CH351179A - Scheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Scheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge

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CH351179A
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Klaue Hermann Ing Dr
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Klaue Hermann
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Description


  Scheibenbremse, insbesondere     für        Kraftfahrzeuge       Es sind Scheibenbremsen bekannt, bei denen in  einem mit dem zu bremsenden Teil umlaufenden Ge  häuse zwei axial frei bewegliche, auf der Aussenseite  mit Bremsbelag und auf der Innenseite mit in Um  fangsrichtung ansteigenden, zur Aufnahme von Ku  geln dienenden     Ausnehmungen    versehene Brems  scheiben angeordnet sind.

   Zur axialen     Anpressung    der  Bremsscheiben an das umlaufende Gehäuse ist dabei  ein     verdrehbarer    Ring vorgesehen, der auf seinem  Umfang als Bohrungen ausgeführte Aussparungen  aufweist, die zur Aufnahme von je zwei sich aufein  ander abstützenden, gleichzeitig als Verbindungsglie  der zwischen den Bremsscheiben dienenden Kugeln  bestimmt sind.  



  Derartige Bremsen eignen sich besonders für An  wendungsfälle, bei denen das Bremsgehäuse zur guten  Ableitung der entstehenden Reibungswärme im freien  Luftstrom angeordnet werden kann. Ist das letztere  nicht möglich, so ist es vorteilhaft, den umlaufenden  Teil der Bremse als Bremsscheibe und den feststehen  den Teil als Gehäuse auszubilden.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine  für hohe thermische Belastungen geeignete Scheiben  bremse mit feststehendem Bremsgehäuse zu schaffen.  



  Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe  besteht darin, dass eine als Gegenbremsscheibe wir  kende, innerhalb des Bremsgehäuses axial beweglich  angeordnete Druckscheibe vorgesehen ist, an deren  von der Bremsscheibe abgewandten Seite in einer  Umfangsrichtung ansteigende, gleichmässig auf einem  Kreisumfang verteilte     Ausnehmungen    vorhanden sind,  in denen Kugeln gelagert sind, welche von einem um  die Mittelachse der Bremse drehbaren     Bremsbetäti-          gungsring    gehalten sind, dem ein weiterer, zur rollen  den Abstützung dieses Ringes verwendeter Kugelsatz  zugeordnet ist. Dieser Betätigungsring kann selbst mit    in einer Umfangsrichtung ansteigenden     Ausnehmungen     ausgerüstet sein, in denen die Betätigungskugeln liegen.

    Die rollende Abstützung auf     derfeststehenden    Gehäuse  wand wird dann nur durch den weiteren Kugelsatz  vorgenommen. Diese Lösung hat den Vorteil, dass  sämtliche Kugeln nur rollen, während bei sich aufein  ander rollend abstützenden Kugeln, die in Bohrungen  des Betätigungsringes liegen, in diesen Bohrungen  bei der Betätigung Reibung auftritt.  



  Bei durch einen Deckel geschlossenem Brems  gehäuse kann die als Gegenbremsscheibe wirkende  Druckscheibe an einer an ihrem äusseren Umfang zwi  schen Bremsgehäuse und     Bremsgehäusedeckel    ein  geklemmten, zur     Bremsmomentübertragung    und zur       Druckscheibenrückführung    dienenden Tellerfeder und  der hydraulische oder pneumatische Betätigungszylin  der für den     Bremsbetätigungsring    aussen am Brems  gehäusedeckel befestigt sein.  



  In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes dargestellt.    In     Fig.    1 ist eine beispielsweise im Achsgehäuse  eines Traktors untergebrachte Scheibenbremse in  einem durch die Längsachse der Bremse gelegten  Schnitt dargestellt.  



  Die     Fig.2    zeigt einen dazu     senkrecht    gelegten  Schnitt entlang der Linie A -B     in        Fig.    1.  



  Die     Fig.    3     veranschaulicht    einen Teilschnitt durch  den     Bremsbetätigungsring    entlang der Linie<B>C -D</B> in       Fig.    2.  



  In     Fig.    4 ist ein gleicher Teilschnitt dargestellt, der  jedoch eine andere Konstruktion des     Bremsbetäti-          gungsringes    erkennen lässt.  



  Die     Fig.5    zeigt einen senkrecht zur Bremsen       achse    gelegten Schnitt, aus dem die hydraulisch oder  pneumatisch betätigte Vorrichtung     zur    Verschwen-           kung    des     Bremsbetätigungsringes    in Umfangsrichtung  ersichtlich ist.  



  Die     Fig.    6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem  die     Verschwenkung    des     Bremsbetätigungsringes    mittels  eines Seilzuges vorgenommen wird.  



  Die     Fig.    7 stellt einen durch die Längsachse einer  Automobilbremse gelegten Schnitt dar.  



  In     Fig.    8 ist ein dazu senkrecht gelegter Schnitt  entlang der Linie     E-F    in     Fig.    7 veranschaulicht.  Zunächst soll anhand der     Fig.    1 bis 6 die     Trak-          torbremse    und dann anhand der     Fig.7    und 8 die  Automobilbremse erläutert werden.  



