<Desc/Clms Page number 1>
Steuervorrichtung für mit flüssigem Brennstoff beschickte Brenner Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung für mit flüssigem Brennstoff beschickte Brenner, mit einer Anzahl von Steuerelementen, die in eine Offenstellung und eine Schliessstellung bewegt werden können.
Die Steuervorrichtung ist gekennzeichnet durch Betätigungsmittel, durch die mindestens eines der Steuerelemente in eine Offenstellung bewegt werden kann, bei welcher ein anderes Steuerelement in der Schliessstellung gehalten wird, ferner durch einen Zeitgebermechanismus und mit diesem zusammengebaute Einrichtungen, die die Bewegung des anderen Elementes in die Offenstel- lung steuern, während sie das erste Element in Offenstellung halten.
Die vorliegende Erfindung kann z. B. bei der Steuerung von Flüssigkeitsbrennern von Verbrennungsöfen verwendet werden, die einen Hauptbrenner besitzen und einen Nachbrenner in dem Feuerkanal oder im Kamin enthalten.
Bei Geräten dieser allgemeinen Bauart wird ein Hauptbrenner dazu verwendet, die verschiedenen, in einer ihm zugeordneten Kammer untergebrachten Gegenstände zu verbrennen, und ein Nachbrenner, der bisher getrennt, üblicherweise von Hand gesteuert wurde, wurde dazu verwendet, eine Verbrennung der Gase vorzunehmen, die von der Kammer des Hauptbrenners ausströmten. Auf diese Weise wurden die unverbrannten Dämpfe und Gase, die von der Kammer des Hauptbrenners ausströmten, in einer zur Nachverbrennung dienenden Kammer oder einem Feuerkanal verbrannt, um den anstössigen Charakter solcher Gase etwas zu verringern, bevor sie die Aussenatmosphäre erreichten.
Bei der bisher verwendeten Technik wurden getrennte Regelungen zur Steuerung der Brennstoffzufuhr zu dem Hauptbrenner und dem Nachbrenner verwendet, und meistenteils wurden diese noch von Hand bedient. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind zwei Ventile und ein Antrieb hierfür in einem einzigen Gehäuse untergebracht, um die Brennstoffzufuhr zu zwei Ausgängen zu regeln. Ein Zeitgebermechanismus ist betriebsmässig mit dem Antrieb verbunden, um eines der Ventile in eine Offenlage bringen zu können, in welcher das andere Ventil geschlossen ist, damit eine Brennstoffzufuhr zu nur einem Ausgang für ein vorbestimmtes Zeitintervall möglich wird.
Am Ende dieses Intervalls wird das andere Ventil in eine offene Stellung gebracht, in der es während eines zweiten bestimmten Zeitintervalls verbleibt, während welchem das erstgenannte Ventil offen bleibt und die Brennstoffzufuhr zu beiden Ausgängen geregelt wird. Bei Beendigung des zweiten Zeitintervalls wird das erstgenannte Ventil geschlossen, wodurch die Brennstoffzufuhr zu beiden Ausgängen gesperrt wird.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den zugehörigen Zeichnungen an einem Beispiel erläutert. Diese stellen im einzelnen folgendes dar: Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die Regelanordnung.
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht von einem Detail in wesentlich vergrössertem Massstab, und Fig. 3 ist eine Teilansicht von der Oberfläche des Sperrmechanismus bei verschiedenen Betriebsstellungen in vergrössertem Massstab.
Die gezeigte Regelanordnung wird zur Steuerung der Brennstoffzufuhr zu mit flüssigem Brennstoff beschickten Brennern verwendet. Sie umfasst ein Gehäuse 10 mit einem Eingang 12, der mit einer (nicht dargestellten), Brennstoff liefernden Quelle verbunden werden kann, einem Ausgang 14, der mit einer Kammer 16 in Verbindung steht und mit einem (nicht
<Desc/Clms Page number 2>
dargestellten) Nachbrenner verbunden werden kann, und einem Ausgang 18, der mit einem (nicht dargestellten) Hauptbrenner verbunden werden kann.
