CH350866A - Vorrichtung zum Auspressen von Handpappen - Google Patents
Vorrichtung zum Auspressen von HandpappenInfo
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Description
Vorrichtung zum Auspressen von Handpappen Handpappen werden bekanntlich im Gegensatz zu Maschinenpappen diskontinuierlich hergestellt und erfordern bisher sehr viel Handarbeit. Dieses Her stellungsverfahren findet vor allen Dingen Anwen dung bei der Fertigung von stärkeren Sorten oder Spezialpappen, die auf Karton- oder Langsiebmaschi- nen nicht herstellbar sind.
Um die Handarbeit zu verringern, ist schon eine Formatwalze in der Handpappenmaschine vorge schlagen worden, bei der durch eine automatische Einrichtung das Abschneiden der fertigen nassen Pappe bewirkt wird. Ein weiterer Schritt in der glei chen Richtung war die Entwicklung des Flachband trockners. Eine Fliessarbeit liess sich aber auch auf diese Weise noch nicht erreichen. Wohl aber wurde durch das Hintereinanderschalten einer Pappen maschine mit einer selbstabschneidenden Format walze, einer rotierenden Nasspresse, eines gleich brei ten Trockners und einer Schneideinrichtung eine ge wisse kontinuierliche Fertigung ermöglicht.
Die dabei als Ersatz für die früher übliche Stapelpresse be nutzte rotierende Nasspresse arbeitet aber nicht in jeder Beziehung gleichwertig mit der Stapelpresse. Gerade die starken und harten Pappen aus schmie rigen Stoffen, die gewöhnlich als Handpappen er zeugt werden, und der Umstand, dass Handpappen nicht endlos, sondern in Formaten gefertigt werden, erhöhen die Schwierigkeit bei dieser Art der Nass- pressung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Auspressen von Handpappen, wobei die einzel nen Bögen, auf einem Filz liegend, zwischen den Platten einer Presse durch ein Druckmittel ausge presst werden. Das Neue besteht dabei darin, dass die obere Pressplatte ein an ihren Rändern befestigtes druckdichtes Presstuch trägt, welches bei rückseitiger Beaufschlagung durch ein hydraulisches oder ein pneumatisches Druckmittel seinerseits mit entspre chend hohem Druck den Pappbogen presst, so dass dessen Wasserüberschuss vorwiegend durch das Trans porttuch hindurch ausgepresst wird.
Das Schalten der Presse kann von Hand, kann aber auch selbsttätig im Arbeitsrhythmus der übri gen zu der kontinuierlichen Fertigung der Handpappe gehörenden Maschinen erfolgen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch die Presse quer zur Umlaufrichtung des Transporttuches, Fig. 2 einen Längsschnitt in Umlaufrichtung des Transporttuches, Fig. 3 in grösserem Massstabe die Eintrittsstelle des Transporttuches in den Pressraum.
Die wesentlichen Teile der Presse sind die untere Pressplatte 10 sowie die obere Pressplatte 11, die unter Zwischenfügung der Abstandleisten 12 an den längsverlaufenden Rändern aufeinander abgestützt sind. Im übrigen ruht die untere Pressplatte 10 auf den Stützfüssen 13. Die Platte 10 ist mit einer Viel zahl kleiner Durchbrechungen 14 versehen und unter seitig durch die Stützschienen 15 verstärkt.
Gleichzei tig mit den Stützleisten 12 ist anliegend an der oberen Pressplatte 11 das druckdichte Presstuch 16 an den Längsrändern der Maschine dichtschliessend einge klemmt. An den querverlaufenden Rändern (Fig. 2 und 3) sind flache Klemmleisten 17 vorgesehen. Je denfalls werden gemeinsam durch die Leisten 12 und 17 die umlaufenden Ränder des Presstuches 16 voll kommen dicht gegen die Oberplatte 11 gedrückt.
Das Presstuch 16 besteht vorteilhaft aus elastischem Gummi oder Pressstoff.
Der eigentliche Pressraum 18 liegt somit zwischen dem Presstuch 16 und der Unterplatte 10. Durch die sen Pressraum hindurch führt das Transporttuch 19, das endlos ausgebildet ist und über eine Reihe von Führungs- und Spannrollen geführt ist, von denen lediglich die Rolle 20 dargestellt ist.
Auf diesem Transporttuch wird vor der Presse der auszupres sende Pappbogen aufgelegt, der dann beim Fort schreiten des Transporttuches 19 in den Pressraum 18 gelangt. Bevor mit der Pressung begonnen wird, wird der Pressraum 18 auch noch an seinem vorderen und hinteren Ende abgeschlossen. Das geschieht durch die Stützleisten 21, die an den flachen Leisten 17 an gelenkt sind und durch Federwirkung in die in Fig. 3 strichpunktiert dargestellte Lage gebracht werden.
