CH351145A - Lagerungseinrichtung mit einem Wälzlager und einem als Polster wirkenden Kapselgehäuse aus ölbeständigem Kunststoff - Google Patents

Lagerungseinrichtung mit einem Wälzlager und einem als Polster wirkenden Kapselgehäuse aus ölbeständigem Kunststoff

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CH351145A
CH351145A CH351145DA CH351145A CH 351145 A CH351145 A CH 351145A CH 351145D A CH351145D A CH 351145DA CH 351145 A CH351145 A CH 351145A
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CH
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rolling bearing
capsule housing
bearing
roller bearing
side wall
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Inventor
Schlauch Emil
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Mueller Wilhelm H & Co Kg
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C27/00Elastic or yielding bearings or bearing supports, for exclusively rotary movement
    • F16C27/06Elastic or yielding bearings or bearing supports, for exclusively rotary movement by means of parts of rubber or like materials
    • F16C27/066Ball or roller bearings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rolling Contact Bearings (AREA)

Description


      Lagerungseinrichtung        mit    einem Wälzlager und einem als Polster wirkenden  Kapselgehäuse aus ölbeständigem     Kunststoff       Die Erfindung betrifft eine Lagerungseinrichtung  mit einem Wälzlager und einem unter Spannung an  der Lagerstelle angebrachten, als Polster wirkenden  Kapselgehäuse aus ölbeständigem Kunststoff.

   Mit der  schon mehrfach vorgeschlagenen     Anbringung        ring-,     hülsen- oder kapselförmiger Polster bei Wälzlagern  wird in erster Linie bezweckt, die unangenehmen und  in vielen Fällen störenden Laufgeräusche von Wälz  lagern dadurch zu vermeiden, dass die durch kleinste  Fertigungsungenauigkeiten des     Wälzlagers    bei der  Umlaufbewegung entstehenden Erschütterungen durch  eine elastische Zwischenlage isoliert werden, so     d'ass     sie nicht auf die das Wälzlager umgebenden metal  lischen Teile übertragen werden und diese Teile zu  Eigenschwingungen anregen können, was den als  Laufgeräusch abgestrahlten Körperschall verursacht.  



  Wird das Polster, wie es ebenfalls schon vorge  schlagen worden ist, als den Lagerkörper völlig um  schliessendes Kapselgehäuse ausgebildet, so wird  ausser der Schwingungsisolierung auch eine Minde  rung der Abstrahlung des Geräusches erzielt, die  durch die Metall- auf     Metallreibung    der     Wälzkörper     an den     Laufflächen    verursacht wird. Zugleich bildet  ein solches Kapselgehäuse einen gut abgedichteten  Aufnahmeraum für das Schmiermittel, und es schützt  das Wälzlager sowie das Schmiermittel gegen Ver  schmutzen und andere nachteilige äussere Einflüsse.  Ausserdem können die Polster dazu beitragen, dass  die Wälzlager nicht mehr mit der bisher für die Mon  tage erforderlichen, äusserst geringen Toleranz her  gestellt zu werden brauchen.  



  Die Ausnutzung dieser bekannten Vorteile der  Einkapselung von Wälzlagern in     Polstern    scheiterte  in der Praxis bislang vornehmlich an folgenden  Schwierigkeiten: Das Kapselgehäuse soll als Polster  einerseits kleine Schwingungen niedriger Frequenzen    dämpfen, was die Anwendung eines Kunststoffes von  einer bestimmten Federweichheit notwendig macht;  anderseits darf die elastische     Zusammendrückbarkeit     des Polsters nur klein sein,     damit    keine allzu grossen  Verlagerungen des umlaufenden, gegenüber dem fest  stehenden Maschinenteil eintreten können.

   Wenn die       Auslenkung    der Welle eine bestimmte Toleranz über  schreitet, so würde beispielsweise bei Elektromotoren  die ordnungsgemässe Umlaufbewegung des Läufers  gestört und bei Antrieben mit grossem Zahndruck  oder mit grossem Riemen- bzw. Kettenzug eine Ein  kapselung der     Wälzlager    von     vornherein    unmöglich  sein.  



