CH350841A - Kupplungsscheibe für elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Kupplungsscheibe für elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Kupplungsscheibe für elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung betrifft " Kupplungsscheiben für elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen, z. B. solchen, bei denen der Fluss der magnetischen Kraftlinien in beiden Richtungen durch Lamellen er folgt und die Umlenkung z. B. in einer Ankerscheibe geschieht, wobei der Luftspalt zwischen Lamellen und Ankerscheibe sehr gering ist, so dass hohe Dreh momente bei geringem Bauaufwand übertragen wer den können.
Um die Streuung des magnetischen Kraftflusses zu verringern, wurden bisher Aussparungen in den Kupplungsscheiben bzw. Lamellen angebracht. Zur Verbindung beider Teile müssen jedoch zwischen dem Aussen- und Innenring der Lamelle Stege vorhanden sein, die einen erheblichen magnetischen Streufluss herbeiführen. Dadurch ist nicht nur die anwendbare Länge des Lamellenpakets begrenzt, sondern die An- presskraft fällt über die Paketlänge stark ab.
Es wurde bereits die Herstellung von Verbund lamellen aus einem Aussen- und Innenring aus ferro- magnetischem Material mit einem Zwischenring aus nichtmagnetisierbarem Material, kompakt oder ge sintert, Kunststoff oder dergleichen vorgeschlagen. Die Verbindung des Zwischenringes mit dem Aussen- und Innenring erfolgt durch Pressen, Sintern oder/und Verbacken.
Ausserdem wurde bereits versucht, als Verbindung des nichtmagnetischen Ringes mit den ferromagne- tischen Ringen eine Verzahnung zu benutzen.
Die bekannten Kupplungsscheiben haben jedoch den Nachteil, dass die Verbindung der Materialien nicht zuverlässig erfolgt und bei Verwendung von vollen Zwischenringen die verschiedenen Ausdeh nungskoeffizienten der Materialien sich störend be merkbar machen. Es wurde ferner vorgeschlagen, Kupplungsschei ben mit mehreren Ringen aus ferromagnetischem Werkstoff auszuführen, welche auf nichtmagnetischen Trägerscheiben konzentrisch aufgesetzt sind. Damit die Ringe bei Ausdehnung in der Wärme eben blei ben, sollen die Ringe an einer Nabe mit sternförmigen Armen verschiebbar gehalten werden. Diese Kupp lungsscheiben haben vor allem den Nachteil zu grosser Dicke.
Die Nachteile der bekannten Kupplungsscheiben werden durch die Kupplungsscheibe nach vorliegen der Erfindung vermieden. Sie besteht aus zwei vor zugsweise aus Kreisringen bestehenden Teilen aus ferromagnetischem Werkstoff, welche durch einzelne Einsätze aus nichtmagnetisierbarem Werkstoff mitein ander verbunden sind.
Die Einsätze bestehen vorzugsweise aus metalli schem Werkstoff und werden dann durch einen mit den Werkstoffen der Einsätze und Scheibenteile Mischkristalle und/oder ähnliche Verbindungen bil denden Werkstoff, beispielsweise Kupfer, in fester Form bei Temperaturen nahe seinem Schmelzpunkt mit den Scheibenteilen durch Diffusion verbunden.
Um einen hohen magnetischen Widerstand zwischen den ferromagnetischen Teilen zu erzielen, können zwi schen den Einsätzen Luftspalte vorgesehen sein, deren Breite in radialer Richtung grösser ist als die radiale Breite der Einsätze.
Eine vorteilhafte Herstellung der Kupplungs scheibe nach der Erfindung ist folgende: Aus einer Scheibe aus ferromagnetischem Werkstoff werden längs eines zu ihrer Achse konzentrischen Kreises oder Vielecks in Umfangsrichtung verlaufende Ausneh- mungen ausgeschnitten. In diese Ausnehmungen wer den die Einsätze aus einem geeigneten nichtmagneti- sierbaren Werkstoff eingebracht und die Einsätze nach Hinzufügen des Verbindungswerkstoffes und Erwärmen desselben bis in die Nähe seines Schmelz punktes mit der Scheibe verbunden.
