Tragreff Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Tragreff, das erfindungsgemäss dadurch gekennzeich net ist, dass es mindestens ein mit einem Fuss ver- schenes, ausziehbares Stützorgan aufweist, das mittels einer Arretiervorrichtung in wenigstens zwei ver schiedenen Stellungen feststellbar ist.
Tragreffe zur Erleichterung des Transportes von Waren auf dem Rücken menschlicher Träger sind alt bekannt und stehen vor allem in Gebirgsgegenden noch heute im Gebrauch. Ein wesentlicher Nachteil der bisher bekannten Ausführungsformen ist der, dass die beladenen Reffe von einem einzelnen Manne nur schwer auf den Rücken genommen werden können und das spätere Abnehmen des Reffs einem auf sich allein angewiesenen Träger wiederum beträchtliche Schwierigkeiten bereitet, falls am Abladeort nicht eine geeignete AbsteRmöglichkeit vorhanden ist.
Ähnlich wie Rucksäcke sind die Reffe mit Trag riemen versehen; zum Aufnehmen und Abstellen der bekannten Tragvorrichtungen war meist eine Hilfs person nötig, die das Reff mitsamt der Last aufhob, bis der Träger die Gurten über die oder von den Achseln gestreift hatte. Insbesondere war eine Hilfs person dann nötig, wenn die Last eine durch die Körperkonstitution des Trägers bestimmte Gewichts grenze überschritt, die Ware beispielsweise aus Zeit gründen auf der Tragfläche des Reffs nicht ausrei chend gesichert werden konnte, oder wenn die Natur des Transportgutes ein behutsames Aufnehmen und Abstellen verlangte, wie das etwa der Fall ist beirn Transport von Äpfel- oder Flaschenharassen.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu be heben und das Tragreff insbesondere auch zum Wa rentransport geeignet zu machen, der von einem auf sich allein angewiesenen Träger über kürzere Distan zen zu bewerkstelligen ist. Unter solchen Verhältnis sen, wie sie bei Hauslieferungen landwirtschaftlicher Produzenten, Lebensmittelgeschäften, Weinhandlun gen, Transportunternehmen usw. häufig auftreten, lohnt sich ein langes Festbinden der Ware auf das Traggestell nicht, das ja einzig erfolgen muss, damit der Träger sich das Reff nachher auf den und vom Rücken schwingen kann.
Nachstehend wird das erfin dungsgemässe Tragreff anhand der schematischen Zeichnungen eines einfachen Ausführungsbeispiels erläutert: Fig. <B>1</B> stellt das Reff mit aufgezogenen Stützorga nen von der dem Trägerrücken zugekehrten Seite her dar.
Fig. 2 zeigt das Reff in Seitenansicht mit aufge zogenen Stützorganen.
Fig. <B>3</B> ist eine Seitenansicht bei herabgelassenen Stützoraanen.
Der eigentliche Reffrahmen wird gebildet durch zwei Rahmenrohre<B>1,</B> die durch die beiden Stege 2 und<B>3</B> miteinander starr verbunden sind. An den Rah menrohren sind die Tragholme 4 befestigt, auf die beim Gebrauche das Transportgut gelegt wird. Die beiden Tragholme können durch einen oder mehrere Stege<B>5</B> miteinander verbunden sein, die dann zu sammen mit den Holmen auch für kleinere Transport güter eine ausreichende Auflagefläche bilden. Die zwei längenverstellbaren Tragriemen<B>6</B> werden oben vorteilhaft am Steg 2 befestigt und unten in ösen ein gehakt, die an den beiden Rahmenrohren fest oder verstellbar angeordnet sind.
Damit der Verbindungs steg<B>3</B> dem Rücken des Trägers nicht direkt auf liegt, wird er mit einem (nicht dargestellten) Polster überzug versehen oder erhält eine vom Gestellruck- sack her bekannte Feder-Gurten-Auflage ange schraubt (in Fig. <B>1</B> gestrichelt angedeutet).
Die senkrechten Rahmenrohre sind hohl und von beliebigem Querschnitt. In ihnen gleiten die ebenfalls hohlen Standrohre<B>7,</B> deren äussere Querschnittsform mit den Rahmenrohr-Öffnungen übereinstimmt und deren äusserer Durchmesser weni <B>g</B> kleiner als der Innendurchmesser dieser Rahmenrohre ist. Die Stand rohre sind in den Rahmenrohren leicht verschiebbar, wobei ihre Bewegung aber durch die Rahmenrohre sicher (reführt wird.
Das Innere jedes Standrohres wird von einer (nicht dargestellten) langen Schrauben feder durchsetzt, die am Fussende des Rohres be festigt ist und am entgegengesetzten Kopfende ein konusförmiges Abschlussstück <B>8</B> teilweise in das Stand rohr hineinzieht. Die Abschlussstücke sind lose auf- t' Clesetzt und bleiben nur durch die Federkraft mit den Standrohren verbunden.