  Bis vor kurzem standen keine ölbeständigen  Kunststoffe mit ausreichend grosser spezifischer Be  lastbarkeit zur Verfügung, welche mit der aus dem       vorgeschilderten    Grunde notwendigen hohen Vor  spannung in die Lagerstelle     eingepresst    werden konn  ten. Bei früheren Vorschlägen zur Einkapselung von  Wälzlagern hat man sich daher damit begnügt, dem  Polster nur gerade eine solche Spannung zu geben,  dass es ein     Mitdrehen    des anliegenden Laufringes  des     Wälzlagers    verhindert. Derartige Lagerungsein  richtungen sind aber     nur    für kleine Belastungen an  wendbar und würden bei grösseren Belastungen zu  den oben erläuterten Verlagerungsschwierigkeiten  führen.

   Im übrigen erschien es auch im     Hinblick    auf  die Montage des Lagers und des Polsters geboten, die       Vorspannung    des Polsters möglichst klein zu halten.  



  Nach der     Erfindung    soll das Problem der prak  tischen Anwendbarkeit von Kapselgehäusen bei  Wälzlagern in der Weise gelöst sein, dass das Kapsel  gehäuse     für    das Eindrücken in die Lagerstelle unter  grossem     Pressdruck    aus Kunststoff mit einer spezifi  schen Belastbarkeit von wenigstens 100     kg/cm2,    z. B.  aus     Polyurethan,    hergestellt und am Randkanten-      abschnitt der     Mittenaussparung    für den Durchtritt der  Welle zu einer gegen den inneren Laufring des Wälz  lagers vorspringenden, sich an die senkrecht zur Welle  stehende Stirnfläche dieses Laufringes anlegenden       ringförmigen    Dichtungslippe ausgebildet ist.  



  Die     Vorspannung    des Kapselgehäuses soll eine  unzulässig grosse Verlagerung der Welle bzw. des       Wälzlagers    durch die auf das     Wälzlager    wirkenden  Kräfte     verhindern,    ohne dass die Hauptaufgabe des  Kapselgehäuses eine Einbusse erleidet, die darin be  steht, dass das Kapselgehäuse als schwingungsdämp  fendes und geräuschminderndes Polster wirksam ist.  



  Das unter hoher     Vorspannung    angebrachte Kap  selgehäuse ermöglicht eine vollkommene Abdichtung,  die     Schmiermittelverluste    und ein Verschmutzen des  Schmiermittels völlig ausschliesst. Die gegen den in  neren Laufring des Wälzlagers anliegende Dichtungs  lippe soll weder an     dieser    noch am inneren Laufring des  Wälzlagers Reibungsverschleiss entstehen lassen, dem  zufolge die Lebensdauer des einen oder anderen Teiles  eingeschränkt werden könnte. Die Lippenabdichtung  braucht auch keine nennenswerte Leistungsminderung       zur    Folge zu haben, da nur sehr geringe Reibungs  widerstände auftreten können.

   Die Montage des  Wälzlagers und des Kapselgehäuses braucht nicht  schwieriger als die eines normalen Lagers zu sein,  weil das Kapselgehäuse nicht auf die Welle     eingepasst     zu werden braucht und es nicht mehr notwendig ist,  für den äusseren Durchmesser und die Breite des  Wälzlagers     Feinsttoleranzen    einzuhalten.  



  Schliesslich bietet ein Kapselgehäuse den grossen  Vorteil, dass es das Wälzlager schon vor der Montage  abdichtend umschliessen und somit einen idealen Ver  packungsbehälter für den Versand und einen Behäl  ter für die     Aufbewahrung    des Wälzlagers darstellen  kann, der die Gefahr einer Korrosion oder einer  Staubverschmutzung zuverlässig ausschliesst.

