CH351189A - Anfeuchter mit Flüssigkeitsfördervorrichtung - Google Patents
Anfeuchter mit FlüssigkeitsfördervorrichtungInfo
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Description
Anfeuchter mit Flüssigkeitsfördervorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf einen Anfeuchter mit Flüssigkeitsfördervorrichtung und dient dem Zweck, Flüssigkeit in dosierten Mengen in eine Sieb taste zu fördern, aus der es von der Oberfläche der eingebrachten Siebe durch Abstreichen zum Befeuch ten der Finger beim Geldzählen, zum Befeuchten von Klebemarken, Briefmarken, Briefumschlägen und Klebestreifen oder dergleichen in hinreichender Menge entnommen werden kann.
Es sind Flüssigkeitsfördervorrichtungen mit einer als Gummiglocke ausgebildeten Förderpumpe be kannt, wobei die Pumpenglocke mit einem als Düse wirkenden Steigrohr in Verbindung steht, das ober halb mit einer in Kreuzform gelochten Spritzdüsen haube durch ein Gewinde verstellbar verbunden ist und am unteren Ende mit einer Verlängerung zur Hubbegrenzung versehen ist. Bei dieser bekannten Fördervorrichtung handelt es sich insbesondere um eine Weihwasserfördervorrichtung für Weihkessel, die sich nicht für Anfeuchter gemäss der Erfindung eignet.
Bei dieser bekannten Fördervorrichtung hat sich der Nachteil gezeigt, dass damit nicht die genügende Flüs sigkeitsmenge gefördert werden kann, wie dies für eine Massenbefeuchtung durch Anfeuchter zum Be feuchten von Klebemarken, Briefmarken, Brief umschläge und Klebestreifen erforderlich ist.
Es wurde weiter bereits vorgeschlagen, bei Flüs- sigkeitsfördervorrichtungen als Förderpumpe eine Gummiballpumpe zu verwenden, die im Saugstutzen ein Rückschlagventil enthält. Bei derartigen Ballpum pen mit Rückschlagventil oder Ventil überhaupt be steht der Nachteil darin, dass das Ventil nach einer verhältnismässig kurzen Betriebsdauer durch die schädlichen Einwirkungen und Absonderungen von Klebstoffrückständen festklebt und oxydiert und voll kommen versagt.
Gemäss der Erfindung sind diese Nachteile da durch behoben, dass das Düsenrohr oberhalb seiner unteren, in den Flüssigkeitsbehälter ragenden Öffnung mit einem trichterförmigen Reservebehälter, der gleichzeitig als Absinkbehälter für Verunreinigungen dient, umschlossen ist und unterhalb des Reserve behälters mit der elastischen Pumpenglocke in Ver bindung steht, die im Inneren oberhalb ihres äusse ren Randes mit einem ringförmigen Abdichtungswulst versehen ist.
In der Zeichnung ist beispielsweise veranschau licht, wie der Gegenstand nach der Erfindung her gestellt sein kann.
Fig. 1 zeigt den Anfeuchter mit Flüssigkeitsförder- vorrichtung in Ruhestellung im Schnitt.
Fig. 2 zeigt dieselbe in Tätigkeit im Schnitt.
Fig. 3 zeigt den Anfeuchter einer zweiten Aus führungsform im Vertikalschnitt.
Fig. 4 zeigt in Draufsicht einen Horizontalschnitt durch den Anfeuchter nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, besteht der Flüs sigkeitsbehälter aus dem unteren Behälterteil 1 und dem tropfschalenartigen Oberteil 2, in dem die Flüs- sigkeitsfärdervorrichtung eingebracht ist. Die Förder- vorrichtung setzt sich zusammen aus der elastischen Pumpenglocke 3, deren äusserer Rand 4 verbreitert und leicht gewellt ist. Im Inneren der Pumpenglocke ist ein ringförmiger Abdichtungswulst 5 angeordnet. In das Glockeninnere ist ein Düsenrohr 6 eingesetzt, welches in einer Düse 7 endet.
Das Düsenrohr 6 steht oberhalb der Glocke mit einem trichterförmi gen Reservebehälter 8 in Verbindung, der oben durch eine einschraubbare Siebtaste 9 verschlossen ist. In einer Ausnehmung der Siebtaste sind mindestens zwei Siebblättchen 10 aus dünner Kunststoffolie einge klemmt, zwischen denen ein viel Flüssigkeit aufneh- tuendes elastisches Polster 11 oder ähnliche hygro skopische Zwischenlage, beispielsweise aus 1¯ilz, Schaummaterial oder dergleichen, unter Vorspannung eingebracht ist.
Durch diese Anordnung des zweck mässig linsenförmig gestalteten Polsters zwischen den beiden Siebblättchen 10 wird das obere Siebblättchen leicht nach oben und das untere Blättchen nach unten gewölbt. Der untere verbreiterte Rand 12 der Sieb taste ist durch ein Dichtungsglied 13, beispielsweise Gummiring oder dergleichen, gegen das obere tropf schalenartige Teil 2 des Flüssigkeitsbehälters 1 ab gedichtet. lm Boden des Behälters 1 ist eine Ring nut 14 angeordnet, in welche der ringförmige Abdich tungswulst 5 der Pumpenglocke in seiner Spreizlage abdichtend einrastet.
Der Flüssigkeitsbehälter 1 ist oben vorteilhaft zu einem Gewindekragen verformt, in den das mit einer Gewindeöffnung versehene tropf schalenartige Oberteil 2 eingeschraubt wird. Das tropfschalenartige Oberteil 2 ist innen als Führung 15 für die Siebtaste 9 ausgebildet. Der Flüssigkeitsbehäl ter mit tropfschalenartigem Oberteil kann auch aus einem Stück verformt sein.