Auf der Aussenseite der Standrohre sind die Griffleisten<B>9</B> befestigt, unten beim Fussende durch eine beliebige Schweiss- oder Nietverbindung, oben beim Kopfstück mittels eines kurzen schmalen Steges<B>10,</B> der beim Fallenlassen der mit Füssen<B>11</B> versehenen Standrohre durch eine schlitzförmige Aussparung 12 des Rahmenrohres glei ten kann. Zur Arretierung der auf und nieder schieb baren Standrohre dienen im vorliegenden Falle zwei in Führungshülsen<B>13</B> der Rahmenrohre federnd ge lagerte Schnappstifte 14, welche in Ausbohrungen der Standrohre einrasten, um diese wahlweise in aufge zogener oder heruntergelassener Stellung festzuhalten.
Die Funktion der beschriebenen Vorrichtung ist fol- ,aende: D Der Träger nimmt das Reff in unbeladenem Zu stand auf und hängt es sich über die Schultern. Wenn er die Schnappstifte herauszieht, fallen die Stütz organe, das heisst die Standrohre mit den Füssen, zu folge ihres Eigengewichtes herunter, bis ihre koni schen Abschlussstücke auf die Rahmenrohre auf schlagen. Weil der grösste Durchmesser der Abschluss- konusse grösser ist als der Innendurchinesser der Rah menrohre, bleiben die Standrohre mit den Füssen an den Schraubenfedern aufgehängt in halber Höhe ste hen.
Der Träger greift dann nach hinten und schiebt die Stützorgane an ihren Griffleisten hinunter, bis die Schnappstifte in die oberen Ausbohrungen an den Standrohren einrasten. Die Traggestellfüsse <B>11</B> sollen sich nun<B>1</B> oder 2 cm über dem Boden befinden. Der Träger streift dann die Tragurten ab und belädt das Reff. Mühelos und mit jeder durch die Natur des spe ziellen Transportgutes gebotenen Vorsicht kann er sich danach die Traggurten über die Achseln legen und sich zur Tragstellung aufrichten und vorbeugen.
Er betätigt anschliessend die Arretierungsvorrichtung; die Stützorgane schnellen dann bis zur halben Höhe hinauf und durch Nachgreifen an den seitlichen Griff leisten bringt der Träger die Schnappstifte zum Ein rasten in die untern Standrohrbohrungen, womit die Stützorgane in der Tragstellung gesichert sind. Das Abstellen des beladenen Reffs vollzieht sich analog: Füsse fallen lassen und an den Griffleisten bis zum Einschnappen der Arretierung hinunterstossen.
Bei der beschriebenen Ausführungsfonn sind die beiden Standrohre über ihre Füsse durch einen unter brochenen Ste- <B>15</B> miteinander verbunden. Diese Massnahme ist<B>C</B> nicht uiibedingt nötig; es erleichtert aber die Manipulation, weil sich beim Hinunterstossen und Heraufziehen der Stützorgane nicht jedes Stand rohr unabhängig vom andern bewegen kann. Ferner lässt sich auf diese Art die Schraubenfeder in einem der Standrohre einsparen.
Wie erwähnt, soll die Ver bindung nicht starr, sondem unterbrochen ausgebildet sein; sie kann beispielsweise durch zwei teleskopartig ineinander,-reifende Röhrenstücke gebildet werden. Man erreicht dadurch, dass die Standrohre trotz klei ner Verwindungen des Reffgestells ihre Gleitfähig- keit bewahren. Bei der beschriebenen und dargestellten Vorrich tung handelt es sich nur um eine einzelne Ausfüh rungsart der Erfindun 'g. Andere Ausführungsformen können umklappbare Tragholme und Füsse besitzen, um die Aufbewahrung des Traggestells zu erleichtern.
Wenn das gleiche Tragreff von verschiedenen Trägem benützt wird, ist es wesentlich, dass die Höhe des aus gezogenen Gestells der Körpergrösse der einzelnen Träger angepasst werden kann; die Reff-Füsse erfüllen ihren Zweck nur dann, wenn sie in heruntergescho- bener Stellung den Reffrahmen in solcher Höhe hal ten, dass dem Träger das Aufnehmen und Abstellen des beladenen Reffs ohne starke Kniebeuge möglich ist.
Für diese Anpassun <B>' g</B> kann entweder dort, wo die Tragrohre in die Füsse übergehen, eine teleskop- artige Verstellvorrichtung vorgesehen sein, oder die Arretierungsvorrichtung kann statt fest angeschweisst auf Klemmringe gesetzt werden, die längs der Rah menrohre verschiebbar sind, derart, dass der Schnapp stift durch einen Längsschlitz der Rahmenrohre in die Ausbohrungen der Tragrohre einrastet.
Wenn vielfach gleiche oder ähnliche Lasten zu be fördern sind, werden die Tragholme oder Tragflächen vorteilhaft der Form der Last angepasst, wodurch sich ein besonderes Festschnallen des Transport gutes in allen Fällen erübrigt. Die einer speziellen Lastart angepassten Tragholme oder Tragflächen brau chen mit dem Reffrahmen nicht unlösbar verbunden zu sein; durch Anbringung geeigneter Ansteckvor richtungen, beispielsweise Stutzen-Klemmverschlüs- sen, lassen sich Tragholme und Tragfläche auswech selbar ausbilden.