Wird nach der Einführung des auszupressenden Papp- bogens 22 die Rückseite des Presstuches 16 durch den Stutzen 23 hindurch mit einem mehr oder minder hoch komprimierten pneumatischen oder mit einem hydraulischen Druckmittel beaufschlagt, so wölbt sich das Tuch 16 zunächst nach unten durch. Dabei werden die Stützleisten 21 entgegen der Federkraft abwärtsgeschwenkt, bis sie die in Fig.3 punktiert dargestellte Lage einnehmen, in welcher sie sich mit ihrer Unterkante gegen den Transportfilz 19 und da mit indirekt gegen die Unterplatte 10 abstützen.
Da mit ist der Pressraum 18 allseitig geschlossen. Bei anwachsendem Druck des Pressmittels legt sich dann das Tuch 16 an den Leisten 21, an den innerhalb der Umrahmung 17, 21 freiliegenden Teilen des Trans portfilzes 19 sowie vor allen Dingen auf der ganzen Fläche gegen den auszupressenden Pappbogen 22.
Der Druck verteilt sich vollkommen gleichmässig auf der ganzen Fläche dieses Pappbogens 22, wobei das überschüssige Wasser durch den Filz 19 und die Durchbrechungen 14 der unteren Pressplatte 10 hin durch ausgepresst wird. Da der Weg des austretenden Wassers sehr kurz ist, erfolgt die Auspressung sehr schnell. Nach Beendigung des Pressvorganges erfolgt eine Umschaltung des Druckmittels. Die Rückseite des Presstuches 16 wird entlastet und der Stutzen 23 nach Möglichkeit mit einer Saugpumpe in Verbindung gebracht, um ein Abheben des Tuches 16 auf seiner ganzen Fläche zu erreichen.
Damit schwingen aber auch die Stützleisten 21 wieder hoch, und das Trans porttuch 19 kann mit dem Pappbogen 22 aus der Presszone 18 herausgefahren werden.
Bei der dargestellten Ausführung ist zwischen der unteren Pressplatte 10 und dem Transportfilz 19 noch eine Platte 24 aus Schaumgummi oder dergleichen eingeschaltet, die ein gewisses Aufsaugungsvermögen hat. Diese Platte 24 saugt nach Beendigung eines je den Pressvorganges etwa noch in den Durchbrechun- gen 14 der unteren Pressplatte hängendes Wasser auf, so dass dieses nicht in den Pappbogen 22 zurück wandert.
Es sei noch erwähnt, dass statt der Klemmleisten 17 und der daran angelenkten kippbaren Leisten 21 auch Pakete von Flachfedern angeordnet sein kön nen, von denen nur der äussere Rand angeklemmt ist, während der innere Rand durch das Presstuch ab wärtsgepresst werden kann wie die Leisten 21.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Auspressen von Handpappen, wobei die einzelnen Bögen, auf einem Filz liegend, zwischen den Platten einer Presse durch ein Druck mittel ausgepresst werden, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Pressplatte (11) ein an ihren Rändern befestigtes druckdichtes Presstuch (16) trägt, welches bei rückseitiger Beaufschlagung durch ein hydrauli sches oder pneumatisches Druckmittel seinerseits mit entsprechend hohem Druck den Pappbogen (22) presst, so dass dessen Wasserüberschuss vorwiegend durch das Transporttuch (19)hindurch ausgepresst wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Pressraum (18), der zu beiden Seiten des Transporttuches (19) durch Stützen (12) begrenzt ist, über welche sich die obere (11) auf die untere Pressplatte (10) abstützt, an seinem vorderen und hinteren Ende durch Stützleisten (21) begrenzt ist, die gelenkig an der Oberplatte (11) befestigt sind und bei der Druckbeaufschlagung des Presstuches (16) verschwenkt werden, bis sich bei schräger Lage ihre freie Kante gegen die untere Pressplatte (10) bzw.das Transporttuch (16) abstützt. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützleisten (21) durch Fe dern in ihre abgehobene Lage gezogen werden. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum hinter dem Presstuch (16) an eine Saugpumpe angeschlossen ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem Transporttuch (19) und der durchbrochenen unteren Pressplatte (10) eine saugfähige Unterlage, z. B. ein saugfähiges Tuch (24) aus Schaumgummi, angeordnet ist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zu beiden Seiten des Transport tuches breite Pakete von Federlamellen angeordnet sind, von denen nur der äussere Rand angeklemmt ist, während der innere Rand elastisch abwärts drückt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE350866X | 1956-03-05 |
Publications (1)
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| CH350866D CH350866A (de) | 1956-03-05 | 1957-03-01 | Vorrichtung zum Auspressen von Handpappen |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH350866A (de) |
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1957
- 1957-03-01 CH CH350866D patent/CH350866A/de unknown
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