Eine Ventilkammer 20 ist im Innern des Gehäuses 10 in der Nähe des Eingangs 12 ausgebildet, und zwar durch eine sich in Längsrichtung erstreckende Wand 22, die von der Seitenwand 24 abgeht und durch eine zu ihr rechtwinklig stehende Wand 26, die sich quer zur Seitenwand 28 des Gehäuses 10 erstreckt. Die Wand 22 besitzt an der Stelle 30 eine zentrale Bohrung, die einen Durchgang für den vom Eingang 12 zur Kammer 16 fliessenden flüssigen Brennstoff bildet. Sie ist ferner mit einem Ventilsitz 32 ausgerüstet. Ein Ventilteller 34 ist an einem Ventilschaft mit der allgemeinen Bezugsnummer 36 befestigt und kann mit diesem zusammen zwischen einer offenen und geschlossenen Stellung in bezug auf den Sitz 32 bewegt werden.
Der Ventilteller 34 sitzt normalerweise durch eine von der Feder 38 erteilte Vorspannung auf dem Sitz 32. Die Feder sitzt zusammengepresst zwischen der Rückseite des Ventiltellers 34 und einem Verschlussdeckel 40, der in die Seitenwand 28 mit Gewinde eingeschraubt ist.
Der-Ventilschaft 36 hat eine axiale Bohrung 42, die sich von einem Ende aus über den grössten Teil seiner Länge erstreckt und die eine solche Form hat, dass sie einen Zentrierstift 44 im Gleitsitz aufnehmen kann, der durch den Deckel 40 getragen wird und die Aufgabe hat, die Hin- und Herbewegung des Ventiltellers 32 zu führen. Ein Aussengewinde 46 ist am entgegengesetzten Ende des Ventilschaftes 36 angebracht, und eine Justiermutter 48 ist auf ihm aufgeschraubt.
Eine Kammer 50 für das Auslassventil ist im Innern des Gehäuses 10 an der dem Eingang 12 abgewandten Seite in der Nähe des Ausganges 18 untergebracht. Sie wird durch eine innere Längswand 52 gebildet, die in baulicher Einheit mit der Seitenwand 54 des Gehäuses 10 steht und aus ihr herausragt, und aus einer Innenwand 56, die sich quer zu der Seitenwand 28 erstreckt. Die Wand 52 ist mit einem Durchgang 58 ausgerüstet für den von der Kammer 16 zur Auslasskammer 50 fliessenden Brennstoff. Ein ringförmiger Ventilsitz 60 ist an einer Seite der Wand 52 um den Durchgang 58 herum ausgebildet. Ein Ventilteller 62 ist an einem Ventilschaft mit der allgemeinen Bezugsnummer 64 befestigt und kann mit diesem zwischen der offenen und geschlossenen Stellung in bezug auf den Ventilsitz 60 bewegt werden.
Der Ventilteller 62 sitzt normalerweise infolge der Vorspannung durch die Schraubenfeder 66 auf dem Sitz 60. Die Feder wird zusammengepresst zwischen- der Rückseite des Ventiltellers 62 und einem Verschlussdeckel 68 gehalten, welcher mit Gewinde in die Seitenwand 28 eingeschraubt ist. Ein Zentrierstift 67, ähnlich dem Stift 44, ist in dem Deckel 68 befestigt und erstreckt sich in den Ventilschaft 64, der zu diesem Zweck eine passende, von seinem einen Ende ausgehende Aussparung besitzt. Eine Justier- mutter 69 ist auf das entgegengesetzte Ende des Ventilschaftes aufgeschraubt.
Es ist eine Vorrichtung zur Bewegung der Ventilteller 34 und 62 gegenüber dem Ventilsitz 32 bzw. 60 vorgesehen. Sie besteht nach der vorliegenden Darstellung aus einem Hebel 70, welcher betriebsmässig mit den Ventilschäften 36 und 64 verbunden ist. Der Hebel 70 kann beim Betrieb an den Muttern 48 und 69 anliegen, und er ist in seiner Mitte um eine Achse 72 drehbar, die sich quer durch das Gehäuse 10 erstreckt und durch geeignete Vorrichtungen an dessen Seitenwänden befestigt ist.
In Fig. 1 werden die Ventilteller 34 und 62 in ihren normalen Stellungen gezeigt, -das heisst der Ventilteller 34 besitzt eine solche Vorspannung, dass er auf dem Ventilsitz 32 aufsitzt, während der Ventilteller 62 nicht mit dem Sitz 60 in Eingriff steht.