Dann wird der zwischen den Ausnehmungen verbliebene ferromagne- tische Scheibenwerkstoff entfernt. Dadurch werden die Trennung der Scheibe in zwei durch die Einsätze voneinander magnetisch isolierte Ringe vorgenommen und die erwähnten Luftspalte zwischen den Einsätzen gebildet.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Befesti gung der miteinander in der Wärme zu verbindenden Teile vereinfacht wird und ein Verschieben einzelner Teile gegeneinander nicht möglich ist.
Durch geeignete Massnahmen, z. B. Schutzgas und ähnlichem, kann hiermit eine einwandfreie Verbin dung durch Diffusion in bekannter Weise hergestellt werden.
Da der Schmelzpunkt der beim vorgenannten Ver fahren erzeugten Mischkristalle höher liegt als die für die weitere Bearbeitung der Lamellen erforder lichen Temperaturen für Vergüten, Glühen und Här ten oder ähnlichem, ist es möglich, die Bearbeitung der Lamellen zusammengesetzt aus verschiedenen Werkstoffen ohne Behinderung durchzuführen.
In der Zeichnung sind eine bekannte Kupplungs scheibe sowie Ausführungsbeispiele der erfindungs gemässen Kupplungsscheibe dargestellt, und zwar zei gen: Fig. 1 eine Lamelle bekannter Bauart, in welche ein voller Ring aus nichtmagnetischem Material ein gesetzt ist, Fig. 2 eine erfindungsgemässe Lamelle, in welche in Abständen Einsätze aus nichtmagnetischem Ma terial eingesetzt sind, Fig. 3 eine erfindungsgemässe Lamelle, in welche ebenfalls in Abständen Einsätze aus nichtmagneti schem Material eingesetzt und die zwischen den Ein sätzen vorgesehenen Aussparungen radial breiter als die Einsätze sind,
Fig. 4 eine vorbereitete Lamelle aus einem Stück mit Aussparungen und Einsätzen und Fig. 5 die fertige Lamelle mit Einsätzen, Ausspa rungen und Schlitzen.
Die Lamelle nach Fig. 1 wird durch einen aus ferromagnetischem Material bestehenden äusseren Scheibenteil 1, dem inneren Scheibenteil 2 und durch einen in diese eingesetzten, aus nichtmagnetischem Material bestehenden Ring 3 gebildet. Durch die stark ausgezogenen Linien 4 ist ein dritter Werkstoff, z. B. Kupfer, angedeutet. Die Zonen der Bildung der me tallischen Mischkristalle sind gestrichelt und mit 5 bezeichnet.
In Fig. 2 ist eine Lamellenausführung dargestellt, bei welcher anstelle des vollen Ringes 3 in Abständen Einsätze 6 aus nichtmagnetischem Material zwischen den Scheibenteilen 1 und 2 eingesetzt sind. Die Ein sätze liegen auf einer Ringzone.
Bei der Lamelle gemäss Fig. 3 sind ebenfalls nur einzelne Einsätze 7 aus nichtmagnetischem Material zwischen den Scheibenteilen 1 und 2 eingesetzt und die hier vorgesehenen Aussparungen 8 zwischen den Einsätzen 7 sind radial breiter als die Einsätze 7 selbst.
An Hand der Fig. 4 und 5 soll ein Beispiel für die Herstellung einer Lamelle aus einer vollen Scheibe 9 ferromagnetischen Materials beschrieben werden. In der Scheibe 9 sind Öffnungen 10 angebracht und zwischen je zwei Öffnungen 10 sind Ausnehmungen ausgeschnitten, in die Einsätze 11 aus nichtmagneti schem Material eingesetzt und nach der oben ange gebenen Art mit der Scheibe 9 verbunden werden. Die Öffnungen 10 werden hierbei vorteilhafterweise im Durchmesser grösser gewählt als die radiale Breite der Einsätze 11 aus nichtmagnetischem Material.