   Bei zwei  teiliger Ausbildung des Kapselgehäuses kann dieser  Erfolg durch dichtschliessendes     Aneinanderliegen    der  beiden Kapselhälften und bei einteiliger Ausbildung  des Kapselgehäuses dadurch erreicht sein, dass in dem  über das Lager vorstehenden zylindrischen     Wan-          dungsteil    des Kapselgehäuses eine starre     Abdeckplatte     bzw. ein     Abdeckring    eingedrückt wird. Vor der Mon  tage kann in das Kapselgehäuse eine Menge Schmier  öl oder Schmierfett eingebracht werden, die ohne  Wartung auf lange Zeit hinaus eine einwandfreie  Schmierung der Reibflächen des Wälzlagers sicher  stellt.  



  Eine Abdichtungslippe von besonderer Weichheit  lässt sich dadurch erzielen, dass der die     Mittenaus-          sparung    umgebende     Randkantenabschnitt    der ring  förmigen Seitenwand des Kapselgehäuses aus der  Ebene der Seitenwand     herausgebogen    ist.

   Zu dem  gleichen Zweck empfiehlt es sich, die ringförmige  Seitenwand des Kapselgehäuses mit geringerer Wand  stärke auszuführen als die den äusseren Laufring des  Wälzlagers aussen und an der Seite umfassenden       Wandungsteile.       Um den Aufnahmeraum des Kapselgehäuses für  die Schmierflüssigkeit zu vergrössern und die umlau  fenden Teile des Wälzlagers ausser der Dichtungslippe  im sicheren freien     Abstande    von der Innenfläche der  ringförmigen Seitenwand bzw. der ringförmigen Sei  tenwände des Kapselgehäuses zu halten, in zweck  mässig die Innenfläche der ringförmigen Seitenwand  in regelmässiger Teilung mit Erhebungen als Ab  standshaltestücke für den äusseren Laufring des mit  dem grösseren Teil seiner Seitenfläche im Kapsel  gehäuse frei liegenden Wälzlagers versehen.  



  Bei zweiteiliger Ausbildung ist das Kapselgehäuse  vorteilhaft aus zwei Hälften hergestellt, deren zylin  drische     Wandungsteile    in der Symmetrieebene des  Wälzlagers stumpf     aneinanderstossen.    Ein Austreten  der Schmierflüssigkeit durch die Verbindungsfuge der  beiden Kapselhälften soll dabei zufolge des grossen       Pressdruckes,    mit dem die beiden Kapselhälften in  der Lagerstelle     gegeneinandergedrückt    werden, mit  Sicherheit ausgeschlossen werden. Ausserdem bietet  die     vorbeschriebene    Unterteilung des Kapselgehäuses  fertigungstechnische Vorteile insofern, als die beiden  Kapselhälften bis auf die die Dichtungslippen tragen  den, ringförmigen Seitenwände übereinstimmend aus  geführt werden können.

    



  Bei horizontal angeordnetem Wälzlager sind vor  teilhaft die Erhebungen an der Innenfläche der ring  förmigen Seitenwand des von unten her am Wälzlager  angebrachten Kapselgehäuses angebracht, um unter  halb der unten liegenden Seitenflächen des Wälz  lagers eine     Auffang-    und Vorratskammer für die  Schmierflüssigkeit zu bilden, und es sind zweckmässig  an einem der umlaufenden Teile des Wälzlagers in  regelmässiger Teilung in die Schmierflüssigkeit hinab  reichende Förderschaufeln angebracht, welche bei der  Umlaufbewegung Schmierflüssigkeit ständig nach  oben fördern. Hierdurch wird das bisher ungelöste  Problem der mangelhaften Schmierung von horizon  tal oder etwa horizontal eingebauten Wälzlagern mit  einem Mindestaufwand an technischen Mitteln in  einer die Bedürfnisse der Praxis voll befriedigenden  Weise gelöst.  



  Die Förderschaufeln können     zweckmässigerweise     aus Blechstreifen hergestellt sein, die am freien Ende  mit einem mittleren Längseinschnitt versehen und mit  den beiderseits der Einschnittstelle befindlichen Zun  gen nach entgegengesetzten Richtungen gekrümmt  sind und deren anderes Ende am Käfig des Wälz  lagers oder an dessen innerem Laufring durch An  nieten oder Anschweissen befestigt ist.  



  Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele  der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:       Fig.    1 eine erste Lagerungseinrichtung mit von  einem zweiteiligen Kapselgehäuse umgebenem Ku  gellager in     vertikaler    Anordnung im senkrechten  Querschnitt nach der Linie     I-1    der     Fig.    2,       Fig.    2 die Seitenansicht der Einrichtung aus der  Linie     x-x    der     Fig.    1 gesehen,       Fig.    3 einen der     Fig.    1 entsprechenden Quer  schnitt nach der Linie     111-III    der     Fig.    2,

             Fig.    4 eine zweite Einrichtung mit in     horizontaler     Anordnung eingebautem, von unten her eingekapsel  tem Kugellager im vertikalen Querschnitt nach der  Linie     IV-IV    der     Fig.    5,       Fig.    5 die Draufsicht zu     Fig.    4 und       Fig.    6 einen vertikalen Teilquerschnitt nach der  Linie     VI-VI    der     Fig.    5.  



  In den gezeichneten Ausführungsbeispielen ist a  der äussere und b der innere Laufring eines Kugel  lagers genormter Grösse und Ausführung; c sind die  zwischen den beiden Laufringen angeordneten     Wälz-          körper,    beispielsweise Kugeln, und d ist die Welle,  auf welcher das Kugellager wie üblich gegen eine  Schulter der Welle anliegend montiert ist.     f    bezeich  net die das Wälzlager aufnehmende Einbaustelle des  entweder geteilt ausgeführten oder, wie in     Fig.    1 und  3 gezeichnet, mit einem Ringdeckel g versehenen  Lagergehäuses h.  



  Das zwischen das Lagergehäuse h und das Wälz  lager unter Spannung eingesetzte, aus Kunststoff wie  zum Beispiel     Polyurethan    gefertigte Kapselgehäuse i  besteht beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 bis 3  aus zwei Hälften, von denen jede einen zylindrischen       Wandungsteil        i2    und eine ringförmige Seitenwand     1,     aufweist. Der den äusseren Laufring a an der Aussen  mantelfläche umfassende zylindrische Wandteil i2 ist  mit grösserer Wandstärke ausgeführt als die Seiten  wand     i3,    in der eine dem Wellendurchmesser ange  passte kreisrunde     Mittenaussparung    k vorhanden ist.

    Gegen diese     Mittenaussparung    k hin ist die Seiten  wand     i3    mit leicht verstärkter Wanddicke ausgeführt,  und der die     Mittenaussparung    k umgrenzende Rand  kantenabschnitt ist in das Innere des Kapselgehäuses i  so einwärts gekrümmt, dass der     Randkantenabschnitt     eine sich mit breiter ebener Fläche gegen den inneren  Laufring<I>a</I> anlegende Dichtungslippe     i4    bildet.  



  Wie aus     Fig.    1 und 3 ersichtlich, ist das zweitei  lige Kapselgehäuse i so unterteilt, dass die zylindri  schen     Wandungsteile        i.,    der unter Spannung in die  Einbaustelle     f    des Lagergehäuses<I>h</I> eingefügten beiden  Kapselhälften stumpf     gegeneinanderstossen    und fest       aneinanderliegen.    Die Dichtungslippen     i4    reichen mit  ihren äusseren Randkanten     an    die Welle d heran.

   Da  die Welle an der in     Fig.    1 linken Seite einen kleine  ren Durchmesser hat als an der rechten Seite, sind  die Durchmesser der Mittelaussparungen k der ring  förmigen Seitenwände     i3    beider Kapselhälften unter  schiedlich gross. Im übrigen aber sind beide Kapsel  hälften in Form und Grösse übereinstimmend aus  geführt. Bei nicht zu grossem Unterschied des Wel  lendurchmessers vor und hinter der Anlageschulter für  das Wälzlager können auch die beiden     ringförmigen     Seitenwände gleich grosse Mittelaussparungen k haben,  da der biegsame Werkstoff kleine Unterschiede ohne  weiteres ausgleicht.  