Um diese relativen Einstellungen zu erreichen, wird die Stärke der Vorspannung durch die Feder 38 entsprechend grösser gemacht als die durch die Feder 66, so dass die Feder 38 ein Ende 74 des Hebels 70 vorspannt, um dadurch eine Drehung desselben im Uhrzeigersinn zu erreichen und den Ventilteller 62 von seinem Sitz 60 abzuheben.
Eine Einrichtung zur Drehung des Hebels 70 und damit zur Bewegung der Ventilteller 34 und 62 relativ zu ihrem Sitz 32 bzw. 60 ist vorgesehen, und sie besitzt nach der Darstellung ein Antriebsteil 76, welches betriebsmässig mit dem Arm 77 des Hebels 70 in der Nähe des Ventiltellers 62 in Eingriff steht. Das Antriebsteil 76 umfasst eine Spindel 78, welche gleitend durch passende Öffnungen 80, 82 in dem Gehäuse 10 hindurchragt und normalerweise durch eine schwache Schraubenfeder 84 eine Vorspannung nach aussen besitzt. Diese sitzt zusammengepresst zwischen einer als Widerlager dienenden Unterlagscheibe 86, die gleitend die Spindel 78 aufnimmt, und einem an dieser befestigten Ring 88.
Die Wand 56 und eine quer verlaufende Innenwand 89, die im wesentlichen parallel zu der Wand 56 ist, bilden eine Ausnehmung 90 zur Aufnahme der Feder 84 und der Spindel 78. Sie ist mit einer geeigneten Abdichtung 92 zwischen der Unterlagscheibe 86 und einem Ende der Ausneh- mung 90 in der Nähe der Öffnung 80 ausgerüstet, um das Entweichen von flüssigem Brennstoff aus der Kammer 16 zu verhindern.
Das Antriebsteil 78 ragt aus dem Gehäuse 10 heraus und ist an einem Ende 94 etwas ausgespart, um das Ende eines Stössels 96 aufzunehmen. Der Stössel 96 erstreckt sich gleitend durch ein Gehäuse 98 auf dem Gehäuse 10 in axialer Ausrichtung zu der Spindel 78, und er sitzt an einem Ende locker an einer Welle 100, die sich frei bewegt und die in axialer Richtung gegenüber dem Gehäuse 98 bewegt werden kann. Mit einem Ende der Welle 100, die aus dem Gehäuse 98 herausragt, ist ein von Hand zu bedienender Knopf 102 fest verbunden, um die Welle 100 bewegen zu können. Geeignete Markierungen 104, welche die Stellungen Ein und Aus der Ventilteller 34 und 62 anzeigen, sind auf den Rand des
<Desc/Clms Page number 3>
Knopfes aufgedruckt.
Sie können mit einer geeigneten Bezugsmarke auf dem Gehäuse 98 in übereinstim- mung gebracht werden. Der Zweck hiervon wird im folgenden noch klarer zutage treten.
Mit dem inneren Ende der Welle 100 ist eine Platte 106 fest verbunden, welche zwei einander gegenüber angebrachte Gleitbacken oder Nachlaufteile trägt, welche die Form von Lappen 108, 110 haben, die aus der Platte 10 seitlich herausragen. Ein relativ hierzu stationäres Sperrteil kann mit den Gleitbacken 108, 110 in Eingriff gelangen, um eine axiale Bewegung der Welle 100 zu verhindern. Es enthält eine im allgemeinen kreisförmige Kurvenschei- benanordnung 112, die mit dem Gehäuse 98 fest verbunden ist. Die Kurvenscheibenanordnung 112 umfasst einen radial angeflanschten Block 114, der in eine geeignete Aussparung 116 im Gehäuse 98 eingepasst ist und in ihr durch (nicht dargestellte) Schrauben gehalten wird.