Nach Herstellung der Verbindung wird das zwischen je zwei Ausnehmungen noch vorhandene Scheiben material entfernt, so dass die Scheibe jetzt in zwei Ringe geteilt ist (Fig. 5), welche durch die Einsätze 11 und Luftspalte 16 magnetisch voneinander getrennt sind. Dadurch, dass der Durchmesser der Öffnungen 10 grösser ist als die radiale Breite der Einsätze 11, wird vermieden, dass die Schnittwerkzeuge, die zur Trennung der Lamelle im Aussen- und Innenscheiben teil benutzt werden, mit den meist schlecht zu schnei denden Einsätzen 11 in Berührung kommen.
Fig. 5 zeigt die Lamelle der Fig. 4 nach erfolgter Aufteilung der ganzen Scheibe 9 in einen äusseren und einen inneren Scheibenteil 12 bzw. 13. Beispielsweise sind hier in einem der beiden durch den nichtmagneti- sierbaren Werkstoff verbundenen Scheibenteile 12 und 13 radiale Schlitze 14 derart angebracht, dass Flächenteile 15 des einen Scheibenteils nur über jeweils einen der Einsätze 11 mit dem anderen Schei benteil verbunden sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Kupplungsscheibe für .elektromagnetisch betätigte Reibungskupplungen, bestehend aus einem äusseren und einem inneren Teil aus ferromagnetischem Werk stoff, die durch eine Ringzone geringer magnetischer Durchlässigkeit miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringzone Einsätze aus nicht- magnetisierbarem Werkstoff aufweist, die mit den Scheibenteilen aus ferromagnetischem Werkstoff ver bunden sind. UNTERANSPRCCHE 1.Kupplungsscheibe nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den Einsätzen aus nichtmagnetisierbarem Werkstoff Luftspalte (8 bzw. 16) mit in radialer Richtung grösserer Breite als diejenige der Einsätze vorhanden sind. 2. Kupplungsscheibe nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem der beiden Scheibenteile aus ferromagnetischem Werkstoff wenigstens annähernd radial verlaufende Schlitze (14) vorhanden sind, welche den Scheiben teil (12) in Teile (15) zerlegen, welche je durch nur einen Einsatz (11) mit dem anderen Scheibenteil ver bunden sind. 3.Kupplungsscheibe nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze (6 bzw. 11) und die Scheibenteile (1, 2 bzw. 12, 13) durch einen mit den Werkstoffen der Einsätze und Scheibenteile Mischkristalle bildenden Werkstoff, beispielsweise kupferhaltiger Werkstoff, miteinander verbunden sind.PATENTANSPRUCH 11 Verfahren zur Herstellung von Kupplungsscheiben nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Scheibe (9) aus ferromagnetischem Werk stoff auf einem zu ihrer Mitte konzentrischen Kreis oder Vieleck in Umfangsrichtung verlaufende Aus- nehmungen ausgeschnitten werden, in diese Ausneh- mungen Einsätze (11) aus nichtmagnetischem Werk- stoff eingebracht und die Einsätze mit der Scheibe verbunden werden,und dass der zwischen den Aus- nehmungen verbliebene ferromagnetische Werkstoff nach Herstellung der Verbindung entfernt und da durch die Trennung der Scheibe in zwei Scheiben teile (12, 13) vorgenommen wird. UNTERANSPRUCH 4. Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausnehmungen die Form von Ringabschnitten (11) mit kreisförmigen Löchern (10) an den Enden bilden, deren Durchmesser grösser ist als die radiale Breite der Ringabschnitte.
Applications Claiming Priority (1)
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