  Die ringförmigen Seitenwände     i.    beider Kapsel  hälften sind an der Innenfläche in regelmässiger Tei  lung mit Erhebungen m versehen, die von der Seiten  wandaussenkante sich ein kleines Stück über die Sei  tenwandfläche erstrecken und im gezeichneten Bei-    spiel die     Grundrissform    eines Kreisabschnittes haben       (Fig.2),        jedbch    auch anders gestaltet sein können.  Die Erhebungen<I>m</I> stützen den äusseren Laufring<I>a</I>  des Kugellagers an gleichmässig verteilten Stellen ab.

    Dadurch ist der grösste Teil der Innenfläche beider  ringförmiger Seitenwände     i3    im freien     Abstande    vom  Kugellager gehalten, so dass die Dichtungslippen i4  freie Bewegungsmöglichkeit haben und zufolge der  Elastizität des Werkstoffes weich federnd gegen den  inneren Laufring b anliegen.

   Zugleich     bilden    die so  geschaffenen Zwischenräume n eine Vorratskammer  für das zur Schmierung der Wälzkörper c erforder  liche Schmieröl q, das sich im unteren Teil des Kap  selgehäuses i sammelt und     beim    Umlauf des Wälz  lagers ständig an alle Teile desselben     herangelangt.     Die     vorbeschriebene        Unterteilung    des zweiteiligen  Kapselgehäuses<I>i</I> und die Dichtungslippen     i4    verhin  dern zuverlässig jeden     Schmierölverlust.    Die Zwi  schenräume n dienen ausserdem als Sammelstellen für       Abriebteile    des     Wälzlagers.     



  Bei horizontaler oder etwa horizontaler Anord  nung des Wälzlagers     (Fig.4)    genügt zur Isolierung  des     Wälzlagerkörpers    gegen das Lagergehäuse h ein  einteiliges Kapselgehäuse i, dessen     zylindrischer    Sei  tenwandungsteil     i2        zweckmässigerweise    so lang aus  geführt ist, dass er in der von unten her auf das       Wälzlager    aufgeschobenen Einbaustellung den äusse  ren Laufring a des     Wälzlagers    nach oben hin ein  Stück übergreift. Das elastische Kapselgehäuse wird  ebenfalls wieder unter     Vorspannung    in die Einbau  stelle     f    eingebracht.

   Auch hier ist an der ringförmigen  Seitenwand     i3    rings um die Mittelaussparung k eine  Dichtungslippe     i4    und sind am Aussenrand der Seiten  wand an deren Innenfläche Erhebungen m zur Ab  stützung und Auflagerung des äusseren Laufringes a  des Wälzlagers gebildet. Die Erhebungen m sind etwas  höher gestaltet als beim Ausführungsbeispiel nach       Fig.    1 bis 3, um     einen    vergrösserten     Auffang-    und  Vorratsraum     h1    für das Schmieröl q und Ablagerungs  stellen für die     Abriebteile    der Wälzlager zu schaffen.  



  In den vergrösserten Raum     n1    ragen kleine Schau  feln r hinein, die im Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4  bis 6 an dem in üblicher Weise ausgebildeten Kugel  käfig s des Kugellagers in     regelmässiger    Teilung, bei  spielsweise um 120  versetzt, angenietet sind, und  zwar jeweils an eingezogenen Stellen des Kugel  käfigs s, die zwischen je zwei aufeinanderfolgenden  Kugeln c liegen.

   Die     Schaufeln    r bestehen aus schma  len Blechstreifen, die am freien Ende durch einen  mittleren Längseinschnitt in zwei Zungen     r1,        r2    unter  teilt und mit diesen Zungen nach entgegengesetzten  Seiten gekrümmt     sind        (Fig.6).    Die Zungen     r1,        r2     fördern, gleichgültig, in welcher Richtung das Wälz  lager umläuft,

   die unterhalb des Kugellagers im 01  auffanb und Sammelraum     n1    befindliche Schmier  flüssigkeit q beim Lagerumlauf ständig gegen die Ku  geln c und deren     Laufflächen    am äusseren und inneren  Laufring<I>a</I> bzw.<I>b</I> heran und bewirken     somit    eine  ununterbrochene gründliche Schmierung des Kugel  lagers.      Statt am Käfig<I>s</I> können die Förderschaufeln<I>r</I>  auch am inneren Laufring b des Wälzlagers, z. B.  durch Anschweissen, Anlöten oder in sonst     geeigneter     Weise, befestigt sein.