Wie in Fig. 2 dargestellt, erstreckt sich ein ringförmiger Hauptteil 118 der Vorrichtung 112 in axialer Richtung konzentrisch zu der Welle 100. Dabei hat seine Stirnwand eine solche Form, dass ein erstes Paar von in axialem Abstand zueinander angeordneten Schraubenflächen 120, 122 mit gleichen Steigungswinkeln entsteht, die der Gleitbacke 108 zugeordnet sind, und ein zweites Paar von in axialem Abstand zueinander angebrachten Schraubenflächen 124, 126 mit ebenfalls gleichen Steigungswinkeln, die der Gleitbacke 110 zugeordnet sind. Die Steigungswinkel und die Ganghöhen der Flächen 120, 124 sind gleich und diese sind auf entgegengesetzten Seiten der Welle 100 angebracht.
In gleicher Weise sind die Steigungswinkel und die Ganghöhen der Flächen 122, 126 gleich und auch diese sind auf entgegengesetzten Seiten zu der Welle 100 angebracht.
Die Winkelausdehnung der Flächen 120-126 kann irgendwelche geeigneten Werte haben, was von dem speziellen Zeitzyklus und dem verwendeten Uhrwerk abhängt, wie im folgenden noch deutlich werden wird. Lediglich für die Zwecke der Illustration ohne Einschränkung des Schutzumfanges der vorliegenden Erfindung erstrecken sich die gekrümmten Flächen 120 und 124 über annähernd 40 , während sich die Flächen 122 und 126 über annähernd 90 erstrecken.
Wie in Fig. 2 dargestellt, haben die Flächen 120 und 122 einen axialen Abstand voneinander, wobei sie durch eine Sprungstelle oder eine Wand 128 voneinander getrennt sind. In gleicher Weise sind die im axialen Abstand zueinander angebrachten Flächen 124, 126 durch eine Wand 130 voneinander getrennt. Jede der Flächen 122 und 126 endet in einer Aussparung 132 bzw. 134, die im wesentlichen diametral einander gegenüberliegend angebracht sind und die in der Lage sind, die Gleitbacken 108, 110 aufzunehmen. Eine als Anschlag dienende Erhebung 136 ist in der Nähe der Fläche 120 von der Wand 128 entfernt angebracht, um die Rotationsbewegung der Gleitbacke 108 in einer Richtung zu begrenzen.
Ein zweiter Anschlag 138 in der Nähe der Oberfläche 124 an einer von der Wand 130 entfernten Stelle begrenzt die Drehbewegung der Gleitbacke 110 in einer Richtung. Aus der obigen Beschreibung wird klar, dass für jede Stellung, in welche die Gleitbacke 108 in bezug auf die Flächen 120, 122 bewegt wird, die Gleitbacke 110 eine gleiche Stellung in bezug auf die Flächen 124, 126 diametral gegenüber der Gleitbacke 108 einnimmt.
Eine Anschlagplatte 135 ist an der Innenseite des Flansches 114 befestigt, und er enthält zwei diametral einander gegenüberstehende Anschlagplatten 137 (von denen eine in Fig. 1 und 2 gezeigt wird), welche die Gleitbacken 108, 110 bei ihrer Einstellung auf den Flächen 120 bzw. 124 führen. Jede der Platten ist mit einem Rand 139 ausgerüstet, dessen Zweck im folgenden noch beschrieben werden soll.
Die Welle 100 erstreckt sich gleitend und drehbar durch die Mittelpunktsöffnung der ringförmigen Kurvenscheibenanordnung 112, so dass die axiale Bewegung der Welle 100 in einer Richtung durch das Anliegen der Gleitbacken 108, 110 an den Kurvenflächen begrenzt ist.
Die Länge der Spindel 78 und der Welle 96 ist so gewählt, dass dann, wenn die Gleitbacken 108, 110 in den Aussparungen 132, 134 sitzen, die Feder 38 den Hebel 70 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung hält, bei welcher der Ventilteller 34 geschlossen und der Ventilteller 62 offen ist. Wenn jedoch die Welle 100 in axialer Richtung bewegt wird, so dass die Gleitbacken 108, 110 aus den Aussparungen 132, 134 herausbewegt werden, dann wird die Spindel 78 gegen die Vorspannung der Federn 84 und 38 bewegt, wodurch die Ventilteller 34 und 62, wie im folgenden noch deutlicher wird, in verschiedene Steuerstellungen gebracht werden.