  Mit 1 ist in der     Fig.    1 das nur teilweise angedeu  tete Getriebegehäuse bezeichnet, an dem der Achs  trichter 2 befestigt ist. Mit der     Hinterachswelle    3 ist  - axial frei beweglich - die Bremsscheibe 4 ver  bunden, die mit den Bremsbelägen 5 und 6 versehen  ist. Das Bremsgehäuse 7 ist mit dem Achstrichter 2  verschraubt. Das erstere trägt - in     Ausnehmungen     axial verschiebbar - die als Gegenbremsscheibe wir  kende Druckscheibe B. Diese ist mit einem zylin  drischen     Fortsatz    9 ausgerüstet, auf dessen von der  Bremsscheibe 4 abgewandter Stirnseite - gleich  mässig am Umfang verteilt - in einer Umfangsrich  tung ansteigende     Ausnehmungen    10 angebracht sind.

    In diesen     Ausnehmungen    sind Kugeln 11 gelagert, die  sich über Kugeln 12 gegen den Bund 13 der am  Getriebegehäuse 1 befestigten Büchse 14 rollend ab  stützen. Die Büchse 14 dient gleichzeitig zur Zen  trierung der Kugeln und zur Aufnahme der Druck  feder 15, die sich am Spannring 16 abstützt und die  Druckscheibe 8 über eine Scheibe 17 von der Brems  scheibe 4 zurückdrückt.  



  Die Kugeln 11 und 12 sind in den Bohrungen  18 und 19 des     Bremsbetätigungsringes    20     gelagert.     Der letztere ist - wie     Fig.    2 erkennen lässt - mit  einem     Fortsatz    21 ausgerüstet, an den der zur Be  tätigung dienende Seilzug 22 mittels der Öse 22'  angehängt ist.  



  Die an einem Stift 24 am Getriebegehäuse 1 be  festigte und in das Loch 25 des     Fortsatzes    21 eingrei  fende Zugfeder 23 sorgt für die     Rückführung    des       Bremsbetätigungsringes    20 nach Beendigung des       Bremsvorganges.     



  Zur Einleitung der Bremsung wird über das in  der Zeichnung nicht dargestellte Bremspedal bzw. den  Bremshandhebel der     Seilzug    22 gezogen und damit  der sich über die Kugeln<B>11</B> und- 12 auf der Büchse  14 rollend abgestützte     Bremsbetätigungsring    20 ver  dreht. Durch diese Verdrehung rollen die Kugeln 11  in den     Ausnehmungen    10 auf und pressen die Druck  scheibe 8 gegen das Bremsgehäuse 7 bzw. gegen die  Bremsscheibe 4.

   Nach Beendigung des Bremsvor  ganges zieht die     Zugfeder    23 den     Bremsbetätigungs-          ring    20 in     die    Ausgangsstellung     zurück.    Die Druck  feder 15 hebt dann die     Druckscheibe    8 von der  Bremsscheibe 4 ab.  



  Nach     Fig.    4 ist der     Bremsbetätigungsring    20 selbst  mit in einer Umfangsrichtung ansteigenden     Aus-          nehmungen    10' versehen. Die darin     gelagerten    Ku-         geln    11 stützen sich nicht auf den Kugeln 12, son  dern am     Bremsbetätigungsring    20 ab. Mittels des  Blechkäfigs 26 werden     die    Kugeln 12 in     gleichmässigem     Abstand gehalten. Eine     derartige    Ausführungsform  des     Bremsbetätigungsringes    hat den Vorteil, dass bei  der Bremsbetätigung sämtliche Kräfte rollend über  tragen werden.

   Bei der     Ausführung    des     Bremsbetä-          tigungsringes    nach     Fig.    3 tritt in den Bohrungen 18  und 19 Reibung auf.  



  Bei dem     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.5    wird  der     Bremsbetätigungsring    20 über den Stössel 27 vom       hydraulisch    oder pneumatisch     beaufschlagten    Kol  ben 28 verdreht, der im Zylinder 29 gelagert ist.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    6 ist der       Seilzug    22 ein Stück um den     Bremsbetätigungsring     20     herumgeführt,    um bei der Bremsbetätigung jede       Hebelarmverlängerung    auszuschliessen.  



  Auch bei dem     Betätigungshebel    30 ist die     gleiche     Befestigungsart für das Seil 22 gewählt.  



  Die in den     Fig.    7 und 8 dargestellte Automobil  bremse wird     in    genau der gleichen Weise wie die       Traktorbremse    nach den     Fig.    1 bis 6 mittels des       Bremsbetätigungsringes    20 betätigt, in dem die Ku  geln 11 und 12 gelagert sind.  



  Bei dieser Bremse ist der Felgenteil 31 des Kraft  fahrzeugrades mit der Radschüssel 32 verbunden,  die mittels der Radmutter 33 über     Kolbenbolzen     34 mit der Radnabe 35 in starrer Verbindung steht.  Die     Radbolzen    34 weisen zylindrische     Fortsätze    36  auf, auf denen die mit Bremsbelägen 37 versehene  Bremsscheibe 38 axial frei beweglich gelagert ist.  



