattfinden, falls die Verpackungen mittels der üblichen Abfüllmaschinen gefüllt werden müssen. Dieser Nachteil der bekannten Verpackung wird gemäss der Erfindung dadurch umgangen, dass der Deckel eine Einfüllöffnung aufweist und der Stützkörper mit wenigstens einer Öffnung versehen ist. Hierdurch ist es möglich, den Deckel vor dem Füllen aufzusetzen, während das Füllvolumen doch restlos ausgenützt wird, dadurch, dass zwischen Wandung des Stützkörpers und Sack befindliche Luft durch die Öffnung entweichen kann. Damit die Luft mit zunehmendem Füllgrad des Sackes, wobei das Füllgut unten beginnend den Sack selber an die Wandung des Stützkörpers drückt, bis zur Beendigung des Füllvorganges entweichen kann, empfiehlt es sich, wenigstens eine der Öffnungen in der Wandung des Stützkörpers in der Nähe des oberen Endes des Sackes anzuordnen. Wenn erwünscht, kann dieser Öffnung die Form eines sich über den grö sseren Teil der Höhe der Wandung erstreckenden Fensters gegeben werden, so dass, wenn der Sack aus transparentem Material besteht, jederzeit der jeweilige Füllungsgrad festgestellt werden kann. Zweckmässig werden auch eine oder mehrere kleine Öffnungen im Boden des Stützbehälters vorgesehen, damit sich während des Abfüllens des Sackes kein Luftkissen am Boden bilden kann. Zum Schutz gegen Beschädigung beim Versand des aus flüssigkeitsdichter Folie bestehenden Sackes kann die Öffnung des Stützkörpers wieder verschlossen werden, z. B. durch Überklebung mit einer Etikette. Bei einer solchen Ausführungsform kann vor dem Ausgiessen des Füllgutes zwecks Benutzung der Verschluss der Öffnung entfernt werden oder nicht. Im ersten Fall fällt der Sack mit zunehmendem Entleerungsgrad zusammen, da der Sack während des Ausgiessens durch den atmosphärischen Druck, der durch die Öffnung eintritt, verformt wird. Weil die ausgegossene Menge nicht durch den beim Ausguss üblichen Lufteintritt ersetzt zu werden braucht, entsteht beim Entleeren ein regelmässiger glatter Strahl, ohne dass Glucksen auftritt. Wenn der Verschluss aber nicht weggenommen wird, kann die Verpackung entleert werden wie ein üblicher starrer Behälter, da der Sack beim Entleeren dann nicht zusammenfällt wegen des zwischen Stützkörper und Sack auftretenden Vakuums. Weiter empfiehlt es sich, für die Verpackung einen Sack zu verwenden, der in bezug auf den Stützkörper etwas überdimensioniert ist, damit er speziell bei etwaigen Schweissnähten und bei der mit dem Stützkörper verbundenen Stelle keiner statischen Beanspruchung ausgesetzt ist. Die Erfindung wird im nachstehenden an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der beispielsweise eine Ausführungsform der Verpackung gemäss der Erfindung veranschaulicht worden ist. Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch die noch nicht gefüllte Verpackung; Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht der Verpackung. Der steife Stützkörper der dargestellten Verpakkung hat die übliche Gestalt einer Blechdose und be steht aus einem Rumpf 1, einem Boden 2 und einem Deckel 3. Alle diese Teile können z. B. aus Pappe bestehen, oder der Rumpf 1 kann aus Pappe und Dekkel 3 und Boden 2 aus Blech hergestellt sein. In dem Stützkörper befindet sich ein Sack 4 aus flüssigkeitsdichter Folie, dessen oberes Ende mittels der Verbindung 5 des Deckels 3 mit dem Rumpf 1 am Stützicörper befestigt ist. Falls der Deckel 3 auf den Rumpf 1 gebördelt ist, kann der obere Rand des Sackes in der Umbördelung eingeklemmt sein. Im Deckel 3 ist eine Einfüllöffnung 6 vorgesehen, welche nach dem Einfüllen mittels eines Verschlusses bekannter Art verschlossen werden kann, z. B. durch Aufsetzen eines Ausgusses. Im obern Teil der Wandung des Rumpfes 1 ist eine Öffnung 