Wenn die Welle 100 in der vorgesehenen Weise gedreht wird, nachdem sie die Ventilteller 34 und 62 in ihre verschiedenen Steuerstellungen gebracht hat, dann liegen die Gleitbacken 108, 110 an den Schraubenflächen 120, 124 an und die Ventilteller 34 und 62 werden in ihren Steuerstellungen gehalten.
Es ist klar, dass der auf die Spindel 78 und die Welle 96 mittels der Feder 38 über den Hebel 70 ausgeübte axiale Druck unmittelbar auf die Welle 96 übertragen wird und damit auf die von ihr geführten Gleitbacken 108, 110. Da die Schraubenflächen 120, 122, 124, 126 einen bestimmten Winkel mit der Wirkungslinie dieser Kraft bilden, wird ein Teil der Kraft in ein Drehmoment transformiert, welches das Bestreben zeigt, die Welle 100 mit einer zugehörigen Gleitbewegung der Gleitbacken 108, 110 längs der Flächen 120, 122, 124, 126 zu drehen.
Die Schraubenflächen 120, 122, 124, 126 üben jedoch eine Gegenkraft auf die Gleitbacken 108, 110 aus, von der ein Teil in einem Torsionsmoment besteht, welches in einer solchen Richtung wirkt,. dass es dem Gleit- vorgang der Gleitbacken 108, 110 einen Widerstand entgegensetzt.
<Desc/Clms Page number 4>
Es ist ein wichtiges Kennzeichen der gezeigten Vorrichtung, dass die zusammenwirkenden Flächen der Gleitbacken 108, 110 und der relativ zu ihnen stationären Kurvenscheibenanordnung 112 so angeordnet sind, dass die Antriebskraft, welche auf das bewegliche Teil 96 wirkt, eine Kraftkomponente erzeugt, die im wesentlichen in der Grösse gleich, in der Richtung aber entgegengesetzt der entgegenwirkenden Kraftkomponente ist, welche aus der Reibung zwischen den Flächen resultiert, und zwar unabhängig von der Grösse der Antriebskraft der Feder 38. Bei einer solchen Anordnung kann eine äusserst kleine Kraft dazu verwendet werden, das bewegliche Element 106 aus seinem Eingriff mit den stationären Schraubenflächen zu lösen.
Es ist erwünscht, dass die Reibungs- oder Widerstandskraft, welche aus der Reibung zwischen der Gleitbacke 108 und den Flächen 120, 122 herrührt, gleich der Kraftkomponente ist, welche parallel zu den Flächen 120, 122 wirkt und das Bestreben hat, die Gleitbacke 108 entlang derselben zu verschieben. Dieser Zusammenhang kann noch auf andere Weise dargelegt werden. Der Anstiegwinkel, den die schraubenförmige Lagerfläche mit einer senkrecht zur Achse stehenden Ebene bildet, ist so gewählt, dass der Tangens desselben im wesentlichen gleich dem Reibungskoeffizienten der zusammenwirkenden Fläche der Gleitbacke 108 und der Flächen 120, 122 ist.
In gleicher Weise ist die Widerstandskraft, welche aus der Reibung zwischen der Gleitbacke 110 und den Flächen 124, 126 herrührt, gleich der parallel zu den Flächen 124, 126 wirkenden Kraftkomponente, welche das Bestreben zeigt, die Gleitbacke 110 längs der Flächen 124, 126 zu verschieben. Auf diese Weise ist der Tangens des Steigungswinkels der Lagerflächen 124, 126 gleich dem Reibungskoeffizient der zusammenwirkenden Fläche der Gleitbacke 110 und der Flächen 124, 126.
Aus dem Vorhergehenden wird deutlich, dass das gesamte Drehmoment, welches auf die Welle 100 als Folge der darauf ruhenden axialen Belastung wirkt, durch die Summe aus dem Bestreben nach einer Gleit- bewegung, erzeugt durch den Eingriff der Gleitbacken 108, 110 mit den Schraubenflächen 120, 122, 124, 126 und dem Bestreben, dieser Gleitbewegung zwischen beiden einen Widerstand entgegenzusetzen, gegeben ist.