   Die     Anbringung    am     inneren     Laufring b kommt insbesondere dann in Betracht,  wenn das Wälzlager ohne     Käfig        ausgeführt    ist. Die       Erfindung    ist selbstverständlich nicht auf Lagerungs  einrichtungen mit Kugellagern beschränkt, sondern  erstreckt sich auch auf solche mit anderen Wälz  lagern, wie zum Beispiel Rollenlagern,     Tonnenlagern     und dergleichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lagerungseinrichtung mit einem Wälzlager und einem unter Spannung an der Lagerstelle angebrach ten, als Polster wirkenden Kapselgehäuse aus öl- beständigem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Kapselgehäuse für das Eindrücken in die Lager stelle unter grossem Pressdruck aus Kunstsoff mit einer spezifischen Belastbarkeit von wenigstens<B>100</B> kg/cm2 hergestellt und am Randkantenabschnitt der Mitten aussparung für den Durchtritt der Welle zu einer gegen den inneren Laufring des Wälzlagers vorsprin genden,
    sich an die senkrecht zur Welle stehende Stirnfläche des Laufringes anlegenden ringförmigen Dichtungslippe ausgebildet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Wälzlagerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Mittenausspa- rung umgebende Randkantenabschnitt der ringförmi gen Seitenwand des Kapselgehäuses aus der Ebene der Seitenwand herausgebogen ist.
    2. Wälzlagerungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Seitenwand des Kapselgehäuses mit geringerer Wandstärke ausgeführt ist als die den äusseren Laufring des Wälzlagers aussen und an der Seite umfassenden Wandungsteile. 3. Wälzlagerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche der ringförmigen Seitenwand in regelmässiger Teilung Er hebungen als Abstandshaltestücke für den äusseren Laufring des mit dem grösseren Teil seiner Seiten fläche im Kapselgehäuse freiliegenden Wälzlagers auf weist.
    4. Wälzlagerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kapselgehäuse aus zwei Hälften besteht, deren zylindrische Wandungs- teile in der Symmetrieebene des Wälzlagers stumpf aneinanderstossen. 5.
    Wälzlagerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kapselgehäuse ein teilig ausgeführt und mit dem zylindrischen Wan- dungsteil über den äusseren Laufring des Wälzlagers ein Stück hinausragend ausgebildet ist, damit in den überstehenden Wandungsteil ein das Wälzlager vor der Montage schützender Scheibendeckel einklemm- bar ist.
    6. Wälzlagerungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, mit horizontal angeordnetem Wälzlager, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebun gen an der Innenfläche der ringförmigen Seitenwand des von unten her am Wälzlager angebrachten Kap selgehäuses angebracht sind, um unterhalb der nach unten gekehrten Seitenfläche des Wälzlagers eine Auffang- und Vorratskammer für die Schmierflüssig keit zu bilden, und dass an einem der umlaufenden Teile des Wälzlagers in regelmässiger Teilung in die Schmierflüssigkeit hinabreichende Förderschaufeln befestigt sind, welche bei der Umlaufbewegung Schmierflüssigkeit ständig nach oben fördern.
    7. Wälzlagerungseinrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschaufeln aus Blechstreifen bestehen, die am freien Ende mit einem mittleren Längseinschnitt versehen und mit den beiderseits der Einschnittstelle befindlichen Zungen nach entgegengesetzten Richtungen gekrümmt sind und deren anderes Ende am Käfig des Wälzlagers oder an dessen inneren Laufring durch Annieten oder Anschweissen befestigt ist.
CH351145D 1956-07-19 1957-05-06 Lagerungseinrichtung mit einem Wälzlager und einem als Polster wirkenden Kapselgehäuse aus ölbeständigem Kunststoff CH351145A (de)

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