7 angeordnet, so dass die zwischen Sack 4 und Stützkörper befindliche Luft beim Füllen des Sackes entweichen kann. Anstelle der Öffnung 7 könnte in der Wandung des Rumpfes ein Fenster, das heisst eine sich über den grösseren Teil der Höhe des Rumpfes, bis in die Nähe des oberen Randes desselben erstreckende Schlitzöffnung vorgesehen sein. Wenn die Verpackung gefüllt wird durch einfaches Eingiessen der zu verpackenden Substanz durch die Einfüllöffnung 6, so wird sich der Sack 4, unten beginnend, durch den Druck des Füllgutes gegen die Innenwand des Stützkörpers anschmiegen, wodurch die Luft zwischen Sack und Stützkörper allmählich nach oben weggedrückt wird und durch die Öffnung entweicht. Nach dem Füllen des Sackes wird die Öffnung 7 verschlossen. Falls die Verpackung in einem schnellen Füllzyklus, wie z. B. bei Vakuumabfüllmaschinen, gefüllt werden soll, wird der Sack zuerst durch Einblasung eines Gases, z. B. Luft, durch die Einfüll öffnung 6 im Deckel 3 an den Stützkörper angeschmiegt, wobei die Luft zwischen Stützkörper und Sack 4 durch die Öffnung 7 entweicht. Hierauf wird die Öffnung 7 verschlossen, beispielsweise mittels einer Etikette, und das Füllgut unter Vakuum eingefüllt. Durch Verschliessung der Öffnung 7 wird verhindert, dass das Vakuum beim Abfüllprozess den Sack 4 zusammenzieht. Um zu verhindern, dass sich beim Abfüllen des Sackes zwischen dem Boden des Stützkörpers und dem Boden des Sackes Luftkissen bilden, werden im Boden des Stützkörpers vorzugsweise eine oder mehrere kleine Öffnungen vorgesehen. Luftkissen am Boden der Verpackung ergeben die Gefahr, dass der Sack und insbesondere die Schweissstelle des Sackes nicht mehr gestützt ist, wobei durch die dauernde statische Belastung Undichtheiten im Sack entstehen können. Ausser der Verhinderung der Luftkissenbildung gestattet ein Loch im Boden des Stützkörpers, allfällig auftretende Undichtheiten im Sack selber nach dem Abfüllen innert kurzer Zeit festzustellen, da die auslaufende Flüssigkeit nicht zuerst die Pappewandung und gegebenenfalls die Aluminiumfolie des Bodens des Stützkörpers durchdringen muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Eine fliessfähige Substanz enthaltende Verpakkung, bestehend aus einem Sack aus flüssigkeitsdichter Folie und einem den Sack allseitig umgebenden und mit einem Deckel verschlossenen steifen Stützkörper, wobei das obere Ende des Sackes durch die Verbindung zwischen Deckel und Stützkörper an letzterem befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel eine Einfüllöffnung aufweist und der Stützkörper mit wenigstens einer Öffnung (7) versehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verpackung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Öffnung in der Wandung des Stützkörpers beim oberen Ende des Sackes angeordnet ist.2. Verpackung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Stützkörpers die Form eines sich über den grösseren Teil der Höhe der Wandung bis unter den oberen Rand derselben erstreckenden Fensters hat.3. Verpackung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (7) des Stützkörpers nach aussen verschlossen ist.PATENTANSPRUCH II Verfahren zum Herstellen einer Verpackung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Sack durch Einblasen eines Gases durch die Einfüll öffnung im Deckel an die Innenwand des Stützkörpers angeschmiegt wird, so dass die Luft zwischen Stützkörper und Sack durch die im Stützkörper vorgesehene Öffnung (7) entweicht, worauf diese Öffnung verschlossen und das Füllgut unter Vakuum eingefüllt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1957
- 1957-01-18 CH CH350598D patent/CH350598A/de unknown
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