Eine Drehung der Welle 100 kann somit dadurch erreicht werden, dass ein relativ kleines Drehmoment angelegt wird, ohne Rücksicht auf die Grösse des auf der Welle 100 liegenden Axialdruckes. Es ist eine Einrichtung vorgesehen, um eine Steuerkraft an die die Ventile antreibende Vorrichtung zu legen und damit das bewegliche Antriebsteil 106 von den Schraubenflächen der Sperrvorrichtung 112 zu trennen. Diese Einrichtung hat die Form eines durch eine Hemmung geregelten Uhrwerks 140, welches in dem Gehäuse 98 untergebracht und durch geeignete Mittel an diesem befestigt ist. Das Uhrwerk 140 kann von irgendeiner üblichen Bauart sein.
Es umfasst nach der Darstellung ein Zahnrad 142, welches mit einem Ritzel 144 in Eingriff steht, welches in der Lage ist, die Welle 96 so aufzunehmen, dass diese sich in axialer Richtung relativ zu dem Ritzel 144 bewegen kann, während für die Übertragung eines Drehmomentes von dem Ritzel auf der Welle 100 eine entsprechende Verbindung zwischen beiden vorgesehen ist. Diese Verbindung besteht nach der Darstellung aus einer ersten Blattfeder 148, welche mit ihrer Mitte an dem Ritzel 144 befestigt ist, und aus einer zweiten Blättfeder 146, welche mit ihrer Mitte an einem Knauf 150 befestigt ist, der an der Welle 100 und der Platte 106 sitzt.
Die benachbarten Enden der Blattfedern 146, 148 sind am Punkt 152 so miteinander verbunden, dass eine Drehbewegung zwischen dem Ritzel 144 und der Welle 100 übertragen wird, dass sich aber bei einer Axialbewegung der Welle 100 die Federn 146, 148 durchbiegen, was keine axiale Verschiebung des Ritzels 144 zu Folge hat. Arbeitsweise Wenn kein Brennstoff zu dem Hauptbrenner und dem Nachbrenner fliesst, dann nehmen die verschiedenen Teile der Regelanordnung die in Fig. 1 gezeigte Stellung ein.
Um die Regelanordnung in ihre Betriebsstellung zu bringen, wird die Antriebsspindel 78 in axialer Richtung gegen die Vorspannung der Federn 38 und 84 durch Handbetätigung des Knopfes 102 in eine Stellung bewegt, in der die Gleitbacken 108, 110 aus den Aussparungen 132, 134 über die äussersten Grenzen der Schraubenflächen 120, 122, 124, 126 hinaus verschoben sind. Der Knopf 102 wird dann etwas gedreht, bis die Gleitbacken 108, 110 an der Aussenseite der Anschlagplatten 137 anliegen. Die Anschlagplatten 137 dienen dazu, die Platte 106 und die Gleitbacken 108, 110 während der Zeiteinstellung von den Schraubenflächen 122, 126 weg zu halten. Die Drehung des Knopfes 102 wird so lange fortgesetzt, bis die Gleitbacken 108, 110 über die rückwärtigen Kanten 139 der Platten 137 auf die Flächen 120 bzw. 124 heruntergleiten.
Eine weitere Drehung des Knopfes 102 bewirkt, dass die Gleitbacken 108, 110 längs der Flächen 120, 124 bewegt werden, bis sie, wie in Fig. 2 dargestellt, an den Anschlägen 136 bzw. 138 anliegen.
Bei einer solchen Stellung der Platte 106 nimmt der Hebel 70 die durch die gestrichelte Linie A in Fig. 1 angedeutete Stellung ein, wobei sich der Ventilteller 34 in der Stellung befindet, welche durch die gestrichelte Linie B angedeutet ist, und der Ventilteller 62 in der Stellung, welche durch die gestrichelte Linie C angedeutet ist. In diesen Stellungen der Ventilteller 34 und 62 fliesst Brennstoff von dem Eingang 12 in die Kammer 20, um den Ventilteller 34 herum in die Kammer 16, durch den Auslass 14 und zu dem (nicht dargestellten) Nachbrenner. Da der Ventilteller 62 mit dem Ventilsitz 60 in Eingriff steht,
<Desc/Clms Page number 5>
kann kein Brennstoff in die Kammer 50 zu dem Ausgang 18 fliessen.