Die Arbeits- und Wirkungsweise des Anfeuchters mit Flüssigkeitsfördervorrichtung ist die folgende: In den über die Hälfte mit Flüssigkeit angefüllten Behäl ter 1 wird die vorher im einzelnen beschriebene För- dervorrichtung eingebracht. Die im Behälter 1 ein gefüllte Flüssigkeit steigt alsdann in gleicher Höhe durch die Ausnehmungen im Glockenrand 4 im Dü senrohr 6 hoch.
Durch einen leichten Druck auf die Siebtaste 9 senkt sich die gesamte Fördervorrichtung infolge der elastischen Pumpenglocke 3, und der ver breiterte Glockenrand 4 tritt in seine Spreizlage, und zwar so weit, bis der Abdichtungswulst 5 den Behäl terboden berührt bzw. in die im Behälterboden ange ordnete Ringnut 14 abdichtend einrastet.
Hierdurch wird die in der Pumpenglocke und dem Düsenrohr eingeschlossene Flüssigkeit durch die Düse in den trichterförmigen Reservebehälter 8 gedrückt. Einige Wiederholungen dieses Pumpvorganges füllen den Reservebehälter, der gleichzeitig als Absinkbehälter für Verunreinigungen dient, und die Flüssigkeit steigt bis in die Siebe 10 mit dem zwischengelegten Polster 11 der Taste 9, von denen es verteilt dem jeweiligen Zweck entsprechend in hinreichender Menge entnom men werden kann.
Das zwischen den gegenseitig ge wölbten Siebblättchen 10 angeordnete, linsenförmige Saugpolster 11 hat die Eigenschaft, möglichst reich lich Flüssigkeit aufzunehmen. Durch leichten Druck auf das obere gewölbte Siebblättchen drückt sich das zwischengelegte Polster leicht zusammen und regelt dadurch zusätzlich die gleichmässige Verteilung und Abgabe der hochgepumpten Flüssigkeit.
Eine weitere beispielsweise Ausgestaltung des An feuchters kann darin bestehen, dass die Fördervor richtung wie vorher beschrieben direkt in dem tropf schalenartigen Teil 2 angeordnet ist, welches mit sei nem verlängerten Führungsring in diesem Fall inner halb des oberen, zweckmässig zylindrisch verformten Flüssigkeitsbehälters 1 gleitend angeordnet ist. Die im ersten Ausführungsbeispiel erwähnten Wellungen im Pumpenglockenrand können hierbei wegfallen und der verbreiterte Glockenrand 4 eben verformt sein.
In diesem Falle sind auf dem Boden des zylindrischen Flüssigkeitsbehälters radial verlaufende feine Stege 16 angeordnet, die als Auflage für den verbreiterten Glockenrand 4 dienen, damit in Ruhelage der Förder- vorrichtung ungehindert genügend Flüssigkeit unter halb des Glockenrandes in die Fördervorrichtung ein fliessen kann.
Die beschriebene Flüssigkeitsfördervorrichtung ist nach aussen hin abgedichtet und die Flüssigkeit gegen eindringenden Staub und Schmutz sowie gegen nach teiliges Verdunsten geschützt. Aus hygienischen Grün den wird der Flüssigkeit zusätzlich eine entsprechende Dosis von einem bakterientötenden Mittel, beispiels weise Chlor oder dergleichen, beigegeben, wodurch nach kürzester Einwirkzeit die Flüssigkeit vollkom men keimfrei ist und bakterientötend wirkt, wodurch alle mit der Flüssigkeit beim Gebrauch des Anfeuch ters in Berührung kommenden, gesundheitsschädli chen Bakterien sofort restlos vernichtet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anfeuchter mit Flüssigkeitsfördervorrichtung, bei dem die mit einer als elastische Pumpenglocke aus gebildete Förderpumpe mit ihrem Düsenrohr in eine als Siebtaste verformte Entnahmehaube mündet, da durch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (6) ober halb seiner unteren, in den Flüssigkeitsbehälter ragen den Öffnung mit einem trichterförmigen Reserve behälter (8), der gleichzeitig als Absinkbehälter für Verunreinigungen dient, umschlossen ist und unter halb des Reservebehälters (8) mit der elastischen Pumpenglocke (3) in Verbindung steht, die im Inne ren oberhalb ihres äusseren Randes (4) mit einem ringförmigen Abdichtungswulst (5) versehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Anfeuchter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Düsenrohr (6) mit Reserve behälter (8) und Pumpenglocke (3) als ein Ganzes aus einem Stück mit unterschiedlichen Wandstärken aus dem gleichen gummielastischen Werkstoff her gestellt ist. 2. Anfeuchter nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der als Absinkbehälter dienende Reservebehälter (8) mit sei nem unteren Teil an den oberen Teil der Pumpen glocke (3) anschliesst und oben in einer Siebtaste (9) angeordnet ist. 3. Anfeuchter nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Reservebehälter (8) mit Pumpenglocke (3) in einem tropfschalenförmigen Teil (2) angeordnet ist. 4.Anfeuchter nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das tropfschalenförmige Teil (2) mit Reservebehälter (8) und Pumpenglocke (3) in dem Flüssigkeitsbehälter (1) mittig axial gleitbar geführt ist. 5. Anfeuchter nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Boden des Flüssigkeitsbehälters mindestens drei radial verlaufende dünne Stege (16) angeordnet sind, die als Auflage für den verbreiterten Pumpenglocken rand in Ruhestellung dienen. 6.Anfeuchter nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden des Flüssigkeitsbehälters (1) eine Ringnut (14) angeordnet ist, in welcher der Abdichtungswulst (5) der Pumpenglocke (3) in seiner Spreizlage einrastet und abdichtet.
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