  Das mit Rippen versehene Bremsgehäuse 39 ist  mittels Schrauben 40 mit dem     Bremsgehäusedeckel     41 verschraubt. Es ist zweckmässig, das Bremsgehäuse  aus     Leichmetall    zu fertigen, damit eine gute Abfuhr  der entstehenden Bremswärme gewährleistet ist. Im  Bremsgehäuse 39 sind gleichmässig am Umfang ver  teilte Reibsegmente 42 angeordnet, die durch Schrau  ben 43 und Gewindehülsen 44 mit dem Bremsgehäuse  39 verbunden sind.  



  Der     Bremsgehäusedeckel    41 ist mit dem fest  stehenden Teil des Fahrzeuges, nämlich mit dem  Achsschenkel oder mit dem Achsträger 52 starr ver  bunden. Zwischen dem Bremsgehäuse 39 und dem  Gehäusedeckel 41 ist eine     zweckmässigerweise    ge  schlitzt ausgebildete Tellerfeder 45 befestigt, welche  mittels der Schrauben 46, die gleichzeitig die Reib  segmente 47 mit der Druckscheibe 48 verbinden, mit  der letzteren verschraubt ist. Die Schraubverbindung  ist auch in diesem Falle mittels Gewindehülsen 49  vorgenommen.

   Die Druckscheibe 48 ist also mittels  der Tellerfeder 45 axial frei beweglich     gelagert.    Die  Tellerfeder dient sowohl zur     Bremsmomentübertra-          gung    als auch zur Rückführung der Druckscheibe 48  in die Ausgangslage nach     Beendigung    des Bremsvor  ganges.  



  Die Betätigung der Bremse wird mittels des  schwenkbaren     Bremsbetätigungsringes    20 vorge  nommen, der über in einer Umfangsrichtung anstei  gende     Ausnehmungen    und in diesen     gelagerten    Ku-           gelreihen    11 und 12 über entsprechende     Ausneh-          mungen    auf einen Druckring 50 die Bremskraft über  trägt. Dieser Druckring steht mit der Druckscheibe  48 in kraftschlüssiger Verbindung.  



  Wie aus     Fig.    8 zu ersehen ist, besitzt der Brems  betätigungsring 20 einen     Fortsatz    21, auf den über  einen Stössel 27 ein abgedichteter Kolben 28     einwirkt,     welcher in einem am     Bremsgehäusedeckel    41 be  festigten Zylinder 29 gelagert ist. Die Rückbewegung  des     Bremsbetätigungsringes    20 in die Ausgangslage  nach dem Bremsvorgang wird durch eine Druckfeder  51 vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Scheibenbremse, die ein feststehendes Brems gehäuse und mindestens eine mit dem zu bremsenden Teil umlaufende, gegenüber diesem axial beweglich gelagerte, mit Bremsbelägen versehene Bremsscheibe aufweist, welche gegen das feststehende Bremsgehäuse gepresst werden kann, insbesondere für Kraftfahr zeuge, dadurch gekennzeichnet, dass eine als Gegen bremsscheibe wirkende, innerhalb des Bremsgehäuses (7 bzw. 39) axial beweglich angeordnete Druck scheibe (8 bzw. 48) vorgesehen ist, an deren von der Bremsscheibe (4 bzw.
    38) abgewandten Seite in einer Umfangsrichtung ansteigende, gleichmässig auf einem Kreisumfang verteilte Ausnehmungen (10) vorhan den sind, in denen Kugeln (11) gelagert sind, wel che von einem um die Mittelachse der Bremse dreh baren Bremsbetätigungsring (20) gehalten sind, dem ein weiterer, zur rollenden Abstützung dieses Ringes verwendeter Satz von Kugeln (12) zugeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Scheibenbremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsring (20) auf den beiden Sätzen von Kugeln (11, 12) gelagert ist. 2.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver drehung des Bremsbetätigungsringes (20) in Umfangs- richtung entgegen der Kraft einer Feder (23) mittels eines Seilzuges (22) erfolgt. 3.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver drehung des Bremsbetätigungsringes (20) in Um fangsrichtung entgegen der Kraft einer Feder (23 bzw. 51) mittels eines pneumatisch oder hydraulisch beaufschlagten Kolbens (28) über einen gelenkig ge lagerten Druckstössel (27) erfolgt. 4.
    Scheibenbremse nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass innerhalb des durch einen Deckel (41) geschlossenen Bremsge häuses (39) die axial bewegliche Druckscheibe (48) an einer an ihrem äusseren Umfang zwischen Bremsge häuse (39) und Bremsgehäusedeckel (41) einge klemmten, zur Bremsmomentübertragung und zur Druckscheibenrückführung dienenden Tellerfeder (45) und der hydraulische oder pneumatische Betätigungs- zylinder (29) für den Betätigungsring (20)
    aussen am Bremsgehäusedeckel (41) befestigt ist.
CH351179D 1956-03-03 1957-02-25 Scheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge CH351179A (de)

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