Wie oben dargelegt, sind die Steigungswinkel der Schraubenflächen 120, 124 so gewählt, dass das Bestreben nach einer Drehbewegung der Welle 100 durch die Reibungskraft, welche dieser Bewegung widersteht, ausgeglichen wird. Die Welle 100 bleibt daher in der Stellung, in die sie eingestellt wurde, wenn nicht ein zusätzliches Drehmoment angelegt wird, um sie zu drehen und die Gleitbacken 108, 110 längs der Flächen 120, 124 in Richtung auf die Aussparungen 132, 134 zu bewegen.
Durch die Drehbewegung zur Einstellung des Knopfes 102 dreht sich auch das Ritzel 144, welches das Zahnrad 142 antreibt und die (nicht dargestellte) Hauptfeder des Uhrwerks 140 aufwickelt. Wenn der Knopf losgelassen wird, dann wird das Drehmoment der Hauptfeder unmittelbar auf das Zahnrad 142 und das Ritzel 144 sowie die (nicht dargestellte) Hemmung des Uhrwerks 140 übertragen, welche die Geschwindigkeit für die Drehung des Ritzels 144, der Platte 106, der Welle 100 und des Knopfes 102 in die Anfangsstellung regelt.
Bei der Anfangseinstellung des Knopfes 102 befinden sich die Gleitbacken 108, 110 in der Nähe der Anschläge 136, 138, wie dies in Fig.3 durch die fest ausgezogene Standortslinie D dargestellt ist. Nach einem bestimmten Zeitintervall, das von der Winkelausdehnung der Flächen 120, 124 und der Geschwindigkeit des Uhrwerks 140 abhängt, dreht die (nicht dargestellte) Hauptfeder die Welle 100 und die Platte 106 und bewegt die Gleitbacken 108, 110 in die durch die gestrichelte Linie E angegebenen Stellungen. Bei der Bewegung in diese Stellungen hat sich die Welle 100 in axialer Richtung um einen Betrag verschoben, der durch die Bezeichnung F angedeutet ist. Infolgedessen hat sie eine Drehung des Hebels 70 im Uhrzeigersinn in die durch die gestrichelte Linie F angezeigte Stellung in Fig. 1 zugelassen.
In dieser Stellung des Hebels 70 ist er in der Lage, das innere Ende des Schaftes 64 zu berühren, wenn sich der Ventilteller 62 in der geschlossenen Stellung befindet. Die Drehung des Hebels 70 aus der Stellung A in die Stellung F hat es dem Ventilteller 34 ermöglicht, sich aus der Stellung B unter der Vorspannung durch die Feder 38 in die Stellung H zu bewegen. Auf diese Weise bleibt der Ventilteller 34 offen und er erlaubt eine Brennstoffzufuhr zu dem Ausgang 14.
In den durch E angezeigten Stellungen sind die Gleitbacken 108, 110 nicht mehr in Eingriff mit den Schraubenflächen 120, 124, und sobald die Gleit- backen 108, 110 auf die Wände 128, 130 ausgerichtet sind, bewegt sich die Welle 100 sprungartig entsprechend der Darstellung in Fig. 1 nach rechts um eine Strecke, die mit J (Fig. 3) angedeutet ist, bis die Gleitbacken 108, 110 an den Schraubenflächen 122, 126 in der Nähe der Wände 128, 130 an den mit K angedeuteten Stellen anliegen. Gleichzeitig mit dieser Axialbewegung der Welle 100 dreht sich der Hebel 70 im Uhrzeigersinn, und er nimmt unter Ein- wirkung der Vorspannung durch die Feder 3 8 die durch die gestrichelte Linie L angezeigte Stellung ein.
Durch diese Bewegung des Hebels 70 bewegt sich der Ventilteller 62 von seinem Sitz 60 weg in eine Stellung, welche durch die gestrichelte Linie M angedeutet ist. Ferner wird der Ventilteller 34 in Richtung auf seinen Sitz 32 bewegt, wie dies durch die gestrichelte Linie N angedeutet ist. Bei dieser Einstellung des Ventiltellers 34 fliesst weiterhin Brennstoff von dem Eingang 12 um den Ventilteller 34 in die Kammer 16 und durch den Ausgang 14. Da der Ventilteller 62 von seinen Sitz 60 abgehoben ist, kann Brennstoff von der Kammer 16 um den Ventilteller 62, durch den Ausgang 18 und zu dem (nicht dargestellten) Hauptbrenner fliessen. Damit wird deutlich, dass bei diesen Einstellungen der Gleitbacken 108, 110 und der Welle 100 der Brennstoff gleichzeitig sowohl zum Haupt- als auch zum Nachbrenner fliesst.
Eine fortgesetzte Drehung der Welle 100 und der Platte 106 unter dem Drehmoment der (nicht darge- gestellten) Hauptfeder des Uhrwerks 140 bewegt die Gleitbacken 108, 110 längs der Flächen 122, 126 in die Stellungen, welche durch die gestrichelten Linien O (Fig. 3) angedeutet ist. Dies erfolgt nach einem bestimmten Zeitintervall, welches durch die Winkelausdehnung der Flächen 122, 126 und die Geschwindigkeit des Uhrwerks 140 festgelegt wird. Bei der Bewegung der Gleitbacken 108, 110 in die mit O bezeichneten Stellungen bewegt sich die Welle 100 um die Strecke P, so dass sie eine weitere Drehung des Hebels 70 im Uhrzeigersinn in die durch die gestrichelte Linie Q angedeutete Stellung erlaubt.
Die Drehung des Hebels 70 über die einzelnen Zeiteinstellungen in die Lage Q bringt die Ventilteller 34 und 62 in ihre durch die gestrichelte Linie R bzw. S angedeuteten Stellungen, und der Brennstoff fliesst weiterhin durch beide Ausgänge 14 und 18. Es soll hier erwähnt werden, dass dann, wenn sich der Ventilteller 34 in der durch R angedeuteten Stellung befindet, ein maximaler Brennstoffzufluss um den Ventilteller 34 herum möglich ist, sowie dann, wenn sich der Ventilteller 62 in der durch M angedeuteten Stellung befindet.
In der durch O angedeuteten Stellung sind die Gleitbacken 108, 110 nicht mehr in Eingriff mit den Schraubenflächen 122, 126, und sobald die Gleit- backen 108, 110 auf die Aussparungen 132, 134 ausgerichtet sind, bewegt sich die Welle 100 sprung- artig um eine mit T angedeutete Strecke nach rechts, bis die Gleitbacken 108, 110 an dem Boden der Aussparungen 132, 134 anliegen. Gleichzeitig mit dieser Axialbewegung der Welle 100 dreht sich der Hebel 70 in seine ursprüngliche Stellung, und er ermöglicht es den Ventiltellern 34 und 62, ihre ursprünglichen Stellungen einzunehmen, wie sie durch ausgezogene Linien in Fig. 1 angedeutet sind.
Wenn sich die Gleitbacken 108, 110 in die Aussparungen, 132, 134 bewegen, dann wird eine weitere Drehung der Welle 100 verhindert. Das Uhrwerk 140
<Desc/Clms Page number 6>
wird dann gestoppt, und ein weiteres Abwickeln der Hauptfeder wird verhindert. Auf diese Weise kann die Hauptfeder niemals ganz ablaufen, und ein wesentliches Drehmoment wird durch sie in allen Winkelstellungen der Welle 100 auf diese ausgeübt. Dadurch wird die Gefahr einer unzureichenden Abwicklung der Hauptfeder beseitigt, wenn das Uhrwerk so eingestellt ist, dass es nur für ein kleines Zeitintervall arbeitet. Es soll bemerkt werden, dass durch die diametrale Anordnung der Gleitbacken 108, 110 diese gleichzeitig mit den Schraubenflächen 120, 122, 124, 126 in Eingriff kommen und sich auch gleichzeitig wieder von ihnen lösen.
Dadurch wird ein mögliches Kippen und Festsitzen der Welle 100 verhindert.
Aus der vorhergehenden Beschreibung wird deutlich, dass die erläuterte Ausführungsform eine neue und verbesserte Regelanordnung liefert, welche eine zeitlich aufeinanderfolgende Betätigung einer Mehrzahl von Regelventilen zur Steuerung der Brennstoffzufuhr zu einer Mehrzahl von Brennern ermöglicht, wobei alle Ventile in einem einzigen Gehäuse untergebracht sind.